Pflegenotstand: Jens, ist das dein Ernst?

09.08.2018

Jens Spahn hat große Pläne für die Pflege. Eine Idee nach der anderen präsentiert er so eifrig wie ein kleiner Hund das Stöckchen. „Konzertierte Aktion Pflege“ – was nach einer Militäroperation klingt, soll dem Pflegenotstand in Deutschland ein Ende setzen.

Jens mag für andere Menschen der Herr Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sein, für mich ist er Jens. Ich darf ihn so nennen, eine Hand wäscht die andere. Jens duzt „uns“ ja auch. Die Pflege. Im Kollektiv. Das schweißt zusammen.

Auf der Seite des Bundesgesundheitsministeriums werden wir dazu aufgerufen, ganz besonders beeindruckende Geschichten aus unserem Beruf aufzuschreiben und einzusenden. Dort heißt es: „Klar, es gibt noch viel zu tun für bessere Arbeitsbedingungen in der Pflege – aber es ist ein toller, ein erfüllender Beruf, über den wir sprechen sollten. Welche Erfahrung hat dich besonders berührt? Welches Erlebnis mit pflegebedürftigen oder kranken Menschen hat dich darin bestärkt, den richtigen Beruf ergriffen zu haben?“

Aktive Teilhabe an Verbesserungsvorschlägen. Wie schön. Wie niedlich und volksnah. Wie ermüdend. Wie immerwährend gleich.

Sofortprogramm: Jetzt wird alles besser

Auf Twitter gibt es den Hashtag #twitternwierueddel. Eigentlich steht da schon alles drin: wie gute Pflege aussehen könnte und was das Pflegevolk sich wünscht. Natürlich müsste man da ein wenig zwischen den Zeilen lesen. Aber seis drum, der Hashtag war ja schließlich nicht Spahns Idee. Außerdem strotzen die Inhalte dort vor Zynismus und Sarkasmus. Das zählt nicht, damit kann man nicht arbeiten.

Stattdessen möchte man über Berufung sprechen. Liebe und Gedöns. Und wenn es sein muss, dann kann auch Kritik geübt werden, aber nur ein kleines bisschen. Es haben ja alle mittlerweile verstanden, dass da irgendwas schief läuft im tollsten und erfüllendsten Beruf aller Zeiten.

Und nun also das Sofortprogramm, mit dem Jens Gesundheitsminister Spahn die Pflege stärken will. Zwingen will man die bösen Kliniken, genügend Personal einzustellen. Von Refinanzierung durch Krankenkassen ist die Rede. Großartig, keiner möchte mehr „Sparen zu Lasten der Pflege“. Endlich kommen die Fachpersonen zusammen, die das sinkende Pflegeschiff in den sicheren, gutbezahlten Klinik- und Seniorenhafen einfahren. Ganz im Sinne Friedrich Schillers scheint Spahn zu fordern: „So nehmt auch mich zum Genossen an: Ich sei, gewährt mir die Bitte, in eurem Bunde der dritte“.

Viele weise Worte

Die Bundesfamilienmisterin Dr. Franziska Giffey äußert sich sehr ernsthaft: „Ab heute gehen wir gemeinsam gegen den Pflegenotstand vor. Das geht nur mit mehr Pflegerinnen und Pflegern. Wir wollen mehr Menschen für den Pflegeberuf begeistern und dazu die Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen verbessern. Pflegen nach der Stoppuhr muss ein Ende haben. Gute Pflege braucht Zeit, um für Menschen da sein zu können. Die Pflegekräfte leisten viel, sie haben höhere Löhne, bessere Arbeitsbedingungen und Entlastung im Alltag mehr als verdient.“

Und Bundesarbeitsminister Hubertus Heil bekräftigt das Ganze mit den Worten: „Bei guter Pflege dreht sich alles um Menschen. Gute Pflegekräfte sind mehr als bloße Versorger. Darum werben wir dafür, dass es künftig deutlich mehr Frauen und Männer in Deutschland gibt, die sich um Pflegebedürftige kümmern. Wir wollen mit unserer Konzertierten Aktion den Pflegenden und den Pflegebedürftigen endlich die Aufmerksamkeit zukommen lassen, die ihnen zusteht. Dazu ist es nötig, in dem Bereich mehr Tarifbindung zu schaffen, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.“

Also wer bei so viel Fürsorge nicht in die Pflege kommen mag, ist selbst Schuld. Alle kümmern sich.

Ohne Schulabschluss in die Pflege

Aber wehe dem, der genauer nachfragt. „Ausbildung attraktiver“ machen bedeutet nicht, dass man die Pflege akademisiert. Gott bewahre! Nein, nein, jeder kann pflegen. In Zukunft vielleicht auch der unfreiwillige Freiwillige. Und in der Altenpflege stufen wir mal ganz nebenbei die Anforderungen herunter. So las ich mit Erstaunen: „In einem neuen Modellprojekt will der hessische Landtag die Ausbildung zum Altenpflegehelfer zugangsfrei machen.“ War zuvor noch mindestens ein Hauptschulabschluss von Nöten, möchte man mit diesem Ansatz nun der Personalnot in den hessischen Altenpflegeeinrichtungen begegnen.

Der Hauptschulabschluss soll dann einfach ausbildungsbegleitend nachgeholt werden. Ein gutes Herz und im Zweifel auch ein Dankeschön der dankbaren Heimbewohner ist doch sowieso mehr Wert als ein Schulabschluss. Das reicht. Muss reichen. Den Rest erledigt das Fachpersonal – ach Moment, das wird ja erst noch aufgestockt. Von wem auch immer.

Zu erschöpft für Politik

Die kümmerliche Anzahl von übrig gebliebenem Fachpersonal, das in der Pflege arbeitet, ist meist eh zu erschöpft, um sich um Politik zu kümmern. Oder empfindet die Flut von immer noch besseren, schöneren, teureren Maßnahmen, die der künftigen Wählerschaft versprochen werden, schlicht als ermüdend.

Und weil die Pfleger so erschöpft sind, werden sie auch nicht zu politischen Diskussionen eingeladen, schätze ich mal. Da kommen dann eher ehemalige Schauspieler zu Wort, die Mutti mal locker nebenbei und mit ganz viel Herz (schon wieder) gepflegt haben. Oder Auszubildende. Oder Heimbetreiber. Aber fast niemand, der an der Basis arbeitet und wirklich weiß, wovon er spricht. Gesprächsangebote von Pflegepersonen gibt es bei Twitter jedenfalls genug.

„Wir haben verstanden!“, sagt Jens trotzdem voller Stolz. Die Digitalisierung soll vorangetrieben, Mindest- oder Untergrenzen definiert werden, Löhne sollen angeglichen oder überhaupt tariflich vereinbart und Fachkräfte aus dem Ausland rekrutiert werden. Die „Drei im Bunde“ haben sich viel vorgenommen.

Reformvorschläge: Lauter alte Hüte

Müßig zu fragen: Warum erst jetzt? Und warum mit Ideen, die in den letzten Jahren immer wieder wie der Klappkasper aus der Springbox gehüpft sind. Jedes Mal wurden diese Ideen entweder wieder verworfen, haben sich im Sande verlaufen oder einfach nicht den gewünschten Erfolg erbracht. Oder waren zu teuer. Oder sind irgendeiner Lobby auf den Schlips getreten.

Aber jetzt wird ja alles anders. Endlich. Die Frage ist halt nur, wie sie das alles umsetzen wollen. Jetzt, wo offensichtlich keiner mehr in den Beruf will. Es scheint sich bis in den letzten Winkel herumgesprochen zu haben, dass Pflege zwar erfüllend sein kann, aber auch körperliche, geistige und seelische Höchstleistung bedeutet für ein – gemessen an der Verantwortung – doch eher mickeriges Gehalt. Dazu Schichtdienst, ungünstige Dienstplangestaltung und die ständige Auseinandersetzung mit einer Bevölkerung, die von Problemen in der Pflege so lange genervt ist, bis sie selbst daniederliegt, um dann mit der Schreibmaschine im Bett zu sitzen und Beschwerdebriefe zu tippen.

Jens Spahn und seine „Genossen“ müssen etwas schaffen. Die Pflegelandschaft liegt jetzt schon am Boden. Wahlen stehen irgendwann wieder an (lockt da etwa die Kanzlerschaft?), es gibt viel zu tun. Man hat sein Herz entdeckt. Für alle.

Wir erinnern uns an den „alten“ Jens

Jens, der vor allem dadurch auffiel, dass er mal alles herausplapperte, was irgendwie von Belang war, sein könnte oder werden wird. So sagte er beispielsweise, dass Hartz 4 nicht gleich Armut bedeute und dass Frauen Abtreibungspillen wie bunte Smarties schlucken würden. Dann waren da noch Genderdebatten, jugendliche Komasäufer, Legalisierung von Marihuana. Zu allem hatte er eine Meinung, die vor allem durch eins gekennzeichnet war: Mitgefühl. Oder vielmehr fehlendes Mitgefühl.

Aber jetzt hat er eine Wandlung vom Saulus zum Paulus hingelegt. Denn die Empörung war zuvor zu groß. „Zu groß für Spahns weitere Karrierepläne. Ende April besuchte er öffentlichkeitswirksam eine Hartz-IV-Empfängerin und aß mit ihr Kuchen. Er merkte, dass das Image der sozialen Kälte sehr schädlich sein kann für einen Mann, dessen Karrierepläne nach wie vor ins Kanzleramt führen“, wie die FAZ schreibt. Ihm sollen wir jetzt also glauben. Jens meint es nun gut mit uns und tut alles für die Menschen.

Wurde wirklich etwas verstanden?

Ich würde mich gerne überraschen lassen, würde gerne merken, dass alles besser werden wird. Aber ich bezweifle es. Weil alle Vorschläge des Sofortprogramms schon in der Vergangenheit abgearbeitet wurden und zu keinem wirklichen Erfolg geführt haben. Weil hier viel Bekanntes nun im neuen Gewand daherkommt. Weil ich keinen wirklichen Wandel im Bezug auf das grundlegende Problem sehe. Reförmchen von Reformen werden das Ruder nicht herumreißen, auch wenn man es uns glauben lassen möchte. Grundlegendes sehe ich nicht: Keine Bürgerversicherung, keine  „Gewinnbremse“ für Altenheimbetreiber und keine Anpassung der Gehälter von examinierten Altenpflegern und GuK-Pflegern. Die Liste ließe sich mühelos und endlos fortsetzen.

Eines darf man nicht vergessen: Politik fängt immer unten an. Ein Arbeitgeber, die Stationsleitung oder Wohnbereichsleitung kann sich gut um sein Personal kümmern oder es als durchlaufenden Faktor betrachten. Hier fängt ein „Wir haben verstanden“ an. Beginnen sollten wir bei jenen, die ein Interesse haben müssen, gutes Personal zu rekrutieren, es fair zu behandeln und angemessen zu bezahlen. Denn nichts spricht sich schneller herum, als ein Arbeitgeber, der dies nicht tut. Dann kann auch die „große Politik“ nicht mehr eingreifen mit ihren Neuerungen. Denn dann wird es möglicherweise keinen mehr geben, der in Zukunft in diesem „tollen und erfüllenden Beruf“ arbeiten möchte.

 

Bildquelle: Julia Taylor, flickr

Artikel letztmalig aktualisiert am 10.08.2018.

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Der sehr kurzen, absolut zutreffenden Feststellung von Frau Andrea Fehn (Anästhesieschwester) füge ich nach 40 Jahren Arbeit in unterschiedlichsten Bereichen der klinischen Medizin hinzu: "Ein Krankenhaus ist ein Haus, wo man kranke Menschen gesund macht, indem man gesunde Menschen krank macht !"
#11 gestern von Dipl.-Ing. Georg Maus (Medizinphysiker)
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Gast
Kanzlerin Merkel: "Pflegende sind Helden unseres Alltags" (14.7.2018) Pflege wäre demzufolge keine Profession, die entsprechend entlohnt werden muss - sondern eine Heldentat. Und Heldentaten sind ja bekanntlich uneigennützig - man kann an diesen sogar zugrunde gehen. Aber unser Land braucht neue Helden. Das eigentliche Problem ist unsere Jugend, die nicht heldenhaft sein möchte. Also muss man sie zu ihrem Glück zwingen (siehe Diskussion zur "Allgemeinen Dienstpflicht"). Allerdings scheint das Militär weiter zu sein und setzt nicht mehr auf Heldentum – sondern Professionalität ihrer Soldaten. Also - wenn die Pflege eine Profession ist, wie lässt sich dann ihr Wert monetär bestimmen? Evtl. durch den Schaden, der durch einen hypothetisch angenommen Generalstreik aller professionell Pflegenden in Deutschland an einem Tag entstehen würde? In Analogon: „Stellt Euch vor, es gibt Pflegeeinrichtungen – und keiner geht hin? Na ja- vielleicht sind wir doch zu „heldenhaft“. Das ist unser Problem.
#10 vor 3 Tagen von Gast (Sonstige)
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Gast
Ja schauen wir was in der Schweiz - 20 Jahre Wuerdevollem Umgang mit Schwerstkranken - Seit Juli 2018 dürfen auch die Heime und Spitäler im Kanton Genf ihren Bewohnern die Unterstützung von Sterbehilfeorganisationen nicht mehr verweigern –bitte geben Sie Zahlen zu Suizid bei Schwerstrkranken - (Parkinson Kranker Patient springt aus dem Fenster) Oder machen Sie mal eine Umfrage in Heimen od bei Angehörigen, die mehr als 4 Jahre einen Schwerstkranken pflegen.
#9 vor 3 Tagen von Gast (Ernährungsberater)
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Ich schließe mich den Kommentaren voll und ganz an. Eine Pat fragte mich: "Wenn das so lange dauert, bis jemand kommt, wenn ich klingel, und es ist ein Notfall, dann kann ich ja sterben!" Ja. Einige wenige Klinikbetreiber/PDLs schließen ganze Stationen/sperren Betten, dies Beispiel darf gern Schule machen. Schlimm sind die Teams, die aufgeben "hier ist das halt so" und Gefährdungsanzeigen unterlassen. Die Zustände in der Pflege/ im Gesundheitswesen spotten jeder Beschreibung. "Die Würde des Menschen ist unantastbar." Wirklich?
#8 vor 3 Tagen von Hildur Bohland (Gesundheits- und Krankenpflegerin)
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Ganz egal wie, der Pflegenotstand wird sich nie mehr zum Guten wenden können. Das Tempo der Zunahme an Bedürftigen ist schneller, als alle Hilfe, die auf der Welt eingekauft werden könnte, zunehmen wird. Niemand will das, aber keiner macht was dagegen, dass unsere Bevölkerung selbst gesteuert und selbst verursacht hilfloser und hilfloser wird und in einem desolaten und dauerhaft assistierten Zustand ihr Leben von vor der Geburt, bis nach dem Hirntod zubringen muss. Klingt herb, ist aber leider die Realität der hochent-wickelten Gesellschaften. Die Ursachen interessieren niemand, da es ein "Mords-Geschäft" ist.
#7 vor 3 Tagen von Karl-Heinz Licht (Medizinjournalist)
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Wie schon erwähnt, PPR war ein schönes Instrument, wir machen das immer noch, denn es ist Abrechnungsrelevant. Nun gibt es in der Zwischenzeit die PKMS Patienten. Die bringen mittleren und großen Kliniken mehrere hundert Tausend Euronen Reingewinn. Personal wird reihenweise geschult das sie auch richtig dokumentieren. Jeh mehr PKMS Patienten des do mehr Kohle. OK, das bedeutet auch das die Stationen dementsprechend viele Hoch aufwändige Patienten haben, mehr Personal würde die Gewinne ja reduzieren, also werden weiterhin eher Stellen gestrichen. Da die Kliniken Geldgail sind schöpfen sie PKMS auch maximal aus, und damit schaffen sie schon seit längerem ein Messinstrument für die Personalbemessung :-) Aber lasst die Schwätzer erst mal ne Arbeitsgruppe Bilden, in 3 Jahren haben die dann das Rad neu erfunden, dann weitere 3 Jahre in denen die Pflege weitere Zeit mit Dokumentation verschwendet dann sind 6 Jahre um …
#6 vor 4 Tagen (editiert) von Georg Gründel (Gesundheits- und Krankenpfleger)
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Gast
So lange weiterhin das Gesundheitswesen in erster Linie als ein wichtiger Wirtschaftsbereich gesehen wird, in dem börsennotierten Privatunternehmen (z.B. Klinikketten) und deren Aktionären ordentliche Gewinne in Aussicht gestellt werden, und so lange stattdessen das Gesundheitswesen nicht (mehr) in erster Linie als ein basaler Bereich der Daseinsfürsorge gesehen wird, dessen Kosten von der Gesellschaft gemeinschaftlich getragen werden, in dem aber der Raum für das Abschöpfen von Gewinnen bewusst stark begrenzt wird, so lange werden wir weiter unwürdige Arbeitsbedingungen bei den Beschäftigten und besonders den Pflegenden im Gesundheitswesen mit allen fatalen Folgen erleben und ertragen müssen.
#5 vor 4 Tagen von Gast (Arzt)
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Zum Beispiel Privatisierung Wir werden gerade privatisiert.D.h. unser Haus gehört jetzt einem Finanzinvestor, der auch einem Finanzinvestor gehört.Denen ist es egal, ob sie Gummibärchen, Fahrradketten oder ReHa Klinik besitzen: Mehr Effizienz ist das Diktat: Tarifbindung des Arbeitgebers ein Fremdwort. Nun zum Pflegekräfte / Fachkräftemangel: WER hat Lust einen Job zu machen, beidem nach 30 Jahren die Gesundheit im Eimer ist ?? Zumindest kann man als Pflegekraft nicht sein Haus verlieren, wenn einem vom Hartz4 Amt gesagt wird, man könne ja noch 4 Stunden im Kino Karten abreissen - von daher wäre EU Rente ja ausgeschlossen. Bei dem Gehalt kann man kein Haus erwerben. Jedem steht dank Alg2 die Drohung entgegen wegen aufgebrauchter Gesundheit weit vor der Rente enteignet zu werden. Da hilft die Planung besserer Löhne nicht viel weiter. Auch nicht die "Romantisierung" mit lächelnden Patienten.So wird der Notstand gepflegt !! Weiter schliesse ich mich Andrea Fehn gern und voll an.
#4 vor 4 Tagen (editiert) von Rolf Krug (Rettungssanitäter)
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FACHKRÄFTEMANGEL ist nur ein anderer Ausdruck für" zu wenig gut ausgebildete Menschen die nicht bereit sind, für viel zu geringen Lohn zu arbeiten." Wir haben nicht nur einen Mangel an Pflegekräften. Wir haben einen drastischen Werte- und Sittenverfall bei den Arbeitgebern, die keinen Respekt mehr vor ihren Arbeitnehmern als Menschen und deren Leistung und Qualifikation haben.
#3 vor 4 Tagen von Andrea Fehn (Anästhesieschwester)
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Unser Gedundheitsminister ist zum Lachen!Er hat einfach die Lösung für alles! Die einzige Lösung genügend Pflegepersonal zu erhalten funktioniert nur, wenn man attraktivere Rahmenbedingungen schafft!Dazu gehört vor allem eine vernünftige Bezahlung!
#2 vor 4 Tagen von Dr. Wilfried Aschauer (Arzt)
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Es war einmal, ein gutes Instrument in der Pflege........weil das Thema Pflege in Not ist nicht neu......Das gute Instrument hieß "PPR" Pflege Personal Regelung. Wurde getestet und von den Pflegekräften für gut befunden , da durch A Pflege (allgemeine Pflege 1 ,2 ,3) und S Pflege (Spezielle Pflege S 1 ,2) Patienten einstufen konnte. Hatte eine Station viele A 3 Patienten so war klar das Belastung hoch war und man dort mehr Personal einsetzen musste..... ABER ES WURDE EINGESTAMPFT, WEIL POLITIK ÜBER TRANSPARENZ DEN PERSONAL/ PFLEGE BEDARF gespiegetlt bekam....... also wurde es schnell wieder abgeschafft.......... jetzt gibts Pflegegrad wo die Menge an Personal bedarf nicht zu Sehen ist,.......man schaut nach Kompetenzen der Patienten........ alles Viel BLA BLA BLA und nicht viel dahinter Dadurch wurde klar welche Stationen wie "belastet" sind.......
#1 vor 4 Tagen von LUIS pazo (Gesundheits- und Krankenpfleger)
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Ich komme dich besuchen … oder lieber doch nicht? Manchmal tut man gut daran, zu Hause zu bleiben und von einem mehr...
„Schwester. Ich kann momentan nicht so gut schnaufen atmen. Und es sticht immer so am Herzen! Ich glaube, ich hab mehr...
Man wird ja mit den Jahren immer geräuschempfindlicher, vor allem, wenn keine offensichtliche Not da ist. Bei zig mehr...

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