Vegane Ernährung: Nichts für Babys

11.06.2018

Vor einigen Jahren wurde ein zweieinhalbjähriger Junge als Notfall in der Kinderklinik von Jena aufgenommen. Seine Mutter ernährte sich streng vegan, auch in und vor der Schwangerschaft, ohne Einnahme von Nahrungsergänzungsmittel. Bis zum ersten Geburtstag wurde der Junge ausschließlich gestillt, danach bekam er zusätzlich vegane Beikost aus Obst und Mandelmilch.

Das Kind hatte ein blasses Hautkolorit, war abgeschlagen und litt unter Dyspnoe. Es wies die typischen Symptome einer schweren Vitamin-B12-Mangelanämie auf. 2,5 Jahre hatte das Kind weder über die Muttermilch noch über die Beikost Vitamin B12 erhalten. Seine Leber konnte nicht genug Eisen speichern und der Junge litt zusätzlich unter Vitamin-D-Mangel. Die radiologische Diagnostik zeigten eine Groß- und Kleinhirnatrophie sowie Subduralblutungen. Diagnostiziert wurde eine durch Vitaminmangel hervorgerufene Wernicke-Enzephalopathie.

Der Junge wurde auf der Intensivstation und später in der Kinderneurologie therapiert. Seine motorischen und geistigen Defizite konnten jedoch nur teilweise beseitigt werden.

Vegane Ernährung

Professor Berthold Koletzko aus München, Vorsitzender der Stiftung Kindergesundheit, erklärte: Ein Kind könne man nicht gesund vegan ernähren, sofern man keine Mikronährstoffe zusätzlich gebe. Er empfiehlt sogar eine kinderärztliche Beratung, falls man eine irgendeine vegetarische Ernährung seines Kindes plane.

Vegan ist hip: Selbsternannte Gurus wie der Koch Attila Hildmann sind Stars, vegane Kochbücher finden sich in jeder gut sortierten Buchhandlung und verkaufen sich anscheinend wie geschnitten Brot, vegane Lebensmittel – einschließlich Fleischersatzprodukte wie vegane Wurst – bekommt man im normalen Supermarkt, Stars outen sich als Veganer. Neben ethischen, tierrechtlichen und ökologischen Aspekten werden gerne die angeblichen Vorteile für die Gesundheit herausgestellt. Und lecker soll es auch noch sein.

Dabei ist eine ausgewogene vegane Kost ernährungsphysiologisch gesehen zwar aufwendig, aber durchaus möglich, wenn man bestimmte Regeln beachtet. Lediglich Vitamin B12 muss über angereicherte Lebensmittel oder Nahrungsergänzungsmittel supplementiert werden. Dafür sinkt durch den Wegfall tierischer Fette und überschüssiger Kalorien das Risiko an Arteriosklerose oder Adipositas zu erkranken. Da eine rein pflanzliche Ernährung reich an Ballaststoffen, Vitaminen, sekundären Pflanzenstoffen, Spurenelementen und pflanzlichen Fetten, die gesünder als tierische sein sollen, ist, kann eine vegetarische und sogar vegane Ernährung – auch bei Kindern – ein Grundstein für eine gesunde Lebensweise, weniger Übergewicht und damit letztlich auch eine höhere Lebenserwartung sein.

Vegane Ernährung ist nicht artgerecht

Tatsächlich gibt es Studien, die für Veganer ein deutlich niedrigeres Risiko belegen, an Adipositas, Diabetes mellitus Typ II, arterieller Hypertonie oder einer koronaren Herzerkrankung zu erkranken. Wobei Vegetarier und Pescarier teilweise noch besser abschneiden. Aber es gibt auch auch Hinweise auf ein erhöhtes Osteoporose- oder Thromboserisiko.

Rein wissenschaftlich gesehen ist vegan jedoch keine artgerechte Ernährungsweise für Menschen. Gebiss und Verdauungstrakt sind auf Mischkost ausgelegt. Der Mensch ist – nicht unähnlich den Schweinen – ein „Allesfresser“: Viel Obst und Gemüse, wenig Fleisch und tierische Produkte sollten es sein. Problematisch ist lediglich das heutige Zuviel an tierischen Fetten und Zucker. Medizinisch und physiologisch hat Veganismus also keine Basis. Die Krux ist das Vitamin B12: Es kommt natürlich nun mal fast ausschließlich in tierischen Produkten (in Fleisch, Milch- und Molkereiprodukte sowie in Eiern) vor. Weder Obst und Gemüse, noch Nüsse oder Saaten enhalten nennenswerte Mengen von Vitamin B12. Ein Mangel führt zu Störungen der Hämatopoese und in schweren Fällen zur Polyneuropathie und Hirnatrophie.

Ohne Supplementierung geht es nicht

(Ovo-Lacto-)Vegetarier haben diesbezüglich kein Problem. Veganer müssten jedoch ihren Bedarf über fermentierte Lebensmittel decken, beispielsweise über Sauerkraut und Bier. Dies ist jedoch rein quantitativ schon für Erwachsene kaum möglich und für Kinder gar nicht. Was bleibt ist also die Supplementierung durch Nahrungsergänzungsmittel.

Auch den Eisenbedarf ohne Fisch oder Fleisch zu decken, ist bei einem erhöhtem Bedarf, wie ihn beispielsweise Kinder im Wachstum haben, schwierig. Zwar kann die schlechte Bioverfügbarkeit pflanzlichen Eisens durch die Kombination von geeigneten Nahrungsmitteln verbessert werden (z. B. durch eisenreiche Getreide in Brot oder Müsli, durch Hülsenfrüchte mit Vitamin C, beispielsweise in Orangensaft). Kinder essen aber in der Regel lieber einen Burger als Bohnen. Bei manifestem Eisenmangel drohen Müdigkeit und Lernstörungen, bei fehlendem Ausgleich auf Dauer auch Anämie und Entwicklungsverzögerungen.

Mythos Spinat

Auch hier kann gegebenenfalls eine Supplementierung sinnvoll sein, denn auch Spinat enthält längst nicht soviel Eisen wie teilweise immer noch von vielen angenommen wird: 2,7 bis 4,5 mg Eisen pro 100 g Spinat, nämlich kaum mehr als eine entsprechende Portion Pommes frites. Der häufig kolportierte deutlich höhere Gehalt beruht schlicht auf einem Druckfehler. Zudem enthält Spinat Substanzen, die die Eisenresorption im Körper sogar hemmen.

Wie hoch der tägliche Eisenbedarf eines Menschen ist, hängt von vielen Faktoren wie etwa dem Alter, Geschlecht und der Lebensphase ab. Bei ansonsten gesunden Erwachsenen bis 50 Jahre wird empfohlen, täglich 10 mg bis 15 mg zuzuführen. Allerdings ist die Aufnahmefähigkeit für Eisen beschränkt: Nur 5 Prozent bis maximal 15 Prozent des mit der Nahrung zugeführten Eisens werden resorbiert, der Rest wird ungenutzt wieder ausgeschieden, wobei an Häm gebundenes Eisen (wie in Fleisch oder Fisch) dreimal besser resorbiert wird als pflanzliches Eisen.

Soja und Umwelt: Auch nicht ideal

Bedenken kann man auch, dass Fleischersatzprodukte mit ihren künstlichen Aromen und anderen Inhaltstoffen letztlich mit natürlicher Nahrung nichts zu tun haben, sondern etwas Künstliches sind, nämlich ein Produkt der Lebensmittelchemie. Und auch der Sojaanbau ist unter ökologischen Gesichtspunkten nicht unbedenklich.

Tatsache ist, dass Brasilien seine Anbauflächen für Sojabohnen in den vergangenen 15 Jahren verdoppelt hat, dafür Regenwald gerodet wurde und inzwischen fast 90 Millionen Tonnen pro Jahr erzeugt. Dies geschieht überwiegend für den Export, zum Beispiel nach Deutschland. Hier landet Soja in allen möglichen Produkten: unter anderem in Speiseölen, Süßigkeiten (Schokolade, Kekse), aber auch in Biokraftstoffen, Schmierölen, Druckfarben, Folien, Zigarettenfiltern, Hautcremes oder Medikamenten.

Der weitaus größte Anteil deutscher Soja-Importe (mehr als 80 Prozent) landet allerdings nicht in vegetarischen Lebensmitteln, sondern in eiweißreichen Futtermitteln für die industrielle Tiermast. Natürlich haben Vegetarier und Veganer, die nicht auf die Herkunft ihrer Lebensmittel achten, einen Teil des brasilianischen Regenwalds auf dem Gewissen, aber letztlich einen viel geringeren als die regelmäßigen Fleischkonsumenten.

Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung

Die DGE liefert auf ihrer Homepage eine detaillierte Stellungnahme zum Veganismus. Nach Auswertung der aktuellen wissenschaftlichen Literatur heißt es dort: „Für Schwangere, Stillende, Säuglinge, Kinder und Jugendliche wird eine vegane Ernährung von der DGE nicht empfohlen. Wer sich dennoch vegan ernähren möchte, sollte dauerhaft ein Vitamin-B12-Präparat einnehmen, auf eine ausreichende Zufuhr der kritischen Nährstoffe achten und gegebenenfalls angereicherte Lebensmittel und Nährstoffpräparate verwenden.“

Zu den potenziell kritischen Nährstoffen zählt die DGE neben B12 und Eisen ferner Protein (essenzielle Aminosäuren) und langkettige N-3-Fettsäuren sowie weitere Vitamine (B2, D) und Mineralstoffe (Calcium, Jod, Zink, Selen). Ferner empfiehlt sie regelmäßige ärztliche Checks bezüglich des Versorgungsstatus.

Auch das schweizerische Bundesamt für Gesundheit rät aufgrund der erheblichen Risiken einer Mangelernährung in verschiedenen Lebensphasen wie Gravidität, Stillzeit, Wachstum und Senium von einer generellen Empfehlung der veganen Ernährung für die breite Bevölkerung ab.

Die Ernährungskommission der Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin lehnt eine vegane Säuglingsernährung ohne Nährstoffsupplementierung ab, da sie zu schwerwiegenden Nährstoffdefiziten führe. Die sorgfältige Überwachung von Wachstum und Gedeihen sei notwendig, gegebenenfalls ergänzt durch Labordiagnostik.

Andere, insbesondere aus dem anglo-amerikanischen Raum stammende Fachgesellschaften halten eine gut geplante und gegebenenfalls supplementierte vegetarische oder vegane Ernährung für alle Alterstufen und Lebenssituationen für adäquat, sofern der ausreichenden Zufuhr der benötigten Nährstoffe die notwendige Aufmerksamkeit geschenkt wird.

Veganer schwer zu überzeugen

Die geschilderte Kasuistik ist sicherlich ein Extremfall, zeigt aber deutlich die potenziellen Gefahren einer unkritischen, streng veganen Ernährung. Das Problem ist, dass viele Veganer dogmatisch und einer solchen Grundsatzdiskussion wenig zugänglich sind. Stattdessen weisen sie nicht selten ein hohes Sendungsbewusstsein für ihre Überzeugungen auf, nicht unähnlich einem religiösen Fundamentalisten. Fakten, die nicht ins Weltbild passen, werden einfach ausgeblendet oder strikt negiert.

Zumindest die Empfehlung für Nahrungsergänzungspräparate mit Vitanin B12 sollte man als Arzt Schwangeren, Stillenden und für Kinder mit dem nötigen Nachdruck erteilen und allein schon aus forensischen Gründen auch dokumentieren, damit hinterher niemand behaupten kann: „Hätten wir das gewusst … !”.

Food for thought.

 

Quelle: www.coliquio.de (Link erfordert Log-in)

 

Bildquelle: ponce_photography, pixabay

Artikel letztmalig aktualisiert am 15.06.2018.

136 Wertungen (4.6 ø)
27357 Aufrufe
Um zu kommentieren, musst du dich einloggen. Einloggen
Geronymo
@Sylvia Robinson: Säugetiere ernähren ihre Säuglinge mit eigener Muttermilch, nicht mit artfremder Milch! Kinder sollte man vor solchen artübergreifenden Perversionen schützen, eben weil sie es sich nicht aussuchen können.
#12 am 14.06.2018 von Geronymo (Nichtmedizinische Berufe)
  44
Nicht ärgern. Warum wohl ernähren Säugetiere ihre Säuglinge mit Milch? Na also. Ein Kind im Wachstum braucht Nahrung für sein Gehirn, seine Nerven, Muskeln und Knochen. Eier, Milch, Fleisch in Maßen, natürlich nicht denaturiert durch überlanges Erhitzen. Erwachsene können es sich aussuchen, Kinder sollte man schützen.
#11 am 14.06.2018 von Sylvia Robinson (Ärztin)
  37
Liebe Frau Cortes, daran dürfen Sie sich nicht stören. Anonyme Ideologen, die ihren Unfug für "unbequeme Wahrheiten" halten, sind bekannt dafür, über enge Netzwerke zu verfügen, die in Minutenschnelle unbequeme Gegensprecher, die ihre Ideologie nicht teilen, mit einer Flut von Unlikes zu versehen. Nehmen Sie sich das nicht zu Herzen, Frau Cortes. Alles Fake von instruierten Trolls. Solche anonymen Heckenschützen wissen genau, warum sie sich namentlich nicht zu ihren Irrlehren bekennen. Das sind zum Teil sektenartige Strukturen. Vermutlich wird auch dieser Kommentar zeitnah mit Unlikes überschwemmt - so what?
#10 am 14.06.2018 von Dr. rer.nat. Stefan Graf (Biologe)
  32
Sind die Daumen nach unten wegen der Bemerkung, dass Vitamin B12 - Mangel weit über den Personenkreis "Veganer" hinaus verbreitet ist? https://www.aerzteblatt.de/archiv/61696/Ursachen-und-fruehzeitige-Diagnostik-von-Vitamin-B12-Mangel 2012 sagten mir die Ärzte in der Neurologie Ostseeklinik Damp, dass sie daher bei all ihren Patienten mit neurologischen Problemen den Vitamin B12 - Status erheben und substituieren, wenn nötig - und es ist bei der Mehrheit nötig.
#9 am 14.06.2018 von Remedias Cortes (Nichtmedizinische Berufe)
  17
@Unbequeme Wahrheit: Ich habe auf dieser Plattform mehrfach betont, dass ich mich mit anonymen Stänkerern nicht mehr austausche - insbesondere nicht, wenn es sich um Dogmatiker handelt, die sich durch Fakten von ihren "-ismen" nicht abbringen lassen. NB: Vitamin B12 wird von im Colon siedelnden Bakterien produziert. Von dort kann es aber nicht resorbiert werden (nur als Cobalamin-Intrinsic-Factor-Komplex im terminalen Ileum). Daher müssen wir B12 per Nahrung zuführen. Und wenn Tiere durch Futter "künstlich" supplementiert werden müssen, dann frage ich mich, wie es ihnen gelungen ist, vor Einführung der unsäglichen Massentierhaltung in freier Natur so prächtig zu gedeihen. Wirklich tolle Studien, die Sie da anführen - und vor allem so unabängig :) Leben Sie wohl und wenn Sie sich mit mir austauschen wollen, dann nicht anonym!
#8 am 14.06.2018 von Dr. rer.nat. Stefan Graf (Biologe)
  37
#7 am 13.06.2018 von Unbequeme Wahrheit (Nichtmedizinische Berufe)
  39
Warum tummeln sich eigentlich auf diversen Plattformen, wie auch hier, irgend welche selbsternannten „Experten“ (s. g. Besserwisser, obwohl sie über ein Wissen bezüglich der Thematik verfügen, über welches eher der nächstbeste Schuster verfügt), welche meinen alles besser zu wissen, besser als diejenigen, die tatsächlich über Wissen verfügen, eben diejenigen, die sich seit Jahren/Jahrzehnten auf höchstem wissenschaftlichen Niveau tagtäglich mit der Thematik „vegane Ernährung“ / „vegane Ernährung von Kindern“ auseinandersetzen? Arroganz auf sondergleichem Niveau! Auch Empfehlungen sämtlicher größten internationalen Ernährungsgesellschaften (bestehend aus i. d. S. rund 100.000 Wissenschaftlern, dazu gehört das „Sprachrohr“ der Tierqualindustrie: DGE NICHT), die eine vegane Ernährung in JEDEM Lebensalter empfehlen, werden von all den „Besserwissern“ ganz geflissentlich ignoriert. Dies grenzt in höchstem, damit unerträglichem Maße an Arroganz! https://www.vechi-studie.de/presse/
#6 am 13.06.2018 von Unbequeme Wahrheit (Nichtmedizinische Berufe)
  50
Fakt ist auch, dass Vitamin B12 - Mangel weit verbreitet ist - auch über den kleinen Kreis der strikten Veganer hinaus. Aber natürlich hat der Artikel Recht: Kleinkinder und Babies gedeihen viel besser mit einer ovo-lacto- vegetarischen Ernährung ( Pescetarier sind nicht wirklich Vegetarier, oder sind Fische keine Tiere?)
#5 am 13.06.2018 von Remedias Cortes (Nichtmedizinische Berufe)
  27
Ergänzung zum vorherigen Kommentar! Was denken Sie, warum der weit überwiegende Teil der Nahrungsergänzungsmittel (incl. B12) NICHT vegan sind? Korrekt, weil sie NICHT für VeganerInnen gedacht sind! VeganerInnen werden mit ALLEN Mikro-/Makronährstoffen optimal versorgt, Voraussetzung selbstverständlich einer gesunden veganen Ernährung (ausschließlich Pommes, Chips, Cola & Co gehören nicht dazu)! Was denken Sie, wie viele Omnivoren sich der Thematik B12/Homozystein (und anderen N-Stoffen: Protein, V. D, Folat, HB, Calcium, Ballaststoff, KH [komplex/einfach]...) widmen? 10%, 15%? Bei VeganerInnen übrigens Umfragen zufolge >70-90%! Herr Graf, es gibt da unzählige seriöse (neben einigen weniger seriösen, welche i. d. R. aber schnell durchschaubar sind) Ernährungswissenschaftler-/Experten (könnte sie Ihnen auflisten, allerdings würde es den Rahmen hier an dieser Stelle sprengen), von welchen Sie viel lernen könnten... und sollten!
#4 am 13.06.2018 (editiert) von Unbequeme Wahrheit (Nichtmedizinische Berufe)
  50
@Graf: Ihre Worte bringen es unmissverständlich zum Ausdruck, dass Sie dem Fortschritt wissenschaftlicher Erkenntnisse nicht standhalten konnten und leider offenbar in ewiggestrigen Zeitepochen verharren zu scheinen! Erstaunlich, in Anbetracht der Tatsache dass wir im Zeitalter schier grenzenloser Informationsmöglichkeiten leben, diese Erkenntnis scheint leider nur nicht bei jedem angekommen zu sein. Eigentlich schade, aber auch erschreckend! Was denken Sie, wie Omnivoren zu ihrem B12 kommen? Korrekt, sie supplementieren es - äußerst intelligent - über den „Umweg Tier“ (welchen B12 zuvor supplementiert wird-> via Futter), anstatt, so wie es in >90% aller Veganer konsequent praktizieren, direkt zu supplementieren! Was denken Sie, weshalb davon ausgegangen wird, dass >80% aller Omnivoren einen mittleren bis hohen B12-Mangel vs hohen Homoczystein-Spiegel aufweisen? Korrekt, weil B12 hitzeempfindlich ist, somit beim Kochen, Braten, Garen... weitestgehend zerstört wird!
#3 am 13.06.2018 (editiert) von Unbequeme Wahrheit (Nichtmedizinische Berufe)
  53
Naja, Fakt ist einfach, dass man sich sowohl vegan als auch nicht-vegan in einer Weise ernähren kann, die gesundheitsschädlich ist. Insofern gibt es keine einfache Dichotomie in dem Sinne von "vegan = Mangel = ungesund" auf der einen Seite und "nicht-vegan = alles vorhanden = gesund". Ein B12-supplementierender Veganer kann sich gesünder ernähren als ein Fastfood-Nichtveganer.
#2 am 12.06.2018 von Prof. Dr. Martin Smollich (Apotheker)
  12
Dem ist aus humanphysiologischer Sicht nichts hinzuzufügen! Danke! Die meisten Veganer/innen führenm ja ethische Beweggründe an. Wenn sie das für die geeignete "Weltrettungsstrategie" halten, sei ihnen das zugestanden. Aber zwischen Tierethik und "gesund für den Menschen" muss getrennt diskutiert werden. Nur zu gern wird von den Dogmatiker(inne)n unter den Veganer/innen unter ihre ethischen Argumente ein "außerdem ist es gesünder für den Menschen" gemischt. Und das lässt sich wissenschaftlich in Anbetracht der Mangelrisiken und B12-Supplementierungspflicht nicht halten. Wer sein Baby/Kleinkind strikt vegan ernährt, sollte seine elterliche Eignung infragestellen. DIe drohenden IRREVERSIBLEN neurolalen Schäden eines manifestierten B12-Mangels stellen ein unkalkulierbares Risiko dar. Vegan ist keine geeignete Antwort auf 15,4 Prozent übergewichtige und 5,9 Prozent adipöse Kinder (Zahlen: KIGGS-Studie Riobert Koch Institut, 2018).
#1 am 12.06.2018 von Dr. rer.nat. Stefan Graf (Biologe)
  102
Hier klicken und Medizin-Blogger werden!
Als Hämaturie bezeichnet man den Nachweis von Blut im Urin. Ist dieses bereits mit bloßem Auge erkennbar, der Urin mehr...
Urologen sind in der Regel ein besonderer Menschenschlag. Hier die Top Ten Anzeichen, dass Sie ein Urologe sind oder mehr...
Wohl jeder klinisch tätige Arzt hatte schon einmal den Eindruck, dass die anamnestischen Angaben eines Patienten mehr...

Disclaimer

PR-Blogs innerhalb von DocCheck sind gesponsorte Blogs, die von kommerziellen Anbietern zusätzlich zu den regulären Userblogs bei DocCheck eingestellt werden. Sie können werbliche Aussagen enthalten. DocCheck ist nicht verantwortlich für diese Inhalte.

Copyright © 2018 DocCheck Medical Services GmbH
Sprache:
DocCheck folgen: