„Eingeimpft“: Mythen für Millionen

24.08.2018

Als frischgebackener Vater steht der Filmemacher David Sieveking vor einer schweren Entscheidung: Soll er seine Tochter impfen lassen oder nicht? Er versucht, das Für und Wider wissenschaftlich abzuklopfen, kratzt aber nur an der Oberfläche. Der Film liefert Impfkritikern neue Nahrung.

m_1535097747.jpgHand aufs Herz: Wer von Ihnen hat tatsächlich selbst eine klinische Studie zu Impfstoffen durchgeführt? Oder wer hat selbst an Empfehlungen der Ständigen Impfkommission mitgearbeitet? Das werden wohl die wenigsten Leserinnen oder Leser gemacht haben. Doch David Sieveking, Autor und Filmemacher, erhebt sich über Ärzte, über Epidemiologen, über Virologen. In seinem Machwerk „Eingeimpft“ spricht er mit ein paar Experten und gräbt das eine oder andere Paper aus. Ab 13. September läuft der Film im Kino. Auf was müssen sich Besucher gefasst machen?

Freiheit von Eltern trifft Allgemeinwohl

Die Handlung ist schnell erzählt: Als frischgebackener Vater muss sich Regisseur David Sieveking entscheiden, ob er seine Tochter impfen will oder nicht. Während er selbst Impfungen für wichtig hält, lehnt seine Frau sie ab. Sieveking recherchiert.

Im Film wird schnell klar, welchen Spielraum Eltern in Deutschland haben. Sie können ihren Kinderarzt selbst auswählen, den Impfzeitpunkt bestimmen und entscheiden, welche Vakzine oder welche Impfungen überhaupt zum Einsatz kommen, eventuell sind Zuzahlungen fällig. Sieveking bewertet dies als aktive, persönliche Entscheidung.

Im Hintergrund bleibt das Dilemma des Staates, einerseits das Recht auf körperliche Unversehrtheit und andererseits Schutz des Allgemeinwohls zu sichern. Im Film selbst kommen vor allem anthroposophische Informationsangebote zur Sprache. Eltern wünschen sich weniger wissenschaftliche Evidenz, sondern eher persönliche Erfahrungsberichte.

Man könnte auch mal Experten fragen

Dem Film zufolge scheinen viele Eltern auch nicht zu wissen, dass es zu Fragen wie Impfung und Schwangerschaft tatsächlich Profis gibt. Man muss nicht andere Mütter oder Väter um Rat fragen. Impfstoffe werden bei der Zulassung eingehend untersucht. Hinweise auf teratogene Eigenschaften gibt es weder für biologische Komponenten noch für Hilfsstoffe wie zum Beispiel Aluminiumhydroxid oder Ethylquecksilber.

Selbst Laien können sich beim Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie an der Charité-Universitätsmedizin Berlin über Vakzine oder Arzneimittel während der Schwangerschaft informieren. Auch in der Schwangerschaft werden etliche Impfungen, etwa gegen die saisonale Influenza empfohlen. Nur von Lebendimpfstoffen wird abgeraten. Das ist aber kein Grund für Schwangerschaftsabbrüche.

Böses Aluminium

Apropos Aluminium: Auch das heiß diskutierte Metall steht im Fadenkreuz. Die Protagonistin weint und sagt, sie sei gegen Impfungen, um ihr Kind metallfrei zu halten. Nur ärgerlich, dass wir ständig Aluminium über Nahrungsmittel oder Getränke aufnehmen. Gerade in Kakao und Schokolade ist verhältnismäßig viel Aluminium enthalten. Pro Tag nehmen wir oft mehr Aluminium auf, als in einer einzigen Spritze enthalten ist. Wie lässt es sich erklären, dass – wie im Film thematisiert – Nebenwirkungen beim Impfen mit dem Metall in Verbindung stehen, wir aber unbeschadet durch den Alltag kommen? Die Frage bleibt offen.

Lebendimpfstoffe: Wir sind die Guten

Am Ende seiner Recherchen kommt Sieveking zu einem recht überraschenden Resümee: Lebendimpfstoffe seien eher gut, und Totimpfstoffe eher schlecht. Bekanntlich handelt es sich bei Lebendimpfstoffen um abgeschwächte, jedoch biologisch aktive Erreger. Dazu gehören Masern, Mumps und Röteln. Totimpfstoffe bestehen aus chemisch abgetöteten Krankheitserregern oder aus deren immunologisch aktiven Bestandteilen. Sie sind weniger aktiv und enthalten deshalb Adjuvanzien.

