Warum Sie auch im Winter eine Sonnenbrille tragen sollten

19.02.2018

Im Sommer gehört die Sonnenbrille für viele Menschen zu den unverzichtbaren Accessoires, schließlich möchten sie nicht nur die Haut vor der Sonne schützen, sondern auch ihre Augen. Allerdings bleibt die Sonnenbrille im Winter oft in einer Schublade. Das ist aber nicht ratsam, denn durch die Blendeffekte von Schnee und Eis sowie durch die tief stehende Sonne ist der UV-Schutz für die Augen gerade in der kalten Jahreszeit von hoher Bedeutung. Dazu kommt noch, dass die potentiell schädliche UV-Strahlung im Zeitraum von November bis März besonders intensiv ist.

Die Sonnenbrille ist wichtig – Gerade im Winter

Um fit und gesund durch den Winter zu kommen, achten wir auf eine gesunde Ernährung, lassen uns gegen Grippe impfen, trinken viel und bewegen uns möglichst häufig an der frischen Luft. Die meisten Menschen vergessen dabei aber, dass auch die Sonnenbrille in der Winterzeit wichtig für die Gesundheit ist. Die UV-Strahlen sind im Winter nämlich sogar noch intensiver als in der warmen Jahreszeit. Denn: Im Sommer reflektiert das Grün der Bäume nur etwa sechs Prozent des Sonnenlichts, während die Reflexion bei Schnee bei nahezu 95 Prozent liegt.

 

Es ist bekannt, dass UV-Strahlen die Entstehung von Hautkrebs begünstigen und die vorzeitige Hautalterung beschleunigen können. Dabei werden die Folgen der Hautalterung zu 90 Prozent an besonders sensiblen Hautstellen wie etwa der Augenpartie sichtbar. Das Team des Augenoptikers Fielmann warnt in diesem Zusammenhang auf seiner Website: „Unsere Haut, aber auch unsere Augen können unter „Sonnenbrand“ leiden. Alarmzeichen sind tränende, gerötete Augen.“ Eine mit hochwertigen Gläsern ausgestattete Sonnenbrille schützt die Augen vor einer Bindehautentzündung oder schwereren Krankheiten. Die ultraviolette Strahlung der Sonne ist so energiereich, dass sie zu Gewebeschäden an der Hornhaut und an der Bindehaut führen kann. Auf lange Sicht kann das im schlimmsten Fall zu einem Katarakt (grauen Star) führen. Aus diesen Gründen empfehlen Augenärzte und Augenoptiker, auch an sonnigen Wintertagen nie ohne Sonnenbrille aus dem Haus zu gehen.

Worauf Sie beim Kauf der Sonnenbrille achten sollten

Wichtig zu wissen ist jedoch, dass Sonnenbrille nicht gleich Sonnenbrille ist. Viele Reisende statten sich im Sommerurlaub vor Ort bei einem Straßen- oder Strandverkäufer für ein paar Euro mit einer neuen Sonnenbrille aus. Das ist gefährlich, da diese Brillen meist keine CAT-Bezeichnung im Bügel und kein CE-Zeichen aufweisen. Somit gibt es keine Garantie für einen wirksamen UV-Filter. Die Gläser sind zwar dunkel, sodass Sie annehmen, Ihre Augen seien geschützt, aber der UV-Filter fehlt. Das kann verheerende Folgen haben: Die Pupille öffnet sich durch die dunklen Gläser weit, ist aber dennoch der UV-Strahlung schutzlos ausgesetzt. Daher wäre es aus gesundheitlichen Gründen besser, ganz auf die Sonnenbrille zu verzichten, anstatt ein minderwertiges Modell ohne UV-Filter zu tragen. Um eine Sonnenbrille zu finden, die Ihre Augen wirklich vor der schädlichen UV-Strahlung schützt, sollten Sie beim Kauf die folgenden Tipps beachten:

  1. Kaufen Sie die Sonnenbrille bei einem deutschen Augenoptiker und nicht bei Straßenverkäufern im Urlaub. Stichproben weisen immer wieder nach, dass die Sonnenbrillen von Strand- und Straßenhändlern mit gefälschten Qualitätssiegeln ausgestattet sind und der Gesundheit schaden können.
  2. Achten Sie beim Kauf auf das CE-Zeichen. Es stellt ein Mindestmaß an Schutz für die Augen sicher.
  3. Brillengläser mit einem Breitband-UV-Schutz bis 380 Nanometer sind ideal. Sie filtern alle gefährlichen Wellenlängen aus dem ultravioletten Bereich des Sonnenlichts heraus.
  4. Wichtig ist, dass die Sonnenbrille zu Ihrem Gesicht passt und ausreichend groß ist. Andernfalls könnte das Licht von oben oder seitlich auf die ungeschützten Augen fallen.

Darüber hinaus spielt auch der Absorptionsfaktor eine Rolle. Er sollte ebenfalls hoch genug sein.

Welche Tönungsstufe ist am besten geeignet?

Wie dunkel Ihre Brillengläser sein sollten, hängt von verschiedenen Aspekten ab. Grundsätzlich unterscheidet man laut dem Kuratorium Gutes Sehen e.V. fünf verschiedene Tönungsstufen. Welche davon für Sie geeignet ist, richtet sich nach Ihrem persönlichen Empfinden, dem aktuellen Wetter und dem Einsatzgebiet:

Darüber hinaus spielt die Farbe der Gläser eine wichtige Rolle beim Sonnenbrillen-Kauf. Nicht empfehlenswert sind im Winter blaue, grüne oder gelbe Gläser, weil sie oft nur eine Schutzstufe von 0, 1 oder 2 aufweisen. Am besten sind in der kalten, schneereichen Jahreszeit braune und graue Gläser geeignet, die zur Schutzstufe 3 gehören. Lediglich Wintersportler oder Menschen mit sehr empfindlichen Augen sollten sich für dunkelgraue Gläser der Schutzstufe 4 entscheiden, dürfen aber nicht vergessen, dass sie für den Straßenverkehr nicht zugelassen sind. Zu guter Letzt sollte eine hochwertige Sonnenbrille noch über einen ausreichenden Schutz vor Blaulicht verfügen. Das Blaulicht, das ebenfalls im Sonnenlicht enthalten ist, kann die Makula des Auges beschädigen. Beim Augenoptiker können Sonnenbrillen auf ihre Blaulichtdurchlässigkeit getestet werden.

Artikel letztmalig aktualisiert am 23.02.2018.

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