Er ist tot. Darf ich erleichtert sein?

13.12.2017

Wie behandelt man jemanden, der alles hat und bei dem nichts hilft? Auf jede erdenkliche Weise und immer wieder aufs Neue natürlich. Der arme Herr G. hatte schon jede Ecke dieser Klinik gesehen – bis er heute nun endlich gestorben ist.

Heute war es soweit. Herr G. ist erwartet verstorben. Im Spital. Er war noch nicht alt (alt bezeichne ich PatientInnen mittlerweile frühestens ab dem 75. Lebensjahr). Viele Monate seines Lebens hat er im Spital verbracht. Auf der Kardiologie, auf der Nephrologie, auf der Internen …

… und letztendlich hat ihn eine Darmerkrankung zu uns auf die Chirurgie geführt. Geplant war, mit dem Wissen ob seiner Grunderkrankungen, ein viel kürzerer Spitalaufenthalt. Die im Vergleich zu anderen Eingriffen kurze Operation verlief nach Plan, ohne gröbere Schwierigkeiten. Kurz darauf der Platzbauch. Die Anastomoseninsuffizienz. Die Wundheilungsstörung.

Nierenfunktionsverschlechterung, kardiale Dekompensation, obere GI-Blutung, untere GI-Blutung, eine unglaubliche Wundertüte, dieser Mensch. Reoperationen, Endoskopien, ZVK rein, ZVK raus, Intensivstation, Normalstation, Kostaufbau, dann Gastroparase, Magensondeneinlage, und das Spiel ging wieder von vorne los.

Oft fanden Gespräche mit ihm und seiner Frau statt, in denen wir unter anderem den Reanimationsstatus besprachen. Die Nerven lagen zeitweise blank – beim Patienten, seiner Frau, und auch bei uns. Doch immer wieder haben sich alle aufgerafft, nach vorne geblickt, die Situation aufs Neue angegangen. Mut zugesprochen, unterstützt, psychologische Hilfe angeboten. Einmal war sein Gesundheitszustand so gut und stabil, dass er einige Tage in eine Rehabilitationsklinik konnte. Und wurde uns kurz darauf wieder zurückgeschickt. Zu krank, zu kompliziert.

Tja, und heute ging alles Schlag auf Schlag. Um 9 Uhr auf der Morgenvisite noch wach, fit (soweit man das in dem Zustand so nennen kann), und erstaunlich guter Dinge. Ich hätte nach so einem ewigen Spitalaufenthalt die Nerven schon 100 Mal weggeschmissen. Dann rapide Allgemeinzustandsverschlechterung, Blutdruck im Keller, aus, basta. Sofort kam schlechtes Gewissen in mir auf; nicht, weil wir ihn nicht „retten“ oder „heilen“ konnten. Sondern weil ich erleichtert war, dass es vorüber ist.

 

Bildquelle: bixentro, flickr

Artikel letztmalig aktualisiert am 18.12.2017.

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Gast
Man muss auch loslassen können und nein man kann auch die Patienten zu Tode therapieren Iris Gabi OP-Schwester
#35 am 02.01.2018 von Gast
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Das darf so sein!!! Manchmal ist ein Ende einfach besser für alle. Auch wenn es für die Hinterbliebenenen schwer ist. Da darf man erleichtert sein! Was wäre als nächstes gekommen? - Quälerei, mehr als vorher. Also: Erleichterung ist richtig! So schlimm wie sie sich anfühlt.
#34 am 25.12.2017 von Anke Karsten (Gesundheits- und Krankenpflegerin)
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Gast
Wenn ich Wundheilungsstörung lese, dann frag ich mich, was dafür die Ursache war. Hygiene ? Krankenpfleger mit langen und schmutzigen Fingernägel, Keime in der Luft, schlechte Raumpfleger? Wie war der Ernährungszustand des Patienten? Viele wohlbeleibten Mitmenschen meinen ja, nicht viel zu essen. Sieht man mal hin, wie sich diese ernähren dann muss man feststellen, dass der Griff zur 1,5 l Colaflasche und Pommes mit Majo geübte Griffe sind. Viele haben ihren Mikro- Mineralhaushalt gar nicht im Blick....lange Krankengeschichte... irgendwo hat es einen Punkt gegeben, wo man hätte doch was umkehren können...
#33 am 23.12.2017 von Gast
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Gast
Zum Thema "Erleichterung ist erlaubt": Hier ist etwas, was auch Ärzte für ihre Patienten tun können. Als mein Großvater nach vielen Jahren mit Alzheimer, versorgt und gepflegt zu Hause von meiner Großmutter, starb und sie den gemeinsamen Hausarzt einige Zeit später darüber informierte, sagte dieser spontan zu ihr: "Sie dürfen auch erleichtert sein. Das bedeutet nicht, dass Sie weniger traurig sind." Diese zwei Sätze waren es, die ihr wirklich nachhaltig geholfen haben. Man könnte förmlich sehen, wie ihr durch diese "Erlaubnis" eine Last von den Schultern genommen worden war. Sie konnte sich selbst danach erlauben, noch einmal aufzublühen und zu leben.
#32 am 20.12.2017 von Gast
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Gast
Zum Fall: Kann mich meinen Vorschreibern nur anschließen: Ein riesiger Unterschied, ob die Autorin froh ist, daß das Leiden vorbei ist, oder ob sie dem Menschen den Tod gewünscht hat, weil der so ein unerträglicher Zeitgenosse war. Die Änderung des Therapiezieles im Verlauf kann schwierig sein, bedarf enormer Kommunikation zwischen allen Beteiligten; unter Umständen könnte eine ethische Fallbesprechung nutzen. Aber hier war es ja doch anders: Junger Pat., fit, Routineeingriff - und dann ging es alles schief, ohne daß jemand einen Fehler gemacht hat: Schicksalhafter Verlauf, kein klassischer palliativmedizinischer Fall, außerdem kam der Tod des Patn. ja doch überraschend. Ganz wichtig auch, daß die Behandler mit dem Patn. und seiner Frau die Situation regelmäßig besprochen haben - ein großes Lob an Menschenhandwerkerin dafür!
#31 am 20.12.2017 von Gast
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Gast
@1: Mir ist hier auch schon ein Kommentar gelöscht worden, der keine Pöbeleien enthielt, auf den sich vor allem auch positiv in einem Folgekommentar durch einen anderen Nutzer bezogen wurde (der Folgekommentar ist stehen geblieben, war aber nur noch teilweise durch die Komplettentfernung meines Kommentars verständlich). Wohlgemerkt: Ich habe nichts gegen das Vorgehen gegen Vandalen, und Fehler können und dürfen auch der Doccheckredaktion passieren, aber manches hier hat etwas von einer modernen damnatio memoriae.
#30 am 20.12.2017 von Gast
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Gast
Was bitte meinen Sie mit „natürlicher Nebenwirkung“? An einer OP ist nichts natürlich. Eine Anastomoseninsuffizienz ist eine schwerwiegende aber durchaus mögliche Komplikation, dafür muss nicht unbedingt etwas falsch gemacht worden sein. Kein Grund die Mistgabeln und Fackeln zu schwingen.
#29 am 19.12.2017 von Gast
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Hallo Menschenhandwerkerin, an dieser Stelle würde man in einem Bch sagen: "Die Ärzte hatten das Menschenmögliche getan. " Und Ihre Erleichterung ist Mitgefühl , weil der Patient nicht mehr leidet. Eine gute Erklärung gibt GastX, es geht nicht darum, was mit einem Patienten geschieht, der weiss, das er sterben muss. ich kenne einen ähnlichen Fall aus dem RL wie beschrieben, H., ein lieber Bekannter, auch 75 Jahre alt. . Er sagte schon nach dem dritten oder vierten Krankenhausaufenthalt "Nee, Kinder, lasst mal." , regelte alle seine Angelegenheiten und starb wenige Monate bei sich zuhause.
#28 am 19.12.2017 von Remedias Cortes (Nichtmedizinische Berufe)
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Gast
Tja, da kann ich nur sagen: mehr als 1900 Patienten sind in Österreich jährlich tot durch Behandlungsfehler!
#27 am 19.12.2017 von Gast
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Gast
Vielleicht hatte der Patient auch einfach nur Pech bei der Wahl des Klinikums oder Spitals, wie es wohl dort genannt wird. Eine Anastomoseninsuffizienz ist ja wohl nicht unbedingt eine natürliche Nebenwirkung.
#26 am 19.12.2017 von Gast
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Liebe Menschenhandwerkerin, natürlich darfst du erleichtert sein. Wenn so viel versucht und alles getan wird, aber nichts wirklich hilft, ist es doch nur frustrierend. Und das nicht nur für den Patienten, sondern auch für Ärzte und Pflegepersonal. Da ist es doch eine Erleichterung, wenn dieser Patient verstirbt (und damit von seinem Leid erlöst wird).
#25 am 19.12.2017 von Dipl. inform. Dieter Krogh (Medizininformatiker)
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Gast
Es wird leider vergessen das zum Leben auch der Tod gehört. Es gibt viele Patienten wo die Medizin nichts mehr erreichen kann . Diesen sollte man die letzten Tage so angenehm wie möglich machen. Besonders die Schmerztherapie. Palliativ ist sehr gut aber warum nur für Krebs - und Patienten mit Atemproblemen? Schmerztherapie in Deutschland ist nicht optimal !
#24 am 19.12.2017 von Gast
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Ein solch Schwerstkranker multimorbider Mensch hat am Ende seines irdischen Daseins Ruhe und Erlösung verdient. Wenn ich mir die lange Reihe von klinischen Massnahmen vor Augen halte, die sein Leben erhalten sollen, habe ich tiefstes Mitgefühl, ja Mitleid im eigentlichen Wortsinn mit dem Patienten, der armen Kreatur, und vor allem mit seinen nächsten Angehörigen, die die Wechselbäder zwischen Hoffnung, Bangen und Resignation in enger zeitlicher Abfolge erleiden und erdulden müssen. Ja und dreimal ja, ein solcher Mensch darf sterben, nicht um das Leben zu beenden, sondern um ihn von dem unerträglichen Leiden zu erlösen.
#23 am 19.12.2017 von Wolfgang Angerer (Arzt)
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Gast X
Fortsetzung: wenn man nach bestem Wissen und Gewissen auf ausdrücklichen Wunsch des Patienten alle Register zieht nur um dann erleben zu müssen dass nach anfänglicher Besserung ein weiteres Problem vor der Tür steht und dann noch eins und noch eins... Man schämt sich für seine Hilflosigkeit und die vielen Behandlungen die man dem Patienten zugemutet hat nur um ihn und die Angehörigen wieder enttäuschen zu müssen. Wenn es dann vorbei ist sind diese Gefühle nicht vorbei, aber dass der Patient nicht noch weiter leiden muss und diesen schweren Kampf hinter sich hat ist ein Trost für alle Beteiligten. Und manche Patienten sagen vorher auch irgendwann dass sie nun lieber sterben möchten, dann sollte man rasch ein gutes Palliativkonzept erstellen.
#22 am 19.12.2017 von Gast X (Gast)
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Gast X
Irgendwie scheinen hier viele der Meinung zu sein es habe sich primär um einen Palliativpatienten gehandelt. Ich habe das eher so verstanden dass lange Zeit wirklich gute Aussichten auf Genesung bestanden haben und dass leider jedoch diese Genesung immer wieder durch Komplikationen die teilweise schicksalhaft unvorhersehbar waren aber teilweise auch den Vorerkrankungen geschuldet waren zunichte gemacht wurde. Der Patient war noch nicht sehr alt und hätte wohl weder an dem Eingriff noch den bestehenden Vorerkrankungen allzubald sterben müssen, dennoch ist leider alles zusammen gekommen und er ist gestorben. Solche Vorerkrankungen haben viele schon früh und leben Jahrzehnte damit. Nach wochenlangen erfolglosen Heilversuchen ist natürlich ein palliativer Ansatz zu diskutieren, aber wenn lange Zeit eine Genesung noch erreichbar war ist das nicht das primäre Vorgehen. Ich kann das Gefühl nachvollziehen, das Gefühl versagt zu haben auch wenn man weiß dass man nichts falsch gemacht hat...
#21 am 19.12.2017 von Gast X (Gast)
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Gast
Naja, ich würde nicht so schnell die Interventionen beenden, solange noch Aussicht auf Erfolg besteht. Will ich mich als Herr über Leben und Tod aufspielen? Ich möchte gern das irgendwie noch als sinnvoll erachtete Leben verlängern, nicht das Leiden. Wo zieht man da im Einzelfall, und nur darum geht es, die Grenze?
#20 am 19.12.2017 von Gast
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In mir kommt die Frage auf, ist es ein schlechtes Gewissen über die Erleichterung des Todes, oder ist es das schlechte Gewissen darüber, dass man nicht den erhofften Erfolg bekommen hat. das klingt zynisch, aber aus meiner Berufspraxis kenne ich solche Situationen zu genüge, dass man das Gefühl hat versagt zu haben und man versteckt sich hinter dem Argument "Es ist besser für den Menschen". Palliativmedizin und Palliativpflege ist leider nur für viele in der Medizin arbeitenden Menschen keine Selbstverständlichkeit. Ich kann nur dazu sagen "ja sie dürfen erleichtert sein, dass er gestorben ist". Sagen sie aber für die Zukunft nein solche Procedere in Zukunft zu wiederholen, weil das Sterben auf diese Weise bestimmt nicht im Sinne des Patienten und seiner Angehörigen war. Unheilbar Kranke dürfen nicht ein Opfer von Maßnahmen werden von Medizinern die dies und das noch ausprobieren wollen aus Übereifer und Erfolgsdenken der eigenen Person.
#19 am 19.12.2017 von Peter von Stedman (Gesundheits- und Krankenpfleger)
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Jeder muß leider sterben, wo ist die Grenze der Intervention?
#18 am 18.12.2017 von hannelore schikowsky (Gesundheits- und Krankenpflegerin)
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Gast
Mit der Endlichkeit habe ich persönlich kein Problem, nur den Weg von sozusagen "endlich zu unendlich" erhoffe ich mir zeitlich recht überschaubar. Herrn G. wurde es wohl auch einfach zu lang und zu viel und er hat sich verabschiedet. Alle können guten Gewissens aufatmen, daß er nicht länger leidet (und sein Umfeld und die Helfenden mit ihm).
#17 am 18.12.2017 von Gast
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Gast
#1: Ein völlig harmloser Kommentar von mir (zum Notarztthema) wurde auch gelöscht, obwohl ich mir da eine Replik gewünscht habe. Was soll das? Aber zum Thema: die Palliativmedizin braucht mehr Unterstützung. Aber wer gesteht sich schon gern ein, dass das Leben endlich ist?
#16 am 18.12.2017 von Gast
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Einmal ist alles vorüber,wir sehen in nichts hinein.
#15 am 18.12.2017 von Harald Buchmüller (Heilpraktiker)
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Gast
Wie in #4 schon geschrieben, Sie Empfinden mit Sicherheit Erleichterung über eine Last, die Sie nicht mehr zu tragen brauchen, keine Freude. Wer sich die Frage überhaupt stellt, braucht sich seine Gefühle nicht vorzuwerfen.
#14 am 18.12.2017 von Gast
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Ich spüre Ihr Verantwortungsbewusstsein! Sie haben lange Zeit mit vollem Einsatz Patient und Angehörige mit den Ihnen möglichen Mitteln und Wissen unterstützt und nun verloren. Ein Sieg in Form von Heilung wäre gerechter gewesen für das Geleistete. Ich verstehe Ihre Gefühle
#13 am 18.12.2017 von Anke Katrin Lipke (Physiotherapeutin)
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Gast
@11 Muss nicht so sein. Um es mal auf gut deutsch zu sagen: Manchmal laufen sachen scheiße, auch wenn alle alles richtig gemacht haben. Es ist halt so. Wir haben hier auch nur einen kleinen Einblick in den Fall ohne details... also keine Möglichkeit ein Urteil zu fällen. Und zum Artikel selbst: Ich hatte dieses Gefühl der Erleichterung auch. Man zweifelt dann an sich, fragt sich ob man ein schlechter Mensch ist wenn man denkt "endlich hat er's geschafft"... aber ehrlich gesagt, nach einiger Zeit ist für mich die Antwort: Nein. Rettung und Heilung ist nicht immer möglich, und um mal einen Fernseh-Arzt zu zitieren: "Sterben ist niemals schön". Das stößt bei Nicht-Medizinern oft auf unverständnis aber selbstschutz muss man halt betreiben. Einfach weiter machen, Fehleranalye wenn nötig, für's nächste mal draus lernen (wie angesprochen vielleicht Palliativmediziner eher mit ins Boot holen) und den Fall mental zu den akten legen.
#12 am 18.12.2017 von Gast
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Gast
Wenn ich als fakultativer Pat. das so lese, beschleicht mich allerdings der Eindruck, daß der arme Mann ziemlich verhunzt wurde und ein gewisser Anlaß zu schlechtem Gewissen besteht.
#11 am 18.12.2017 von Gast
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@#1Herrn Dr. Kauer: Das geht nach meiner Erfahrung heutzutage leider in allen mainstream-Medien so. Andere Meinungen als die der jeweiligen Redaktion scheinen nicht mehr aushaltbar. Dankenswerterweise sprechen Sie die Vorgehensweise der doccheck-Redaktion an. Ich habe einen screenshot Ihres Kommentars, für alle Fälle.
#10 am 18.12.2017 von Gabriele Petersen (Arzt)
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Sehr geehrter Herr Dr Martin Kauer Googeln Sie doch mal den Autor ihres angesprochenen Artikels. MfG B. Wittje
#9 am 18.12.2017 von Zahnarzt Burkhard Wittje (Zahnarzt)
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Gesine Liesong
Ich denke sterben zu dürfen und das zuzulassen kann doch auch Gnade und Erlösung sein. Ist denn das Leben um jeden Preis wirklich das Leben, das ich noch erleben will?
#8 am 18.12.2017 von Gesine Liesong (Gast)
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Gast
Wäre bei diesem Herrn eine Therapiezieländerung, sprich palliative Versorgung, möglich gewesen?
#7 am 18.12.2017 von Gast
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Dr. med. Hoffman (#3) hat aus meiner Sicht den entscheidenden Satz gesagt: „Wenn man unterscheiden kann, was der belastende Fall ist und was der betroffene Mensch, ist alles im Lot.“ Zitatende. Erleichterung über den Wegfall dieser Belastung und auch der eigenen Betroffenheit. Vielleicht noch Erleichterung über das Ende eines Leids. Keinesfalls jedoch erleben Sie, gerade als selbstbezeichnete Menschenhandwerkerin, Erleichterung über das „Verschwinden“ eines Menschens. Das zu sortieren ist nicht immer leicht und verwirrt bisweilen. Wird aber gelingen!
#6 am 18.12.2017 von Olaf Pohlmann (Rettungsassistent)
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Gast
Vielleicht sollten sie es schlicht anders nennen. Z.B. Barmherzigkeit. Ein Ende darf eine Gnade sein. Für Alle.
#5 am 18.12.2017 von Gast
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"und selbst Angehörigen geht es teilweise so" Danke, dass Sie es ansprechen! Und natürlich haben sie dabei ein schlechtes Gewissen - ich gehe zumindest davon aus. Aber ist wirklich verwerflich erleichtert (nicht erfreut!) zu sein, wenn eine Last von einem genommen wurde? Man sollte das übrigens bei der Betreuung von Angehörigen bedenken.
#4 am 18.12.2017 von Dr. rer. nat. Karl-Albert Rinast (Biologe)
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Liebe Menschenhandwerkerin. Mir sind Menschen mit einem schlechten Gewissen lieber als solche ohne selbiges. Noch lieber sind mir Menschen, die keinen Grund zum schlechten Gewissen haben (und m.E. lässt Ihre geschilderte Fürsorge für den Patienten hierfür keinen Raum). Wir können nicht jeden retten, streng genommen bestenfalls nur uns selbst. Es ist menschlich hilflos zu sein und die Hilflosigkeit als Belastung zu erleben und es ist ebenso menschlich, dass Erleichterung aufkommt, wenn die Belastung (hier der multimorbide Patient) nicht mehr da ist. Wenn man unterscheiden kann, was der belastende Fall ist und was der betroffene Mensch, ist alles im Lot. Ich denke, dass die meisten Ärzte oder Pflegekräfte diese Situation kennen und selbst Angehörigen geht es teilweise so.
#3 am 18.12.2017 von Dr. med. Carlos Gonzalez Hofmann (Arzt)
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Gast
Persönliche Erfahrung: Chefarzt zur Stationsärztin: "Was, ist der denn immer noch nicht gestorben?!" , ich meine, mich zu erinnern, dass es da um Bettenbelegung oder so was ging.
#2 am 18.12.2017 von Gast
  18
Sehr geehrte Kolleg/inn/en! An dieser Stelle möchte ich DRINGEND darauf hinweisen, dass die DocCheck-Redaktion quasi willkürlich und ohne vorherige Kontaktaufnahme Ihre geschätzten Beiträge löschen kann! Zuletzt geschah dies unter anderem MIR mit einem Beitrag zum Artikel „§219a: Ein Paragraf wird abgetrieben“ von Michael van den Heuvel. Die Redaktion begründete dies auf meine direkte Anfrage zu diesem Verhalten mit folgendem Wortlaut: „Als Redaktion behalten wir uns vor, den Kommentarbereich kontinuierlich zu moderieren. Dabei achten wir darauf, dass die Diskussion sachlich und themenbezogen bleibt.“ Meine wiederum direkte Anfrage an die Redaktion, was KONKRET an meinem Beitrag NICHT „sachlich und themenbezogen“ war blieb unbeantwortet! Auffällig ist, dass neben meinem Beitrag gleich mehrere Beiträge anderer Kollegen gelöscht wurden, die – wie meiner – Kritik an Stil und Form des Artikels und des Autors äußerten; und dies geschah KEINESWEGS in unsachlicher Weise! Vielmehr hatten die jeweiligen Kommentatoren KEINE Gelegenheit mehr sich danach noch in die Diskussion einzubringen, da die Redaktion UNMITTELBAR nach dem Löschen der Beiträge die Kommentarfunktion deaktiviert hat! Bitte sehen Sie mir nach, dass ich nunmehr über einen anderen Beitrag meinen großen Unmut über dieses journalistisch vollkommen unqualifizierte Verhalten der Öffentlichkeit dieses Forums zugänglich machen muss. Alles andere fände ich im Interesse eines ausgewogenen Diskussionsstils für hochgradig inakzeptabel. Mit kollegialen Grüßen Dr. Martin Kauer 35418 Buseck
#1 am 18.12.2017 von Dr. Martin Kauer (Zahnarzt)
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