Mit Schmerzen sollst du Kinder gebären

27.11.2017
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Die Schmerzen einer Geburt sind vergessen, sobald man das Baby im Arm hält, heißt es. Aber stimmt das wirklich? Viele Frauen erfahren, dass Geburtshelfer schroff mit ihnen umgehen und ihre Bedürfnisse missachten. Die gewaltsamen Behandlung kann tiefe Narben hinterlassen.

Glück und Leid liegen oft nah beieinander. Eine Geburt stellt in der Regel einen der größten Glücksmomente im Leben einer Frau dar. Vergessen sind die schwierigen Momente der Schwangerschaft oder die Schmerzen während des Geburtsvorganges, sobald sein Kind sieht, hört, fühlt und riecht. Doch nicht immer ist dieser Moment des Glückes wirklich rein. Oft bleiben Narben zurück, nicht nur am Körper, auch in der Seele der Mutter.

Viele Frauen leiden jedes Jahr unter Gewalt in der Geburtshilfe. Unterstützung oder Verständnis erfahren sie dabei selten. Das Kind sei ja schließlich gesund, da spiele alles andere doch keine Rolle mehr, heißt es häufig. Doch es spielt eine Rolle! So können diese Erfahrungen unter der Geburt die Frauen maßgeblich prägen, posttraumatische Belastungsstörungen, postpartale Depressionen oder sogar Psychosen auslösen. Auch auf die Kinder kann dieser Stress unter der Geburt später starke Auswirkungen haben. Babys, Mütter und Familien brauchen würdevolle Geburtshilfe. Die Geburtshelfer entsprechende Arbeitsbedingungen. Gemeinsam für würdevolle Geburtshilfe.

Frauen, die Gewalt unter Geburt erlebt haben, können sich an der Roses Revolution beteiligen. Die Aktion ruft dazu auf, zu den Kreißsälen zu fahren, in denen ihnen oder ihrem Kind Gewalt angetan wurde und dort eine rosafarbene Rose hinzulegen. Wer möchte kann ein Foto davon machen und es über die sozialen Medien teilen oder anonym veröffentlichen. So kann dem Krankenhauspersonal eine Rückmeldung gegeben und ein Stück Trauerarbeit geleistet werden. Die Aktion „Roses Revolution“ gegen Respektlosigkeit und Gewalt in der Geburtshilfe fand in diesem Jahr am 25. November zum fünften Mal statt.

Die Geschichte von Michaela

Die Geburt stellt für Mutter und Kind die sensibelste Phase ihrer Beziehung dar und stellt den Grundstein für die spätere Beziehung und Bindung zueinander und zu anderen. Personalmangel und das mangelnde politische Interesse an der Lage der Geburtshilfe in Deutschland stellen mit Sicherheit einen der größten Problemfaktoren dar.

Michaela ist 28 Jahre alt und erwartet ihr erstes Kind. Natürlich ist sie sehr aufgeregt und hat viele Wünsche und Pläne für die Zukunft und für die Geburt. Sie besucht einen Geburtsvorbereitungskurs, Yoga für Schwangere und liest viele Bücher und Artikel zu diesem Thema. Michaela ist selbst Kinderkrankenschwester. Sie kennt das Gesundheitswesen und konnte auch schon mehrmals Einblicke in den Bereich der Geburtshilfe, der Betreuung von Frauen im Wochenbett und der Pflege von Neugeborenen gewinnen. Sie nimmt alle Vorsorgetermine wie empfohlen wahr und findet auch eine sehr nette Hebamme, die mit ihrer Frauenärztin in einer Praxis zusammenarbeitet.

40. SSW: Der Mutter geht es schlecht

Michaela ist in der 40. Schwangerschaftswoche, ein neuer Termin bei ihrer Frauenärztin steht an und sie möchte mit ihr darüber reden, dass sie sich sehr unwohl fühlt. Sie hat seit zwei Tagen starke Kopfschmerzen und ein sehr aufgedunsenes Gesicht, fühlt sich immerzu müde und schafft es kaum noch aus der Wohnung. Der Weg in den nächsten Ort, zur Praxis der Ärztin, ist schon die reinste Tortur für Michaela. Sie kann kaum im Auto sitzen, bekommt wenig Luft, und das Gehen fällt ihr schwer.

Endlich in der Praxis angekommen, wird Michaela sofort hereingebeten. Auch die Ärztin und die Hebamme bemerken den schlechten Zustand sofort. Der Blutdruck ist stark erhöht und Michaela hat massive Wassereinlagerungen am Körper und im Gesicht. Der Urintest zeigt erhöhte Nierenwerte und im Ultraschall zeigt sich, dass sich die Fruchtwassermenge an der unteren Grenze hält, was die Ärztin dazu veranlasst, Michaela sofort in die große Geburtsklinik in der Nähe zu verlegen. Die Diagnose: beginnende Gestose.

Die Eltern sollen in die Klinik fahren

Michaela und ihr Mann fahren sofort los, die Geburtsklinik liegt nur drei Fahrminuten weg, die Tasche für die Geburt liegt schon seit zwei Wochen gepackt im Kofferraum. Die Aufregung ist groß und sie machen sich große Sorgen. So haben sie sich das nun alles nicht vorgestellt, aber es wird sicher gut gehen. Erste kleine Wehen waren im CTG schließlich auch zu erkennen und so fassen sie Mut, denn sie werden ihr Kind sicherlich bald in den Armen halten können.

In der Klinik angekommen wird Michaela sofort in den Kreißsaal geschickt. Dort angekommen nimmt ihr eine ältere, patent wirkende Hebamme die Einweisung ihrer Frauenärztin ab und sieht sie fragend an. Was sie nun damit denn solle, möchte sie wissen.

Michaela versteht die Frage nicht, da alles Nötige darauf vermerkt ist und die Frauenärztin vor ca. 10 Minuten mit der Klinik telefoniert hatte.

Ob das Kind denn jetzt geholt werden solle, fragt die Hebamme, ob Michaela denn einen Kaiserschnitt möchte? Ob es denn wirklich so dringend sei?

Das Denken fällt ihr schwer

Michaela kann kaum denken, die Kopfschmerzen und die Sorge um das Kind quälen sie sehr. Sie verbringt insgesamt sieben Stunden in der Klinik an diesem Tag, meist im Wartebereich des Kreißsaals. Sie wird zweimal per Ultraschall untersucht, es wird Blut abgenommen und eine weitere Urinprobe untersucht. Alle 30 Minuten wird ihr der Blutdruck gemessen. Alle Untersuchungen bestätigen die Diagnose der Frauenärztin.

Michaela bekommt nichts zu trinken angeboten und so besorgt ihr Mann zwei Flaschen Wasser und zwei trockene Laugenbrötchen in der Cafeteria. Michaela wird aber auch nicht aufgenommen. Die Tür des Stationsstützpunktes steht auf und sie hört, wie sich die Hebamme mit dem Oberarzt unterhält: Es sei kein Wunder, dass Michaela einen so hohen Blutdruck habe, meint die Hebamme. Mit ihrem Gewicht hätte das schließlich jede Frau. Der Oberarzt lacht und meint, er würde gleich zu Michaela gehen und mit ihr alles besprechen, die Hebamme solle ihr etwas gegen die Kopfschmerzen geben.

Hatte sie wirklich so viel zugenommen?

Michaela schämt sich sehr, sie hatte während der Schwangerschaft wirklich viel zugenommen, konnte keinen Sport mehr machen und die Schwangerschaftgelüste nach Schokoladeneiscreme hatten sie fest im Griff. Die Hebamme kommt, gibt Michaela einen Zettel auf dem der Name eines homöopathischen Mittels steht und schickt sie zum Warten in einen kleinen Raum. Der Oberarzt kommt, die Frauenärztin habe zwar recht, aber da alles nicht ganz so dramatisch sei und es ihrem Kind noch gut ginge, könne man noch etwas warten. Man habe im Moment auch keinen Kreißsaal frei, sodass Michaela besser noch mal kommen solle, wenn die Wehen wirklich einsetzen oder sich irgendetwas verschlimmere.

Michaela fuhr mit ihrem Mann nach Hause und weinte viel. Sie sollte von nun an jeden Tag zur Frauenärztin.

Vier Tage später wacht Michaela von starkem Ziehen im Bauch auf. Sie weiß sofort, dass es Wehen sind und weckt ihren Mann. In der Praxis ihrer Frauenärztin bestätigt das CTG die Wehen und Michaela fährt glücklich und aufgeregt mit ihrem Mann nach Hause, um alles vorzubereiten. Die Wehen verschwinden wieder und Michaela weiß, dass dies normal ist und macht sich keine Sorgen.

Die Wehen kommen nun häufiger

Sie wird, nach nur wenigen Stunden Schlaf, erneut von Wehen geweckt. Michaela geht in Ruhe duschen und als die Wehen stärker werden und in einem Abstand von 10 Minuten kommen, weckt sie ihren Mann. Sie fahren erneut zum Kreißsaal und werden dieses Mal von einer jungen und sehr freundlichen Hebamme begrüßt. Während diese Michaela untersucht, platzt auch die Fruchtblase und sie weiß nun sicher, dass es bald so weit ist.

Doch auch dieses Mal verschwinden die Wehen wieder und Michaela beginnt, sich Sorgen zu machen. Sie läuft mit ihrem Mann die Treppen des Krankenhauses auf und ab, geht mit ihm kurze Wege spazieren und versucht sich abzulenken, doch es passiert nichts. Die nette Hebamme und die Ärztin besprechen das weitere Vorgehen mit ihr. Michaela soll am nächsten Morgen mit Tabletten eingeleitet werden und muss Antibiotikainfusionen erhalten, damit ihr Kind durch die offene Fruchtblase keine Infektion bekommt. Michaela willigt ein, ihr wird nichts anderes vorgeschlagen und sie ist kaum noch in der Lage zu denken. Sie hat weiterhin Kopfschmerzen und ist unendlich müde.

Auch die folgende Nacht gestaltet sich wieder weitgehend schlaflos für Michaela und so nimmt sie bereits sehr früh die Tabletten zur Geburtseinleitung ein. Bereits 30 Minuten nach der Einnahme beginnen die ersten Wehen. Sobald die Tabletten aufhören zu wirken, sind sie jedoch auch wieder verschwunden. Die Hebammen haben in dieser Zeit Schichtwechsel und Michaela wird von einer ruhigen, gelassenen Frau in ihrem Alter betreut, die sie zum ersten Mal auch persönliche Dinge fragt – sie fragt nach dem Namen des Kindes oder welche Musik sie gerne hört. 

Michaela soll schließlich eine PDA bekommen

So nimmt Michaela an diesem Tag drei Mal die Tabletten und wird am Abend völlig erschöpft zurück in ihr Zimmer gebracht. Etwa eine Stunde nachdem Michaela eingeschlafen ist, wird sie durch starke Schmerzen und Zittern am ganzen Körper geweckt. Sie schafft es kaum aufzustehen und klingelt nach einer Schwester. Diese kommt, misst die Temperatur, die jedoch im Normbereich liegt und bringt Michaela hinüber in den Kreißsaal. Dort angekommen wird sie von einer neuen Hebamme begrüßt, die sie erstmal umarmt und versucht ihr Mut zu machen.

Nach einer weiteren schlaflosen Nacht im Kreißsaal, verschwinden die Wehen erneut. Wieder eine neue Hebamme kommt zur Frühschicht und bespricht mit Michaela, dass sie nun die Einleitung über einen Oxytocin-Tropf versuchen möchten. Dieser verstärkt die Wehen, leider aber auch die Schmerzen, weshalb sie nur mit Unterstützung durch eine PDA arbeiten möchten. Michaela bittet darum, auf die PDA zu verzichten. Bittet darum in die Geburtswanne zu können, denn sie hat das Gefühl, dass dies gut für sie sein könnte und sie bittet darum, laufen zu dürfen oder andere Positionen einnehmen zu können, denn bisher durfte Michaela nur auf dem Rücken liegen, um regelmäßig CTGs durchführen zu können, obwohl es ihrem Kind wirklich gut ging.

Die Hebamme lächelt nur sanft und von hinten schiebt sich ein Mensch im blauen Kittel in den Raum: der Anästhesist. Er erklärt Michaela, wie eine PDA funktioniert und was er nun tun wird. Michaela hört nicht zu, nickt nur und bittet nochmals, in die Geburtswanne zu dürfen. Doch auch diese Hebamme hört nicht zu und dreht sich um, um die benötigten Medikamente aufzuziehen.

Und wieder die schroffe Hebamme

Nun liegt Michaela mit der PDA und dem Oxytocin Tropf im Kreißsaal. Es ist inzwischen Mittagszeit und die Hebammen haben Schichtwechsel. Vor ihr steht nun die ältere Hebamme, die sie vor einer Woche so gedemütigt hat. Sie weist Michaela schroff zurecht, dass sie stilliegen solle. Michaela hat beim Liegen starke Schmerzen im Rücken und der Hüfte und würde so gerne die Position wechseln. Sie fragt, ob sie etwas zu essen haben könne, da sie wirklich großen Hunger habe. Sie habe seit ihrer Aufnahme vorgestern noch kein Essen von der Klinik bekommen, woraufhin die Hebamme entgegnet, dass Michaelas Mann ja in der Cafeteria etwas besorgen könne. Dieser kümmert sich während all der Zeit mit all seiner Kraft um Michaela, ist jedoch selbst nicht mehr in der Lage, noch etwas zu sagen und geht los zur Cafeteria.

Michaela verspürt einen starken Harndrang. Sie klingelt nach der Hebamme, die sie alle fünf Minuten bitten muss, die Medikation nachzuspritzen. Michaela ist mittlerweile fast ohnmächtig vor Schmerzen. Auf die Frage, ob die Hebamme sie zur Toilette begleiten könne, entgegnet diese lachend, dass Michaela nirgends hin könne und einen Blasenkatheter bekomme, schließlich könne sie mit der PDA nicht mehr laufen.

Die Hebamme spreizt Michaela unsanft die Beine

Michaela bittet die Hebamme zu warten, bis die Wehe vorbei sei, doch diese hörte nicht und legt ihr den Blasenkatheter. Ab diesem Zeitpunkt kommt die Hebamme alle 20 Minuten, um nach dem Muttermund zu tasten. Michaela empfindet dabei große Schmerzen und bittet mehrfach, darauf zu verzichten. Doch auch diese Bitte wird nicht erhört.

Die Hebamme spreizt Michaela unsanft die Beine und schiebt ihre Hände in ihren Unterleib, alle 20 Minuten. Michaela weint jedes Mal leise. Sie ist kaum noch anwesend. Sie starrt nur noch auf die Uhr und hält die Hand ihres Mannes, der allem nur ohnmächtig zusehen kann. In diesem andauernden Schmerz zählt sie jede Sekunde und betet zu ihrem Kind, dass es doch zu ihr kommen möge, um dies alles zu beenden. Stundenlang.

Michaela ist müde, kraftlos und hoffnungslos, doch sie bemerkt plötzlich, dass sich die Wehen verändern. Etwas drückt mit starker Kraft nach unten, etwas zwingt sie zum Pressen und sie kann gar nicht dagegenhalten, nichts dagegen tun. Sie klingelt, und als die Hebamme hereintritt und sie ihr sagen möchte, dass sie endlich Presswehen hätte, tauchen hinter der Hebamme weitere Menschen auf. Der Tropf wird abgehängt und ihr wird etwas gespritzt. Sie sagt noch, dass sie Presswehen habe, doch als Erwiderung kommt nur: „Jetzt nicht mehr, wir machen einen Kaiserschnitt.“

Gibt es hier kein Mitspracherecht?

Michaela fragt, wieso. Es gehe ihrem Kind schlecht, bekommt sie zu hören. Michaela sieht sich das CTG an, sie kann keine Indizien dafür erkennen. Sie kann ein CTG lesen, hat dies gelernt. Sie sieht nochmals nach, sieht auf den Monitor, doch sie sieht nichts Auffälliges. Michaela versucht etwas zu sagen, doch da hebt man sie bereits auf den OP-Tisch. Sie fühlt sich wie in einem Alptraum, sie hört den Chirurgen sagen, dass er nun anfange und merkt die Spitze des Skalpells. Sie kann noch rechtzeitig rufen, dass sie alles spüre und es dauert nochmals einige Minuten, bis Michaela wirklich nichts mehr spürt.

Michaela bittet, bei der OP zusehen zu dürfen, bittet um einen Spiegel. Sie war oft bei OPs dabei, es beruhigt sie zu sehen, was passiert. Aber sie wird erneut ignoriert. Michaela weint und irgendwann wird ihr übel und kurz bevor ihr schwarz vor Augen wird, hört sie den Chirurg noch sagen, dass sie ein wunderhübsches Mädchen mit wundervollen langen Wimpern bekommen hat.

Die Nachwehen des Erlebten

Man sollte meinen, Michaela hätte in diesen Tagen genug Gewalt erfahren, doch sie wurde auch nach der Geburt noch Tage und Wochen auf ähnlichen Art und Weise behandelt. Die Geschichte von Michaela ist nicht erfunden und fand vor drei Jahren so hier in Deutschland statt. Sie zog lange Therapien nach sich und es gibt Tage, an denen Michaela immer noch weinen muss, wenn sie an das Erlebte denkt.

Sie kann sich auch nach drei Jahren immer noch nicht vorstellen, erneut ein Kind zu bekommen. Zu tief sitzt die Angst davor, dass sich diese Erfahrung wiederholen könnte. Ihrer Tochter bringt viel Glück in ihr Leben, doch der Schmerz und das Leid werden für Michaela trotzdem immer greifbar bleiben. Sichtbar ist nur die kleine Narbe des Kaiserschnittes, die mittlerweile verblasst ist und kaum noch sichtbar, doch die Narben in der Seele sitzen tief und fühlen sich immer noch frisch an.

 

Bildquelle: zeevveez / flickr

Artikel letztmalig aktualisiert am 29.11.2017.

131 Wertungen (3.49 ø)
26158 Aufrufe
Gast
und P.S.- zwischen ECHTEN Ärztefehlern (welche zu bedauern sind) und nicht optimalen Rahmenbedingungen sollte man schon unterscheiden, aber kann das der Laie überhaupt?
#86 vor 18 Tagen von Gast
  38
Gast
Schwangere wollen keine Patienten sein okay, aber in dem Moment wo der Mensch das KH betritt- ob nun Gehirerschütterung oder Geburt IST er nunmal Patient. Und da gebe ich den Vorschreiberinnen recht, ein bisschen muss man sich dann schon an die Regeln halten. Kein Patient kann sich selber operieren oder den Zahn ziehen, also CTG Ausw. unter Schmerzen- never. Geht gar nicht aus rechtlichen Gründen. Also Frauen, kommt man runter vom hohen Ross das andere sind auch nur Menschen die ihren Beruf gewissenhaft und rechtlich wasserdicht machen müssen und zwar zum Wohle ZWEIER Menschen.
#85 vor 18 Tagen von Gast
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Ich kann das nur bestätigen, mehrere meiner Patientinnen haben über ähnlich demütigende und traumatisierende Erfahrungen im Kreissaal berichtet, mehrere brauchten hinterher Traumatherapie. Höchste Zeit das Thema mehr in die Öffentlichkeit zu bringen, oder sogar rechtliche Schritte einzuleiten.
#84 vor 18 Tagen von Regina Clasen (Ärztin)
  3
Oh man.... Was ist nur mit den Menschen los.... ?? Ich hoffe Michaela konnte sich wieder etwas erholen! Aber: Lieber Ehemann von Michaela... Beschützen geht anders!! Mein Mann hätte mich eigenhändig in ein anderes KH gebracht und wahrscheinlich anschliessend alle Beteiligten verklagt!
#83 vor 18 Tagen von wiebke Ullrich (Heilpraktiker)
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Ärztin. Mutter von 2
Empathielose Menschen im medizinischen Beruf gibt es genügend. Entweder sie waren es schon immer so oder sie wurden dazu durch Überforderung, durch das was das Krankenhaus mit uns macht. Ich kenne genügend solcher Kollegen. Meine erste Pleurapunktion fand unter Anleitung eines Kollegen statt, der zum Pat. sagte, er könne so laut schreien wie er will, es wird ihn eh keiner hören. Demütigende Kommentare, wie die ist eh so fett.., na wer von den Kollegen und Kommentatoren hier hat das so noch nie gehört ? Alle haben wir das schon mal so erlebt und so gehört. Eine Geburt ist aber was anderes als eine neue Hüfte. Da geht’s um Elementares. Ansonsten möchte ich einigen Kommentatoren eine Weisheit meiner Oma mitgeben, da in dem Artikek jmd sein Innerstes geöffnet hat und hier recht hässlich geschrieben wird: wenn man nivhts Gutes zu sagen hat, Mund halten.
#82 vor 18 Tagen von Ärztin. Mutter von 2 (Gast)
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Ich möchte gern hinzufügen, dass auch heute noch angehende Hebammen während der Ausbildung in manchen Ausbildungsstätten so gedemütigt und entwürdigt werden, dass sie selbst traumatisiert sind und einige dies Verhalten evtl. übernehmen. Keine Rechtfertigung, sondern einer der vielen Punkte, an denen etwas grundlegend geändert werden muß!
#81 vor 18 Tagen von Frauke Lippens (Hebamme)
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#69 - ...und ohne Kind, welches hätte gerettet werden können, wenn die Ärzte nicht überfordert und achtsam gewesen wären. Fassungslos. Mein herzlichstes Beileid und danke für Ihr mutiges Statement, liebe Kollegin.
#80 vor 18 Tagen von Andrea Schultz (Nichtmedizinische Berufe)
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Mich schockt was viele hier so schreiben, entspricht aber der heutigen Denkensweise - leider nur allzusehr. Leider viel zu wenig Platz für einen Kommentar. Mir hat das Lesen schon wehgetan. Kurzum wurden hier die Menschenrechte der gebärenden Michaela einfach ausgehebelt. Sie wurde ein Opfer von Überforderung Überarbeitung und ärztlicher Arroganz. §1 Menschenwürde - außer Kraft gesetzt. Bin MUtter 2er Söhne und Arzthelferin der Gynäkologie.
#79 vor 18 Tagen von Andrea Schultz (Nichtmedizinische Berufe)
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Liebe Frau Lippens, den Daumen runter haben Sie vermutlich von einigen Kommentatoren hier, die meinen, die betreffenden Frauen machen "Gedöns".
#78 vor 18 Tagen von Remedias Cortes (Nichtmedizinische Berufe)
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Bin gerade noch am Weinen, als ich den Artikel lese. Und ich bin extra in ein KH mit Nonnen gegangen, um sicher zu sein, immer die gleiche Hebamme zu haben ohne Schichtwechsel. Aber auch das hatte nix genützt, die Geburt war eingeleitet gewesen wegen Fruchtwasserabgang, die PDA wurde sehr spät gelegt und hat nichts mehr gebracht, Kommentar der Oberschwester: "Kennen Sie die Bibel? Dann wissen Sie doch, dass Sie unter Schmerzen gebären sollen." Wenn jetzt einer sagt, warum sind Sie nicht gegangen?, warum verklagen Sie den Laden nicht, das kann man nur sagen, wenn man nicht weiss, was eine Ausnahmesituation ist. Ich habe hinterher mein gesundes Baby genommen, bin nach Hause und wollte alles nur hinter mir lassen! Zumal man als frischgebackene Mutter ja auch genug zuhause um die Ohren hat.....Es wird einfach Zeit, dass dieser Umgang mit den Müttern diskutiert wird!
#77 vor 18 Tagen von Remedias Cortes (Nichtmedizinische Berufe)
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Mutter von 3 Kindern
ich meinte: unnütze Diskussionen ODER Hilflosigkeit
#76 vor 18 Tagen von Mutter von 3 Kindern (Gast)
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Mutter von 3 Kindern
Fortsetzung: Wenn SIE mir das so sagt, wusste ich einfach, dass es das Richtige ist. Ich konnte das Vertrauen aufbauen. Mit eiligem Kaiserschnitt kam dann unser kleines Frühchen im letzten Moment zur Welt. Jede Minute Verzögerung - wie ich nachher erfahren habe - hätte zu schlimmen Schäden führen können. Wie viel frustrierender FÜR BEIDE SEITEN muss eine solche Situation ohne Vertrauen sein? Lange unnütze Diskussionen ohne Hilflosigkeit haben in solchen Momenten keinen Platz. Und hier müssen alle Seiten dran arbeiten, so meine Meinung. Kliniken und Personal müssen sich so verhalten, dass man Vertrauen entwickeln kann. Werdende Mütter könnten sich vorher schon mehr mit der Klinik beschäftigen, diese z.B. besuchen. Zumindest hier in der Gehend werden immer Führungen und Infoabende angeboten. Und die Politik muss es ermöglichen, dass Geld und v.a. Zeit für so etwas und persönliche Gespräche vorhanden ist. Und natürlich es den Beleghebammen nicht noch schwerer machen.
#75 vor 18 Tagen von Mutter von 3 Kindern (Gast)
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Mutter von 3 Kindern
Ich konnte nicht alle Kommentare lesen, sondern nur überfliegen. Immer wieder lese ich dabei Sachen wie “Wohl des Kindes und der Mutter ist wichtiger“ u.ä. Dem würde ich so voll und ganz recht geben, ABER es gehört auch dazu, dass so etwas vertrauensvoll vermittelt wird! Ich wollte nie einen Kaiserschnitt und habe mir bei der Geburt meiner Kinder sehr bewusst ein Krankenhaus gesucht, bei dem ich nicht den Eindruck hatte, dass der Kaiserschnitt die Methode der Wahl ist. Auch hatte ich das Riesenglück eine Beleghebamme bekommen zu haben, was ja leider nicht selbstverständlich ist. Als ich dann 6 Wochen vor dem Termin mit sehr starken, aber untypischen Schmerzen in die Klinik kam, habe ich mich gut aufgehoben gefühlt. Die Ärztin warnte schon vor, dass der Kaiserschnitt nötig sein könnte. Da ich das Vertrauen in die Ärztin und die Klinik hatte, glaubte ich ihr das sofort. Als meine Beleghebamme eintraf, begrüßte die mich mit den Worten: “Ich bereite den Kaiserschnitt vor.“ (Forts. folgt)
#74 vor 18 Tagen von Mutter von 3 Kindern (Gast)
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Kinderärztin und Mutter
Traurige Geschichte! Das mit der Entmündigung der Gebärenden ist so eine Sache. Unter Maximalschmerzen kann kein Mensch klar denken und gerade in der Geburtshilfe muss es manchmal schnell gehen. Das kann aber unmöglich eine Entschuldigung für unempathisches entwürdigendes Verhalten der Geburtshelfer sein. Auch ich habe sowohl im Beruf als auch als Schwangere schlimme Fehltritte von Hebammen erlebt. Ein Zitat bei der Geburt meines Sohnes bin ich auch nach 17 Jahren nicht losgeworden: junge Ärztin in Ausbildung an hinzugerufene Oberärztin: "das Kind dezeleriert (schlechtes CTG) und DIE PRESST NICHT RICHTIG!" Zu deutsch: hier geht gerade was schief und DIE IST SCHULD! So, als könne man die Sauerstoffversorgung seines Kindes durch richtige Technik "hinpressen". Das hat mich sehr getroffen.
#73 vor 18 Tagen von Kinderärztin und Mutter (Gast)
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Hallo, mich würde ja sehr interessieren, warum auf meinen Kommentar "sprachlos..." vier LeserInnen den Daumen gesnkt haben. Ich war über das, was diese Frau erlebt hat und wie mit ihr umgegangen wurde, einfach entsetzt. Also, bitte erläutern Sie mir, warum Sie den Daumen gesenkt haben. DANKE!
#72 vor 18 Tagen von Frauke Lippens (Hebamme)
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Fortsetzung zu #70 Sollte vielleicht noch dazu erwähnen, das die Wehen in der 42. SSW wegen Gestose eingeleitet wurden. Im Nachhinein wurde mir gesagt, wenn ich nicht auf einen Kaiserschnitt bestanden hätte, hätten sie es noch bis Freitag ( 3 Tage länger) mit eingeleiteten Wehen versucht
#71 vor 18 Tagen von Sabine Freund (Pharmazeutisch-technische Assistentin (PTA))
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So etwas in der Art habe ich auch erlebt. Nach 48 Std eingeleiteten Wehen kam von mir der Wunsch nach einem Kaiserschnitt. Aussage der Hebamme: Ich klär Sie jetzt mal auf. So schön wie die Kinder in den Bauch reinkommen, kommen sie nicht raus. Nachdem ich weiterhin auf Kaiserschnitt bestanden habe, kam ein Arzt und sagte: Ihr Kind kann bei einem Kaiserschnitt einen psychischen Schaden erleiden. Ich bestand weiter auf Kaiserschnitt, weil ich keine Kraft mehr hatte. Nach 48 Std Wehen öffnete sich nicht der Muttermund weiter als fingerdurchlässig. Nachdem ich weiter auf Kaiserschnitt bestand, wurde dieser gemacht. Am nächsten Tag stand der Frauenarzt an meinem Bett und sagte: Als wir den Bauch offen hatten, haben wir gesehen, dass das Kind nie auf natürlichem Weg gekommen wäre. Relatives Mißverhältnis. Es hing im kleinen Becken fest und hatte keine Chance auf den Muttermund zu drücken und diesen zu öffnen. Krönung der ganzen Geschichte: Eintrag in den Mutterpaß: Secundär Sectio wegen mangelnder Kooperation der Mutter! Meine FRauenärztin war entsetzt
#70 vor 18 Tagen von Sabine Freund (Pharmazeutisch-technische Assistentin (PTA))
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Da mein Muttermund nicht offen war, wurde ich trotz Wehen immer wieder nach Hause geschickt. Irgendwann waren die Schmerzen so stark, dass ich nicht mehr laufen konnte. Wieder in die Klinik, in den Kreißsaal, wo ich stundenlang ohne Beobachtung lag, ich glaube es waren 5 Stunden, dann ging das Fruchtwasser (mekoniumhaltig) ab, mit letzter Kraft rief ich nach Hilfe. Endlich kam jemand und plötzlich waren sehr viele Leute bei mir. Der Oberarzt wurde gerufen, besorgte Gesichter, PDA wegen der Schmerzen, Vakuumextraktion, Kind kurz gezeigt, dann Kind sofort auf Intensiv, wo es nach 3 Tagen verstarb. Ich bekam eine Ausschabung, da die Plazenta sich nicht löste, verlor dabei so viel Blut, dass ich nur durch Frischbluttransfusionen gerettet werden konnte. Durch die schnelle Vakuumextraktion erlitt ich einen schweren Dammriss, der nach 2 Wochen nochmals sekundär operiert wurde. Nach 5 langen Krankenhauswochen Entlassung mit Fistel, die durch Rivanolspülungen nach einigen Wochen heilte.
#69 vor 18 Tagen von Frau Angela Jeuthe (Arzthelferin)
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Gast
Danke, dass dies hier mal thematisiert wird.
#68 vor 18 Tagen von Gast
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Gast vom Land
Fortsetzung zu 66) Als mein Sohn während des Studiums zur Welt kam, hatte ich mit meiner Frau einen Schwangerschaftskurs besucht und wußte auch vor meiner Geburtshilfeausbildung, wie ich meine Frau bei der Geburt unterstützen konnte. Ich wußte auch, wie ich meiner Frau nach der Geburt helfen und unser Baby versorgen konnte - und wir beide waren sehr jung und unerfahren damals. Insgesamt gewinne ich abschließend den Eindruck, dass die Landbevölkerung das Ganze aufgrund der Erfahrung in der Viehwirtschaft alles noch etwas pragmatischer sieht. Aber bitte keine Mißverständnisse. Kein Patient, v.a. auch eine werdende Mutter, soll unfreundlich behandelt werden oder mehr Schmerzen, als unbedingt notwendig, erleiden müssen.
#67 vor 18 Tagen von Gast vom Land (Gast)
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Gast vom Land
Ich bin erschüttert, wenn ich diesen Bericht und die Kommentare dazu lese. Ich bin jetzt über 35 Jahre als Arzt tätig und stelle fest, dass die Medizin jetzt tolle Geräte, tolle Diagnosen und tolle Medikamente hat. Nur die soziale Kompetenz und Empathie ist wohl oftmals auf der Strecke geblieben. Ich war am Anfang rund 1 Jahr im Kreissaal tätig, da ich als künftiger Landarzt unbedingt Geburtshilfe lernen wollte. Jede Schwangere wurde von allen sehr zuvorkommend behandelt, man freute sich gemeinsam auf ihr Kind. Essen und Getränke wurden selbstverständlich gebracht. Eine beginnende Gestose oder auch sonst. Probleme wurden nie abgewiesen. Unser Oberarzt hätte uns umgebracht! Selbstverständlich gab es Personalwechsel, aber mit Übergabezeit, die allerdings heute nicht mehr bezahlt wird. Auch "problematische" Fälle wurden rücksichtsvoll und freundlich behandelt. -
#66 vor 18 Tagen von Gast vom Land (Gast)
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Vielleicht ist es nun langsam mal an der Zeit, das Thema wissenschaftlich, politisch und gesellschaftlich aufzuarbeiten, ähnlich wie es mit der Sterbebegleitung gemacht wird!eine Geburt ist alles andere als leicht und es hilft allen Beteiligten, wenn das Personal gut ausgebildet ist und unter würdigen Bedingungen arbeiten kann. #50 ich kenne auch den Mikrokosmos KH!!!bei einer Geburt sollte man von der Gebärenden kein Verständnis für das System verlangen, ihre Aufgabe ist es ausschließlich das Kind zur Welt zu bringen und dafür hat Sie Respekt und professionelle,freundliche Unterstützung verdient- ansonsten sind die Beteiligten falsch auf der Geburtenstation. Das ist aber auch Aufgabe der Leitung diese gut aufzustellen und da hakt leider wieder das System. Die Liebe zum Menschen wird im aktuellen Gesundheitssystem leider nicht berücksichtigt, dafür können aber die Patienten nichts!
#65 vor 18 Tagen von Frau Susanne Kellermann (Studentin der Humanmedizin)
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Wir gehören wohl eher zu der Ausnahme, wenn ich das hier lese. Vor 15 Jahren wurde unser Sohn in einer Klinik südlich von München geboren. Ich habe die Ärzte als sehr kompetent und sie Hebammen als äußerst professionell und erfahren kennengelernt. Alle Schritte wurden zusammen mit den Ärzten und den Hebammen besprochen und durchgeführt. Wir hatten Probleme mit den Wehen und der Muttermund hat sich nicht geöffnet. Letztendlich haben wir und zu einem Kaiserschnitt entschlossen weil das CTG immer schlechter wurde. Auch der Kaiserschnitt wurde äußerst Professionell durchgeführt. Die Narbe war bereits nach Wochen fast nicht mehr sichtbar. Glück gehabt, oder lag es daran, dass ich mich als Heilpraktiker geouted habe? P.S. Ich höre auch heute noch nur Gutes von dieser Klinik.
#64 vor 18 Tagen von Wolfgang Wagner (Heilpraktiker)
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Gast
Zum empfehlen: die Wehenschreiberin. Wahre Geschichten von eine Hebamme http://sz-Magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/46615/Der-Tag-an-dem-die-Station-erstarrte
#63 vor 18 Tagen von Gast
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Ärztin und Mutter
Und Herr Wiewecke hat vollkommen recht: Hebammen und Gynäkologen jetzt als seelenlose Bösewichte hinzustellen ist völlig falsch, die meisten bringen sowohl die nötige Kompetenz als auch das nötige Einfühlungsvermögen mit. Warum bekommt das nicht jede Gebärende zu spüren? Das Problem ist das System. Und auch Hebamme Nr. 60 recht: man muss differenzieren zwischen einem echten Fehlverhalten von Geburtshelfern die ein berechtigtes Trauma auslösen und der Enttäuschung die durch das nichterfüllen völlig unrealistischer Erwartungen entsteht. Das darf man nicht in einen Topf werfen.
#62 vor 18 Tagen von Ärztin und Mutter (Gast)
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Ärztin und Mutter
Es ist schon schockierend dass es bei dem Wunsch nach einer selbstbestimmten Geburt mit optimalerweise 1:1 Betreuung immer darauf hinausläuft: Halte dich von der Klinik fern, entbinde im Geburtshaus oder zu Hause. Als ob eine umfassende medizinische Versorgung das zwangsläufig ausschließen würde. Das ist falsch. Auch in Kliniken mit Maximalversorgung ist eine umfassend und einfühlsam betreute selbstbestimmte Geburt möglich und wünschenswert. Und ich wage auch zu behaupten dass das auch den Vorstellungen der dort tätigen Hebammen, Geburtshelfer und Ärzten entsprechen würde. Wo also liegt das Problem? Überlastung! Fließbandarbeit! Sparzwang! Frustration! Es wird alles mögliche getan um den Geburtshelfern die Freude an diesem schönen Beruf zu verderben. Die Motivation einer frischen Mutter die Geburt und das Bonding so angenehm wie möglich zu gestalten muss auch irgendwo herkommen, die Akkus müssen auch aufgeladen werden. Mehr Zeit, Platz, Ruhe, Kreißsäle, Ruhe und DANKBARKEIT wäre gut.
#61 vor 18 Tagen von Ärztin und Mutter (Gast)
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In meiner Praxis höre ich oft solche Geschichten, leider! Das kann also kein Einzelfall sein. Da steckt wahrscheinlich doch eine systematische Mißachtung der Frauen dahinter. Das sollte sich ändern.
#60 vor 18 Tagen von Anja Holl (Ärztin)
  6
Gast
Ich bin selber Hebamme mit 25 Jahre Erfahrung und 3000 Fotos von Kinder die ich entbunden habe.Ich bin selber entsetzt wie die Geburtshilfe letzte Jahre sich verändert hat.muttis mit zu hohen Erwartungen, Männer die überfordert sind weil sie sich nutzlos im Kreißsaal fühlen und nicht wissen wie sie die Frau unterstützen, Hebammen und Ärzte die alles machen um nicht verklagt zu werden- deshalb CTG ist wichtiger als Wünsche der Frau- FIGO entscheidet wie lange ich ctg schreiben muss.Wir verlieren gesundes Menschenverstand.Seit 1 Jahr arbeite ich wieder in Level 1- meine Klinik mit 550 Geburten ist zu.Mit jungen Ärzten ohne Ahnung , Geduld und Angst was falsch zu machen. Man schaut sich die Eltern nicht sondern US Bilder und sagt , dass das Kind zu gross ist und man Sectio macht ohne erst spontan zu probieren. Frauen die mit 3 Seiten Wunschzettel kommen- ich will Wassegeburt und PDA- beides geht nicht.
#59 vor 18 Tagen von Gast
  2
Gast
Schöne Grüße an die Ärzte und Hebammen, sollte meine Frau ein Kind bekommen und auf diese erbärmliche Art und Weise beahndelt werden, dann rappelt es im Kreisaal. Eine absolute Frechheit.
#58 vor 18 Tagen von Gast
  14
So sehr diese Geschichte tragisch ist, so ist dies doch nur ein Einzelfallbericht. Ich vermisse bei DocCheck in letzer Zeit die harten Fakten. Was dieser Frau passierte ist bedauerlich, aber wie oft passiert dies wirklich? Gibt es Statistiken, Studien? Eine ganze Branche aufgrund eines Einzelfallberichtes zu verurteilen halte ich für völlig überzogen.
#57 vor 18 Tagen von Philip Wiewecke (Gesundheits- und Krankenpfleger)
  23
Gast
Das Erlebnis von Michaela war wirklich sehr schlimm, da musste ich als Leserin mit ihr weinen. Ich finde es sehr schlimm, dass man nur eine Nummer ist und niemand wirklich auf einen eingeht. Ich hoffe, Michaela kann mit der Zeit dieses schlimme Erlebnis verarbeiten.
#56 vor 18 Tagen von Gast
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Man ist als Frau extrem verwundbar während der Geburt und der Zeit danach. Unsicher und ausgeliefert, egal, ob man sonst selbstbewusst und erfolgreich ist bzw. war. Ich hatte zwar das Glück, in einem (konfessionellen! aber sehr anerkannten zu Ostzeiten und auch heute) Haus entbunden zu haben, in dem es sehr gut ablief, vor 13 Jahren, aber die eine Schwester, die mir vorwarf, mich nicht genug anzustrengen zum Stillen (obwohl alles verzweifelt versucht), habe ich nicht vergessen, trotz langen Abpumpens und eines (hoffentlich!) auch deshalb sehr gesunden Sohnes. Die Zeit der Geburt und der Wochen danach ist einfach eine extrem vulnerable Phase, in der eine Frau unterstützt werden muss. Unterstützt! Von guten und gut bezahlten Hebammen und zufriedenen Schwestern und Ärzten in Häusern, die das Wohl der Gebärenden und ihrer Kinder über kapitalistische Zielerreichungen stellen. Wir brauchen doch Kinder, oder? Wie kurzsichtig ist es, Frauen Angst zu machen vor einer weiteren Geburt!
#55 vor 18 Tagen von Sylvia Robinson (Ärztin)
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Medizinstudentin
#54 Als Mann ohne medizinische Vorbildung, wie soll man da eingreifen und erkennen können, wann der Frau nun Unrecht zuteil wird? Ganz davon abgesehen, dass es auch für den Mann eine emotionale Ausnahmesituation darstellt; wenn sich ein Arzt hinstellt und sagt - das wird so und so gemacht, sonst kommt das Kind zu Schaden - was soll denn der Mann dann sagen? Ich finde die vielen (!) Berichte ganz furchtbar. Unglaublich, zu was für Verrohung und Empathielosigkeit offenbar der Beruf bei einigen führt.
#54 vor 18 Tagen von Medizinstudentin (Gast)
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osteopath
einen ganz wichtigen aspekt habe ich noch und ist in dem obigen fall deutlich geworden: warum hat der vater des kindes nicht interveniert? die männer müssen viel besser vorbereitet werden, müssen von der vorsorgehebamme oder vom gyn besser informiert und instruiert werden, um in einem solchen fall die rechte und die wünsche der frau durchzusetzen, auch gegen den willen der "halbgötter in weiss" (die leider zu oft die wirtschaftlichen aspekte der station im kopf haben (müssen). für eine notsectio gibt es nun mal leider viel mehr honorar wie für eine spontangeburt ohne jegliche pda, einleitung und anderes. und leider stumpfen auch immer mehr klinikhebammen ab, die sonst den klinikalltag nicht überleben können). die männer müssen lernen, wie wichtig sie als begleiter ihrer frau sind.(dies wurde im bericht auch deutlich beschrieben, das die frau nicht mehr denken konnte - dies muss der partner für sie erledigen!) zum glück gibt es immer mehr (leider immer noch zu wenige, da es auch noch zu wenig geschulte männliche leiter gibt) geburtsvorbereitungskurse nur für männer, die wunderbare ergänzungen zu einem gemeinsamen geburtsvorbereitungskurs sind.
#53 vor 18 Tagen von osteopath (Gast)
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osteopath
leider kein einzelfall. in meiner praxis für osteopathie (schwerpunkt schwangere und säuglinge, meine frau ist hebamme) höre ich leider zu oft ähnliche geburtsberichte. und wenn man sich dann mit der späteren psyche beschäftigt, bemerkt man traumata bei mutter und auch beim kind! in keinem anderen bereich wird so viel mit angst gearbeitet, wie rund um die geburt und bei säuglingen. und nur langsam ändert sich was. es braucht jahrzehnte, bis die alten bärte weg sind und neue, junge ideen nachwachsen. einige kliniken arbeiten bereits mit und nicht gegen den willen der mütter/eltern. und die kleinen, wirklich guten geburtsabteilungen werden aus kostengründen geschlossen. ich kann nur jeder angehenden mutter raten, sich ganz genau zu überlegen, wo sie ihr kind bekommen möchte. statistiken zeigen auf, dass die risiken zu hause genauso häufig sind wie in den kliniken, nur anders gelagert.
#52 vor 18 Tagen von osteopath (Gast)
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Gast
Schwangere und Gebärende sind überhaupt keine Patienten, im allgemeinen werden Patientinnen aus ihnen gemacht, nachdem sie völlig gesund leider das Krankenhaus aufgesucht haben. Gast Nr 50. Ihr Kommentar ist völlig daneben, mehr geht fast nicht. Die Situation unter der Geburt erfordert alles aber auch alles für das Wohlbefinden der Frau zu tun. Sie haben definitiv keine Ahnung von der Physiologie der Geburt, die nur gut abläuft, wenn die Frau komplett geschützt und in Ruhe gelassen wird mit einer liebevollen kompetenten Hebamme, die eben nicht von ihr verlangt, daß sie ihre Aufmerksamkeit nach außen richtet.
#51 vor 18 Tagen von Gast
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Gast
Puh, bin ich froh, dass ich "meine" Hebamme selbst ausgesucht hatte... Bei zwei Geburten zwei sehr erfahrene, selbständige Damen mit viel Erfahrung und Mitgefühl, selbstverständlich außer KH.
#50 vor 18 Tagen von Gast
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Gast
Ich denke vielleicht sind Schwangere auch nicht die typischen Patienten. Oft haben sie zuvor noch nie ein KH von innen gesehen, kennen sich mit Hierarchien und Abläufen nicht aus. Vielleicht muss ihnen mal jemand sagen dass sie nicht Hotel mit Privatsphäre und Wohlfühlfaktor und gleichzeitig 100% Sicherheit erwarten können. Mit vernünftiger Kommunikation kann man doch viel erreichen aber dazu braucht es auch Verständnis des Mikrokosmos KH.
#49 vor 18 Tagen von Gast
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Ich konnte wirklich nicht alle Kommentare zu Ende lesen . Zu durcheinander und emotional alle Kommentare. Als sehr erfahrene Beleghebamne kann ich nur sagen, dass die sicherste und schönste Form der Geburtserfahrung die Eins zu Eins Betreuung ist . Nie im Leben ist mir passiert, dass eine meiner betreuten Frauen ein solches Geburtserlebnis erfahren musste. Dazu kommt ein politisches Thema : Haftpflichtsummen von über 9000 Euro, Qualitätsmanagment- welches sicher in Ordnung ist , Unterbezahlung, ständige Rufbereitschaft. Gründe, warum immer weniger Beleghebammen zur Verfügung stehen . Auch angestelltes Klinikpersonal muss besser bezahlt werden und es muss vor Allem auch mehr Personal eingestellt werden . Dass es leider immernoch unempathisches Klinikpersonal gibt ist natürlich sehr traurig .
#48 vor 18 Tagen von Dana Frohriep (Hebamme)
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Gast
Falsch, nicht Gebärende müssen sich Sachen gefallen lassen die für andere unzumutbar sind- sondern umgekehrt- in der Geburtshilfe geht man schon jetzt viel aufmerksamer mit den Müttern um als in anderen Fächern mit dem Patienten. Partner die ganze Zeit der Geburt mit dabei, auch beim Kaiserschnitt, Familienzimmer, Wunschkost, Rooming in usw.- das alles sind doch in Orthopädie, Innere Medizin, Chirurgie usw. Wunschvorstellungen.
#47 vor 18 Tagen von Gast
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Ärztin und Mutter
Und ja, es gibt auch das andere Extrem: Frauen die zu hohe Erwartungen haben, mit unrealistischen Vorstellungen hineingehen oder zuviele Ansprüche stellen. Aber nur weil diese Damen bereits mit einer „normalen“ Geburt überfordert sind oder mit ihren überzogenen Forderungen das ohnehin schon überlastete Personal auslaugen rechtfertigt das nicht die Behandlung die Frauen wie Michaela zuteil wird. All die „Vorzüge“ die hier aufgezählt werden wie Familienzimmer und Frühstücksbüffet klingen zwar nett aber sind weder eine angemessene Entschädigung für eine verkorkste Entbindung noch symptomatisch für „anspruchsvolle Gebärende“ (mit Dammnaht zum Büffet humpeln zu müssen ist auch ziemlich schmerzhaft, klingt eher nach einer weiteren Maßnahme um Personal zu sparen)
#46 vor 18 Tagen von Ärztin und Mutter (Gast)
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Gast
Es ist traurig in einem solchen Medium seine Erfahrungen mitteilen zu müssen. Sollte es nicht lieber direkt mit den Betreffenden besprochen werden, geht es durch diese anonyme Anklage irgendwem besser? Mich als Hebamme macht das sehr betroffen. „Leider“ geht es bei einer Geburt um das Leben zweier Menschen, der Blick darauf fehlt mir hier. Als Hebamme fühlt man sich nach solch traumatischen Geburt auch mißbraucht,verzweifelt und am Boden zerstört,aber das will niemand hören!
#45 vor 18 Tagen von Gast
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Ärztin und Mutter
Es ist wirklich unerträglich wie immer wieder betont wird dass wer ein gesundes Kind bekommt kein Recht hat sich über die teilweise skandalösen Umstände zu beschweren unter denen es zur Welt kam. Und wie schon oft genug gesagt geht es dabei nicht um normalen Geburtsschmerz oder berechtigte Eingriffe sondern um unnötige, unzumutbare Schikanen. Das würde sich auch kein anderer Patient gefallen lassen. Egal ob Nierensteine, Blinddarm, Gallenblase, Lungenentzündung oder Thrombose... keiner darf vorsätzlich grob behandelt, gegen ausdrücklichen Wunsch unnötige Maßnahmen aufs Auge gedrückt bekommen, beleidigt oder vernachlässigt werden. Passiert es doch, dann entschuldigt man sich bei denen doch auch anstatt zu sagen „ kein Grund Dich zu beklagen, du lebst schließlich noch“. Wieso müssen sich Gebärende Sachen gefallen lassen die für andere unzumutbar sind?
#44 vor 18 Tagen von Ärztin und Mutter (Gast)
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Gast
Schlimm, was dieser Frau+anderen widerfuhr.Horror pur,Kommentar Hebamme bei meiner 1.Entbindung:Du hättest vor 9 Monaten weinen sollen geradezu harmlos. Ohne Aufkl+(hinterher rausgekommen) gefakter Begr Sectii.Rüde i Kenntn. gesetzt,weinte,kein Trost.Mann kam als man mich in den OP schon,ich weinte,Heb:Machen sie es doch Ihrem Mann nicht so schwer.Danach bei allen Gyn. 1xSectio, immer Sectio, landete bei Gyn.,der amb Geburten durchführte,Mut machte,keine Gründe fand, die gegen Sptgbrt spr,mich beruhigte, Aussage des ersten Gyn., Sectio müsse wegen engen Beckens durchgeführt werden, widerlegte, ich habe kein enges Becken (der Arzt bei 1. Geb aus Klinik in Nchbrort, wollte schnell ftg wrdn. Das 2.+3. Kind glückl ohne Schmerzmittel (war durch Adrenalin so gedopt) spontan in Praxis entbunden.Hätte heute keiner mehr den Mut, wäre durch Sectio auf sicherere Seite. Probl.:Verwirtschaftl. und Patholog. eines nat. Vorgangs, der eher selten ärztl. Hilfe bedarf, Alter Gebärende!Psych. Psychoth.
#43 vor 18 Tagen von Gast
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Gast
und.... meiner Einschätzung nach sollten Hebammen mehr aufklären, in Vorbereitungskursen nicht alles rosa malen. Vielleicht werden die Frauen dann mehr darin bestärkt ihre Vorstellungen vorzutragen.
#42 vor 18 Tagen von Gast
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Gast
Natürlich sollen die Mütter nicht den Mund halten aber mal schauen ob soviel Aufregung lohnt oder sie nicht beim nächsten Mal einen anderen Arzt, anderes KH usw. wählen. Und mal ehrlich in der Geburtshilfe kümmert man sich doch noch am Besten um die Patientinnen mit Familienzimmer, Fühstücksbuffett, Wohlfühlathmosphäre. Oder hat das schonmal jemand in der Orthopädie erlebt?
#41 vor 18 Tagen von Gast
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Schwangerschaft, Geburt und Babyzeit verlaufen leider nicht immer so harmonisch wie wir es uns wünschen. Ängste, überwältigende Geburtserfahrungen, ein untröstlich weinendes Baby, Schlafprobleme oder Sorgen um die Entwicklung des Kindes bestimmen oftmals den Alltag der jungen Familie. Besonders nach solch traumatischen Geburtserlebnissen. Hilfe finden betroffene Eltern z.B. bei speziell geschultem Fachpersonal (meist Hebammen, PsychotherapeutInnen), die die Zusatzausbildung in der Emotionellen Ersten Hilfe absolviert haben. Mit Gesprächen und Körperpsychotherapeutischer Begleitung werden Eltern und Kinder gestärkt, die Bindung gefördert und (Geburts-)Krisen verarbeitet: www.emotionelle-erste-hilfe.org
#40 vor 18 Tagen von Ulrike Busbach (Physiotherapeutin)
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Gast
Mir (weiblich, kinderlos) kamen die Tränen bei der Schilderung. Dann las ich Kommentar 37 und stelle fest: Wut belebt. Ja, genau. Demütigende, entwürdigende und massiv übergriffige "Behandlung" passiert auch in anderen Fachrichtungen. Davon kann ich (in Behandlung mit Traumafolgestörung und in meiner Lebensführung deutlich eingeschränkt) reichlich berichten. Und weil nicht nur Gebärenden Gewalt angetan wird, sondern das ganze Konstrukt Krankenhaus dafür scheinbar anfällig ist, sollen die Mütter jetzt den Mund halten, oder was?
#39 vor 18 Tagen von Gast
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Also ich möchte an dieser Stelle erst einmal etwas positives zu den Hebammen und meiner Geburtsklinik sagen, diese ist weder privat, noch modernisiert und leider wie überall schlecht besetzt. Aber zur eigentlichen Thematik: Geschichten wie Michaela erlebt hat, gibt es leider zu viele. Als Ärztin bin ich aus eigener Überzeugung für eine psychosomatische Betreuung jeder Frau noch in der Geburtsklinik, leider ist unser Gesundheitssystem noch zu weit davon entfernt. Viele Frauen benötigen m. E. eine Unterstützung nach der Geburt um die Erfahrung sinnvoll verarbeiten zu können. Auch komplikationslose Geburten können Narben hinterlassen.
#38 vor 18 Tagen von Louisa Schreibmüller (Studentin der Humanmedizin)
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Gast
Ja, bei Klagen hat man keine Chance. Akte wurde bei mir auch gefälscht, steht nirgendwo drin, dass meine Spinalanästhesie nicht wirkte und ich im OP schrie vor Schmerz. Im Nachgespräch hieß es: der Schmerz war ihr subjektives Empfinden. Frech sowas zu einer Traumatisierten zu sagen. Ich weiß warum ich mein weiteres Kind außerklinisch bekomme, zumindest es versuche...
#37 vor 18 Tagen von Gast
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Gast
Sicherlich nicht optimal gelaufen. Aber mal ehrlich- gesundes Kind, Mutter (soweit) wohlauf- ist es nicht das was zählt? Was wäre denn wenn ihre Wünsche respetiert worden wären aber das Kind hätte einen Schaden davon getragen, oder die Mutter? Wäre es nicht erst Recht zu Klagen gekommen? Hätte dann noch jemand von Wohlfühlathmosphäre berichtet? man kann ihr nur wünschen, dass sie irgendwann diese Aspekte doch erkennt und schätzt. Und in anderen Fachdisziplinen geht man auch nicht unbedingt sanft mit den Patienten um. Und die Frauen sind erst einmal Patienten.
#36 vor 18 Tagen von Gast
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Wenn ich hier einige Kommentare lese wird mir schlecht. Ich kann nur hoffen, dass betroffene Frauen hier nicht mitlesen.
#35 vor 18 Tagen von Roxy Jahn (Hebamme)
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Gast
Zum Personalwechseln bei normalen Geburten- auch Hebammen haben Privatleben und haben keine Lust 24 Stunden eine Patientin zu betreuen . Bei Personalmangel und schlechten Bezahlung.Bei überfüllte Kreißsaal.Wo man gleichzeitig 5-6 Frauen betreuen muss.Die Geburtshilfe in Deutschland ist krank. Die kleine Häuser werden geschlossen, weil es sich nicht lohnt.Es gibt keine Hebammen und die die sind, sind überfordert.Die zukünftige Eltern werden immer älter und jede zweite Schwangerschaft wird als Risiko gesehen. Jeder will 100% Sicherheit, Kinderklinik vor Ort .Das bedeutet mehr Diagnostik,dauer CTG ,mehr vaginale Untersuchung . Geburt ist nicht mehr als ein Wunder gesehen ,sonder als Krankheit. Frauen kriegen mutterpass nicht mit den Worten: herzlichen Glückwunsch sonder gute Besserung...
#34 vor 18 Tagen von Gast
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Schwangere
Ich war bei einem sehr interessanten Abend, wo Gynäkologen, Anästhesisten, Hebammen und Kinderärzte Vorträge hielten und die Einrichtung anschaut werden konnte. Vor allem der Anästhesist hielt einen sehr interessanten Vortrag über Sinn und Möglichkeiten der Linderung des Geburtsschmerzes. Anschließend erschien ein Pfarrer, der das alles Blödsinn bezeichnete und der Schmerz wäre ja vergessen, wenn man sein Kind in den Armen hielt. Man sah dem Anästhesisten an, dass er um Fassung rang. Im Leben werde ich nicht in einem katholischen Krankenhaus entbinden!
#33 vor 18 Tagen von Schwangere (Gast)
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Ps: Klagen?? Na - das versuchen Sie mal. Akte gefälscht, Dinge unterschlagen, Gefährliche Körperverletzung in 'leichte' umgemünzt ( 3 Monate Frist, danach Anzeige nicht mehr möglich- das Erste, wo frischgebackene traumatisierte Eltern dran denken vermutlich). Da tun sich absolute Abgründe auf. Richter halten klagende traumatisierte Mütter per se für hysterisch und 'krank'- Kind ja gesund. Der rechtliche Abgrund ist mindestens so tief wie der medizinische. Hätte mein Kind eine Plexuslähmung - Klage gar kein Thema. Na, für welche Variante bin ich wohl dankbarer...?? Nicht mal als Fachärztin mit Zeuge haben Sie eine wirkliche Chance. Die -gefälschte- Doku steht über allem- können Sie behaupten, was Sie wollen.
#32 vor 18 Tagen von Catrin Domke (Studentin der Humanmedizin)
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Gast
Ich verstehe die ganze Aufregung nicht.Wenn die Frauen so sehr mit dem Betreuung in der Klinik unzufrieden sind, können sie immer noch zu Hause ohne Arzt oder ohne Hebamme entbinden oder in den Geburtshaus gehen.Dort kriegen sie keine Branüle,PDA,keinSchmerzmittel.DasProblem ist die gehen alle in die große Klinik mit Level 1 und erwarten 1:1 Betreuung.Sie wollen spontan ohne Schnerzmittel und ohne Schmerzen entbinden.Das geht leider nicht.selten kommen Frauen mit Wehen in die Klinik und kriegen ihre Kinder. Bei leichten Wehen,geschlossenen Muttermund kommen die in Kreißsaal und erwarten Wunder. In der Klinik arbeiten Hebammen-keine Wahrsagerinen und Zauberer.Die Frauen haben ihre Instinkte verloren. Hören nicht auf den Körper. Sind egoistisch und egozentrisch. Sie können sich nicht auf das Baby freuen . Ich kann nicht mehr , ich will nicht mehr!!! Das ist einzige was man im Kreißsaal hört..
#31 vor 18 Tagen von Gast
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Medizinische Fachangestellte
Liebe Nutzer, wir alle geben unser Bestes und zum Glück gibt es tolle Trauma-Therapeuten. Welche Auswirkungen Oxytocin auf die Psyche hat, wird noch diskutiert. Im Link ein Bericht der "Welt" über Allein-Gebärende. Angst vor Schmerz/Tod verhindert oft das Glück und die Dankbarkeit. Herzliche Grüße Angelika https://www.welt.de/vermischtes/article139438438/Bloss-kein-Kreisssaal-Warum-Frauen-allein-gebaeren.html
#30 vor 18 Tagen von Medizinische Fachangestellte (Gast)
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Gast
#22 wer Greifswald kennt, weiß, dass es dort nur die Uniklinik gab und gibt. Und die Aussage "Wer in eine Uniklinik geht, muss wissen.." ist doch erbärmlich und zeigt das ganze Dilemma. Wer schwanger wird, muss wissen, dass herrische Hebammen kommen, oder was? Außerdem kann man sich das nicht immer aussuchen, ob man in die Uniklinik geht oder nicht! Haben Unipatienten keine einfühlsame Behandlung verdient? ich habe jedenfalls vorher als Studentin und erst recht danach als Ärztin, dann auf jeden Fall stark geprägt durch diese Erfahrung, meine Patienten bewusst fürsorglich und einfühlsam behandelt, egal wie gestresst und gefrustet ich war. Aber bei schreienden Patienten läuft es mir noch immer kalt den Rücken runter. Gynäkologie ging danach bei mir jedenfalls als Fachrichtung nicht mehr.
#29 vor 18 Tagen von Gast
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Verständlich, warum das Thema nicht ernst genommen wird, wenn man einigen Kommentaren hier und im nächsten Beitrag folgt. Und wieder sind es die Umstände, die Rechtslage, die sensiblen Mütter. Mit Verlaub, es geht um manifeste Körperverletzungen, Straftaten und vorsätzlichen Akten-"Anpassungen". Vielleicht mal die Seite und ihre Berichte studieren, bevor der Tenor heißt: gesundes Kind, Geburt ist immer schmerzhaft und früher war es noch schlimmer. Wie hier schon einige Mütter benennen- Gewalt ist Gewalt. Punkt. Aktuell dazu DLF / WDR5 oder ARD-Mediathek: Feature von Marie von Kuck "Weinen hilft Dir jetzt auch nicht". Vermutlich war die Kollegin auch zu zart besaitet, als sie die Geburt im Endspurt gerne miterleben wollte ohne Overdose Opiat. Und zu behaupten, dass eine Geburt nie schön ist, ist definitiv vermessen.
#28 vor 18 Tagen von Catrin Domke (Studentin der Humanmedizin)
  4
Gast
Bei derlei Missachtung von Patientenrechten (Aufklärung und Einwilligung) dazu der Umgang mit der Schwangeren als wäre sie ein Stück Holz und die Konsequenz einer behandlungsbedürftigen postraumatischen Störung wäre Anlass genug, zu klagen. Manches Mal ist das der einzige Weg, den selbstherrlichen Arroganzlingen auf allen Ebenen wenigstens Manieren beizubringen, wenn es schon an Qualifikation, Empathie und Engagement mangelt.
#27 vor 18 Tagen von Gast
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Und welche dieser schlecht behandelten Mütter hat jetzt ihre Geburtsklinik wirklich verklagt? Jammern hilft nicht. Und eine Gestose mit akuter Verschlechterung bekommt normalerweise gleich eine Entbindung, ggf. mit Kauserschnitt.
#26 vor 18 Tagen von Lydia Wolf (Ärztin)
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Gast
Den Kommentar von #24 verstehe ich nicht: Seit wann sind denn Fallbeispiel ausgewogen und berücksichtigen das es auch andere Fälle gibt?
#25 vor 18 Tagen von Gast
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Auch meine erste Entbindung war eine Höllenfahrt. Kein Essen, kein Trinken, bei 35° Außentemperatur. Großes Kind, Krankenhaus hat sich bei der Untersuchung am Tag vor Entbindung völlig vermessen und Gewicht 3000 gr gesagt, es kamen 4350. Geburt lange, 18 Stunden. Die nach 12 Stunden aufgedrängte PDA ging schief, gelegt damals (1990) nicht von Anästhesist , sondern vom Gynäkologen. Das Einzige, was betäubt war, war das rechte Bein. Danach mehrere Untersuchungen, bei denen ich an den Füßen ans Bettende gezogen wurde. Dabei muss die Kanüle rausgerissen worden sein. Nach weiteren 6 Stunden Stillstand bei 9,5 cm, Kind inzwischen Lage verändert (Scheitellage?). Ich wollte nur noch sterben. Der Anästhesist stellte dann bei der Vorbereitung Kaiserschnitt fest, dass der Zugang rausgerissen war (sein Kommentar ist nicht zitierfähig). Mein Sohn war Gottseidank trotzdem gesund, mit dickem Bluterguß an der Stirn, wo er ständig gegen mein Becken geknallt war über Stunden. Auch nach dem Kaiserschnitt 2 Tage kein Getränk, kein Essen. Als ich dann auf die Säuglingsstation wankte, hieß es "Ach, sehen wir Sie auch mal?" Ich habe Jahre danach immer wieder Briefe formuliert im Kopf an den Chefarzt, dessen Privatpatienten ich war. Später dann in anderem Krankenhaus die Tochter bekommen und gesehen, wie es auch ablaufen kann, trotz der nochmal langen Geburt von wieder 18 Stunden.
#24 vor 18 Tagen von Annette Creson (Bibliothekarin)
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Gast
Hm- ehrlich gesagt habe ich noch nicht davon gehört, daß gegen den ausdrücklichen Willen einer Frau eine PDA gelegt wird. (PJ in der Gyn und danach 13 Mon anästhesie danach Kinderheilkunde bis Fachärztin) Und ja -leider gibtes unfreundliche und freundliche Hebammen, drei der vier genannten Hebammen schienen ja freundlich zu sein! ich habe auch eine nicht sehr angenehme erste Geburt hinter mir, und ja, manchmal wünschte man sich mehr Mitspracherecht oder Feingefühl. Trotzdem erlebe ich den obigen Artikel recht einseitig in seiner Betrachtungsweise. Heilung von Trauma wäre sicher mit einer veränderten Perspektive zu dem durchlebten Ereignis verbunden.
#23 vor 18 Tagen von Gast
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Gast
@15, 17: Wer in eine Uniklinik geht, weiß, dass er ein Anschauungs- und Lehrfall sein kann. Da darf man sich hinterher nicht beschweren, schon gar nicht, wenn man selbst Medizinstudentin oder Ärztin ist.
#22 vor 18 Tagen von Gast
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Gast
#19 gut geschrieben. Zu #14 setzen 6 trifft es ziemlich genau
#21 vor 18 Tagen von Gast
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Gast
Ja, ging mir ähnlich, wie so vielen anderen auch. Halbnackt dazuliegen, wegen Komplikationen zehn Leute drumherum, und dann immer wieder die schmerzhaften Vaginaluntersuchungen bei völliger Empathielosigkeit und häufigem Personalwechsel - das war sehr belastend, und ist es bis heute. Ich habe heute drei Kinder und mein Verhältnis zu ihnen hat dadurch keinen Schaden genommen. Aber sollte ich noch ein Kind bekommen, dann unter Minimalversorgung. Es tut gut zu lesen, dass man nicht die Einzige ist, die unter den "normalen" Krankenhausbedingungen gelitten hat, dass man sich nicht nur "angestellt" hat.
#20 vor 18 Tagen von Gast
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Ärztin und Mutter
@Gast14: hier ist aber nicht die Rede von normalen Geburtsschmerzen und ob man nun damit umgehen kann oder nicht. Denn die Schmerzen sind nicht für alle gleich, wer das denkt hat nie einen Wehensturm erlebt. Es geht hier um vorsätzliche Demütigungen und Schikane oder unnötige zusätzliche Schmerzen die leichtfertig zugefügt werden und nicht um einen Kult. Niemand legt eine Rose nieder weil er nicht sein Lieblingslied im Kreißsaal hören durfte und auch eine „robuste“ Hebamme darf motivieren anstatt zu demütigen. 1971 gab es auch schon Geburtstraumata und Wochenbettdepression, das hat damals nur niemanden interessiert. Und 1971 wurden auch die Geburtsstationen noch nicht kaputtgespart. Auch einen dringenden Dammschnitt darf man ankündigen. Wir reden hier über Gewalt im Kreißsaal und Sie blicken neidvoll auf ein Erziehungsjahr das Sie nicht hatten? Thema verfehlt. Sechs. Setzen.
#19 vor 19 Tagen von Ärztin und Mutter (Gast)
  4
Gast
Meine Mutter meinte noch, so ätzend sei es bei ihr auch gewesen, zu DDR Zeiten. Vor 10 Jahren wurde kaum über das unliebsame Thema der unglücklichen Mutter gesprochen, zum Glück ändert sich das nun scheinbar. Die Ausbildung von Hebammen und v.a. Gynäkologen muss die besondere psychische Ausnahmesituation und was durch unbedachte Worte oder Handlungen angerichtet werden kann, berücksichtigen! Gerade wegen der Personalknappheit und dem ständigen Wechsel der Zuständigkeit!
#18 vor 19 Tagen von Gast
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Gast
Nach der Geburt habe ich mein Baby 60 Minuten nicht bekommen, an ihm wurde die Prüfung (U1, Abfragen von Definitionen) fortgeführt. Er schrie die ganze Zeit furchtbar. Ich konnte alles hören und sehen, mich aber nicht bewegen und nicht sprechen. Ich habe erst viel später realisiert, dass ich einen Schock gehabt haben muss. Ich habe monatelang sehr darunter gelitten, wusste nicht, wie ich den ersten Geburtstag "feiern" sollte. In der zweiten Schwangerschaft hatte ich wahnsinnige Angst, erneut eine solche Erfahrung zu machen. Da (andere Stadt, wieder Uni) gab es zwar auch schroffes Personal, aber insgesamt war es deutlich besser, ich war ja auch gewarnt und mein Mann entsprechend gebrieft ;) Die dritte Geburt war dann (in einem nichtuniversitären Haus) so, dass ich die Klinik weiter empfehlen würde. Erst die letzte Geburt hat mich, nach mehr als 10 Jahren, von den seelischen Schmerzen der ersten Erfahrung befreit.
#17 vor 19 Tagen von Gast
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Gast
Grauenhaft ... seelische Grausamkeit ... der Hebamme gehört sofort gekündigt ... mit einem entsprechenden Gerichtsverfahren ...
#16 vor 19 Tagen von Gast
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Gast
Mir ging es ebenfalls so, im Jahr 2005 in der Uniklinik in Greifswald. Ich war 23 und hatte 10 Semester Medizinstudium rum und einen guten Kurs gemacht, war also eigentlich über den Geburtsverlauf informiert. Ich habe jedoch meine Selbstbestimmung an der Kreißsaaltür abgegeben und darauf war ich leider nicht vorbereitet. Die "erfahrene" leitende Hebamme hat meinen Wunsch bezüglich der Position (Hocker) mit einem höhnischen Auflachen quittiert. Also ab in die für die Geburts"helfer" bequeme und für mich unerträglich rückenschmerzhafte Liegeposition im Bett.. Dann wurde ich ungefragt Objekt einer Prüfung einer Hebammenschülerin. Ich war schon so in dem Wehenschmerz gefangen, dass ich nichts dagegen unternommen habe. Mein Freund dachte, das sei so normal. Ich habe keinerlei Anleitung erhalten (erstes Kind) und letztlich wurde gegen meinen Willen ein Dammschnitt vorgenommen, wohl weil die Herztöne schlecht wurden. Ich habe mich wie "vergewaltigt" gefühlt, mit 6 Zuschauern.
#15 vor 19 Tagen von Gast
  4
Gast
Natürlich ist eine Geburt schmerzhafter als man erwartet, obwohl ich als Ärztin vor dem Examen 6 Geburten durchführen musste.Die Hebammen wirken oft robust aber sie reagieren auf den aktuellen Ablauf der Entbindung, auch ein Dammschnitt ist rasch möglich.1971 und 1973 gab es keine PDA und keinen Ultraschall! Aber nach der Geburt war ich glücklich, weil ich mir die Kinder gewünscht hatte, keine Hebamme hat mich anschließend betreut, ich musste klarkommen und hatte kein Erziehungsjahr! Ich finde den "Kinderkriegenkult" heute überzogen.Die Geburt ist ein dynamischer Prozess und nicht alles vorhersehbar. Die Ansprüche heute sind überzogen. als Gast
#14 vor 19 Tagen von Gast
  63
Gast
Wow, ich bin ehrlich gesagt total entsetzt. Ich selbst hatte 1989 so eine "Geburt aus der Hölle". Aber wenn ich das lese, dann war meine damalige Geburt ein Kinderspiel! Auch bei mir gab es 20 Stunden nichts zu trinken, ich war ausgedörrt wie eine Pflaume und völlig kraftlos. Heute hätte ich mir vermutlich eine derartige Behandlung nicht mehr gefallen lassen, und hätte die Klinik im Zweifel dann auch tatsächlich verlassen. In der Großstadt gibt es ja tatsächlich noch die Auswahl. Es entsetzt mich, dass sich in all den Jahrzehnten scheinbar trotzdem noch nicht wirklich etwas geändert hat. Außer der Tatsache, dass man heute jeder Schwangeren eine PDA zu setzen scheint und am liebsten per Kaiserschnitt entbindet. Aber dafür gibt es ja auch das meiste Geld. Zum Glück ist meine Familienplanung schon lange abgeschlossen.
#13 vor 19 Tagen von Gast
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Ärztin und Mutter
Ich hatte Glück, in der Klinik in der ich kürzlich entbunden habe wurde ich super behandelt. Eine ältere Klinik ohne modernen Schnickschnack aber nur 15minuten von einem guten Perinatalzentrum entfernt. Obwohl es eine ärztlich-assistierte Spontanentbindung ohne PDA wurde (also etwas wofür die Klinik nicht einmal annähernd ausreichend bezahlt wird) und auch der gesamte Aufenthalt einige Unerfreulichkeiten bereithielt war die Versorgung zu dem Zeitpunkt als es am meisten darauf ankam optimal. Würde dort wieder entbinden. Leider muss diese Klinik ihre Geburtsstation bald schließen, trotz über 700 Entbindungen pro Jahr. Rentiert sich einfach nicht. Falls ich nochmal ein Kind bekomme muss ich das wohl in der benachbarten Großklinik mit Perinatalzentrum entbinden. Von dort hört man abgesehen von der erstklassigen Frühchenversorgung NUR Horrorgeschichten. Besonders vom Kreißsaal und der Wöchnerinnenstation. Ähnliche wie diese. Sollte es soweit kommen erwäge ich eine Sectio um dem zu entgehen.
#12 vor 19 Tagen von Ärztin und Mutter (Gast)
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Gast
ich habe ähnliche Erfahrungen gemacht, zum Glück bei meinem 2. Kind. Wäre dies beim ersten passiert, hätte ich nie ein 2. bekommen. Selbst jetzt nach 5 Jahren prägen diese Erlebnisse sogar die Beziehung zu meinem Kind.
#11 vor 19 Tagen von Gast
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Gast
Am 3. Tag nach dem Kaiserschnitt wurde meine Gallenkolik (ich hatte weder davor noch danach jemals eine) wegen eines schwangerschaftsbedingten Gallensteins als Blähung und danach als psychisch bedingte Schmerzen der Hormonumstellung diagnostiziert. Mit fehlen zwei Tage, in den ich mit Valium abgeschossen wurde. Erst nach weiteren 2 Wochen, in denen sich mein Zustand immer mehr verschlechtert und mein Hautkolorit immer gelber geworden war, hat mein Hausarzt die richtige Diagnose gestellt. Ich bin dann als Notfall in der Inneren gelandet.
#10 vor 19 Tagen von Gast
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Hier kommen drei Dinge zusammen: die zunehmende Überlastung der Fachkräfte bei steigenden Anforderungen und abnehmenden Ressourcen. Der Umstand, dass die medizinisch-pflegerische Betreuung einer Gebärenden und ihres Kindes von den gesetzlichen Krankenkassen nicht auch nur annähernd angemessen oder auch nur Kosten deckend bezahlt wird. Und gesellschaftliche Traditionen, die eine Schwangerschaft als sichtbares Zeichen dafür, dass eine Frau oder ein Mädchen mit einem Mann sexuellen Verkehr hatte werten und diesen Umstand bestrafen, indem die Frau und ihr Baby und ggf. auch Angehörige unnötig belastet oder im Stich gelassen werden. Der Wert einer Gesellschaft äußert sich darin, wie sie mit den Menschen umgeht, die die Unterstützung Aller benötigen. Angelika Oetken, Berlin-Köpenick
#9 vor 19 Tagen von Angelika Oetken (Ergotherapeutin)
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Was muss noch alles geschehen, bis wir Frauen in Würde unsere Kinder bekommen dürfen? Geben wir an der Klinikpforte der Gebärklinik unsere Mündigkeit ab? Ist es da ein Wunder, dass die Frauen zweimal überlegen, ob sie überhaupt ein Kind bekommen? Es macht einfach nur traurig und wütend, solche traumatischen Geschichten zu lesen und: ich kenne sie auch aus eigener Erfahrung und als Heilpraktikerin mit Focus auf Frauengesundheit zur Genüge...
#8 vor 19 Tagen von Helga Margareta Hild (Heilpraktikerin)
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Und als sich meine Plazent nicht löste, wurde ich splitterfasernackt (weil ich davor versucht hatte in der Wanne zu entbinden) in den OP geschoben. Noch heute sehe ich die 'vermummten' Gestalten am anderen Ende des OP Saals stehen. Gott sei dank hat sich die Anästhesitin meiner erbarmt und mich zugedeckt. Danach war ich ewig traumatisiert. Wollte eigentlich mit der Klinik sprechen. Aber man ist ja immer nur ein Einzelschicksal. Danke für den Beitrag und für den Link!!
#7 vor 19 Tagen von Jacqueline Richter (Studentin der Humanmedizin)
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Gast
Ich kann das so gut nachfühlen, mir ging es ebenso. Zu Beginn dauert es vermeintlich zu lange, irgendwann kommt der Tropf und die logische Konsequenz ist der Kaiserschnitt. Es ist immer der gleiche Ablauf. Mein zweites Kind habe ich aus Angst in einem Geburtshaus bekommen und es war wunderbar. Sollte es Komplikationen geben, wäre man in einer Großstadt innerhalb von Minuten in einer Klinik. Aber außerhalb der Klinik scheint es mir inzwischen eher möglich zu sein, komplikationslos ein Kind zu bekommen. So lange Kliniken Wirtschaftsunternehmen bleiben, wird sich daran kaum etwas ändern.
#6 vor 19 Tagen von Gast
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Die Geburt meines Sohnes (2000! nicht heute) war nicht so schlimm wie die hier geschilderte, weil ich (damals 23) Glück hatte dass mein Sohn von der ersten Wehe bis zum ersten Schrei nur 8 h brauchte. Mir hat eine höchst unfreundliche Hebamme ein Trauma beschert, das verhinderte, dass ich ein/zwei weitere Kinder bekommen habe. Ich have im Klinikum in Gera entbunden, die sich rühmen für die Friedrich-Schiller-Uni Jena auszubilden. Aber schon beim Rundgang hätte ich erkennen müssen, dass die älteren Hebammen dort noch DDR-Zeiten verhaftet sind. Es war von der ersten Minute an unangehmen mit der zugeteilten Hebamme. U.a. klagte ich, dass mir die Hände einschliefen, was die Dame damit kommentierte, dass sie schon die ganze Zeit merke, dass ich falsch atme. Die tatsächliche Geburt fand dann in einem Zimmer in der Größe einer Abstellkammer statt in der dann neben meinem Partner bestimmt 5 Personen .
#5 vor 19 Tagen von Jacqueline Richter (Studentin der Humanmedizin)
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Entsetzt, meine Blasenspiegelung zwei Tage nach der Entbindung, dabei Studenten, jeder diurfte mal schauen, der Dammriß schmerzte noch, nix gegen der Matyrium dieser Mutter.
#4 vor 19 Tagen von Eva-Maria Gößling (Medizinjournalistin)
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Ärztin
Unglaublich dass so etwas heutzutage in unserer patientenorientierten Geburtsmedizin noch vorkommt. Aus Angst vor solchen Zuständen und dieser Machtlosigkeit habe ich damals mein erstes Kind in einem Geburtshaus entbunden. Leider kam es dabei trotz völlig unauffälliger Schwangerschaft zu ernsten Komplikationen aufgrund eines Geburtsstillstandes und des durch die Hebammen nicht erkannten schlechten Zustandes des Kindes. Ist gottseidank gutgegangen. Ich musste mir allerdings anhören ich sei eine Rabenmutter als ich schließlich mitsamt Kind in die Klinik verlegt wurde
#3 vor 19 Tagen von Ärztin (Gast)
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sprachlos....
#2 vor 19 Tagen von Frauke Lippens (Hebamme)
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Gast
Tja was soll man sagen. Schwangerschaft ist ja in der modernen Medizin auch kein Zustand sondern eine Krankheit, mit der Geld verdient wird. Die moderne Medizin mit ihrem wissenschaftlichen Fortschritt degeneriert leider zum sozioemotionalem Desaster.
#1 vor 19 Tagen von Gast
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