#MeToo: Ärzte unter der Gürtellinie

04.01.2018
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#MeToo? Die Antwort lautet Nein. Nein, weil ich mich nicht erinnern kann, jemals sexuell belästigt worden zu sein. Nein, weil ich mich nicht erinnern kann, jemals eine Frau sexuell belästigt oder sexistische Dinge zu ihr gesagt zu haben. Thematisch wäre der Blogeintrag damit eigentlich beendet.

Warum muss sich überhaupt ein Anästhesist zu dieser Sexismusdebatte äußern?
Erstens ist es fast das „Wort des Jahres“ geworden und es ist die wahrscheinlich größte Bewegung 2017 gewesen. Zweitens ist es eins der vielen Themen, über die wir während unspannender Operationen gesprochen haben. Drittens ist es Teil meiner Vorsätze für das neue Jahr und viertens schreibe ich darüber, weil es ganz einfach wichtig ist und weil zu meinem Nein auch ein Ja gehört.

Ja, auch ich habe zum Teil sehr fiese Erfahrungen im beruflichen Alltag mit (Alltags-)Sexismus gemacht. Ich sage es mal ganz ehrlich: Ich schäme mich für so manchen, der sich mit mir in der Herrenumkleide umzieht. Es ist eine Schande, wie schamlos manche Männer über Frauen im allgemeinen, Kolleginnen und (Ex-)Partnerinnen herziehen, wenn sie das Gefühl haben, man sei unter sich. Gerade in der Chirurgie wird Sexismus sehr offen praktiziert, gerne auch von Angesicht zu Angesicht, in aller Öffentlichkeit, vor Zeugen, auf Station und im OP.

Unangebrachtes wird zu oft toleriert

Gefühlt – und in meiner kleinen persönlichen Welt – ist es in der Orthopädie und Urologie am derbsten, bei den Allgemeinchirurgen ist es tagesformabhängig, bei den Gynäkologen selten und bei unseren Kinderchirurgen habe ich Sexismus beispielsweise noch nie erlebt. Besonders krass wird es meistens, wenn zwei Männer operieren und ein Mann pflegerisch assistiert, da werden sprachlich die Hosen gerne mal komplett heruntergelassen.

Wenn dann doch mal jemand kommt und ein solches Verhalten rügt, wird erstaunlich oft von den weiblichen und auch meist etwas älteren OP-Pflegekräften der eine oder andere Spruch bagatellisiert. Man spricht dann von Altherren-Garde. Der sei halt so, der war schon immer so. Aber das macht es nicht besser. Und diese Männer sind weder Herren noch Mitglieder eines Ehrenwachdienst („Garde“), sondern wenn überhaupt sind sie allerhöchstens alt. Viele meiner Gedanken dazu und warum ich nicht länger bereit bin, dieses Verhalten zu akzeptieren, finden sich auch hier wieder. Den Ausführungen dazu und den empfohlenen Links und Podcasts kann ich mich gut anschließen.

„Ich vermisse den Anblick ihres Dekolletés“

Eine Kollegin von mir ist als Chirurgin in ihren Entscheidungen taktisch brillant. Sie ist technisch geschickt, hat eine sehr ruhige Hand und Schnittführung. Sie ist intelligent und wortgewandt, dabei eher leise und angenehm zurückhaltend. Sie hat viel Hintergrundwissen, vor allem zur Intensivmedizin, und geht damit nicht hausieren, sondern stellt dieses Wissen in den Dienst ihrer Patienten. Und: Sie sieht gut aus. Und eben diese Kollegin hat vor drei Monaten unser Haus verlassen und was sagt mein Kollege, als sie sich verabschiedet? Unter uns und im Spind?
„Ich vermisse den Anblick ihres Dekolletés“, im Original etwas vulgärer, aber das kann sich jeder selbst denken.

Mich ekelt das an. Mir tut es leid für diese Kollegin, ich schätze sie und ihre Arbeit und tatsächlich vermisse ich ihre Unterstützung. Es war eine Wohltat, mit ihr zu arbeiten, sie hat verletzte Kinder empathisch und konsequent behandelt und hat deliranten Omas in die Spur geholfen. Diese Ärztin war an perfekt nah dran und alles, was ihm dazu einfällt, ist so ein bräsiger Spruch.

Frauen, seid stark!

Fragt mal eure Schwester oder eine Frau eures Vertrauens, ob und wie oft sie schon mit Blicken ausgezogen wurde. Ich kenne Frauen, die sich nach einer unsittlichen Berührung eines ekligen Mannes zwei Stunden lang geduscht haben, um das Gefühl wieder los zu werden. Eines Mannes in einer hochrangigen Position, in diesem Fall der Oberarzt eines Instituts der Uniklinik. Er war der Meinung, er dürfe das in seiner Position, was soll schon so eine kleine Studentin ausrichten können.

Zu viele alte Männer fühlen sich in ihrer Position sicher genug, um hinter vorgehaltener Hand oder auch ganz offen Sexismus zu leben. Sie verletzen, demütigen und erniedrigen, sie versuchen, den Selbstwert anderer Menschen, ihre Würde und den Stolz in beschämender Art und Weise anzugreifen.

Ich wünsche allen Chirurginnen, Schwestern, Pflegerinnen, Notärztinnen, Internistinnen, Raumpflegerinnen, Bürokräften und Mitarbeiterinnen im Krankenhaus und anderswo – seid stark. Benennt Zeugen, sprecht diese konkret an, schreibt ein Gedächtnisprotokoll. Wie das genau geht und was man dann als nächstes machen kann, steht hier.

Und was können wir Männer tun?

Den Mund aufmachen, Männer ansprechen. Falls man selber Sexismus erlebt, ist es auch durchaus legitim, sich proaktiv als Zeuge anzubieten. Eine Kollegin von mir wurde im Rahmen der Visite sehr unsittlich berührt, einen blöden Spruch gab es gratis dazu. Ich habe mich als Zeuge angeboten, letztlich hatte sie nicht den Mut, dieses Vergehen anzuzeigen.

In Beverly Hills hat sich eine Krankenschwester getraut, einen Vorfall anzuzeigen, bei dem sie von einem Chirurgen attackiert wurde. Ich will jetzt nicht Äpfel mit Birnen vergleichen, es geht hier nicht um sexuelle Belästigung, sondern um die Ausübung von Gewalt eines vermeintlich Stärkeren einem Schwächeren gegenüber. So gesehen gibt es Parallelen, denn auch Sexismus setzt immer ein hierarchisches Gefälle voraus oder wird sogar eingesetzt, um ein solches zu manifestieren.

Keine Konsequenzen, trotz Videoaufzeichnung

Der Fall ist deswegen so brisant, weil es eine Videoaufzeichnung gibt. Erschreckend ist, wie gleichgültig die Mitarbeiter vorbeigehen, die die Situation mitbekommen haben müssen. Die Konsequenz des Vorfalls, in dem die Krankenschwester, die austauschbar ist, von dem Starchirurgen der Augenklinik, ein sogenannter „celebrity physician“, der im wesentlichen für die Erlöse des Krankenhauses verantwortlich ist, attackiert wurde? Die Krankenschwester ist letztlich gegangen (worden).

In diesem Fall reden wir von einem Vorgang, der – zumindest in Teilen – auf Video aufgezeichnet ist. Und natürlich ist es kompliziert und vielleicht war es alles ganz anders aber hey, ich glaube, wir alle wissen, wie es gelaufen ist. Und wenn auch nicht in diesem einen konkreten Fall, dann aber doch in ganz vielen Fällen, die jeder von uns so oder ähnlich schon erlebt hat.

Männer, macht den Mund auf

Meistens gibt es ja nur Aussage gegen Aussage und das ist schon kompliziert genug. Es gibt natürlich auch Fälle wie den von Horst Arnold, der wegen einer Vergewaltigung zu fünf Jahren Freiheitsstrafe verurteilt wurde, die er nachweislich nie begangen hat. Darum geht es mir hier aber nicht. Es geht mir um Sexismus im Alltag, um die sogenannten Kavaliersdelikte. Um Altherrenwitze auf Kosten meist junger Mitarbeiterinnen. Um billige Anmachsprüche, die hinten herum noch ganz entrüstet mit „war doch nur ein Kompliment“ getarnt werden.

Also Männer – macht den Mund auf. Im OP, im Rettungsdienst, bei der Feuerwehr, auf Station im Krankenhaus, in der Personalabteilung, im Eiscafé, bei der Müllabfuhr und im Drogeriemarkt. Es liegt an euch, zu zeigen, dass nicht alle Männer so sind.

 

Disclaimer light: Das Thema ist kompliziert und bietet Potenzial zur Hysterie, das ist mir wohl bewusst. Eine gute und unaufgeregte Annäherung bietet, wie ich finde, die ARD, die eine Reihe an Beiträgen zu diesem Themenkomplex zusammengestellt hat.

Der Beitrag entählt wie immer meine persönliche Meinung und steht nicht repräsentativ für mein Krankenhaus oder meinen Berufsstand.

 

 

Bildquelle: Maria Morri, flickr

Artikel letztmalig aktualisiert am 11.01.2018.

171 Wertungen (4.64 ø)
29103 Aufrufe
Respekt, vor diesem Grundsatzartikel eines Kollegen, der sich auch in der Lage sieht, seinen Ekel äußern. Ich gestehe allerdings, daß mich diese #metoo - Welle selbst schon sehr bedenklich stimmt, partiell auch anekelt, und dies nicht nur in den gänzlich undifferenzierten Formen Dies betrifft vorrangig Ebenen der zahlreichen Trittbrettfahrer(innen). "Ich will jetzt nicht Äpfel mit Birnen vergleichen, es geht hier nicht um sexuelle Belästigung, sondern um die Ausübung von Gewalt eines vermeintlich Stärkeren einem Schwächeren gegenüber. So gesehen gibt es Parallelen, denn auch Sexismus setzt immer ein hierarchisches Gefälle voraus oder wird sogar eingesetzt, um ein solches zu manifestieren." NEIN! Das ist kein Äpfel mit Birnen - Vergleich, sondern beschreibt relativ exakt den Machtmißbrauch, der vielgestaltig und in zahlreichen Gewändern einherkommt. Und hierbei empfinde ich z.T. eine anbiedernde Kumpanei (speziell von Frauen) als noch infamer, als offen zu parierende Attacken.
#62 vor 8 Tagen von Dr. med. Dorothea Menges (Ärztin)
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Dass mancher der Kommentatoren/innen nicht in der Lage ist, sexuelle Belästigung von einem Flirt zu unterscheiden, ist erstaunlich. Und dass die Meinung noch verbreitet ist, eine Frau sei selbst Schuld belästigt zu werden, weil sie einen Minirock trägt, macht mich sprachlos. Ich bin selbst Frau, 51 Jahre alt und durfte im zarten Alter von 47 Jahre erstmals Opfer eines sexuellen Übergriffes durch einen Kollegen werden. Nein, ich trug keinen Minirock. Weil ich schon im Vorfeld bei einer Kollegin erfahren durfte, dass der Täter gut weg kommt und das Opfer eine weitere Viktimisierung erfährt, dadurch dass es keine Unterstützung erfährt, entschied ich gegen eine Kontaktaufnahme mit meinem Chef und dem Betriebsrat. Ich bin sehr glücklich darüber, dass mein Mann damals den Vorfall in einem "Gespräch" unter Männern geklärt hat. Überraschend für mich die spontane Krankmeldung des doch im Vorfeld so eloquent auftretenden Kollegen, den ich seit dem "Männergespräch" nie wieder gesehen habe.
#61 vor 8 Tagen von Dr. med. Petra Schwirkmann-Engel (Ärztin)
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Gast
Danke für diesen Artikel.
#60 vor 8 Tagen von Gast
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Gast
Die Extreme sind wie immer einfach zu bewerten und im Falle eines Übergriffs eindeutig. Aber eine universelle Grenze zu finden, was schon Belästigung und nicht mehr ein harmlos unbeholfener Flirt- Versuch ist, ist schon echt schwierig. Wichtig: Männer müssen mehr Grenzen erkennen und Frauen müssen sie selbstbewußt setzen. Muß ja nicht immer gleich eine Anzeige oder Meldung sein. Ein paar klare Worte tun meist schon ihre Wirkung. Mir als junger Mann damals wurde übrigens auch schon zwischen die Beine gefasst, nicht von einer Frau, sondern von einem älteren Mann. Ein klares "Nein" und der Fall war gegessen. Wir haben uns dann beruflich aber weiterhin sehr gut verstanden. Ich hatte aber eben kein Interesse.
#59 vor 8 Tagen von Gast
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Ich bin auch mal gegangen worden, weil ich den Pfleger, der mich wiederholt sexuell missbraucht hat gemeldet habe. Und meine Vorgesetzten waren......Frauen. Es ändert sich was, wenn Frauen sich über die Opfer nicht mehr unisono mit den Männern lustig machen und lästern.
#58 vor 8 Tagen von HP Annette Uebach (Heilpraktikerin)
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Gast
edit: das ging an #55
#57 vor 8 Tagen von Gast
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Gast
#43 klar, warum Männern beibringen, dass sie nicht vergewaltigen sollen, wenn man die Schuld bei den Opfern suchen kann. Denn irgendwas muss ein Mädchen/eine Frau ja getan haben um so eine Behandlung zu verdienen und wenn es nur ihr Aussehen ist.
#56 vor 8 Tagen von Gast
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Gast
#43: "Minirock-na und?" Da sollte sich so manche Geschlechtsgenossin an die Nase greifen. Ein guter Freund von mir sagte einmal, bei der aufreizenden Kleidung müßten sich die Mädels nicht wundern, wenn sie hinter den nächsten Busch gezerrrt würden. Und das hat er wildfremden jungen Mädchen auch auf der Straße gesagt. Auch eine Art von Prävention..wenn es auch mit dem Hauptthema nur am Rande zu tun hat!
#55 vor 8 Tagen von Gast
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Dem Artikel ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen. Finde ihn gut und als Mediziner zum Fremdschämen. Allerdings frage ich mich, wieweit man unter dieser metoo-"Welle" überhaupt noch flirten darf, ohne in den Ruch einer sexuellen Belästigung zu kommen.
#54 vor 8 Tagen von Dr. Leopold Wiebogen (Arzt)
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Naja, gut, dass wir mal drüber geredet haben, aber irgendwann reicht's auch. Durch die "Me-too" Debatte werden m. E. wirklich kriminelle Akte und peinliche Ungeschicklichkeiten vermengt. - Wenn früher (ich bin 80!) mal ein Mann zudringlich wurde, bekam er von der Frau / dem Mädchen eine Ohrfeige aus dem Handgelenk ("Dressurklaps") - und das war's dann. - Und gibt / gab es niemals Frauen, die sich "nach oben schlafen"?
#53 vor 8 Tagen von Dr. med.dent. Horst Landau (Zahnarzt)
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surv
Selbst auf Trauma-Stationen habe ich es erlebt, dass Patienten andere P. auf den Hintern gehauen und/oder anzügliche Bemerkungen fallen gelassen haben, und seltsamerweise nur bei den Frauen, bei denen klar war, dass sie durch ihre bisherigen Erfahrungen die Schuld bei sich suchen würden, nie bei denen die andere Traumata erlebten; das gleiche gilt natürlich für Männer, denn auch diese können nicht nur, sondern werden sexuell belästigt und auch missbraucht. Aber hier irgendetwas von "klarer Ausstrahlung" durch deren Vorhandensein sexuelle Übergriffe oder Belästigungen nicht mehr oder kaum noch vorkommen würden zu schreiben, ist doch Schwachsinn. Zudem wie soll jemand, dessen Grenzen immer wieder nicht nur übertreten, sondern niedergetrampelt wurden, in der Lage sein eigene Grenzen zu setzen? Und nein, da hilft keine Therapie, die Symptome bleiben, man lernt auch im Idealfall nur besser damit umzugehen und die Häufigkeit nimmt vllt ab..
#52 vor 8 Tagen von surv (Gast)
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surv
#13 jörg hentschel;#20; #21 Sexueller Missbrauch im Kindes- und Jugendalter ist auch in Deutschland nach wie vor häufig. Und wie sollen diese Menschen jemals eine klare Ausstrahlung haben oder ein klares Nein artikulieren können, wenn sie es nie gelernt haben oder nie durften, da jegliche Abwehr zu schwereren Übergriffen führte? Natürlich gibt es diejenigen die nach sexuellem Missbrauch in der Kindheit promiskuitiv wurden (in der Hoffnung das Trauma aufzulösen, was i.d.R. leider nur zu Reviktimisierung führt), aber ich beziehe mich vor allem auf jene, die keinerlei sexuellen (teils schon körperlichen) Kontakt haben wollen und die gerade, wenn es auch später durch andere passierte zwar "Nein" sagten, aber nicht ernst genommen wurden, da sie ja hätten schreien oder sich physisch wehren gekonnt hätten... dabei lernten sie doch schon früh, dass sich "tot-stellen" (sprich: zu dissoziieren, die beste und schmerzfreiste Methode ist).
#51 vor 8 Tagen von surv (Gast)
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Da die Redakion nachts nicht besetzt ist und wir bei diesem Thema die Kommentare moderieren möchten, schließen wir die Funktion bis Donnerstagmorgen.
#50 vor 8 Tagen von DocCheck News Redaktion (Mitarbeiter von DocCheck)
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Gast
Ich muss Gast# 42 leider voll und ganz zustimmen. Ich habe ähnliches erlebt und vor Allem von Männern in Machtpositionen, die tatsächlich glauben mit ihren Chefaffen-Attitüden und Geld , jede Frau gefügig zu machen. Ok, sowas funktioniert im Bordell aber hat in seriösen Arbeitswelten aber auch so gar nichts zu suchen.
#49 vor 8 Tagen von Gast
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Firmenfick bringt Unglück...alte Lebensweisheit Ist es dann soweit mit dem Unglück fliegt selten der Ranghöhere.
#48 vor 8 Tagen von Werner Wöhrle (Mitarbeiter Industrie)
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Danke Frau Kollegin Wegener (Nr.1)Die Debatte hat durchaus 2 Seiten.
#47 vor 8 Tagen von Dr. med. Jens Bernhardt (Arzt)
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Gast
Und leider finde ich es auch bezeichnend, dass der erste, der meinen Kommentar bewertet, ein „Dislike“ postet ^^.....
#46 vor 8 Tagen von Gast
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Gast
#44 Danke, ich weiß :) ... ich habe sogar viele anständige Männer kennengelernt..... Nichts desto trotz ist genannter Umgang sehr verbreitet ...
#45 vor 8 Tagen von Gast
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Prof.Dr.Dr.R. Reichardt
#42 Was müssen sie liebe Kollegin für einen Eindruck von Männern gewonnen haben. Mir kommt das erbrechen, für diese Schweine,(nein Schweine tun so etwas nicht!) Unmenschen Ja! Aber es gibt auch noch anständige Männer und nicht alle sind Penis gesteuert.
#44 vor 8 Tagen von Prof.Dr.Dr.R. Reichardt (Gast)
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Gast
Fortsetzung : zu #16 ...hätte. Selbst mit 35 musste ich noch auf einer Party erleben, wie sich die Herren der Schöpfung einen Spaß daraus machten heimlich Handyfotos von der Gegend unter den (zugegeben kurzen... na und?) Röcken zu machen @#14 das alles hat nichts mit respektvollem Flirten, umeinander werben oder netten Komplimenten zu tun, sondern ist auf der sexuelle Ebene gezogene/ausgelebte Verachtung, Erniedrigung, Demütigung... mehr nicht ! Ich glaube, die meisten Männer (und Frauen) können sehr wohl unterscheiden, wann eine Bemerkung/Geste nett oder erniedrigend gemeint ist. Und natürlich kommt es auch umgekehrt vor (allerdings weitaus weniger), ist auch hier genauso falsch, stil-und respektlos !!
#43 vor 8 Tagen von Gast
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Gast
Mit 13 ist mir das erste mal grob zwischen die Beine (unter die Bikinihose) gegriffen worden von einem gefühlt 70 jährigen Mann als ich mich alleine zwischen den Dünen am Strand auf dem Bauch liegend sonnte. Mit 14 das nächste Mal im Gedränge des Rosenmontagszuges in Köln. Als ich mich empört umdrehte grinste man mich nur dümlich an und deutete mit der Zunge an, was man noch gerne mit mir anstellen würde. Mit 16 auf einer feucht fröhlichen Party verirrte sich die Hand eines Bekannten dann erst auf meinen Po , dann in meine Hose, während wir uns eigentlcih gerade in einer Gruppe unterhielten . In meinem ersten Studium wurde ein Kommolitonin von einem Professor am Anfang einer Prüfung mit den Worten begrüßt : “Sie sehen so geil aus, Sie können gar nicht intelligent sein ..” . Nicht nur einmal habe ich in meiner Umgebung von Männern gehört, dass, wenn eine Frau vermeintlich “zickig” ist, dass “..die wohl unbefriedigt”, “noch nie richtig durchge...wurde” oder “wohl ein Ei am wandern”..
#42 vor 8 Tagen von Gast
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Gast
Die Frage hierbei ist allerdings ob der Arzt der das Dekollte des der Frau mochte und dies ausgesprochen hat tatsächlich sexistisch war oder ob er seine natürlichen und biologischen Reaktionen in einem Arbeitsumfeld eher für sich behalten sollte weil es andere nichts angeht? Zu schnell geraten anzügliche Äußerungen unter den Sexismusverdacht wenn es eigentlich nur darum geht wo und unter wem es aus Gründen des Respekts angemessen ist seinen triebhaften Impulsen Ausdruck zu verleihen. Es ist allerdings auch die Frage wieso der Respekt der Person als "gleichwertige" denn angeblich erlischt wenn dies passiert. Trieb, Vernunft und Wertschätzung können bei reifen Menschen durchaus gleichzeitig und nicht nur untereinander verdeckt existieren.Vllt müssen einfach absolut alle Mal Ihre Ansprüche und tatsächlichen Motive überdenken, auch der Autor des Artikels den wir gelesen haben.
#41 vor 8 Tagen von Gast
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Gast
Das Thema ist m.E. sehr gut behandelt. Und es wird lange dauern, bis ein harmloser Flirt der durch die (wichtige!) Debatte auch ausgelösten Verklemmung wieder Raum finden kann. Ich habe ebenfalls keine wesentlichen Situationen erlebt, auch nicht in der Chirurgie, denen ich mich etwa hilflos ausgesetzt fühlte. Danke meinen Eltern für eine gute Erziehung und ein gutes Selbstbewußtsein (weiblich) Frauen und Männer, emanzipiert Euch
#40 vor 8 Tagen von Gast
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Dankeschön!!
#39 vor 8 Tagen von Fiona Brockmann (Heilpraktikerin)
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Gast
In Mainz wurde ein Orthopäde als Chefarzt u.a. wegen sexueller Belästigung von seinem Posten enthoben. Vollkommen zu Recht. Aber die "Altherrengarde" der Orthopäden hielt auch hier zusammen, sah es als Skandal wie man einen der ihren für seine Taten zur Rechenschaft ziehen konnte. Dr. K. arbeitet nach einer Pause wieder als Chef in einer anderen Klinik, für seine Opfer gab es nicht einmal eine Entschuldigung. So weit geht der Sexismus, Kollegen tragen das scheinbar nur zu gerne mit. Eine Frauenbeauftragte, die in einem Seminar neben mir saß, erzählte aus ihrem Alltag. In "ihrer" Klinik kam es sogar zu einer Vergewaltigung, über die keiner spricht. All diese Dinge passieren vor unseren Augen. Betroffene wehren sich zu selten und Täter werden zu oft toleriert, da sie meist ihre Stellung ausnutzen.
#38 vor 8 Tagen von Gast
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Gut dass das mal jemand thematisiert, aber Sexismus bedeutet nicht unbedingt sexuelle Übergriffigkeit verbal oder in Taten, sondern die ungleichbehandlung einer Person aufgrund ihres Geschlechts. Und das könnte ich bei meiner Odyssee als Patientin im kardiologischen Bereich sehr deutlich beobachten/erleben. Sprach ich in fachlichen Dingen von meiner Hausärztin wurde das vorgebrachte abgetan, runtergeredet oder schlicht ignoriert von den Fachärzten. Sprach ich einfach nur davon dass mein Hausarzt das gemeint, verordnet etc.... habe, war die Reaktion völlig konträr bzw es wurde drauf eingegangen. Das ist für mich auch Sexismus unter Arzten/KollegInnen
#37 vor 8 Tagen von Dipl.-biol. Ulrike Schütt-Berg (Heilpraktikerin)
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Bei sowas geht es im Kern immer um Dominanz. Nimmt man den Aggressoren die sexuell konnotierten Kommentare mittels Strafverschärfung weg, werden sie andere Formen des Kommentars nutzen, um Schwächere herabzusetzen und zu demütigen. Besser kann es nur werden, wenn alle Formen der Demütigung als inakzeptabel angesehen und gesellschaftlich geächtet werden.
#36 vor 8 Tagen von Annika Diederichs (Tierärztin)
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Gast
Wer sich aufregt über Sexismus und die Arroganz bestimmter Fachärzte, vorneweg die Urologen, Orthopäden und allgemein Chirurgen (übrigens absolut zu Recht!!!!), der sollte etwas mehr über seine Wortwahl nachdenken, wenn er beispielsweise von "deliraten Omas" redet. Auch das ist eine ungeheuerliche Respektlosigkeit, die aber leider im Krankenhausalltag eigentlich niemanden mehr aufregt. Traurig!!!
#35 vor 8 Tagen von Gast
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Ich kann dem Artikel nur voll und ganz zustimmen! Nach meiner Beobachtung treten die Belästigungen/Kommentare etc. klassischerweise auf, wenn übergeordneter Mann in unantastbarer Stellung, in der er sich auch noch sehr sicher fühlt, und jüngere, weibliche (austauschbare) Untergebene zusammen kommen. Und die Zuschauer/Zeugen halten auch noch die Klappe, weil sich keiner traut, gegen den Platzhirsch aufzubegehren!!!
#34 vor 8 Tagen von Marianne Reiling-Probst (Heilpraktikerin)
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Ein sehr guter Beitrag!
#33 vor 8 Tagen von Dipl.Soz.Päd./FH Gisela Urmes (Weitere medizinische Berufe)
