Geh zum Arzt, Mann!

20.12.2017

Laut Gesetzlicher Krankenversicherungen nehmen durchschnittlich 50 Prozent der Frauen die Möglichkeit zur Krebsfrüherkennung wahr, bei den Männern sind es ernüchternde 20 Prozent. Warum sind Männer solche Gesundheitsmuffel? Eine Ursachenforschung.

Man kann sich manchmal nicht des Eindrucks erwehren, dass Prävention im deutschen Gesundheitswesen eine nachgeordnete Rolle spielt. Nichtsdestotrotz übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für eine ganze Reihe von Vorsorgemaßnahmen: diverse Krebsfrüherkennungen, Check-ups, Zahnvorsorgeuntersuchungen, Kinder- und Jugenduntersuchungen und Schutz- und teilweise sogar Reiseimpfungen.

Inanspruchnahme hält sich in Grenzen

Leider ist die Zahl derer, die solche Untersuchungen in Anspruch nehmen, ernüchternd niedrig: Nur gut 50 Prozent aller Frauen gehen regelmäßig zur Krebsfrüherkennung, bei den anspruchsberechtigten Männern sind es noch nicht einmal 20 Prozent. Die Möglichkeit zur Gesundheitsuntersuchung, einem „Check-up“ alle zwei Jahre ab dem 35. Lebensjahr, nutzen sogar nur 17 Prozent aller Frauen und Männer (Zahlen aus 2002). Dabei sind auch Männer mittlerweile zwar recht gut darüber informiert. Nach eigenen Angaben der Patienten nehmen übrigens nur 40% der Männer und 67% der Frauen die Krebsfrüherkennung wahr. Auch groß angelegte Werbekampagnen wie für die Darmkrebsvorsorge haben daran wenig geändert. Woran liegt dies?

Die üblichen Ausreden

An einer Online-Umfrage von The Harris Poll im Auftrag von Orlando Health beteiligten sich im Befragungszeitraum vom 19. bis 21. April 2016 insgesamt 2.042 volljährige US-Bürger, davon knapp 1.000 Männer. Die Frage lautete: Aus welchem der folgenden Gründe würden Sie vermeiden, einen jährlichen Termin mit ihrem Hausarzt zu vereinbaren?

Folgende Antworten konnten angekreuzt werden:

Keine Zeit für den Arzt, ansonsten flexibel

Vor allem Männer zwischen 18 und 44 stimmten der Aussage zu, sie seien zu beschäftigt. Viele äußerten auch Angst vor einer schlimmen Diagnose und wollten keine unangenehmen Untersuchungen, etwa an der Prostata, über sich ergehen lassen. Vor allem die Keine-Zeit-Ausrede sei „unentschuldbar“, erklärte hierzu der US-Urologe Jamin Brahmbhatt. Viele Männer könnten immerhin mehrere Stunden pro Woche mit Sportübertragungen im Fernsehen verbringen, da müssten sie auch für eine ärztliche Untersuchung Zeit aufbringen können, findet er.

„Es ist immer wieder zu beobachten, dass manche Patienten und insbesondere auch Männer nicht zum Arzt gehen, weil sie schlichtweg Sorge vor der Diagnose haben”, erklärte der Sprecher des Deutschen Hausärzteverbands, Vincent Jörres. Wichtig sei ein „langjähriges Vertrauensverhältnis" zum Arzt. Dann falle es Patienten leichter, bestimmte Beschwerden anzusprechen.

Gut belegt sei für Deutschland jedoch, dass gerade die Wartezeit beim Arzt Männer abschrecke, erklärte Theodor Klotz, Vorstand der Stiftung Männergesundheit. Sie wollten es vermeiden, lange mit Menschen zusammenzusitzen, die über Krankheiten sprechen. Erfolgreiche Vorsorgepraxen böten deshalb Terminsprechstunden an.

Auch hätten Männer ein anderes Körpergefühl als Frauen: Der Körper werde eher als Werkzeug betrachtet, sagte Klotz. Männer gehen, da sind sich Experten einig, vergleichsweise spät zum Arzt: Wenn etwas sehr weh tut und es unbedingt sein muss.

In der Mehrzahl der Fälle seien es dann die Frauen, die ihre Männer in die Sprechstunde schicken, sagte Gerd Thomas von der Deutschen Gesellschaft für Mann und Gesundheit. Seinen Worten nach schwankt die Selbsteinschätzung enorm je nach Geschlecht.

Viagra-Effekt?

Im Männergesundheitsbericht 2014 kommen Experten des Robert Koch-Instituts zu der Schlussfolgerung, dass Männer ihre Gesundheit häufiger als gut oder sogar sehr gut einschätzen. Eine mögliche Erklärung hierfür könnte sein, dass Männer körperliche Symptome weniger wahrnehmen oder weniger darüber reden.

Es bestehen aber auch Generationsunterschiede: Während bei den Über-70-Jährigen noch ein traditionelles Verständnis vorherrsche, habe sich das bei den gesundheitsbewussten 40- bis 60-Jährigen in den vergangenen 10 bis 15 Jahren gewandelt: Der Besuch beim Männerarzt oder Urologen sei inzwischen enttabuisiert, bestätigte Klotz.

Dieser Wandel hat für Klotz eine Ursache: Er spricht vom „Viagra-Effekt“. Die Einführung der blauen Pille in den 90er Jahren sei ein Türöffner gewesen, so dass sich vermehrt Männer mit Erektionsstörungen in ärztliche Behandlung begaben und Ursachen wie Depression oder Übergewicht erkannt wurden. „Vorher musste der Mann funktionieren“, so Klotz. Impotente seien zum Psychiater geschickt worden.

Gefährliche Folgen für Gesundheitsmuffel

Der Umgang mit der eigenen Gesundheit kostet die Männer Lebenszeit. Wie viel dies ausmacht, ist unklar. Statistisch gesehen leben Frauen im Durchschnitt jedoch etwa fünf Jahre länger als Männer. Das hat aber auch viel mit den spezifischen Lebensumständen zu tun, weil Männer häufig beruflich wie privat riskanter leben.

Im Rahmen einer Studie zur Lebenserwartung von Mönchen und Nonnen im Kloster lebten Frauen nur ein Jahr länger, berichtete Klotz. Seiner Ansicht nach holen die Männer auch im normalen Leben auf.

Dass sich die Geschlechter am Ende nicht so erheblich unterscheiden, zeigt die US-Umfrage: Zwischen Frauen und Männern herrschte weitgehende Einigkeit über die Gründe, den Arzt nicht zu konsultieren.

Es wird schon nichts Schlimmes sein …

Auch heutzutage treffen wir in unserer Klinik immer wieder auf Patienten unterschiedlicher Altersklassen, die beispielsweise wegen therapieresistenter Rückenschmerzen in der Orthopädie aufgenommen werden, und bei denen im Rahmen der Abklärung sich dann herausstellt, dass sie ein primär metastasiertes Prostatakarzinom mit einem PSA-Wert von über 1.000 ng/ml als Ursache der Beschwerden haben, und die nie vorher beim Urologen zur Vorsorge waren.

In so einem Fall ist eine kurative Therapie natürlich nicht mehr möglich, sondern es bleibt nur der Weg einer Androgendeprivation, gegebenenfalls in Kombination mit einer palliativen Strahlentherapie, Chemotherapie oder Abirateron-Behandlung. Hätte ein opportunistisches PSA-Screening stattgefunden, wäre die Erkrankung wahrscheinlich mit einer dann günstigeren Prognose früher aufgefallen.

Eine andere Gruppe, die den Arztbesuch häufiger hinauszögert, sind die – häufig jungen – Patienten mit Hodentumoren. Man wundert sich immer wieder, wie lange ein vergrößerter und/oder knotiger Hoden angeblich nicht aufgefallen ist oder erst einmal in der Hoffnung, es würde schon nichts Schlimmes sein, ignoriert wurde. Glücklicherweise sind die Heilungschancen bei Keimzellkarzinomen auch in fortgeschrittenen Stadien in der Regel sehr gut. Aber der Diagnosezeitpunkt kann natürlich den Unterschied zwischen einer erforderlichen induktiven Chemotherapie und einer alleinigen Tumornachsorge ausmachen.

Jahrelanges Aufschieben kann fatal enden

Genauso wird ein Peniskarzinom nicht selten erst einmal von den Männern so lange bagatellisiert („Wird schon wieder weggehen”) bis ein Organerhalt nicht mehr möglich ist oder im schlimmsten Fall Metastasen aufgetreten sind. In Erinnerung geblieben ist ein Fall, in dem der damals 53-jährige Patient sich erst beim Urologen vorstellte, als sich exulzerierte Lymphknotenmetastasen in der Leiste gebildet hatten und ihn seine Ehefrau aufgrund der Geruchsbelästigung zum Arztbesuch genötigt hatte. Bis dahin hatte er die Erkrankung vor seiner Umwelt verheimlicht. Die Anamnese ergab, dass er die zunächst nur im Bereich des inneren Vorhautblattes aufgetretene Hautveränderung erstmals vor über zwei Jahren bemerkt hatte. Dieser Patient ist an seiner Krebserkrankung verstorben.

Nicht immer muss es eine so bedrohliche Erkrankung sein wie ein Karzinom: Auch eine Phimose wird häufig von den betroffenen Patienten so lange „gepflegt”, bis das Präputium gar nicht mehr retrahierbar ist oder Komplikationen wie eine Balanoposthitis auftreten. Desgleichen führen Kondylome immer wieder erst dann zum Arztbesuch, wenn diese größer geworden sind.

Von daher kann ich nur bestätigen: Männer sind Gesundheitsmuffel.

 

Quellen:

Darum gehen Männer nicht zum Arzt. Hannoversche Allgemeine Zeitung, 09.06.2016

Mareike Knoke. Warum Männer den Arzt scheuen. Spektrum.de, 28.09.2017

Kathryn Whitbourne. Why Men Don't Like to Go to the Doctor. HowStuffWorks, 16.06.2016

 

Bildquelle: andrea castelli, flickr

Artikel letztmalig aktualisiert am 22.12.2017.

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Medizin, Urologie
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Gast
Sorry, Herr Samer. Der Kommentar bezog sich nicht auf Sie, sondern #17 (Tippfehler)
#22 am 29.12.2017 von Gast
  0
Eine sachliche wissenschaflicht fundierte Stellungnahme zu dem Thema: https://www.cancer.gov/types/prostate/psa-fact-sheet Am Ende kommen die Autoren bezüglich der Bemühungen zu Verbesserungen des PSA Testes zu folgendem Schluss : "Scientists are investigating ways to improve the PSA test to give doctors the ability to better distinguish cancerous from benign conditions and slow-growing cancers from fast-growing, potentially lethal cancers. None has been proven to decrease the risk of death from prostate cancer..." @ 19 Sie kommentieren sich quasi selbst so dass mir das erspart bleibt. Ich schreibe auch nicht anonym, ich bin ja auch nicht hier um andere zu beleidigen.
#21 am 28.12.2017 von Klaus Samer (Gesundheits- und Krankenpfleger)
  0
UroDoc
Wenn Sie 83 Jahre alt sind und ein organbegrenztes Gleason-6-Prostatakarzinom haber, mag die Aussage „Sie werden damit, aber nicht daran sterben“ zutreffen. Wenn Sie aber ein 59-Jähriger mit einem metastasierten Gleason-9-Tumor sind, trifft diese Verharmlosung sicherlich nicht zu. Prostatakarzinom ist nicht gleich Prostatakarzinom. Ziel sollte sein, die Patienten mit einem höheren Risiko zu erkennen, und in jedem Fall eine individuelle Therapieentscheidung (z. B. auch für eine Active Surveillance oder ein Watchful Waiting) zu treffen.
#20 am 28.12.2017 von UroDoc (Gast)
  0
Gast
@#18: Ergänzent empfehle ich noch ein paar Globoli und ein schamanisches Ritual bei dem der Patient sich mit Eisbärenfett den Dödel einreibt und dann nackt in der Walpurgisnacht um ein Lagerfeuer aus Tannenzapfen tanzt und dabei singt: „Ich bin ein leichtgläubiger Idiot!” Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse haben in einer randomisiertsn Doppelblindstudie ergeben, dass dies genauso effektiv ist wie Nichtstun.
#19 am 28.12.2017 von Gast
  1
@17 wäre schön wenn Sie der Klarheit halber die absoluten Zahlen bezüglich der Mortalitätssenkung angeben würden und nicht die relativen. @14 Das ich hier gerne Studien sehen möchte bezieht sich auf die Verifzierung der Nützlichkeit und Sinnhaftigkeit der von Ihnen angeführten Untersuchungen. Im naturwissenschafltichen Bereich ist üblich nicht zu nur zu behaupten sondern zu belegen. Aber Sie könne ja stattdessen gerne weiter polemisieren und mutmaßen in Bezug auf meine Qualifikation anstatt irgendeine Ihrer Behauptungen mit enstsprechenden Verlinkungen zu Cochrane Studien oder ähnlichem auch zu verifizieren.
#18 am 27.12.2017 von Klaus Samer (Gesundheits- und Krankenpfleger)
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Gast
@17 Ein Hamburger Urologe sagte mal vor Jahren zu mir, sie sterben damit aber nicht deswegen. Alles geht auf Oxidationsprozesse zurück. GRANAPROSTAN ist genauso effetktiv wie eine Chemo (die den Rest des Körpers zerstört), Lycopin, OPC, high dose Vitamin C- das alles uvm. ist verträglich und effektiv. Andere Länder sind Gott sei Dank fortschrittlicher als wir mit unserem beschissenen Gesundheitssystem und den schlecht qualifizierten Ärzten.
#17 am 26.12.2017 von Gast
  7
Gast
Die „Number Needed To Screen“, also die Anzahl Patienten, die man testen muss, um einen ein Prostatskrebstodesfall zu verhindern, wird für die PSA-Bestimmung mit 1410 angegeben. 48 durch Screenings zusätzlich diagnostizierte Patienten müssen behandelt werden, um ein Krebstoten zu verhindern (Number Needed To Treat). Durch das Screening kann die prostatakarzinomdpezifische Mortalität 20% gesenkt werden, was IMHO sehr effektiv ist. Inwieweit das PSA-Screening Sinn macht, ist in erster Linie eine gesundheitspolitische Frage. Ein Prostatakrebstoter weniger durch 1410 PSA-Screenings. Unter den diagnostizierten Patienten sind natürlich nicht nur solche mit einem organbegrenztem und somit potentiell heilbarem Tumor, sondern auch welche mit einem fortgeschrittenen oder/und metastasierten Tumor, welche nur palliativ therapierbar sind, und solche, die nach einer definitiven Therapie rezidiverem, so dass von den 48 zusätzlich Patienten eben nur einer nicht am Karzinom verstirbt.
#16 am 24.12.2017 von Gast
  0
Gast
Na klar. Und wenn man(n) dann zum Arzt geht heißt es wieder: Das ist doch nur Männergrippe! Was dabei herauskommen wird, sagt uns die Doppelbindungstheorie.
#15 am 24.12.2017 von Gast
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Gast
Und nur zur Info: einen Test der eine 100% Treffsicherheit mit ausschließlich richtig positiven und keinerlei falsch negativen Ergebnissen garantiert gibt es nicht, gab es noch nie und kann es auch nicht geben. Das muss jedem Wissenschaftler klar sein, egal in welchem Fachbereich. Garantie gibt es nie.
#14 am 24.12.2017 von Gast
  0
Gast
Dreimal dürfen sie raten Herr Samer, eine DRU gehört zu einer vollständigen Koloskopie dazu und eine auffällige DRU ist nicht selten der Grund warum die Koloskopie überhaupt durchgeführt wird. Mit der Bedeutung der Koloskopie haben sie recht, aber dem muss immer eine gründliche Anamnese und Untersuchung vorausgehen. Anamnese und Untersuchung sind immer noch das Herzstück der Medizin, sowohl präventiv als auch kurativ. Apparative Diagnostik ist Ergänzung. Dafür braucht man keine einzelnen Studien zu verlinken das ist Lehrbuchwissen (und zwar auch in den aktuellen Krankenpflegelehrbüchern oder liegt ihr Staatsexamen schon so lange zurück?)
#13 am 24.12.2017 von Gast
  2
@12 Der Finger im Po rettet also Leben, da hätte ich gerne mal die Quelle in einer wissenschaftlichen Fachzeitschrift zu die dies statistisch sauber belegt. Das Problem ist wenn Sie es Tasten können schon recht groß, sollte es sich um eine maligne Veränderung handeln können Sie zwar die 5 Jahresüberlebenszeitszahlen anheben aber bei der Sterblichkeit werden keine Wunder produziert, ich lasse mich gerne von entsprechenden Studien vom Gegenteil überzeugen. Um nicht falsch verstanden zu werden Prostatakrebs ist natürlich ein Problem, allerdings ensteht dies dadurch das eben derzeit keinen Test gibt der sauber rechtzeitig Alarm gibt ohne Fehlalarm und Fehlbehandlungen mitauszulösen. Was die kolorektalen Karzinome angeht ist man vielleicht mit einer Darmspiegelung besser bedient als mit einem Tastbefund der 7cm tief reicht, auch hier lasse ich mich s.o. gerne vom Gegenteil überzeugen. Nur Vorsorgeuntersuchungen die tatsächlich die Sterblichkeit senken sind sinnvoll.
#12 am 24.12.2017 von Klaus Samer (Gesundheits- und Krankenpfleger)
  4
Aufmerksamer Leser
Oh weh, na wenn hier sogar wir Ärzte die Vorsorge auf die umstrittene PSA-Kontrolle reduzieren dann braucht man sich nicht zu wundern. Was jedoch viel entscheidender ist, ist eine gründliche Anamnese und VOLLSTÄNDIGE körperliche Untersuchung inklusive DRU. Im Laufe der Jahre begegnet man genügend Patienten denen der „Finger im Po“ zur rechten Zeit das Leben hätte retten können. Nicht nur hinsichtlich des Prostata-CA, auch wenn es um die Früherkennung kolorektaler Karzinome geht. Das Problem Herr Dr Aschauer ist nicht das Fischen im Trüben, es ist nicht allein die Vorsorge bei „beschwerdefreien“ Männern sondern vor allem das Abtun und ignorieren eindeutiger Krankheitsanzeichen. Wir alle kennen diese Patienten... AP-Beschwerden, Blut im Stuhl, Blut im Urin, Schwindel, Hämoptysen, wuchernde Hautveränderungen, Kopfschmerzen, Magenschmerzen... seit MONATEN.
#11 am 24.12.2017 von Aufmerksamer Leser (Gast)
  0
Wenn mir mal jemand sagt welche Vorsorgeuntersuchungen Männern großartig was bringt dann gehe ich auch dorthin!Pure Panikmache! Nach wie vor können mich die Daten zum PSA-Screening nicht überzeugen dorthin zu gehen. Von dem ganzen Cholesterinwahn halte ich ebensowenig.! Das Entscheidende im Leben ist Genetik und der Lebensstil! Mein Motto: Auf die Linie achten, sich richtig ernähren und Sport betreiben! Das alles kostet nichts, bringt aber der Pharmalobby nichts! Auf die paar Jahre weniger im Vergleich zu Frauen verzichte ich gerne! Wir leben dafür unbeschwerter und mit weniger Ängsten und haben dabei noch viel mehr Spaß!
#10 am 23.12.2017 von Dr. Wilfried Aschauer (Arzt)
  5
Was die Vorsorgenuntersuchung gegen Prostatekrebs angeht so könnte man hier, nach wie vor , zu Recht den alten Streit über ihren Nutzen wieder entfachen. Um es kurz zu machen, solange diese nicht die Sterblichkeit senkt, bleibe ich skeptisch und ich spreche bewusst nicht von der 5 Jahres Überlenbszeit weil diese in diesem Kontext nix bringt. Es gibt sicherlich sinnvolle Vorsorgeuntersuchungen diese von den weniger sinnvollen zu unterscheiden ist das Problem. Manchen Männern würde es sicherlich schon helfen wenn sie Symptome die nicht verschwinden nicht versuchen würden wegzuignorieren. Man muß nicht wegen jeder Kleinigkeit zum Arzt rennen aber spätestens wenn diese nicht verschwindet ist Abklärung angesagt. @4 Diplom-Ingenieur ist kein Titel sondern eine Berufsbezeichnung.
#9 am 23.12.2017 von Klaus Samer (Gesundheits- und Krankenpfleger)
  4
Aufmerksamer Leser
Lieber Gast 1,2,5: kein Grund die Keule gegen die Frauen zu schwingen. Wenn sie den Artikel gründlich gelesen hätten wäre ihnen klar dass SOWOHL Männer als AUCH Frauen zuwenig der Vorsorgeangebote wahrnehmen. Nur weil im Schnitt mehr Frauen hingehen -wenn sie die Zahlen ansehen würden dann wäre Ihnen klar dass es zumeist sowieso nur diejenigen tun welche ohnehin ein Rezept für die Pille brauchen/schwanger sind- heißt es noch lange nicht dass es genug ist. Beide sollten besser erreicht werden. Wenn Sie vom Fach sind dann wissen sie auch dass es deshalb mehr Gyns als Uros gibt weil einfach im Laufe eines durchschnittlichen Frauenlebens mehr Gynbesuche nötig sind als Urobesuche für den Mann. Aus den Gründen Schwangerschaft und Verhütung wird auch die Frau schon in jüngeren Jahren erreicht, sie erreicht das Alter in dem sich ein Malignom der Brust oder der Zervix häufig entwickelt auch wesentlich früher als der Mann das Alter in dem ein Prostatakarzinom am ehesten entsteht.
#8 am 23.12.2017 von Aufmerksamer Leser (Gast)
  2
ischegal
Ich plädiere für Papain, Bromelain, Chymotrypsin, Trypsin- proteolytische Enzyme, sie "reinigen"- Ernährung- Sauerkraut, milchsauer Vergorenes, frisches Gemüse, Salat, kein Schweinefleisch (Reckeweg), Huhn&Rind vom Biobauer, mäßig Obst;Bitterstoffe! Mariendistel, Löwenzahn, Artischocke, Wermut, Odermennig (Tee), keine Milch (hormonell belastet + denaturrierte Eiweiße; Betrachtung des Mikrobioms (Darmfloraanalyse)...
#7 am 22.12.2017 von ischegal (Gast)
  9
Felix M.
Nachweis über den Nutzen von Vorsorgeuntersuchungen bei Darmkrebs: Koloskopie: Das Ende für Darmkrebs? https://www.medizin-transparent.at/koloskopie-das-ende-fuer-darmkrebs
#6 am 22.12.2017 von Felix M. (Gast)
  3
2 an 4
Herr Dipl.Ig- ist es echt nötig, hier mit fachlichen Titeln zu brillieren?! Scherz am Rande. Darmspiegelungen sind keine minimal-invasiven Therapien, auch sie bergen lots of side-effects, You don´t know ;) You should read and study! Ich bin vom Fach, ich weiß es. Das Darmepithel ist deshalb "anfälliger" für Neoplasien, weil die Zeit, in der sich dieses erneuert, relativ flott ist.
#5 am 22.12.2017 von 2 an 4 (Gast)
  11
Liebe Nummer 2, bei rechtzeitiger Darmspiegelung könnten die ca. 26.000 Toten in Deutschland pro Jahr noch leben. Ist das nix?
#4 am 22.12.2017 von Dipl. Ing. Bernd H.K. Hoffmann (Nichtmedizinische Berufe)
  4
Gast
@1: So kommen in Deutschland auf über 18.000 Gynäkologen nur gut 5.800 Urologen.
#3 am 22.12.2017 von Gast
  2
ischegal
Krebs entsteht auf zellulärer Ebene zu einem Zeitpunkt, in dem makroskopisches Sehen versagen wird; jede einzelne Zelle wird man mikroskopisch nicht betrachten können. Soweit, so gut. Die Frühdiagnostik hilft wem eigentlich am meisten? Den Onkologen, die damit ihr Geld verdienen und die mit ihrem therapeutischen Optionen weder für ein besseres Leben sorgen noch für ein längeres? Während man das in England erkannt hat, wird es in Deutschland wohl bewusst verschleiert- vielleicht weil Viele daran viel verdienen? Wenn ich den Quatsch sehe, den die Kassen betreiben, dreht sich mir der Magen rum; geh zum Fitnessstudio, zur Darmspiegelung und Mammographie, dann bezahlen wir dir eine Zahnreinigung-?!? Was läuft da falsch?! Oder man bekommt Gutscheine für Reisen, genauso daneben. Ich habe viel mehr Menschen, gerade Krebspatienten, überleben sehen OHNE ARZT.
#2 am 22.12.2017 von ischegal (Gast)
  16
Gast
Wunderbar, jetzt sind die Männer selbst daran schuld, dass die Medizin sie mit ihren Vorsorgeangeboten nicht erreicht! (Man stelle sich das einmal umgedreht vor: Frauen würden nicht zum Arzt gehen. Man würde zu recht der Medizin den Vorwurf machen, sich nicht ausreichend um die spezifischen Bedürfnisse von Frauen zu kümmern. Nicht nur Gleichstellungsbeauftragte würden das sagen!) Also Mediziner: Überlegt euch, wie ihr bessere Angebote machen könnt, in denen ihr auf die spezielle Befindlichkeit von Männern eingeht!
#1 am 22.12.2017 von Gast
  21
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