„Lassen Sie mich, ich muss rauchen“

08.01.2018
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Herr Gnitzel hatte einen kleinen Herzinfarkt. „Nicht so schlimm“, sagte der Kardiologe und plante einen Herzkatheter für den nächsten Tag. Herr Gnitzel sollte solange zur Sicherheit an einem Überwachungsmonitor auf der kardiologischen Station aufbewahrt werden, betreut von geschulten kardiologischen Pflegekräften und klugen Assistenzärzten. Soweit der Superplan.

„Also“, sagte die geschulte Schwester Monika ins Telefon, „dieser Herr Gnitzel bleibt nicht am Monitor. Du musst jetzt kommen, Arzt!“

Auf meinem Namensschild stand nun tatsächlich Arzt und so ging ich hin und erzählte Herrn Gnitzel nochmals die Geschichte mit dem Herzinfarkt und dem Superplan. Herr Gnitzel war wenig beeindruckt. Er könne nicht an diesem Monitor sein, denn: Er müsse rauchen gehen. Jetzt.

„Aaach, Rauchen ist ganz schlecht, besonders für Ihr Herz, Sie sollten darüber nachdenken, ganz aufzuhören“, gab ich einen klugen Ratschlag fürs Leben.

Herr Gnitzel starrte mich mit leerem Blick an. Ich fügte eine wilde Drohung an: Es könne zu schlimmen Herzrhythmusstörungen kommen und wenn es dumm liefe, zum vorzeitigen Tode im Raucherhäuschen.

Dann piepste mein Telefon und ich musste irgendetwas in das Mikrofon sagen: „Hallo, hier Frau Zorgcooperations, wer ruft an?“, zum Beispiel.

Herr Gnitzel warf mir an dieser Stelle einen verachtenden Blick zu. Er schien nicht viel von verweichlichten Ärzten mit Telefonen zu halten. Im Anschluss nutzte er die Pause in unserer Unterhaltung, rupfte sich entschlossen die Monitorkabel von Brustkorb und Armen und verschwand aus der Tür. Das Raucherhäuschen empfing ihn freundlich und das nicht nur einmal in dieser Nacht. Prioritäten muss man haben.

Wir machten eine Notiz in die Akte und ließen Herr Gnitzel auf eigene Verantwortung umherwandern. Irgendwie war ich aber doch frustriert. Und Herr Gnitzel überlebte völlig unbeeinträchtigt.

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Bildquelle: Privatbild Zorgcooperations

Artikel letztmalig aktualisiert am 11.01.2018.

53 Wertungen (4.7 ø)
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Krankenschwester
akuter Infarkt hat Bettruhe, keine Bewegungsbelastung fürs Herz - Rauchersucht hin oder her......
#39 am 16.01.2018 von Krankenschwester (Gast)
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Gast
@37) Manchmal urteilen Ärzte über das Rauchen nicht so hart um die Patientenbeziehung nicht zu gefährden. Lieber ihnen das Rauchen erst mal lassen oder milde ansprechen als die Compliance bei schwierigeren Sachen wie Medikamenten, Diät-Plan oder ähnlichem erhalten. Wenn der gleiche Raucher 15 mal bei mir mit einer excerbatierten COPD und dem 5. STENT sitzt, werd ich ihn vermutlich nur annerven wenn ich mit der Raucheraufklärung zu hart anfange. Ist dann eine Sache von persönlichem Stiel in den meisten Fällen (doch ich stimme im allgemeinem zu dass das Thema häufiger auf den Tisch gehört)
#38 am 15.01.2018 von Gast
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Ich möchte ihnen etwas Mut machen. Als meine Mutter zum 70 Geb. die Info bekam, dass sie auf Grund des langen Zigarettenkonsums eine Bypass OP braucht. Jeder Tag den sie vor der OP ohne Zigaretten auskommt, senkt das Komplikationsrisiko. Sofort hat sie aufgehört und ist nun seit über zwei Jahren ohne Zigarette. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Ärzte sehr freundlich das Thema Rauchen angesprochen haben. – Lungenfacharzt. z.B. Dafür dass sie so lange rauchen sieht die Lunge noch recht gut aus. Ich war sauer, das ließ sehr viel Spielraum für positive Interpretation. Alles halb so wild... Nach der OP bin ich dann oft mit zu Ärzten gegangen (auch mit meinem Vater) und muss feststellen, dass derartige wichtige Ratschläge oft sehr lasch formuliert werden. Meiner Meinung nach deshalb, als nicht so wichtig eingestuft werden. Es wäre gut wenn sie etwas abnehmen würden. oder ... Mehr Information kommt oft nicht. Welche Risiken dadurch deutlich steigen oder welche Chancen vertan werden...
#37 am 15.01.2018 von Heilpraktikerin Katharina Kliszczysnki (Heilpraktikerin)
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Gast
@35: Sie haben recht. Aufhören kann jeder der nur will. Mit den 14 Tagen haben Sie sich aber verschätzt. Der körperliche Entzug dauert 24h, mehr nicht. Das schwierige ist jedoch die psychische Komponente. Im Anschluss an den Entzug erleidet der Betroffene anfallsartige Suchtattacken unterschiedlicher Stärke die jeweils ca. 15 Minuten dauern. In dieser Phase nicht zu rauchen erfordert viel Disziplin, wer sich für das erfolgreiche Durchstehen einer solchen Phase nicht anderweitig belohnt droht während der Entwöhnung unverhältnismäßige Trauer, Zweifel oder gar Depressionen zu entwickeln. Erst in den folgenden Wochen und Monaten nimmt die Anzahl dieser „Anfälle“ ab, vor allem wenn man Trigger und Assoziationen vermeidet (Kaffee, usw). Nikotinentwöhnung ist nichts für Weicheier aber ist mit der richtigen Einstellung und Strategie machbar und es lohnt sich. Desweiteren sei empfohlen nicht allzuviele Abbrüche und Rückfälle anzusammeln, man gewöhnt sich ans Versagen, das macht es nur schwerer.
#36 am 12.01.2018 von Gast
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Gast
Die körperliche Abhängigkeit beim Rauchen sind 14 Tage. Die "Sucht" ist nur eine Form eines Rituals das mit dem Rauchen verbunden wird. Hören sie auf die Raucher als "arme süchtige" hinzustellen. Aufhören kann jeder der nur will (wenn nötig mit Hilfe selbstverständlich)
#35 am 12.01.2018 von Gast
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Gast
Rauchen ist Sucht und wie man beim Drogenkonsum sieht, geht über den Preis wenig. Aufhören beim Rauchen können dann die, die noch nicht süchtig sind, der Rest raucht weiter. Für den Einstieg könnte allerdings ein hoher Preis die Schwelle erhöhen! Und Sucht ist übrigend genetisch bedingt, manche können von heute auf morgen aufhören, andere nie und nimmer. Irgendwo ist das untersucht worden, finde es aber im Moment nicht!
#34 am 11.01.2018 von Gast
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Gast
"Freie Fahr für freie Bürger"!!! Kurzes Gespräch, Dokumentation der Aufklärung über die Gefährdung ohne Monitor beim Akuten Koronarsyndrom (geht meißtens gut, muss aber nicht). Steht ohnehin auf jeder Packung und wenn jemand dann selbst im Akuten Koronarsyndrom rauchen geht, sollte man nicht soviel Energie in den Kasus verschwenden.
#33 am 11.01.2018 von Gast
  1
Gast
Vietnamesen ;-) kleiner Buchstabendreher ...
#32 am 11.01.2018 von Gast
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Gast
Sehr geehrter Herr Dipl-Ing Hoffmann, dann gehen die eben zum Vietmanesen und kaufen sich Billigzigarette. Und der Schnaps wird selbst gebrannt. Das ist nicht die Lösung - dafür gibt es zu viele Beispiele in der Geschichte der Menschheit ...
#31 am 11.01.2018 von Gast
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Rechtsanwalt
Ich sehe zwei Wege. 1. Seinen Job machen und jedem seiner Wege ziehen lassen. 2. Seinen Job machen und den Patienten fragen: "Warum gehen sie rauchen? ". "Wenn sie heute mit dem rauchen aufhören würden, da sie den Ernst der Lage sicher erkannt haben, welche Unterstützung wünschten sie sich von mir?" Fragen und Ich-Botschaften überwinden meiner Ansicht nach Grenzen besser als Mahnungen und Du-Botschaften. Auch erkennt man durch so ein Vorgehen gut, ob es sich lohnt viel Zeit für ein Gespräch aufzubringen. Raucher als verantwortungslose Menschen zu proklamieren erscheint mir nicht der richtige Weg zu sein. Man muss die Entscheidung nicht immer verstehen, aber doch bitte respektieren. Nicht selten werden psychologische Schubladen genutzt, aus denen Fehler hervorgehen. ( Ahhh 20 Packungsjahre alles klar, der will nicht!) Warum er raucht, wieso er Angefangen hat, wieviele Versuche er getätigt hat, um aufzuhören und wieso diese gescheitert sind, bleibt oft außerhalb der Betrachtung.
#30 am 11.01.2018 von Rechtsanwalt (Gast)
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Ich kann dazu nur sagen, daß Tabak und Schnaps vieeel zu billig sind. Wenn die Leute erst mal >500.-/Monat für ihre Sucht ausgeben müssen, werden sie es langsam merken.
#29 am 11.01.2018 von Dipl. Ing. Bernd H.K. Hoffmann (Nichtmedizinische Berufe)
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Kritiker
Eigentlich ganz lustig, an den Daumen (hoch oder runter) kann man ganz einfach ablesen, wieviele Raucher hier kommentieren! Und das Wesen einer Solidarversicherung ist halt keine Unterschiede zu machen. Bin aber Nichtraucher!
#28 am 11.01.2018 von Kritiker (Gast)
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Gast X
@26: volle Zustimmung. Null Eigenverantwortung. Die Ärzte sollens gefälligst richten, aber einen eigenen Beitrag zu leisten ist Zuviel verlangt und wenn die Sache schiefgeht sind die anderen natürlich schuld. Und bevor man mir hier mangelnde Empathie und fehlendes Verständnis für Suchtkranke vorwirft: ich habe selbst eine kalte Nikotinentwöhnung hinter mir und weiß genau dass das kein Kindergebutstag ist, aber wenn einen das nackte Überleben nicht motiviert was bitteschön dann? Sonst ist doch auch jeder immer so besorgt und geht wegen jeder Kleinigkeit zum Arzt... aber wenn es dann nachweislich um Leben und Tod geht deligiert man jegliche Sorgen, Bedenken und Verantwortung an andere... verstehe ich nicht.
#27 am 11.01.2018 von Gast X (Gast)
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Gast
Es geht hier nicht nur ums Rauchen oder Moralapostel zu spielen. Ich als Arzt empfinde es einfach als super nervig wenn man den Patienten von des Todes Schippe holt, massig Medis rein pumpt und haufenweise Arbeitszeit und ja, auch Geld investiert... und der Patient dann nicht das Rauchen aufgeben will, bzw. mit dem Rauchen der Genesung aktiv entgegen wirkt.
#26 am 11.01.2018 von Gast
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Kritker
...immerhin sind die männlichen Raucher im Bett keine Konkurrenz...!
#25 am 11.01.2018 von Kritker (Gast)
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Zu #21: Beim Rauchen geht es nicht nur um Nikotin, es geht ebenso um die ganzen Zusatzstoffe, die in den Zigaretten enthalten sind. Die sind oft weit schädlicher als ein einzelnes Pflanzentoxin für sich. Teils werden die von der Industrie mit Absicht hinzugefügt, teils sind es Rückstände von Pestiziden uä, die eigentlich in den Kippen nichts zu suchen haben. Und natürlich auch nicht in unseren Körpern. Dazu kommt noch das leidige Thema des Passivrauchens. Ich persönlich werde nicht gern eingequalmt, es riecht bescheiden und tut mir auch definitiv nicht gut. Deshalb hinkt Ihr Vergleich mit NSAIDs nicht nur, er braucht sogar einen Rollator. Fakt ist allerdings auch, dass rauchende Patienten nicht mal eben auf Station entwöhnt werden können. Dazu sind sie häufig auch viel schneller auf den Beinen als Nichtraucher, weil ihre Sucht schon eine starke Motivation ist. Nicht immer ist das so wirklich toll, aber was ist schon rein weiß oder schwarz?
#24 am 11.01.2018 von Alexandra Müller (Studentin der Tiermedizin)
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Gast
80-90 Prozent aller, die an KHK, pAVK, OSPD etc . erkrankten, waren Raucher:Dem stimme ich unschlagbar zu:Dieser Faktor ist enorm eindeutig unschlagbar. Nur: Nicht aber werden umgekehrt 80-90 % aller Raucher derartig krank.Zum Rauchen werde ich meine schwer ambivalte Meinung nicht los.Ich halte sogar Nikotin für ein Psychopharmakon- aber freilich wird es jederzeit äußerst schwierig bleiben, so eine Meinung aufrechterhalten zu können.Mehr Gift als Nutzen? Wer weiß?!Wahrscheinlich meistens schon.
#23 am 10.01.2018 von Gast
  3
Gast
#11 Also ich las da im vollen Ernst mal einen Artikel aus Schweizer Versicherung: Die rechneten wirklich völlig andersherum, als bei uns üblich: Wer raucht, sorgt für eine Verkürzung seines Lebens und habe wenigger zu zahlen. Gut, ich hörte bis heute nichts mehr diesbezüglich: Aber ich wurde schon mal gut aufmerksam und weiß nicht, wie das heute noch weiterläuft.War aber interessant, eine krankenkassenärztliche Rechnung mal völlig kontrovers gehört zu haben bekommen.
#22 am 10.01.2018 von Gast
  0
Gast
Über die nahezu schon ins Extreme gehende Gefährlichkeit des Rauchens bezüglich KHK, Herzinfarkt, COPD, Arteriosklerose etc wissen wir bestens Bescheid:Ob wir dann ein radikales Totalverbot verhängen dürfen?Ich meine: Allerdings.Ist es nicht erwiesen, dass etwa eine fahrlässige Medikation mit nichtsteroidalen Antirheumatika, also leichtwirksamen Ananlgetika, auf Dauer das Risiko weit stärker vervielfacht,einen Myokardinfarkt zu erhalten, weit stärker vervielfachen kann denn nur Nikotin? Na ja, ich will die sehr hohe Potenz von Nikotin , eine kardiale Erkrankung zu bekommen, nicht geringschwätzen: Aber der einzige-wenn auch ein sehr gewichtiger Grund-: Wird es nicht sein.Was es denn nur mit dem Nikotin pharmakologisch so auf sich hat? Dieses Pharmakon wird auch dann ein Rätsel bleiben, wenn es sogar schnell abgeschafft werden sollte-Wie Philip Morrison ankündigte, die Produktion von Tabakwaren nach und nach einstellen zu wollen. etc. Nikotinusus:Absolutes Rätsel bis jetzt.
#21 am 10.01.2018 von Gast
  4
Kritiker
Jeder weiß, dass rauchen schädigt. Jeder hat die Möglichkeit, aufzuhören. Jeder Raucher bekommt auch jede Hilfe dafür. Und wer bewusst weiter raucht, der hat sich halt entschieden und muss die Folgen tragen, Punkt! Phantasievoll Frau Bausmer, sich als Bürgerin zu bezeichnen, gefällt mir. Gratuliere, ist mal was anderes und lockert ungemein auf!
#20 am 10.01.2018 von Kritiker (Gast)
  4
Suchte und ihre Entstehung sind dafür verantwortlich .Wie viele Widersprüche es zu bewältigen gibt das wissen auch Nicht Raucher denke ich.ANgst gehört auch zu den Indikatoren -
#19 am 10.01.2018 von Bürgerin Marina Bausmer (Nichtmedizinische Berufe)
  3
Gast
Herr Schwenn sich hier als Oberlehrer und Heilpraktiker-Basher hinzustellen zeugt aber auch nicht gerade von erwachsenen geistreichen Beiträgen zur Diskussion.
#18 am 10.01.2018 von Gast
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Plagiat! Der Zweizeiler ist von Insterburg und Co.
#17 am 10.01.2018 von Dr. med. Helmut Springer (Arzt)
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Dazu mein kurzes Kurzgedicht für den kleinen Kettenraucher: "Ich möcht' so gerne rauchen - recht lange noch, Gott geb's in Qualm die Lungen tauchen - das freut den kleinen Krebs"
#16 am 10.01.2018 von Werner Wöhrle (Mitarbeiter Industrie)
  7
Um lange zu Leben bedarfst du des Schicksals, um Genug zu Leben deiner Entscheidung! :)
#15 am 10.01.2018 von Dr. med. Franz Chibulla (Arzt)
  1
Gast
#13 Während meines Praktikums in der Chriurgischen Klinik wurde mir sogar mehrmals (nicht nur) vom Pflegepersonal gesagt, dass Raucher ihnen die liebsten Patienten sind, da diese früher aufstehen und auch in der Reha etc. besser mitmachen als die meisten anderen Patienten, da sie endlich ganz normal rauchen wollen.
#14 am 10.01.2018 von Gast
  3
Gast
Immerhin müssen die Raucher nicht zur Bewegung überredet werden...
#13 am 10.01.2018 von Gast
  4
Schön wie hier Heilpraktiker als Moralapostel auftreten. Frau Dipl.-biol. Ulrike Schütt-Berg beispielsweise, einerseits fordert sie den Entzug der Leistungen, andereseits schreibt sie Nikotinabhängigkeit sei eine Krankheit. Ja was denn nun? Suchtkranke sind Suchtkranke, punktum. Das könnten sich die Heilpraktiker mal hinter die Ohren schreiben! Was soll man aber auch von Heilpraktikern erwarten?
#12 am 10.01.2018 von Werner Schwenn (Techniker, IT)
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Kritiker
Raucher sterben früher und kommen die Kassen billiger! Zumindest gibt es entsprechende Untersuchungen!
#11 am 10.01.2018 von Kritiker (Gast)
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Gast
#8 Wenn Sie die Leistungen des Gesundheitssystems für Raucher bei bestimmten Erkrankungen kürzen wollen, dann doch auch bitte die Leistungen für adipöse Patienten (außer es handelt sich um ein Drüsenleiden), für Extremsportler, Leistungssportler, Süchtige, Essgestörte etc., denn letzten Endes ist das im Hinblick auf Ihren Beitrag ja auch selbst verschuldet... Denn tatsächlich arbeiten viele Essgestörte aktiv gegen die Behandlung und dennoch werden sie mit denjenigen, die unbedingt einen Behandlungsplatz wollen über einen Kamm geschoren.. Unfair, nicht? *ironie-alert*
#10 am 10.01.2018 von Gast
  9
Gast X
Herr Bökenkamp: JA. Es kommt auf die eine Zigarette an! Denn Nikotin ist ein Gift das unter anderem einen Vasospasmus begünstigen und die periphere Durchblutung kompromittieren kann. Bei einem NSTEMI wie diesem (ein STEMI wäre sofort interveniert worden) besteht noch eine minimale Restdurchblutung im Bereich der der betroffenen Herzkranzarterie nachgeschaltet ist. Mit einer Zigarette ausgerechnet in diesem Augenblick einen vollständigen Verschluss zu riskieren ist unnötig und einfach nur blöd. Aus diesem Grund sehe ich auch den Einsatz von Nikotinpflastern kritisch...
#9 am 10.01.2018 von Gast X (Gast)
  3
Als Nichtraucher/in glaube ich kann man das wohl einfach nicht verstehen, worin dieser Kick liegt auch bei massiver Bedrohung vom Tod weiterzurauchen. Ich habe nie geraucht und immer gesund gelebt keinerlei Risikofaktoren für Herzkreislauferkrankungen und trotzdem einen plötzlichen Herztod überlebt. Musste wochenlang um die Genehmigung einer Reha kämpfen und dann erleben, wie die ganzen KHKpatientInnen vor der Rehaklinik saßen um zu rauchen. Da geht mir jedes Verständnis ab, vor allem wenn man mit diesen Unvernünftigen über einen Kamm geschoren wird. Denen sollten die Leistungen unseres Gesundheitssystems gekürzt werden und erst wieder bei echtem Bemühungen um Rauchfreiheit gewährt werden. Und die Ärzte sollten imBluck haben, dass die Nikotinsucht ein Krankheit ist die vorrangig behandelt werden sollte.
#8 am 10.01.2018 von Dipl.-biol. Ulrike Schütt-Berg (Heilpraktikerin)
  40
Sehr launig geschriebener Artikel - alles gut vorstellbar ! Ich finde es natürlich absolut legitim, wenn der behandelnde Arzt auf die Risiken, zumal im akuten Fall, hinweist. Aber letztlich ist es eine Frage der Eigenverantwortung des Patienten und wenn er halt unbedingt rauchen will - bitte sehr....
#7 am 10.01.2018 von Peter Stich (Heilpraktiker)
  2
Gast
Mein Gott, lasst die Leute doch rauchen, wenn sie unbedingt wollen. Sie sind alle erwachsen und sollten selbst entscheiden (Stichwort:Selbstverantwortung). In einigen Fällen würde ich nicht einmal die Empfehlung geben unbedingt mit dem Rauchen aufzuhören. Natürlich verschlimmert das die Atemproblematik in den meisten Fällen, aber wenn die Heilungschancen bei nahezu Null stehen und die Erkrankung in naher Zukunft vmtl. eh letal enden wird, dann finde ich es falsch dem Patienten auch noch das Rauchen zu verbieten. Wir sind weder die Erziehungsberechtigten, noch der Vormund des Patienten, sondern dessen Behandler. Und was dieser aus der Behandlung und Empfehlungen macht, geht uns nicht wirklich etwas an.
#6 am 10.01.2018 von Gast
  9
Kritiker
Soll ja auch nach meinen Erfahrungen Ärzte geben die rauchen und nicht wenige!
#5 am 10.01.2018 von Kritiker (Gast)
  8
Na, ob es dann noch auf die eine Zigarette ankommt? Nun lasst die Raucher doch endlich rauchen - Akutversorgung - Aufklärung - Entlassung - Job beendet. Es ist doch ein Krankenhaus und kein Kindergarten, oder?
#4 am 10.01.2018 von Martin Bökenkamp (Biologisch- / Chemisch- / Physikalisch-technischer Assistent)
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Gast
ich ordne meinen Pat. die ich auf die Stroke lege trotzdem immer Nikotinpflaster an, das nimmt ein bisschen den Suchtdruck und wenn man es ihnen gut verkauft kann es vll. sogar eine Verhaltensänderung hervorrufen.
#3 am 10.01.2018 von Gast
  0
Gast
Selbst Patienten, deren untere Extremitäten scheibchenweise amputiert werden, hören mit dem Rauchen oft nicht auf ... da helfen nicht mal Nikotinpflaster: das orale Erlebnis des Stillens des Erwachsenen ist durch nichts zu ersetzen bei diesen eigentlich bedauernswerten Menschen.
#2 am 10.01.2018 von Gast
  7
Gast
Oh ja das sieht man gerne. Auch die Patientin frisch nach der OP voller Narben welche aber ganz UN-BE-DINGT eine rauchen muss, notfalls im Rollstuhl, ob denn die Schwester nicht... oder der Mann der bei Visite wie der sterbende Schwan im Bette lag, mit krächzender und vor krankheit schwachen stimme säuselte es gehe ihm so schlecht und vor allem mit der Luft... und der keine 15 Minuten munter vor der Tür eine paffend stand, fröhlich sich mit dem Kollegen 2 Stationen weiter unterhaltend der eben 3 nagelneue STENTs bekommen hatte...
#1 am 09.01.2018 von Gast
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