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toller Beitrag, vielen Dank! mehr davon. Als junge Ärztin im Krankenhaus habe ich im OP oft verbale Entgleisungen erlebt und stand dem hilflos gegenüber. Mehr Aufklärung hilft und Sexismus und Herabwürdigung hat weniger Chance. Also absolut notwendig darüber zu sprechen gerade mit jungen Menschen. Also nochmals Vielen Dank!
#32 vor 8 Tagen von Dr. med. Leveke Brakebusch (Ärztin)
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Vor vielen Jahren durfte ich (15j) als Praktikantin öfter mal in einem OP zuschauen. Nie vergesse ich, wie geschockt ich damals war über die Umgangsformen, deren Zeuge ich da wurde. Vor allem den narkotisierten Patienten gegenüber, in der Annahme, daß die es ja nicht hören. (Über die Wahrnehmungen auf unterbewußten Ebenen weiß man heute etwas mehr) Das Ganze betraf Frauen UND Männer! Nur ein Beispiel: da spielten zwei OP Schwestern mit verächtlichem Spott mit dem erigierten Penis eines narkotisierten Patienten herum und machten sich lautstark lustig darüber. KEINER sagte etwas dagegen, auch nicht die Nonne, die als OP Schwester daneben stand in dem christlichen Krankenhaus. Ich leider auch nicht, fühlte mich überfordert. Diese Erlebnisse haben damals mein "Ver"trauen in die Schulmedizin maßgeblich mitgeprägt, und auch den Respekt, den sich auch heute noch mir gegenüber jeder erstmal verdienen muß. Daß es heute wohl noch ähnlich zugeht, zeigt mir dieser Beitrag. Schämt Euch!!!
#31 vor 8 Tagen von Claudia Komm (Heilpraktikerin)
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Ihr Gehirn scheint von diesen Genderwahnsinnigen gehörig gewaschen worden zu sein! Diese bösen,bösen Männer da draußen....die immer nur Sex wollen!
#30 vor 8 Tagen von Bernd Scholtz (Student der Humanmedizin)
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Dem ist nichts hinzu zu fügen.
#29 vor 8 Tagen von Robert Wagner (Heilpraktiker)
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Prof.Dr.Dr.R. Reichardt
MeToo? Ein sehr guter Artikel! Alle Männer, Frauen – Kolleginnen und Kollegen sollten einmal inne halten und überdenken, was überhaupt dieses Thema so hochspielt? Alle Sexuellen übergriffe sind peinlichst genau zu untersuche. Sexuelle oder überhaupt eine Belästigung kann nicht akzeptiert oder toleriert werden! Alle Frauen haben ein ungeschriebenes Recht auf Achtung ihrer Würde und Ehre. Sexualität (wir sprechen von Intimität) ist etwas Natürliches und bedarf der Verantwortungspflicht des Anderen(beider Menschen.) Ein „ NEIN“ bedeutet ein nein! Für Frau und Mann! In diesen hochgespielten Sexuellen übertriebenen Sexualmachenschaften, haben diese Individuen die Liebe und die Zartheit zueinander vergessen. Der Trieb ohne Gehirn steht im Vordergrund. Auch sollten Kollegen niemals einen Patienten-Patienten ohne eine Helferin untersuchen.
#28 vor 8 Tagen von Prof.Dr.Dr.R. Reichardt (Gast)
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jörg hentschel, wie weltfremd sind sie eigentlich? nicht nur das stammtischgeplapper nachlabern, dass frauen selbst schuld sind war schon immer eine ausrede triebgesteuerter täter.
#27 vor 8 Tagen von marina geyer (Heilpraktikerin)
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Schön, diese Äußerung, daß nicht mit zweierlei Maß gemessen werden sollte, auch von Kolleginnen selbst zu hören. Verbale und erst recht körperliche Übergriffe dürfen grundsätzlich und unabhängig vom Geschlecht nicht toleriert werden! Das eigenliche Proble sind die aus meiner Sicht oft sehr vertikalen Organisationsstrukturen im ärztlichen, aber auch pflegerischen Bereich. Es tritt sich immer leichter (und ungefährdeter!!!) von oben nach unten. Es glaubt wohl niemand, daß sich ein Stationsarzt derart herabwürdigend über seine neben ihm stehende Cherfärztin äußern würde? Und umgekehrt!
#26 vor 8 Tagen von Dr. med. Ingo Kleitke (Arzt)
  3
Gast
Ein richtiger Mann schreibt keine Beiträge zu diesem Thema, er äußert sich nicht einmal dazu - er handelt, wenn es Not tut. Und mal so unter uns, wenn ich nicht weiß, dass jemand mir gegenüber sexuelle Wunschträume hat, weil er sie ohne meine Anwesenheit in eienr Umkleidekabine anderen mitteilt - dann hat er doch das Problem und nciht ich, da muss auch keiner für mich in die Presche springen. Mein Gott nun kommen sie mal wieder runter von ihrem Helfersyndromkomplex - es gibt auch Medikamente zur Unterstützung. Natürlich geht Gewalt und/oder ausnutzen von "Macht" zum erreichen von sexuellen Zielen nicht, ganz klar. Aber ich glaube wir haben größere Probleme als diese... denn wir vergewaltigen die Menschen in ärmeren Ländern jeden Tag und zwingen sie sich zu protituieren, nur damit es uns hier super geht und wir uns über obiges Thema mal richtig auslassen können.
#25 vor 8 Tagen von Gast
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Interessierte/r LeserIn ;-)
Schließe mich #3 Dr. med. Lothar Markus (Arzt) an. Wieso wird hier nicht der / die Autor/In genannt. Bestehen begründete Annahmen, dass - sollten es die Kollegen vom Arbeitsplatz lesen - er/sie selbst "gehänselt" werden könnte. Wenn der Bericht authentisch ist, werden es die KollegInnen ohnehin wissen, wer gemeint ist.
#24 vor 8 Tagen von Interessierte/r LeserIn ;-) (Gast)
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Anne-Katrin Diedszun
