Brille oder Augen lasern - wo sind die Vor- und Nachteile?

14.11.2017
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Über 80 Prozent dessen, was Menschen wahrnehmen, geschieht über die Augen. Umso wichtiger ist gutes Sehen, aber leider müssen viele mit einer Beeinträchtigung ihrer Sehkraft leben. Alleine in Deutschland sehen rund 40 Millionen Menschen schlecht und benötigen eine Brille, aber nicht jeder kann sich mit einer Brille oder Kontaktlinsen anfreunden. Eine Alternative gibt es, und zwar durch das Lasern der Augen. Durch diesen Eingriff stellt der Arzt das Sehvermögen wieder her. Wo aber sind die Vor- und Nachteile des operativen Eingriffs?

Mehr als ein Accessoire

Eine Brille ist in erster Linie eine Sehhilfe, in zweiter Linie heute aber auch ein modisches Accessoire. Die Auswahl an attraktiven Gestellen ist groß und wie alle Accessoires auch bestimmten Trends unterworfen. Zudem ist das Tragen einer Brille keine Schande mehr und da Brillen praktisch sind, können sich die Optiker über mangelndes Interesse nicht beklagen. Brillen haben den großen Vorteil, dass sie flexibel sind. Der Träger kann sie nach Belieben auf- und wieder absetzen oder sie einfach ins Haar schieben, wenn sie gerade nicht gebraucht wird. Die Nachteile kennt jeder Brillenträger, der schon einmal aus der Kälte draußen in ein warmes Zimmer gekommen ist: Die Brille beschlägt sofort. Auch im Schwimmbad sind Brillen sehr unpraktisch, außerdem sehen sie ab einer bestimmten Dioptrien-Zahl nicht mehr besonders attraktiv aus.

Die Vorteile der Laser Behandlung

Eine Alternative zur Brille ist das Lasern der Augen. Diese Methode hat den großen Vorteil, dass nach dem Eingriff Brillen nie wieder ein Thema sind. Wer sich lasern lässt, der muss nie mehr Kontaktlinsen kaufen und kann seine Sonnenbrille nach seinem Geschmack und nicht nach der Dioptrien-Zahl aussuchen. Der Laser behebt den Sehfehler fast komplett, der Eingriff dauert in der Regel nicht länger als eine halbe Stunde. Ein weiterer Vorteil der Lasermethode ist, dass die OP fast schmerzfrei über die Bühne geht.

Gibt es auch Nachteile?

Der größte Nachteil bei einer Augen-Laser-OP ist der Kostenfaktor. Nur in Ausnahmefällen bezahlen die Krankenkassen den Eingriff, da es mit der Brille und den Kontaktlinsen günstige Alternativen gibt. Jedoch gibt es auch gesundheitliche Bedenken. So spielen Infektionen immer eine Rolle, aber auch Spätfolgen sind möglich. Zu diesen Spätfolgen gehört das Risiko der trockenen Augen, auch ein Abfall der Sehstärke kann nach einer Laser Behandlung auftreten. Für Kinder und Jugendliche, die noch keine 17 Jahre alt sind, ist das Lasern der Augen nicht möglich. Sie befinden sich noch in der Wachstumsphase und in dieser Zeit entwickeln sich auch die Augen. Ein Eingriff mit dem Laser könnte im schlimmsten Fall zu Sehschäden führen, die inoperabel sind.

Sind Kontaktlinsen eine Alternative?

Wer kein Geld für eine Laser Behandlung ausgeben möchte und auch keine Brille tragen will, hat als dritte Möglichkeit noch die Kontaktlinsen. Kontaktlinsen haben den Vorteil, dass sie unsichtbar sind und deshalb aus kosmetischen oder ästhetischen Gesichtspunkten infrage kommen. Dazu kommt, dass Kontaktlinsen die Sehschwäche effektiver korrigieren als eine Brille, da sie auf der Hornhaut liegen. Für Menschen mit einer ausgeprägten Verkrümmung der Hornhaut sind Kontaktlinsen die bessere Wahl als eine Brille. Es gibt jedoch noch einen weiteren Vorteil, denn Kontaktlinsen vergrößern oder verkleinern einzelne Bildausschnitte nicht ganz so stark, der Träger der Linsen sieht alles in der tatsächlichen Größe. Eine Brille wird einfach abgesetzt, das Einsetzen der Linsen erfordert hingegen eine gewisse Übung. Sogenannte formstabile Linsen nehmen die meisten Menschen als einen Fremdkörper im Auge wahr und es dauert einige Wochen, um sich an das Gefühl zu gewöhnen. Anders als eine Brille verursachen Kontaktlinsen laufende Kosten, zum Beispiel für Reinigungsmittel. Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass Kontaktlinsen in regelmäßigen Abständen ausgetauscht werden müssen. Wer sich für weiche Linsen entscheidet, muss alle sechs Monate zur Kontrolle zum Augenarzt, bei harten Linsen ist die Kontrolluntersuchung einmal im Jahr notwendig.

Welche Sehhilfe ist die richtige?

Es sind viele Kriterien, die über die richtige Sehhilfe entscheiden. Wer den ganzen Tag am Computer arbeitet, sollte eine Brille wählen. Das Tragen von Kontaktlinsen führt bei der Arbeit am PC zu trocknen Augen, was Augentropfen notwendig macht. Alle, die es unkompliziert mögen und bereit sind, die hohen Kosten einer Laser-OP zu zahlen, sollten sich die Augen mit dem Laserstrahl korrigieren lassen. Möglich ist natürlich auch ein Wechsel zwischen Brille und Kontaktlinsen. Während die Brille nur bei der Arbeit getragen wird, kommen die Linsen beim Ausgehen zum Einsatz.

Artikel letztmalig aktualisiert am 14.11.2017.

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