Wir brauchen die Drei-Tage-Woche

12.12.2017
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Forscher bestätigen: Wir brauchen die Drei-Tage-Woche. Zumindest wenn du über 40 bist, hast du gute Argumente beim nächsten Mitarbeitergespräch.

Ehrlich gesagt: Vom Traum eines digitalen Nomadenlebens bin ich Lichtjahre entfernt. Ich muss also mein Geld – wie wohl die meisten – durch angestellte Arbeit verdienen. Mit meiner neuen Position seit Juni dieses Jahres bin ich von einer 40-Stunden-Woche noch entfernter als zuvor. Als Chefarzt einer Rehabilitationsfachklinik für Psychosomatik sind Überstunden noch nicht mal bezahlt, aber eben die Regel.

Vorher war ich Leitender Oberarzt einer anderen Klinik, da herrschten schon fast paradiesische Verhältnisse. Ich pendelte und hatte vereinbart, immer von Montag bis Donnerstag in der Klinik zu sein. An zwei Tagen hatte ich nachmittags Bereitschaftsdienst, der meist sehr ruhig war, in einer Kinder-Reha unseres Konzerns. Der freie Freitag war auf jeden Fall großer Gewinn.

Reichlich Burnout, zu wenig freie Zeit?

In der Psychosomatik sind beruflich bedingte Problemlagen ein häufiger Grund für lange Krankschreibungen. Oft deshalb, weil entweder immer weniger Selbstbestimmung bei der Arbeit besteht und damit eine Entfremdung auftritt. Oder aber, die Arbeitszeit ist lang, manchmal wird gependelt und dann kommen noch zusätzliche Pflichten hinzu, wie im Fall von alleinerziehenden Müttern oder bei Personen, die Angehörige pflegen. Und mit über 40 beginnt dann das Alter, in dem die Zuweisungen in unsere Klinik rapide zunehmen.

Kürzlich bin ich auf eine australische Studie gestoßen, die aufgrund von Ergebnissen aus neuropsychologischen Leistungsprüfungen eine Drei-Tage-Woche
fordert. Zumindest dann, wenn das 40. Lebensjahr des Arbeitnehmers überschritten ist. Bei der Studie wurde anhand von den neuropsychologischen Tests bei 3.300 Männern und 3.500 Frauen aus Australien ermittelt, ob sich die Arbeitsdauer auf die Leistungsfähigkeit der höheren Handlungsfunktionen des Gehirns auswirkt.

Keine Arbeit ist auch keine Lösung

Nun könnte man meinen, wer sein Gehirn schont und nicht arbeitet oder nicht arbeiten muss, ist gut dran. Rein neuropsychologisch betrachtet ist aber das Gehirn, das wir bei der Arbeit für Selbstmotivation und Handlungsplanung benötigen, eher wie ein Muskel, der trainiert sein möchte. Zumindest aber beschäftigt.

Das erlebe ich auch tagtäglich bei mir in der Klinik. Vorzeitige Berentung, lange Krankschreibung und Arbeitslosigkeit führen dazu, dass die gedankliche Leistungsfähigkeit, die Flexibilität und weitere andere Fähigkeiten rapide nachlassen.

25 Stunden scheinen das Optimum zu sein

Aber durch zu viel Arbeit stirbt man womöglich auch früher. Ab einem bestimmten Arbeitspensum zeigt sich dann nämlich eine umgekehrte U-Kurve: Bei bis zu 25 Stunden Arbeit in der Woche steigert sich die Produktivität in den neuropsychologischen Tests. Bei über 25 bis 55 Stunden in der Woche nimmt sie dann wieder ab.

Fazit: Optimal wären drei Tage bzw. 25 Stunden Arbeit in der Woche. Klingt doch gut, oder ?

Über 55 Stunden ist schlimmer als nichts tun

Gerade Freiberufler, Selbstständige aller Art und eben wir Ärzte arbeiten mehr als dem Menschen gut tut. Alleinerziehende Mütter arbeiten beispielsweise streng genommen 93 Stunden in der Woche (hier bietet sich die Möglichkeit für einen Beitrag eigens zu diesem Thema). Auf jeden Fall: 55 Stunden und mehr ist noch schlimmer für das Gehirn und seine Leistungsfähigkeit als das Nichtstun. Besonders, wenn man außer Arbeit gar keine anderen Lebensinhalte mehr hat.

Arbeit kann also stimulierend wirken oder aber zu viel sein. Fast wie eine Droge, die wir nicht kontrollieren können. Weniger wäre also für die meisten von uns mehr.

Welche Strategien nutzt ihr, um weniger zu arbeiten und mehr zu leben?

 

Bildquelle: n-k, flickr

Artikel letztmalig aktualisiert am 14.12.2017.

57 Wertungen (4.44 ø)
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Medizin, Politik Wirtschaft
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Gast
@ #18 Als Psychotherapeut können Sie sich das auch locker leisten im Gegensatz zu vielen Anderen...
#35 vor 34 Tagen von Gast
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Gast
Ich habe in Spanien in einer Hostel so einen digitalen Nomaden getroffen. Der braucht nur Notebook und Internet zum Geld verdienen. Der lebt seinen Traum. Ich war damals neidisch auf den.
#34 vor 35 Tagen von Gast
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Gast
Das Y in Generation Y steht auch für "Why?" - "Warum?" ....das für die, die das bisher nicht wussten.
#33 vor 37 Tagen von Gast
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Gast
An Herrn Licht, Sie haben wahrscheinlich in Ihrem Dasein noch NIE hart malochen müssen, sonst würden Sie nicht so einen Nonsens von sich geben
#32 vor 38 Tagen von Gast
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Felix Maertin
Sehr geehrter Herr Licht, Also Medizinjournalist erwarte ich schon, dass Sie sich ein wenig mehr mit dem inneren Antrieb eine Menschen auseinandersetzen. Ein Mensch neigt eher dazu wegen zu viel Fleiß aus der Gesellschaft auszuscheiden, als ein Mensch der sich frei entfalten kann ohne ums Überleben kämpfen zu müssen. Unser aktuelles System hält die Menschen gerade noch am Leben, grenzt sie aber so sehr aus, das jedes eigene Engagement als sinnlos angesehen wird. Unsere Gesellschaft würde aktuell nicht funktionieren, wenn wir nicht so viele Ehrenamtliche hätten. Ein BGE, eine gerechte Steuer und ein Leben das unser Planet auch aushält sind dringend notwendig. Unsere verlogene Gesellschaft geht mir echt auf den Sack...
#31 vor 38 Tagen von Felix Maertin (Gast)
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Gast
# 24 Noch dramatischer ist es, wenn man als Kind so ziemlich Alles bekommt aber ein gewalttätiges, missbräuchliches „Zuhause „“ hatte. Ich spreche aus Erfahrung, einfach nur der Horror Par Excellence
#30 vor 39 Tagen von Gast
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Zum bedingungslosen Grundeinkommen: Leistungsfreie Lebewesen, haben in der Natur die Arschkarte, sie werden alsbald aufgegeben. Der Trend geht zu Großhirnen in der Petrischale, dann müssen wir auch nicht mehr die Erde zerstören. Die Unternehmen dazu gibt es bereits. Also, wer das bedingungslose Grundeinkommen will, muss die Petrischale wählen, dann können die Übrigen, die an Anstrengung nicht verzweifeln, sondern wachsen und gedeihen und sich daher toll fühlen, rasant viel Platz auf der Erde genießen und die in der Petrischale anmailen mit Erfolgserlebnissen. Weiß einer von Euch, wozu die Natur alle Belohnungszentren erfunden hat? Ausschließlich, um bedingungslose Leistung zu garantieren.
#29 vor 39 Tagen von Karl-Heinz Licht (Medizinjournalist)
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Wir brauchen die Drei-Tage-Woche und dann die 2 Tage und dann lassen wir am besten alles die Computer machen. Was tun wir denn dann an den 5 Tagen die Woche - mehr essen, mehr trinken, mehr fernsehen? Antriebslosigkeit ist adaptiv. Wenn nichts muss, dann nichts machen. Die Evolution hat uns für Leistung konditioniert aber ebenso für Nichtstun, wenn es nicht nötig ist. Sinnvolle Beschäftigung, die einen fordert, fördert alles. Alles andere fördert Dickleibigkeit, Alkoholismus, Drogen, Zigaretten, Faulheit, Unlust, Unzufriedenheit und steigert die Häufigkeit der Arztbesuche, samt Verordnungen und produziert Medikamentencocktails in Bürgern, die niemand mehr auflösen kann. Auf gehts: Hüften, Knie, Magenverkleinerungen, Wirbel verschrauben, Elektromobil auf Rezept kaufen, damit niemand mehr gehen muss und Treppenlifte an jeder Stufe - überall natürlich.
#28 vor 39 Tagen von Karl-Heinz Licht (Medizinjournalist)
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Gast
Liebe Frau Cortes, absolut D’accord mit Ihnen, Alle die in Deutschland leben sollten ihr gesamtes Vermögen auch das was im Ausland gebunkert ist aufdecken. Alles auf den Tisch damit und gerecht verteilen
#27 vor 39 Tagen von Gast
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Gast 19, nicht nur das, eventuell wäre sogar ein bedingungsloses Grundeinkommen für alle drin.... Geld ist genug da, ist nur schlecht verteilt.
#26 vor 39 Tagen von Remedias Cortes (Nichtmedizinische Berufe)
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Gast
# 24 Das Problem ist nicht die Armut sondern das ungleiche. Wenn Alle in der Schule und Umgebung arm sind, kann man glücklich sein Leben mit einfachen Dingen genießen. Problematisch wird es wenn ein Kind oder überhaupt Menschen von irgendetwas ausgeschlossen werden dann entstehen oft Minderwertigkeitskomplexe
#25 vor 39 Tagen von Gast
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Gast
@#22 und 23 Ein liebevolles Zuhause reicht nicht aus. Auch ich stamme aus einer sog. armen Familie. Ich musste mir in den 70ern mit meinem Bruder ein ungeheiztes schlecht möbliertes Zimmer teilen. Wir hatten nicht mal ein Telefon und waren schlecht gekleidet. An Klassenfahrten konnten wir nicht teilnehmen, weil 150,- DM einfach nicht aufzubringen waren. Auch aus uns ist "etwas Ordentliches" geworden, aber die Armut hat zu psychischen Problemen geführt, von denen wir uns nie ganz erholt haben. Ich selbst habe noch in den Jugendjahren eine Sozialphobie entwickelt und mein Bruder arbeitet seit Jahrzehnten mehr als 50 Stunden in der Woche, weil er nie wieder arm sein wollte. Meine Eltern konntenk krankheitsbedingt nicht mehr für uns tun, aber man sollte sich sehr genau überlegen, ob man das Recht hat, seinen Kindern bewusst ein entbehrungsreiches Leben zuzumuten.
#24 vor 39 Tagen von Gast
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Gast
# Gast 22 Wichtig ist ein liebevolles Zuhause, wo die Kinder aufwachsen und gedeihen können, Alles andere ist nicht so sehr von Bedeutung. Sich Zeit für die Familie nehmen ist ausschlaggebend
#23 vor 39 Tagen von Gast
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Gast
Und wenn dann kommt, dass man sich als "Chiller" niemals Familie finanzieren wird können... auch das stimmt so nicht wirklich. Mein Vater ist in 60er und 70ern mit 2 Schwestern zu fünft in ner ca. 70 Quadratmeter-Wohnung aufgewachsen. Die Schwestern mussten sich ein Zimmer teilen (heute undenkbar). Das war für heutige Verhältnisse bittere Armut... alle 3 Kinder sind trotzdem was sehr Ordentliches geworden. Die Lifestyle-Kleinfamilie des 21. Jahrhunderts hat ja die Befürchtung, dass ohne Sprachreise nach Cornwall, Reitunterricht etc. die Kinder zwangsläufig als Junkie unter der Brücke landen. Verzicht stärkt bei Kindern vielmehr den Charakter. Auch die Finanzierung von Familie ist als "Chiller" möglich. Wenn dann noch kommt, da müsse man erst mal ne Frau finden, die das mitmacht... geht sehr wohl, wenn man sich nicht auf das Prinzessinne-aus-gutem-Hause-Millieu beschränkt. Auch in dem Kontext lässt sich der Michel von Normen und Ansehens-Faktoren fremdbestimmen, ohne die zu hinterfragen
#22 vor 39 Tagen von Gast
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Gast
...aber so jemand mit diesem Extrembeispiel ist reicher als der angeblich so "glückliche" Typ mit Einfamilienhaus, SUV und Perserteppiche im repräsentativen Wohnzimmer...
#21 vor 39 Tagen von Gast
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Gast
@ #19:das wird von niemandem finanziert. Braucht es aber auch nicht. Wenn ich z.B. reisen will, dann braucht es bei mir nicht die maximal spießige Kreuzfahrt für 6000 Euro zu zweit oder die Luxus-Fernreise nach Indien. Reisen geht der Anti-Spießer mit dem Rucksack, und das ist prinzipiell im höheren Alter genau so möglich. Das protzige Einfamilienhaus mit Garten, SUV in der Garage, Marken-Schrankwand und Perserteppich plus Bücherregal (letzteres ausschließlich zur Repräsentation), das ist nicht das, was wirklich wichtig ist. Wer sich von gesellschaftlichen Normen und Ansehens-Faktoren leiten und fremdbestimmen lässt, der hat nichts kapiert. Und genau diese Normen hinterfragen, das macht die Generation Y. Die argentinische Ex-Freundin meines Bruders aus Neuseeland hat gefühlt schon auf der halben Welt gelebt und ist aktuell Volleyball-Trainerin in Dänemark. Die Finanzplanung beinhaltet abgelaufene Lebensmittel aus der Mülltonne vom Supermarkt - das ist ein Extrembeispiel...
#20 vor 39 Tagen von Gast
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Gast
Work-Life-Balance heißt das bis zum 30. Lebensjahr gemütlich studieren, dann Weiterbildung in Teilzeit, Elternzeit und schließlich Teilzeit bis zum 65. Lebensjahr? Danach in Vollzeit Rentner bis zum 90. Lebensjahr, gerne länger. Wie soll das bitte von wem finanziert werden?
#19 vor 39 Tagen von Gast
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Psychotherapeut
Ich (Anfang 50) habe nur noch einen halben Kassensitz und arbeite realistisch 30 Stunden in der Woche, und zwar jeweils 2 ganze und zwei halbe Tage (4-Tage-Woche). Die „work-life-Balance“ passt! Viel freie Zeit für die anderen schönen Dinge des Lebens!
#18 vor 39 Tagen von Psychotherapeut (Gast)
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Natürlich ist mir die Problematik bewusst, dass das mit finanziellen Problemen verbunden ist. Der Beitrag ist ursprünglich auf der Social media-Plattform Steemit.com erschienen. Dort geht es auch sehr stark um alternative Modelle (Kryptowährung). Letztlich aber auch um Anders sein - Make the differerence.... Der Folgebeitrag geht genau um das Problem der neuen Armut trotz Arbeit. Ich würde mich über Follower freuen, die auch Utopien haben. https://steemit.com/deutsch/@martinwinkler/warum-du-die-3-tage-woche-brauchst
#17 vor 39 Tagen von Dr Martin Winkler (Arzt)
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Nils Voss
@#9 Was haben Ihre Ausführungen mit der Einlassung von #8 (Diederichs) zu tun? Frau Diederichs schrieb: Der Arzt behandelt, die Natur heilt!
#16 vor 39 Tagen von Nils Voss (Gast)
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Nils Voss
@#14 Worauf bezieht sich Ihre Aussage?
#15 vor 39 Tagen von Nils Voss (Gast)
