'Pille danach' und die Römisch-Katholische Kirche

22.02.2013
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Nach einer aktuellen dpa-Meldung dürfen Katholische Krankenhäuser in Deutschland vergewaltigten Frauen die "Pille danach" rezeptieren, wenn diese eine Befruchtung verhindert und nicht abtreibt. Die deutschen Bischöfe vereinigten sich auf ihrer Frühjahrsvollversammlung in Trier auf die neue Linie des Kölner Kardinals Joachim Meisner, der die "Pille danach" in seinem Erzbistum erlaubt hatte. Vorausgegangen war, dass Ärzte in zwei katholischen Kliniken in Köln die Behandlung einer vergewaltigten Frau abgelehnt hatten.

 

 

Ein kleiner Schritt für Kardinal Joachim Meisner, ein großer Schritt für die Menschheit. 

Als "Pille danach" sind in Deutschland verschreibungsfähig:

• ein selektiver Progesteronrezeptor-Modulator mit 30 mg Ulipristalacetat (ellaOne®)

• ein Präparat mit dem Namen PiDaNa® mit 1,5 mg Levonorgestrel. 

EllaOne® gibt als Nebenwirkungen an: In >10% der Fälle Kopfschmerzen, Übelkeit, Bauchschmerzen und Menometrorrhagien beschrieben. Affektive Störungen, Schwindel, Übelkeit, Bauchschmerzen, Erbrechen, Myalgie, Rückenschmerzen, Dysmenorrhoe, Mastodynie, Müdigkeit folgen zwischen 1% und unter 10% häufig. 

PiDaNa® entspricht mit 1,5 mg Wirksubstanz der Einmalgabe von 50 Minipillen Microlut® oder 28 mini® bei 0,03 mg tgl. zur oralen Kontrazeption. Daher erklären sich sehr häufige Nebenwirkungen (>10%): Mastodynie, Menometrorrhagie, Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit, Unterbauchschmerzen, Verzögerung der Menstruation, Hypermenorrhoe, Müdigkeit. Durchfall und Erbrechen werden zwischen 1% und unter 10% Häufung angegeben. 

Da besteht m. E. eine ärztliche Verschreibungs- und Rezeptpflicht.

Artikel letztmalig aktualisiert am 03.07.2013.

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