Als Erklärung führt der Filmemacher eine umstrittene Theorie des dänischen Wissenschaftlers Peter Aaby an: Lebende Vakzine sollen über ihren eigentlichen Effekt hinaus das Immunsystem „trainieren“ und unspezifisch gegen weitere Infektionen helfen. Seine Studien hat Aaby in Afrika durchgeführt. Kollegen konnten den Effekt in anderen Settings nicht reproduzieren. Manchmal profitierte niemand, manchmal nur Jungen oder Mädchen. Bei einer derartigen Datenlage sollte man sich hüten, gewagte Thesen aufzustellen.

Von wegen wertvoll

Bleibt als Fazit: Der Film zeigt exemplarisch – vielleicht ohne dies zu wollen – die aus Forschungsprojekten bekannten fünf typischen Gründe („5C“), warum Patienten Impfungen ablehnen:

Da wundert man sich doch, wie die Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW) zu ihrem Prädikat „besonders wertvoll“ kommt.

 

Bildquelle: mermyhh, pixabay

Artikel letztmalig aktualisiert am 28.08.2018.

91 Wertungen (3.79 ø)
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Medizin, Pharmazie
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Gast
Leute, entspannt Euch. Den Film guckt offenbar keiner. In unserer Kinderarzt-Praxis ist er jedenfalls kein Thema......
#27 am 21.09.2018 von Gast (Ärztin)
  0
Ergänzend zu meinem Vorschreiber: Impfgegnertum ist hauptsächlich eine Domäne der höheren Einkommenschichten. Mit einem höheren Einkommen sind mehr Bildung, bessere medizinische Betreuung, eine hochwertigere Ernährung und vieles mehr vergesellschaftet. Mit dem gleichen Datensätzen kann ich Ihnen also auch "beweisen",dass Kinder umso gesünder sind, je mehr Bücher der Vater liest oder dass der Besitz von Wertpapieren zu mehr Gesundheit führt. Koexistenz ist etwas anderes als Kausalität.
#26 am 03.09.2018 von Eva Julia Fischer (Zahnärztin)
  0
Gast
Darum gehört der Beruf der Heilpraktiker abgeschafft. Sie spielen mit den Ängsten von Menschen und gefährden diese mit deren Pseudowissenschaft. Gesundheit ist Ärztesache bzw Therapie hat unter deren Anleitung zu erfolgen von qualifiziertem Personal.
#25 am 02.09.2018 von Gast (Student der Humanmedizin)
  9
Meinen Sie etwa diese Angelika Müller?: https://www.psiram.com/de/index.php/Angelika_M%C3%BCller Eine bekannte Impfgegnerin (von Beruf Software-Entwicklerin, also keine Wissenschaftlerin), die offenbar für eklatante Fehler und Täuschungen in ihren Vorträgen und Pamphleten bekannt ist. Haben Sie die Studie und ihre Ergebnisse eigentlich mal selber versucht zu lesen? Das was Sie behaupten, geht aus diese Studie nämlich nicht hervor. Lesen Sie mal den letzten Absatz vom Abschnitt "Falschaussagen zu Impfungen und Allergien" vom oben erwähnten Link.
#24 am 02.09.2018 (editiert) von Jonas Meinke (Rettungsassistent)
  3
Gast
@Eva Julia Fischer: die Wissenschaftlerin Angelika Müller hat die Rohdatensätze dieser Studie analysiert und signifikante Korrelationen zwischen Allergiehäufigkeit und Anzahl der Impfungen festgestellt. Alles Gute Ihnen.
#23 am 02.09.2018 von Gast (Heilpraktiker)
  25
Ich habe Ihnen doch einen Link zu dieser Studie geschickt. WO steht das, was sie behaupten? Es steht das Gegenteil dort.
#22 am 01.09.2018 von Eva Julia Fischer (Zahnärztin)
  1
Gast
@Eva Julia Fischer: die vom RKI im Zeitraum von Mai 2003 bis Mai 2006 initiierte KIGGS-Studie umfasste eine Gesamtanzahl in Höhe von 17.600 Kindern. Hier wurde eine Korrelation zwischen der Anzahl von Impfungen und der Häufigkeit von Allergien eindeutig festgestellt und zwar pharmaunabhängig. zum Mai 2006 in insgesamt 167 Städten und Gemeinden mit 17.641
#21 am 01.09.2018 von Gast (Heilpraktiker)
  19
„...In den letzten Jahren wurde eine Reihe von wissenschaftlichen Artikeln zum Zusammenhang zwischen Impfungen und Allergien veröffentlicht. In einem Review von Bernsen et al. aus dem Jahr 2006, in dem Studienergebnisse zum Zusammenhang von Diphtherie/Tetanus/Pertussis-Impfung, Masern/Mumps/Röteln- und Haemophilus influenzae-Typ-b-Impfung mit atopischen Erkrankungen zusammengefasst und bewertet wurden, schlussfolgern die Autoren, dass nach verfügbarer Evidenz empfohlene Schutzimpfungen bei Kindern das Atopierisiko nicht erhöhen (19). In einer internationalen Studie aus dem Jahr 2008 mit 2 184 Kindern im Alter von 1 bis 2 Jahren untersuchten Grüber et al. den Effekt von Impfungen im ersten Lebensjahr auf den Schweregrad eines atopischen Ekzems und auf allergische Sensibilisierung im zweiten Lebensjahr. Eine Erhöhung des Allergierisikos zeigte sich auch hier nicht (20)....“ Es gibt keine erhöhte Allergierate bei Geimpften.
#20 am 31.08.2018 von Eva Julia Fischer (Zahnärztin)
  2
Gast
@Eva Julia Fischer; Nein, das sagt doch auch Prof. Zissel (#6 vor 2 Tagen von Prof. Dr. rer.nat. Gernot Zissel, Biologe): "In der Regel wird in der experimentellen Allergieforschung Ovalbumin (= Hühnereiweiß) als Allergen eingesetzt. Und Aluminium macht da genau das gleiche wie bei der Impfung: es v e r s t ä r k t die Reaktion." In Ihren Augen müsste jetzt Herr Zissel ein Aluhutträger oder Verschwörungstheoretiker sein?
#19 am 31.08.2018 von Gast (Heilpraktiker)
  17
@15 Welche Fachkreise meinen Sie? Arbeitsgemeinschaft der Aluhutträger und Verschwörungstheoretiker?! https://www.aerzteblatt.de/archiv/80866/Impfstatus-und-Gesundheit-von-Kindern-und-Jugendlichen
#18 am 31.08.2018 von Eva Julia Fischer (Zahnärztin)
  7
Gast
Lieber Herr Prof. Dr. rer.nat. Gernot Zissel, diese Immunantwort ist aber oft nicht ausreichend, darum warum doch bei Todimpfstoffen Adjuvantien wie Aluminium eingesetzt!
#17 am 30.08.2018 von Gast (Heilpraktiker)
  21
#14 Lieber Heilpraktiker-Gast, anscheinend wird in den Heilpraktikerschulen keine Immunologie gelehrt. Schade, sonst wüssten Sie, das das Unsinn ist. Man erhält gegen jedes Protein eine Immunreaktion, sofern es vom Körper als "fremd" erkannt wird.
#16 am 29.08.2018 von Prof. Dr. rer.nat. Gernot Zissel (Biologe)
  8
Gast
"Wenn Sie Beweise dafür haben, dass eine höhere Allergierate bei Geimpften auf das Aluminium in Impfstoffen zurückzuführen ist, können Sie sich morgen Ihren Nobelpreis abholen gehen." Das ist naiv, da in Fachkreisen dies nicht mehr zu leugnen ist. Deswegen sind Impfstoffhersteller bereits bemüht, Impfstoffe ohne Aluminium zu entwickeln.
#15 am 29.08.2018 von Gast (Heilpraktiker)
  33
Gast
Prof. Zissel: " Und Aluminium macht da genau das gleiche wie bei der Impfung: es verstärkt die Reaktion". Ohne Adjuvantien wie Aluminium würde die Impfung mit Todimpfstoffen nicht funktionieren, es würde keine Immunreaktion stattfinden.
#14 am 29.08.2018 von Gast (Heilpraktiker)
  27
Gast
Prof Zissel: Der Rückgang der Todesfälle resultierte bei Tetanus nicht aus den Impfungen, sondern tendierte schon vor Einführung der Impfung bei unter 30-Jäjrigen Richtung Null. Die Einführung der Impfung führte lt. Stat. Bundesamt nicht zu einer Beschleunigung des Rückgangs der Todesfälle.
#13 am 29.08.2018 von Gast (Heilpraktiker)
