Belohnung für brave Patienten?

21.02.2018

Wer gesund lebt, erkrankt seltener an Krebs und umgekehrt. Dafür gibt es wissenschaftliche Beweise. Gesetzliche Krankenkassen überdenken deshalb das eigene Geschäftsmodell. Schon lange versuchen sie, Risikofaktoren beim Tarif zu berücksichtigen. Ist das legitim?

Etliche Krebserkrankungen stehen eng mit Lebensstil-Faktoren in Verbindung, das haben Wissenschaftler herausgefunden. Die nennenswerten Faktoren sind in diesem Zusammenhang Nikotin- und Alkoholkonsum, Übergewicht, UV-Strahlung, Sexualgewohnheiten (HPV-Infektionen) oder ein zu niedriger Konsum von Obst und Gemüse. Von Krebserkrankungen abgesehen sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen in hohem Maße mit wenig Sport, Übergewicht und falschen Ernährungsgewohnheiten assoziiert.

Medial kam in den vergangenen Jahren immer wieder die Diskussion auf, ob es eine gesundheitspolitische Konsequenz geben sollte, die man aus diesem Wissen zieht und wenn ja, wie diese aussehen sollte. Konkret betrifft das in erster Linie das Geschäftsmodell der gesetzlichen Krankenkassen. Heruntergebrochen stellt sich hier die Frage: Sollen brave Patienten belohnt bzw. jene, die das Gesundheitssystem belasten, benachteiligt werden oder nicht?

Liest man sich Kommentarspalten, Foreneinträge oder Tweets zum Thema durch, lassen sich zwei unterschiedliche Standpunkte herauszukristallisieren, die ich im Folgenden beschreiben werde. Dass es in dieser Diskussion nicht nur schwarz und weiß, sondern auch einen Graubereich gibt, versteht sich von selbst. Beginnen möchte ich aber mit einem praktischen Beispiel, das deutlich macht, wie der Status Quo hinsichtlich Tarifmodellen aussieht.

Beispiel: Privatversicherungen

Aufgrund gesetzlicher Einschränkungen sind Tarifmodelle, die Risikofaktoren ins Kalkül ziehen, nur bei privaten Anbietern möglich. Generali ist einer der Vorreiter. Der Konzern formuliert Zusammenhänge deutlich positiver: „Generali Vitality ist mehr als eine Versicherung. Es ist ein Programm, das Sie für jeden Schritt in ein gesünderes Leben belohnt.“

Im ersten Schritt ermittelt die Versicherung per Online-Test, wie fit ein Mitglied tatsächlich ist. Gesundheitstipps und ärztliche Checks folgen. Dann ist es an der Zeit, den eigenen Lebensstil zu ändern. User übermitteln ihre Ernährungsgewohnheiten, ihre Fitness und sonstige Lebensgewohnheiten online oder per App. Sie erhalten je nach Leistung Boni in Form eines Punktesystems.

GKVen wären diesem System auch nicht abgeneigt. Vor zwei Jahren hatte TK-Chef Jens Baas laut darüber nachgedacht, Daten von Fitnesstrackern künftig in der elektronischen Patientenakte zu sammeln. Er sah aus technischer Sicht vor allem gesetzliche Krankenkassen am Zuge. Sowohl bei Patienten als auch bei Ärzten sorgt das Thema für reichlich Gesprächsstoff. Dabei haben sich im Wesentlichen zwei Lager gebildet.

Standpunkt 1: Solidarisch handeln

Kritiker sehen genau hier ein Problem: Wo endet das eigene Fehlverhalten und wo beginnen Risiken, auf die Patienten keinen Einfluss haben? Gerade das Beispiel Krebs ist heftig umstritten. Studien zeigen oft nur Assoziationen zwischen malignen Erkrankungen und Lebensstil-Einflüssen, aber keine Kausalitäten. Wissenschaftler sprechen von Gen-Umwelt-Interaktionen, um das komplexe Zusammenspiel darzustellen.

