PR: EMS-Training und Proteine erfolgreich bei Senioren

20.06.2018

Gerade für Senioren ist es wichtig, ihre Muskeln zu trainieren und damit Kraft auf- und Körperfett abzubauen – denn wie heißt ein altes Sprichwort? Wer rastet, der rostet! Jedoch treiben viel zu wenig ältere Menschen regelmäßig Sport. Damit schränken sie sich nicht nur selbst in ihrer Lebensqualität ein und verlieren nach und nach ihre Selbstständigkeit, sondern es kommt so auch häufiger zu Erkrankungen und einer höheren Sterblichkeit.

Die neue Studie des Lehrstuhls für Medizinische Physik der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg „Franconian Sarcopenic Obesity Study” belegt, dass EMS in Kombination mit Proteingabe hier Abhilfe schaffen kann.

 

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Was ist Sarkopenie?

Sarkopenie heißt vereinfacht ausgedrückt, dass wir mit fortschreitendem Alter an Muskelmasse und -kraft verlieren und es bei älteren Menschen daher zu funktionellen Einschränkungen kommt. Damit verbunden sind auch eine zunehmende Sturzgefahr und die damit einhergehenden Verletzungen. Sarkopenie-Betroffene haben vor allem in Kombination mit Fettleibigkeit (Obesity) mit vielen Einschränkungen zu kämpfen. Gerade deshalb wäre ein körperliches Training von Vorteil, aber viele Patienten sind häufig weder in der Lage dazu, Sport zu treiben, noch können sie sich dazu motivieren.   

 

„Franconian Sarcopenic Obesity Study”

Prof. Dr. Wolfgang Kemmler von der Uni Erlangen hat zusammen mit seinem Team aus Wissenschaftlern untersucht, ob EMS-Training zur Behandlung von älteren oder orthopädisch eingeschränkten Menschen eine Option wäre. Immerhin ist diese Trainingsform sehr gelenkschonend und daher optimal für Senioren geeignet. Daneben wurden die Auswirkungen von zusätzlicher und isolierter Proteingabe analysiert.

Im Rahmen der Studie wurden 100 Männer über 70 Jahre, die an „Sarcopenic Obesity“ leiden, 14 Wochen lang begleitet. Die Probanden wurden in drei verschiedene Gruppen aufgeteilt:

  1. 1. Gruppe: 1,5 Mal EMS-Training pro Woche und zusätzliche Proteinzufuhr (ca. 50 g/d)
  2. 2. Gruppe: kein EMS-Training, nur Proteineinnahme
  3. 3. Gruppe (Kontrollgruppe): weder EMS-Training noch Proteine

Alle Gruppen erhielten eine Vitamin-D-Prophylaxe.

 

Ergebnis: Positive Effekte auf Muskelmasse und Körperfett

EMS und Proteine in Kombination zahlten sich aus: Gruppe 1 konnte nach 14 Wochen positive Effekte erzielen und sowohl Muskelmasse aufbauen als auch Körperfett reduzieren. Weniger deutlich waren die Auswirkungen auf Altersbeschwerden wie Gehgeschwindigkeit und Handkraft.

Auch die Gruppe 2 erzielte im Vergleich zur Kontrollgruppe positive Effekte auf die Muskelmasse und den Körperfettanteil. Hier kam es jedoch nicht zu solch enormen Unterschieden wie bei der EMS-Trainingsgruppe. Zudem konnten keine Auswirkungen auf Gehgeschwindigkeit und Handkraft festgestellt werden. 
 

„Die herausragenden Eigenschaften von Ganzkörper-EMS sind mit Sicherheit die Zeiteffektivität und die Möglichkeit der Applikation bei Menschen mit funktionellen Einschränkungen. Wir fokussieren uns insbesondere auf das Letztere und nutzen diese alternative Trainingstechnologie bei Menschen, die ein klassisches, konventionelles (Kraft-)Training aus verschiedenen Gründen nicht mehr durchführen können oder möchten. Derzeit arbeiten wir sehr intensiv im Bereich der ‘Sarcopenic Obesity’ des alten Menschen, also der überdurchschnittlichen altersbedingten Abnahme der Muskel- und Zunahme der Fettmasse. Die vergangenen beiden Untersuchungen zeigten sehr gute Ergebnisse. Die Abnahme der Fettmasse überstieg interessanterweise die klinisch ebenfalls hochrelevante Zunahme der Muskelmasse. Die funktionellen Fähigkeiten und Kraftwerte haben sich ebenfalls günstig entwickelt.”
 

 –  Prof. Dr. Wolfgang Kemmler, Uni Erlangen

 

Quelle: www.ems-training.de

 

 

Artikel letztmalig aktualisiert am 20.06.2018.

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