#14 Sie als Frau sind da völlig im Thema, oder? *Ironie aus* Allerdings frage ich mich durchaus ernsthaft für welche Gruppe Sie Ihre Erfahrungen in den Ring werfen, Herr Hentschel.
#23 vor 8 Tagen von Anne-Katrin Diedszun (Gast)
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Gast (Ärztin)
Ich bin eine Frau und man kann genauso die Frauen ansprechen. Ich kenne genügend Frauen, die Männer sexuell belästigen. Männer fühlen sich aber dabei nicht so schlecht. Vielleicht liegt es auch an dem Mangel an Selbstbewusstsein. Die Frage stellt sich doch auch, wenn eine Frau Ihre Brüste und Hintern halb Nackt zur Schau stellt, ist das auch Sexuelle Belästigung des Mannes. Wenn ein Mann halb Nackt rumläuft und sein bestes Stück jedem zeigt ganz bestimmt. Auch wir Frauen sollten aufhören mit zweierlei Maß zu urteilen. Wer glaubt die Frauen reden nicht Vulgär von Männern ist naiv.
#22 vor 8 Tagen von Gast (Ärztin) (Gast)
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Gast
Solche Debatten dienen nur der Kriminalisierung von Männern in der Gesamtheit.
#21 vor 8 Tagen von Gast
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Ärztin
Natürlich sind Übergriffe verbaler und körperlicher Art nicht akzeptabel und zu verurteilen, aber wir alle müssen daran arbeiten. Frauen müssen klare Grenzen ziehen ohne dabei selbst zu Aggressoren zu werden die ihrerseits die Männer erpressen. Was mich an #metoo stört? Viele der Frauen die sich jetzt zu Wort melden haben sich seinerzeit entschlossen die Übergriffe hinzunehmen weil sie sich selbst einen Vorteil davon erhofft haben. Wenn ich einem Mann aus Gier und Ehrgeiz meinen Körper überlasse ist das Prostitution. Und damit vermittle ich dem Täter die Botschaft sein Verhalten sei in Ordnung... auf diese Weise wird sich die Welt nie ändern.
#20 vor 8 Tagen von Ärztin (Gast)
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Gast
Super!! Danke für diesen Artikel! :)
#19 vor 8 Tagen von Gast
  4
Gast
Schade, ich hatte gehofft, dass Sexismus mit den "Alten Herren" mittlerweile im modernen Krankenhaus ausgestorben sei. Während meines PJs vor 25 Jahren war die offene und kollektive Entwürdigung von Ärztinnen, Schwestern und Patientinnen so unerträglich, dass ich mich aus diesem Grund gegen die Gynäkologie entschied.
#18 vor 8 Tagen von Gast
  5
Gast
Danke, danke, danke, dass nun auch Männer bereit sind, uns Frauen in solchen Situationen beizustehen. Auch ich hatte als Berufsanfängerin im OP ständig die Nase des Chefs an meiner Schulter, mit der Ausrede, sie jucke ihm und er könne sich ja mit seinen sterilen Handschuhe an selbiger nicht kratzen. Und ich blöde Kuh hab das auch noch geglaubt!!!!!! Gerade junge Frauen brauchen Unterstützung von Kollegen.
#17 vor 9 Tagen von Gast
  5
Gast
Weltfremd und einseitig!
#16 vor 9 Tagen von Gast
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Ärztin
Ein guter Artikel, ausgewogen dargestellt. Es ist wirklich manchmal schwierig Grenzen zu ziehen... gerade bei Grenzwertigen zweideutigen Scherzen fühlt man sich auch deswegen verunsichert weil man als Frau selbst nicht weiß wo man die Grenze ziehen soll... fühle ich mich wirklich angegriffen? Oder sollte ich mich angegriffen fühlen? Natürlich soll niemand peinlich berührt sein und manche brauchen klare Grenzen aber ich möchte auch dass meine männlichen Kollegen sich in meiner Gegenwart wohl fühlen und authentisch verhalten. wenn ein Witz so gut ist dass ich selbst darüber lachen muss gibt es keinen Grund mich zu beschweren. Bösartiges Lästern generell ist oft unschön und unabhängig von der Sexismusdebatte dem kollegialen Miteinander abträglich. Und ja, auch Frauen lästern... wer in der Damenumkleide darüber herzieht was für eine dumme Hohlfrucht der neue Chirurg ist braucht sich seinerseits über derbes Lästern nicht zu beklagen.
#15 vor 9 Tagen von Ärztin (Gast)
  9
Gast
Na Gott sei Dank endlich mal ein Beitrag! Ich dachte schon, dass das Thema an Deutschland völlig vorbeigezogen ist! Vielen Dank für die "männliche" Perspektive. Und richtig ist der Aufruf an die Männer UND Frauen! Das ist ein Thema, an dem alle arbeiten müssen, an dem die Gesellschaft arbeiten muss. Verteufeln und anklagen reicht nicht, wir müssen da alle ran!
#14 vor 9 Tagen von Gast
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haben denn Ärzte überhaupt noch Sex? Zum sexuellen Belästigen gehören immer noch zwei. Ich möchte ja mal sehen, wie sauer Frauen reagieren wenn niemand mehr auf die Reize reagiert. In dieser ganzen Bewegung, welche durchaus begründete Einzelfälle anspricht neigen die Menschen dazu, auf der anderen Seite vom Pferd zu fallen. Es ist ist eh um das Thema Sexualität schlecht bestellt in der westlichen Welt, Balzen und Baggern gehört eben auch dazu.... In Amerika trauen sich viele nicht mal mehr einen Witz zu erzählen....... Wenn Frauen ganz klar in Ihrer Kommunikation und Ausstrahlung sind, dann belästigt die auch keiner auch wenn Sie wie Sexgöttin aussieht...
#13 vor 9 Tagen von jörg hentschel (Heilpraktiker)
  103
Gast
danke für den Artikel. Die gemeinten und offensichtlich nie aussterbenden Herren der Schöpfung, leider auch in unserer Profession, werden ihn wohl nicht lesen. Leider. Schade ist, dass die Gesamtgesellschaft nach wie vor fast unverändert geneigt ist, diesen narzisstisch gestörten Individuen, die ihre psychische Homöostase via Abwertung von Frauen und anderen "niederen Chargen" regulieren, noch zu applaudieren
