Immer dem Schnabel nach

16.03.2018

Der Kampf gegen eine globale Antibiotikaresistenz geht scheinbar mit einem neuen Mitstreiter in die nächste Runde: dem Schnabeltier. Die antibakterielle Wirkung von Schnabeltier-Milch ist schon seit 2010 bekannt.

Da Schnabeltiere keine Zitzen haben, lecken die Jungen die über Drüsen abgesonderte Milch aus dem Fell der Mutter. Dass die Flüssigkeit dadurch Bakterien aus der Umgebung ausgesetzt ist, erklärt die Existenz eines schützenden, antibakteriellen Proteins. Australische Forscher replizierten das spezielle Protein, um es genauer zu untersuchen. Bei der Entschlüsselung im Labor zeigte sich eine bisher unbekannte 3D-Faltung. Obwohl das ungewöhnliche Protein nur in Kloakentieren vorkommt, hilft diese Entdeckung beim Verständnis von Proteinstrukturen und wird weitere Arzneimittelforschungsarbeiten fördern, so die Autoren. Die Erkenntnis könnte in Zukunft Menschen vor multiresistenten Bakterien schützen. Dafür soll die Milch weiter erforscht werden. Die Dringlichkeit der Forschung zeigt sich in einer Warnung der WHO: Bereits 2014 wies sie auf eine weltweite Bedrohung durch die Resistenz gegen Antibiotika hin.

Studie: © Janet Newman et al. / Structural Biology Communications / docc.hk/2y5ug3

Bildquelle: Brisbane City Council / flickr

Artikel letztmalig aktualisiert am 16.03.2018.

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Medizin, Forschung
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