PR: Was ist eine Herzmuskelverdickung (Herzmuskelhypertrophie)?

15.03.2018

Als Herzmuskelverdickung (Herzmuskelhypertrophie) wird eine kompensatorische Hypertrophie des Ventrikelmyokards aufgrund physiologischer oder pathophysiologischer Ereignisse verstanden. Vereinfacht gesagt bedeutet das eine Zunahme der Herzmuskelmasse, da sich Herzmuskelfasern aufgrund einer dauerhaften und verstärkten Belastung des Herzens verdicken bzw. Zellen vergrößern.

Welche Ursachen hat eine Herzmuskelverdickung?

 

Eine Herzmuskelverdickung kann verschiedene Gründe haben. Die häufigsten Gründe sind:

 

Während die Zunahme der Herzmuskelmasse durch Leistungssport zumeist erwünscht ist, ist eine Herzmuskelhypertrophie durch eine erhöhte ventrikuläre Druck- bzw. Volumenbelastung problematisch und stellt ein hohes gesundheitliches Risiko dar, das im Ernstfall sogar zum Herzversagen führen kann.

Am häufigsten ist die linke Herzkammer betroffen, weniger häufig die rechte Herzkammer. Die erbliche Form der Herzmuskelhypertrophie, die meist nicht durch eine Druckbelastung entsteht, kommt dagegen recht selten vor. 

 

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Verdicken sich die Herzmuskelfasern aufgrund einer dauerhaften und verstärkten Belastung des Herzens, spricht man von einer Herzmuskelhypertrophie.

 

Was sind die Symptome einer Herzmuskelverdickung? 

Mit der Zunahme der Wanddicke der linken Herzkammer wird diese steifer, wodurch sich die Elastizität vermindert (sogenannte diastolische Dysfunktion). Erste Symptome einer krankhaften Herzwandverdickung sind meist eine verminderte Leistungsfähigkeit bzw. Kurzatmigkeit, besonders bei starker körperlicher Anstrengung.  

Ab einem gewissen Stadium der Erkrankung, wenn das „kritische Herzgewicht“ weiter zugelegt hat, leiden betroffene Menschen dann häufig unter Brustschmerzen (Angina pectoris), Herzrhythmusstörungen oder Schwindel- und Ohnmachtsanfällen. Weitere Symptome können auch das Bedürfnis nach häufigem Wasserlassen, chronische Müdigkeit und dicke Beine (Ödeme) sein. 

Mit zunehmendem Fortschreiten der Erkrankung können die genannten Symptome auch im Ruhezustand auftreten. Jede Art von körperlicher Aktivität ist für Betroffene mit großer Anstrengung und Schmerzen verbunden. Gleichzeitig erhöht sich mit der Dauer der Herzmuskelhypertrophie auch das Herzinfarkt-Risiko bei den Betroffenen.

 

Wie wird eine Herzmuskelverdickung diagnostiziert? 

Da eine nicht erkannte Herzmuskelverdickung tödlich enden kann, ist eine frühzeitige Diagnose äußerst wichtig. Die gängigste Diagnoseforme ist die Erstellung eines Elektrokardiogramms (EKG), um einen unnormalen Erregungsablauf am Herzen zu erkennen. Allerdings kann bei „milderen Formen“ einer Herzmuskelhypertrophie das EKG auch unauffällig sein.

Das wichtigste Diagnoseverfahren ist die Ultraschalluntersuchung des Herzens (Echokardiografie), da hier die für eine Herzmuskelvergrößerung typischen Verdickungen sichtbar sind.

Alternativ zum EKG besteht auch die Möglichkeit, eine Diagnose mittels der Magnetresonanztomografie (MRT) zu stellen.

Inzwischen gibt es am Markt mobile EKG-Geräte, mit denen man prophylaktisch ein personalisiertes EKG auf dem eigenen Smartphone erstellen und sogar Feedback vom Hausarzt erhalten kann. 

Mit unserem mobilen EKG haben Sie Ihre Herz immer im Blick. Wie das genau funktioniert, erfahren Sie hier.

 

 

Wie kann eine Herzmuskelhypertrophie behandelt werden? 

Um eine Herzmuskelverdickung effektiv zu behandeln, ist eine frühzeitige Erkennung wichtig. Die Behandlung soll zu einer Druckentlastung des Herzens führen und damit ein Fortschreiten der Erkrankung verhindern.

Das kann medikamentös erfolgen, zum Beispiel durch Betablocker und Ca-Antagonisten, die einer weiteren Verdickung des Herzmuskels entgegenwirken.

Zeigt diese Behandlungsmethode nicht die gewünschte Wirkung, können auch operative Eingriffe, wie z.B. eine operative Muskelverkleinerung oder neue Verfahren der Kathetertechnik, zum Einsatz kommen.

 

Was im Rahmen der Behandlung zu beachten ist 

Patienten, die sich aufgrund einer diagnostizierten Herzmuskelhypertrophie in Behandlung befinden, sollten sich bei gut eingestelltem Blutdruck einmal jährlich einer Kontrolle durch ein Elektrokardiogramm, ein Belastungs-Elektrokardiogramm, Echokardiografie oder Langzeit-Elektrokardiogramm unterziehen. 

Außerdem sollten körperliche Anstrengungen und extensive sportliche Betätigungen vermieden werden. Dagegen ist eine moderate Bewegung – in Abstimmung mit dem behandelnden Arzt – durchaus empfehlenswert und förderlich.

Treten die Symptome wieder verstärkt auf, muss die Diagnostik entsprechend ausgeweitet werden.

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Artikel letztmalig aktualisiert am 15.03.2018.

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