#12 vor 9 Tagen von Gast
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Sexismus ist so klar definiert - danke hierfür. Alle og. Muster die auf einem Machtgefälle beruhen oder sogar eines herstellen sollen kann man im Alltag beobachten und erleben. Da es sich um ein Verhalten innerhalb von Machtstrukturen handelt und Frauen teil dieser Struktur sind agieren sie entsprechend: Auch in dem sie dieses Verhalten bagatellisieren, akzeptieren, unterstützen oder ausnutzen. Solange wir keine wirkliche berufliche/wirtschaftliche Gleichstellung von Menschen unterschiedlichen Geschlechts haben wird das, fürchte ich, so bleiben.
#11 vor 9 Tagen von Dr. Anke Wenzel (Ärztin)
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Ärztin, Berufsanfängerin
Teil 2: Im Arbeitsleben ging es bisher. Irgendwie hat man sich trauriger Weise an vieles auch gewöhnt. Dass zB Patienten sexistische Sprüche machen. (“Na Frollein, wenn Sie lächeln geht die Sonne auf, aber darf ich endlich den Doktor sprechen?” -im Wissen, dass ich das bin...) Jedenfalls- Danke. Hat sehr gut getan diesenBeitrag zu lesen.
#10 vor 9 Tagen von Ärztin, Berufsanfängerin (Gast)
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Ärztin, Berufsanfängerin
Teil 1: Vielen Dank für diesen Artikel. Auch ich habe schon viele solcher Erlebnisse gehabt. Angefangen hat das schon in der Schulzeit. Als eins der wenigen Mädchen mit naturwissenschaftlichem Fächerschwerpunkt würde ich regelmäßig vom Physik- und Chemielehrer getriezt, da Frauen seiner Meinung nach lieber Fremdsprachen belegen sollten. Der Musiklehrer meinte, mein Dekolleté lenke ihn ab (da muss ich ca 14 gewesen sein). Im PJ habe ich vor allem in der Chirurgie sexistisches erlebt. “Nehmen Sie den Zeigefinger, da haben Sie mehr Gefühl (Knoten im allgemeinchirurgischen OP), oder masturbieren Sie mit dem Mittelfinger?”, “Die ist aber schön straff” (Patientin in Narkose),nur um Beispiele zu nennen...
#9 vor 9 Tagen von Ärztin, Berufsanfängerin (Gast)
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Gast
Korrektur erster Satz: "einen guten Artikel"! nicht "meinen"
#8 vor 9 Tagen von Gast
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Gast
Danke. Ich finde es sehr schön dass sie trotz dass es sie "nicht betrifft" sich hier klar positionieren. Nichts ist ärgerlicher als von Männlichen Kollen "Aber ich bekomm davon nix mit" zu hören. Ja. Weil sie Männer sind. (Oh und das "Aber wir Männer haben doch auch Probleme" Argument. Ja. Das auch. Ist schrecklich. Aber die aktuelle Debatte ging um Frauen) Also vielen, vielen Dank für die klare Position und auch für den Aufruf an die Männer. Hoffentlich denken auch andere wie sie (und setzen den Gedanken auch um)
#7 vor 9 Tagen von Gast
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Dr Benninger
Vielen Dank! Es ist eine Schande dass ein derartiges Denken in unserer Branche noch nicht selbstverständlich ist.
#6 vor 9 Tagen von Dr Benninger (Gast)
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Gast
Vielen Dank für meinen guten Artikel. Die von Ihnen beschriebenen Vorfälle sind zum größten Teil zu verurteilen. Männer machen viele sexuell motivierte Scherze, die rasch die von Ihnen beschriebene Grenze überschreiten. Solche Sprüche aber komplett auf die Goldwaage zu legen, birgt auch rasch die Gefahr einer Überkompensation. Mal bitte ehrliche Antwort der Damen: Noch nie in der Damenumkleide gesagt, der neue Pjler/Schüler sei süß, knackig, toll gebaut? Ein Ausnutzen seiner hierarchischen Stellung ist absolut zu verurteilen. Körperliche Übergriffe sowieso. Aber wo ist bitte die Grenze zum harmlosen/ geschmacklosen Spruch oder wirklichem Kompliment? Ich habe von einer Frauenbewegung in meinem Studienort schon in den 90ern gelernt, dass schon ungefragtes Anlächeln eine sexuelle Belästigung sei. Hoffentlich führt diese Debatte auch dazu, die Grenzen klar zu definieren. Aber bitte keine Hexenjagd: Der hat mir mal vor 40 Jahren ans Knie gefasst.
#5 vor 9 Tagen von Gast
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Gast
Danke, Bravo
#4 vor 9 Tagen von Gast
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Ich lese leider keinen Namen des Verfassers dieses Beitrags!!! Ein Kollege, der so viel "Ordnung und Offenheit" schaffen will, sollte doch wenigstens mit seinem Namen auftreten, ansonsten könnte man es für etwas "Verdecktes unter der Gürtellinie" nennen!!
#3 vor 9 Tagen von Dr. med. Lothar Markus (Arzt)
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DANKE!
#2 vor 9 Tagen von Dagmar Boecker (Heilpraktikerin)
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Ja, es gibt sie, die Belästigungen, das Hinter-dem-Rücken-Tuscheln. Aber nicht nur von Männern. Auch von Frauen, und da geht es in manchem Kaffeekränzchen durchaus genauso derb zu. Und ist genauso unangenehm. Ich habe es mehr als einmal erlebt und auch dagegen gehalten. Im (jetzt nicht mehr) engsten Freundinnenkreis - da konnte der Rock icht kurz genug, das Dekolleté nicht weit genug sein, Nicht-Wissen, Nicht-Lernen zu überspielen und doch an das - zweifelhafte - Ziel zu kommen. Und mir tat so mancher Mann leid, der dann hilflos und mit rotem Kopf diesen "An- und Übergriffen" ausgesetzt war und nciht wußte, wie er sich wehren sollte.
#1 vor 9 Tagen von Dr. med. Angelica Wegener (Ärztin)
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