PR: Future Health Index 2017 von Philips zeigt Herausforderungen und Zukunftstrends

25.01.2018

Hamburg – Die Gesundheitsversorgung in ländlichen Gegenden stellt eine zunehmende Herausforderung dar. Der Future Health Index 2017 von Philips zeigt: Die Mehrheit der Bevölkerung (69%) und der größte Teil der Ärzte (79%) glauben, dass der Zugang zur Gesundheitsversorgung auf dem Land schlechter ist als in Großstädten. Die Studie erfasst anhand von Umfragen und Interviews mit mehr als 33.000 medizinischen Fachkräften, Versicherern und Bürgern, wie gut die Gesundheitssysteme in 19 Ländern auf fünf Kontinenten für die Zukunft aufgestellt sind.

In Deutschland verlassen immer mehr junge Menschen das Land, ältere und damit im Durchschnitt kränkere Menschen bleiben zurück. So werden pro Einwohner mehr Gesundheitsleistungen in Anspruch genommen und die Kosten steigen. Hinzu kommt, dass die Zahl der Ärzte in dünn besiedelten Gegenden sinkt und die Wege zum Facharzt oft sehr weit sind. Obwohl nur ein Viertel der Deutschen in Großstädten lebt, sind dort mehr als 30% der Fachärzte ansässig.

 

Vernetzung für bessere Versorgung auf dem Land

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Der Future Health Index von Philips zeigt, dass ein vernetztes Gesundheitssystem die Versorgung im ländlichen Raum, besonders bei chronischen Erkrankungen, entscheidend verbessern und auch in der Zukunft sicherstellen kann. Als vernetzte Versorgung wird die sektorenübergreifende Zusammenarbeit aller an der Gesundheitsversorgung beteiligten Personen, Institutionen und Unternehmen unter Einsatz digitaler Technologien bezeichnet. Vernetzte Versorgung kann schwere Verläufe und akute Verschlechterungen bei chronischen Erkrankungen verhindern sowie Patienten einen besseren Zugang zur Gesundheitsversorgung ermöglichen.

Den größten Mehrwert vernetzter Versorgungstechnologien sieht die deutsche Bevölkerung der Studie zufolge vor allem bei Diagnosen (62%) und ambulanter Pflege (34%). Ein ähnliches Bild zeichnet sich bei den Ärzten ab (57% Diagnosen, 45% ambulante Pflege). Chronisch kranke und ältere Patienten haben häufige Arztkontakte und benötigen aufwendige Pflege. Insbesondere in ländlichen Räumen kann der Einsatz digitaler Technologien dazu beitragen, den Personalmangel zu kompensieren sowie Gesundheitsleistungen in gewohnter Qualität vorzuhalten und dadurch die Lebensqualität und Selbstständigkeit der Patienten zu steigern.

 

Integration schlägt Brücken, aber Deutsche bleiben distanziert

Insgesamt sieht die Mehrzahl der Patienten (80%) und der Ärzte (83%) die Vorteile eines integrierten Gesundheitssystems. Dennoch ist die Meinung, ob eine vernetzte Versorgung die Versorgungslage auf dem Land verbessern kann, gespalten (Patienten: 41% ja, 25% nein; Ärzte: 36% ja, 24% nein). Jüngere Ärzte zeigen mit fast 100 % eine deutlich höhere Akzeptanz für die vernetzte Versorgung, während nur etwas mehr als die Hälfte der älteren Ärzte (65%) von ihren Vorteilen überzeugt sind. Angesichts der Altersstruktur der Landärzte ist dies problematisch. Immer weniger junge Mediziner wollen sich mit einer Praxis in ländlichen Regionen niederlassen, da sie die Arbeitsbedingungen dort für nicht attraktiv halten. Daher sind vor allem ältere Ärzte auf dem Land tätig und haben oft Probleme damit, Nachfolger zu finden, wenn sie in den Ruhestand gehen.

Die Ergebnisse der Studie zeigen schließlich aber: Wer einmal von den Vorteilen der vernetzten Versorgung überzeugt ist, der bleibt es auch. Daher gilt es, Patienten und Ärzte weiter über das Potential digitaler Technologien für die Lösung von Versorgungsproblemen insbesondere auf dem Land aufzuklären.

Sie wünschen mehr Informationen? Kontaktieren Sie uns gerne per Mail.

Artikel letztmalig aktualisiert am 25.01.2018.

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