Ein Notarzt, der Angst vor Fentanyl hat?

16.10.2017
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Es ist jetzt ein paar Wochen her, da musste ich als Notarzt zu einem Unfall in eine ländliche Gegend. Wir wurden vom bodengebundenen Notarzt zu einem Verkehrsunfall nachgefordert: Roller gegen PKW. Es war noch einer von diesen relativ lauen Sommerabenden, sodass man den Patienten schon von weitem durch das geöffnete Fenster schreien hörte.

Bei erster Inspektion bot sich mir eine offene Unterschenkelfraktur beidseits dar, die Beine waren wohl unter die Reifen gekommen. Nach kurzer Begrüßung bat ich den HEMS (den Rettungsassistent der Luftrettung), er möge mir etwas Fentanyl aufziehen – auch, um hier etwas Ruhe reinzubekommen, eine normale Konversation war unter diesen Umständen kaum möglich.

Als hätte ich den Beelzebub persönlich ausgepackt, starrte mich die Besatzung des RTWs und der Notarzt an. FEN-TA-NYL??? Also, das würde man hier nur sehr ungern sehen. Das wäre ja ein hochproblematisches Medikament und man würde hier ja andere Schmerzmittel bevorzugen …

Ich wies auf den Patienten, der sich nun schon seit mindestens 20 Minuten krümmte, immerhin waren wir nachgefordert worden, und sagte: „Ja, dann hätten Sie doch mal besser irgendeins ihrer bevorzugten Medikamente gegeben!“. Diese Aussage brockte mir eine Beschwerde ein und erforderte meinerseits eine Klarstellung der Zentrale gegenüber.

Wer erlaubt diesen Menschen, Notärzte so auszubilden?

Der andere Notarzt hatte es sich nicht nehmen lassen, sich bei der Filialleitung über uns zu beschweren und holte auch nochmal ganz weit aus. Er hätte ja auf dem Notarztkurs gelernt (!), dass Fentanyl ein sehr gefährliches Medikament und für die Schmerztherapie im Rettungsdienst völlig ungeeignet sei.

Da frage ich mich allen Ernstes: Wer erlaubt diesen Menschen, Notärzte so auszubilden? Und was empfehlen die dort in diesem Kurs denn stattdessen als Schmerzmittel der Wahl? Was soll man bei einer offenen Unterschenkelfraktur nehmen? Novaminsulfon und Co. verbieten sich von selbst, das ist inadäquat. Wir reden hier von Schmerzen, nicht von Wehwehchen. Piritramid? Befindet sich nicht auf dem Wagen. Bleibt noch Morphin. Ein wirklich schönes Medikament beim Lungenödem, beim Herzinfarkt und auch in der chronischen Schmerztherapie. Aufgrund der vielfältigen Nebenwirkungen und der unpraktischen Handhabung (für das Äquivalent von 0,5 mg Fentanyl wären das im Rettungsdienst 5 Ampulen à 10 mg Morphin) aber eher unpraktikabel.

Es ist aber auch nicht so, dass dann statt des bösen Fentanyls ein äquivalentes Medikament in entsprechender Dosierung gegeben worden wäre. Von mir aus hätten es auch Midazolam und Ketamin getan, sicher in der Anwendung mit hoher therapeutischer Breite. Aber irgendetwas wäre schon klasse gewesen.
Gehandelt wurde hier nach dem Motto: Wer Schmerzen hat, schnauft und wer schnauft, ist nicht tot, da muss der Patient jetzt durch, er hat ja angefangen. Es wäre ja noch kein Mensch an Schmerzen gestorben, aber schon viele an Ateminsuffizienz.

Schmerzen lindern in der Not

Wenn man keine Ahnung von einem Medikament hat, lässt man besser die Finger davon. Einfache Regel. Ich mische auch keine Chemotherapeutika zusammen. Aber Notärzte sollten unbedingt Ahnung von Fentanyl haben. Lehre bedeutet auch Verantwortung und ich halte es für verantwortungslos, so auszubilden, dass die Kursteilnehmer anschließend Angst vor Fentanyl haben. Respekt ist in Ordnung, Angst ist fehl am Platz, insbesondere wenn ich als Notarzt gerufen werden. 

Wenn ich als Not(!)arzt den Piepser in die Hand nehme, für professionelle erste Hilfe (viel) Geld bekomme und mit dem kleinen blinkenden Auto zum Notfallpatienten rase, dann muss ich doch einen Plan haben, wie ich echte Schmerzen richtig lindern kann, das ist immerhin die urälteste Berufung aller Mediziner. Und wenn dieses Vorhaben den Einsatz eines Opioids erfordert, dann erwarte ich von jedem Notarzt, dass er das auch sicher beherrscht – inklusive aller weiteren notwendigen Therapiemaßnahmen.  

Wenn man keine Ahnung von Schmerztherapie, Narkose und Atemwegssicherung hat, gibt es zwei Möglichkeiten. Den Notarztpiepser niemals (wieder) in die Hand nehmen oder mit Workshops und einer Hospitation oder – besser noch – Rotation in die Anästhesie die technischen Fertigkeiten und den Umgang mit starken Analgetika wirklich lernen.

Es ist nicht sehr kompliziert, aber es ist auch nicht mit drei morgendlichen Runden im OP getan, sonst könnte es ja jeder. Wer den Umgang mit Fentanyl, Tubus & Co nicht sicher beherrscht, gehört als Arzt nicht in den Rettungsdienst. Oder anders formuliert: Welche konkrete Hilfe kann ich von einem Arzt erwarten, der keine Ahnung von Narkose, Analgesie und Atemwegssicherung hat?  

Opiate und Opioide: Segen oder Fluch?

Thomas Sydenham, lebte von 1624–1689, und gilt als „englischer Hippokrates“. Er war ein Arzt und Grundlagenforscher, der unter anderem Erstbeschreiber der Chorea Minor ist. Er hatte zum Thema Schmerztherapie Folgendes zu sagen:

„Ich kann nicht umhin, Gott für seine Güte zu danken, dass er der leidgeplagten Menschheit zur Linderung Opiate gegeben hat; kein anderes Mittel vermag mit einer gleichermaßen durchschlagenden Wirkung eine große Anzahl von Krankheiten erfolgreich zu behandeln oder sogar auszumerzen.“

Was Thomas Sydenham hier so überschwänglich lobt, nennt sich Opium, die Grundlage für unsere moderne Schmerztherapie. Opium ist Mohnsaft, gewonnen durch das Anritzen unreifer Samemkapseln des Schlafmohns. Bereits 4.000 v. Chr. wurde Schlafmohn zur Herstellung pharmazeutischer Produkte als Nutzpflanze eingesetzt und gilt somit als eine der ältesten Kulturpflanzen überhaupt.

Erst Jahrtausende später, nämlich 1804, konnte Morphin neben 37 anderen Alkaloiden als eigene Substanz im Schlafmohnsaft isoliert werden. Die Forschung machte große Fortschritte und dem natürlichen Opiat Morphin folgten die künstlich hergestellten Opioide. Diese wuchsen nicht mehr in Pflanzen, sondern in Reagenzgläsern.

Von analgetischen Potenzen

Dr. Paul Janssen war hier federführend. Sein Team erkannte das enorme Potenzial geringfügiger Modifikationen bekannter Wirkstoffe. Hierzu sei auch die überaus spannende Kurzbiografie von Dr. Paul Janssen empfohlen. Janssen gilt als der Thomas Edison der Medizin. Ein begnadeter und unermüdlich forschender Mediziner, der zu Lebzeiten nicht nur etliche Male für den Nobelpreis nominiert wurde, sondern auch hunderte Medikamente erfand. Unter anderem Fentanyl (Durogesic), Piritramid (Dipidolor), Sufentanil (Sufenta) und Alfentanil (Rapifen). Die hat alle dieser eine Mann erfunden und das innerhalb kürzester Zeit.

Fentanyl, Sufentanil und Alfentanil sind allesamt künstliche Abkömmlinge des Opiums. Sie sind dem Opium ähnlich (-„id“) und wirken unterschiedlich stark. Verglichen wird die analgetische Potenz, also die Wirkstärke des Schmerzmittels, mit Morphin. Eine Liste zur Übersicht:

Fentanyl als Droge

Und weil Junkies immer auf der Suche nach dem Rausch sind, dem neuen Kick, der einen Substanz, sprach sich irgendwann vor ein paar Jahren herum, dass man doch auch mal etwas anderes als Heroin versuchen könnte. Einige waren vielleicht auch nur auf der Suche nach Heroin und bekamen von ihrem Dealer alternativ Fentanyl angeboten. Ein User beschreibt Fentanyl im Vergleich zu Heroin als „It’s like going from being slapped by a pillow to hit by a train“.

Wer damit anfing und warum man auf Fentanyl kam, dazu gibt es verschiedene Theorien. Fakt ist, dass Fentanyl den nordamerikanischen Drogenmarkt überschwemmt, Eltern, PilotenKünstler (Prince) und tausende andere getötet hat und über Großbritannien auch Europa erreicht hat und mittlerweile in Bayern angekommen ist. Ein riesengroßes Problem, das auf uns zurollt und in den USA bereits zum nationalen Notfall erklärt wurde.

Gefährlich ist nicht die Schmerztherapie

Dieser Einsatz von Fentanyl ist brandgefährlich. Nicht die Schmerztherapie im Rettungsdienst. Die Anwendung eines hochpotenten Analgetikums durch hochqualifiziertes Personal. Wir wurden dafür ausgebildet und sind zur Anwendung dieser Heilkünste zum Wohle des Patienten verpflichtet. Davor sollte man Respekt haben – hui, da war sie jetzt, die große moralische Keule.

Ich habe im Übrigen die Erfahrung gemacht, dass ein Patient mit so starker Schmerzquelle nach adäquater Gabe von Fentanyl noch genügend Atemantrieb hat. Eine Narkose und Atemwegssicherung ist in den seltensten Fällen wirklich nötig, muss aber natürlich vorgehalten werden.

In der Anästhesie setzen wir Fentanyl intravenös eigentlich nur während einer Operation ein, um Patienten wirklich komplett schmerzfrei zu machen. Es wirkt etwa 120 Mal stärker als Morphin, weshalb nach der Gabe einer entsprechenden Menge Fentanyls eine Atemwegssicherung bereit stehen und der Patient beatmet werden muss.

Außerdem erhalten einige Patienten im Rahmen spezieller schmerztherapeutischer Programme Schmerzpflaster mit Fentanyl. Diese werden aufgeklebt und geben den Wirkstoff kontinuierlich mehrere Tage lang über die Haut ab.

Wenn der Kick ausbleibt …

Irgendjemand kam dann aber wieder mal auf dumme Gedanken und fing an, diese gebrauchten Pflaster aus dem Müll zu fischen, auszukochen und den Sud zu spritzen.

Als wäre das alles nicht schon furchtbar genug, legen die Dealer noch einen drauf. Sie haben die relative Potenz für sich entdeckt. Wenn ein Wirkstoff 120 Mal stärker wirkt, brauche ich schließlich nur noch 1/120 der Menge für die gleiche Wirkung. Kokain wird grammweise verkauft, Heroin ebenfalls. Fentanyl wird hingegen milligrammweise verkauft.

… dann gibt es noch hochgefährliches Carfentanyl

Weil es aber immer noch ein bisschen extremer geht, wird neuerdings Carfentanyl vermischt. Carfentanyl hat eine relative Potenz von 10.000. Es wird in der Humanmedizin nicht eingesetzt, weil es nicht sinnvoll zu verdünnen ist. In der Tiermedizin wird es (als Wildnil) zur Betäubung von Großtieren wie Eisbären und Löwen genutzt.

Und dieses veterinärmedizinische Turboanalgetikum mixen findige Dealer jetzt dem Fentanyl bei. Ein einziges Milligram Carfentanyl reicht für hunderte bis tausende Einheiten, die an Drogenabhängige weiterverkauft werden können. In seiner Potenz schlummert aber auch die Gefahr. Carfentanyl ist so potent, dass bereits wenige Mikrogramm in der Luft ausreichen, um eine entsprechende Wirkung zu entfalten.

Im Klartext: Das Pulver ist so stark, dass bereits eine normale Umfeldkontamination von Gepäck oder ähnlichem hochgefährlich ist. Es soll schon Drogenfahnder gegeben haben, die bereits durch Berührung lebensgefährlich erkrankten und Drogenhunde, die sich im wahrsten Sinne des Wortes fast zu Tode geschnüffelt haben.

Mit Carfentanyl in den Kampf

In Amerika wird Carfentanyl mittlerweile nicht mehr nur als Droge, sondern als Kampfstoff geführt. Das passt auch ganz gut. Denn bei der Befreiung der Geiseln, die 2002 während des Überfalls auf das Moskauer Dubrowka-Theater genommen wurden, wurden Geiselnehmer wahrscheinlich mit einem Carfentanylgemisch betäubt. Genau weiß man es nicht. Leider starben auch 130 Geiseln, 125 davon durch die möglicherweise unzureichende medizinische Versorgung. Die Geiseln waren durch das Carfentanylaerosol wahrscheinlich schlicht apnoeisch geworden, eine simple Maskenbeatmung hätte diese Leute womöglich überleben lassen. Oder Naloxon, das gibt es mittlerweile auch als Spray, wegen der Hunde.

Ach ja, erwähnen sollte man noch Ohmefentanyl. Das hat – je nach Isomer – eine bis zu 50.000-fache relative Potenz und gilt als das stärkste Opioid. Nur damit keiner sagt, ich hätte es nicht erwähnt.

 

Bildquelle: (Das Bild dient nur als Symbolbild. Es zeigt nicht den tatsächlichen Unfall) Martin Vogler, flickr

Artikel letztmalig aktualisiert am 24.10.2017.

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Gast
Also das Thema Opiate/Opioide muss gut dialektisch durchdacht werden:Was hier ständig als Contra vorgebracht wird, nämlich die mögliche Suchtgefahr, gehört nicht in den Bereich der Notfallmedizin.Das bestätigten zig Stimmen, dass im Notfall schwerer Schmerzen diese Arzneidroge nicht verweigert werden darf.Auch der Hausarzt kann bei einem schweren Fall plötzlich zum Notarzt werden:Darf dann die Angst vor einer möglichen Sucht ihn davor abhalten, ein wirksames, potentes Analgetikum aus dem Kreise der Opioide zu verordnen: Ich sage nein. Darf sogar einem , der etwa mal mit Drogen Probleme hatte, eben deswegen ein Opioid, sofern er einen Unfall hatte oder plötzlich starke Schmerzen bekam, einfach vorurteilhaft das verweigert werden? Nein.Solche Vorurteile stifteten nur Schaden und führten nicht zum Heilerfolg. Das geht nicht.Wo es nicht mehr um die analgesie, sondern plötzlich nur noch um die gefahr einer Sucht geht,werden Zweifel aufkommen.Und die sind bei der ganzen Historie angebracht.
#150 vor 27 Tagen von Gast
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Leider sind BTM Medikamente noch immer sehr angstbesetzt.Hier bedarf es Aufklärung.
#149 vor 28 Tagen von Gast
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Kurzer Schluß: Das geht nicht an , dass ein Notarzt Angst vor Fentanyl haben je dürfte. Das geht nicht.
#148 vor 28 Tagen von Gast
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#142 Atemstillstand oder Atemdepression Ich weiß nicht, wann es jemals zu einer Atemdepression oder schlimmer noch einem Atemstillstand je kam:Ich weiß nur, dass ,wenn jemand schwer erkrankte, ihm gegenüber eine Atemdepression schon immer willkommen war-was anderews kenne ich nicht.(Freilich, wer äußerst atemgeschwächt ist, sollte kein atemdepressorisisches Morphium abgekriegt haben).Ich wiederhole nochmals:Eine Atemdepression kann hochwillkommen sein.Wo der Atem sehr hektisch ist, hilft eine Atemschwächung medikamentös.Denken wir auch an meditative Praktiken der Schwächung, Abflachung des Atems:Dann kämen pharmazeutische Hilfen gerade recht.Ich habe das selbst erlebt:Mußte extrem meinen Atem abschwächen und kontrollieren.Sage nix mehr dazu.Sage nur, dass ich ein Liebhaber , ein Verehrer von Pharmaka bin:Sollte mir das verweigert worden sein, sage ich nichts mehr dazu.
#147 vor 28 Tagen von Gast
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Gast
#137 Da kann man hingehen, wohin auch immer : Husserl, dieser Philosoph, stellte klar die erkenntnistheoretischen Verhälttnisse zwischen Phänomenologie ((hier:Pharmazie, Medizin eben)und Logik : Und es kann nicht sein, dass wer ins Erkennen der Wahrheit kommen will, daran vorbei ginge:Das ging noch nie.Alle Empirie will durchdrungen sein von der Logik.Die totale Realwissenschaftliche Erkenntnis kann auf die Logik nicht verzichten, um real zu bleiben.Die Logik ist das Wirkliche und Wahre des Realseins:Anders geht es ja gar nicht.Nur: Die Empirie schlittert ganz schön rum.Muß ich mich dafür nun entschuldigen? Ach nein, meine Geliebten werde ich schon mal wieder Treffen beim Wahrheitsuchen.
#146 vor 28 Tagen von Gast
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Gast
Ich kann auch nicht umhin, dem Autor für dieses Zitat zu danken, wo es doch um die Wahrheit im geliebten Gott geht: Ich zitiere darum sehr gerührt nochmals: Thomas Sydenham, lebte von 1624–1689, und gilt als „englischer Hippokrates“. Er war ein Arzt und Grundlagenforscher, der unter anderem Erstbeschreiber der Chorea Minor ist. Er hatte zum Thema Schmerztherapie Folgendes zu sagen: „Ich kann nicht umhin, Gott für seine Güte zu danken, dass er der leidgeplagten Menschheit zur Linderung Opiate gegeben hat; kein anderes Mittel vermag mit einer gleichermaßen durchschlagenden Wirkung eine große Anzahl von Krankheiten erfolgreich zu behandeln oder sogar auszumerzen.“
#145 vor 28 Tagen von Gast
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Gast
#138 Sorry, nicht 1998, sondern freilich so um 1896 wurde Morphium diacetyliert.Das war eine Behandlung von Morphium mit Essigsäureanhydrid.Analog zur Acetylsalicylsäure . Alles ok.1898 lag dann wohl das Jubiläum zu ASS. (Aspirin).Wie gesagt, was mir daran merkwürdig erschien, ist, dass Bayer Heroin als nicht süchtigmachendes Antitussivum anpries, wohingegen Codein damalen noch als süchtig machend galt: Wie wechseln in der Zeit Einschätzungen! Das ist alles vorbei: Selbst Nietzsche wird kein Opium mehr bekommen, als er nach einer Trennung von Lou Andrea Salome schrieb, er werde jetzt so viel Opium nehmen, bis er den Verstand verliere: Und ein Friedrich Schiller wird kein Laudanum mehr kriegen:Dafür giebt es Anderes: Und wenn es das nicht mehr giebt, giebt es wieder was Anderes.Ob das Neue das Alte verbessernd ersetzen wird, zweifle ich allerdings an.Ich bin konservativ: Und werde niemalen behaupten wollen, sdamit immer auch schon im Recht zu stehen.Vorsichtig Wahrheitsfürchtiger!
#144 vor 28 Tagen von Gast
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Gast
#142 Ich bin sehr stark frappiert von der in Deutschland herrschenden Opioidphobie. Ebenso freilich weiß ich um so manche hiergegen aber als sehr gering einzuschätzende Gefahr einer Opioidabhängigkeit. Diese müßte gründlich durchgeprüft werden, stimmt leider- ja leider, sagte ich.Die selteneren Fälle einer Abhängigkeit sollten jedoch keinesfalls diese wirklich guten Analgetika niermachen dürfen.Man rechnet doch überhaupt bei allen Pharmaka ebenso mit Risiken und Unverträglichkeiten. Wirklich gefährlich ist.-weil unwirksam, Paracetamol: Dagegen kriege ich.Wie viele Todesfälle gibt es hierzu: Und wieallzusehre selten gab der Arzt Morphium aufgrund einer Opiatphobie?Dies Thema bleibt hochaktuell- nicht nur , weil in Amerika ein Opioid-Notstand ausgerufen wurde, der sehr ernst zu nehmen ist, bei dem wir aber den wirklich notbedürftigen Patienten mit starken 'Schmerzen nicht gerecht werden.Die Diskussion um Cannabis ziehe ich hier nicht mehr herzu.
#143 vor 28 Tagen von Gast
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Gast
#136 Also ich möchte kurz hinzufügen, dass im Hintergrunde dieses meines Beitrages die dialektische Logik zwischen Quantität und Qualität steht: Hierbei beziehe ich mich auf Hegels "Wissenschaft der Logik", wohlwissend, dass die Logik das Reale total durchdringt und zum Erkennen bringt, welches Sein (Hier: Wohlfühlen in Schmerzfreiheit) bringt. Gute neue Woche allen!
#142 vor 28 Tagen von Gast
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Gast
#136 Ich frage mich, was hierbei zueinander relativiert wird: Quantität oder Qualität oder beides zusammen:Denn hierzu finde ich keine gründlichen Angaben. Unmöglich, 100 mal so viel Morphium zu spritzen wie Fentanyl, oder: ? : Da muss zu rechnen begonnen werden.Eine Dosis Fentanyl kann unmöglich mit 10 Dosen Morphium a´10 mg ersetzt werden: Der Patient wäre tot.Eine qualitativ schmerzbefreiend gleichwirksame Wirkung wäre nie und nimmer erzielt worden: Schmerzfreiheit ist aber eben das, was dem Patienten zuzukommen hat.Na gut: Fazit: Schmerzmedizinisches Fachwissen ist gefragt- nichts sonst.
#141 vor 28 Tagen von Gast
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Es wäre schön zu erfahren, was denn nun bei dieser (zumindest nach Sachverhaltsschilderung) unbegründeten Beschwerde im Ergebnis gefunden wurde. Immerhin hat sich der bodengebundene Notarzt möglicherweise nach § 323c StGB strafbar (unterlassene Hilfeleistung in Garantenstellung) gemacht, denn a) ist die Atemwegssicherung nach den Anforderungen für die Zusatzbezeichnung Notfallmedizin Kernausbildungspunkt und b) sind alternative Atemwegssicherungsmethoden ebenso Ausbildungsinhalt und c) wurde ein zweiter fachkompetenter Arzt angefordert, sodass selbst bei Misslingen einer Intubation die Zeit bis zum Eintreffen des Kollegen sinnvoll technisch und analgetisch hätte überbrückt werden können. Schmerzen über Schweregrad 3 sind nach herrschender Ansicht im Rettungsdienst zu beheben, und zwar adäquat. Eigene Anmerkung: Ich setze bei sowohl Fentanyl und Sufentanyl ein, bei entsprechender Titration kam es noch nie zu einem Atemstillstand.
#140 vor 28 Tagen von Kai Kötter (Arzt)
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Bin 40 Jahre als Arzthelferin unterwegs gewesen. Habe viele idealistische und gute Ärzte erlebt. Es waren nur wenige die unzureichend medizinisches Wissen gehabt hatten. Aber auch Aerzte können nicht alles wissen. Als Notfallmediziner erwarte ich aber keinen Hautarzt o. ähnliches. Dieser Berufszweig erfordert wirklich ganz besondere Ärzte. Mein Dank geht aber an alle Ärzte.
#139 vor 29 Tagen von Gast
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Gast
Diamorphin – besser bekannt als Heroin – hat nur eine 2,5-fache relative Potenz, aber es berauscht in erheblichem Maße. Die Historie dieser Droge ist ziemlich interessant:Es handelt sich um Diacetylmorphin, das damals, so mit Aspirin, was ja auch eine Acetylierung der Substanz beinhaltete,(Acetylsalicylsäure),also dem heutigen ASS, auf den Markt kam. Seltsam, dass damalen, so 1998 oder so, Codein verrufen ward als süchtig machend und Heroin gepriesen wurde als ein Mittel gegen Husten (Antitussivum) gegen Husten, das nicht süchtig mache: Das glaubt heute freilich keiner mehr..Als so was gilt es bis heute freilich nicht mehr. Klar.Dass aber Tramaldol ebenso gut wirksame antitussive Eigenschaften besitzt, lobe ich mir:Las ich ja auch im Lexikon für Pharmazie, herausgegeben von Ebel/ Roth, Würzburg:hrsg. 1987
#138 vor 29 Tagen von Gast
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Gast
Also:Zum Beispiel benötigen wir Tramal (Tramaldol) 100 mg pro Dosis:Dann gilt der Vergleichswert, dass Tramaldol nur ein Zehntel mal so analgetisch wirksam sei wie Morphium: Es geht also gar nicht, zehn mal so hoch Tramaldol zu dosieren, um die gleiche Wirkung wie von 10 mg Morphium zu erlangen: Unmöglich.Ein schwach dosiertertes Analgetikum wird nie und nimmer selbst bei einer hiermit hochtoxischen 10-fachen Überdosierung denselben Effekt erzielen, wie ein wirklich taugliches, potentes Analgetikum: Unmöglich. So eine rechnung würde nie aufgehen, ist unerlaubt.Also Mathematik als logistische Grundlage ist total zum Scheitern hier verurteilt.Und somit wird aus der Empirie einfach ersichtlich, dass eine hohe Dosierung schwach wirksamer Analgetika nichts anderes bewirkt als ein hochtoxisches Gemenge:Also: Wirksame Analgetika in potenter Dosis sind zu verordnen:Wie auch immer.
#137 vor 29 Tagen von Gast
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Gast