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Auch Menschen die im Umfeld von Ärzten arbeiten und vieles Gespräche führen und nicht mit Scheuklappen durch die Gegend laufen, können Beiträge beurteilen. Natürlich von ihrer individuellen Sichtweise.
#14 vor 39 Tagen von Annette Brillat (Arzthelferin)
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Nils Voss
Die Schlussfrage im obigen Beitrag ist offensichtlich bewusst nur an Ärzte gerichtet. Anderen Berufstätigen im Gesundheitswesen stellt sich die Frage gar nicht. Ich kann mir vorstellen, dass auch Krankenpfleger und Arzthelferinnen sich nach einer 25-Stunden-Woche sehnen. Aber von dem entsprechenden Gehalt könnten sie in einer Großstadt kaum mehr die Miete zahlen. Und chronischer Geldmangel stresst mehr als 15 Stunden Arbeit.
#13 vor 39 Tagen von Nils Voss (Gast)
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25 Stunden - heißt , die ganzen Ärztinnen , die in Teilzeit gehen, machen alles richtig.
#12 vor 39 Tagen von Remedias Cortes (Nichtmedizinische Berufe)
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Die Digitalisierung und der damit verbundenen Wandel im Berufsleben fordern eine ständige Flexibilität. Der Mensch benötigt jedoch auch Ruhepole und Beständigkeit um sich nicht fremdgesteuert zu fühlen. Von daher wäre eine 25 Stunden Woche eine gute Massnahme um dem Wandel und den Bedürfnissen des Menschen nach zu kommen ohne das er dabei resigniert und krank wird.
#11 vor 39 Tagen von Annette Brillat (Arzthelferin)
  2
Gast
Liebe Ärztin, warum können nicht Ärzte und Patienten zusammen Neue Menschenfreundliche Krankenhäuser schaffen. Neue Ideen braucht das Land
#10 vor 39 Tagen von Gast
  4
ehemalige Ärztin
Ach ja, lieber Gast Nr.8, wenn das mal so einfach wäre. Leidenschaftlich heilen wollen, bestmögliche Versorgung anbieten, auf dem neuesten Stand sein und natürlich viel Zeit und Einfühlungsvermögen für die Patienten... schöne Idee. Die interessiert nur außer Ärzten und Patienten keiner. Der Arbeitgeber will möglichst hohe Einnahmen mit möglichst geringen Einsatz, die Krankenkassen wollen einfach nur billigst möglich weg kommen. Und die haben in diesem System nun mal das Sagen. Extrem knappe Stellenschlüssel und Unmengen von Papierkrieg lassen einfach nicht viel Zeit für Extrawürste. Ärzte werden heute nicht für's Heilen bezahlt, sondern dafür, daß sie möglicht viele abrechenbare Leistungen anhäufen. Hand halten hat keine Abrechnungsziffer. Das Sytem ist weder für die Patienten, noch für die Mitarbeiter gut (Pflege, Sozialdienst, Reinigung, das betrifft alle, nicht nur Ärzte) aber es bringt Profit.
#9 vor 39 Tagen von ehemalige Ärztin (Gast)
  1
Ein Arzt sollte sich niemals als Heiler sehen. Medicus curat, natura sanat!
#8 vor 39 Tagen von Annika Diederichs (Tierärztin)
  22
Gast
Die Frage ist: was ist wichtig im Leben. Das neueste Smartphone oder der fette SUV ist es definitiv nicht. Als privat niedergelassene Ärztin habe ich nie mehr gearbeitet als 25-30 Stunden, da ich für meine 4 Kinder da sein wollte und schon ein Leben vor dem Ruhestand haben wollte. Dafür hatte ich immer Zeit für meine Kinder, mich selbst und die Patienten haben, glaube ich von einer nicht gehetzten Ärztin profitiert, die auch einiges an Fortbildung machen konnte, was allen zugute kam.
#7 vor 39 Tagen von Gast
  2
Gast
Also, entweder man ist Arzt aus Berufung und Leidenschaft oder aber man sucht sich eine andere Beschäftigung. Ein Arzt sollte immer ein Heiler sein und natürlich auch Menschen mögen auch wenn so mancher Zeitgenosse sehr schwierig zu Händeln ist
#6 vor 39 Tagen von Gast
  14
"weil das Einfamilienhaus im Grünen abgezahlt werden muss und die anspruchsvolle Frau" ---- das mit der anspruchsvollen Frau ist bestimmt besonders schrecklich....
#5 vor 39 Tagen von P. Jacobs (Zahnarzthelferin)
  6
Gast
Gibt man bei google.de "arztberuf" in die Suchmaske ein und tippt dann einmal auf die Leertaste, kommt als erster Suchvorschlag "arztberuf aufgeben" :https://www.google.de/search?source=hp&ei=jE0yWtL1CoOdsAfzybOIDQ&q=arztberuf+aufgeben&oq=arztberuf+&gs_l=psy-ab.1.0.0l10.932.4752.0.16865.10.9.0.1.1.0.74.584.9.9.0....0...1c.1.64.psy-ab..0.10.594...0i131k1.0.tyOjrGe8O2E (das kann jeder selbst nachprüfen) ... offensichtlich scheinen sehr viele Ärzte unglücklich in ihrem Beruf zu sein, aber machen eben trotzdem weiter, weil das Einfamilienhaus im Grünen abgezahlt werden muss und die anspruchsvolle Frau repräsentieren will und weil man sich schlichtweg nicht traut, einen radikalen Schnitt zu machen...
#4 vor 40 Tagen von Gast
  10
Gast
http://www.karriere.de/karriere/nicht-jeder-mensch-ist-fuer-arbeit-geboren-163984/ der renommierte Arbeitspsychologe Tim Hagemann beschreibt hier anschaulich die kulturell bedingten Einstellungen zur Arbeit und den Stellenwert der Arbeit, daher der Link als Empfehlung. Die Generation Y ist ja heute omnipräsent und die Erkenntnis, dass man nur dieses eine Leben hat und dieses möglicherweise nicht für Beruf und Karriere opfern möchte, rollt als Tsunami-Welle durch die Gruppe der 20-40 Jährigen und zwar weltweit von Europa, USA bis nach Japan, Taiwan, China und sogar zur hippen urbanen Klasse in Indien, Indonesien etc. Diese Entwicklung gab es bisher nie in der Geschichte und die Folgen dürften weitreichend sein. "Enjoying life and travelling the world" , das hat doch auch was.
#3 vor 40 Tagen von Gast
  5
Gast
Über das Thema Ausstieg aus dem Arztberuf redet man offensichtlich nicht so gerne. Das hängt eben auch keiner an die große Glocke, dass er ausgestiegen ist aus der Würde und dem Renommée dieses Berufes. Die Anzahl ist aber offensichtlich alles andere als gering und in der Tendenz zunehmend. Ich weiß von jemandem, der ca. 2010 mit dem Medizinstudium fertig war und jetzt Partys organisiert. Eine entfernt bekannte Ärztin arbeitet im kleinen elterlichen Betrieb als Bürokraft. Eine ehemalige Kommilitonin ist Ärztin und macht jetzt eine Ausbildung als Erzieherin. Alle Genannten waren offensichtlich zu dem Schluss gekommen, dass sie im Arztberuf dauerhaft nicht glücklich werden würden. Die innerfachlichen Alternativen zur praktizierenden Medizin (Pharmabranche, Medizinjournalismus, Krankenkassen) spielen offensichtlich quantitativ keine große Rolle bei den Aussteigern. Das Gros arbeitet gänzlich fachfremd. Es sollte kein Stigma und kein Tabu sein, zu sagen: "Ich bin ausgestiegen."
#2 vor 40 Tagen von Gast
  3
Gast
Arztberuf sein lassen.... chillen statt sich selbst opfern für den Dienst am Patienten. Die wahren persönlichen Bedürfnisse spielen sich abseits des Dienstes ab. Habe neulich an einem freien Tag aus reinem Interesse sämtliche englischen Grafschaften gelernt, Kent, Dorset, Staffordshire, Hampshire, Sussex, etc. , die Wissenslücken bestehen nun nicht mehr...plus die Frühgeschichte der Menschheit bis zu den Sumerern auf Wikipedia dazu. Eines meiner zentralen Lebensziele ist es, möglichst "Alles" zu wissen. Nicht wahr, Herr Winkler, die Zeit dazu haben Sie nicht.
#1 vor 41 Tagen von Gast
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