Schützen Sie Ihr Gehör rechtzeitig

27.02.2018

Der menschliche Gehörsinn basiert auf einem sensiblen und komplizierten System. Er ermöglicht es uns, Klänge, Geräusche, Töne und Sprache wahrzunehmen. Diese Fähigkeit ist so kostbar, dass jeder selbst dafür Sorge tragen sollte, sie bestmöglich zu schützen. Das gelingt am besten, indem Lärm so gut wie möglich vermieden wird. Denn starker Lärm kann das Innenohr beschädigen und zu einer dauerhaften Lärmschwerhörigkeit führen. Der Lärm erhöht die Flüssigkeitsbewegungen im Ohr enorm, sodass die Sinneszellen stark bewegt und beschädigt oder schlimmstenfalls sogar zerstört werden können. Aber auch Tinnitus kann durch Lärm verursacht werden. Lesen Sie im folgenden Artikel, wie Sie Ihr Gehör vor derartigen Schäden bewahren können.

Das Gehör ist kostbar und schützenswert

Ein gutes Gehör trägt enorm zu unserer Lebensqualität bei. Es ermöglicht es uns, Musik zu hören, miteinander zu sprechen und festzustellen, wenn beispielsweise durch ein herankommendes Auto Gefahr droht, noch bevor unsere Augen es überhaupt sehen. Musik kann unsere Stimmung verbessern und die Fähigkeit, mithilfe von Sprache zu kommunizieren, sorgt überhaupt erst dafür, dass wir uns im Alltag problemlos verständigen können. Es gibt also viele Gründe, für die es sich lohnt, das eigene Gehör zu schützen. Doch wie gelingt das am besten?

Die Ohren vor Lärm schützen

Das A und O zur Pflege und zur Erhaltung des Gehörsinns besteht darin, eine permanente Überreizung zu verhindern. Es gibt allerhand Situationen im Alltag, die den Hörsinn überfordern und im schlimmsten Fall zu Stresssymptomen wie Hörsturz, Tinnitus oder eingeschränkter Hörfähigkeit führen können. Dazu gehören:

Lassen Sie das Radio oder den Fernseher ruhig einmal aus und genießen Sie die Stille. Schützen Sie Ihre Ohren mit schalldichten Fenstern, wenn Sie in der Nähe einer Autobahn oder einer viel befahrenen Straße wohnen. Übrigens: Das junge Gehör von Kindern und Jugendlichen ist besonders oft vielen Lärmquellen ausgesetzt. HNO-Ärzte berichten laut der Verbraucherzentrale von einem enormen Anstieg von Innenohrschäden bei Personen im Alter von 16 bis 20 Jahren. Gerade Eltern sollten ihre Kinder daher vor zu viel Lärm schützen. Programmieren Sie die Musikwiedergabegeräte Ihrer Kinder beispielsweise so, dass eine bestimmte maximale Lautstärke nicht überschritten werden darf.

Bei starkem Lärm immer einen Gehörschutz verwenden

Wenn Sie einen Beruf ausüben, bei dem Sie starkem Lärm ausgesetzt sind – wie etwa im Straßenbau –, sollten Sie auf jeden Fall einen Gehörschutz verwenden. In den meisten Berufen, die mit Lärmbelästigung einhergehen, ist dieser ohnehin vorgeschrieben und muss dementsprechend getragen werden. Auch Discobesucher sollten unbedingt Ohrstöpsel tragen, um die Ohren zu schützen. Viele Jugendliche finden das uncool, weshalb die Eltern die Pflicht haben, ihre Kinder entsprechend zu schützen. Wurde das Gehör einmal beschädigt, kommt es meist zu lebenslangen Folgen wie Schwerhörigkeit oder Tinnitus. Auch, wenn in der Nähe Ihrer Arbeit oder Ihrer Wohnung vorübergehend eine laute Baustelle ist, sollten Sie einen Gehörschutz tragen.

Stress vermeiden und Schmerzen ernst nehmen

Nicht nur Lärm kann den Hörsinn beeinträchtigen, auch negativer Stress führt häufig zu Tinnitus, der ein Leben lang bestehen bleibt und die Lebensqualität extrem einschränkt. Planen Sie in Ihrem Alltag regelmäßige Entspannungsphasen ein und suchen Sie sich in der Freizeit einen Ausgleich vom Stress im Beruf. Wichtig ist auch, dass Sie Schmerzen im Ohr immer ernst nehmen und mit einem Facharzt darüber sprechen. Oft ist eine Infektion schuld an den Schmerzen, die sich leicht behandeln lässt, sodass keine dauerhaften Schäden entstehen. Auch andere Beschwerden mit den Ohren wie Druck oder Ohrengeräusche sollten Sie immer rechtzeitig von einem Facharzt abklären lassen.

Artikel letztmalig aktualisiert am 01.03.2018.

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Aus: Koertig
Medizin, HNO
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