  30
Die Wirksamkeit von Impfungen stelle ich übrigens in keinster Weise in Frage. Ich würde mir lediglich einen kritischeren Umgang damit wünschen.
#12 am 29.08.2018 von Donata Schiffels (Kinderkrankenschwester)
  17
Leider ist das Unwissen über aktive, passive Immunisierungen und die Epidemiologie von Infektionskrankheiten bei der deutschen Bevölkerung weit verbreitet. Schade auch, dass einige medizinische Fachkräfte diese Unsicherheiten durch eigenartige Argumentationen verstärken. Ein Grundsatz, dass mindestens 90 % der Individuen einer Population geimpft werden müssen, um die Infektionskrankheit zu merzen, wird oft in der Diskussion vergessen. Wir sollten die Ergebnisse der Forschungen von PASTEUR, KOCH, BEHRING, EHRLICH und anderer besser in die Öffentlichkeit bringen. Wer sich die Videos auf youtube über an Tollwut erkrankte Menschen ansieht (https://www.youtube.com/watch?v=NOuHVryXBMY) wird nicht mehr die Notwendigkeit von Impfungen bestreiten.
#11 am 29.08.2018 von Dr. med.vet Burkhard Wendland (Tierarzt)
  12
#7: Die Rate der Erkrankungen und Todesfälle ist bereits vor Einführung der Impfung zurück gegangen. Es ist naheliegend, dass dies durch verbesserte Hygiene und Wundversorgung so eingetreten ist. In einer gut gereinigten und/oder blutenden Wunde überlebt kein Anaerobier. Meine Söhne sind übrigens "durchgeimpft", da ich leider zu spät den "Mut" hatte, mir ein paar Widersprüche mal genauer anzusehen. Da ich Job und Privatleben gut trennen kann, kann ich im Moment noch mit diesem inneren Konflikt leben. Ich kann niemanden zwingen, sich die Thematik mal von unterschiedlichen Seiten anzusehen. Meinem Wunsch, sich mal zusammen dem Thema zu widmen und dabei die Scheuklappen abzulegen, wollte bisher kein Schulmediziner nachkommen. DAS finde ich traurig und bedenklich.
#10 am 29.08.2018 von Donata Schiffels (Kinderkrankenschwester)
  32
Danke für die treffende kritische Einschätzung des Films. Mehr kritische Informationen gibt es auch auf www.eingeimpft.de
#9 am 29.08.2018 von Dr. med. Natalie Grams (Ärztin)
  17
Gast
#5 Wenn Sie Beweise dafür haben, dass eine höhere Allergierate bei Geimpften auf das Aluminium in Impfstoffen zurückzuführen ist, können Sie sich morgen Ihren Nobelpreis abholen gehen. In allen anderen Fällen: Hören Sie auf, sich einfach gut klingende "Fakten" auszudenken.
#8 am 29.08.2018 von Gast (Student der Humanmedizin)
  12
Ich kann diese anhaltende Impfdiskussion einfach nicht nachvollziehen! Glaubt man an die Wirkung einer Impfung? Ja! Wir leben doch nicht mehr im Mittelalter, wo man glauben _mußte_, was bestimmte Stellen predigten. Wir haben heute das Wissen! Jeder fachbezogene Student, wird mit Biochemie/Immunologie/Biologie etc. konfrontiert - manchmal mehr im Detail als einem lieb wäre. #1: Gerade von einer Kinderkrankenschwester erwarte ich mir keine solche Aussage! Nicht nur, daß Ihre Frage in der Tat (siehe #2) verharmlosend ist, weiter kann gefragt werden, warum - Gott sei Dank - die Todeszahlen zurück gehen. Eben weil in der heutigen Zeit die erste Frage nach einer scheinbar kleinen Verletzung der Impfstatus ist!
#7 am 29.08.2018 von Peter Bräuer (Student der Humanmedizin)
  20
#5 Das stimmt so vereinfacht nicht. In der Regel wird in der experimentellen Allergieforschung Ovalbumin (= Hühnereiweiß) als Allergen eingesetzt. Und Aluminium macht da genau das gleiche wie bei der Impfung: es verstärkt die Reaktion. Als kleines Ion kann Aluminium keine Allergie auslösen. #4 Ja, ich glaube an die Effektivität der Impfung. Immerhin ist, wie Sie selbst schreiben, in den letzten 30 Jahren in Europa kein Mensch unter 30 an Tetanus verstorben. Das ist doch der beste Beweis!
#6 am 29.08.2018 von Prof. Dr. rer.nat. Gernot Zissel (Biologe)
  11
Gast
Jeder weiß mittlerweile, das Aluminium in der Arzneimittelforschung zur Erzeugung von Allergien verwendet wird. Deswegen auch die höheren Allergieraten bei Geimpften.
#5 am 29.08.2018 von Gast (Heilpraktiker)
  53
Gast
Zum Thema Tetanus: in den letzten 30 Jahren ist in Europa kein Mensch unter 30 an Tetanus verstorben. Warum soll dann eine Impfung im Säuglings- bzw. Kinderalter Sinn machen? Außerdem wird bei Tetanus gegen das Toxin geimpft? Glaubt einer wirklich an deren Effektivität? Und jetzt zum allgemeinen Thema Impfen: in Deutschland resultieren 99,9% der Infektionstoten (bei Erkrankung, gegen die eine Impfung existiert) lt. RKI von Influenza. Und gerade hier lassen sich lt. RKI Ärzte und ärztliches Personal deutlich weniger impfen als der Durchschnitt der Bevölkerung bei einer offiziellen Erfolgsrate dieser Impfung zwischen 50% und 80%. Kann mir jemand dies erklären?
#4 am 29.08.2018 von Gast (Heilpraktiker)
  48
Gast
Die Aussage, dass [ein parenteral verabreichtes Medikament] ohne [...] Möglichkeit der Elimination durch die Entgiftungsorgane [anders verstoffwechselt wird] impliziert, dass die so eingenommenen Wirkstoffe auf diesem Wege schädlicher für das Kind seien. Allerdings sind lt. Text "Hinweise auf teratogene Eigenschaften weder für biologische Komponenten noch für Hilfsstoffe wie zum Beispiel Aluminiumhydroxid oder Ethylquecksilber [bekannt]." Ihre Behauptung entbehrt also (wenn man dem Autoren vertrauen darf, mir persönlich mangelt es leider an Kompetenz, selbst etwas zur Thematik zu sagen) einer wissenschaftlichen Grundlage.
#3 am 28.08.2018 (editiert) von Gast
  12
Gast
#1: Ich finde, Ihre Frage verharmlost die Faktenlage. Zitat: "Im Jahr 2006 starben weltweit ca. 290.000 Menschen an Tetanus, davon 250.000 an neonatalem Tetanus, der bei Neugeborenen und Säuglingen insbesondere in Entwicklungsländern auftritt." Quelle: https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_Tetanus.html; Und ja, Sie haben Recht, in Deutschland sind tausende Kinder nicht gegen Tetanus geimpft. Bei einer Schuleingangsimpfquote von 96%(2014) kommen auf 1000 ungeimpfte jedoch 24.000 geimpfte Kinder und die Anzahl der Fälle sinkt seit 1970 mit der Erhöhung der Impfquote (siehe https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2016/Ausgaben/30_16.pdf?__blob=publicationFile unter "Diskussion und Fazit")
#2 am 28.08.2018 von Gast (Student der Humanmedizin)
  15
Ein Metall parenteral zu verabreichen, ohne die Möglichkeit der Elimination durch die Entgiftungsorgane, löst eine völlig andere körperliche Reaktion aus, als wenn ich dieses durch Kakao oder Schokolade zu mir nehme. Propaganda ist in beide Richtungen in meinen Augen nicht angebracht, sondern der Mut, auch hinter Studien (von Pharmakonzernen durchgeführt!) zu blicken und gesunden Menschenverstand einzusetzen. In D sind tausende Kinder nicht gegen Tetanus geimpft, also genau jene "Zielgruppe" des Toxins, welche ständig aufgeschrammte Knie hat. Wann ist zuletzt ein Kind an Tetanus gestorben?
#1 am 28.08.2018 (editiert) von Donata Schiffels (Kinderkrankenschwester)
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