Phagentherapie, die meinem Hund das Leben rettete !

30.01.2018

Zuerst möchte ich eines betonen : was ich hier berichte, gilt sowohl für Tiere als auch für MENSCHEN !
Vor Kurzem las ich in der Ärzte Zeitung online vom, 09.10.2017den Artikel “Phagentherapie – Startschuss für eine koordinierte Forschung in Deutschland“. Es häufen sich mehr und mehr die Meldungen in Presse und Funk um Antibiotika-Resistenzen. Ich selbst musste das miterleben bei meinem Schäferhund Rex.

Im Juni 2016 bekam mein Schäferhund eine Mittelohrentzündung, verursacht durch das hochaggressive Bakterium "Pseudomonas". Die Tierärzte hier (ich hatte 4 Tierärzte aufgesucht) gaben ihm ein Antibiotikum nach dem anderen. Neun Monate lang. Nichts half. Er war Antibiotika resistent.

Erste Operation im Februar diesen Jahres hier in Frankreich ohne Erfolg, nach 2 Monaten begann alles von vorn.
Ich recherchierte im Internet und fand den Schweizer Phagenforscher Beat Koller, der die passenden Phagen zur Verfügung stellte, zweite Operation im Juni diesen Jahres in Deutschland mit einer begleitenden Phagentherapie. Dies hat meinem Hund das Leben gerettet.
Über die spektakuläre Rettung meines Hundes habe ich ein kleines Video gedreht (nur 10 Minuten), hier der Link :

https://www.youtube.com/watch?v=h5vVxWtJer4&t=1s

Nun, in diesem Falle ist es ein Hund. Aber wir wissen ja, dass die Phagentherapie eigentlich aus der Humanmedizin kommt. Ob also Mensch oder Tier, die Phagen helfen beiden.

Da ich sehr glücklich bin über die Rettung meines Hundes, möchte ich diese Alternative "Phagen" natürlich so vielen wie möglich mitteilen, damit es ihnen im Zweifel eines Tages ebenso helfen kann.
Dieser Schweizer ist eine echte Alternative zu dem weit entfernten Tiflis / Georgien. Denn eine solche schwere Antibiotika-resistente Infektion kann jeden Tag jeden von uns treffen !
 

Artikel letztmalig aktualisiert am 30.01.2018.

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MTRA
Endlich kann ich auch hier mal etwas darüber lesen. Vor längerer Zeit habe ich im Fernsehen eine Doku über einen Patienten gesehen, der kurz vor der Amputation seines Beines stand. Er hatte nach offener Fraktur des Unterschenkels und anschließender Op. eine MRSA-Infektion, mit der er zwei Jahre kämpfte. Durch Zufall erfuhr er von einem Bekannten von der Phagen-Therapie in Georgien. Er wurde von Fernsehkameras begleitet, dort behandelt und nach ein paar Wochen war seine Wunde verschlossen. Das war das einzige Mal, daß ich von so einer Therapie hörte. Im Klinikum, wo ich als MTRA arbeite, gibt es immer ein paar MRSA-Fälle. Aber über Phagen-Therapie wußte niemand etwas - und wollte auch keiner etwas wissen. Schade eigentlich!
#1 am 02.02.2018 von MTRA (Gast)
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