Von Gift und Heilmittel

23.10.2017

m_1508751292.jpg

Um für einmal als Apotheker nicht Paracelsus zu zitieren, sondern … Casanova!

Gift in den Händen eines Weisen ist ein Heilmittel, Ein Heilmittel in den Händen eines Toren ist ein Gift…

Wahre Worte im Zusammenhang mit Medikamenten … die eben keine normalen „Konsumgüter“ sind, so gerne manch Detailhandel das im Sortiment sehen will (Ich schau‘ Dich an, Migros!). Was Medikamente im Supermarkt für Folgen haben können, sieht man gut in den USA:  Dort sind die Hälfte aller Dialysepatienten deshalb ebensolche, weil sie zu viele Schmerzmittel im Lauf ihres Lebens eingenommen haben. In Kalifornien brauchen 70 Kleinkinder jährlich eine neue Leber, weil die Eltern das Schmerzmittel zu hoch dosiert haben.

Ibuprofen und Paracetamol und Aspirin im Supermarktregal – womöglich auch noch in der günstigeren Grosspackung … und die Leute verlieren den Respekt vor diesen doch potentiell gefährlichen Mitteln. Die Dosis macht das Gift. Und die richtige Anwendung – im Zusammenhang mit dem dahinterstehenden fachlichem Wissen und Beratung in der Apotheke machen aus einem potentiellen Gift ein Heilmittel.

Medikamente gehören in die Apotheke und nicht in den Supermarkt.

Nur damit das auch mal wieder gesagt ist.

Artikel letztmalig aktualisiert am 23.10.2017.

28 Wertungen (1.89 ø)
534 Aufrufe
Pharmazie
Um zu kommentieren, musst du dich einloggen. Einloggen
Gast
Glaubt man der CASANOVA-Biografie https://de.m.wikipedia.org/wiki/Giacomo_Casanova auch nur zu einem geringen Teil, muss man zur Überzeugung gelangen, dass dieser notorische Lügner, Schmeichler, Sexist, Gaukler, Hochstapler, Schürzenjäger, Lebemann und Angeber des 18. Jahrhunderts sich nun wirklich nicht zum Kronzeugen für die Notwendigkeit eines zivilisierten Apothekenwesens eignet. Eher für das Gegenteil!
#3 am 03.11.2017 von Gast
  0
Gast
Oh Gott, ausgerechnet CASANOVA! Ein Vertreter der Gattung Homo sapiens, der meint: "Fighting for Pharmacology is like Fucking for Virginity"?
#2 am 28.10.2017 von Gast
  1
Gast
Ich erinnere mich sehr gut an meinen ehemaligen Chef der gerne einmal Fälle mit Gerichtsurteilen mitbrachte um uns einzuschärfen wie wichtig es ist dass wir maximaldosen auf Entlassbriefe schreiben. dass Paracetamol beim Erwachsenen eine Tages-Maximaldosis von 4g hat wissen zum Beispiel viele nicht. Es gibt gewiss zeugs was man im großhandel anbieten kann (ich schaue auf Vitamine, Nahrungszusätze, Hustenbonbons u.s.w. obwohl da auch viel schindluder betrieben wird) Aber ich stimme zu dass Medikamente, gerade Schmerzmittel und andere dieser Sorte, einfach in eine Apotheke gehören. Und wenn es dafür ist dass den Leuten nochmal eingeschärft wird was wofür und wie viel eingenommen werden darf.
#1 am 24.10.2017 von Gast
  3
Hier klicken und Medizin-Blogger werden!
Ich habe ein Arzt-Problem. Was … ungewöhnlich ist. Tatsächlich komme ich mit den meisten Ärzten in der Umgebung mehr...
Ein Aufruf an meine Leser – nicht nur die in Deutschland. Bitte unterstützt die Vor-Ort Apotheke indem ihr an mehr...
Es hat etwas seltsames, wenn Ärzte Zuckerpillen verschreiben – fand auch Ben Goldacre von Bad Science. Er hat mehr...

Disclaimer

PR-Blogs innerhalb von DocCheck sind gesponsorte Blogs, die von kommerziellen Anbietern zusätzlich zu den regulären Userblogs bei DocCheck eingestellt werden. Sie können werbliche Aussagen enthalten. DocCheck ist nicht verantwortlich für diese Inhalte.

Copyright © 2018 DocCheck Medical Services GmbH
Sprache:
DocCheck folgen: