Impfen in der Apotheke: Ärzte, warum so stur?

28.05.2018

Zur Zeit gibt es mal wieder einen Disput zwischen Ärzten und Apothekern. Es geht um Impfungen. Apotheker sprechen sich dafür aus, Patienten selbst zu impfen. Wagen sie sich damit zu weit in fremdes Terrain vor? Ja, lautet die Antwort des Ärztetages.

Der Vorschlag steht schon länger im Raum: Apotheker könnten die Impfstatistik verbessern, indem sie in ihren eigenen Räumlichkeiten diverse Seren verimpfen, sagen Befürworter. In der Schweiz wird das in den mesiten Kantonen bereits so gehandhabt. Dort werden sowohl die Grippeimpfung als auch die FSME- und Hepatitis-A-Impfung auch von Apothekern durchgeführt, die dafür eine spezielle Ausbildung erhalten haben. Die Spritzen dürfen dabei nur gesetzt werden, wenn der Patient älter als 16 Jahre und weder akut noch chronisch krank ist.

Weniger Wartezeit, mehr Geimpfte

Die Intention hinter der Idee, Impfungen von Apothekern durchführen zu lassen, liegt auf der Hand. Die Hemmschwelle, sich impfen zu lassen, könnte dadurch bei Patienten sinken, da keine lange Wartezeit für einen Termin anfällt. Außerdem haben Apotheker besonders zu den gesunden Erwachsenen eher Kontakt als ein Arzt.

Dürften Apotheker impfen, würden also auch Menschen erreicht, die Ärzte selten zu Gesicht bekommen. Man erreicht bei uns zusätzlich die Eltern von Kindern, die selbst nichts benötigen, aber für ihre Kleinen zu uns kommen. Oder auch Leute der Altersgruppe über 50, die für ihre Elterngeneration bei uns unterwegs sind, ohne selbst häufiger zum Arzt gehen zu müssen.

In Frankreich zeigte sich in der letzten Grippesaison ganz deutlich der Nutzen von der Impfung in der Apotheke. Während eines Pilotprojekts durften in zwei Regionen speziell geschulte Apotheker Grippeimpfungen in der Apotheke verabreichen.

Angedacht war, eine Zahl von 35.000 Menschen dafür zu gewinnen, sich den Pieks mit der Nadel von Pharmazeuten setzen zu lassen. Am Ende waren es 150.000 Leute, die sich in der Apotheke impfen ließen – ein deutliches Zeichen, dass die Zeit dafür reif zu sein scheint. Ab 2019 dürfen die Apotheken im ganzen Land jetzt nachziehen, nicht erst 2021, wie es zunächst angedacht war.

Widerstand der Ärzteschaft

Hierzulande stößt der Vorschlag jedoch naturgemäß auf den Widerstand der Ärzteschaft. Diese hat zum Deutschen Ärztetag Anfang Mai in Erfurt beschlossen, dass nur ein Arzt Patienten impfen darf. Keine MFA ohne ärztliche Aufsicht und schon gar kein Apotheker. Das Pharmaziestudium wurde außerdem im Beschluss als „Apothekerausbildung“ betitelt, was (nicht nur) in meinen Augen genau aufzeigt, welchen akademischen Wert es für die Ärzteschaft offenbar hat. Dort würde zu wenig von dem vermittelt werden, was man bräuchte, um sicher impfen zu können, hieß es.

Die Bedenken der Ärzte: Eine Anaphylaxie, eine Synkopeoder Lokal- und Angstreaktionen könne von Pharmazeuten nicht behandelt werden. Das mag sogar grundsätzlich richtig sein, denn darauf war und ist das Studium nicht ausgerichtet. Daher ist die ablehnende Haltung erst einmal verständlich.

Nur für bestimmten Patientenkreis

Doch auch in den Ländern, in denen schon in Apotheken geimpft werden darf – nämlich Frankreich, Portugal, Großbritannien und der Schweiz – ist eine solche Behandlung nicht Teil des Studiuems. Stattdessen müssen die Pharmazeuten alle eine zusätzliche mehrtägige Ausbildung durchlaufen, um für Risiken gewappnet zu sein.

Außerdem ist der Kreis derer, die die Impfung in Anspruch nehmen dürfen, sowieso stark beschränkt, denn die Menschen müssen erwachsen und gesund sein. Eine Schwangerschaft muss ausgeschlossen werden und es darf auch keine Erstimpfung sein. Wenigstens einmal muss der Patient bereits im Vorfeld eine Grippeimpfung bei einem Arzt bekommen haben. Erst wenn alle Punkte erfüllt sind, darf in diesen Ländern ein Apotheker zur Spritze greifen.


Arztpraxen sind gerade in der Erkältungszeit, zu der auch die Grippeimpfungen stattfinden, oft hoffnungslos überfüllt. Für einen gesunden Erwachsenen ist die Hürde, sich für einen kurzen Pieks zwei Stunden in ein mit Kranken vollbesetztes Wartezimmer zu setzen, oft zu hoch.

Liebe Ärzte, meint ihr nicht, dass es an der Zeit ist, ein wenig Stress abzugeben? Die Vergütung einer solchen Impfung liegt für euch mit zehn Euro ohnehin im finanziellen Zuschussbereich. Ich bin der Meinung, dass unter den genannten Bedingungen tatsächlich alle Seiten profitieren könnten.

 

Bildquelle: Mick Maltas, flickr

Artikel letztmalig aktualisiert am 28.05.2018.

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das sollen mal schön die Ärzte machen. Es wird das Ziel der Krankenkassen sein das die Apotheken dies kostenlos machen sollen. Im Übrigen hätte ich Medizin studiert wenn ich sowas hätte machen wollen
#40 am 02.06.2018 von Jürgen Unger (Apotheker)
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Kranke Schwester
Bei den Vorurteilen, der Intoleranz und der Arroganz, die offenbar zum Teil schon bei Medizinstudenten gegenüber anderen Berufsgruppen bestehen, kommt's mir fast schon hoch. JEDER, der im sozialen Bereich arbeitet (egal, ob direkt/indirekt) verdient Geld mit dem Leid und den Krankheiten anderer Menschen. Wir sind deswegen KEINE "schlechten" Menschen. Wir möchten aber mit unserem Arbeitseinsatz wenigstens insofern anständig vergütet werden, dass man eine Familie davon ernähren kann und die laufenden Kosten decken kann. Wer das verwerflich findet, dass auch Ärzte, Apotheker und Krankenschwestern von IRGENDWAS leben müssen, hat möglicherweise einen Sprung in der Schüssel. Wenn Apotheker alles nur "gierige Säcke" sind, die im Geld mit den Ärzten um die Wette schwimmen: Es steht JEDEM frei, sein Abitur zu machen (oder nachzuholen) und sich an der Uni einzuschreiben für einen Studiengang seiner Wahl. Zum Teil geht's unter bestimmten Voraussetzungen sogar ohne Abitur.
#39 am 01.06.2018 von Kranke Schwester (Gesundheits- und Krankenpflegerin)
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Sebastian L. - Arzt
Wenn die Leute ehrlich wären, würden sie zugeben, dass es ihnen nur ums Geld geht. Sicher, Ärzte bekommen für eine Impfung "nur " 7-8 € Bedenkt man aber, dass es für ein "problemorientiertes ärztliches Gespräch" auch nur zwei Euro mehr gibt, klingt doch die Impfung gleich viel attraktiver. Dazu kommt noch die Quartalspauschale bei Patienten, die die Praxis sonst nicht besucht hätten (unter den jungen, gesunden erwachsen, um die es hier geht, sicher ein großer Teil). Natürlich ist es völlig unsinnig, dass Apotheker nicht impfen dürfen. Klar können die das. Genauso unsinnig ist es aber, dass ich in meiner Praxis keine Medikamente abgeben darf. Aber auch dabei geht's - wie heutzutage üblich - nur ums Geld...
#38 am 01.06.2018 von Sebastian L. - Arzt (Arzt)
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Das Problem bzw. den Trend in Deutschland, so kommt es zumindest mir vor, aufgrund von Ärztemangel, Fachkräftemangel in der Pflege usw. immer mehr Tätigkeiten anderen zu übertragen, dass ist das was ich bedenklich finde. Ich will damit nicht sagen, dass das ein Apotheker nicht machen kann, ich habe aber die Befürchtung, dass es allgemein in Deutschland langfristig dazu kommen könnte, dass seitens der Politik Wege geschaffen werden und damit meine ich nicht gewisse Aufgaben an Pharmazeuten abzugeben, sondern dass es langfristig dazu kommt, dass man z.B. gerade bei uns in der Pflege irgendwann sagt, dass wenn man eine gewisse Anzahl an Jahren an Berufserfahrung als Helfer hat, man gleichgestellt wird einer Pflegefachkraft. Und dafür, nämlich die Wertschätzung des jeweiligen Berufes mit den dazugehörigen Kompetenzen, muss man sich einsetzen. Ich kann mich noch sehr gut erinnern an Sprüche wie "Arsch abwischen kann jeder"..Klar, aber wie sieht es aus mit TK- Wechsel beim vollbeatmeten pat?
#37 am 01.06.2018 von Katinka Gerk (Altenpflegerin)
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Kranke Schwester
Warum bin ich ein "Gast" wenn ich meine Beiträge editiert habe? Ich bin auch nach Korrektur meiner Beiträge noch GuK - mit Leib, Seele und Berufung. :-)
#36 am 30.05.2018 von Kranke Schwester (Gesundheits- und Krankenpflegerin)
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Nur um hier den Grundgedanken des Artikels noch einmal zu verdeutlichen: es wird ein Vorschlag gemacht, mit dem man die Impfquote von Patienten in Deutschland verbessern möchte. Ich denke, es muß sich hier kein Arzt Sorgen machen, weil das massiv in seine Kompetenzen eingreifen würde. Und die Wahrscheinlichkeit, dass bei einer wiederholten Impfung plötzlich ein anaphylaktischer Schock auftritt, ist dann doch sehr gering. Abgesehen davon bin ich mir selbst nicht sicher, ob ich das in der Apotheke anbieten möchte, eben auch aus haftungstechnischen Gründen. Von mir aus dürfen Ärzte gerne den Notdienst am Wochenende und Nachts mit Dispensierrecht haben (Herr Dr. Bernhardt), das ist keine Tätigkeit, um die ich mich reisse. Beschämend finde ich jedesmal das Konkurrenzgehabe der Berufsgruppen untereinander und was hier "Studierende der Humanmedizin" vom Stapel lassen. Wenn das die Kollegen von morgen sind, sehe ich schwarz.
#35 am 30.05.2018 (editiert) von Peter Maisel (Selbstst. Apotheker)
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Gast
Gerade bei Interaktion von Medis ist meine Online-Apo spitze. Die rufen sogar von sich aus an.
#34 am 30.05.2018 von Gast (Nichtmedizinische Berufe)
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Kranke Schwester
Um das Apotheker-Bashing hier mal kurz zu unterbrechen. Ich persönlich habe einen tollen Apotheker, der mich in allen Fragen unkompliziert sehr kompetent berät! Und nein, das macht keine Internetapotheke! Gerade was mögliche Interaktionen zwischen verschiedenen Medikamenten anbelangt, ist er super ausgebildet. Top!
#33 am 30.05.2018 (editiert) von Kranke Schwester (Gast)
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Kranke Schwester
Daumen runter für meine Info, wann mein Examen war?! Find' ich prima! :-) ja, die Krankenpflege-Ausbildungsverordnung hat sich inhaltlich wegen der Generalisierung vielleicht ETWAS geändert. Aber sicher wurde das Rad seit 2015 nicht neu erfunden. ;-)
#32 am 30.05.2018 von Kranke Schwester (Gesundheits- und Krankenpflegerin)
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Fände ich auch ok wenn Ärzte bestimmte Medikamente im Rahmen der Notfallversorgung abgeben könnten. Apotheker sollten sich besser verstärkt bei der Medikationsplanung engagieren als beim Impfen. @Gast 3: Gewagte Worte für einen Anfänger ohne Abschluss der sich noch mit Kreuzchenklausuren (gibt's in Pharmazie und anderen Naturwissenschaften eher nicht) beschäftigt. Liebe Ärzte: impfen bleibt kompetenzbedingt besser bei euch und ansonsten bleibt auch ihr besser bei euren Leisten. Auf den Studiengang Battle möchte ich hier verzichten
#31 am 29.05.2018 von Dr. rer. nat. Julian Schichtel (Apotheker)
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Finde ich toll. Den Ärzten sollte dann aber auch erlaubt werden Medikamente zu verkaufen. Würde die Versorgung am Land auch verbessern. Warum dürfen Humanmediziner nicht, was Tiermediziner dürfen.
#30 am 29.05.2018 von Dr. Dr. Ernst Heissler (Arzt)
  6
Kranke Schwester
Mein Examen war 2015. So viel dürfte sich seitdem nicht geändert haben.
#29 am 29.05.2018 von Kranke Schwester (Gesundheits- und Krankenpflegerin)
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Kranke Schwester
Frau Cortes. Auch in D dürfen GuK (ehemaliger Name: Krankenschwester) "Spritzen" setzen. Das lernen wir auch (s.c. und i.m.) Das einzige, was wir "offiziell" nicht dürfen: i.v. Medikamente verabreichen. Das wird aber auch sehr unterschiedlich gehandhabt in der Praxis/Klinik.
#28 am 29.05.2018 (editiert) von Kranke Schwester (Gast)
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Warum darf ich als Arzt eigentlich keine Medikamente verkaufen? Wäre häufig sehr seinnvoll. Versuchen Sie mal am Samstag nachmittag im Altenheim ein Antibiotikum zu verordnen. Vor Montag mittag brauchen Sie nicht mit einer Lieferung zu rechnen. Und eine Schwester im Taxi in die Notdienstapotheke zu schicken.(Mit dem eigenen Auto darf sie nämlich nicht fahren/Versicherung/Haftung!). Die Liste der Beispiele liesse sich beliebig erweitern. Das gäbe aber Apotheker-Aufschrei, ich sage vom Feinsten.
#27 am 29.05.2018 von Dr. med. Jens Bernhardt (Arzt)
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Ich hätte kein Problem damit, wenn Apotheker impfen würden. Auch die Impfprogramme vor der Schule in US-Staaten hat zu deutlich höheren Impfraten geführt. Könnte sich auch der Öffentliche Gesundheitsdienst mal eine Scheibe abschneiden. Außerdem hätte ich dann mehr Zeit für andere Dinge, wenn FSME u Grippe in der Apo geimpft wird. Ich impfe jetzt sechzehn Jahre, sicher mindestens 10-12 Kinder pro Tag. Bisher keine einzige allergische Reaktion. Es gibt ja auch immer noch Notärzte :-) Die Frage ist aber tatsächlich, aus welchem Geldtopf das bezahlt wird und - above all - wie funktioniert die Sache mit der Aufklärung? Da gibt es ja sehr hohe Anforderungen.
#26 am 29.05.2018 von Dr. med. Kinder Dok (Arzt)
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Und zu den genannten Beispielen im Ausland: In anderen Ländern dürfen Apotheker grundsätzlich mehr, genauso wie dort auch Pfleger Spritzen setzen dürfen. Da müsste man die ganze Ausbildung ändern, das ist nicht von vornerein negativ, man denke an Gemeindeschwestern, die alte Menschen in ländlichen Gebieten aufsuchen könnten, aber so wie es heutzutage ist ....eher nein.
#25 am 29.05.2018 von Remedias Cortes (Nichtmedizinische Berufe)
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" Die Hemmschwelle, sich impfen zu lassen, könnte dadurch bei Patienten sinken, da keine lange Wartezeit für einen Termin anfällt" ist bei meinem Hausarzt auch so, Grippeschutzimpfung zwischen 8 und 11 Uhr , dafür muss ich nicht mal ins Wartezimmer. "Außerdem ist der Kreis derer, die die Impfung in Anspruch nehmen dürfen, sowieso stark beschränkt, denn die Menschen müssen erwachsen und gesund sein. Eine Schwangerschaft muss ausgeschlossen werden und es darf auch keine Erstimpfung sein. " Man glaubt es nicht, wie viele Leute das gar NICHT wissen, ob sie gesund, schwanger oder schonmal geimpft wurden......Was passiert, wenn die Patientin dann doch schwanger ist? Oder einen noch nicht diagnostizierten Diabetes hat? Oder Drogenprobleme, die er verschweigt?Wer haftet dann? (wäre ich der Apotheker, würde ich mir das dreimal überlegen). Und die Ansteckungsgefahr im Wartezimmer? Die gleichen kranken Menschen, die dort sind, verbreiten ihre Viren später in der Apotheke .....
#24 am 29.05.2018 von Remedias Cortes (Nichtmedizinische Berufe)
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Gast
Mein Hausarzt (Landpaxis) kämpft ums Überleben. Die Apotheke brummt. Ist doch klar, dass ich zu meinem HA gehe, denn den brauch ich im Zweifel. Apotheken gibt es auch im Netz.
#23 am 29.05.2018 von Gast (Nichtmedizinische Berufe)
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Wieso zerreißen sich hier eigentlich die einzelnen Berufsgruppen wieder gegenseitig? Ist doch logisch, dass der Arzt im Falle eines Notfalls deutlich besser aufgestellt ist und der Patient in seine Hände gehört, da dies nun einmal nicht Teil des Pharmaziestudiums ist. @#3: Es gibt in jeder Berufsgruppe schwarze Schafe, der Großteil der Apothekerschaft weiß nach seinem naturwissenschaftlichen Studium durchaus über die Fragwürdigkeit der Homöopathie Bescheid. Allerdings kommen die meisten Patienten aktiv mit dem Wunsch eines Homöopathikums und dem Namen des Präparats in die Apotheke und da gilt es die Grenzen der Selbstmedikation zu erkennen.
#22 am 29.05.2018 von Michael Krybus (Apotheker)
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In verschiedenen Ländern ist das Projekt impfende Apotheker bereits erfolgreich dirchgeführt worden. Sicherlich wird sich auch hierzulande nicht jeder Kollege aktiv mit der Materie auseinandersetzen wollen. Besonders die Befürchtungen der ärztlichen Kollegen zum Thema Vergütung glaube ich sicher zerstreuen zu können. Und mal ganz ehrlch, wer von den hier schreibenden Ärzten hat den eine detaillierte Übersicht über die Ausbildungsinhalte eines Apothekers: Wenn hier Vergleiche zu Strickkursen oder Lehrberufen herangezogen werden, scheint es mir damit nicht so weit zu sein. Impfende Apotheker sind eine gute und sinnvolle Ergänzung, um die Durchimpfungsraten zu erhöhen!
#21 am 29.05.2018 von Bettina Menke (Apothekerin)
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Gast
Wir können alle möglichen Leistungen substituieren, bis einer weint weil was schief gelaufen ist. Eine MFA, die in der Praxis Tätigkeiten ausübt, tut dies übrigens auf Anweisung des Arztes, der die Verantwortung trägt und haftet und zunächst sicherstellen muss, dass die MFA dies kann und auch nur dann wenn ein Arzt vor Ort ist. Haftet der Apotheker dann auch genauso? Darf die PTA dann auch impfen? Wochenendseminare sind in Ordnung um Stricken zu lernen, nicht um Heilkunde auszuüben. Wenn wir so weit sind, dann können wir auch im Aldi und dm Paracetamol, Vomex & Co. verkaufen, machen die Engländer ja auch, das fänden Apotheker sicherlich auch ok, oder ist das dann zu gefährlich?
#20 am 29.05.2018 von Gast (Arzt)
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Kranke Schwester
Frau Grittner: Sind Sie sicher, dass Sie nicht lieber Pharmazie studieren wollen? Ihr Post klingt jetzt nicht sooo beruhigend und Ihre Ansicht über Hausärzte ist absolut beschämend - v. a. als Medizinstudentin...
#19 am 28.05.2018 von Kranke Schwester (Gesundheits- und Krankenpflegerin)
  10
Kranke Schwester
@ Herr Maerten. Darf man fragen, wie alt Sie sind, in welchem Semester Sie studieren, welche PRAKTISCHE Erfahrungen Sie mit Patienten schon gemacht haben und ob Sie gerade erst das Wort "Placebo" gelernt haben? Ich will Sie nicht beleidigen, aber Ihre Posts wirken auf mich arrogant, unreif und überheblich. Es würde mir leichter fallen, Ihre Posts ernst zu nehmen, wenn Sie die Fragen beantworten würden. Müssen Sie natürlich nicht.
#18 am 28.05.2018 von Kranke Schwester (Gesundheits- und Krankenpflegerin)
  15
Kranke Schwester
Es geht doch nicht um das Spritzen an sich! Das kriegen die meisten auch ohne Studium hin. Irgendwie. Es geht um den Fall, dass der Patient diese eben - aus welchem Grund auch immer - doch nicht gut verträgt. Und da ist mir eine Komplikation in einer Arztpraxis deutlich lieber (als Pat.) als in einer Apotheke. @ Dr. Radermacher: Wer darf sich dann wohl um die Spritzeninfektion kümmern? Sicher NICHT der Apotheker... Ich bin absolut einer Meinung mit Ihnen.
#17 am 28.05.2018 (editiert) von Kranke Schwester (Gast)
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Als ich das letzte Mal zur Impfung bei der Hausärztin war, wurde mir die Spritze von der Arzthelferin gesetzt. War bestimmt ein Einzelfall...
#16 am 28.05.2018 von Volker Bülow (Apotheker)
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ICH bin Hausarzt und sehe mich nach 6 Jahren Studium, 5 Jahren Klinik, 15 Jahren Notarzttätigkeit und und 13 Jahren Gelbfieberimpfszulassung durchaus in der Lage, eine anaphylaktische Reaktion zu versorgen ... bei unseren Apothekern wollte ich nicht mal einen ernsterewn Kollaps versorgt sehen ... (was ich aber auch nicht erwarte)
#15 am 28.05.2018 von Dr. med. Peter Radermacher (Arzt)
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Ich hielte es für mehr als bedenklich: 1. laut Aprobation ist es uns erlaubt, straffrei "Eingriffe" (Körperverletzung) vorzunehmen, medizin. Hilfsberufen nur unter Auflagen. Wieso plötzlich Apotheker ? 2. wir kennen unsere Patienten oft aus jahrelanger Behandlung und geschulten Gesprächen. Wie sollten eine "mediz. Anamnese" nicht mit einem "Kundengespräch" gleichsetzen 3. was macht der Apotheker, wenn ein Patient kollabiert (noch nicht einmmal eine seltene anaphylakt. Reaktion). Wen ruft er dann zur Hilfe ? Wer haftet, falls eine Spritzeninfektion entsteht ? 4. wir haben (zu Recht) nicht das "Dispensierrecht", d.h. wir verdienen nicht am Verkauf des Impfstoffes, der Apotheker schon ... 5. wie sollen Impfanamnese und Impfung dem Apotheker vergütet werden ? Aus welchem "Topf" soll das geschehen ? Lasst uns bitte nicht noch das Fasss der Honorarverteilung aufmachen. Lasst Ärzte und Apotheker bitte das machen, was wir studiert und gelernt haben.
#14 am 28.05.2018 von Dr. med. Peter Radermacher (Arzt)
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Kranke Schwester
Ich vertraue einem Arzt, der neben Physiologie, Anatomie, Pathologie etc. AUCH Pharmakologie hatte mehr als dem Pharmazeuten. Ja. Richtig. Gut erkannt!
#13 am 28.05.2018 (editiert) von Kranke Schwester (Gast)
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#7: Sie vertrauen einem Arzt der 6 Monate an der Uni etwas über Medikamente gelernt hat mehr, als einem Apotheker der das 4 Jahre hatte? Ihre Argumentation ist nicht wirklich konsequent.
#12 am 28.05.2018 von Felix Maertin (Student der Pharmazie)
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#3: Wo verteuern Apotheken „künstlich“ Artikel? Das klingt sehr danach, als hätten Sie von den Verkaufsarten und damit verbunden Arzneimittelpreisordnung in der Apotheke wenig Ahnung. Nennen Sie mir doch bitte den Umsatz, Rohertrag und Kosten an einem Päckchen „Zuckerkügelchen“ und das bitte ins Verhältnis zum gesamten OTC-Umsatz und zum Gesamt-Umsatz einer Apotheke. Sie wären erstaunt. #4: Warum sollte man eine sichere und wirksame Placebo-Therapie verbieten? 1. weiß man, dass je teuer der Preis, umso wirksamer die Schein-Therapie. 2. Je weniger der Anwender von der Therapie versteht, diese aber mit positiven Begriffen besetzt ist (Motto Voodoo-Zauber), umso wirksamer. Was viele einfach nicht verstehen, da steht uns eine wirksame, gut kontrollierbare und günstige (ja, viel günstiger als die Tonnen von RX-Medikamenten) Therapieform zur Verfügung und jeder meint es besser zu wissen. Leute, beschäftigt euch mit dem Placebo-Effekt und dann wieder melden, danke!
#11 am 28.05.2018 von Felix Maertin (Student der Pharmazie)
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Liebe Frau Grittner: üben ,üben und nicht ins Schwimmbad oder Kino gehen. Dann werden Ihre Patrienten bei Ihnen besser aufgehoben sein, als beim Apotheker,
#10 am 28.05.2018 von Dr. med. Jens Bernhardt (Arzt)
  13
Da wird dann geimpft, bis die Kasse der Apotheke überquillt. Es reicht schon, dass sich die Apothekerschaft immer wieder berufen fühlt in ärztliche Therapien reinzureden, gerade wieder erlebt mit fast deläteren Folgen, weil die Dosierung vom schlauen Apotheker ohne Hintergrundwissen abgeändert wurde.
#9 am 28.05.2018 von Dr. med. Jens Bernhardt (Arzt)
  45
Kranke Schwester
Gerade die Grippe-Impfung für kerngesunde Erwachsene ist eh sehr umstritten. Zumindest in D. Weiß nicht, wie die aktuelle STIKO-Empfehlung diesbezüglich ist.
#8 am 28.05.2018 von Kranke Schwester (Gesundheits- und Krankenpflegerin)
  28
Kranke Schwester
Klar ist (v. a. unter den o.g. Bedingungen) ein anaphylaktischer Schock sehr selten. Aber in gesundheitlichen Behandlungen vertraue ich eher auf die routinierte Behandlung durch einen Arzt. Mehrtägige "Notfallausbildung" gegen mindestens 6 Jahre Medizinstudium? Ich vertraue da auch auf die Routine des Arztes, der auf Notfälle vermutlich deutlich besser vorbereitet ist und diese wohl auch häufiger hat. Von mir ein ganz klares: Schuster, bleib' bei deinen Leisten!
#7 am 28.05.2018 von Kranke Schwester (Gesundheits- und Krankenpflegerin)
  22
Gast
@ #5 wird zu viel geimpft? Das kann ich mir kaum vorstellen.
#6 am 28.05.2018 von Gast (Nichtmedizinische Berufe)
  11
Die einzige Befürchtung - es wird noch mehr geimpft. Es wird ja jetzt schon viel zu viel geimpft. Und immer noch besser Globuli als nicht indizierte Antibiotika. Was spricht dagegen? Viel Geld lässt sich mit den Globuli nicht verdienen. Woher rührt diese Abneigung gegen Apotheker?
#5 am 28.05.2018 von Dr. med. Jutta Heinz (Ärztin)
  89
Gast
Wie wäre es mit einem Tauschgeschäft? Globuli verbannen und dafür impfen. Fragt sich nur mit welchem der beiden mehr Geld verdient wird.
#4 am 28.05.2018 von Gast (Student)
  45
Gast
Die armen, armen Apotheker, die ja auch so wenig verdienen und nicht durch ihre mafiösen Strukturen künstlich viele Artikel verteuern. Wenn ich mir überlege, dass in vielen Apotheke Zuckerkügelchen als wirksam beworben werden, dann sollten invasive Maßnahmen ( und das ist auch eine Impfung) doch Ärzten und medizinischen Assististenzpersonal vorbehalten bleiben
#3 am 28.05.2018 von Gast (Student der Humanmedizin)
  84
Naja, ob mir der Hausarzt bei einem anaphylaktischen Schock so viel weiterhelfen könnte, sei mal dahingestellt bzw. vmtl auch nicht mehr oder weniger als ein Apotheker. Adrenalinspritzen dürften beide haben..
#2 am 28.05.2018 von Irina Grittner (Studentin der Humanmedizin)
  84
Gast
Ich möchte nicht im Falle eines anaphylaktischen Schocks in den Händen eines Apothekers landen.
#1 am 28.05.2018 von Gast (Nichtmedizinische Berufe)
  40
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