PR: Der Friedwald: Gräber unter Bäumen liegen im Trend

18.07.2018

Sterben muss jeder Mensch. Ganz unabhängig von seinen Taten, Verfehlungen, Leistungen, Erfolgen, Vermögen, Ansehen, Schönheit. Wir müssen alle den letzten Weg gehen. Doch was geschieht dann? Wenn man stirbt, ist der Körper ja nicht aus der Welt. Im Folgenden wird das Prinzip der Friedwälder vorgestellt.

Das Prinzip des Friedwaldes

Friedwald hört sich nach einem Eigennamen an, doch es ist eine Abwandlung des Wortes "Friedhof". Doch es ist kein Hof, keine künstlich angelegte Fläche, auf denen die Menschen zur letzten Ruhe gebettet werden, sondern ein Wald, in dem man sich in einer Urne begraben lassen kann. An einem Baum wird dann eine etwa 70 cm tiefe Grube ausgehoben und die Urne hineingegeben. Die biologisch abbaubare Urne durchläuft einen Zerfallsprozess (siehe hier), der Wald bleibt natürlich und nichts deutet darauf hin, dass hier ein Mensch seine letzte Ruhe gefunden hat.

Mögliche Gründe der Beliebtheit

Naturverbundenheit

Immer mehr Menschen entdecken die Natur für sich wieder. Wälder werden immer beliebter, wie ein Bericht des Spiegel –Magazins belegt. Man geht in ihnen spazieren und fühlt sich wieder näher am eigenen Ursprung. Da ist es nur logisch, dass immer mehr Menschen - in zwischen Tausende - sich für eine Bestattung im Wald entscheidet. Nahezu unberührt von Menschen, keine Gärtner, keine Begradigung und Schneiden der Pflanzen. Nur Natur, Tiefe, Pflanzen. So, wie es einmal war und sein sollte. Keine künstlich angelegten Anlagen, die mit Natürlichkeit nichts gemein haben und damit auch nicht konkurrieren können.

Angst vor Erdbestattung

Mehr und mehr Menschen fürchten sich auch vor der Erdbestattung. Hierbei geht es nicht darum, lebendig begraben zu sein, sondern darum, dass die eigene Leiche nicht mehr verwest. Etliche Friedhöfe haben mit sogenannten Wachsleichen ein Problem und einzelne Einrichtungen haben deshalb Erdbestattungen untersagt. Auch 30 oder 40 Jahre unter der Erde reichten nicht mehr aus, um einen Sarg und einen Leichnam komplett zu zersetzen. Eine Baumbestattung im Wald kann das verhindern. Wenn man verbrannt wurde, findet man ohnehin nichts mehr, was auf einen Menschen hindeutet, und niemand wird das Grab jemals wieder öffnen, da der Platz nicht für neue Gräber gebraucht werden wird.

Ewigkeit und Stärke eines Baums

Ein Baum kann so vielen Widrigkeiten trotzen und in menschlichen Maßstäben uralt werden. Bis zu tausend Jahre sind für einige Arten möglich. Ein Teil dieses Wunderwerks der Natur zu werden und in seine majestätische Natur einzufließen, kann einem eine Ruhe und Gelassenheit im Angesicht des eigenen Todes verschaffen. Man wird Teil von etwas Neuem, etwas größerem, etwas natürlicherem.

Unauffindbarkeit

Wer auf einem regulären Friedhof seine Ruhe gefunden hat, kann auch gefunden werden. Und niemand weiß, ob jemand missgünstig war und das eigene Grab vielleicht verspottet oder wer weiß was tut. Eine Bestattung in einem Friedwald kann dem vorbeugen. Man ist nicht auffindbar, allein eine kleine Plakette markiert die Bäume, an denen jemand zur letzten Ruhe gebettet wurde. Man verschwindet, zieht keinerlei Aufmerksamkeit mehr auf sich und ist wieder dort, wo man vor seiner Geburt war.

Zukunftsträchtig?

Die Menschen setzen sich immer mehr mit ihrem eigenen Tod auseinander und wollen auch nach ihrem Tod eine individuelle Note setzen. Oder sie haben ein Herz für die Natur, die ihnen im Leben durch die Zivilisation und Technik geraubt wurde. Aber nach dem Tod kann man zu ihr zurückkehren und allen Menschen und der technischen Revolution den Rücken kehren. Tausende Menschen finden diesen Gedanken beruhigend und befriedigend. Der Mensch gehört in die Natur und viele wissen und fühlen es. Spaziergänge im Wald, das Fühlen einer frischen Briese, der Duft von Gras und Laub. In Zukunft werden noch mehr Menschen ihren letzten Weg in den Wald finden, fernab von allem, was sie im Leben so gestresst hat, was sie für unnatürlich empfanden oder sie unglücklich gemacht hat.

Artikel letztmalig aktualisiert am 24.07.2018.

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