„Du schreist ja wie deine Mutter“

27.11.2017
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Der große Zuspruch der Roses Revolution hat traurige Gründe: Verbale Demütigung und körperliche Gewalt in der Geburtshilfe sind Realität. Unabgesprochene Dammschnitte und respektlose Sprüche sind nur zwei von vielen schmerzhaften Erlebnissen, die Frauen widerfahren.

Der 25.11. ist der „Tag gegen Gewalt in der Geburtshilfe“. Frauen, denen bei der Geburt ihrer Kinder Gewalt angetan wurde, legen überall in der Welt eine Rose vor dem Krankenhaus oder dem Kreissaal ab, in denen es dazu kam. Einige schreiben dazu noch einige erklärende Zeilen auf einem Zettel oder Brief (siehe unten).

Gewalt und Geburtshilfe sind zwei Begriffe, die nicht recht zusammen passen wollen. Eine Geburt soll doch idealerweise eine schöne Erinnerung sein, nicht etwas, das traumatisiert! Und doch: Es passiert immer wieder, dass Frauen Gewalt angetan wird, dass sie in einer Situation, in der sie verletzlich sind wie nie, gedemütigt werden oder ihnen Hilfe versagt wird.

Das geht von Dammschnitten, die einfach so durchgeführt werden, obwohl vorher etwas anderes ausgemacht war, zum unbesprochenen „Kristellern“, bei dem sich plötzlich der Arzt während einer Wehe auf den Bauch wirft, Eipollösungen ohne Ansage oder vorherige Erklärung bis zum unangekündigten Weiten des Muttermundes durch die Hebamme. 

Aber es muss nicht immer körperliche Gewalt sein, die den Müttern angetan wird. Ein respektloser Umgang gehört ebenso dazu, wie ein flotter, unüberlegter, vielleicht witzig gemeinter Spruch, der in dieser besonderen Situation im Kopf hängen bleibt und einfach schmerzt. („Jaja – so schön wie es reinkommt, kommt es nicht wieder raus“)

 

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Dass das Thema leider überall aktuell ist, zeigt der „Erfolg“, den der Roses Revolution– Tag hat. Er wird dieses Jahr erst zum fünften Mal begangen und es beteiligten sich schon tausende Frauen überall auf der Welt daran. Es ist eine stille, gewaltfreie und eben dadurch unglaublich eindringliche Aktion, auf die ich nun jedes Jahr hinweisen möchte.

Meine eigenen Erfahrungen waren glücklicherweise besser (bis auf die Fehlgeburt, aber das ist ein anderes Thema). Eine Freundin allerdings wurde zum Beispiel regelrecht traumatisiert, weil sie nach einem Notkaiserschnitt zwei Stunden in einem einsamen Aufwachraum „vergessen“ wurde. Sie hatte große Schmerzen, konnte sich nicht bewegen und wusste nicht einmal, ob ihr Kind überlebt hatte – es muss schrecklich gewesen sein.

Dass bereits ein Umdenken begonnen hat, zeigen auch die Reaktionen von Hebammenschülerinnen auf der Facebook Seite von „Roses Revolution“

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Diese Frauen werden sicher später achtsamer mit den Frauen umgehen als so manche ihrer Lehrerinnen. Auf dass die Geburt eines Kindes das ist, was es sein sollte: Ein Ereignis, an das man gerne zurückdenkt, und aus dem alle gestärkt und stolz hervorgehen!

Bildquelle: Nathan Walker, flickr

Artikel letztmalig aktualisiert am 29.11.2017.

150 Wertungen (2.95 ø)
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Ärztin
Frau Ullrich: ich rechtfertige gar nichts. Gewalt und mutwillige Schikane im Kreißsaal ist inakzeptabel und dafür gibt es keine Entschuldigung. Aber die Welt besteht nicht aus guten Engeln und bösartigen Schurken. Einfach nur klagend mit dem Finger auf andere zu zeigen ändert nichts, man muss versuchen die Gründe zu beheben. Diese Menschen sind nicht als Monster zur Welt gekommen.Viele der Zumutungen und Mißstände die in deutschen Kreißsälen tagtäglich stattfinden und von den Gebärenden nur schlecht verarbeitet werden können geschehen nicht allein aus böser Absicht heraus, sondern begründen sich in Zeitdruck, Erschöpfung, Stress, Personalmangel, Ausbeutung und daraus resultierender Gedankenlosigkeit und Empathieerschöpfung. Einer Gebärenden beizustehen braucht sehr viel Geduld und Einfühlungsvermögen, da ist Massenabfertigung äußerst abträglich. Wer selbst Tag für Tag abscheulich behandelt wird kann das nicht immerfort leisten. You cannot pour from an empty cup.
#31 am 29.11.2017 von Ärztin (Gast)
  1
Es gibt schöne, weniger schöne und auch schreckliche Geburten! Ich habe sowohl Beleg- als auch lange Hausgeburten begleitet - und die meisten waren für alle Beteiligten "schön". 1:1-Betreuung halt.... zu #13: heute wird in der außerklinischen Geburtshilfe gut "selektiert", gut betreut und überwacht - und ggfs verlegt. Die Ergebnisse sind entsprechend gut. Bitte informieren Sie sich doch mal VORHER, z.B. bei www.quag.de. Es geht aber gar nicht darum nun allen Frauen eine Hausgeburt oder Geburtshausgeburt nahezulegen. Alle Frauen, die in der Klinik gebären wollen oder müssen, haben eine Anrecht auf menschenwürdige Behandlung!
#30 am 29.11.2017 von Frauke Lippens (Hebamme)
  0
Ich muss noch dazu sagen, dass ich schöner Weise von einer solchen Erfahrung verschont bin. Ich habe meinen Sohn mit viel Liebe im UKE zur Welt gebracht! Wir haben auch mal geweint... aber auch nur weil es so schön war.
#29 am 29.11.2017 von wiebke Ullrich (Heilpraktiker)
  0
@#23 .... ich empfinde Ihre Aussagen zu diesem Thema befremdlich. Sie rechtfertigen ja gerade zu. Diese Art von Gewalt ist aber nicht zu rechtfertigen. Unter keinen Umständen, weder mit Mehrarbeit, noch durch Frustration. Was meinen sie wie frustriert Männer sind, die ihre Frauen ins Krankenhaus prügeln. Kommen sie dann auch mit dem Spruch: "Ach, der war halt überarbeitet" ...?? Was soll ich sagen... nach unten zu treten ist halt einfacher als nach oben. Da macht man eben auch nicht vor einer Gebärenden halt und traumatisiert Mutter und Kind.
#28 am 29.11.2017 von wiebke Ullrich (Heilpraktiker)
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Warum überhaupt wird eine Geburt entweder als etwas wunderschönes oder etwas nahezu höllisches benannt, anstatt dem was sie ist, ein natürlicher körperlicher Vorgang mit einem riesigen Anteil an Individualität und entsprechend individueller Spannungsbreite an Gefühlen?! Warum hört/liest man immer nur "wunderschön" oder direkt "traumatisierend"? Wo ist die ganze Spanne dazwischen und weshalb soll es als solches nie benannt werden? Ich persönlich finde grundlegende Aussagen wie zB dass eine Geburt etwas wunderschönes ist, eher realitätsfern und ordne das sogar in die Richtung "Spirituell/Wunder/Glaube/Religion" ein. Was aber absolut nicht heißt das es deshalb genau das Gegenteil sei oder das es nicht wunderschön sein kann.
#27 am 29.11.2017 von J. Kögler (Pharmazeutisch-technische Assistentin (PTA))
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Ich finde die Aktion sehr gut um auf dieses Problem aufmerksam zu machen und das Umdenken zur ursprünglich geplanten ärztl. Hilfestellung ankurbelt. Der Grundgedanke die Geburten ärztlich begleiten zu lassen um im Bedarfsfall entsprechend eingreifen zu können, ist sicherlich völlig richtig und wichtig. Die Verlagerung ins KH hat aber dafür gesorgt das aus dem Begleiten und Unterstützen dieses Geschehens, etwas wie ein grundlegender, medizinischer Eingriff wurde und dadurch das ganze immens übers Ziel hinaus geschossen ist. Mit der entsprechend auftretenden Häufigkeit, dann gefühlt teilweise auch eher zu einer "Abfertigung" geworden, wodurch die psychische Sensibilität der Helfer extrem abgekühlt ist. Ich finde es wichtig, wenngleich es egal ist ob es eine Geburt ist oder anderes, solche Sachen haben grundlegend nicht stattzufinden. Die Argumentation ist daher für mich teilw. viel zu fixiert
#26 am 29.11.2017 von J. Kögler (Pharmazeutisch-technische Assistentin (PTA))
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Leider wohne ich ca. 900 Kilometer von meiner Entbindungsklinik weg, sonst hätten sie eine Rose bekommen. Und einen Brief.
#25 am 29.11.2017 von Remedias Cortes (Nichtmedizinische Berufe)
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Arzt vom Land
Ich bin wirklich erschüttert und komme aus dem Staunen nicht mehr heraus. Obwohl ich lange Jahre Geburtshilfe betrieben habe, habe ich nie erlebt, dass irgend jemand den Kristeller-Handgriff mit einem anderen Körperteil als den Händen ausgeführt hat. Es heißt ja auch "Handgriff" und nicht Knie- oder Bauchgriff. Wie soll ich denn anders den Druckwinkel einhalten? - Erschütternd. Und selbstverständlich wurde die Mutter vorgewarnt: Wir müssen jetzt die Wehen etwas unterstützen!
#24 am 29.11.2017 von Arzt vom Land (Gast)
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Ärztin
Es ist schon schockierend dass es bei dem Wunsch nach einer selbstbestimmten Geburt mit optimalerweise 1:1 Betreuung immer darauf hinausläuft: Halte dich von der Klinik fern, entbinde im Geburtshaus oder zu Hause. Als ob eine umfassende medizinische Versorgung das zwangsläufig ausschließen würde. Das ist falsch. Auch in Kliniken mit Maximalversorgung ist eine umfassend und einfühlsam betreute selbstbestimmte Geburt möglich und wünschenswert. Und ich wage auch zu behaupten dass das auch den Vorstellungen der dort tätigen Hebammen, Geburtshelfer und Ärzten entsprechen würde. Wo also liegt das Problem? Überlastung! Fließbandarbeit! Sparzwang! Frustration! Es wird alles mögliche getan um den Geburtshelfern die Freude an diesem schönen Beruf zu verderben. Die Motivation einer frischen Mutter die Geburt und das Bonding so angenehm wie möglich zu gestalten muss auch irgendwo herkommen, die Akkus müssen auch aufgeladen werden. Mehr Zeit, Platz, Ruhe, Kreißsäle, Ruhe und DANKBARKEIT wäre gut
#23 am 29.11.2017 von Ärztin (Gast)
  0
Ich habe mir diesen Bericht angehört. Grauenhaft und absolut schlimm. Wie man da einen Daumen nach unten geben kann, erschließt sich mir nicht.
#22 am 29.11.2017 von Gudrun Falkenberg (Logopädin)
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#21 am 28.11.2017 von Catrin Domke (Studentin der Humanmedizin)
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osteopath
#15: und mal wieder einen netten spruch aus der stammtischecke! mittlerweile sind die hausgeburten so sicher (oder unsicher) wie klinikgeburten. nur leider wird den frauen in den kliniken eine pseudo-sicherheit geboten, die aber nicht existent ist. es gibt zahlreiche statisitiken darüber. #20 hat es ja schon erwähnt: schauen sie mal rüber in andere länder, z.b. in die niederlande. wird aber natürlich nie erwähnt, kann die pharmaindustrie ja weniger dran verdienen. und angst machen macht ja auch irgendwie spass und lässt geld ins säckle purzeln.
#20 am 28.11.2017 von osteopath (Gast)
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Gast
Als Ärztin, die in der Geburtshilfe gearbeitet hat, habe ich deswegen meine Kinder zu Hause geboren. Die Geburten waren perfekt, so wie sie waren, wir haben geweint und gelacht. An jede Geburt denke ich noch jetzt mit Freude
#19 am 28.11.2017 von Gast
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Das war vor über 20 Jahren und ich kann den jungen Frauen nur empfehlen, sich sachkundig zu machen, welche Alternativen es zur Klinik gibt... schließlich hat man Monate Zeit. In Ländern wie den Niederlanden, wo es mehr Hausgeburten gibt, ist die Säuglingssterblichkeit niedriger als in D, seltsam...oder???
#18 am 28.11.2017 von marina geyer (Heilpraktikerin)
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Es gibt schöne Geburten und ich habe selbst zwei selbst erlebt, aber nicht im Krankenhaus. Eigentlich wollte ich das erste zu Hause bekommen, so, wie ich selbst geboren wurde... irritiert wurde ich von Frauen, die genauso zur Welt gekommen waren, aber mir einreden wollten, mich und mein Kind zu gefährden. Also ab in eine Arztpraxis mit Hebamme in der Nähe eines Krankenhauses... weil ich mich nicht krank fühlte, aber Angst hatte, in der Klinik bevormundet zu werden. Die Geburt war schmerzhaft, weil ohne Schmerzunterdrückung, aber auszuhalten mit dem Glück, mein Baby danach so lange ungewaschen auf dem Bauch zu haben, wie wir es wollten. Ohne Hektik, ohne Apparate und eben ganz natürlich. Beim zweiten blieb ich dann zuhause, es war eine unkomplizierte Schwangerschaft und ich wußte, was auf mich zukommt, die Hebamme vom ersten Kind war bei uns und so wurde es auch eine ganz natürliche Geburt...
#17 am 28.11.2017 von marina geyer (Heilpraktikerin)
  1
Schwangerschaft, Geburt und Babyzeit verlaufen leider nicht immer so harmonisch wie wir es uns wünschen. Ängste, überwältigende Geburtserfahrungen, ein untröstlich weinendes Baby, Schlafprobleme oder Sorgen um die Entwicklung des Kindes bestimmen oftmals den Alltag der jungen Familie. Besonders nach solch traumatischen Geburtserlebnissen. Hilfe finden betroffene Eltern z.B. bei speziell geschultem Fachpersonal (meist Hebammen, PsychotherapeutInnen), die die Zusatzausbildung in der Emotionellen Ersten Hilfe absolviert haben. Mit Gesprächen und Körperpsychotherapeutischer Begleitung werden Eltern und Kinder gestärkt, die Bindung gefördert und (Geburts-)Krisen verarbeitet: www.emotionelle-erste-hilfe.org
#16 am 28.11.2017 von Ulrike Busbach (Physiotherapeutin)
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Gast
Weiter: Mein drittes Kind kam 1990 in einer neu eröffneten Klinik sehr schnell und eben auch ziemlich schmerzhaft, aber äußerst professionell und in schöner Umgebung zur Welt. Auch Praktikanten waren da, ich wurde vorher gefragt. Alle waren sehr lieb. Es geht also. Jahre später war ich mit meiner Tochter (dann 14) nochmal dort, sie war sehr angetan. Gleiche schöne Atmosphäre, alles gut. Ich bin zutiefst dankbar für die beiden letzten Geburten, die erste möchte ich vergessen, habe aber noch oft den Hintern (Entschuldigung) dieser dicken Frau vor meinem stillen Auge.
#15 am 28.11.2017 von Gast
  2
Gast
Meine erste Gegurt empfand ich als traumatisch. Erst hatte ich stundenlang schlimme schmerzhafte Wehen (1980), dann hat sich eine (in meinen Augen) uralte und sehr dicke Hebamme auf die schon knapp bemessene Gebärliege mit draufgeschwungen und mein Kind mit dem Knie rausgedrückt. Sicher musste es irgendwie sein, vielleicht waren die Herztöne schwächer geworden, niemand hat mit mir darüber gesprochen, weder vorher noch hinterher. Tief geschnitten und nach 3 Tagen "rausgeschmissen", weil das Bett gebraucht wurde. Ich hatte mir erst geschworen, nie wieder ein Kind zu bekommen, aber wie das so ist... Das zweite bekam ich 3 Jahre später und weil ich in diese Klinik nie, nie, nie mehr reinwollte, im Kreißsaal einer kirchlichen Einrichtung. Ein Unterschied wie Tag und Nacht. Ganz liebe Hebamme, die sich auch nach dem Verlauf der ersten Entbindung erkundigt hat und sehr sanft mit mir umgegangen ist. Ich habe mich über jede Wehe gefreut, die mich meinem Kind näher gebracht hat und diese Geburt empfand ich als wirklich SCHÖN!
#14 am 28.11.2017 von Gast
  1
Gast
#12: Als die Geburten noch alle ach so schön zuhause stattfanden, war die Säuglings- und Müttersterblichkeit leider deutlich höher als bei Vollversorgung im Krankenhaus.
#13 am 28.11.2017 von Gast
  12
Gast
Als Medizinstudentin und Famulantin in der Gyn fand ich es verstörend, dass es in der Geburtshilfe 2 Patienten in einem gibt, deren Interessen rein physisch gesehen recht gegensätzlich sind. Und ich blöderweise habe immer tendiert, erst an die Mutter denken zu wollen („falsch“) und nicht an den Fremdkörper. Hut ab vor allen Hebammen und Gynäkologen, die es schaffen, aus Komplikativen Situationen alle beide physisch und psychisch heile rauszubekommen.
#12 am 28.11.2017 von Gast
  0
Gast
#12: habe noch nie von einer schönen Geburt aus meinem Bekanntenkreis gehört. Die Geburt der eigenen Kinder scheint eher etwas, worüber man nicht redet, weil häßliche Erinnerungen oder weil man wenig gutes und gesellschaftsfähiges berichten kann. Schade. Und die Geschichte meiner eigenen Geburt hat mich gelehrt: so mit mir sicher nicht.
#11 am 28.11.2017 von Gast
  2
Gast
Das Geburten per Definition "nicht schön" seien, ist schlicht falsch. Vor lauter Problematisieren u Störmaßnamen i. Der kli ischen GebHilfe haben viele nur leider vergessen, dass es auch anders geht. Meine Geburt war ungestört, zu Hause und: man höre u staune: schön!
#10 am 28.11.2017 von Gast
  3
@#8 hat Recht. Eine Geburt ist ein notwendiger, aber aufgrund der aufrechten Körperhaltung und der damit verbundenen „Enge“ im Becken nicht schön. Das sollte man vllt. berücksichtigen. Und wer auch immer den zukünftigen Müttern etwas anderes erzählt, ist mindestens mitschuldig an Traumata.
#9 am 28.11.2017 von Lydia Wolf (Ärztin)
  10
Verständlich, warum das Thema nicht ernst genommen wird, wenn man einigen Kommentaren hier folgt. Und wieder sind es die Umstände, die Rechtslage, die sensiblen Mütter. Mit Verlaub, es geht um manifeste Körperverletzungen, Straftaten und vorsätzlichen Akten-"Anpassungen". Vielleicht mal die Seite und ihre Berichte studieren, bevor der Tenor heißt: gesundes Kind, Geburt ist immer schmerzhaft und früher war es noch schlimmer. Gruselig. Aktuell dazu DLF / WDR5 oder ARD-Mediathek: Feature von Marie von Kuck "Weinen hilft Dir jetzt auch nicht". Vermutlich war die Kollegin auch zu zart besaitet, als sie die Geburt im Endspurt gerne miterleben wollte ohne Overdose Opiat. Und zu behaupten, dass eine Geburt nie schön ist, ist definitiv vermessen.
#8 am 28.11.2017 von Catrin Domke (Studentin der Humanmedizin)
  4
Gast
@#8: Im Nachhinein und aus sicherer Entfernung kann man schön den Kopf schütteln, in der Hektik des Moments laufen Dinge aber eben anders als sich das irgendjemand der Beteiligten wünscht. Im übrigen finde ich den letzten Satz des Artikels gefährlich. Eine Geburt ist alles andere als schön und war es auch noch nie. Von den Medien, vielen Hebammen und diesen Geburtsvorbereitungskursen kriegt man gerne eine rosarote Brille aufgesetzt. In Wirklichkeit hat die Natur den Geburtsvorgang einfach nicht im Griff.
#7 am 28.11.2017 von Gast
  17
Gast
#7 Und gibt es einen Grund, das nicht anzukündigen?
#6 am 28.11.2017 von Gast
  1
Gast
@#3: Nein, aber Ärzte und Hebammen haben, je nachdem wie die Geburt verläuft, mehr das Kind als die Mutter im Kopf und wollen es rauskriegen bevor möglicherweise etwas mit ihm passiert (geschädigtes Kind ist juristisch gefährlicher als Mutter mit nem Extraschnitt oder irgendwas anderem was sie nicht umbringt). Kristellern ist nicht mehr "in", kann die Sache u.U. aber trotzdem beschleunigen und ist das naheliegendste Werkzeug.
#5 am 28.11.2017 von Gast
  5
Anja
Normalerweise vergisst man im Leben ja irgendwelche daher gesagten flapsigen Sprüche. Doch bei sensiblen Themen wie Kinderwunsch, Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett, Babys, und noch vieles mehr, zum Beispiel Krankheit und Tod, legt man vieles auf die Goldwaage, man ist sehr verletzlich und oft nah am Wasser gebaut. Im besten Fall kann man irgendwann darüber lachen oder mit den Augen rollen.
#4 am 28.11.2017 von Anja (Gast)
  4
Gast
nach 2 Geburten und 2 Aborten behaupte ich, dass eine Geburt an sich nix Schönes ist, sondern für mich war das Schöne oder vielmehr das kaum zu begreifende Wunder direkt nach der Geburt: ich halte ein neues Leben in meinem Arm...ein "Stück" von uns beiden macht uns zu Eltern! Oder anders gesagt: Aus dem Gefühl der Liebe zweier Menschen wurde ein lebendiger Mensch. Mein 1. Kind wurde vor 27 Jahren geboren, aber an dieses Gefühl erinnere ich mich noch immer mit Rührung. Die Schmerzen der Geburt hab ich gerne vergessen.
#3 am 28.11.2017 von Gast
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Danke, jetzt weiß ich, was das bedeuten sollte, als sich die Ärztin auf meinen Bauch warf. Ich war erschrocken und wusste gar nicht, dass es dafür ein Wort gibt. Sind die nur alle wahnsinnig???
#2 am 28.11.2017 von Jacqueline Richter (Studentin der Humanmedizin)
  6
Gast
Ich wurde auch ungefragt und auch völlig unvorbereitet "kristellert" von einem "ärztlichen Riesenbaby". Ich habe mich allerdings sofort gerächt, wahrscheinlich hat der gute Mann jetzt einen Tinnitus. Danach wurde ich von der Hebamme zurechtgewiesen, dass ich nicht schreien sollte, sondern lieber pressen, was ich mit einem: "Ich will aber schreien!" konterte. Schön war das nicht, aber als traumatisch würde ich es doch noch nicht bezeichnen. Seltsam finde ich nur, dass man auf sowas noch nicht mal in der Geburtsvorbereitung aufmerksam gemacht wird. Und dann wundern sie sich, wenn man schreit. Da kann ich mich auch nur wundern.
#1 am 28.11.2017 von Gast
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