Das Geschäft mit der Krankheit

26.09.2013
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Vor gut einem Jahr scheiterte die 90-prozentige Übernahme der Rhön-Klinikum AG durch ihren großen Konkurrenten, den Klinikkonzern HELIOS als FRESENIUS SE-Tochtergesellschaft, insbesondere am Widerstand von Asklepios mit einer dafür eigens erworbenen Beteiligung am Rhön-Klinikum. Jetzt werden nur etwa 2/3 des Rhön-AG-Umsatz für denselben Preis verkauft - und die Aktionäre machen Kasse.

Vor knapp 2 Jahren, Mitte Dezember 2011 lag der Aktienwert einer Inhaber-Aktie der Rhön-Klinikum AG (ISIN: DE0007042301 / WKN: 704230 / Symbol: RHK) deutlich unter 14 € pro Stück. Im Mai 2012 lag die damals gescheiterte Übernahme-Offerte bei 22,50 Euro in bar. Der Rhön Gründer Eugen Münch hält nach übereinstimmenden Quellenangaben mit seiner Ehefrau 12,45 Prozent der Aktien. Der Wert des damaligen Rhön-K o m p l e t t-Verkaufs an Fresenius SE/HELIOS hätte bei einem Gesamtwert von 3,1 Milliarden Euro knapp 386 Millionen Euro als Erlös für das Ehepaar Münch ergeben. 


Jetzt legt die HELIOS-Klinikkette als Fresenius-SE Tochterkonzern für nur 43 Rhön-Kliniken die Gesamtsumme von knapp 3,1 Milliarden Euro auf den Tisch. Das sind aber w e n i g e r als 80 Prozent der Rhön-Klinikum AG. Denn u. a. die Standorte Bad Berka, Bad Neustadt, Frankfurt/Oder sowie das Uniklinikum Gießen-Marburg (UKGM) v e r b l e i b e n in der Rhön-AG. Der Klinikkonzern kommt damit immer noch auf einen Jahresumsatz von etwa einer Milliarde Euro. An HELIOS-Fresenius werden mit dem Deal knapp 2 Milliarden Euro Jahresumsatz (Stand 2012) abgegeben. 

Daraus ergeben sich für den Rhön-Klinikum AG Gründer Eugen Münch und seine Ehefrau j e t z t ein Erlös von circa 386 Millionen Euro bei steigendem Aktienwert u n d den zusätzlich elf bei Rhön verbleibenden Kliniken e i n s c h l i e ß l i c h des Universitätsklinikums Gießen Marburg (UKGM). Wenn das kein Deal ist?

 

Artikel letztmalig aktualisiert am 22.10.2013.

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Was Herr Münch daran verdient ist völlig belanglos! Viel wichtiger das Entstehen eines Monopols! Schon der Besitz einer einzigen Klinikkette durch einen Pharmahersteller ist marktwirtschaftlich anrüchig. Jetzt ist es die mit sehr großem Abstand größte Klinikkette Deutschlands! Wo bleibt unser Kartell-Amt??? mfG
#2 am 22.10.2013 von Dr. med. Wolfgang P. Bayerl (Arzt)
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Hoffen wir einmal, daß Eugen Münch mit Gattin dieses Geld, oder zumindest einen Teil davon, für eine Stiftung mit sozialer Zielorientierung oder ein anderes gutes Projekt einsetzen wird!? Er könnte etwas von dem Geld auch der Bundesregierung leihen, damit diese es für die Erhaltung der Gedenk-stätten in Auschwitz oder Sobibor einsetzt. Wer Kontraste in dieser Woche ge- sehen hat, weiß, was ich damit meine!
#1 am 28.09.2013 von Dipl.-Med. Wolfgang Meyer (Arzt)
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