Bin ich Sachbearbeiter oder Apotheker?

23.11.2017

In der Apotheke werden viele Personalstunden mit sinnlosen Tätigkeiten vergeudet. Das fängt schon beim Papierkram an. Doch gerade Apotheker und PTAs können durch Technik stärker entlastet werden. Dadurch bleibt mehr Zeit für ihre Kerntätigkeit – die Beratung.

Seit Jahren herrschen Engpässe in Deutschlands Apotheken. Approbierte und PTA werden händeringend gesucht und nicht immer stellt sich der erhoffte Erfolg ein. Die Bundesagentur für Arbeit erwähnt Apotheker in ihrer „Fachkräfteengpassanalyse“ vom Juni 2017. Doch so manche Personenstunde des pharmazeutischen Personals wird mit sinnlosen Tätigkeiten vergeudet. Das muss nicht sein, wie einige Beispiele zeigen:
 

Däumchen drehen muss nicht sein

Nicht zuletzt ein Blick auf die Personalplanung. Kennen Sie das? Zu Stoßzeiten brummt der Bär, ansonsten schlagen Angestellte ihre Zeit tot. Das Warenwirtschaftssystem liefert detaillierte Frequenzanalysen, um Personal gezielter einzusetzen. Wurde die Lage der Arbeitszeiten nicht vertraglich vereinbart, besteht hier durchaus Gestaltungsspielraum. Ansonsten bleibt, feste Zeiten für Tätigkeiten wie die Rezeptkontrolle, die Anfertigung von Rezepturen oder die Dokumentation einzuführen. So lassen sich Phasen mit weniger Kunden sinnvoll gestalten. Webbasierte Lösungen erleichtern die Planung. Gleichzeitig werden Urlaubstage oder Überstunden erfasst, so dass zeitraubendes Zusammenrechnen wegfällt. 

Die Tätigkeiten selbst sollten ebenfalls kritisch hinterfragt werden. Führen teure Approbierte oder PTA vielleicht auch PKA-Tätigkeiten aus? Was bei kleineren Apotheken unvermeidbar ist, kann in größeren Betrieben Anlass sein, Tätigkeiten zu überdenken. So lassen sich Ressourcen für die eigentliche Kerntätigkeit, also die Beratung, freisetzen. 

Bildquelle: Leo Koivulehto, flickr

Artikel letztmalig aktualisiert am 08.12.2017.

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Gast
"Die Personaldecke bei unerwarteter Krankheit, Schwangerschaft etc. nicht mehr reicht." Warum? Schwangerschaft ist heute eine Krankheit! Exakt 1 Tag nach Feststellung der Schwangerschaft kommt der grüne Schein mit der Arbeitsbefreiung. Die Schwangere Inhaber kann bisz zum letzten Tag arbeiten, kriegt Kind und steht eine Woche später wieder in der Apotheke. Warum können Mitarbeiter nicht bis zum Mutterschutz durchhalten? Zweitens: Weder junge Apotheker noch PTA wollen nach 15 Uhr arbeiten. Bitte keinen Spätdienst, keine Samstage, keine Notdienste. Ja was machen die Damen eigentlich selbst mit einem fiebernden Kind um 17 Uhr, wenn die Apotheke geschlossen hat, weil keiner mehr Spätdienst machen will? Die Väter können angeblich nicht aus dem Betrieb raus, um die Kinder wenigstens 2x pro Woche aus der KITA zu holen oder bei Krankheit mal zu betreuen. Wo ist der Unterschied zwischen Siemens und dem Unternehmen Apotheke??? Ich weiß exakt wovon ich rede!
#8 am 14.12.2017 von Gast
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Gast
Irgendwie nichts wirklich neues.... Gibt's keine neuen Ansätze??? Maschinen statt Personal, PTAs gibt's kaum noch, man kann sich auch so Schrumpfen, dass bei überraschendem Krankenstand der Betrieb ins Schlingern gerät. Ich kanns echt nicht mehr hören. Und wer Probleme mit der Ablage hat, sollte einfach mal aufräumen. Retaxe, die nicht mehr auffindbar sind. Ich bitte Sie. Das ist ja peinlich.
#7 am 11.12.2017 von Gast
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Gast
Bin ich Sachbearbeiter oder Apotheker? Weder noch: Einzelhändler!
#6 am 09.12.2017 von Gast
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PTA aus NRW
#3 Das gehört(e) durchaus zum Thema. Die Frage kommt berechtigterweise daher, dass das ursprünglich so im Text stand und das dort 20% ü. Tarif als PTA-Gehalt angegeben wurde. Der Text ist inzwischen allerdings bearbeitet und geändert worden, wie man sieht. Ich hingegen habe diese Frage dann einfach nur ehrlich beantwortet. Aus dem blauen Himmel heraus und ohne Zusammenhang tauchen solche Fragen/Themen hier wohl eher nicht auf und dann noch mit Antwort.
#5 am 08.12.2017 von PTA aus NRW (Gast)
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Gast
Zu 3:Und bei den aktuellen Arbeitssituationen in deutschen Apotheken eher Mangelware, verständlicherweise.
#4 am 08.12.2017 von Gast
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schön wenn bei diesem Bericht über Gehaltsvorstellungen gesprochen wird #1 #2 :-) (Wobei ich Gehalt immer von Leistung abhängig mache- schließlich ist das Leben kein Ponyhof und wir sind hier auch nicht bei "Wünsch dir was") Zum Thema- gebe dem Kollegen Recht- wenn die Anschaffung eines Kommisonierautomaten möglich und finanzierbar ist. Der rest ist QMS , der mit und von allen Mitarbeitern gelebt wird und auch einem Controlling unterliegt. Leider ist da immer noch ein Faktor: Der Mensch- ohne den würde so eine Apotheke richtig fluppen (laufen)*Scherz*. PTAs mit Kindern, begleitende Studiengänge, private Interessen der Mitarbeiter (Sport etc.) wollen ihn den Dienstplan eingebaut werden, um eine hohe Mitarbeiterzufriedenheit zu erreichen. Nur damit erreicht man auch Effizienz. Weiterhin Urlaube und Krankheitsfälle- Nicht immer ist dies alles planbar. Zufriedenen Mitarbeiter sind wertvolle Mitarbeiter.
#3 am 08.12.2017 von Sven Larisch (Selbstst. Apotheker)
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PTA aus NRW
Ich würde sagen im Raum NRW stehen die Chancen dafür grundlegend gut. +10% ist eigentlich überall die Basis, auch für Berufsanfänger. Ansonsten je nach Verhandlungsgeschick und Kompetenz auf +20/25%. Zumindest kenne ich es nicht anders in meinen bisherigen 11 Jahren.
#2 am 01.12.2017 von PTA aus NRW (Gast)
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Gast
Wo bekomme ich die 20% übertarifliches Gehalt?
#1 am 30.11.2017 von Gast
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