Es bleibt, eine schon fast philosophische Frage zu klären. Trifft Bürger immer eine Schuld im Sinne falscher Verhaltensweisen? Wissenschaftler des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) haben Daten der gesetzlichen Rentenversicherung ausgewertet und Probanden anhand ihrer ökonomischen Situation in zehn Gruppen eingeteilt. Bei westdeutschen Männern einer Kohorte der Geburtsjahrgänge 1926 bis 1928 im Alter von 65 Jahren unterschied sich die Lebenserwartung zwischen dem obersten und dem untersten Zehntel um vier Jahre. In der Geburtskohorte 1947 bis 1949 waren es mit 65 sogar sieben Jahre.

Forscher führen ihre Beobachtungen vor allem auf eine starke Zunahme der Lebenserwartung im einkommens- oder rentenstarken oberen Bereich zurück. Sie bewerten auch Punkte wie mangelnde Bildung und einen niedrigen Sozialstatus als gesundheitliche Risikofaktoren. Nicht alle Menschen hätten gleiche Chancen, kritisieren sie im Artikel.

Standpunkt 2: Gesundheit belohnen

Befürworter von Bonusmodellen kritisieren die Vollversorgungsmentalität vieler Versicherter. Gleichzeitig stellen sie das Solidarprinzip infrage: Warum sollen Menschen, die gesund leben, sich viel bewegen, wenig trinken und nicht rauchen, für die Sünden anderer Menschen finanziell aufkommen?

Während man sich in Deutschland eher zurückhält, findet Josef Dittli, Präsident eines Schweizer Krankenkassenverbandes, in der NZZ deutliche Worte: „Wieso müssen die Krankenversicherer Xenical gegen Fettleibigkeit bezahlen?“, führt er als Beispiel an. Das Medikament Xenical wird bei starkem Übergewicht abgegeben und ist aus medizinischer Sicht umstritten.

Viele Bürger verstünden es nicht, dass sie Behandlungen solidarisch mitfinanzieren sollten, die bei einzelnen Menschen möglicherweise aufgrund ihres Lebenswandels nötig würden. Gesundheitliche Vorsorgemaßnahmen und Präventionsangebote scheinen sich in den Augen vieler Menschen nicht zu lohnen. Es gibt zwar etliche Modellprojekte, großartige Effekte blieben bislang aber aus. Diese Lücke könnten Bonussysteme als Anreiz einer gesünderen Lebensweise schließen. Aus wissenschaftlicher Sicht gibt es zumindest Hinweise, dass finanzielle Anreize tatsächlich zu gesünderen Lebensweisen führen. 

Die Schuldfrage Frage 1/1
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Sollten GKVen einen gesunden Lebensstil stärker belohnen? (Einfachauswahl)

 

Bildquelle: Axel Schwenke, flickr

Artikel letztmalig aktualisiert am 22.02.2018.

38 Wertungen (3.11 ø)
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Medizin, Gesundheitspolitik
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Die Rechtfertigung für Lohn oder Strafe liegt hier ja einzig und allein auf der finanziellen Ebene. Es wird vorausgesetzt, dass ein ungesund lebender Versicherter teurer wäre. Das ist aber nicht der Fall! Tatsächlich ist der langlebige 'gesunde', in Wahrheit aber in den letzten Lebensjahren multimorbide Versicherte teurer als z.B. ein Raucher, der früher das Zeitliche segnet, dadurch aber den Versicherungen (Nicht nur der Kranken- sondern insbesonders auch der Renten- und Pflegeversicherung!) tatsächlich sehr viel Geld spart! Faustregel der KVen: Ein Rentner kostet doppelt so viel wie er einbezahlt und kostenintensiv sterben müssen alle. Ich möchte zum Nachdenken auffordern: Wird mit solchen Forderungen nach Lohn und Strafe nicht tatsächlich nur ein 'moralischer' Imperativ bedient? Eine tatsächliche finanzielle Grundlage hat es jedenfalls nicht!
#29 am 07.03.2018 von Edgar Thielsch (Chemiker)
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Das System muss ja nicht direkt entsolidarisiert werden oder Stasi-transparent werden, um es trotzdem im Sinne eines Anreiz-Systems zu verschieben. Wir haben das bei der GKV seit Jahrzehnten im Bereich der Zahnvorsorge und niemand regt sich darüber auf. Und genauso könnten andere Daten, die der Patient freiwillig über seinen Hausarzt erfassen lassen könnte, zu einem motivierenden System führen. Malus-Daten zu erfassen und zu bewerten ist gar nicht notwendig. Solche Modelle (Bonus-Programme) hatten/haben einige Kassen schon und sie funktionieren für die, die eine zusätzliche Motivation brauchen.
#28 am 25.02.2018 von Astrid Isenberg (Heilpraktikerin)
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Betroffener
Warum sollte es nicht möglich sein, eine bspw. jährliche Rückerstattung zu gewähren? Dies könnte doch in Anlehnung zu den bereits geleisteten Beiträgen erfolgen. Gehen wir davon aus, das eine gewisse "Mindestleistung" der Kassen definiert wird (1x/Jahr zahnärztliche Vorsorgeuntersuchung, 1x/Jahr Allgemeincheck, etc. - eben was alters- und konstitutionsbedingt anfällt). Sollten darüber hinaus keine oder nur geringfügige Leistungen anfallen, wäre doch eine gewisse Rückerstattung nur fair..? Wenn ich mir überlege, dass ich als freiwillig Versicherter Monat für Monat den Höchstbetrag in die GKV einzahle, bis auf o.g. Leistungen aber keine Kosten verursache, würde es mich schon freuen, wenn ich "als Dank/ Anerkennung/ Belohnung - wie auch immer" mit eine gewisse Rückerstattung einen Ausgleich bekäme. Dies müssten ja nicht horrende Summen sein, würde aber wohl die Zufriedenheit steigern und auch einen Ansporn zur entsprechenden Lebensweise liefern.
#27 am 25.02.2018 von Betroffener (Gast)
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Jetzt verstehe ich, wieso so viele Beiträge unter "Gast" erscheinen. Ich wollte meinen Beitrag (#25) unter meinem Namen veröffentlichen, was bei allen bisherigen Beiträgen von mir automatisch erfolgte, und plötzlich läuft der Beitrag unter "Gast" und es ist keine Änderung mehr möglich... Zdenka Mesbahi (Zahnärztin)
#26 am 24.02.2018 von Zdenka Mesbahi (Zahnärztin)
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Gast
Ich stimme #13 zu, aber die eingenommenen Steuern auf Tabak, Alkohol und Zucker müssen unbedingt direkt ,ohne Umwege in das Gesundheitssystem fließen!!! Es ist paranoid, dass es so nicht gehandhabt wird, denn somit würden die Konsumenten auch in der Wahrnehmung der Öffentlichkeit ihre potenziell erhöhten Krankheitskosten vorfinanzieren. Und zumindest die „Zuckersteuer“ (es müssten dabei aber auch Süßmittel wie Maissirup erfasst werden) müsste drastisch angehoben werden! Das solidarische Prinzip in der Krankenversicherung muss beibehalten werden, weil die Differenzierung von Boni/Bestrafungen zu kompliziert werden und nur zu neuen Ungerechtigkeiten führen würde.
#25 am 24.02.2018 (editiert) von Gast
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Lutz Schulze
Die Stasi lebt wieder auf!!
#24 am 23.02.2018 von Lutz Schulze (Gast)
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Lutz Schulze
Wo ist mein Komentar unter Nr 17 geblieben???
#23 am 23.02.2018 von Lutz Schulze (Gast)
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Es ist doch ganz einfach: Das Grundprinzip JEDER Versicherung ist das Solidaritätsprinzip. Und das hat nichts mit einer Vollversorgungsmentalität zu tun! Man sieht es doch am derzeitigen System mit Privatversicherungen und gesetzlichen Versicherungen. Die privaten Versicherungen picken sich die Rosinen rauß - nämlich die zum Versicherungsabschluss-Zeitpunkt gesunden. Und der Rest sammelt sich in den gesetzlichen Versicherungen. Das Ergebnis: die Gesetzlichen haben mehr Ausgaben und diese werden aus demographischen Gründen noch mehr steigen.Und wie will man es nach dem "Selber-Schuld-Modell" bei Menschen machen die bereits krank auf die Welt kommen?? Sind die dann auch selber schuld? Oder wird eine Erbschuld eingefährt?? Und was ist mit denen die einen Knochenjob als Beuf haben - uns allen gesellschaftlich damit dienen?? Sollen deren Gesundheitsrisiken dann auch noch zu höheren Beiträgen führen für sie selber führen, also bei Menschen die eh nicht viel verdienen, die "Drecksarbeit" für die Gesellschaft leisten? Denn diese haben doch häufig die Jobs welche körperliche Überbelastungen bedingen. Umso besser es einer Gesellschaft geht, um so weniger hält sie von Solidargemeinschaften. Hier werden mit der Umfrage sowieso nur Menschen aus dem Gesundheitswesen befragt. Ich glaube nicht dass das repräsentativ ist! Und weiß eigentlich jemand der noch nie bertoffen war wie viel Geld Krebspatienten für Ihre Medikamente aus eigener Tasche zuzahlen müssen!!!!??? Denen gegenüber fnde ich diese Debatte respektlos und überheblich!!!
#22 am 23.02.2018 von Schwester Annette Latka (Gesundheits- und Krankenpflegerin)
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Gast
Eine Frage bliebe noch zu klären: Was machen wir eigentlich mit den ganzen rauchenden, saufenden, adipösen Ärzten? Klar, ich weiß, ihr seid ja gar nicht bei der GKV. Aber ihr habt Vorbildfunktion! Meine „Vollversorgungsmentalität“ verlangt nach durchtrainierten Asketen im weißen Kittel. Lasse mir doch nicht von jedem was über meine schlechten Lebensgewohnheiten erzählen. Ich plädiere hiermit für ein Bonus- / Malus-System für Ärzte. Wer bestimmte Fitness-Standards nicht erfüllt, bekommt sein Honorar gekürzt. Regelmäßige „Fitness-Kongresse“ sind verpflichtend. Motto: Joggen statt Golfen (oder zum Golfen joggen?). :-)
#21 am 23.02.2018 von Gast
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Gast
Nee, nee, nee ... am Ende des Tages müsste chronisch kranken Patienten, ganz besonders Krebspatienten, eigentlich Geld gegeben werden, denn tatsächlich sorgen sie dafür, dass die Profite bei den Pharmaunternehmen stimmen. Wenn es sie also nicht gäbe, müsste man sie erfinden.... Diese ganze Diskussion mit "brave Patienten" belohnen führt zu wenig, denn bei wem liegt am Ende die Beweislast, wenn jemand trotz "Bravsein" und "Wohlverhalten" unverschuldet krank wird?
#20 am 23.02.2018 von Gast
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Gast
Es wird bei Standpunkt 1 ja bereits angedeutet: Gesundheit ist teilweise einkommens- und bildungsabhängig. Man muss sie sich auch leisten können. Viele Menschen arbeiten in Verschleißjobs, haben wenig Zeit, sich um ihre Gesundheit zu kümmern, sind massivem Stress ausgesetzt, haben lange Anfahrtswege, üben sitzende Tätigkeiten aus. Was will man denen sagen? Müsst ihr ja nicht machen? Aus der unter Standpunkt 2 zitierten Aussage von Herrn Dittli spricht Arroganz. Wer sich mal mit den Ursachen von Adipositas befasst, findet neben Fehlernährung und Bewegungsmangel auch Ursachen wie genetische Prädisposition, Stress, Stoffwechselerkrankungen und Medikamente (z.B. Neuroleptika). Will man Menschen dafür bestrafen? Selbst dran schuld? Wie steht es mit der Verantwortung der Lebensmittelindustrie und der Fast-Food-Ketten für die „Nebenwirkungen“ ihrer Produkte?
#19 am 23.02.2018 von Gast
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Gast
Ich finde die Diskussion sehr problematisch. Bei genauerem Hinsehen ist eine gerechte Bewertung der Umstände doch gar nicht möglich. Bspw. ist die Wahrscheinlichkeit, dass Kinder suchtkranker Eltern selber süchtig werden, erhöht. Ebenfalls wird es wohl leichter fallen, einen vermeintlich gesunden Lebensstil zu führen, wenn einem das als Kind von gesundheitsbewussten, sportlichen Eltern vorgelebt wurde. Würde mit so einem System dann nicht indirekt die Herkunft bestraft (oder belohnt) werden? Und was genau ist eigentlich ein gesunder Lebensstil? Sport mag ja grundsätzlich gesund sein, aber muss man nicht auch da genauer hinschauen? Manche Sportarten sind sehr risikobehaftet, andere langfristig sehr schädlich für die Gelenke. Nach der obigen Logik soll also der tägliche Jogger nicht für die Folgekosten des Übergewichts des Stubenhockers aufkommen müssen, wohl aber der Stubenhocker für die Knieoperationen etc. des ersteren? Exzessiver Sport ist definitiv nicht gesund, aber soll nach dem beschriebenen System da eine Unterscheidung gemacht werden? Radfahren ja, Squashspielen nein? Ab soundso vielen Stunden Sport am Tag wird der Bonus wieder gestrichen? Was genau alles gesund oder ungesund ist, ändert sich gefühlt alle paar Jahre (Eier, Butter, linksrum oder rechtsrum gedrehte Öle… ;-)). Wo genau sollen die Grenzen gezogen werden? Und ist es wirklich so schlimm, einfach weiter solidarisch mit seinen Mitmenschen zu sein?
#18 am 23.02.2018 von Gast
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Gast
Das solidarische Kassensystem ist eine hohe Errungenschaft, die geschützt und ausgebaut werden sollte. Ein gesunder Lebenswandel ist nicht klar zu definieren. Es lassen sich nur sehr allgemeine statistische Aussagen hinsichtlich positiver oder negativer Folgen von Ernährungs- und Freizeitgewohnheiten treffen. Gesundheit ist die Summe vieler Faktoren. Neben der genetischen Veranlagung spielen z.B. psychosoziale Aspekte eine Rolle, so z.B. ein positives soziales Umfeld, ganz allgemein „Lebensglück“, in vielen Fällen hat man letztlich einfach nur Glück oder Pech. Wer das solidarische System abbauen möchte, sollte sich mal folgenden Fragen stellen: Sport hat zwar positive Effekte auf die Gesundheit. Aber warum muss ich solidarisch für selbstverschuldete Sportverletzungen anderer aufkommen? Oder drastischer: Warum muss die Solidargemeinschaft dafür bezahlen, wenn jemand selbstverschuldet, z.B. wegen überhöhter Geschwindigkeit, einen Autounfall hat und kostspielig behandelt werden muss?
#17 am 23.02.2018 von Gast
  0
Lutz Schulze
Die Genialität des menschlichen Gehirns, ist gleichzeitig seine größte Schwäche! Psychater und Psychologen begwegen sich nah am Straftatbestand der schweren Körperverletzung ihrer Patienten. Ihr "Wissen" beruht auf dem Stand von vor 100 Jahren (Siegmund Freud). Es gibt kein "ADHS"! Ihr seid alles nur Quaksalber, ohne jegliches Wissen über die menschliche Psyche!!!!!!!!
#16 am 22.02.2018 von Lutz Schulze (Gast)
  16
Gast
Sollten GKVen einen gesunden Lebensstil stärker belohnen? Der Sachverhalt kann auch durch folgende Frage beantwortet werden. Sollten GKVen einen risikoreichen Lebensstil stärker bestrafen? Welcher Knecht liefert in beiden Fällen die notwendigen Daten?
#15 am 22.02.2018 von Gast
  0
Gast
Was passiert dann mit dem unwilligen Patienten, wird dem dann die Blinddarm-OP verweigert, wenn er nicht fügsam ist. Darf ich dann im Gegenzug weniger Geld an die Krankenkasse zahlen, weil mein Arzt meine Schilddrüsenerkrankung 6 Jahre lang nicht erkannt hat und ich deswegen 25kg zugenommen habe? Ich meine, wo es Belohnung gibt, muss es auch Bestrafung geben, oder nicht? Wohin soll das führen?
#14 am 22.02.2018 von Gast
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Es ginge ganz einfach über den Preis der Noxen: man müsste allerdings vorher das Verbot der Erhebung von Steuern mit Zweckbindung abschaffen: Als Alkoholsteuer rauf Schluss mit Fusel für 5,98 stattdessen mindestens 25 € Zigarettensteuer 5 Euro mehr pro Schachtel Zucker-Steuer verteuert unsere Billig-Süßigkeiten und Süßgetränke. ... Der Erlös kann dann in den Gesundheitsfonds gehen. und die Verbräuche schädlicher Stoffe würden auch reduziert. ---...Wenn dan nur nicht die Schmuggler wären.
#13 am 22.02.2018 von Ernst Mönter (Arzt)
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Gast
P.S.: da kämen dann natürlich auch die Traumpreise zur Sprache, die Ärzte für manche Leistung erhalten. Von schlappen 3,50 € für eine schriftliche Stellungnahme bis hin zu lächerlichen Beträgen für Vorsorgeuntersuchungen beim Allgemeinmediziner hin bis zu überdimensionierten, weil Geräte-Amortisations-Preisen. Da gäbe es dann allen Grund zur Diskussion, auf allen Seiten. Weil Leistung gebührend honoriert gehört - aber unverschämt bitte auch nicht. Transparenz wäre auch eine gute Basis, solches zu diskutieren, und zwar auf Augenhöhe zwischen "Leistungsanbieter" und "Inanspruchnehmer". Sozusagen.
#12 am 22.02.2018 von Gast
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Gast
Wer sich über die Vollversorgermentalität mancher GKV-Versicherter beschwert, sollte sich mal fragen, ob ihm volle Transparenz schmecken würde. Das heißt: erwachsene Bürger bekommen Rechnungen für ihre Leistungen und reichen sie an die KK weiter (auch GKV). Sie sehen dann, was berechnet wird, und wieviel der Arzt dafür bekommt. Heute läuft das alles komplett im "Dunklen" ab. Wenn man sieht, was diese oder jene Leistung kostet, übernimmt man eher Verantwortung dafür, wenn man weiß, dass es aus einem großen Topf bezahlt wird, der für alle Einzahlenden reichen muss. Ich persönlich glaube aber, solche Transparenz ist nicht erwünscht. Also, weiter alle zwingen, irgendeine KK zu haben, gesetzlich ja sowieso, oder halt privat, aber die Mehrheit, die ungefragt gesetzlich versichert ist, bleiben gefälligst weiter unwissend. Und verhalten sich entsprechend. Darf man sich nicht wundern. Transparenz ist das Erste. Vorher weitere Verunmündigung der Bürger ein Unding.
#11 am 22.02.2018 von Gast
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Ich rate dringend davon ab diesen Weg zu beschreiten. Er führt früher oder später dazu dass solidarische System abgeschafft wird und schon sind wir an einem Ort an den wir nie hinwollten. Das ganze ist nicht einfach zu lösen, nicht jede gesunde Verhaltensweise führt zur Gesundheit und nicht jede ungesunde Verhaltensweise führt zu Krankheit. Und vor allem: wer legt fest was in welche Kategorie fällt und warum und aufgrund welcher wissenschaftlicher Grundlage? Wer ist in der Beweispflicht? Meiner Meinung nach kann man im Gesundheitswesen an ganz anderen Ecken sparen und viel effektiver, müssen es denn z.B. wirklich 110 GKV geben die dasselbe anbieten? Wenn man da konsolidiert dann kann man die paar „ungesunden Verhaltensweisen“ sicher locker wegstecken.
#10 am 22.02.2018 von Jens Schaefer (Pharmazie-Ingenieur)
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Gast
Dieses Modell ist nicht gut denn dann ziehen die anderen nach. Flüge…etc. Zudem ist es diskriminierend gegenüber den kranken Menschen. Geld in die Prävention zu investieren wäre besser.
#9 am 22.02.2018 von Gast
  1
Gast
Ich bin sehr sportlich, esse sehr gesund und ausgewogen, war nie übergewichtig, bin Nichtraucherin und trotzdem habe ich mit 48 Brustkrebs bekommen. Soll ich dafür jetzt doppelt bestraft werden. Letztlich stünde ich doch nun in der Beweispflicht einer gesunden Lebensführung. Die Bonusangebote meiner Krankenkasse sprechen mich nicht an, da ich privat viel Sport treibe und selber aus dem Gesundheitsbereich komme. Eine Aufklärung zwecks gesünder Lebensführung tut ebenfalls nicht Not. Ich finde das ganz schwierig, weil es immer Patienten und Patientinnen geben wird, die durchs Raster fallen.
#8 am 22.02.2018 von Gast
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Gast
Wenn die GKVen dieses System umsetzen so würden Quasi auch Menschen bestraft werden die sich den " gesunden Lebenstil " aus diversen Gründen weder leisten oder umsetzen können. Ich bitte diesbezüglich die Gesamtbevölkerung zu sehen und nicht nur die Finanzelite !!
#7 am 22.02.2018 von Gast
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Grundsätzlich wäre eine Art Bonus-/Malussystem zu bejahen, ich als Privatversicherter habe so etwas quasi automatisch, da ich, wenn ich keine Rechnung einreiche, für das jeweilige Jahr einen gewissen Betrag Erstattet bekomme. Liege ich über diesen Betrag, lasse ich mir die entstandenen Behandlungskosten erstatten. Dieses System ist, obwohl schon als Anreiz zum gesunden Leben gedacht, allerdings viel zu grob, um wirklich die Risiko und Nutzen diverser Maßnahmen abzubilden, z.B. Rauchen, Adipositas bzw. damit einhergehende Stoffwechselerkrankungen, Risikosprortarten, etc. Allgemeine Frage dazu, ist es wirklich politischer Wille, oder haben die Politiker Angst, damit Wähler zu vergraulen.
#6 am 22.02.2018 von Robert Wagner (Heilpraktiker)
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Ich könnte dann auch so argumentieren ( tu ich nicht!) : Unser Nachbar hat sich bei einem Skiunfall den Knöchel gebrochen. Weshalb muss ich eine Verletzung mitbezahlen, die doch nur aufgekommen ist, weil der Mann einem umweltschädlichen Eliten- Sport anhängt , für dessen Equipment ich das Geld nicht hätte. Und von seiner Woche Oesterreich mit Skipass könnte ich einen Monat leben..... Merken Sie , zu was solche Diskussionen führen? Zum Aufkündgen der Solidarität mit Körperform, genetischer Disposition, Schwangerschaften, Jugendlichen, alte Leute und...und...und Übrigens nix gegen Skifahrer, war nur ein aktuelles Beispiel, ansonsten "Gepriesen sind die Skifahrer"......
#5 am 22.02.2018 von Remedias Cortes (Nichtmedizinische Berufe)
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Gast
Theoretisch wäre eine "Belohnung" sicherlich hilfreich und kann ein Ansporn sein. Das funktioniert aber ohne persönliche Beratung und Kontrolle nicht, s. Weight Watchers. Was die machen, kann im Prinzip jeder auch selbst, packts aber ohne System und Kontrolle nicht auf Dauer. Online irgendwelche Daten einzugeben ist sinnlos.
#4 am 22.02.2018 von Gast
  4
Gast lieber Beamter
Ich habe eine verschlissene Wirbelsäule (Bundeswehr, nicht selbst verschuldet) und bis vor einem Jahr einen völlig ungeeigneten Bürostuhl. Trotz Einschaltung des Betriebsmediziners hat es rund 1 Jahr gedauert, bis so ein Stuhl angeschafft wurde. Von der diffusen Mischbeleuchtung im Raum, die bei allen zu ständigen Augenreizungen führt, ganz zu schweigen. Also gehe ich nicht mehr arbeiten, schone meine WS und meine Augen und werde belohnt? Ich kriege dann viele Bonus-Punkte, aber wahrscheinlich weniger Gehalt? Was soll der Blödsinn. Sparen wir uns die GKV doch ganz. Dann können wir mit dem eingesparten Geld unsere Gesundheit selbst steuern. Für 800 Euro und mehr pro Monat kann ich viel ins Fitnessstudio gehen, viele Wellness-Urlaube machen und in der eingesparten Arbeitszeit viel gesünder kochen und essen. ;-)
#3 am 22.02.2018 von Gast lieber Beamter (Gast)
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Sylvia
Diesem Bestreben müssten ganz andere Veränderungen vorausgehen. Das fängt z.B. in den Schulen an. Bei dem Bewegungsmangel, der dort sogar antrainiert wird, müsste eine tägliche Sportstunde eingeführt werden. Und zwar in einer Art und Weise, die Spass an Bewegung fördert und nicht in erster Linie Leistung bewertet. Desweiteren gehört jegliche Werbung für ungesunde Nahrungsmittel verboten, die Deklaration der Inhaltsstoffe von Nahrungsmitteln muss deutlicher und verständlicher erfolgen. In der Schule sollte ein Unterrichtsfach zum Theme Ernährung und Zubereitung von Mahlzeiten eingeführt oder ausgebaut werden. Vielleicht sollte es auch üblich sein, dass Kinder in der Schule gesunde Mahlzeiten Kosten-günstig erwerben können. Weiter geht es mit der Reduzierung der Umweltverschmutzung, weniger Gift-Einsatz in der Landwirtschaft, Unterstützung der Bio-Landwirte. Autos raus aus den Städten.Es gibt vieles, wofür man sich stark machen kann. Aber das läuft eben nicht, wenn alles nur auf Profit ausgelegt ist und die, welche so schon viel Geld auf die Seite gebracht haben, damit auch noch das politische Geschehen beeinflussen.
#2 am 22.02.2018 von Sylvia (Gast)
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Kann mir irgendjemand sagen, was nachhaltig gesund ist und was nicht? Heuer greifen gewisse Tendenzen um sich, die allesamt einen positiven Effekt haben könnten. Oder auch nicht. Aber ein gewisser Lifestyle spielt praktisch immer eine Rolle. Und, schlussendlich, wird aktuell als "sachdienlich" evaluiertes Verhalten belohnt, dann bitte ich darum, auch Skiunfälle, Fußballer-Risiken und andere persönliche Faktoren aus den Leistungen der GKV zu exkludieren. Und über Arbeitgeberanteile müssen wir dann auch noch einmal diskutieren. Wer hohe Krankenstände oder besondere Belastungsprofile aufweist, benötigt dann auch einen Anreiz zur Verbesserung (oder eine Bestrafung). Wenn Ausstieg aus den Solidarsystemen gefordert wird, dann bitte auch konsequent.
#1 am 22.02.2018 von Franz Josef (Chemiker)
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