Ein Chamäleon, das krank sein wollte

24.04.2018

Patienten sind so unterschiedlich wie ihre Krankheiten. Mit einigen klappt die Kommunikation gut, mit anderen gar nicht. Ich unterteile sie deshalb in Tierarten. Man nehme die würdevolle Löwin zum Beispiel: Kurz nach der Hüft-OP möchte sie schon wieder Skifahren.

„Der Kerl vor mir hat einfach nichts verstanden. Jetzt fragt er mich schon zum dritten Mal das Gleiche. Was ich sage, scheint überhaupt nicht anzukommen. Absolut sinnlos meine Bemühungen.“

Diesen Satz höre ich jeden Tag. In der Notaufnahme, auf den Stationen, bei den Anmeldungen. Dabei spreche ich nicht von fehlenden Deutschkenntnissen oder mangelnder Hörfähigkeit. Es geht um banale Kommunikation. 

Das Gegenüber scheint nicht zu verstehen oder nicht verstehen zu wollen. Dabei ergibt sich das Problem meiner Meinung nach hauptsächlich aus den unerfüllten Erwartungen der Patienten. Wir können oft nicht die Antwort liefern, die sie gerne hören möchten.

Wie lässt sich mit dieser Schwierigkeit umgehen? Seit ich mit Menschen arbeite, teile ich sie in Kategorien ein. Das ist nichts Neues. Irgendwie macht das jeder unterbewusst. Es passiert ganz einfach. Schubladendenken? Mag sein. Aber es vereinfacht meine Arbeit ungemein.

In meinem Fall geht es meistens um Patienten. Aber meine Kategorien lassen sich ganz leicht auf alle Menschen übertragen. Und seit ich das weiß, habe ich meine Kommunikation angepasst. Denn es lässt sich nicht mit jedem gleich reden. Außerdem weiß durch diese Einordnung immer ganz genau, mit wem ich einfach überhaupt nicht reden sollte. Einfach, weil ich es nicht kann und er mich nicht verstehen wird, egal, was ich sage.

Kategorie 1: Der Rabe

Rabe

 

Der unglückliche Rabe mit dem gebrochenen Flügel. Die Kranken, die krank sein wollen. Stichwort „chronischer Schmerzpatient“. Nimmst du ihnen die Krankheit, ist nichts mehr von ihnen übrig.

 

 

 

Kategorie 2: Der Strauß

Strauß

 

 

Der Strauß, der den Kopf in den Sand steckt – die Kranken, die gesund sein wollen. „Ja, also, ich habe ein bisschen Blutzucker und Bluthochdruck. Aber da nehme ich nichts. Ist auch schon gute fünf Jahre her, dass ich beim Hausarzt war.“

 

 

 

 

 

Kategorie 3: Die Löwin

Löwin2

 

Die würdevolle Löwin – die ungeduldigen Kranken, die gesund sein wollen. Das ist der Patient mit elektiver Hüft-TEP, der am 3. Tag nach der OP an den Treppen geht und nach 12 Wochen zum Skifahren fährt. Es zwickt noch etwas? „Ach, das geht schon wieder weg.“

 

Kategorie 4: Die Biene

Biene

 

Die emsige Biene – die Gesunden, die noch gesünder sein wollen. Das ist die Patientin, die zur Akupunktur geht und alles über die Basentherapie weiß. „Ich dachte, ich gehe mal präventiv zum Arzt, nur um auch sicher zu sein, dass nichts ist und um zu erfahren, ob ich vielleicht noch etwas an meinem Lebensstil optimieren kann.“

 

 

Kategorie 5: Das Chamäleon

ChamäleonTja. Das ist die schwierigste Gruppe. Es sind die Gesunden, die krank sein wollen. Das sind die Rückenschmerzen, die sogleich in Knieschmerzen umschlagen, um dann in Unterleibsschmerzen zu enden. Meistens nachts um 3 Uhr. Hier kann es sich sowohl um den ängstlichen Hasen, das einfältige Schaf, die schwache Fliege oder den etwas dümmlichen Esel handeln. Meistens jedoch begegnet man der falschen Katze oder der hinterlistigen Schlange. Nennen wir diese Kategorie also das Chamäleon.

 

Patientenkommunikation: So klappt’s

Nun bleibt die Frage: Wie spreche ich mit einem Raben oder einem Chamäleon?

Kann ich einem Löwen erklären, dass er nach seiner OSG-Fraktur, das Bein nicht belasten, aber vorsichtig frei bewegen darf? Sicherlich. Kein Problem. Aber einen Strauß packe ich doch lieber in den Unterschenkelgips für einige Wochen. Nein, auch keinen Vacoped. Den kann man nämlich selbstständig abmachen.

Verschreibe ich einer Biene mit muskuloskelettalen Verspannungen statt einem Haufen Schmerzmittel aktive Maßnahmen, ordne Physiotherapie und tägliche Spaziergänge an? Wunderbare Idee. Bei einem Chamäleon werde ich hier nur enttäuscht. Das wird in einer Woche erneut aufschlagen. Natürlich nachts um 2 Uhr. 

Erwarte ich von einer Löwin, dass sie im Anschluss an einen Bandscheibenvorfall nach zwölf Wochen wieder arbeiten geht? Die Löwin wird nur mit den Augenbrauen zucken. Zwölf Wochen? So lange dauert das? Der Rabe hingegen wird nach drei Wochen Reha in Woche 16 einen Antrag auf Verlängerung einreichen.

Und welches Arzt-Tier bist du?

Was übrigens auch nicht ganz unwichtig ist: In welche Kategorie gehöre ich als Arzt eigentlich? Bin ich eher die Biene? Verordne ich schon Vitamin D und Calcium im Hochsommer, um einer möglichen Osteoporose im Winter entgegen zu wirken?

Oder bin ich ein Strauß und schiebe die Fußheberschwäche auf eine schmerzbedingte Kraftminderung statt auf den Bandscheibenvorfall? Bin ich vielleicht sogar selbst das Chamäleon und finde bei jedem Patientenkontakt eine neue Krankheit, die einer dringenden Intervention bedarf?

Also, Augen und Ohren auf. Die meisten Patienten zeigen ihr wahres tierisches Ich innerhalb weniger Sekunden. 

Eine Frage, viele Antworten

„Was führt Sie heute zu mir?“

Der Rabe: schweigt oder wimmert.

Der Strauß: „Eigentlich wollte ich gar nicht kommen. Aber seit ich vor fünf Wochen gestürzt bin, schmerzt die Schulter.“ Achtung, höchst wahrscheinlich ist es eine Fraktur.

Die Löwin: „Ich habe eine Unterarmfraktur. Aber ich kann doch sicherlich weiter arbeiten, oder nicht?“

Die Biene: „Ich brauche ein Rezept für Physiotherapie, um meinen Rücken zu stärken.“

Das Chamäleon: „Seit drei Wochen schmerzt der Rücken. Aber eigentlich komme ich wegen der Schulter. Krank geschrieben bin ich vom Hausarzt aber schon seit sechs Monaten wegen der Kopfschmerzen.“

Ein Chamäleon wird niemals fliegen können und ein Rabe wird eben immer auf allem rumhacken. Halten wir es also wie die Tiere im Tierreich. Leben und leben lassen, oder war das anders?

Ganz hervorragend eignet sich diese Einordnung übrigens auch als Parameter für eine erfolgreiche Ehe. Oder schon mal eine Biene mit einem Chamäleon züngeln gesehen? Aber das ist ein anderes Thema.

 

 

Bildquelle: flickr.com, Rabe by Sebastian Bartoschek, Strauß by Martin Fisch, Löwin by Andreas März, Biene by dasWebweib, Chamäleon by Alvaro Rodriguez Alberich

Bildquelle: Álvaro Rodríguez Alberich, flickr

Artikel letztmalig aktualisiert am 30.04.2018.

409 Wertungen (1.88 ø)
21438 Aufrufe
Um zu kommentieren, musst du dich einloggen. Einloggen
Bordischreck
Ich gehöre zu den Terrier-Patienten, ich beiße mich gerne fest und lass nicht locker
#20 vor 22 Tagen von Bordischreck (Arzt)
  191
Gast
Interessanter Artikel aus der Praxis. Die Kommentare und Bewertungen zeugen allerdings von einer verbreiteten Humorlosigkeit. Die Kritik der Journalistin fand ich noch ganz okay und richtig (die Rolle der Psyche und des Geistes wird tendenziell unterschätzt beim Krankheitserleben) obwohl sie auch gegen den Artikel war. Zu dem Psychotherapeuten der hier kommentiert hat, eine Unfallchirurgin kann nicht gleichzeitig Psychotherapeut sein, dann wären sie ja überflüssig.
#19 vor 22 Tagen von Gast (Arzt)
  446
Patientin
Hmm, bei dem Beitrag musste ich ein wenig schmunzeln. Ich habe mal meinen behandelnden Chefarzt der Chirurgie als Jaguar kategorisiert. Robust, schnell, gefährlich und feinfühlig
#18 vor 22 Tagen von Patientin (Arzt)
  49
Jemand der derartig kategorisiert, stellt sich auf eine andere "bessere" Stufe und grenzt sich von denen, die zu kategorisieren sind ab. Allerdings scheint diese Ärztin zu vergessen, dass Kommunikation immer zwischen einem Sender und einem Empfänger stattfindet und Störungen auf beiden Seiten und dazwischen zu finden sind. In diesem Fall könnte man etwas mehr Empathie aufbringen, dann würde man zumindest feststellen, dass die Fehlkommunikation auch daran liegen kann, dass man verbal im eigen System verharrt, anstatt sich die Lebenswelt von erkrankten Menschen vorzustellen, die Ihr Schicksal auch erstmal begreifen müssen und die Konsequenzen auch. Wenn man schon der in dieser Situation "Stärkere" ist, sollte man alle Kraft investieren, seinen Patienten Worte anzubieten, die sie verstehen. Oder eine Weiterbildung machen. Jedoch nicht die Zeit aufwenden, einen solchen Blog zu schreiben, um sich über Patienten lustig zu machen und davon noch von Kollegen beklatscht werden zu wollen.
#17 vor 22 Tagen von Paula Baumeister (Nichtmedizinische Berufe)
  26
Was für ein schöner Beitrag und was für eine dümmliche Reaktion darauf. Der Beitrag zeugt von viel Erfahrung und viel Wissen. Ich jedenfalls habe viele meiner ehemaligen Patienten durchaus wiedererkannt und habe herzlich darüber gelacht. Dass man deshalb Patienten nicht ernst nimmt oder gar schlecht behandelt ist überhaupt nicht damit verbunden. Was für ein Weltbild haben diese Gutmenschen eigentlich? Zudem gehen diese Menschen sicher zum Lachen in den Keller.
#16 vor 23 Tagen von Dr. med. Karl-Heinz Schultz-Philipp (Arzt)
  513
Gast
# 13 Tja, Chirurgen sind eben eine ganz besondere Arzt-Spezie. Die Haudegen, manche auch Butcher ,unter den Ärzten. Böse Zungen vermuten sogar, Chirurgen wären Aufschneider
#15 vor 23 Tagen von Gast (Arzt)
  205
#12: Kategorisieren bedeutet immer eine kognitive Schere mit sich im Kopf zu tragen und nicht offen für Individualität zu sein. Warum glauben Sie denn, haben viele Patienten ein jahrelanges Ärztehopping mit Endstufe "alles psychosomatisch" hinter sich, bis sie endlich den EINEN ARZT ohne Schere im Kopf finden, der sich ihnen unvoreingenommen widmet, über den Tellerrand blickt und dann eine durchaus organische Diagnose treffen und helfen kann? Kategorien machen das Leben einfacher: Für den Arzt, aber nicht für den Patienten. Gerade als Student sollte man versuchen Dinge zu verbessern statt im "das war schon immer so" verhaftet zu sein
#14 vor 23 Tagen (editiert) von BScN Pflege Thomas Mayer (Gesundheits- und Krankenpfleger)
  10
Gast
Die Psychosomatische Grundversorgung sollte wohl auch in der Weiterbildungsordnung der Chirurgen verankert werden. Vielleicht würde das den Horizont einiger meiner Kollegen erweitern... ich finde den Artikel wirklich traurig und überheblich
#13 vor 23 Tagen von Gast (Ärztin)
  14
PJ´ler
Ich finde den Artikel sehr unterhaltsam und habe mich auch selbst schon als Tierchen einordnen können :-) Übrigens kann ich auch die Arzttierchen sehr gut nachvollziehen, die hier in den Kommentaren beschrieben wurden. Was ich allerdings nicht verstehen kann, ist die ganze Aufregung um die Kategorisierung. Überall wird in Schubladen gedacht. Unternehmen nennen das Zielgruppen. In der Marktforschung werden sie Persona genannt. Und wenn man im Urlaub den Satz hört „das ist jetzt aber typisch deutsch/englisch/spanisch/etc., dann stecken wir doch auch schon in Schubladen. Jeder von uns steckt andere und wird von anderen in Schubladen gesteckt. Bewusst oder unbewusst, total egal. Es vereinfacht das Denken und ist amüsant. Ich selbst stecke in der Schublade „typisch bayrisch“. Trifft das zu? Teilweise. Aber selbst wenn, dann ist das doch amüsant. Ich glaube, dass die Autorin trotz aller Schubladen individuell auf ihre Patienten eingeht. PS: Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird!
#12 vor 23 Tagen von PJ´ler (Student der Humanmedizin)
  529
Gast
Hier folgen nun die Arzttierchen: 1. Der Wurm:Ihn zeichnet die niedrige Körperspannung aus und die Unfähigkeit, dem Patienten ins Gesicht zu blicken. Schon der Händedruck ist lasch, die Stimme ist leise und er versteckt sich gerne hinter dem Computer. Er hört nicht richtig zu und schreibt schnell irgendein Rezept auf, ohne weitere Rückfragen, welche Medikamente sonst genommen werden. 2. Der Büffel (gerne Orthopäde):Laute Stimme, fester Händedruck, unsensible schmerzhafte Untersuchungen. Meistens die Erwähnung, dass der Patient zu wenig Sport treibt und sonst wenig Unterstützung. Interessiert sich nicht für Zusammenhänge. 3.Der Löwe (Chefarzttyp):Gibt gar nicht erst die Hand. Duldet keinen Widerspruch. Hört auch gar nicht zu. Hat höchstens 1,5 min Zeit pro Patient. 4.Der Uhu:Meist älter, sehr erfahren, hat für alles seine Kategorien, von denen er nicht abweicht. Er arbeitetet gerne homöopathisch, weil man da alles so gut kategorisieren kann. Verbreitet gerne Lebensphilosophien.
#11 vor 23 Tagen von Gast (Heilpraktikerin)
  13
Der Blog von „Unfallchirurginundmutti“ - hier bringt jemand seine tiefe Ablehnung von Patienten in jedem Artikel an. Da helfen schon ein paar Zitate früherer Beiträge: "Häufig ist diese chronische Lumbago um 3 Uhr nachts vergessellschaftet mit Depressionen, Adipositas, Bluthochdruck, Einsamkeit und sozialer Ausgrenzung." Siehe Artikel "Sie kommen nachts". Aktuell: "Hier kann es sich sowohl um den ängstlichen Hasen, das einfältige Schaf, die schwache Fliege oder den etwas dümmlichen Esel handeln." oder "chronischer Schmerzpatient. Nimmst du ihnen die Krankheit, ist nichts mehr von ihnen übrig." Weiter. Der Artikel "Ich wünsche mir mehr Mittelfinger": "Sie akzeptieren cholerische Chefs, die sie vor anderen Mitarbeitern bloß stellen." Ich nehme mal an, hier wurde jemand bloßgestellt, weil der Charakter ein Grund für manche zwischenmenschliche Barriere ist. Danach lässt man den Frust am "Klientel" aus. Tipp: Umschulen! Bestatter. Tierarzt, zwecks Einteilung.Oder Gesundheitsminister.
#10 vor 23 Tagen von Michael Schutz (Student)
  19
Also, da bleibt mir doch die Spucke weg, was nicht oft der Fall ist. Diesem Menschen sollte man glatt die Approbation entziehen, wie persönlichkeitsgestört muss man denn sein, seine Patienten in solche "Schwachsinnskategorien" einzuordnen? Das deutet so sehr auf ein zerstörtes Arzt-Patientenverhältnis, dass ich dem Autor nur anraten kann, auf Klempner umzuschulen.
#9 vor 23 Tagen von Frank Seidel (Psychotherapeut)
  30
Gast
Jetzt haben Sie es geschafft viele Patienten durch den Dreck zu ziehen. Ich arbeite seit 26 Jahren in medizinischen Beruf und es ist mir klar dass viele z.B. Chamäleons in die Sprechstunde kommen. Allerdings es gibt auch viele chronische Patienten die sich sehnlichst wünschen schmerzfrei zu sein. Sie als psychisch gestörte abzustempeln ist grauenvoll und unverantwortlich. Gottseidank, gibt es noch Ärzte die anders denken, Patienten zuhören und wirksam helfen. Wie wäre es wenn Sie nicht alle Patienten über einen Kamm scheren würden? Ihre Vorgehensweise ist zwar einfacher weil es vom Denken befreit, aber ungerecht und kaltschnäuzig.
#8 vor 23 Tagen von Gast (Heilpraktikerin)
  19
Gast
Meiner Meinung nach, haben so einige Beiträge der DocCheck News einen reißerischen Charakter, vergleichbar mit einer BPS. Schade, gerade Ärzte sollten Vorbild-Charakter haben. Wir haben leider genug „Irre“ auf der Welt , mehr verträgt der Planet nicht mehr
#7 vor 23 Tagen von Gast (Arzt)
  16
Der Artikel soll lustig sein, ist er aber nicht. Chronische Schmerzen sind ein komplexes Geschehen, dem man mit Schubladendenken nicht beikommt. Auch nicht, wenn lustige Tiere auf den Laden kleben! Ich bitte alle Ärzte, GERADE bei chronischen Schmerzen NICHT standardmäßig die Rabenschublade aufzumachen. Es gibt vielschichtige Gründe für chronische Schmerzen (sogar physische, die Sie nur noch nicht erkannt haben). So manches, von Ihnen als Rabe oder Chamäleon „erkanntes“ Patiententierchen ist jeden Tag mehr Löwe, als Sie es sich vorstellen können - gerade die Schweigenden! Nicht selten sind schwere psychische Traumatisierungen u.ä. im Schlepptau. An alle Ärzte, die sich hier amüsieren: Bitte, bitte, bitte reflektieren Sie darüber, wie Sie selbst von anderen gesehen und behandelt werden möchten, wenn Sie um Hilfe bitten. Danach lacht es sich über Randgruppenwitze auch viel entspannter, weil zu irgendeiner gehört garantiert jeder … auch Sie ;-)
#6 vor 23 Tagen von Tanja Götten (Medizinjournalist)
  14
Zuerst dachte ich an eine Satire, doch dieser Artikel scheint ernst gemeint zu sein. Halten Sie es ernsthaft für richtig, Ihre Klienten in Tierkategorien einzuteilen, um offensichtlich eigene Schwächen in der Kommunikation erklären zu können? Haben Sie gelernt, wieviel Information ein Mensch in kurzer Zeit überhaupt aufnehmen und behalten kann? Noch dazu in Ausnahmesituationen, in denen es oft um existenzielle Sorgen und Ängste geht, auch wenn diese aus Ihrer eingeschränkt "fachlichen" Sicht vielleicht banal sein mögen. Wo Ärzte in einem für den Normalbürger Fachchinesisch sprechen und ihre Klienten damit massiv überfordern? Die Aussagen im Artikel zeigen nicht nur von einem Mangel an Kommunikationsfähigkeit, sondern auch noch von einem Mangel an Respekt gegenüber den Ihnen anvertrauten Menschen. Menschen auf Tierarten zu reduzieren, um sich das Leben selbst zu erklären, ist entwürdigend und peinlich für Ihren gesamten Berufsstand! Ich hoffe, das ist die absolute Ausnahme.
#5 vor 23 Tagen von BScN Pflege Thomas Mayer (Gesundheits- und Krankenpfleger)
  20
Gast
Viele Artikel hier sind echt gut, allerdings finde ich diesen hier zum Teil sehr herablassend. Als Chamäleon- wie es hier so nett beschrieben wird, kann ich nur sagen, dass diese Patienten meist eine tiefere Ursache für Ihre Problematiken haben. Leider haben manche/s Ärzte/med. Personal eben doch nur ein paar sehr gute Noten gehabt, verfügen sie aber über keinerlei gute Menschenkenntnis, soziale Kompetenz und Einfühlungsvermögen. So etwas kann man dann leider nicht studieren/lernen. Wenn man mal selbst Patient war, weiss man, wie man als solch einer behandelt werden möchte und wie auf keinen Fall. Ich spreche aus eigener Erfahrung. Als Angestellter im medizinischen Bereich, sollte man die Fähigkeit haben, sich den verschiedenen Arten von Patienten anzupassen. Wer das kann, hat eine äusserst tolle Gabe. Ansonsten hilft es auch einfach Respekt und Achtsamkeit vor dem Gegenüber zu haben egal ob man nun zum Personal gehört oder Patient ist.
#4 vor 23 Tagen von Gast (Studentin)
  17
Gast
Es ist sehr einfach und beliebt in der Branche, die Defizite in der Kommunikation beim Gegenüber zu suchen. Wer selber mal auf der 'anderen Seite' war macht da andere Erfahrungen. So ein 'Seitenwechsel' ist ein heilsames Mittel gegen die unsägliche Arroganz der Ärzte.
#3 vor 23 Tagen von Gast (Heilpraktikerin)
  40
An sich eine nette Idee, ich finde es allerdings ungut, chronischen Schmerzpatienten zu unterstellen, dass sie krank sein wollen....
#2 vor 24 Tagen (editiert) von Anja Kömpel (Tierärztin)
  22
Grandios. Jetzt würde mich aber brennend auch eine Einordnung der Artztypen interessieren.
#1 vor 24 Tagen von Susanne Burgdorf (Nichtmedizinische Berufe)
  126
Hier klicken und Medizin-Blogger werden!
Die Feiertage im Mai sind zahlreich. Die Urlaubszeit hat begonnen. Die ersten verunfallten Fahrrad- und mehr...
Das ist lukrativ. Er verdient um einiges mehr als die fest angestellten Pfleger, bekommt Wohnung und Auto gestellt mehr...
Darf ich vorstellen? Malte und Susanna, die Viszeralchirurgen in unserem Hause. Naja, natürlich gibt es noch einige mehr...

Disclaimer

PR-Blogs innerhalb von DocCheck sind gesponsorte Blogs, die von kommerziellen Anbietern zusätzlich zu den regulären Userblogs bei DocCheck eingestellt werden. Sie können werbliche Aussagen enthalten. DocCheck ist nicht verantwortlich für diese Inhalte.

Copyright © 2018 DocCheck Medical Services GmbH
Sprache:
DocCheck folgen: