Die Warnsignale unseres Körpers äußern sich auch durch den Urin

05.12.2017

Der menschliche Körper ist ein sehr kompliziertes und hochsensibles Konstrukt und genauer betrachtet gleicht unser Organismus einem einzigartigen Wunder der Natur. Im Laufe der Evolution allerdings haben wir Menschen immer mehr verlernt, auf noch so kleinste Signale, die uns unser Körper sendet, einzugehen und auf diese zu hören und sie entsprechend deuten zu können.

Immer mehr verschwenden wir viel Gedanken damit, wie wir den Alltag bewältigen können und was wir noch so alles in einem bestimmten Zeitfenster auf unsere Schulter laden und erledigen können.

Dabei übersehen und übergehen wir nicht selten kleinste Signale unseres Körpers, die uns beispielsweise darauf aufmerksam machen, vielleicht einen Gang und mehr zurückzuschalten und zur Ruhe zu kommen. Oder einfach mal abzuschalten, tief Luft zu holen, oder zu entspannen und mal „Fünf gerade sein zu lassen“. Genau das Gegenteil ist in der Regel der Fall: Wir verlieren unseren Instinkt, im richtigen Moment instinktiv eben richtig zu handeln. Übergehen Symptome, wie Herzrasen, Schlaflosigkeit, Augenflimmern, Schwindel, Ohrengeräusche, Bluthochdruck und Co. Die Quintessenz dieses Handels kann fatale Folgen für Geist, Körper und Seele mit sich bringen und fordert Tribute. Herzinfarkte, Schlaganfälle, Kreislaufzusammenbrüche, Ohnmachtsanfälle und vieles mehr sind die Folge, wenn man auch nur kleinste Warnsignale unseres Körpers auf die leichte Schulter nimmt, sie ignoriert oder nicht mehr bewusst lesen und deuten kann und will - die Untersuchung unseres Urins beispielsweise, ist eine Möglichkeit unseren Gesundheitszustand auf einfache Weise ein Stück weit zu überwachen.

Den Eigenurin lesen können

Schon in Vorzeiten betrachteten sogenannte Medizinmänner und -frauen erkrankte Menschen nicht sie selbst ganz genau, sondern auch deren Ausscheidungen. Anhand der Färbung oder auch der Konsistenz der Ausscheidungen konnten sie das eine oder andere Krankheitsbild erkennen und deuten. Insbesondere auch bei der Färbung des Urins.

Denn eine bestimmte Verfärbung des Urins gab grundsätzlich Ausschluss über eventuelle Beschwerden. Noch heute ist dies der Fall und jeder Mensch kann und könnte schließlich selbst anhand der Färbung des Urins Krankheiten erkennen oder auch Mangelerscheinungen sehen und dementsprechend vorbeugen und diverse Maßnahmen ergreifen, die zur Besserung führen können. Ein ganz simples wie so prägnantes und wichtiges Warnzeichen bei der Urinfärbung ist ein sehr dunkelgelber und nicht klarer Urin. Wer diese Urinausscheidung vorfindet, kann davon ausgehen, dass er schlichtweg einfach zu wenig Flüssigkeit zu sich genommen hat. Denn desto mehr man am Tag an Flüssigkeiten zu sich genommen hat, umso klarer bis sogar fast durchsichtiger zeigt sich der Urin bei der Ausscheidung. Trinkt man wenig bis viel zu wenig an diesem Tag, ist der Urin eher sehr dunkel in seiner Färbung und vor allem sehr milchig bis deutlich unklar und voll mit sogenanntem Sediment, welches sich verdichtet und über die Nieren und schließlich zur Harnblase hinweg ausgeschieden werden muss. Desto weniger Flüssigkeit dem Körper also zugeführt wird, umso dichter der Urin.

Den Urin selbst zu lesen, ist eigentlich ganz einfach. Denn wir verrichten mehrmals täglich unsere Notdurft und in den meist weißen Toilettenschüsseln ist die Färbung beispielsweise des Urins sehr leicht zu erkennen. Rötlicher Urin, ebenso wie auch bläulich gefärbter oder sogar bräunlicher Urin sind Warnzeichen für eventuelle (schwere) Erkrankungen. Der Gang zum Arzt - und das am besten mit einer Urinprobe vom Morgenurin - ist daher in diesen Situationen nur ratsam. Ist der Morgenurin nicht klar und dunkelgelb, sollte man viel trinken und ist der Geruch des Urins seltsam oder ungewöhnlich, kann das mit der unmittelbaren Ernährung im Vorfeld zusammenhängen. Klassisches Beispiel hierfür ist, wenn man Spargel gegessen hat und schon nach einer halben Stunde etwa zur Toilette muss, weil sich ein deutlicher Harndrang eingestellt hat. Der Urin riecht dann nach Spargel. Es gibt noch viele weitere harntreibende Lebensmittel, die dafür sorgen, dass wir des Öfteren nach dem Verzehr dieser zur Toilette müssen. Fakt ist, dass der Urin uns unzählige Botschaften über den Zustand unserer Gesundheit liefert - mehr als wir allgemein-hin denken.

Flüssigkeitszufuhr beachten

Das Durstgefühl, so sagen Mediziner, ist eigentlich schon ein absolutes Warnsignal des Körpers auf höchster Alarmstufe. Denn wer Durst empfindet, der Mundbereich schon trocken ist und man wesentlich mehr Speichelfluss entwickelt, hat den optimalen Zeitpunkt der Flüssigkeitszufuhr schon längst überschritten. Wir trinken in der Regel meist viel zu wenig und bemerken es erst, wenn sich starkes Durstgefühl bildet, dass wir unbedingt etwas trinken müssen. Der menschliche Körper benötigt eigentlich, um täglich fit und gut durchblutet zu sein, zwei bis drei Liter an Flüssigkeit. Nur die Wenigsten allerdings halten sich an diese Faustregel und trinken eindeutig zu wenig.

Wer viel trinkt, sorgt quasi für eine gute und intakte Durchblutung und Zirkulation, alles ist im Fluss. Nieren und Harnwege werden gespült und noch ein ganz wichtiger Faktor spielt hierbei eine große Rolle: Beim Trinken entsteht eine Entschlackung des Körpers. So werden negative Substanzen aus dem Körper gespült und über die Nieren und schließlich der Harnblase über den Urin wiederum ausgeführt und bewiesenermaßen ist es so, dass wer viel Wasser trinkt auch abnimmt. Denn desto mehr man trinkt, umso weniger Hunger und Appetit ist vorhanden und die Entschlackung dadurch kann so ungehindert ihren Lauf nehmen.

Schwindel, Kopfschmerzen und Augenflimmern

Auch bei diesen Anzeichen ist zunächst zu bedenken, ob man nicht einfach viel zu wenig getrunken hat. Zwei bis drei Liter Flüssigkeit am Tag schaffen schließlich nur die wenigsten regelmäßig. Wer allerdings eh schon einen recht niedrigen Blutdruck beispielsweise hat, der weit unter dem Norm- oder Richtwert von 100/80 liegt, tut gut daran mehr zu trinken. Denn ganz besonders bei diesen Menschen, die an einer Hypotonie leiden, dem Gegenteil von Bluthochdruck also, stellen sich Migräne und Kopfschmerzen, Schwindel und Augenflimmern bis zu Ohnmachtsanfällen sehr schnell ein. Kreislaufzusammenbrüche und Co. ebenfalls. Wenn dann auch noch zu wenig gegessen wurde und der Zuckerspiegel in den Keller rutscht, tut man alles, um seinen Körper zusammenklappen zu lassen und auf Notreserve runterzufahren. Das tut Dieser nämlich dann, wenn er einfach auf zu wenig Flüssigkeit für die Blutzirkulation bis in Hirn zurückgreifen kann. Auch das sind Zeichen des Körpers, die viel zu selten schon im Vorfeld schnell erkannt und meisten völlig übersehen und ignoriert werden. Das plötzliche Kreislaufversagen rührt in den meisten Fällen exakt aus diesen Ausgangssituationen heraus.
 

Artikel letztmalig aktualisiert am 21.12.2017.

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Medizin, Allgemeinmedizin
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