Sie kommen nachts

09.04.2018

Nachts ist eigentlich jeder im Krankenhaus schlecht gelaunt. Jede Schwester, jeder Arzt, jeder Sanitäter. Sie alle sind müde und man tut gut daran, sie in Ruhe zu lassen. Und trotzdem gibt es da dieses ganz bestimmte Patientenklientel, das trotzdem nur mitten in der Nacht zu uns kommt.

Meistens kommen sie nachts. Zwischen 2 und 4 Uhr, die beste aller besten Zeiten. In diesen zwei Stunden ist jede Schwester, jeder Arzt, jeder Sanitäter, jeder MTRA und jede Aufnahmeschwester schlecht gelaunt. Sie alle sind müde. Egal, wie lange der Dienst schon geht. Natürlich gibt es Nachteulen, die sich hier besonders wohl fühlen. Aber die meisten meiner Mitmenschen spricht man um diese Uhrzeit besser nicht von der Seite an.

Notfall: Rückenschmerzen seit vielen Jahren

Ein bestimmtes Patientenklientel hat jedoch eine spezielle Vorliebe für diese Uhrzeit. Fast jede Nacht ist es dasselbe Spiel. Der Rettungsdienst steigt in seinen Wagen, fährt mit viel Tatütata in eine Wohnung, fordert häufig einen Notarzt mit viel Schmerzmittel in der Tasche nach und dann … tada … stehen sie nachts vor dir.

„Wir bringen eine Lumbago.“ Rückenschmerz seit vielen Jahren, chronischer Schmerzpatient, akute Exazerbation. Häufig ist diese chronische Lumbago um 3 Uhr nachts vergessellschaftet mit Depressionen, Adipositas, Bluthochdruck, Einsamkeit und sozialer Ausgrenzung. Eine neurologische Untersuchung ist meistens nicht besonders aussagekräftig, da die Mitarbeit des Patienten oft zu Wünschen übrig lässt. Die radiologischen Befunde bringen keine außergewöhnlichen Diagnosen hervor. Übrig bleibt einem als behandelnder Arzt um diese Uhrzeit immer nur die stationäre Aufnahme.

Warum fühlt es sich nachts so schlimm an?

Nachts ist es am schlimmsten, weil es wirklich am schlimmsten ist. Angst, Panik, Schmerz und Selbstmitleid haben eine beträchtliche Wirkung um diese Uhrzeit. Tagsüber kommt dieses Patientenklientel sehr ungern. Scham, Misstrauen, soziale Phobien und Angst vor Zurückweisung halten sie davon ab. Aber nachts um 3? Da geht es noch am ehesten. Außerdem bestätigt sich um diese Uhrzeit auch die selbsterfüllende Annahme, dass alle Menschen unfreundlich sind.

 

Bildquelle: 5187396, pixabay

Artikel letztmalig aktualisiert am 10.04.2018.

218 Wertungen (2.38 ø)
25118 Aufrufe
Um zu kommentieren, musst du dich einloggen. Einloggen
Ein bisschen ärgerlich ist, wenn dadurch wirkliche Notfälle warten müssen. Wobei die meisten, die nachts in der Notfallambulanz sitzen, mit Sicherheit einen hohen Leidensdruck haben. Zum Thema gibt es diese schöne Zusammenstellung einer Kinderärztin (kabarettistisch verdichtet, doch Sandra beteuert, dass all diese Geschichten wahr sind): https://www.youtube.com/watch?v=ru1ef-ulOZw
#28 am 30.04.2018 (editiert) von Mario Rembold (Medizinjournalist)
  0
nur mal ein extremes, leider aber nicht seltenes Beispiel: Patient hat ein MRI mit Befund, egal von welchem Körperteil, eigentlich nicht viel Beschwerden aber ist natürlich besorgt. Wird vom HA wegen dieses Befundes zugweisen, erhält einen Terminn in 8-10 Tagen. Am Morgen der Zuweisung telefonische Nachfrage der Hausarztpraxis wann denn der Termin sein wird. 1h später steht der Patient auf dem Notfall und erwartet eine fachärztliche Beratung über die Behandlungsoptionen des MRI-Befundes. (nicht sinnvoll) einfach um nicht die 8-10 Tage auf den Termin warten zu müssen. Eine Rücksprache mit dem Facharzt selbst durch den Hausarzt hätte allenfalls eine Klärung der Dringlichkeit erbracht, vielleicht sogar einen früheren Sprechstundentermin oder entsprechend eine Beruhigung von Hausarzt und Patiient. Stattdessen aber Notfallkapazitäten hierfür zu beanspruchen ist nicht klug.
#27 am 16.04.2018 von Dr. med. Stefanie Peggy Kühnel (Ärztin)
  0
Ich muss Robin Engert zustimmen. Ich habe sehr viele Nachtdienste gemacht, psychiatrische Aufnahmedienste und Innendienste mit allen möglichen internistischen und neurologischen Notfallsituationen, die waren kein Spaß. Die Bezahlung war nicht doll, und die Angst lief immer mit.. Man möchte nur, dass es vorbeigeht und keine Situation entsteht, in der man als Assistenzarzt womöglich Fehler macht, so ganz allein. Oberärzte sind oft keine Hilfe. Der Tag davor, der Dienst selbst und der Tag danach mit Diktaten ("frei, haha...") sind kaputt. Bin ich froh, dass das vorbei ist.
#26 am 14.04.2018 von Sylvia Robinson (Ärztin)
  0
Arzthelferin
Wahrscheinlich muss man nur genug Anreize für die Notfallmediziner schaffen, meistens geht das nur über mehr Geld
#25 am 14.04.2018 von Arzthelferin (Arzt)
  14
Solange man auch zu nächtlichen Arbeitszeiten bezahlt wird sollte es keine schlechte Laune geben.
#24 am 13.04.2018 von Alexander Schütz (Biologisch- / Chemisch- / Physikalisch-technischer Assistent)
  44
@21: Das ist schon richtig, das ist keine gute Lösung. Aber ich habe so einige Notaufnahmen kennen gelernt, und immer kämpfen sie darum, die ärztliche Versorgung sicher zu stellen. Das Prinzip nach dem ärztlich besetzt wird lautet daher: Lieber ein unmotivierter (oder auch ängstlicher) Arzt/Ärztin, als gar niemand der nachts die Patienten versorgt. Es gibt einfach nicht genügend Ärzte die diesen Job machen wollen. Der Facharzt für Notfallmedizin ist auch m. M. n. die Zukunft, ob sich dafür aber genug Interessenten finden die nicht nur Notarzt fahren möchten, sondern auch die innerklinische Notfallmedizin betreiben möchten, wird die Zeit zeigen...
#23 am 13.04.2018 von Robin Engert (Arzt)
  0
@Arzthelferin # 21:Völlig korrekt! Es wird Zeit, daß wir endlich auch in Deutschland den Facharzt für Notfallmedizin bekommen. Das würde die Qualität der Versorgung (ZNA und NEF) verbessern, die Patienen wären zufriedener und die in der Notfallmedizin tätigen Ärzte auch, weil die dann überwiegend freiwilig dort wären. Wir Tierärzte haben übrigens schon seit langem die Möglichkeit, über eine mehrjährige Weiterbildung in Vollzeit einen international anerkannten Facharzttitel für Notfall- und Intensivmedizin zu erwerben.^^
#22 am 12.04.2018 von Annika Diederichs (Tierärztin)
  3
Arzthelferin
An Herrn Doc Engert, und genau da liegt das Problem, Alles was Menschen gegen ihren Willen tun sollen, ist schon zum Scheitern verurteilt. Das kann ja nichts werden
#21 am 11.04.2018 von Arzthelferin (Arzt)
  3
.....überlässt man gerne denen die es nur den begrenzten Zeitraum ihrer Weiterbildung betrifft.
#20 am 11.04.2018 von Robin Engert (Arzt)
  1
@19: Ich antworte Ihnen gern: Ihre zweite Annahme ist korrekt: Man will (nicht nur eigentlich, sondern tatsächlich) keinen sehen. Aus Versehen vor Ort ist man aber nicht, wohl aber (mehr oder weniger) gegen den eigenen Willen. Die Notaufnahme ist sowas wie das Strafgefangenenlager des Assistenzarztes. Niemand ist gern dort, es zählen nur drei Dinge: 1. wann ist der heutige Dienst vorbei. 2. Hoffentlich kommen so wenig wie möglich Patienten bis mein Dienst rum ist. 3. wann ist meine Rotationszeit in die Notaufnahme (oder schlimmer) meine Assistenzarztzeit in der ich neben dem was ich eigentlich machen möchte auch gelegentlich Dienste in der Notaufnahme übernehmen muss, vorbei. In sehr großen Zentren mag es Menschen geben die hauptberuflich, freiwillig und mit Freude ihrer ärztlichen Berufung in einer Notaufnahme nachgehen, aber auch von denen die dort festangestellt sind, ist sicher die Mehrzahl eher tagsüber dort. Wer will schon sein Leben lang Schichtdienst machen, die Nächte
#19 am 11.04.2018 von Robin Engert (Arzt)
  3
Ich versteh es nicht so ganz, was mir der Artikel sagen soll - gibt es eine Lieblingsakutpatientenliste über die ich mich nachts um 3 Uhr freue und alle anderen bleiben lieber weg oder will ich eigentlich keinen sehen und bin aus Versehen vor Ort...
#18 am 10.04.2018 von Dr. med.vet. Birgit Steinbrenner (Tierärztin)
  22
Ich denke jeder im Notdienst tätige Arzt/Pfleger/in kennt aus der Praxis solche Fälle, die entweder gar nicht oder zu diesem Zeitpunkt nicht in der Notaufnahme sein sollten. Kulturell bedingte Unterschiede kommen oft erschwerend dazu und eine all-inclusive Mentalität ist auch oft vorhanden. Erschreckend finde ich die Unbekümmertheit/Dreistigkeit mit der Forderungen/Erwartungen gestellt werden. Zum Beispiel um 3 Uhr Nachts ein MRT bei chron. Rückenschmerzen, da man erst in 2 Wochen den Termin beim niedergelassenen Radiologen habe.
#17 am 10.04.2018 von Harald Schneider (Arzt)
  1
@12+13: Liebe Frau Kath und Robinson: So wie Sie beide das beschreiben, bin ich voll und ganz bei Ihnen. Mir ging es in meiner Kritik (#6) nur darum, nicht jene Menschen, die nachts allein eine echte schwere depressive, womöglich mit Suizidgedanken verbundene Attacke erleiden, mit jenen in einen Topf zu werfen, die ohne Not nächtliche Stunden für den Besuch einer Notaufnahme wählen, um Wartezeit zu umgehen, im Mittelpunkt zu stehen o.ä. Gut möglich, dass ich zu "hypersensibel" etwas aus dem Artikel herausgelesen habe, was der Autor gar nicht beabsichtigt hat.
#16 am 10.04.2018 von Dr. rer.nat. Stefan Graf (Biologe)
  2
Aber Leute über die man sich ärgert sind genauso gut Deutsche wie Ausländer (wenn die Kommunikation aus Sprachproblemen schwierig ist, danb erinnernt man sich vielleicht aus der eignenen Frustration besser?), beliebt auch die Privatpatienten die doch mit ihrer Versicherung eingekauft haben dass man ihr Kind bitte fix repariert (so Fälle wo der Privatzuschlag Schmerzensgeld für den Arzt ist). Generell ist es aber denke ich besser die einzelnen Menschen zu verstehen zu versuchen, gerade weil Krankheit auch Stress und Ängste auslöst (nicht dass das heißt dass man immer nett sein und nachgeben muss). Und dann versucht auf genereller Ebene so Probleme wie: Warum kommen immer mehr Menschen aus den falschen Gründen in die Notaufnahme anzugehen. Weil, ein, zwei Leute die das tun sind nervig, aber wenns sein muss...., aber wenn es an Kapazitäten zehrt die für echte Notfälle gebraucht werden? Und hier muss man eben schauen wo es daran liegt dass die Leute überhöhte und falsche Erwartungen haben, und wo das Gesundheitssystem den Bedarf nicht abdeckt. (Kein Gesundheitssytem wird darauf ausgelegt werden dass sie lieber Sonntags zum Arzt gehen können, weil sie doch unter der Woche keine Zeit haben, aber z.B. ausreichende soziale und psychologische Hilfsangebote fehlen oft. (Der Psychologe der die Kinderstation mitbetreute ging, ein neuer kam nicht, und die Psychologin die in Notfällen noch ausgeholfen hatte, wurden ausdrücklich die Stunden dafür gestrichen....)
#15 am 10.04.2018 von Sonja Kupfer (Studentin der Humanmedizin)
  3
Das soll jetzt alles nicht heißen, dass ich nicht finde dass es Menschen gibt die das System missbrauchen (sie beschweren sich dass nur ein Arzt vor Ort ist, und dass das doch in Deutschland nicht sein könne! ich lache (innerlich) weil es nachts um 3 Uhr ist, und wir schon seit Tagen im TAGdienst wegen Kollegenkrankheit unterbesetzt sind.) Da war die Familie die mich 3 mal hintereinander nachts im 4 besucht hat, weil das Kind immernoch krank war (Überraschung). Und die Familie deren Kind doch angeblich 1 Stunde lang gekrampft hatte, aber im Krankenhaus bleiben wollten sie nur wenn ich beim Untersuchen auch was schlimmes finde!!! Und Und....
#14 am 10.04.2018 von Sonja Kupfer (Studentin der Humanmedizin)
  2
Kulturelle Unterschiede sind in der Medizin oft ein Thema. Wenn Eltern es gewohnt sind dass bei Fieber von Kindern grundsätzlich ein Antibiotikum verschrieben wird (und es gibt Länder wo das üblich ist), dann ist es sicherlich erstmal schwer zu verstehen warum das jetzt plötzlich nicht nötig sein soll. Besonders wenn man die Erklärung auf Deutsch nicht so ganz versteht. Das Krankheitsverständnis in anderen Ländern ist anders, und manchmal gilt Fieber an sich als gefährliche Krankheit. Und es gibt genauso deutsche Eltern die eine bestimmte Krankheit noch nie erlebt haben und sich damit nicht auskennen. Oder denen beim ersten Kind die Erfahrung fehlt. Ich nehme auch mal an, dass Menschen aus dem Ausland es schwerer haben einen passenden Hausarzt zu finden, oder eben noch keinen gefunden haben, wenn man gerade erst angekommen ist, und daher eben schneller in der Notaufnahme landen. Soziale Brennpunkte sind auch oft schlechter in der Hausärztlichen Versorgung.
#13 am 10.04.2018 von Sonja Kupfer (Studentin der Humanmedizin)
  4
Ich finde die Erwähnung der Depressionen etc. keinesfalls abwertend, sondern eher etwas Verständis zeigend. Genauso wie der Beitrag anerkennt dass es eben nachts manchmal wirklich einfach schlimmer ist.
#12 am 10.04.2018 von Sonja Kupfer (Studentin der Humanmedizin)
  1
Zu psychischen Erkrankungen: häufig hatte ich im Aufnahmedienst mitten in der Nacht ganze Familien mit einem psychisch kranken Angehörigen, mit dem diskutiert worden war, bis es nicht mehr ging und es zum Eklat kam. Aber man wolllte dann oft keine Aufnahme, das war dann doch zuviel, sondern eine eingehende Beratung. Geht schon. Fällt nach 20 Stunden Klinik aber doch schwer. Nachts werden alle Schatten länger ... von Suchtkranken ganz zu schweigen. Nachts akut aufgenommen, morgens wieder weg. Trotz (oder wegen?) Distraneurin. Wegen Depression allein kommt keiner mitten in der Nacht. Wird eher gebracht wegen Suizidalität. Das ist dann auch richtig so.
#11 am 09.04.2018 von Sylvia Robinson (Ärztin)
  0
Leider trifft der o.g. Artikel voll und ganz zu und soll mitnichten Patienten mit Depressionen diffamieren oder an den Pranger stellen. Oft sind es auch Menschen ohne Depressionen. In meiner 35-jährigen Erfahrung in Praxen und Kliniken mußten wir sehr oft auch feststellen, dass Patienten Beschwerden manchmal schon 6 Wochen und länger haben (manchmal auch Jahre) und dann Freitag 5 min. vor Ende der Sprechstunde noch gleich als dringender Notfall drankommen wollen! Sicher würden alle Mitkommentatoren vom Fach gerne die anderen Kommentatoren, die nicht in der Medizin tätig sind, gerne mal einladen, sich dies in der Praxis/Klinik mal als Praktikant selbst anzusehen. Die die wirklich akuten Patienten müssen nämlich oft auch deswegen mit längeren Wartezeiten rechnen!
#10 am 09.04.2018 von Ute Kath (Arzthelferin)
  0
Immer im sg. Notdienst nachts ab 00:00Uhr erscheint der Schmerzpatient, der schon seit 2 Wochen mit "Schmerzen hat".
#9 am 09.04.2018 von Dr. Peter J. Selhorst (Zahnarzt)
  4
Schlecht eingestellte Lattenroste und billige Rollmatratzen sind bekanntermassen der Wirbelsäule Graus, wenn man mal von allen psychologischen Mutmaßungen absieht. Und in der Tiefschlafphase bei minimalem Muskeltonus...
#8 am 09.04.2018 von Wolf R. Dammrich (Heilpraktiker)
  26
Damit ich nicht missverstanden werde: Ich kann den Ärger über diejenigen Leute verstehen, denen nachts um 3 Uhr einfällt, dass ihnen seit einem Monat der Rücken wehtut. Mir missfällt nur der in meinem Ohren etwas abfällig klingende Hinweis auf Depression und andere psychisce Leiden.
#7 am 09.04.2018 von Dr. rer.nat. Stefan Graf (Biologe)
  32
Sicher ist ein chronischer Lumbago kein Fall für eine ZNA um 3 Uhr nachts. Dennoch missfällt auch mir etwas der Tenor des Beitrags. Insbesondere den etwas "flapsige" Hinweis auf Depression, Einsamkeit und soziale Ausgrenzung finde ich unpassend. Von Ärzten darf man erwarten, dass sie um den immensen Leidensdruck depressiver Patienten wissen, der nachts oft in völlige Verzweiflung mündet. Leider werden psychische Erkrankungen noch immer nicht gleichwertig angesehen wie körperliche Leiden. Wer sich für den Arztberuf und die Arbeit in einer Notaufnahme entscheidet, weiß doch, was auf ihn zukommt. Jetzt ausgerechnet eine "vergesellschaftete Depression" auf Korn zu nehmen finde ich ziemlich unsensibel. Wenn nachts um 3 ein Volltrunkener eingeliefert wird, der einuriniert und eingekotet hat, dem aber sonst nichts weiter fehlt, ist das für das medizinische Personal sicher auch keine Freude.
#6 am 09.04.2018 von Dr. rer.nat. Stefan Graf (Biologe)
  48
Alte Pflegerin
Oh Gott, das Thema ist so heiß, da fällt mir das korrekte Deutsch schon schwer!
#5 am 09.04.2018 von Alte Pflegerin (Altenpflegerin)
  2
Alte Pflegerin
Hallo, Herr Hoffmann! Genügend Personal bringt aber auch kein Verständnis für das Knie auf, welches seit Tagen weh tut. Und mit welchem man dann gegen 22 Uhr in der ZNA auftaucht. Als junger Mann. Oder den eingewachsenen Fingernagel, der seit zwei Wochen vor sich hingammelt und von jedem Allgemeinmediziner behandelt werden können! Ebenso bei einem jungen Mann. Diese Fälle lenken vom Fokus einer ZNA ab: wirklich Bedürftigen helfen zu können! Diese Fälle ziehen Ressourcen, die eh knapp sind!
#4 am 09.04.2018 von Alte Pflegerin (Altenpflegerin)
  3
Der Tenor dieses Beitrags gefällt mir nicht. Die Leute brauchen Hilfe, das ist Fakt. Gut, ich bin keiner der geplagten Hospitalinsider. Könnte es aber sein, daß das "terroristische Verhalten" solcher "Pat." ein Ergebnis unseres GKV-Krankheitssystems ist? Gäbe es angemessen vergütete Allgemeinmediziner, zu denen manfrau hingehen kann - sofern noch möglich... - und dieser Arzt dann ZEIT für den Kranken hätte, die er auch bezahlt bekommt... würden sie nicht mitten in der Nacht die Notärzte rufen. Und wieso ist immer zu wenig Personal im Schichtdienst...? Das kann man dem depressiv-exzerbierten Lumbago nicht in die Schuhe schieben.
#3 am 09.04.2018 von Dipl. Ing. Bernd H.K. Hoffmann (Nichtmedizinische Berufe)
  67
Nein, das ist nicht nur Angst und Panik, die nachts den Notarztwagen kommen lässt, es ist auch Kalkül: derjenige weiß dann genau, dass er jetzt im Mittelpunkt steht, sich alles um ihn dreht und das auch noch ohne Wartezeit.
#2 am 09.04.2018 von Dr. Andreas Triebel (Arzt)
  29
Alte Pflegerin
Und so oft steht dann als Zusatz: "häusliches Versorgungsproblem". Zweimal habe ich dann erlebt, dass ich alles vorbereitet habe (Doku, Kurve), die Herrschaften auf Station kamen und beim Anblick des Flurbettes dann nur "nee, das will ich nicht, das mache ich nicht" sagten und flugs zu Fuß das Haus verließen. Zu Fuß. Die Tasche tragend. Natürlich gibt es auch die im Text genannten Fälle, die in der Nacht, in der ihre "Dämonen" besonders groß sind, zu uns kommen. Und man sich fragt, ob das nicht schon vorher in einer normalen Praxis zu normalen Zeiten hätte behandelt werden können. Anscheinend nicht. Eine einfache Zahl zwischen ganz vielen Nummern ist nunmal etwas anderes als nächtens das große Kümmerlos gezogen zu haben. Mitleid habe ich, immer noch. Wie schrecklich muss es sein, diese Aufmerksamkeit als einzig wichtig und vorhanden zu erlangen?
#1 am 09.04.2018 von Alte Pflegerin (Altenpflegerin)
  5
Hier klicken und Medizin-Blogger werden!
Die Geräuschkulisse im Krankenhaus ist beeindruckend. Insbesondere auf der Intensivstation, auf der ja eigentlich mehr...
„Nein, ich nehme keine Elternzeit. Ich möchte mit meiner Weiterbildung fertig werden. Ja, ich weiß, dass ihr mehr...
Ich bin ein Kopfmensch. Alle Ideen, Zielsetzungen, Entscheidungen werden in meinem Kopf zerkaut, bis ich eine mehr...

Disclaimer

PR-Blogs innerhalb von DocCheck sind gesponsorte Blogs, die von kommerziellen Anbietern zusätzlich zu den regulären Userblogs bei DocCheck eingestellt werden. Sie können werbliche Aussagen enthalten. DocCheck ist nicht verantwortlich für diese Inhalte.

Copyright © 2018 DocCheck Medical Services GmbH
Sprache:
DocCheck folgen: