Man hört nur, was man hören will

03.10.2013
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Die Frau hat 2 Starterpackungen der elektronischen Zigaretten bestellt.

Die Dinger sind knapp 100 Franken pro Packung. Bezahlt hat sie noch nicht beim bestellen – obwohl wir das im Normalfall verlangen – die Zahlungsmoral ist nicht gut und ewig zurückgeben können wir die Sachen auch nicht (5 Tage haben wir Zeit, danach kostet das so viel, dass es sich meist nicht mehr lohnt).

Darauf hingewiesen, dass sie es noch nicht bezahlt hat, reagiert sie erst erstaunt.

„Ich denke, ich habe das bezahlt?“

„Laut dem Bestellzettel nicht. Haben sie denn einen Kassabon?“

„Uh, nein. Na dann.“

Zückt dann doch den Geldbeutel.

„Wieviel kostet es?“

„196 Franken.“

„Waaas? Die Frau gestern hat mir gesagt, das kostet um die 17 Franken pro Pack!“

„Das wäre nur die Nachfüllpackung. Die Starterpacks kosten je 98.“

„Dann will ich das nicht.“

Und dann kann ich das wieder zurücksenden.

Ich bin sicher (!) man hat ihr gestern gesagt, was die Dinger kosten – und auch was die Nachfüllpackungen kosten. Und welche sie denn genau bestellen will. Aber manchmal hören die Leute nur das, was sie hören wollen.

...

Dasselbe, wenn man sagt: „Ich habe es nicht hier, aber ich kann es bestellen.“

... und die Person dann nur sagt: "Okay." und einfach geht – nur um am nächsten Tag wiederzukommen. Idealerweise bei einer anderen Kollegin, die ihn dann bedient.

„Haben Sie mir das?“

„Nein, das haben wir nicht an Lager – haben Sie es bestellt?“

„Ja.“

„Abholzettel?“

„Ich habe keinen bekommen.“

Nein. Weil Sie nicht gesagt haben, dass sie das bestellt haben wollen.

Und ich nicht gesagt habe, dass ich es bestelle – nur, dass ich es ‚kann’.

Kommunikation ist schwierig.

Das oben passiert einem einmal, danach ist man dreifach deutlich mit: „Ich kann es für sie bestellen – auf welchen Namen soll ich das reservieren?“ den Abholzettel in die Hand drückt ... und dann nach Möglichkeit gleich zahlen lässt.

Artikel letztmalig aktualisiert am 03.10.2013.

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