Datenklau bei österreichischer Krankenkasse

28.09.2011
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So viel zur Sicherheit

Die österreichische Hackergruppe Anonymous ist in den Besitz von über 600.000 Datensätzen der Tiroler Gebietskrankenkasse gelangt. So, wie es klingt, mussten die Computerfreaks sich nicht einmal großartig anstrengen. Denn nach eigener Aussage sind sie über die Daten gestolpert, als sie das Paket bei einem Onlinespeicherdienst entdeckt haben. Da liegen also sensible Patientendaten einfach so in einer Internet-Datenwolke, eine Wolke vor der jeder Privatmensch hinreichend gewarnt wird, weil die Daten dort nicht sicher sind.

600.000 Versicherte müssen jetzt darauf vertrauen, dass die Hacker Wort halten, denn sie haben angegeben, die Daten nicht nutzen zu wollen. Ein netter Zug. Vielleicht netter sogar, als die scheinheilige Aussage eines führenden Vertreters der TGKK, die Hacker wären nicht in den Besitz vertraulicher Daten gelangt. Fragt sich, wer ist hier eigentlich der Feind. Dazu auf der Website der Krankenkasse von heute Nachmittag kein Wort.

Vorfreude auf die elektronische Gesundheitskarte in Deutschland

Da können wir uns in Deutschland auf den Zeitpunkt freuen, wenn mit der neuen eGK, Informationen wie Dauerdiagnosen, Medikamenteneinnahme, zurückliegende Operationen und dergleichen mehr gespeichert werden können. Aber das soll ja alles gar nicht sein - erstmal.

Wer hat, der hat

Übrigens, neueste Zahlen verraten die immensen Kosten der Einführung der neuen elektronischen Gesundheitskarte. Allein auf Seiten der Krankenkassen und der Ärzte verschlingt die neue Karte je 150 Millionen Euro, macht 300 Millionen Euro, nicht eingerechnet die Entwicklungskosten, die nochmal in gleicher Höhe zu Buche schlagen sollen. Summa summarum mehr als eine halbe Milliarde Euro Kosten.

Artikel letztmalig aktualisiert am 20.06.2013.

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