Gewiße Zahlen bzw. Proportionen: Ich frage mich, was es im Grunde bedeutet, wenn gesagt wird , dass Fentanyl 100 mal so wirksam wie Morphium sei:Da wurde ich aus all meinen Studien, wenn ich die denn nun hinterfrage, noch nie schlau:Heißt das, dass diese Substanz hundert mal so wirksam wie vergleichsweise das einfache Morhium ist: Also 100 mal besser den Schmerz, unabhängig von der Dosierung in mg, hinwegnimmt, :Oder heißt das nur: Es ist bei einem Hundertstel der Dosierungsmenge ebenso wirksam wie Morphium? Dann wäre Fentanyl nur relativ zur Dosis in mg besser wirksam.Nicht aber absolut.Jede Dosierung besitzt ohnehin ihre Grenze.Es ginge also gar nicht, eine hundertfache Dosis an Morhium einzusetzen: Das wäre ja schnell tödlich.
#136 vor 29 Tagen von Gast
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Gast
# 133 Sorry: bei höherer Dosierung nicht gegen zu schwache Schmerzen Natürlich muß es heißen: Was zu schwach ist, wirkt auch bei höherer Dosierung nicht gegen zu starke Schmerzen.Entschuldigung bitt!
#135 vor 29 Tagen von Gast
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Disponent
Die Lösung ist ganz einfach: Der andere Notarzt ist gar kein Notarzt, vielleicht noch nicht mal Arzt
#134 vor 29 Tagen von Disponent (Gast)
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Gast
MAN MUß NICHT AUF DER STRAßE LIEGEN: Der Notfall tritt keineswegs nur auf der Straße ein.Auch etwa eine sehr sehr stark schmerzerzeugende Pneumonie mit Pleuritis zum Beispiel etwa wird extreme Schmerzen verursachen können.Auch hierbei ist die Applikation von gar Fentanyl total indiziert.Eine Verweigerung erscheint hierbei wirklich unverantwortbar zu sein.Novalgin oder auch Tramal ( Tramaldol) scheinen hierzu völlig inadäquat zu sein.Was zu schwach ist, wirkt eben auch bei höherer Dosierung nicht gegen zu schwache Schmerzen.Bei einer eindeutigen Indikation sehr starker Schmerzen darf das Vorurteil gegen Opioide nicht ausschlaggebend sein:Unverantwortbar ist hierbei vielmehr, dass nichtsteroidale Antirheumatika in zu hoher, somit organotoxischer Dosis, verabreicht wurdenAlso diese sind chronisch total toxisch..Dies Thema ist absolut durchzudiskutieren.
#133 vor 29 Tagen von Gast
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Gast X
Frau Heidl: zur Not kann bei Gastroenterotis eine Infusion im ambulanten Setting auch subkutan verabreicht werden. Bei dehydrierten aber kreislaufstabilen Patienten ist das völlig ausreichend ... bei kreislaufinstabilen Patienten ist die Klinik sowieso angesagt.
#132 vor 30 Tagen von Gast X (Gast)
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Vielen Dank für diesen emotionalen Bericht über Fähigkeiten und Unfähigkeiten im Rettungsdiesnt. Leider muss ich festellen, dass es solche Unfähigkeiten auch in der hausärzlichen Akutversorgung nicht selten anzutreffen sind. Wie beurteilen Sie es, wenn z.B. ein "Hausarzt" im Notdienst in der Nacht zu einem jungen Mann, der durch eine Norovirus-Infektion sehr deutlich dehydriert ist, nicht willens (oder unfähig?) ist, ihm eine NaCl-Infusion anzulegen? Material dafür war im Haus! Zitat: "Dann muss er ins Krankenhaus!" Jetzt lerne ich auch noch einen Zugang zu legen!
#131 vor 30 Tagen von Margarete Heidl (Apothekerin)
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Medizinstudent
Danke, vielen Dank und nochmals Danke für diesen Beitrag. Super Artikel, bin "leider" gerade erst im ersten Semester Medizin, aber habe was Schmerztherapie angeht einiges an Erfahrung, weil ich selbst Schmerzpatient bin und mich ebenfalls für die Notfallrettung interessiere und eben später auch in die Anästhesiologie gehen will. Unfall und die adäquate Analgesie ist die eine Sache, offensichtlich gibt es ja da schon riesen Probleme mit der Wahl der Schmerzmittel, wie man dem Artikel entnehmen kann. Ich kann nur sagen, chronische Schmerzpatienten, welche auf Opioide angewiesen sind, spielen da mit weit aus schlechteren Karten, weil man gegen einen Facharzt als Patient in der Regel wenig ausrichten kann. Selbst wenn man es wirklich besser weiß, ist der Arzt in den meisten Fällen abweisend und es kommt zu einer nicht adäquaten Schmerzlinderung. Ich wünsche es keinem, kann da noch ewig weitererzählen, aber der Irrglaube, dass Opiate ein Teufelszeug sind, ist einfach zu zu weit verbreitet.
#130 vor 30 Tagen von Medizinstudent (Gast)
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Gast
#128 Hat im Beispiel ja gut geklappt mit der Erfahrung!!! Der Patient liegt 20 Min. mit starken Schmerzen am Unfallort, weil die Ärzte über unterschiedliches Erfahrungswissen verfügten und sich nicht einigen konnten...
#129 vor 31 Tagen von Gast
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Gast
#126 danke von #112 seine Sachen kennen und schnell entscheiden sind dann das wichtigste, sicher unter Beschuß. #125 entscheidend ist seine Sachen zu kennen und den Entscheidungsbaum intus zu haben. Evidenz ist dann sekundär weil man primär sich auskennt. Erfahrung zählt.
#128 vor 31 Tagen von Gast
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Gast
Also, wenn der Patient 20 Minuten lang bei angegebener Indikation keine Schmerzbehandlung bekommen hat, sollte man dem Arzt/der Ärztin die Approbation entziehen!
#127 vor 31 Tagen von Gast
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Gast
#112 Ach ja: Auch in Kriegsgebieten ist es besser zu wissen, und nicht zu meinen ;)
#126 vor 31 Tagen von Gast
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Gast
#112 Inkompetent ist nur der, der die Evidenz ignoriert. Ich sage ja nicht, dass im o.g. Fall das Analgetikum nicht eingesetzt werden soll. Es wäre aber schön, wenn sich mal jemand VORHER einen Kopf darüber machen würde, welches Medikament in dieser Situation sinnvollerweise eingesetzt werden sollte und das so generierte Wissen dann in den entsprechenden Fortbilungen usw. weitergegeben werden würde. Hätten alle im Beitrag beteiligten Notfallmediziner den gleichen Wissensstand bzgl. Fentanyl, gäbe es den Beitrag nicht. Solange sich die Mediziner aber einer wissenschaftlichen Herangehensweise verweigern und lieber ihre Alltagsbeobachtungen diskutieren, kann es nicht besser werden. Der Aderlass war ja auch eine medizinische Praxis, den die sogenannten kompetenten Ärzte nach den Regeln der Kunst durchführten und der sehr viele Menschen das Leben kostete. Erst die systematische Herangehensweise von Alexander Hamilton beendete diesen Hokuspokus. Zum Nachlesen: http://www.sozmad.de/EBP.pdf
#125 vor 31 Tagen von Gast
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Rainer Kumm
Worum geht es hier ? Einfordern von gesundem Menschenverstand was schwierig oder Werbung für neuere noch lotentere synthetische Opiate ? Ich habe vor zig Jahren mein Studium im Intensivpflegedienst verdient, einen A+B+C Schein nach dem Studium gemacht. Fenta und dann m ppennter, oder eben nicht wenn der Schmerz groß genug ist, aber Maske halten können sollte man schon, auch mal nen Ambu dran machen, Güdel oder Wendel reinstecken..
#124 vor 31 Tagen von Rainer Kumm (Gast)
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Gast
Immer noch haben die meisten Ärzte Angst davor Morphin zu geben.... dafür müssen Patienten elend leiden
#123 vor 31 Tagen von Gast
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Gast
#120 Die Menschen wissen nicht, dass sie schon präklinisch schmerzreduziert sein können. Wäre ein Arzt/Pfleger der Unfallgeschädigte, könnten sie durchaus den NotArzt auf Schmerzensgeld verklagen
#122 vor 31 Tagen von Gast
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Gast
Von keinem Notarzt oder auch Hausarzt wird erwartet, dass er sofort Fentanyl oder Morphium verordnet, wo etwa lediglich eine Prellung, eine geringe Verletzung etc. vorliegt: Nur: Bei sehr gravierend en, extrem starken Schmerzen darf das, was an pharmazeutischer Hilfe möglich ist, nicht verweigert werden.In diesem Sinne kommentierten zahlreiche Damen und Herren hierzu zustimmend.Wir brauchen uns nicht einmal auf Gott, der den Mohn wachsen ließ, berufen, falls es da welche geben sollte, die sich mit seinem allerheiligsten Namen verkracht haben sollten:Wir habe es dann eben von Natur und als Mediziner sind wir Verwalter des uns Gegebenen,-das liegt im System-: Eine Verweigerung in einem Falle schrecklicher Schmerzen ist nicht zu rechtfertigen, eine Opioidphobie geht hier nicht.Vorurteile richteten überall schon, weil sie nicht wahr sind, großen Schaden an. Aufklärung tut immer Not und gut.
#121 vor 31 Tagen von Gast
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Der beste Helfer (Notarzt, Notfallsanitäter, Rettungsassistent,...) ist doch der, der für die größtmögliche Anzahl an Patienten und Krankheitsbilder/Verletzungsmuster das möglichst ideale Outcome erreicht. Klar spielen da viele Faktoren wie Ausbildung, Erfahrung rein, ja sogar die Tagesform spielt eine Rolle. Die Diskussion über die beste Fachrichtung sollte damit doch aber eigentlich obsolet sein, oder? Die eierlegende Wollmilchsau gibt es eh nicht. Die Basics (und da gehört je nach Ausbildungsgrad eine adäquate Analgesie definitiv dazu) sollte aber jeder beherrschen.
#120 vor 31 Tagen von Dipl.-Inf. Oliver Andrae (Rettungsassistent)
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Gast
Interessant wäre es, wenn der Patient den fentanylängstlichen Notar auf SCHMERZENSgeld verklagt hätte. ;)
#119 vor 31 Tagen von Gast
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Gast
unter solchen Kautelen ( Fehler des PC!)
#118 vor 31 Tagen von Gast
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Gast
Fentanyl ist ein sehr gutes, potentes Analgetikum, was ich in meiner über 30 Jahre andauernden Tätigkeit als Anästhesist und Notfallmediziner in tausenden Fällen mit großem Erfolg eingesetzt habe. Eine Nichtanwendung bei Indikation und Verfügbarkeit ist als Kunstfehler zu betrachten. Die Anwendung unter solchen Kartellen hat weniger etwas mit "trauen " zu tun als mit der Arbeit als Arzt. Für Laien gilt anderes, diese sollten aber nicht als Arzt auftreten.
#117 vor 31 Tagen von Gast
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Gast
Wer wirklich Schmerzen hat, dankt jedem Arzt, der sich traut dies zu verfschreiben o. in Notfällen anzuwenden! Dies erlebt man oft genug den Pflegeheimen!
#116 vor 31 Tagen von Gast
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Gast
The answer is always ketamine...
#115 vor 31 Tagen von Gast
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Marc Krankenpfleger
Leider höre und lese ich immer wieder solche Berichte. Durch meine Neuroborreliose die ich nun seit letztem Jahr Okt 2016 nachweislich habe, bekomme ich hier in Spanien das "böse Medikament" als ob es nichts anderes gäbe als Pflaster. Hier in Mallorca ist das aber was in Deutschland schon seit Jahren ein katastrophaler Zustand ist noch gar nicht angekommen. Durch Berufswegen weiss ich von den "bösen Eigenschaften" des Medikamentes, aber es hat mir bis dato recht gut über die starken Neurologischen Schmerzen hinweg geholfen. Ich denke dass im Notfall dieses Medi ohne "böses Nachfragen" gespritzt werden sollte denn es hilft nun halt mal wirklich gut. Ich wäre froh und dankbar wenn es bei mir eine andere Möglichkeit gebe. Danke für den sehr guten Bericht. PS. und falls jemanden bei Neuraligischen Schmerzen ein besseres Medi für mich weiss dann gerne her damit.
#114 vor 32 Tagen von Marc Krankenpfleger (Gast)
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Gast
einer meiner notärztlichen Lehrer gab uns mal den Tip bei Bradypnoe den Patienten verbal zu stummuliren (also atmen!) das funktioniert meist wunderbar. Bei uns jungen Rackern sorgte es für Heiterkeit.Guter Artikel
#113 vor 32 Tagen von Gast
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#103 . Wenn Patient leidet, pfeiffen wir auf "Evidenz" basierten Einsatz der >Opiaten. Ich kann das verstecken der eigenen Inkompetenz hinter Evidenz nicht mehr leiden. Arbeiten Sie mal in Kriegsgebieten, dann werden Siwe schnell anders denken.
#112 vor 32 Tagen von Dr. Teunis Bos (Arzt)
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Gast
Da spricht mir einer aus der Seele!!!!! Danke für diesen Artikel. Bin auch jedesmal fassungslos, wenn Perfalgan verabreicht wird bei Frakturen...oder man sich an das "böse Medikament" ran traut, aber es dann so verdünnt, dass beim Patienten noch sage und schreibe 5 Mikrogramm ankommen..
#111 vor 32 Tagen von Gast
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Rettungsassistent
Leider auch in meinem Einsatzbereich die Praxis... Fentanyl das böse Medikament. Zum Glück nur ein einzelner Doc, aber dieser fährt eben sehr, sehr viele Dienste. Super geschriebener Artikel der zum Nachdenken anregen sollte!
#110 vor 32 Tagen von Rettungsassistent (Gast)
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Gast
Das problem ist die panische angst deutscher ärzte vor opiaten. Und die übergeneralisierung. Einem praefinalen pat mit plexusinfiltr bei dgstellung eines bc wird in der onkoklinik, die seine dg gestellt hat, bei aufnahme wegen hämoptysen schlagartig das opiat abgesetzt. Wegen suchtgefahr. Anstelle novalgin und wegdenken der sz Eine pat nach kieferkorrektur (beide unterkiefer durchgesägt, verkürzt) wird 2 tage postop mit pcm nach hause entlassen. Niedergelassene koll sagen chron schmerzpat, auch inkurablen tumorpat, gerne, opiatszm hätten sie nicht so gern. Setzen vom spezialisten in der klinik ausgetüftelte schmerzpläne ad hoc ab. Da wundert mich null therapie bei offenen unterschenkel## überhaupt nicht. Was würde helfen? Wenn all diese koll mal einen tag lang stärkste sz erleben müssten. Wem die fachkenntnis fehlt und wer noch keine minute in seinem leben starke sz erleiden musste, geht so mit patienten um. Demut ist gefragt! Der patient vor mir wird irre!
#109 vor 32 Tagen von Gast
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Gast
Da bleibt mir doch mal wieder die Spucke weg. Was lernt man als Notarzt heutzutage eigentlich? Als Rettungsassistent in Dänemark habe ich Fentanyl als Regelkompetenz-Medikament (nein, nicht Notkompetenz) bis zu 4 Mikrogramm pro Kilogramm Körpergewicht freigegeben. OHNE Notarzt-Nachforderung, versteht sich da von selbst. Jeder Patient bekommt dort vom Rettungsassistenten eine adäquate Analgesie, denn wozu sollte man dafür einen Notarzt nachfordern? Die werden nur für die wirklich schlimmen Fälle nachgefordert, wo es absolut um Leben und Tod geht - und auch nur dann, wenn die Nachforderung keinen zeitlichen Verzug bedeutet. Zumal Notärzte ja offensichtlich auch nicht immer gewillt sind, dem Patienten zu helfen, wie man durch diesem Artikel mal wieder bestätigt bekommt.
#108 vor 32 Tagen von Gast
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Es ist schon heftig wenn das alles so abgelaufen ist. Nun kann man sicherlich viel darüber diskutieren, aber Fakt ist: Es geht hier um einen Patienten der vermutlich die NRS von 10 gerne noch getopt hätte. Ein Notarzt muss nicht alles können, aber eine angemessen analgesie wird mittlerweile von jedem Notfallsanitäter erwarten. Mal ganz von dem hippokratischen Eid abgesehen erfüllt es ja schon den Tatbestand der Körperverletzung, Tun durch Unterlassen, Garantenstellung? Sicherlich sollte man nur Waffen in die Hand nehmen die man kennt. Aber mal ehrlich, eine Analgesie sollte von jedem der als Notarzt unterwegs ist doch Bitte beherrscht werden. Wo bleibt sonst der taktische Einsatzwert des Notarztes?
#107 vor 32 Tagen von Christian Görner (Rettungsassistent)
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Gast
Leider Alltag auch in meinem Rettungsdienstbereich. Sollte diesen Artikel jemand bei uns aufhängen und sich alle Notärzte daran halten, wäre das NEF wohl einige Tage unbesetzt.Ich kann sofort mehrere nennen, die nicht über eine Analgesie mit Novaminsulfon in Verbindung mit Midazolam hinausgehen. Wohlgemerkt Klinik- und niedergelassene Ärzte. Ein Drängen auf weitere Gabe von Opiaten durch Rettungsassistenten oder Notfallsanitätern bleibt ungehört und wäre wahrscheinlich auch Mangels Erfahrungen im Umgang mit dem Medikament nicht ratsam.
#106 vor 32 Tagen von Gast
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Gast
Der Beitrag ist gut und auch erforderlich! Dass der Kollege sich gegenüber der Zentrale rechtfertigen muss, weil er eine adäquate Schmerztherapie leisten will, ist absurd. Aus Patientensicht kann man nur erhoffen, dass man im Notfall einen solchen Notarzt vor Ort hat. Vor rund einem Jahr habe ich die Treppe etwas zu flott nehmen wollen und habe 12 Stufen übersprungen. Resultat war eine Sprunggelenksfraktur, diverse Prellungen und Schürfwunden. Allein und hilflos im leeren Bürogebäude konnte ich den Rettungsdienst nach einiger Zeit (das Handy war mit dem restlichen Inhalt der Handtasche im Flur verstreut) verständigen. Die Schmerzen waren unerträglich. So sah es auch der Rettungsassistent, der umgehend den Notarzt verständigte, der mir Dipi verabreichte. Dafür werde ich den beiden ewig dankbar sein, denn diese Schmerzen waren für mich nicht mehr auszuhalten. Bin ich froh, dass ich diese beiden kompetenten Kollegen um mich hatte!
#105 vor 32 Tagen von Gast
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Das Problem ist die (quasi) Ausbildung der Allgemeinmediziner oder Hausarztinternisten. Ein Paar Notdienstkurse macht das nicht wett.
#104 vor 32 Tagen von Dr. med. Christoph Koppenwallner (Arzt)
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Gast
Interessanter Artikel. Wie man sowohl im Beitrag als auch in den Kommentierungen sehen kann, handelt es sich dabei jedoch ausschließlich um nicht belegte Einzelmeinungen. Alltagsbeobachtungen zu verallgemeinern ist jedenfalls das genaue Gegenteil von Wissenschaft. Evidenzbasierte Medizin geht also anders, und daran fehlt es! Ein erster Schritt es WIRKLICH besser zu machen wäre doch, wenn einige ausgewählte ExpertInnen sich zusammensetzten, die verfügbare Evidenz zusammentrügen, die Vor- und Nachteile der im Beitrag skizzierten Behandlung systematisch aufbereiteten, gegenüberstellten und daraus Empfehlungen ableiteten. Solange einem solchen wissenschaftlichen Zugang jedoch aus dem Weg gegangen wird, wird es immer bei unterschiedlichen Auffassungen und schlimmstenfalls der Fehlversorgung von PatientInnen bleiben. Ein Hinweis wie es gehen KANN findet sich hier: http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/001-030l_S1_Praehospitale_Notfallnarkose_Erwachsene_2015-03.pdf
#103 vor 32 Tagen von Gast
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Gast
... Endlich mal ein sehr gute, ausgewogene als auch aufklärende Berichterstattung zur Sache ... sehr gut ... hier sollten sich einige Kollegen eine Scheibe abschneiden, denn man lernt nie aus ...
#102 vor 32 Tagen von Gast
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Assi
An den anästhesisischen Kollegen: ich erwarte nicht dass jemand meine Hausaufgaben für mich macht. Ich komme bisher mit allen Kollegen bestens zurecht und deswegen sind wohl manche so nett bei der Übergabe auch etwas Hintergrundwissen weiterzugeben wenn mal kurz Zeit dafür ist und ich weiß das sehr zu schätzen.
#101 vor 32 Tagen von Assi (Gast)
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Assi
Ich denke wir können uns darauf einigen dass Atemwegssicherung und Schmerztherapie für einen Notarzt absolute Pflicht und Minimalvoraussetzung ist und auch darauf dass hier erfahrene Anästhesisten definitiv die Nase vorn haben. Ich denke wir können uns auch darauf einigen dass ein guter Notarzt noch wesentlich mehr als das können muss und dass es keineswegs ausreichend ist nur das ABC-Schema durchzuhecheln und dann den Patienten nach dem Load-and-Run-Prinzip in die Klinik zu katapultieren, wie hier schon angedeutet wurde. Die meisten notarztfahrenden Anästhesisten die ich kenne beherrschen weitaus mehr und beschränken sich nicht auf die Atemwegssicherung. Die meisten anderen Notärzte die ich kenne haben durchaus reichlich Erfahrung beim sichern der Atemwege hier gibt es jedoch immer Luft nach oben und ich denke es würde uns allen nicht schaden (egal ob Notarzt oder nicht) regelmäßig eine kurze Hospitation im OP zu machen oder zumindest einen Kurs zu besuchen und nochmal zu üben.
#100 vor 32 Tagen von Assi (Gast)
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@16: Abwertende Kommentare, verschleiert als „Gast“ ohne Nennung eines Namens abzugeben, gehören meiner Meinung nach gelöscht. Was ich Ihnen gerne geschrieben hätte, wäre der Wunsch, respektvoll mit Kollegen umzugehen. Und im Falle eigener Probleme wünsche ich Ihnen eine suffiziente Schmerztherapie.
#99 vor 32 Tagen von Dr. med. Undine Blattmann (Ärztin)
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Einen Patienten gegen Schmerzen nicht zu versorgen, ist unterlassene Hilfeleistung, auch in der Rettungssituation. Bei einer offene Unterschenkelfraktur ohne Hinweis auf ein Schädel-Hirntrauma würde ich als erstes eher an Ketanest denken als an Fentanyl, aber so eine Entscheidung vor Ort setzt sich aus vielen Aspekten zusammen. Wer Angst vor einer Atemdepression des Patienten hat, der hat infolge auch Angst, nicht sicher im Airway-Management zu sein. Wer das ist, der sollte es trainieren. Das hat nichts mit der Fachausrichtung zu tun, sondern mit dem persönlichen Engagement, sich selbst bei seine Schwächen zu packen und den Fokus seiner Fortbildung darauf zu fokussieren. Fentanyl als Medikament zu „verteufeln“, ist nicht nur ungerechtfertigt sondern auch unsachlich. Die Entscheidungen im Rettungsdienst sind sehr schwer und wir haben wenig Zeit, aber wenn man sich weitestgehend an Richtlineien und SOPs hält, arbeitet man mit einer hohen Wahrscheinlichkeit im Indikationsbereich.
#98 vor 32 Tagen von Heiko Schneider (Arzt)
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Gast
#90 und Anderen: Atemdepression: Also solange diese nicht lbensbedrohlich ist, wird sie zuhöchst willkommen sein, weil ein geschwächter Atem eben beruhigend zugleich ist, wohingegen ein sehr hektischer Atem sehr beunruhigend ist.Somit bleiben sämtliche Nebenwirkungungen des Morphiums durchaus erwünscht.Eben auch dass der Atem herabgesetzt wird, um allgemein eine wohltuende Ruhe zu erzeugen- vegetativ wie zudem seelisch. Und alles liegt im GUTEN.
#97 vor 32 Tagen von Gast
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Gast
16: so eine arrogante Aussage gegenüber Anästhesisten macht mich fassungslos! Nur zeigt es wieder, wie wir mit ärztlichen Fachkollegen anderer Gebiete umgehen! Herr Kollege: Ich bin Anäsrhesistin mit drei weiteren Zusatzbeszeichnungen, die ich nicht nur für den Schein gemacht habe. Und ich bin durchaus in der Lage alle gängigen internistischen Notfälle zu beherrschen! Und Atemwegsmanagement erlernt man als Anästhesist in den ersten paar Monaten seiner Ausbildung, danach sollte dies kein Thema mehr sein. Etwas mehr Demut vor dem Können einer anderen Fachrichtung würde auch manchem Internisten gut tun, zeigen doch solche unqualifizierten Äußerungen nur, dass der Kollege keinerlei Ahnung von Anästhesiologie hat! Denken Sie daran, wenn Sie das nächste mal Ihr Reanimationsteam rufen, weil Sie alleine die Situation nicht beherrschen, was Ihnen im übrigen keiner zum Vorwurf macht!
#96 vor 32 Tagen von Gast
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Gast
Vielen Dank dem Autor dieses sehr notwendigen wie aufschlußreichen Artikels, besonders auch zum Hinweis auf Dr Janssen:Kurzbiografie von Dr. Paul Janssen mitsamt der Aufklärung zu Morphin-Imitaten aus der Struktur der Phenylpropylamin-Kette.Dr.Paul Janssen wurde wohl zu wenig beachtet: Wie viel Gnade fand er bei Dem, Der ist-Gott: Wenn es mir erlaubt sein möchte , Seinen Namen überhaupt aussprechen zu dürfen: Oder hätte ich das besser aus lauter scheuer Ehrfurcht nicht getan?:Vielen Dank Ihnen für diesen hochgewichtigen Beitrag!Das Thema kenne ich seit 30 Jahren: Und noch immer nicht wurde die Diskussion zum Besten hin gewendet!( Was Opiate und Verwandte angeht in der Analgesie)Diese Kette im Moleküldesign, diese Phenylpropylamin -Kette, diese nunmehr zu kennen, dafür Dank!(Nicht zuletzt Loperamid als ein Imitat des Morphiums sei auch miterwähnend gepriesen) Thomas
#95 vor 32 Tagen von Gast
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Danke ,ein sehr informativer Artikel.
#94 vor 32 Tagen von OA Dr Robert Kralicek (Arzt)
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Gast
VORURTEILE AUCH DURCH ABUSUS Vorurteile gegen Morhium und Opiode werden immer wieder zusammengemischt mit Geschichten von Opiatsüchtigen: Da können wir zurückgehen zum Opiumkrieg der Engländer gegen China und kommen bis ins Heutzutagige der Junkies, die der Autor obigen Artikels freilich auch zu erwähnen hatte: Wir reden hier von keinem Abusus, sondern dem Recht des schwerst von Schmerzen Geplagten auf ein adäquates, somit opioides Analgetikum, das zu verweigern eine Sünde ist.( ein Fehler)
#93 vor 32 Tagen von Gast
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Gast
#89 und Anderen: Tramadol ist zwar ein Opioid, aber nur ein Zehntel so wirksam wie Morphium: Die Voruteile , die zur Abneigung gegen Opiate bzw. Opioide führen, sollten berücksichten, dass die schwach wirksamen Analgetika vom nichtsteroiden Typ bei nicht indizierter Anwendung weit gefährlichere (also sehr organotoxische und nicht zufriedenstellend anaalgetisch wirksame, also unwirksame) Drogen sind. Hierzu lobe ich das neulich erschienene Buch von Prof. Dr. Gottschling: Schmerzfrei werden." .Ich verfolge das Thema seit 30 Jahren.Ein wirklich gutes Plädoyer für die WAHRHEIT um Opiate stellt dies aufklärende Buch dar.
#92 vor 32 Tagen von Gast
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HEMS
Aus "human factor" Sicht ist natürlich der Spruch: "Ja, dann hätten Sie doch mal besser irgendeins ihrer bevorzugten Medikamente gegeben!“ nicht hilfreich. Grade ein fliegender Kollege sollte CRM und die Bedeutung von freundlicher Zusammenarbeit verstehen. Grade wenn der bodengebundene Notarzt offensichtlich überfordert ist mit dem Einsatz, ist ein dummer Spruch sicher nicht sinnvoll, um eine Versorgung im Interesse des Patienten sicherzustellen. Das es viel Personal gibt, (ob nun RFP oder Notarzt), welches mangelhaft ausgebildet, und gar nicht kontrolliert wird, ist Deutschlandweit ein bekanntes Problem, welches fast niemand angehen möchte. Ganz besonders die ÄKs sind da nicht interessiert daran. ;)
#91 vor 32 Tagen von HEMS (Gast)
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Am besten gefiel mir der Hinweis auf den Dunning-Kruger-Effekt!
#90 vor 32 Tagen von PD Dr. med. Heimo Wissing (Arzt)
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Gast
Aufgrund einer irrationalen Opioidphobie eine Medikation gegen sehr starke Schmerzen zu verweigern, halte ich für unverantwortbar. Schön hier das Zitat aus obigem Artikel zu einer Verantwortung von Gott: Opiate und Opioide: Segen oder Fluch? Thomas Sydenham, lebte von 1624–1689, und gilt als „englischer Hippokrates“. Er war ein Arzt und Grundlagenforscher, der unter anderem Erstbeschreiber der Chorea Minor ist. Er hatte zum Thema Schmerztherapie Folgendes zu sagen: „Ich kann nicht umhin, Gott für seine Güte zu danken, dass er der leidgeplagten Menschheit zur Linderung Opiate gegeben hat; kein anderes Mittel vermag mit einer gleichermaßen durchschlagenden Wirkung eine große Anzahl von Krankheiten erfolgreich zu behandeln oder sogar auszumerzen.“
#89 vor 32 Tagen von Gast
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Wir wissen längst wie wir die Qualität der notärztlichen Versorgung verbessern könnten aber es passiert nichts. Der Fall zeigt auch wie patientenschädigend ein Notarztsystem sein kann, in dem es so gut wie keine Standards gibt. Weder in der Ausbildung, noch in der Fort- und Weiterbildung. Dabei sind hervorragende Kurskonzepte am Markt längst verfügbar, die obendrein auch Handlungssicherheit im Umgang mit den sehr heterogenen Notfallsituationen geben können (ACLS; AMLS, PhTLS, ITLS, EMPACT, PALS, EPC,...). Nichts davon ist für den deutschen Notarzt verbindlich vorgeschrieben. Nicht einmal ein schnöder Megacode-Pacours mit jährlicher Auffrischung. Von einem CRM-Training ganz zu schweigen. Solange sich hier nichts ändert sehe ich das Notarztsystem als ein Auslaufmodell, denn all seine Vorteile die es gegenüber einem Paramedicmodell haben kann werden verspielt, wenn man die Aus- und Fortbildung nicht den Maßstäben eines modernen QM unterstellt.
#88 vor 32 Tagen von Dr. med. Johannes Luxen (Arzt)
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Kliniker
Der Patient war nicht intubiert, nur sediert, weil er sich „renitent“ verhalten hatte (vermutlich aufgrund seiner Aphasie), in der Übergabe hieß es „verwirrter Patient“. Ein Neurologe braucht mehr als nur ein CT für eine Lyse, er muss eine klinische Untersuchung durchführen können, die Anamnese und den Onset kennen. Die Aphasie und der Onset konnten nachträglich bei den Angehörigen erfragt werden. Die Adam-Stokes-Anfälle traten in Intervallen mit Abständen von z.T. mehreren Minuten auf, dauerten jeweils nur einige Sekunden und wurden somit als Anfallsserie gewertet. Das EKG wurde wohl erst danach angesehen...
#87 vor 32 Tagen von Kliniker (Gast)
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Der Fall zeigt auch wie patientenschädigend ein Notarztsystem sein kann, in dem es so gut wie keine Standards gibt. Weder in der Ausbildung, noch in der Fort- und Weiterbildung. Dabei sind hervorragende Kurskonzepte am Markt längst verfügbar, die obendrein auch Handlungssicherheit im Umgang mit den sehr heterogenen Notfallsituationen geben können (ACLS; AMLS, PhTLS, ITLS, EMPACT, PALS, EPC,...). Nichts davon ist für den deutschen Notarzt verbindlich vorgeschrieben. Nicht einmal ein schnöder Megacode-Pacours mit jährlicher Auffrischung. Von einem CRM-Training ganz zu schweigen.
#86 vor 32 Tagen von Dr. med. Johannes Luxen (Arzt)
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Das ist leider wieder einer der Fälle, die man als Notarzt eben gerade in der Luftrettung immer wieder erlebt. Wo auch sonst kommt man in die Lage einer Kollegin oder einem Kollegen "über die Schulter schauen" zu können/müssen. Das Ausmaß an Hilflosigkeit, gepaart mit Unwissenheit/Inkompetenz erschreckt auch mich immer wieder. Dabei spielt es m.E. keine Rolle aus welcher Fachrichtung der Kollege kommt. Die Notfallmedizin ist sicherlich eine der interdisziplinärsten Veranstaltungen. Wichtig ist, dass eben jene interdisziplinäre Kompetenz vorhanden ist, die einen wirklich guten Notarzt ausmacht. Und diese Kompetenz fällt nicht vom Himmel und ist auch nicht in einem 80h-Kurs zu erlernen, der obendrein alles andere als standardisiert ist und bei dem - wie das Fallbeispiel hervorragend zeigt - jeder dahergelaufene "Dozent" seine selbstgezimmerten Wahrheiten/Ansichten weitergeben darf und damit größtmöglichen Schaden an Patienten auch noch potenziert.
#85 vor 32 Tagen von Dr. med. Johannes Luxen (Arzt)
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Gast
Qualität statt Quantität sollte das Ziel sein. Oder Stichwörter wann der Anästhesist fährt und wann der Chirurg. 1 Frage trotzdem: wer alarmiert nen Notarzt zu nem Stroke? Und wenn ja, entweder er braucht nen Tubus dann bekommt er ihn (spätesten bei der Thrombektomie) und mit einem Zwinkern gefragt: welcher Neurologie stellt heut noch ne Diagnose ohne cCT? Das ginge auch sediert. ;) Eine ernsthafte Frage: Wenn der Adam Stroke nach 10 Minuten noch krampft wenn der Notarzt kommt (noch nie gesehen so lange), was spricht dann gegen Narkose? Spätestens dann sollte ein EKG dran sein und die Ursache ist gefunden. P.S.: Tatsächlich wohl wirklich falsch verstanden. P.S.S.: ich will alle Kollegen ermutigen Notärzte zu werden, aber man bekommt nicht per se in der Klinik die richtige Ausbildung. Wäre ich internistisch fitter (und eigentlich sollte jeder Anästhesist ein jahr innere machen müssen) würde ich meine Aufgabe als Notarzt auch anders sehen und dem Aufnahmearzt mehr Arbeit abnehmen.
#84 vor 32 Tagen von Gast
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Kliniker
Sie haben meinen Kommentar offenbar nicht richtig gelesen. Ich sagte doch bereits er hat recht. Je mehr Intubationserfahrung ein Notarzt hat desto besser. Aber wenn man jetzt mal alle Nicht-Anästhesisten deswegen aus dem Dienst verbannt bleiben nicht mehr viele Notärzte übrig. Jedenfalls nicht genug um die Versorgung zu gewährleisten und dann auch ab und zu mal einen Tag frei zu haben. Also anstatt den jungen Internisten, Chirurgen und Neurologen einzureden sie seien grundsätzlich ungeeignet könnte man das Intubationstraining der anderen Disziplinen mehr unterstützen. Und ja auch Anästhesisten machen Fehler, z.B. eine nicht-indizierte Sedierung bei einem Schlaganfallpatienten macht eine zeitnahe und adäquate Beurteilung zur Lyse extrem schwer. Oder das Durchbrechen eines „Epileptischen Anfalls“ mittels Narkose und dann stellt sich heraus, es handelt sich um Adam-Stokes-Anfälle mit konvulsiver Sykope...
#83 vor 32 Tagen von Kliniker (Gast)
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Gast
Herrlich, sowohl der Artikel als auch die Kommentare. Danke dafür! Ich empfehle dennoch, sich mal mit dem Dunning-Kruger-Effekt auseinanderzusetzen. (;
#82 vor 32 Tagen von Gast
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Gast
Die Atemdepression setzt prozentual wesentlich häufiger bei nicht Schmerz bedingtem Missbrauch ein. Wir haben hier die Erfahrung gemacht, dass ein Patient mit starken Schmerzen ein starkes Schmerzmittel auch sehr gut verstoffwechseln kann.
#81 vor 32 Tagen von Gast
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Gast
Ich habe bei meinem Bandscheibenvorfall auch keine angemessenen Schmerzmittel erhalten. Ich musste mit Ibuprophen 400, das frei verkäuflich ist, klarkommen. Erst ein Notarzt hat mir 2 Tabletten Tramadol gegeben. Mir hat gerade erst wieder ein Orthopäde von Tramadol abgeraten: Das ist eine Droge! Das macht abhängig!!! 2 Tage nach der Bandscheiben-OP hatte ich das Tramadol abgesetzt, kein Problem. Nicht nur Notärzte, auch andere Ärzte bräuchten mal eine Nachschulung im Bereich der Schmerztherapie.
#80 vor 32 Tagen von Gast
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Gast
Natürlich klingt das arrogant aber eigentlich hat er recht: nur in einem Bruchteil der Notarzteinsätze werden Medikamente (zusätzlich zu VEL) gegeben. Im Notarztkurs meinte ein Teilnehmer zu mir er hätte schon oft intubiert. Auf Nachfrage waren dies 20 intubationen während seiner Tätigkeit auf der Neurologischen Intensivstation. Doof, wenn so einer meine Kinder intubieren muss. Sicher haben auch nicht alle Anästhesisten Erfahrungen in Kindernarkose. Jetzt mag ein Toxokologe kommen und sagen, er erwartet, dass jeder Notarzt auch eine Vergiftung mit XY behandeln kann, dann werde ich wohl auch passen müssen. Ich überlasse jedem Internisten gerne das Feld der klinischen Notfallmedizin. Im übrigen konnten in einer noch nicht veröffentlichten Studie Rettungsassistent genauso gut Herzinfarkte erkennen wie Ärzte und welche Medikamente man dann gibt, kann man ja von ner Checkliste abarbeiten.
#79 vor 32 Tagen von Gast
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Kliniker
Gast84+85: Sie haben Recht. Herzlichen Glückwunsch! Sie sind als bester und schnellster Intubator am ehesten in der Lage einem apnoeischen Patienten das Leben zu retten. Und nun? Bedeutet das ihr Standard ist jetzt das Mindestmaß dessen was ein Notarzt können muss oder er soll gefälligst seine rote Hose an den Nagel hängen? Das wäre schön, glauben Sie mir das würde ich mir auch wünschen. Aber die traurige Wahrheit ist es gibt leider nicht so viele hervorragende Notärzte. Um alle Einsatzgebiete und Schichten abzudecken müssen halt eben auch einmal die durchschnittlichen ran. Natürlich sind so eklatante Mängel wie im obigen Fall nicht akzeptabel aber anstatt uns hier in interdisziplinärem Gezanke aufzureiben sollte man eher die Youngster ermutigen mehr zu lernen und zu üben und nicht wie Sie sich zurücklehnen nach dem Motto „90% dr Einsätze sind internistisch, das kann jeder, dafür braucht man keinen Arzt“. Also ehrlich wie kann man nur so arrogant sein.
#78 vor 32 Tagen von Kliniker (Gast)
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Gast
@Assi: ich sehe meine Rolle als Notarzt nicht darin, dem Notaufnahmearzt die Arbeit abzunehmen. Ich kümmere mich um A-B-C-Probleme und bringe den Patienten schnell ins richtige Krankenhaus „zum Spezialisten, ich bin nur Narkosearzt“ wie ich dem Patienten immer erkläre. Hat der Patient offensichtliche Erkrankungen, die eine Medis erfordern, mache ich auch dies, aber ich fange nicht an 10 Minuten Anamnesegespräch und Arztbriefe zu studieren, wenn der Patient (k)ein offensichtliches A-B-C-Problem hat. Dass ist dann doch leider die Aufgabe der Aufnahmeärzte mit all ihren Diagnostischen Möglichkeiten. Und wenn der Arzt besseres zu tun hat, als pünktlich zu meiner Übergabe zu erscheinen, bekommt er den Patienten so plus Hinweis an den Träger Rettungsdienst. Damit macht man sich nicht nur Freunde in der Klinik (bei den RettAss nachts um 3 schon) aber dann ist man bei den 2% Einsätzen bei denen man ein Leben retten kann auch schnell und effektiv. Da gibt mir der Erfolg leider recht.
#77 vor 32 Tagen von Gast
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Gast
@HS Liest man dann noch Studien, dass die Intubation das outcome des Patienten nach CPR verschlechtert und in den Kommentaren wird erwähnt, dass eine Intubation im Schnitt eine (!) Minute dauerte, dann muss man sich auch fragen, ob jemand der eine Minute no-Flow-Time benötigt, um einen Tubus durch die Stimmritze zu schieben, dafür geeignet ist, intubationen durchzuführen
#76 vor 32 Tagen von Gast
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Gast
@HS: wieviele Kinder unter 20 kg hat denn der durchschnittliche Internist in seinem Leben schon intubiert? Ist die Frage: Gerade weil 90% der Einsätze internistisch sind, kann sie nach ein paar Schichten jeder abarbeiten und man stellt sich zu recht die Frage, muss man überhaupt einen Arzt hinschicken? Das kann der erfahrene Rettungsassistent i.d.R. eh besser als der frische Notarzt. Ein guter Notarzt meistert auch die restlichen 10% aus dem FF. dazu gehört die Narkoseeinleitung (im Kardiogenen Schock ebenso wie beim polytraumatisierten Kind) und da muss ein Tubus rein und kein Ersatzdevice. Gerade der Anästhesist weiß aber auch -wenn er kritisch mitdenkt- wie schwierig eine Intubation sein kann. 2 Beispiele: in München ruft vor einigen Wochen ein Notarzt den Kindernotarzt nach wegen eines 13 jährigen Patienten mit WS Trauma? Was ist an einem 13 jährigen noch kindlich? Der Internist ist der Experte in der Notaufnahme. Draußen sollte man 100% können.
#75 vor 32 Tagen von Gast
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Assi
Schon immer witzig wie sehr manche Anästhesisten unter den Notärzten sich einbilden die weltbesten Notärzte zu sein nur weil sie sicherer intubieren können als andere. Was ich jedoch an Patienten in der Notaufnahme übergeben bekomme macht jedoch auch hier gewisse Schwächen sichtbar, sei es bei internistischen, neurologischen oder chirurgischen Notfällen. Es schadet niemandem über seinen Tellerrand hinausschauen, auch den Anästhesisten nicht. Ich habe höchsten Respekt vor der Arbeit des NA, man kann in der Notaufnahme von den guten Kollegen richtig viel lernen, aber noch mehr lernt man wenn man als Assistent die Suppe auslöffeln darf die einem ein schlechter, sich selbst überschätzender Notarzt eingebrockt hat.
#74 vor 32 Tagen von Assi (Gast)
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Gast
@robert Enderle: lies die Kommentare der Ärzte hier und du siehst, selbst wenn die Geschichte erfunden sei, so selten kommt sie wohl nicht vor @#78: wieso sollte ich hier intubieren und eine Narkose machen. Eine sehr gute Analgesie reicht aus, gerade mit Opiaten weil sie auch sedieren. Leitest du da ne narkose ein und der Patient hat ggf einen Volumenmangel oder einen schwierigen Atemweg von dem du vorher nichts wusstest, hast du bloß eine zusätzliche Baustelle. Im übrigen an all die Ketamin Freunde: ich kann mich an keinen Patienten erinnern der (ohne Schmerzen) von Fentanyl aufgehört hätte zu atmen (Von Sufentanil schon!), aber dass jemand nach nem Miligramm Dormikum ein paar Anstupser zur Atemmotivation braucht, habe ich schon gesehen. Dr. BL
#73 vor 32 Tagen von Gast
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HS, Internist
Internisten sind in der Notfallmedizin geeigneter als Anästhesisten - 90% der Notfälle sind in weiteren Sinne internistisch (wenn man die neurologischen und pädiatrischen Notfälle mitzählt noch viel mehr), sie können zuverlässig ein EKG befunden, sind in der Intensivmedizin ausgebildet und intubieren nur, wenns auch nötig ist. Der beschriebene Fall, einem Pat. bei VKU mit offenen Frakturen kein Opiat zu geben, ist kriminell.
#72 vor 32 Tagen von HS, Internist (Gast)
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Gast
Alsooooo…….ein solcher Patient gehört vor Ort intubiert und Beatmet!!!!!!!!!!!!!!!!! Mit welchen Medikamenten auch immer! Ob mit Fentanyl oder Ketanest! Ketanest wäre hier für die Ungeübten sicher einem Opiat vorzuziehen…..wenn Mann / Frau nicht über ausreichende Kenntnisse zur Einleitung / Intubation und Aufrechterhaltung einer Narkose verfügt…..und wer das nicht kann sollte lieber nicht Notarzt im Rettungsdienst sein!!!!!!
#71 vor 32 Tagen von Gast
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Gast
@non-Anästhesist, dann gucken sie sich mal die Statistiken an: in 80 Prozent der Notarzteinsätze werden keine Maßnahmen getroffen bzw sind keine echten Notarzindikationen. In diesem Feld können Sie sich gerne austoben. Die echten Notfälle sollte man dann doch den Berufsgruppen überlassen, die die Punkte 1-4 beherrschen. Da führt kein Weg am Anästhesisten vorbei. Es sei denn man intubiert regelmäßig auf seiner internistischen oder chirurgischen Intensivstation selbst Patienten jeden Alters. 80% der Einsätze die ich heute als Notarzt in der Stadt fahre, sind wir vor 15 Jahren aufm Land als Rettungsassistenten allein gefahren Der Anästhesist ist nicht der bessere Arzt und in manchen Bereichen wäre ich gerne besser, aber es gibt da draußen keinen Notfall den man verkackt und dem Patienten geht es nach dem Einsatz schlechter als vor dem Einsatz. Außer man beherrscht die Punkte 1-4 nicht, GERADE weil sie so selten sind! Dr. BL
#70 vor 32 Tagen von Gast
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Für meine Begriffe ist die Rahmenstory schlicht und ergreifend erfunden, um das Wissen besser rüberbringen zu können. Zu Lügen bekennt sich ungern jemand...
#69 vor 32 Tagen von Robert Enderle (Arzt)
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@Gast inkognito : das weiß ich, aber wer ist der Autor? Etwa Sie?
#68 vor 32 Tagen von Robert Enderle (Arzt)
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Gast
@Robert Endele. „Bildquelle: Martin Vogler“ das hat nichts mit dem Verfasser des Textes zu tun. #neuland
#67 vor 32 Tagen von Gast
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Seltsamer Notarzt, der im August 2013 bei flickr über sich informiert: "From Willich, Germany. 18 years old, student in his final year, volunteer firefighter & photographer for the local newspaper. Feel free to use my photos." Demzufolge heute ein 22 Jahre alter Notarzt? Oder wer ist "Martin Vogler" - wenn sein Profil mit 5 Fotos von 2 Unfällen, davon keiner mit einem Roller, nicht ihn bzw. nicht den Autor des Artikels zeigt! Dies kann nur doccheck beantworten, da dieser Artiekl nur über eine Bildquelle nicht aber über einen Autor informiert.
#66 vor 32 Tagen von Robert Enderle (Arzt)
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Gast
"..er möge mir etwas Fentanyl aufziehen... " . Das ist für ein so stark wirksames Opioid aber eine sehr unpräzise Ansage . Konnte unser" kompetenter und gut ausgebildeter Notarzt "am Ende keine genaue Ansage machen und delegierte die Dosisfindung so an den Rettungsassistenten ??? Dubioser Artikel
#65 vor 32 Tagen von Gast
