Was tun wenn die Arbeitskraft ausfällt?

25.10.2017
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Eine Berufsunfähigkeit kennzeichnet einen Zustand, bei dem berufstätige Menschen ihrer Arbeit durch physische oder psychische Erkrankungen nicht mehr nachgehen können. Die Berufsunfähigkeit muss sich in einem direkten Zusammenhang zum jeweiligen Beruf befinden.

Das Risiko ist hoch: aktuellen Statistiken zufolge ist jeder vierte Angestellte im Laufe seines Lebens mindestens einmal von einer Arbeitsunfähigkeit betroffen.

 

Zahlreiche Krankheiten führen zum dauerhaften Verlust der Arbeitskraft

 

Klassische Ursachen für den Ausfall der eigenen Arbeitskraft sind Unfälle, Nerven- und Krebserkrankungen oder Krankheiten, die sich auf den Bewegungs- und Skelettapparat oder Herz- und Gefäßsysteme auswirken. Häufig treten Erkrankungen, die eine Berufsunfähigkeit verursachen, schleichend ein. Zur Gefahr für das persönliche Wohlbefinden entwickeln sich die Erkrankungen dann, wenn Betroffene mögliche Konsequenzen nicht richtig einschätzen. Schlimmstenfalls droht bei einer Berufsunfähigkeit ein sozialer Abstieg, der finanzielle Notlagen verursacht. Ein geregeltes Einkommen fällt weg. Deshalb ist es wichtig, bereits bei ersten Anzeichen in den Körper hinein zu hören.

 

Erhöhte Risiken für bestimmte Berufsgruppen

 

Fällt die Arbeitskraft auf Dauer oder für einen längeren Zeitraum aus, muss dieser Krankheitszustand ärztlich attestiert sein. Zumeist basiert die Arbeitsunfähigkeit auf einer bestimmten Tätigkeit, der im Berufsleben nachgegangen wird. Bandscheibenvorfälle treten besonders häufig bei Patienten und Patientinnen auf, die häufig schwere Lasten tragen müssen. An psychischen Erkrankungen leiden insbesondere die Menschen, die stetig erhöhtem Stress ausgesetzt sind. Risikogruppen für psychische Krankheiten sind nicht nur Pflegekräfte und Manager. Auch Selbständige und Freiberufler leiden oft unter dem Druck, der durch finanzielle Unsicherheiten auf ihnen lastet.

 

Deshalb verwundert es nicht, dass als Grund für eine Berufsunfähigkeit vermehrt Depressionen oder das Burnout-Syndrom angegeben werden. Das Burnout-Syndrom ist häufig die Folgestufe einer Depression, die auf einer kompletten psychischen Überlastung und körperlichen Erschöpfung basiert. Treten zusätzliche Symptome wie Niedergeschlagenheit oder Konzentrationsunfähigkeit auf, führt ein Burnout-Kollaps vermehrt zur Berufsunfähigkeit. Deshalb wird Freiberuflern, Selbständigen oder in einem Angestelltenverhältnis befindlichen Personen angeraten, ganz genau in sich hineinzuhören. Wer auf erste Vorzeichen achtet und sich regelmäßig in ärztliche Behandlung begibt, verringert das Risiko einer Berufsunfähigkeit.

 

Die häufigsten Ursachen: psychische Erkrankungen und Probleme des Skelettsystems

 

Sind psychische Leiden die aktuell häufigste Ursache einer Berufsunfähigkeit, folgen an zweiter Position Erkrankungen des Skelett- und Bewegungssystems. Auffallend hoch ist bei jüngeren Berufstätigen das Risiko, durch einen Verkehrsunfall berufsunfähig zu werden. Insbesondere Mediziner wird es nicht verwundern, dass über 50-jährige Versicherungsnehmer zunehmend wegen Herz- und Gefäßerkrankungen berufsunfähig werden. Krebs ist eine weitere Erkrankung, von der Angestellte und Selbständige im zunehmenden Alter betroffen sind.

 

 

Artikel letztmalig aktualisiert am 27.10.2017.

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Allgemeinmedizin
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