Med.Fundstück der Woche: Beipackzettel in der Efient-Packung nicht effizient!

14.11.2010

Was hat es nicht schon alles gegeben! Als die ersten Captopril-Präparate zur

Hypertonietherapie herauskamen, stand im „Beipackzettel“ noch ernsthaft:

„Nach Einnahme der ersten Tablette muss der Patient mindestens 8 Stunden

unter ständiger ärztlicher Beobachtung bleiben“.

Bei Omeprazol Gabe auf Intensivstationen wird heute noch vor akuter Erblindung

beim Patienten gewarnt, weil das Medikament als Standard-Begleitmedikation

auch nach risiko- und komplikationsreichen Augen-OP’s, die selbst zu Anopsie

als Ergebnis führen konnten, verabreicht wurde.

 

Im Beipackzettel von Efient gibt es unter "Nebenwirkungen" zu bestaunen:

Verletzung, Vergiftung und durch

Eingriffe bedingte Komplikationen:

Prellung, Blutung nach Eingriff, Subkutanes Hämatom

 

Was mag da wohl die Prellung für eine Nebenwirkung sein? Prellen sich die

Patienten häufiger? Holen Sie sich Prellungen bei Ihrem Arzt, weil es dort bei

der Sprengung seines Medikamentenbudgets zu stumpfen Traumata kommen

kann. Vermehrt „Blutungen nach Eingriffen“ und „subkutane Hämatome“ sind

natürlich nachvollziehbar. Und sicher gibt es auch Medikamente, die jene

Krankheiten erst bewirken, die Ärztlicherseits zu therapieren vorgegeben wurde.

Oder passieren Prellungen unter Efienteinwirkung eher, weil die Patienten

dann häufiger orientierungslos herumlaufen?

Aber was zerbreche ich mir eigentlich den Kopf für die Pharmaindustrie und

das BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinalprodukte). Wahrschein-

lich ist einem Patienten in Phase IV der Arzneimittelprüfung eine 10.000 Pillen-

Packung Efient versehentlich auf den rechten Fuß geknallt… Und hat eine

böse Prellung mit subkutanem Hämatom verursacht!

Artikel letztmalig aktualisiert am 20.06.2013.

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