PR: Magenbypass, laparoskopisch

16.07.2018

1. Operationsbeginn und Magenpouchbildung

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Nach Operationsbeginn (Anlage des Kapnoperitoneums, der Platzierung der Arbeitstrokare, der Inspektion der Bauchhöhle) erfolgt die Darstellung des His-Winkels.

Anschließend wird mit der Magenpouchbildung im Bereich der kleinen Kurvatur 2 cm unterhalb des ösophagokardialen Überganges begonnen. Die A. gastrica sinistra versorgt den Magenpouch und wird beachtet, um Blutungskomplikationen zu vermeiden und die Durchblutung des Pouches zu garantieren. Die Durchtrennung des Magens erfolgt zunächst in horizontaler Richtung mit linearen Klammernahtinstrumenten (Klammerhöhe 3,5 mm).
Die Dissektion wird dann in Dreiecksform in Richtung auf den linken Zwerchfellschenkel fortgesetzt. Als anatomische Ziellinie dient der linke Crus des Zwerchfells.
Der Fundus sollte vollständig abgetrennt werden, um den Produktionsort des Enterohormons Ghrelin aus der Nahrungspassage auszuschließen und eine spätere Dilatation zu vermeiden.
Abschließend sollte eine suffiziente Blutstillung an der Klammernahtreihe mit Ultraschall durchgeführt werden.

 

bitten nutzen Sie den nachstehenden Link, um den gesamten Lehrbeitrag zu sehen:

https://www.webop.de/Allgemein-und-Viszeralchirurgie/Adipositaschirurgie/Magenbypass-laparoskopisch

 

2. Abmessung der biliodigestiven Schlinge und Hochzug in den Oberbauch

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Nach vollständiger Durchtrennung des Magens wird das Treitz’sche Band aufgesucht. Bei einem fettreichen Omentum majus ist es notwendig, dieses zu durchtrennen. Circa 50 cm aboral des Treitz’schen Bandes, wird die Jejunumschlinge antekolisch bis an den Magen-Pouch geführt. Hierbei ist es hilfreich bei der Abmessung konsequent die orale Schlinge rechts im Bild zu platzieren und mit dem Instrument der rechten Hand zu fixieren, um eine Schlingenverwechselung zu vermeiden. Zur Abmessung ist die Verwendung von Hilfsinstrumenten sinnvoll.

Alternative Wege für die alimentäre Schlinge zum Magenpouch.

Tipp: Um den Fehler einer zu kurzen Schlinge zu vermeiden, sollte eine initiale Prüfung der Erreichbarkeit des Pouches für die alimentäre Schlinge erfolgen. Sollte die Schlinge trotzdem einmal zu kurz sein, empfiehlt sich eine primäre Schlauchmagen-artige Pouchform und/oder Skelettierung der alimentären Schlinge oder ein retrokolischer retrogastrischer Zugang.

 

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3. Parallele Fixation der Schlinge am Magenpouch

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Die Jejunumschlinge wird am Magenpouch mit zwei Fixationsnähten spannungslos befestigt.

Bemerkung: Wird die Schlinge zu weit kranial fixiert kommt es zu einer Ausbildung eines distalen Pouchreservoirs mit Überlaufphänomen; erfolgt die Fixation zu weit kaudal erhöht sich das Risiko für ein Dumping-Syndrom. Daher sollte sie an der zweiten Klammernahtreihe angesetzt und an Pouchform und Größe angepasst werden.

Tipp: Um eine Schlingenrotation („blue loop“-Syndrom) zu vermeiden, wird die Schlinge unter Sicht herangeführt (Mesenterium zeigt nach links). Kommt es dennoch zu einer Rotation erfolgt die Aufhebung und Korrektur.
Um eine Schlingenverwechselung zu vermeiden, muss eine konsequente Identifikation des Treitz-Ligaments erfolgen. Kommt es dennoch zu einer Verwechslung, muss notfallmäßig eine sofortige Korrektur durchgeführt werden, sonst droht ein Herzstillstand durch den überdehnten Magen (Distension).

 

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Artikel letztmalig aktualisiert am 17.07.2018.

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