Geht unter die Haut

04.05.2018

Ein Leberfleck-Tattoo könnte Menschen künftig als Frühwarnsystem für Tumorerkrankungen dienen.

Forscher der ETH Zürich haben genetisch modifizierte Hautzellen entwickelt, die an einer bestimmten Stelle in die Haut tätowiert werden. Dort produzieren sie vermehrt Melanin, sobald der Kalziumspiegel im Körper steigt und werden erst dann in Form eines Leberflecks sichtbar. Da Neoplasien häufig mit einem Kalziumanstieg einhergehen, könnte die Technologie auf Krebserkrankungen hinweisen, bevor diese mit herkömmlichen Methoden detektierbar sind. Für viele Menschen könnte es jedoch eine Belastung darstellen, ihren Körper permanent selbstständig auf Krebs zu untersuchen zu können. Daher entwickelten die Forscher zusätzlich die Option, den Leberfleck lediglich unter UV-Licht sichtbar zu machen. Dadurch würde sich die Kontrolle des Indikators auf Arztbesuche beschränken. Bisher wurde das Frühwarn-Tattoo an Mäusen und Schweinen getestet und lieferte dort vielversprechende Ergebnisse. Bevor es jedoch an Menschen zum Einsatz kommen kann, ist noch eine Vielzahl weiterer Test nötig.

Quelle: Aizhan Tastanova et al. / Science Translational Medicine

Bildquelle: Scott Robinson / flickr

Artikel letztmalig aktualisiert am 04.05.2018.

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Medizin, Dermatologie, Forschung
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