Arthrose: Heilsame Hagebutte?

07.02.2018

Pflanzliche Nahrungsergänzungsmittel sind bei Arthrose-Patienten beliebt. Derzeit stehen Hagebuttenprodukte hoch im Kurs. Die Bestandteile sollen knorpelschützend und schmerzlindernd sein sowie das Fortschreiten der Erkrankung verhindern. Was sagt die Wissenschaft?

Arthrose ist die häufigste aller Gelenkerkrankungen. Dabei wird die Knorpelschicht des Gelenks meist durch langjährige Überbelastung zerstört. Die Folge sind teilweise starke Schmerzen und Bewegungseinschränkungen. In letzter Zeit wird immer häufiger für Nahrungsmittel geworben, die Arthrose-Beschwerden lindern sollen.

Frau L. aus Bremen fragte diesbezüglich: „Aufgrund meiner Kniegelenk-Arthrose bin ich seit über zehn Jahren auf Schmerzmittel angewiesen, operieren lassen möchte ich mich nicht. Ist es sinnvoll, Hagebuttenpulver in mein Müsli zu geben, um damit die Schmerzen zu lindern? Kann damit das Fortschreiten der Arthrose vielleicht verlangsamt werden?“

Hagebutten in der Volksmedizin

Meine Antwort: Botanisch handelt es sich bei den allseits bekannten Hagebutten um sogenannte Sammelnussfrüchte verschiedener Rosen-Arten; im speziellen versteht man darunter die Früchte der Gemeinen Heckenrose/Hundsrose (Rosa canina L.). Der rote Anteil der Hagebutten ist der fleischig gewordene Blütenboden, der die Nüsschen (d. h. die eigentlichen Früchte) umgibt. Der rote Blütenboden (fälschlich meist als „Fruchtfleisch“ bezeichnet) ist reich an Vitamin C, Carotinoiden (v. a. Rubixanthin, Lycopin, β-Carotin), Flavonoiden, Pektin und Fruchtsäuren. Die Samen enthalten Linolsäure und γ-Linolensäure. Charakteristische Mineralstoffe sind Kupfer und Zink.

Hagebuttenextrakte zeigen aufgrund der enthaltenen Polyphenole unter Laborbedingungen antioxidative Wirkungen  – was aber genauso für alle vergleichbaren Extrakte anderer Pflanzen zutrifft . In Tiermodellen wurde für Hagebuttenextrakte wiederholt ein entzündungshemmender Effekt nachgewiesen.

Die traditionelle pharmazeutische Droge bestand aus den getrockneten Blütenböden mit den darinliegenden Früchten (Cynosbati fructus cum semine); seltener auch aus den reinen Hagebuttenschalen ohne Samen (Rosae pseudofructus).

Volksmedizinisch angewendet wurden die Hagebutten bei verschiedenen Harnwegsbeschwerden, außerdem zur Rheuma- und Gichttherapie. Zur Behandlung der Arthrose wurden Hagebutten nicht gezielt verwendet. In heute noch verwendeten Arzneitee-Mischungen gelten die ggf. enthaltenden Hagebutten bzw. Hagebuttenschalen wegen der nicht belegten Wirksamkeit nicht als Arzneimittel, sondern lediglich als „sonstiger Bestandteil“, der hauptsächlich zur Geschmacksverbesserung beigemischt wird.

Keine Wirksamkeit nachgewiesen

Die Hagebutten-Monographien der für Phytopharmaka zuständigen Kommission E des Bundesinstituts für Arzeimittel und Medizinprodukte (BfArM) konnte in keiner der Monographien zu Hagebutten, Hagebuttenkernen und Hagebuttenschalen irgendeine Wirksamkeit feststellen; auch als Vitamin-C-Quelle seien getrocknete Hagebutten-Produkten wenig geeignet, da die in frischen Hagebutten reichlich vorhandene Ascorbinsäure (Vitamin C) bei der Trocknung und Lagerung fast vollständig abgebaut wird. Allerdings werden auch keinerlei Risiken durch die Einnahme von Hagebutten beschrieben. Gravierender Nachteil dieser Hagebutten-Monographien ist, dass sie aus dem Jahr 1990 (!) stammen und daher völlig veraltet sind.

Die Kommission der europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA), die aktuelle und frei zugängliche Monographien zur Beurteilung von Phytopharmaka erstellt (HMPC-Monographien), hat sich mit Hagebutten bislang nicht beschäftigt. Ist die Geschichte der Hagebutten damit zuende erzählt? Nicht ganz.

Hagebutten enthalten Galaktolipide

Im Jahr 2003 entdeckte ein dänisches Forscherteam eine bis dahin unbekannte, weitere Gruppe von sekundären Pflanzenstoffen in der Hagebutte – die sogenannten Galaktolipide. Dabei handelt es sich um Verbindungen aus dem Zucker Galaktose und verschiedenen Fettsäuren, die über Glycerin miteinander verbunden sind. Galaktolipide sind thermolabil, weshalb sie bereits bei Temperaturen über 40 °C zerfallen.

Wirksam gegen Arthrose?

In verschiedenen kleineren Untersuchungen konnte gezeigt werden, dass die entzündungshemmenden Effekte der Hagebutte tatsächlich auf die enthaltenen Galaktolipide zurückzuführen sind; außerdem konnten für diese Galaktolipide auch chondroprotektive (knorpelschützende) Wirkungen nachgewiesen werden, was diese Substanzen besonders für die Anwendung bei Arthrose interessant macht.

Allerdings muss man wissen, dass eben diese Galaktolipide gar keine Besonderheit der Hagebutte sind. Sie finden sich in ähnlich hohen Konzentrationen ebenfalls in zahlreichen anderen pflanzlichen Lebensmitteln, so zum Beispiel in Bohnen, Erbsen, Kohl, Spinat, Spargel, Brokkoli oder Kürbis.

Klinische Studien mit Hagebuttenextrakt

Inzwischen gibt es sogar mehrere randomisiert-kontrollierte Studien, die die Wirksamkeit von Hagebutten bei Arthrose untersucht haben. Dabei muss berücksichtigt werden, dass in allen Studien ein standardisierter Hagebuttenextrakt verwendet wurde. Die Übertragbarkeit der Ergebnisse auf die getrockneten Schalen bzw. das Hagebuttenpulver ist somit fraglich.

In der ersten randomisiert-kontrollierten doppelblinden Studie an 100 Patienten mit Knie und-/oder Hüftearthrose erhielten die Teilnehmer vier Monate lang entweder 5 g Hagebuttenextrakt oder Placebo pro Tag. Am Ende der Untersuchung hatten die Patienten der Hagebuttenextrakt-Gruppe signifikant weniger Schmerzen als die Patienten der Placebo-Gruppe.

Eine zweite, ebenfalls randomisiert-kontrollierte doppelblinde Studie mit 112 Arthrose-Patienten bestätigte diese Ergebnisse durch – im Vergleich zu Placebo – signifikant reduzierter Schmerzintensität und geringerer Gelenksteifigkeit. So kam es in 66 % der Patienten mit Hagebuttenextrakt zu einer Schmerzreduktion, jedoch nur bei 36 % der Patienten der Placebo-Gruppe. Allerdings weist diese Studie einige methodische Schwächen auf.

Auch eine dritte, ähnlich konzipierte Studie kam zu vergleichbaren Ergebnissen. Dabei konnte außerdem gezeigt werden, dass die Anwendung des Hagebuttenextrakts bei den Arthrose-Patienten zur Reduktion der Schmerzmedikation führte – was aus pharmakotherapeutischer Sicht ein Erfolg ist.

In diesen drei Studien wurden stets identische Dosierungen (5 g Hagebuttenextrakt pro Tag über 3 Monate) verwendet. Nebenwirkungen traten offenbar nicht auf.

Ergebnisse mit Einschränkungen

Keine der Studien liefert neben der - selbstverständlich wünschenswerten - Schmerzreduktion Hinweise auf einen knorpelschützenden Effekt oder auf eine Wirkung, die das Fortschreiten der Arthrose bremsen könnte. Ebenso fehlen Untersuchungen zur optimalen Dosierung sowie Langzeitdaten zur Wirksamkeit und Sicherheit. Vor allem aber gibt es keine Informationen dazu, ob sich die Ergebnisse eines spezifischen Hagebuttenextrakts (in den Studien in Kapselform) auf den Verzehr von getrockneten Hagebuttenschalen oder von Hagebuttenpulver übertragen lassen.

Schmerzreduktion bei Arthrose

Die wenigen Studien an Menschen, die zudem einige methodische Mängel aufweisen, deuten darauf hin, dass Hagebuttenextrakt in der verwendeten Dosierung einen schmerzreduzierenden und antientzündlichen Effekt bei Arthrose haben könnte. Die Evidenz der entsprechenden Anwendung ist wegen der mäßigen Studienqualität nur gering.

Diese Einschätzung wird auch von den Autoren eines neueren Cochrane-Reviews geteilt, in dem die Studienlage für verschiedene Phytopharmaka zur Anwendung bei Arthrose umfassend dargestellt und bewertet wird. Die beste Evidenz für eine zumindest geringfügige Schmerzreduktion bei Arthrose sehen die Autoren übrigens für Weihrauch-Extrakt (Boswellia serrata), gefolgt von mäßiger Evidenz für eine Zubereitung aus Avocado/Sojabohnen.

Das heißt: Es gibt zwar einige Hinweise für die schmerzreduzierende und entzündungshemmende Wirkung von Hagebuttenextrakten bei Arthrose; besser ist die Studienlage aber für Weihrauch-Extrakt und Avocado/Sojabohnen.

Aufgrund der genannten Einschränkungen kann mal also nicht sagen, ob Hagebuttenpulver als Bestandteil von Müsli (oder sonstigen Mahlzeiten) Arthrose-Schmerzen lindert oder gar das Fortschreiten der Arthrose verlangsamt. Angesichts der verfügbaren Daten erscheint der Verzehr entsprechender Produkte aber als unkritisch und es spricht sicher nichts gegen die versuchsweise Anwendung von Hagebutten-Produkten. Selbst wenn damit eine geringfügige Einsparung von Schmerzmitteln erreicht werden kann, ist schon ein therapeutischer Vorteil erzielt. Im Falle von Supplementen wäre die Einnahme von Weihrauch-Kapseln vermutlich sinnvoller.

 

Bildquelle: Andrew Smithson, flickr

Artikel letztmalig aktualisiert am 19.02.2018.

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Die Galaktolipide enthaltenden Gemüsesorten ißt man ja kaum roh, aber das alte Hausmittel, angepiekste Kohlblätter über Nacht auf entzündete Gelenke zu packen bekommt hier seine Bestätigung.
#33 am 20.02.2018 von Antje Mazzucco (Heilpraktikerin)
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#23 Lieber Gast, wie heißt diese flüssige Zubereitung? Ich schwöre auch auf Curcuma für meine Arthrose.
#32 am 19.02.2018 von Alfred Geißler (Arzt)
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Gast
Weihrauch in Pulverform und nicht in Extraktform ist nicht zu empfehlen, Sie werden niemals den für die Wirkung wichtigen Mindestgehalt an Boswelliasäuren aufnehmen. Das geht nur mit einem Extrakt. Beim Räuchern stimme ich Ihnen aber zu.
#31 am 19.02.2018 von Gast
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Gast
#20 #25 ich kaufte mir den Weihrauch ganz einfach als Rohstoff Olibanum in granis in der Apotheke-Großhändler caelo (Caesar und Lorenz).Makellos sauberer Rohstoff als homogenes Granulat.Wäre kaubar(wird nämlich nach einiger Zeit durch den Speichel wie gummiartig, denn Weihrauch ist ein Gummiharz: Halb wasserlöslich, halb löslich durch organische Lösungsmittel weil Harz),kann gemahlen werden, als Pulver geschluckt werden-in kapselförmiger oder anderer Weise) oder verräuchert: Ich hatte mal für kurze Zeit so den Gedanken, ob ich nicht Weihrauchhändler werden könnte:An das Pharmazeutische dachte ich weniger, mehr an das Olefaktorische, was aromatherapeutisch allerdings ist.Ich möchte nochmals auf die positiven klinischen Studienergebnisse von Herrn Prof.Dr.AMMON von Tübingen hinweisen.(gegen entzündliche rheumatoid-arthritische Krankheiten).Der Wohlduft allein schon (beim Incensieren) schwingt die Seelen zum Gesunden, Heilsamen auf
#30 am 17.02.2018 von Gast
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Gast
Na ja, ich fange an, Teetrinker zu werden- weil ich im Krankenhaus immer Tee bekam und mir das heilsam schien. Gestern bereitete ich mir abends einen Hagebuttentee zu : Und sie, wie gut der sogar schmeckte.Erinnere mich eben an meinen Opa, der vor gut 50 Jahren alltäglich seinen Hagebuttentee genoß.Dass aber Weihrauch (er kann auch als Tee zubereitet werden, schmeckte mir aber nie so richtig) für mich die erste phytopharmazeutische Wahl gegen entzündliche , arthritische Schmerzen ist, denke ich mir: Wenn daneben er ein wunderbares aromatheurapeutisches Duftpharmakon bleibt.(Fehle Myrrhe zum Verräuchern nicht!).
#29 am 17.02.2018 von Gast
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Gast
Zu 22: weihrauch - Apotheke.de viele grüße
#28 am 15.02.2018 von Gast
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Gast
Ich nehme seit 12 Jahren Hagebuttenpulver (Litozin) gegen die Arthrose meiner Fingergelenke. Es funktioniert wunderbar! Nur absetzen kann ich die Hagebutte nicht, sonst geht es nach etwa einer Woche wieder los mit den Beschwerden. Die vor der Dauereinnahme so schlimm waren, dass ich keine Knöpfe schliessen konnte und kaltes Wasser sehr schmerzhaft war, ich habe über 3 Jahre alles mögliche ausprobiert - ohne Erfolg. Nun kann ich meine Finger wieder voll bewegen und habe keine Schmerzen mehr.
#27 am 14.02.2018 von Gast
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Gast
Vielen Dank für den interessanten Artikel. Gerne möchte ich Sie auf eine wichtige Gegebenheit hinweisen. In allen klinischen Studien mit Patienten wurde das dänische Hagebuttenpulver mit Samen und Schalen verwendet. Nicht wie von Ihnen beschrieben ein Extrakt. Ich persönlich habe sehr gute Erfahrung mit der Hagebutte gemacht und kann beschwerdefrei seit 3 Jahren auf Cortison oder gar eine Operation für meinen ehemals stark entzündeten Spickdaumen verzichten.
#26 am 14.02.2018 von Gast
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Die Apotheke ist in Steinbach bei Baden-Baden.MANTRA PHARMA vertreibt meines Wissens die Weihrauchprodukte.
#25 am 14.02.2018 von Dr.med Rainer Mösch (Arzt)
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Gast
Übrigens werden in den 3 zitierten Studien standardisierte Pulver beschrieben und nicht Extrakte. 5 gram wären für einen typischen wässrigen Cynosbati-Extrakt mit einem etwa DEV von 5 = 1 nativ auch ein bisschen hoch.
#24 am 14.02.2018 von Gast
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Gast
Hagebutte sollte nicht als Tee verwendet werden, da die Galaktolipide über 40 Grad zerstört werden. Viele Kommentarschreiber hatten dies wohl überlesen, da sie von Tee schreiben. Ich las mal den Tipp, den Teebeutelinhalt in Joghurt zu geben und über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen. Dann am Morgen zum Frühstück essen. Meinem arthrosekranken Pferd half ein Mix aus Ingwer, Yucca, Capsaicin, Curcuma und Teufelskralle, erhältlich als fertige, flüssige Zubereitung sehr gut. Die Verbesserung des Bewegungsablaufs bereits nach ca. 1,5 Wochen war sehr deutlich. Ich gab es dann als Dauermedikation.
#23 am 14.02.2018 von Gast
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Gast
#20: Wie kann man an diesen Apotheker herantreten? Vielen Dank für Ihren Hinweis!
#22 am 14.02.2018 von Gast
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Wenn ich mir einige Kommentare ansehe, habe ich den Eindruck, daß die Formulierung "standardisierter Extrakt" - umeinen solchen geht es im Artikel - nicht bekannt ist. Ein standardisierter Extrakt ist ein Auszug aus einer zB Pflanze, der mit dem Ziel hergestellt wird, die wirksamen Bestandteile in möglichst konstanter (und hoher) Menge im Extrakt zu haben. Hintergrund sind einfche botanisch-ökologische Gründe: eine Pflanze produziert abhängig von vielen verschiedenen Umweltfaktoren unterschiedliche Mengen Inhaltstoffe: Sonneneinstrahlung, Nährstoffversorgung, Wasser, Fraßfeinde, Pilzbefall und vieles andere mehr, bis hin zur Verarbeitung (Trocknungstemperatur, Trocknungsdauer, Auszugsmittel etc.) beeinflussen die Qualität eines Extraktes massiv. Insofern können Aussagen, die (wie hier) über einen standardisierten Extrakt gemacht werden, in keiner Weise auf andere Extrakte oder Pulver oder die frisch geerntete Hagebutte übertragen werden; es sind unterschiedliche Produkte !
#21 am 14.02.2018 von Dr. Wolfgang Schiedermair (Apotheker)
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Gast
Weihrauch hilft garantiert nicht gegen alles, aber das Potenzial ist enorm. Bei chronischen Entzündungen, Hauterkrankungen etc. Alles begründbar durch die Pharmakologie. Allerdings ist dem reinen Harz dann doch eher der Extrakt mit einer definierten Menge Boswelliasäuren vorzuziehen. Die Frage nach der Beschaffbarkeit: Es gibt hier in Deutschland nur einen einzigen Apotheker, der Weihrauch mühselig extrahiert und daraus Kapseln fertigt. Meiner jahrenlangen Erfahrung nach ist dieses Präparat das beste überhaupt.
#20 am 14.02.2018 von Gast
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Anonym
Weihrauch hilft gegen alles!
#19 am 13.02.2018 von Anonym (Gast)
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Gast
Tipp: Dimethylsulfon (MSM) einfach mal danach googlen. Ich hatte ziemlich A-Schmerzen im Knie. Sind jetzt fast völlig weg. Allerdings setzt die Wirkung erst nach etwa 10 Monaten ein! (War ein Tipp von einer Ärztin) Z. B. http://www.orthoknowledge.eu/msm-update/
#18 am 13.02.2018 von Gast
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Tierheilpraxis
Für mich ist bei Arthrose Weihrauch das erste Mittel der Wahl. Studien zu Hagebutten waren mir so bis jetzt nicht bekannt, ist aber auf alle Fälle mal einen Versuch wert. Als Tierheilpraktikerin habe ich oft Hundesenioren die mit Arthrose im Hüft- oder Kniegelenk zu kämpfen haben, und denen Phytotherapie kombiniert mit Akupunktur oder Blutegeltherapie sehr gut tut. Zumal Endoprothesen bei Tieren ja eher selten vorkommen. Danke für den Link zu den Monographien! Mal ein richtig guter Artikel hier.
#17 am 13.02.2018 von Tierheilpraxis (Gast)
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Gast
Ohne hier Produkte schlecht machen zu wollen, gerade Meßmer Tee und Teekanne Produkte haben häfig nicht die versprochenen Inhaltsstoffe. Da würde ich doch sehr empfehlen die Kräuter in einem Kräuterhaus zu kaufen.
#16 am 13.02.2018 von Gast
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#12 Sehr gerne würde ich über Ihre Erfahrungen mehr Informationen bekommen. Nachdem auch ich den Erfolg einer Knie-OP bisher nicht feststellen kann, nehme ich seit kurzem Weihrauch-Kapseln und Hagebuttenpulver ein. Vielen Dank an den Autor für den tollen Artikel, der für mich gerade zur rechten Zeit erscheint.
#15 am 13.02.2018 von Ute Carmen Hauser (Ergotherapeutin)
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Gast
In den Studien wird kein Hagebuttenextrakt eingesetzt, sondern Hagebuttenpulver. Das ist ein großer Unterschied. Weiterhin gibt es sehr guten Hagebutten-Extrakt, der einen hohen Vitamin C-Gehalt von > 5% aufweist. Die Wirkung von Hagebuttenpulver und -extrakt hängt zudem maßgeblich von der Herstellung und der Herkunft der Hagebutten ab (Anbau oder Wildsammlung). Bei Weihrauch mangelt es an wirklich guten Qualitäten auf dem Markt. Viel Weihrauch, der verkauft wird, ist für den menschlichen Verzehr NICHT geeignet. Nur der indische Weihrauch ist in der Ph.Eur. monographiert. Dann kann man davon ausgehen, dass er für den menschlichen Verzehr geeignet ist, die wirksamen Bestandteile auch zu einem Mindestanteil vorhanden sind und das Pulver nicht nur zum Verbrennen geeignet ist. Weihrauchextrakt, der i.d.R. in Kapseln verwendet wird, ist NICHT in der Ph.Eur. monographiert. Daher für die orale Einnahme nur Weihrauchpulver gemäß Ph.Eur. von deutschen Herstellern (=> Haftung!) verwenden.
#14 am 13.02.2018 von Gast
  0
Biochemiker
Ohne hier Werbung machen zu wollen, haben wir einen Früchtetee ( Meßmer Waldbeere ) gefunden, der gut schmeckt, bekömmlich ist und sehr aromatisch duftet. Kommen Gäste, fragen sie oft nach dem leckeren Getränk. Hier sind neben Hibiskus, Hagebutten, Äpfeln, etz. naturidentische Aromastoffe enthalten. Möchte sagen, daß es für Geist und Körper manchmal einfache Kombinationen sind, um sich wohl zu fühlen.
#13 am 13.02.2018 von Biochemiker (Gast)
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Ute Samson
Lieber Hagebutte, Kollagen, Hyaluronsäure, Weihrauch, MSM, Chondroitin und Glosamin schlucken und Linderung erfahren als eine (weitere) Knie OP! Nach einer synvisc-one intra-artikulär und Ney-Athos, Ney.Chon Injektionen (Vitprgan), Traumeel wöchentlich s.c. im Wechsel, kann ich wieder richtig gut laufen! Kleine Nebenwirkung: die Fältchen verschwinden...
#12 am 13.02.2018 von Ute Samson (Gast)
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Erfreulich nüchterne Zusammenfassung des derzeitigen Wissensstandes. Als Kinder haben wir uns Hagebuttenkerne als Juckpulver-Nüßchen gegenseitig im Nacken unters Hemd geschoben, heissa, war das ein Spaß !
#11 am 13.02.2018 von Dr. med. Michael Traub (Arzt)
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Frage: Hilft Hagebutte evt.auch gegen Rheuma ? Bitte Info.
#10 am 13.02.2018 von staatl.gepr.Betriebswirt Holger Szalla (Medizinischer Fachhändler)
  1
Weihrauch (wie auch Myrrhe) ist ein Anti-Autoaggressivum, es wirkt Cortison-ähnlich. Dabei stehen zur Verfügung das Pulver als Kps, das Öl und auch das Einatmen des Rauchs. Damit ist es eine echte phytotherapeutische Alternative, deutlich der Hagebutte überlegen.
#9 am 13.02.2018 von Dr. med. Manfred Doepp (Arzt)
  2
Gast
Seit wir " Die Arthrose Lüge " studiert haben und die Übungen nach Liebscher-Bracht machen und auch das Fayo mit Mira ( youtube) mögen wir immer noch Hgebuttenmarmelade uns tut aber einfach nichts mehr weh, auch nicht nach 6 Stunden Skifahren....und da sind wir nicht die einzige, denen das so gut tut
#8 am 13.02.2018 von Gast
  9
Gast
Die Hagebutte hat sicherlich einen antientzündlichen Effekt, doch alleine eingesetzt wird ihre Wirkung verpuffen. Wenn, dann hilft nur eine komplette Ernährungsumstellung bei der in erster Linie die Bildung von Arachidonsäure (Wurst, Wurstprodukte, Fleisch) vermieden werden sollte. Stattdessen werden viele „Entzündungshemmend Lebensmittel“ empfohlen, die in fast allen Gemüse und Obstsorten enthalten sind. Ein komplexes Themenfeld.
#7 am 13.02.2018 von Gast
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Viel geschrieben und nichts gesagt.
#6 am 13.02.2018 von Jolanta Krieger (Altenpflegerin)
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Exzellenter Artikel!Es spricht wahrscheinlich nichts dagegen Hagebutte und Weihrauch einzunehmen
#5 am 13.02.2018 von Prof. Dr. med. Andreas Melzer (Arzt)
  1
Gast
Zum Weihrauch_ Ich halte mich da schwer zurück.Ich bin Weihrauch-Liebhaber, ud zwar aus der Zeit als Ministrant in der katholischen Kirche.Der Weihrauch stimuliert die Seele und ist auch eine erwiesene Arznei gegen rheumathische , auch entzündliche Erkrankungen Also wenn die göttliche Weisheit von sich sagte, dass sie Weihrauch wie Balsam verströmte:Dann gefällt mir so eine Aussage riesig.Je mehr Balsam, desto besser.
#4 am 13.02.2018 von Gast
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Gast
Immerhin schmeckt ein Hagebuttentee auch gut-wie andere rote Tees-Wer will wissen, was der Gutes wirkt.Ich bin leider immer noch nicht ein Früchte-oder Kräuterteetrinker geworden: Will mich aber bald demnächst darauf einstellen. Also die rotn Tees zog ichdes Wohlgeschmackes wegen den Kräutertees immer vor: Und ich bin davon überzeugt, dass so ein Hagebuttentee nur Gutes bringt.
#3 am 13.02.2018 von Gast
  8
Gast
Nicht alles , was durchaus auch einem Genuße dienen kann(hier eben Hagebuttentee),sollt nur nach seinem unmittelbar feststellbaren Nutzen durchergründet worden sein.Wem´s mundet, dem sei es nicht verwehrt.
#2 am 13.02.2018 von Gast
  5
Gast
Ja, ja, mag alles schon so sein: Nicht nur , dass ich ein Interesse an Teedrogen in allgemeinem Sinne bekam: Mehr noch blieb mir unvergeßlich in der Erinnerung, dass mein Opa immer gerne Hagebuttentee trank,-und den auch auf den Sims der Heizung zum Warmhalten und damit nachhaltigem Trinkgenusse stellte.Ja ja, so hielt das mein Opa.Ich unterscheide inzwischen klar zwischen Kräuter-Tees und Früchtetees.Ich weiß auch heute, nach über 45 Jahren noch, wo er die Hagebutten erntete-: Von einem wilden Strauch.Ich zweifle die pharmazeutische Wirkung dieser milden Droge nich an-sehe aber ebenso, dass es rein genußvoll war, dieser Teezeremonie sich kultisch gleichsam hinzugeben.Weihrauch gehört allerdings für mich nicht nur des sakralen Sinngebens wegen zu meinen Geliebten:Der pharmazeutische Wert des Weihrauches kann nach vielen klinischen Studien (besonders Prof. Ammon , Tübingen)nicht angezweifelt werden.Und will denn jeder immer nur coffeinhaltige Tees trinken?
#1 am 13.02.2018 von Gast
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