Smith & Wesson für den Hausarzt.

06.09.2013
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Die Fehlerrate beim Legen von Venenkathetern ist gerade bei ungeübten Ärzte hoch. Eine israelische Forschergruppe hat sich vorgenommen, das nachhaltig zu ändern.

Eine Gruppe von Ingenieuren um Lev Lavy vom Center for BioEngineering der Hebrew University in Jerusalem hat dieser Tage eine halbautomatisches System für das Setzen von Venenkathethern vorgestellt. Der Prototyp des "SAGIV" trägt zwar noch deutlich die Aufschrift "Bastelkeller", hat aber vielversprechende Eigenschaften: Beim Aufspüren von geeigneten Venen helfen einem eine Infrarotkamera, welche die Blutgefäße auf dem Monitor sichtbar macht, sowie diverse Sensoren. Die Nadel wird dann vom System so geführt, dass man quasi nicht mehr daneben stechen kann. Ob der Katheter richtig liegt, wird ebenfalls vom Gerät registriert. Das dürfte eine gute Nachricht für Kinder und adipöse Patienten sein, bei denen Fehlversuche bei der Punktion nicht gerade selten vorkommen. 

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Klick auf's Bild führt zum Video.

Artikel letztmalig aktualisiert am 31.01.2014.

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Jakob Licht
Ich kenne jemanden, der sich das LEBEN nahm, weil unfähige Ärzte ihn ein halbes Jahr fast jeden Tag mit (erfolglosen) Punktionen quälten; wer lang- wierige venöse Therapien (mit aggressiven Antibiotika) benötigt, der HAT schlichtweg keine sichtbaren Venen mehr, die man stechen könnte. Und da kann ein "Infrarot-Venenfinder" (denn um nichts anderes handelt es sich bei diesen Geräten) wahre Wunder bewirken. Wer solcher Technik "mißtraut" - und lieber klopft (und staut, und dumme Sprüche macht), sollte lieber Veterinär werden. (Mit dicken Handschuhen.)
#29 am 31.01.2014 von Jakob Licht (Gast)
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"Kann mir nur schwer vorstellen, dass das bei der unten genannten Schwiegermutter nicht auch funktioniert hätte." Tja - die hatte eben nicht so ein dickes Fell ...
#28 am 14.11.2013 von Thomas Zimmermann (Medizininformatiker)
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Gast
Ich bin Tierarzt und kann nur sagen dass Katzen und Hunde dabei auch noch kratzen, beißen oder versuchen wegzuspringen. Und Fell ist oft auch noch im Weg. Das macht das Ganze wohl nicht einfacher, aber die Trefferquote ist trotzdem sehr gut. Im wirklichen Notfall ist es auch möglich die Haut oberhalb der vermuteten Vene mit einer Kanüle etwas anzuritzen um so einen lebensrettenden Zugang zu bekommen. Kann mir nur schwer vorstellen, dass das bei der unten genannten Schwiegermutter nicht auch funktioniert hätte.
#27 am 11.10.2013 von Gast
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Gast
Es gibt einen mobilen kleinen Venensucher"VeinPointer"Made in Germany" Beiträge dazu bei: https://twitter.com/ArwoGmbH
#26 am 23.09.2013 von Gast
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Gast
Wie gesagt: Für Präklinik und Notaufnahmen gibt es i.o.-Zugangswege die hervorragend funktionieren und in der Klinik sollte es möglich sein einen Venenzugang zu etablieren. Hierbei hilft auch ein schnödes Sono, von mir aus kann man das auch als "Vein Pointer" bezeichnen. Die Möglichkeit einen ZVK anzulegen besteht ja auch noch.
#25 am 18.09.2013 von Gast
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Gast
Für die Präklinik gibt es mit diversen i.o.-Devices eine gute Alternative. Und unter klinischen Bedingungen sollte man eine PVK etablieren können.
#24 am 18.09.2013 von Gast
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Manchmal ist ein Blutdruckmesser aufgepumpt auf 80 - 90 mmhg sehr hilfreich, viele Venen die sich sonst sehr schwach oder garnicht zeigen, können nun gestochen werden. Habe den Trick vor 30 Jahren von einer Krankenschwester gezeigt bekommen.
#23 am 18.09.2013 von Herr Klaus Kreuzer (Heilpraktiker)
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Gast
Bei meiner Schwiegermutter versuchten 10 Ärzte und Schwestern 6,5 Stunden lang eine Infusion zu setzen, um den Kreislauf für eine Not-OP zu stabilisieren (Darmverschluß). Eine OP war zuletzt nicht mehr möglich, sie starb! Anscheinend gibt es einen echten Bedarf für eine apparative Unterstützgung beim Auffinden der geeigneten Einstichstelle. Das sieht man auch daran, daß es mittlerweile schon eine ganze Anzahl verschiedenartigster 'Vein Pointer' gibt, mit unterschiedlichster Technik und Preisklasse. Doch High Tech wird sich hier vermutlich nur schwer verkaufen lassen (für den Zweck zu teuer), und bei preiswerten Geräten muß man schon auf gute Funktion und praxisgerechtes Handling achten, wenn man wirklich damit arbeiten will. Aber es ist anscheinend möglich und sinnvoll.
#22 am 14.09.2013 von Gast
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#20
@#2: Meine Tochter. @#10: Ich halte mich für nicht völlig belemmert in Sachen Venenpunktion. Dennoch und daher teile ich die Meinung, dass manchmal eine technische Unterstützung segensreich sein kann, und würde zumindest eine optisch-technische Suchhilfe hin- und wieder dankbar annehmen.
#21 am 12.09.2013 von #20 (Gast)
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Pro: Technologisch eine coole Sache! Perfekt geeignet z.B. für stechunfähige Pädiater, die nach 3-minütigem Herumstochern in der Ellenbeuge des hysterisch schreienden Kinds immer noch keine Vene gefunden haben. Ergebnis: 2 Jahre Arzt-Phobie. Con: Das muss erstmal produktreif sein. Auf dem Video sieht man ja irgenwie gar nix ...
#20 am 12.09.2013 von Gast (Gast)
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Volker Blasig
1. ich fürchte, dass ein Notarzt wohl ganz selten so eine Kiste mit sich führen würde; 2. ja, es gibt diese Herumstocherer - habe ich sowohl in Deutschland als auch im Ausland erleben "dürfen"; in extremis hat man mich schon einem Junkie gleichgestellt (Schwester versagt, Oberschwester genauso). Der Anästhesist hatte die Nadel in Nullkommanichts drin. 3. Hört mir mit dieser maschinellen Überversorgung auf - bisher kenne ich genug Ärzte, die auch ohne die Supermaschinen (z.B. Robodoc) auskamen
#19 am 12.09.2013 von Volker Blasig (Gast)
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Sorry, dass man zur Zeit Kommentare nur als "Gast" veröffentlichen kann. Wir müssen Wordpress erst den DocCheck-Login beibringen. Wir arbeiten daran.
#18 am 12.09.2013 von Dr. Frank Antwerpes (Arzt)
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Also mal ganz ehrlich, es ist schön wenn man die konventionelle Methode lernt und kann ,das soll auch so sein. Aber so borniert zu sein praktische Hilfen nicht annehmen zu wollen ist schon krass . ich habe erfahrene Notärzte gesehen ,die 5 -6 versuche gebraucht haben um einen Zugang zu bekommen und das waren keine "Stümper", wenn es eine Hilfe gibt den Patienten sicher und schnell und dazu auch noch schonend (Schmerzarm) zu versorgen ,sollte man sich dem Fortschritt nicht verschließen sondern ihn im richtigen Moment nutzen LG Ralf Koch ein Rettungsassistent
#17 am 12.09.2013 von Gast (Gast)
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Gast
Legen von i.v.-Kanülen ist Schwesternarbeit. Zumindest in anderen Ländern als Deutschland. Das kann nun wirklich jeder mit etwas Übung. Gut, dass ich ausgewandert bin.
#16 am 12.09.2013 von Gast
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Gast
Diese Thema löst rege Beachtung aus, besonders bei "Gästen"
#15 am 12.09.2013 von Gast
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Jetzt in ( mir ungewolten Ruhestand) habe als Zahnarzt nie ein Problem mit venepunktur gehabt: ein befreundeter Anaesthetist hat mir alle genau vorgeführt Ich habe bei Vollnarkose in der Praxis dann immer die Einleitung mit Epontol oder schnell abbaubare Barbiturat gemacht, während der Profi den rest Übernommen hat! ( um 1973 - 1976) Die waren andere zeiten!
#14 am 11.09.2013 von Peter Tralls (Zahnarzt)
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Sicher gibt es unter Ärzten auch treffsichere Meisterpunkteure. Ich habe aber selbst schon erlebt, wie schwierig es sein kann, bei adipösen Patienten oder Patienten mit kollabierten Venen eine passende Punktionsstelle zu finden. In einem solchen Fall eine Hilfestellung zu haben, ist nicht verkehrt. Bei Organpunktionen hat man sich früher auch allein auf die anatomische Orientierung des Arztes verlassen - heute ist die sonografische Kontrolle Routine.
#13 am 11.09.2013 von Dr. Frank Antwerpes (Arzt)
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Gast
gefällt mir nicht!!!!!!!!!!
#12 am 11.09.2013 von Gast
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Es wäre doch wünschenswert, wenn junge Kollegen noch lernen würden, durch den Einsatz von zwei Händen einen venösen Zugang zu legen. Soll dieses "Maschinchen" dann auch künftig im Notarztwagen etabliert werden?
#11 am 10.09.2013 von Gast (Gast)
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1. Port ist nicht gleich Venenverweilkanüle. 2. Ein Arzt der sich beim Legen einer Selbigen von einem Roboter unter die Arme greifen lassen muß, sollte seine Approbation zurückgeben. 3. Es gibt (fast) keinen schwierigen Gefäßstatus - nur Angst vor untypische Ort und oder Techniken. Es muß nicht immer die rechte Ellenbeuge medial sein...
#10 am 10.09.2013 von Andreas Wolff (Arzt)
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übrigens sind die Hausärzte nicht unbedingt die ungeübtesten in der Reihe der Mediziner, behaupte ich als Allgemeinmedizinerin
#9 am 10.09.2013 von Gast (Gast)
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taktiles Geschick, Erfahrung und etwas Glück... und schon ist der venöse Zugang da wo er hinsoll. Wenn man es nicht übt kann man es nicht. Wie wird das erst in der Generation sein, die nur die Finger für die Bedienung der Tastatur verwendete und niemals feinmotorische Fähigkeiten traineirten....vielleicht brauchen die so eine Maschine? So mancher Zugang wird auch um die Ecke reingebastelt ob das die Apparatur kann?
#8 am 10.09.2013 von Gast (Gast)
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Gast
So schlecht kann das gar nicht sein beim legen eines Ports wurde meinem Vater eine 1/2 Std . Rumgepobelt das Ende war ein Pneumothorax und eine Blutvergiftung dazu sag ich nur Stümper und so ein Gerät ist wohl dringend notwendig.
#7 am 10.09.2013 von Gast
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Mir scheint, die Maschine ist schwieriger zu bedienen als eine Braunüle konventionell zu legen. Es gibt auch wesentlich einfacherer Methoden versteckte Venen aufzuspüren. Unsere werten Gäste allerdings sind mit der Kunst des Braunülen legens offensichtlich nicht vetraut, sonst wüssten sie um die Probleme des schwierigen Gefäßstatus (für den ich die Apparatur allerdings für ungeeignet halte). Einen Vorteil hat das Gerät aber auf jeden Fall: Für den Arzt gibt es keine Gefahr sich durch Nadelstichverletzungen mit z.B. Hepatitis oser HIV zu infizieren.
#6 am 10.09.2013 von Gast (Gast)
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Wo kommen denn die vielen Gäste her?
#5 am 10.09.2013 von Gast (Gast)
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Gast
irgendwann können dann Ärzte gar nix mehr - - man vergleiche mal was die alten Recken noch alles ohne CT/MRT diagnostizieren konnten/können...na ja - manchmal ist Fortschritt auch Rückschritt..
#4 am 10.09.2013 von Gast
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jeder gute arzt muss das ohne den schnickschnack können :)
#3 am 10.09.2013 von Gast (Gast)
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Genau! Und dann lernt es Hänschen nimmermehr, und wenn es drauf ankommt, und die Maschine kaputt ist, dann ist die Fehlerrate bei 99,99%. Ganz abgesehen davon, dass das Legen von Braunülen / Vigos / Venenverweilkathetern eine Übung für die Punktion von Pleuradrainangen, Aszitespunktionen, Lumbalpunktionen, Herzkathetern und Mikroinvasiven Chirurgischen Eingriffen ist... Und das Kind, das sich lieber von einem Roboter eine Nadel setzen lässt, als von einer Ärztin, die es gleichzeitig ablenkt möchte ich mal sehen...
#2 am 10.09.2013 von Gast (Gast)
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oh mein Gott, wo ist die Heilkunst und die Kenntnis der Anatomie geblieben...
#1 am 10.09.2013 von Gast (Gast)
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