Das Schnitzel und die neue Hüfte, bitte

06.11.2017
Teilen

Samstag Abend. Wochenendtrip. Wandern in der Herbstsonne und Urlaubsfeeling. Einfach entspannend. Ich sitze im Restaurant und genieße mit meiner Familie das gute Abendessen. Hier gibt es das beste Schnitzel der Welt.

Findet auch der Gast am Nebentisch. Er verkörpert zu 100 Prozent das Klischee eines Wohlstands-Deutschen. Wir lachen uns schlapp über den unglaublich perfekt dargestellten Stereotyp. Das Schnitzel vor sich, das dritte Glas Bier, die Hose unter dem dicken Bauch wird mit Hosenträgern festgehalten. Er unterhält sich lautstark mit seinem Tischnachbarn, der ihm in Sachen Wohlstands-Klischee in nichts nach steht. 

Leider schlägt das Gespräch schnell um. Statt über das gute Essen wird jetzt über Gesundheits- und Krankheitsthemen gesprochen, sodass meine Entspannung irgendwie nachlässt. Schade.

Von Hüften, Herzinfarkten und Diabetes: Alles klein Problem mehr

Er erzählt, dass er beim Orthopäden war. Wegen der Hüfte und den Schmerzen. Jetzt habe er endlich einen Termin bekommen, um die künstliche Hüfte einbauen zu lassen. Aber vorher solle er noch zum Herz-Doktor. Obwohl doch alles gut sei mit dem Herzen. Klar, er habe Bluthochdruck und müsse Tabletten einnehmen, die das Blut verdünnen. Und das bisschen Zucker. Aber das sei doch heutzutage kein Problem mehr. Schließlich ist das doch medizinischer Alltag. Er kenne so viele Freunde, die auch einen kleinen Herzinfarkt hatten. Da geht man eben ins Krankenhaus und lässt sich ein paar solcher Stents einbauen. Ist ja heute kein Problem mehr. Wenn er da an früher denke!

Da hätten die Menschen ja noch zwei Wochen oder länger im Krankenhaus bleiben müssen. Denen hätte man den ganzen Brustkorb aufgemacht und wieder zusammen genäht, nur wegen einem kleinen Herzinfarkt. Heute, ja heute, da sei das alles anders. Da darf man nach fünf Tagen wieder heim. Die Technik ist soweit fortgeschritten. Das bedeutet ja heute alles gar nichts mehr. 

Irgendwie läuft es nicht für alle gleich gut

Sein Tischnachbar bestätigt die Vermutung. „Ja, also, der Karl hat sich neulich auch eine Hüfte einbauen lassen. Der ist total zufrieden. Nicht mal eine Woche war der im Krankenhaus, da war er schon in der Reha. Und jetzt geht er ohne Gehstöcke wieder wandern. Sogar Fahrrad fährt der ja noch. Aber klar, der Karl, der war ja schon vorher ganz fit. Der kann gar nicht still sitzen. Immer unterwegs ist der. Selbst die Einkäufe erledigt er zu Fuß. Und im Garten macht er ja auch alles selber. Frag doch den Karl mal, wo er seine Hüfte bekommen hat. Vielleicht kannst du deine Hüfte auch dort machen lassen.“

Mir stehen die Haare zu Berge. Hier wird das Schnitzel mit dem Hering in eine große Suppenschüssel geworfen, kräftig umgerührt und dann erwartet, dass es allen schmeckt. Irgendwie hört sich das nicht nach den selben Ausgangsbedingungen an.

Der Stereotype Wohlstands-Deutsche leert sein Bierglas. „Ja, mal sehen. Obwohl, die Inge ist ja überhaupt nicht glücklich. Seit der neuen Hüfte geht es nur Berg ab. Irgendeiner hat da wohl gepfuscht. Da haben sie nach ein paar Wochen nochmal operiert. Und jetzt geht sie immer noch an den Stöcken. Aber die hat ja auch wirklich Pech. Weißt du noch, ihr Mann, der ist ja letztes Jahr einfach so umgefallen. Tot war er. Aus dem heiteren Himmel. Naja, Ober, kriegen wir noch zwei Bier?“

Die Medizin bügelt schon alles wieder glatt?

Ich rolle mit den Augen und mein Mann schüttelt den Kopf. Ja, die Medizin von heute kann schon wirklich Unglaubliches leisten. Aber ein Herzinfarkt bleibt ein Herzinfarkt. Daran kann man sterben. Es scheint, als ob die Menschen die Angst davor verlieren oder sie verdrängen. Weil die Medizin so viel Unglaubliches leistet? Und daraus leitet man dann eine Anspruchshaltung ab, die beinhaltet, dass die Genesung bei jedem gleich gut funktioniert?

Ich bin mir unsicher, der Stereotype Wohlstands-Deutsche ist doch eigentlich nicht dumm, oder?

Bildquelle: tribp, flickr

Artikel letztmalig aktualisiert am 07.11.2017.

70 Wertungen (3.97 ø)
8144 Aufrufe
Die maximale Zeichenanzahl für einen Kommentar beträgt 1000 Zeichen.
Die maximale Zeichenanzahl für ein Pseudonym beträgt 30 Zeichen.
Bitte füllen Sie das Kommentarfeld aus.
Bitte einen gültigen Kommentar eingeben!
@So gesehen haben Sie Recht.
#24 am 10.11.2017 von Klaus Samer (Gesundheits- und Krankenpfleger)
  0
Coventina
Ich denke, das Problem, das sich in diesem Beitrag spiegelt, ist ein Anspruchsdenken von Seiten einiger Patienten, das einfach nicht mehr zur Realität paßt. Frei nach dem Motto "Ich kann machen was mir paßt, die Folgen bringt der Arzt in Ordnung". Daß das in der Realität oft nicht so einfach ist, wird ignoriert, und wenn es dann tatsächlich nicht so glatt läuft, wie man sich das erhofft hat, ist halt gepfuscht worden. Selbstverständlich darf man sich dafür entscheiden, täglich Schnitzel zu essen und drei Bier zu trinken, nur sollte man sich dann nicht darüber beschweren, daß man nicht so fit ist wie der Nachbar, der in vernünftigem Maß Freizeitsport betreibt. Und man sollte wissen, daß im Krankenhaus keine kleinen Götter sitzen, die immer alles wieder geradebiegen können, auch wenn die Medizin heute erstaunliches vermag.
#23 am 10.11.2017 von Coventina (Gast)
  0
Gast X
Das haben Sie falsch verstanden Herr Samer. Ein „Vorzug“ (wenn Sie es so nennen wollen) in den ein Diabetiker nicht kommen SOLLTE ist ein verkürzter stationärer Aufenthalt oder ambulante OP da es auch einige Zeit nach der OP noch zu Zuckerentgleisungen oder gar einer Azidose kommen kann. Das ist einfach zu riskant. Aber leider gibt es tatsächlich Kliniken die so arbeiten, die Patienten freuen sich zwar wenn sie früher nach Hause dürfen aber Sicherheit sollte wichtiger sein. Einer der Vorzüge in den die meisten multimorbiden nicht kommen KÖNNEN ist zum Beispiel die „Sportlerreha“ weil das oft das Leistungsvermögen übersteigt und dem Patienten somit nicht viel bringt. Dann ist eine Gerireha oft sinnvoller. Das hatte ich gemeint. So mancher mag das als ungerecht empfinden aber auch das ist ein saurer Apfel in den ein verantwortungsbewusster Arzt und sein Patient beißen müssen, weil Sicherheit nunmal Vorrang hat vor „alle kriegen das gleiche und alle dürfen nach 3 Tagen heim“
#22 am 09.11.2017 von Gast X (Gast)
  0
Zum Einen habe ich mich auf den Artikel bezogen zum anderen auf die zitierte Stelle in der von Ihnen gemachten Äußerung "(oder kommen sollten/können)" was Sie mit sollten meinen halte ich für unzweideutig. Die Frage stellt sich doch welchen Sinn hat ein Artikel der offensichtliches beschreibt ? Die Intention ist aus meiner Sicht klar und das stelle ich halt in Frage. Es ist schön wenn Sie alle Patienten gleich behandeln, dann macht aber die oben zitierte Aussage von Ihnen nicht wirklich viel Sinn. Das gesprochene Wort nach Einleitung der Narkose zeigt im Übrigen allzu häufig das ich mit dem was ich sage garnicht so falsch liege.
#21 am 09.11.2017 von Klaus Samer (Gesundheits- und Krankenpfleger)
  0
Felix M.
Passt perfekt zu dieser Geschichte: https://itunes.apple.com/de/podcast/swr2-aula/id81508271?mt=2&i=1000380512468 Wann uns die ganze Suppe wohl überkocht...?
#20 am 09.11.2017 von Felix M. (Gast)
  0
Gast X
Ich werte im Gegensatz zu Ihnen niemanden ab und der „erhobene Zeigefinger“ kommt hier von Ihnen. Sie kennen mich nicht und unterstellen sowohl der Autorin, als auch mir und den anderen Kommentatoren mangelnde Ethik und mangelnden Selbstwert. Weil wir Tatsachen aussprechen, Tatsachen die Ihnen nicht gefallen, die auch uns nicht gefallen aber das ändert nichts daran dass sie bestehen und wir sind nicht daran schuld. Verurteilen Sie nicht den Boten.
#19 am 09.11.2017 von Gast X (Gast)
  5
Gast X
Was reden Sie Nur. Wären Sie ein Laie könnte ich das noch verstehen aber Sie sind doch vom Fach. Dass multimorbide Patienten für eine OP ein erhöhtes Risiko für Komplikationen tragen ist eine medizinische Tatsache! Das lässt nicht wegdiskutieren und hat nichts damit zu tun ob die Vorerkrankungen schicksalhaft oder selbstverschuldet sind oder beides. Gegen Tatsachen können wir mit ethischen Argumenten nicht andiskutieren. Das hat nichts mit Ächtung zu tun. Das sind Fakten und damit muss man eben zurechtkommen und es spielt keine Rolle ob jemand was dafür kann oder nicht. Und auch wenn ich jedem Patienten den gleichen Respekt entgegenbringe und ich alle gleich, fair und gerecht behandeln will sind es nun einmal die multimorbiden welche statistisch nach einer OP länger in der Klinik bleiben müssen um sich zu erholen. Sie können sich als Moralapostel aufspielen, aber durch Ihre Ethik werden Sie niemandem das Leben retten, ich durch eine realistische präopertive Risikoeinschätzung schon.
#18 am 08.11.2017 von Gast X (Gast)
  1
@16 "Vorzüge“ in deren Genuß nur Patienten wie Karl kommen (oder kommen sollten/können). Zum Beispiel ein verkürzter stationärer Aufenthalt mit „Sportlerreha“ oder ambulante „Drive-In-Eingriffe“, reduziertes OP-Risiko, verkürzte Heilungsdauer usw." Mir ging es um den Subtext des Artikels respektive der erhobenen Zeigefinger, Sie gehen da ja mit Ihrer o.g. Forderung noch einen aus meiner Sicht ethisch nicht tragfähigen Schritt weiter in dem Sie reduziertes OP Riskio nur Ihrem Karl Patienten zuordnen. Die Mensche die so leben wie der Schnitzelgeniesser sind mir Ihrem Übergewicht und den zahlreichen anderen Begleiterkrankungen hinreichend geschlagen, da muß "die Gesellschaft" nicht noch zusätzlich über die eh schon vorhandene soziale Ächtung hinaus, die im übrigen auch nicht so ganz problemfrei ist, handeln bzw. verurteilen. Wenn Selbstaufwertung nur über die Abwertung anderer läuft sollte man vielleicht mal eher über sich selber als über die Anderen nachdenken.
#17 am 08.11.2017 von Klaus Samer (Gesundheits- und Krankenpfleger)
  8
Gast X
@Herr Samer: also ich habe das anders verstanden. Meinem Verständnis nach geht es nicht um Rationierung der Medizin, denn schließlich bekommt jeder seine neue Hüfte. Niemandem wird etwas vorenthalten noch wird hier der Ruf danach laut. Allerdings gibt es bestimmte „Vorzüge“ in deren Genuß nur Patienten wie Karl kommen (oder kommen sollten/können). Zum Beispiel ein verkürzter stationärer Aufenthalt mit „Sportlerreha“ oder ambulante „Drive-In-Eingriffe“, reduziertes OP-Risiko, verkürzte Heilungsdauer usw. Ich bin sicher auch unser multimorbider schnitzelessender Bierbauchträger bekommt eine neue Hüfte und die braucht er auch, denn wenn zusätzlich zu den anderen Gebrechen auch noch immobilisierende Hüfteschmerzen kommen stehen seine Chancen für ein nachhaltiges Lifestyle-Changing denkbar schlecht. Doch für ihn wird es vermutlich ein viel riskanterer Eingriff mit verlängerter Genesung, eine Geriatrische Reha und ein schlechteres Outcome. daran kann er dann nur sich selbst die Schuld geben.
#16 am 08.11.2017 von Gast X (Gast)
  0
Gast
Wir leben ja sooo gesund! Und wir fordern, dass alle anderen Mitmenschen das genau so tun. Der Eine trinkt drei Bier zum Schnitzel, der Andere hat viel zu viel Stress durch 24 Stunden-Schichten etc. Hauptsache, der erhobene Zeigefinger, denn wir haben ja studiert!
#15 am 08.11.2017 von Gast
  9
Indirekt wird ja hier die Rationierung der Medizin auf Grund nichtgesunden Verhaltens besprochen und der moralische Zeigefinger erhoben. Das Problem mit solcherart Diskussion ist nur das die die das am lautesten fordern gerne die eigene gesellschaftliche Gruppe ausblenden. Es gibt nämlich nicht nur die hier geschilderten stereotypen Personen sondern auch den sich selbst als gesellschaftlichen Leistungsträger definierenden Menschenschlag. Bei letzterem darf es dann gerne mal zum Streßabbau die gesellschaftlich sanktionierte Droge Alkohol oder irgendetwas aus dem Sortiment des nicht frei verkäuflichen Spektrums sein. Manchmal behandeln diese Menschen dann auch noch andere wenn die Streßkiller noch nicht abgebaut sind. Der rauchende Arzt ist ja auch nicht gerade eine Seltenheit. Alle diese Laster haben natürlich gesundheitliche Auswirkungen und Kosten die Gesellschaft Geld. Das gilt auch für den "Leistungsträger" als Patienten.
#14 am 08.11.2017 von Klaus Samer (Gesundheits- und Krankenpfleger)
  4
Gast
#12 Wenn schon, denn schon: "Vivamus hodie"
#13 am 08.11.2017 von Gast
  0
Gast
#10! Entweder zynisch gemeint oder ganz andere Meinung. Für Sie ist Darben, wenn man sich gesund ernährt und seinen Körper fit hält? Gewonnen hat der Dicke mit der Leberzirrhose, Komplett- Gelenkersatz, Herzinfakt, Raucherhusten und Bluthochdruck? O tempora o mores!
#12 am 08.11.2017 von Gast
  4
Gast
Sie sollten sich beim Essen auf Ihren Tisch und Ihre Tischgenossen beschränken. Wer seine Mahlzeiten nicht genießen kann, ist selbst ungenießbar. Gesund ist anders.
#11 am 08.11.2017 von Gast
  20
Gast
Na und wer hat am "Ende" besser gelebt? Immer nur darben - für was denn?
#10 am 08.11.2017 von Gast
  9
Facharzt
An den Auswirken der Flatrate- Versorgung ist doch nicht die Medizin schuld! Die Verantwortung liegt in der Gesellschaft, der Politik. Na klar, der Müll wird weggeräumt, wenn ich ihn aus dem Autofenster werfe. Aber muss man es deswegen machen? Und hat das dann der Entsorger installiert? Das sehe ich anders als Sie, Herr Licht.
#9 am 08.11.2017 von Facharzt (Gast)
  1
Die Autorin ist ehrlich überrascht. Hier in Berlin sind Rollatoren „in“ und elektrische Rennstühle werden täglich mehr. Die wollen demnächst eigene Rennstreifen, auf denen radfahren verboten ist, weil die Radler zu lahm unterwegs sind. Die medizinische allround-versorgt-sein-Haltung hat doch die Medizin unkritisch selbst installiert. Alles geht, kein Problem, Mega-Macho Harry Stamper wird‘s schon richten.
#8 am 08.11.2017 von Karl-Heinz Licht (Medizinjournalist)
  0
Gast
Natürlich geht es uns allen gut. Aber manchmal wünsche ich mir schon bei vielen Menschen, dass sie mehr Eigenverantwortung übernehmen und sich nicht immer auf unser Sozialsystem verlasen. Aber die Protagonisten leiden ja auch unter ihrem Lebenswandel, die Gesellschaft kostet es "nur" Geld. Und davon haben wir ja offensichtlich genug.
#7 am 08.11.2017 von Gast
  0
Gast
Nun seien sie doch alle nicht so streng mit den Stereotype Wohlstands-Deutschen - es geht doch allen ganz gut dabei. Oder?
#6 am 08.11.2017 von Gast
  9
Gast X
Tja, es gibt eben auch Menschen wie diesen Karl: war schon vorher topfit, ist viel draußen, geht gerne wandern, erledigt viel zu Fuß, hat bestimmt auch eine vorbildliche Reha absolviert... Danke für solche Patienten. Für die darf es dann auch gerne eine "Hüfte-to-go" sein. Aber dass das bei einem weniger aktiven und mit diversen Vorerkrankungen belasteten Patienten eben nicht so einfach und unkompliziert geht muss man auch klar und direkt kommunizieren.
#5 am 08.11.2017 von Gast X (Gast)
  1
Medizin als Konsumgut - beim Bäcker kaufe ich mein Brot, beim Arzt die Gesundheit. Wenn das Brot nicht schmeckt, ist der Bäcker schuld und wenn der Arzt für die Folgen von Rauchen, Couchpotatoedasein, Alkohol und Maßlosigkeit keine "Panazee" verschreibt, sondern den Patienten zur Änderung des Lebenswandels motiviert, hat er keine Ahnung.
#4 am 08.11.2017 von Dr. rer.nat. Stefan Graf (Biologe)
  1
Wozu habe ich denn meinen Kassenpflichtbeitrag bezahlt? Dafür kann ich ja wohl auch verlangen, daß ich Vollkasko behandelt werde. Mein Privatleben, Ernährung,Sport? und so, geht SIE gar nichts an, Herr Doktor. Machen Sie mal Ihre Arbeit. Sie verdienen doch dadurch; und damit Feierabend. So sieht die Welt vieler Patienten heute aus! Kollegiale Grüße!
#3 am 07.11.2017 von Dr. med. Dieter Mehlhorn (Arzt)
  4
Gast
Genau so sieht es aus. Kein bisschen selbst auf sich achten weil die moderne Medizin richtet es schon wieder... das ist als würde man aufs Anschnallen verzichten und nachts ohne Licht fahren mit der Begründung dass einem in diesen supersicheren neuen Autos mit all den Airbags sowieso nichts passieren kann... und wenn es schief geht? Na dann hat eben der arrogante Onkel Doktor gepfuscht, ist doch klar. Ich kann mich noch an orthopädische Kollegen erinnern die zu solchen Patienten gesagt haben „bevor Sie nicht mindestens 15 kg abgenommen haben kann ich sie nicht operieren, dafür müssen sie topfit sein. Wir sehen uns nächstes Jahr“ Aber natürlich wurde diesen Kollegen mit dem DRG-System, der Gewinnmaximierung in Kliniken und der „Selbstbestimmung“ des Patienten der dann einfach woanders hin geht wo man sich einen Dreck für das Outcome interessiert sondern einfach drauflosoperiert der Wind aus den Segeln genommen.
#2 am 07.11.2017 von Gast
  2
Auch die moderne Medizin mit all ihrer tollen Technik kann nicht alles glattbügeln, sondern die Folgen total ungesunder Lebensweise mit zuviel und falschem Essen bei gleichzeitig zu wenig oder keiner Bewegung nur eine Weile kaschieren. Diese Leute denken dann, der Doktor wird es schon richten und das, wenn es geht, möglichst ohne Eigenanteil. Da wird eine Reha schon zur ungeliebten Folgeerscheinung, die, sobald wieder zu Hause angekommen, schnell abgehakt und vergessen wird. Nicht Gesundheit, die man sich mit Eigenanstrengung erhalten muß, sondern Wellness ist der Trend.
#1 am 07.11.2017 von Robert Wagner (Heilpraktiker)
  3
Hier klicken und Medizin-Blogger werden!
Ich habe viel zu tun, das ist es nicht. Aber ich werde plötzlich kreativ, bastel an Ideen, Überlegungen, spinne mehr...
Gleiches Spiel, ähnlicher Gesang, ähnliche Tonart, anderer Rhythmus. Eine weitere Patientin steht mit den mehr...
Zur Zeit wünschte ich mir diese Zertifizierung. Naja, nicht die Zertifizierung an sich, aber unbedingt den Geriater mehr...

Disclaimer

PR-Blogs innerhalb von DocCheck sind gesponsorte Blogs, die von kommerziellen Anbietern zusätzlich zu den regulären Userblogs bei DocCheck eingestellt werden. Sie können werbliche Aussagen enthalten. DocCheck ist nicht verantwortlich für diese Inhalte.

Copyright © 2018 DocCheck Medical Services GmbH
Sprache:
DocCheck folgen: