Sex and Drugs and Rock'n Roll?

28.04.2013
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Australische Forscher haben ganz banal 1.000 Todesanzeigen in der "New York Times"

nach Beruf und Alter der Verstorbenen ausgewertet, um als Ergebnis zu publizieren, dass

z. B. berühmte Schauspieler kürzer leben als bekannte Militärangehörige.

  http://qjmed.oxfordjournals.org/content/early/2013/04/12/qjmed.hct077.short?rss=1

Das Beste daran ist der Titel  “Death in The New York Times: the price of fame is a faster flame” 

 

Zur Erklärung der hohen Sterberate bei Rock- und Pop-Künstlern ist dagegen eine Studie im British Medical Journal (BMJ) wesentlich interessanter. Unter doi:10.1136/bmjopen-2012-002089findet sich eine Arbeit von M. A. Bellis et al. mit dem Titel:  "Dying to be famous: retrospective cohort study of rock and pop star mortality and its association with adverse childhood experiences." Kindheit, Leben, Erfolg und Drogenkarriere von 1.489 Rock- und Popstars in Nordamerikaund Europa, die zwischen 1956 und 2006 zu Berühmtheit kamen, wurden retrospektiv analysiert ["Design: A retrospective cohort analysis based on biographical data. An actuarial methodology compares postfame mortality to matched general populations... Setting: North America and Europe. Participants: 1489 rock and pop stars reaching fame between 1956 and 2006."]

Geschlussfolgert wurde, dass biografisch bedingtes, gesundheitsschädigendes Verhalten entweder bereits in der Kindheit erworben und in der Persönlichkeitsentwicklung angelegt war oder mit zunehmender Berühmtheit und aufkommendem Reichtum erst erworben wurde. Die Fans sollten in ihren Idolen nicht nur die Symbole des Erfolges, sondern auch die Abgründe der Drogenabhängigkeit und die Angst vor Absturz und Versagen sehen. "Jim Morrison, Jimi Hendrix, Elvis Presley, Janis Joplin, Michael Jackson, Whitney Houston, Amy Winehouse – die Liste der früh gestorben Rock- und Popstars ist lang", schrieb Pete Smith: "Von den 1489 Stars, darunter Pop-, Rock-, R&B-, Electronica-, New Age-, Punk- und Rap-Größen, waren bis zum Ende des Untersuchungszeitraums insgesamt 137 Musiker gestorben: zehn an den Folgen eines chronischen Drogen- und Alkoholkonsums, 25 an einer Überdosis und sieben in Folge von Unfällen, die unmittelbar im Zusammenhang mit Drogen und Alkohol standen... Am Ende haben die Wissenschaftler einen Mythos entzaubert. Die ‚Club 27‘-These geht davon aus, dass Pop- und Rockstars statistisch gesehen überdurchschnittlich häufig im Alter von 27 Jahren sterben: wie Brian Jones, Jim Morrison, Jimi Hendrix, Janis Joplin, Kurt Cobain und Amy Winehouse."  

Nicht zum "Club 27" gehörte Freddie Mercury, Front-Sänger der Gruppe "Queen",als Farrokh Bulsara am  5. September 1946 in Stone Town, Zanzibar, geboren. Er starb mit45 Jahren am 24. November 1991 in England an  AIDS nach einer äußerst intensiven und erfolgreichen Karriere von 1969–1991 als Sänger,  Keyboarder, Gitarrist, Komponist, Textautor und Musikproduzent. Ihm und allen anderen, oft viel zu früh Verstorbenen in der Musikbranche galt das Motto:  "Live Fast, Love Hard and Die Young!" (Faron Young 1955). Das Motto "Live fast, die young, and have a good-looking corpse!” stammt dagegen aus dem Film "Knock On Any Door" von 1949. 

 

Artikel letztmalig aktualisiert am 20.06.2013.

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