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wendet man die Gaussche Normalverteilung bei der Ärzteschaft an gibt es nur 20 % überdurchschnittlich gute Ärzte, 60 % normal nittelmäßige Ärzte und 20 % Pfeifen. Somit hat mancher Mensch leider das Pech eine ärztliche Pfeife zu treffen. Dies soll ein Beitrag so ganz ohne Emotionen sein, schließlich entsprechen wütende ,schreiende oder einfach Ärzte mit Emotionen und Herzblut nicht mehr der political correctness. Ich finde es schön, dass in Ihrem Artikel die Wut ,die Unfassbarkeit aber auch die Hilflosigkeit und Verzweiflung über Teile unseres Berufstandes heraus zu lesen sind. Ach , ich hätte diese Pfeife aus dem Auto geschmissen
#64 vor 32 Tagen von Dr. med. Siegfried Schmotz-Leyrer (Arzt)
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Alte Pflegerin
Mich wundert nur gerade, dass in einer TV-Serie eines öffentlich-rechtlichen Senders, die man ja eigentlich nicht zum Vergleich heranziehen sollte, der medizinische Berater des Drehteams anscheinend keine Angst vor Fentanyl hatte- gibt der dortige "Notarzt" doch in schöner Regelmäßigkeit dieses Medikament!
#63 vor 32 Tagen von Alte Pflegerin (Gast)
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non-Anästhesist
@64: "es gibt nur ein paar Dinge, die ein Notarzt können muss: 1. schmerzen bekämpfen und zwar 1.1 große Schmerzen 1.2 grösste Schmerzen 1.3 kleine Schmerzen 1.4 Schmerzen bei 3 Kilo Kindern und bei 1.5 99-jährigen. 2. Atemwegssicherung und zwar 2.1 bei 3 Kilo Kindern bei 2.2 (traumatischen) Fehlbildungen 2.3 überall egal wo und zu welcher Uhrzeit und zwar mit einem endotrachealen Tubus IN der Luftröhre. 3. thoraxdrainage legen 4. HRSt behandeln." Na dann schauen sie sich besser mal die Einsatzstatistiken an. Bei den 80% internistischen Notfällen kommen Sie mit Ihren Tuben und Thoraxdrainagen in der Regel nicht weiter.
#62 vor 32 Tagen von non-Anästhesist (Gast)
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Das die Kommentatoren einem immer gleich an die Approbation wollen ... Was leben wir in einer Welt, in der jedwedige offene Flanke die man kritisieren kann immer gleich zur kompletten Zerstörung genutzt werden soll. Grade der oben aufgeführte Text sollte einem doch bei aller (auch berechtigten) Kritik vor Augen führen, das das alles nicht nur gar nicht mal so einfach ist, sondern auch definitiv gefährlich. Wenn der Arzt keine Erfahrung damit hat hat er recht es nicht zu verwenden.
#61 vor 32 Tagen von Stephan Engelhardt (Tierarzt)
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Wenn Sie nicht so Recht hätten und das Thema nicht so absolut traurig wäre, würde ich herzlich lachen ! Vielen Dank für Ihre Beiträge !
#60 vor 32 Tagen von Dr. med. Gabriele Schmidt-Dorn (Ärztin)
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Gast
Wenn ich den Artikel und insbesondere die Kommentare hier lese, bekomm ich einen Schrecken, wie schlecht die deutsche Notfallmedizin ist. es gibt nur ein paar Dinge, die ein Notarzt können muss: 1. schmerzen bekämpfen und zwar 1.1 große Schmerzen 1.2 grösste Schmerzen 1.3 kleine Schmerzen 1.4 Schmerzen bei 3 Kilo Kindern und bei 1.5 99-jährigen. 2. Atemwegssicherung und zwar 2.1 bei 3 Kilo Kindern bei 2.2 (traumatischen) Fehlbildungen 2.3 überall egal wo und zu welcher Uhrzeit und zwar mit einem endotrachealen Tubus IN der Luftröhre. 3. thoraxdrainage legen 4. HRSt behandeln. Wer 1-4 nicht sicher beherrscht soll im Krankenhaus arbeiten wo er jederzeit jemanden hinzurufen kann, der das beherrscht. Wenn hier sog. Kollegen schreiben, Fentanyl wirkt zu langsam oder könnten gefährlich sein, dann beherrschen er/sie es nicht. Ketamin ersetzt kein Opiat, ein Larynxtubus ersetzt keinen Tubus. Man muss 1000 mal Opiat gegeben haben und 1000 Tubus in alt und jung gesteckt haben, dann ist man gut.
#59 vor 32 Tagen von Gast
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Gast
hatte vor 10 Jahren als relativ "junger" Mensch eine Oberschenkelhalsfraktur mit höllischen Schmerzen. Notärztin hat mir "etwas" gespritzt, dass ich nichts mehr mitbekommen habe. Musste dann (weil vorher gegessen) 6 Stunden im Bett auf die OP warten. Ohne Schmerzmittel. Jede Bewegung, jedes Stoßen am Bett hat solche Qualen verursacht, dass ich die Stunde "X" herbei gesehnt und jeden verflucht habe, der auch nur das Bett "angeatmet" hat. Warum ich keine Schmerzmittel bekam - keine Ahnung. Warum ich keine gefordert habe - damals viel zu schüchtern und mit den Gedanken bei der eigentlich bevorstehen OP zum Entfernen einer Lungen-Meta. Heute würde ich mir eine fehlende Schmerzbehandlung nicht mehr gefallen lassen. Ich würde einen Aufstand machen, dass die nur um Ruhe zu haben, mich adäquat versorgen würden.
#58 vor 32 Tagen von Gast
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Verblueffend, normalerweise sind ja die RA(s) mit Schmerztherapie in der Situation bewandert und haben manchmal mehr Erfahrung als der NA. Doch vielleicht in einer ruralen Gegend passiert...
#57 vor 32 Tagen von Prof. Dr. med. Timo Rieg (Arzt)
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non-Anästhesist
Hab im Notarztdienst auch schon Leute mit 0,5mg in der Vene vor Schmerzen brüllen sehen - und Omas mit einem Zehntel der Dosis in der Atemdepression. Ich mag das Zeug präklinisch nicht, langsame Anflutung, schwierige Titrierung. Am besten funktioniert bei mir bei nicht schweren Traumata eine Mäusedosis Ketamin und Midazolam in Kombination mit beruhigendem Einwirken auf den Patienten. Letzteres scheint übrigens in den meisten Fällen der entscheidende Faktor zu sein (sic!). Nicht immer ist präklinisch eine Vollnarkose erforderlich, liebe Anästhesisten.
#56 vor 32 Tagen von non-Anästhesist (Gast)
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Gast
Absolut richtig! Diese "Ärzte" quälen einen Patienten weil sie nicht im Studium aufgepasst haben! Sofort den Notarztschein entziehen und am liebsten die Approbation mit dazu
#55 vor 32 Tagen von Gast
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Dieter
Es darf doch nicht wahr sein. Ich habe den Job 12 Jahre lang gemacht. Da muss man sehen, beurteilen und handeln. Ja verdammt nochmal Verantwortung übernehmen und sich auch durchsetzen. ENDE - nicht diskutieren. 20 min. gewartet ohne ein Schmerzmittel bei beidseitigem offenem Unterschenkel? Wo bin ich? Wunden versorgen, anständige Schienen, 2 Zugänge und Schockprophylaxe wozu auch Schmerzmittel gehören. Wundert mich, dass der Patient nicht bewustlos und im Schock war. Haben ihm wohl gut zugeredet. Aber hinterher auch noch Oberlehrerhaft werden. Das kenn ich. Fragen Sie mal den Altvater der Rettung, Prof. Dr. Peter Seffrin in Würzburg, was der dazu sagt. P.S. Na ja so manches kranke Haus ist auch nicht besser. Nach einer verkorksten OP und höllischen Schmerzen, habe gerbrüllt wie Sau, gab man mir gnädigerweise Paracetamol. Habe meine Frau nach Hause geschickt mir etwas anständiges zu bringen.
#54 vor 32 Tagen von Dieter (Gast)
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Guten Tag Vielleicht sollte deutlicher differenziert werden zwischen Analgesie und Anästhesie... Für reine Analgesie ist Fentanyl (zu meiner Zeit) nicht zugelassen gewesen. Wohl aber zur Anästhesie. Ein Unfallopfer mit offenen Frakturen ist aber mit großer Wahrscheinlichkeit mit einer Anästhesie richtig behandelt. Und ja: wer nicht in der Lage ist mit Ketanest oder Fentanyl wenn nötig eine Narkose einzuleiten, gehört m.E. nicht auf einen NAW.
#53 vor 32 Tagen von Michael Hülser (Arzt)
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Toller Artikel, vielen Dank!!! Gut nachvollziehbar, lehrreich und interessant für Studenten und bereits Berufsausübende :) Regt an, Arztsein als Berufung zu verstehen!!
#52 vor 32 Tagen von Jan Christian Cyris (Student der Zahnmedizin)
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...wenn unten jemand schreibt, was sollen die Emotionen, dann finde ich die aber sehr angebracht. Solche Kollegen sollten die Patienten auf Schmerzensgeld verklagen können . Und diese Arztin und Heilpraktikerin hat offensichtlich null Ahnung.
#51 vor 32 Tagen von Peter Kempen (Arzt)
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Gast
Kann ich voll nachvollziehen, diesen erbosten Artikel. Und danke für den Exkurs ins Schmerzmitteluniversum der Junkies. Sehr interessant.
#50 vor 32 Tagen von Gast
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Gast
#1 Empathie ist nicht so Ihre Stärke - nicht wahr? Oder ist der Einstieg in den Exkurs erst nachträglich eingefügt worden? Wäre der Themenersteller nicht empathisch, hätte er sich dem kompletten Versagen des erstbehandelnden NA angeschlossen. 20 Minuten stärkste Schmerzen sind eine verdammt lange Zeit! Ich selbst hatte schon einen Motorradunfall und lag lt. Auskunft der Retter, selbst hatte ich jedes Zeitgefühlverloren, 8 Minuten bis zum Eintreffen des NA mit Schmerzen auf der Landstraße. Keine schöne Zeit. Als NA muss man seinen Job beherrschen, da kann man keinen Hntergrund anrufen oder mal eben beim erfahreren Kollegen auf der ITS vorbeischauen.
#49 vor 32 Tagen (editiert) von Gast
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#1 warum dieses Übermaß an Emotionen? - Jede einzelne Zeile kann ich theoretisch wie auch praktisch nachvollziehen und jeder einzelne Gedanke wäre auch meiner gewesen. Ein unnötig leidender Patient macht mich auch emotional, ebenso wie ein Kollege der anscheinend die Dreistigkeit besitzt nicht "dazu lernen" zu wollen, als wäre "nichts ist so stetig wie der Wandel" nicht unser alltäglich Brot!
#48 vor 32 Tagen von B.SC. Nurse Yvonne Sachs (Gesundheits- und Krankenpflegerin)
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@#41 Die WHO schreibt in ihren Guidelines zur Dosisfindung bei Opioiden, dass es große interindividuelle Unterschiede bei der Dosisfindung gibt. So läge die individuelle Tagesdosis bei Morphin zwischen 5 bis 1000 mg (ein 200facher Unterschied) beträgt. Sollte es sich also um eine Fehldosierung handeln (dies läßt sich hier ja nicht objektiv beurteilen), spricht das nicht gegen das Medikament. Auch unter Morphin kann man bei relativ geringer Dosierung an einer Atemdepressiom sterben, wenn man "empfindlich" auf Opioide reagiert.
#47 vor 32 Tagen von Dr. med. Matthias Ott (Arzt)
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Prof.Dr.Dr.R. Reichardt
Es ist nicht zu verstehen, das ein Not- Arzt der Angst hat ein lang erprobtes Medikament wie C22H28N2O Fentanyl zu verabreichen! Entweder dieser ist in der Ausbildung mit dem Lehrstoff zu kurz gekommen, vor allem auch mit der Pharmakologie, oder dieser eignet sich nicht zum Notarzt, zum Arzt im Allgemeinen. Wäre da nur noch die Pathologie übrig. Ein Lob an den mutigen Kollegen und im Namen aller versorgten Menschen die es ihnen nicht sagen können.. Herzlichen Dank.
#46 vor 32 Tagen von Prof.Dr.Dr.R. Reichardt (Gast)
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Gast
Kollegen die von Opioiden so wenig Ahnung habemn, wie vom Schreiber berichtet sollten diese Substanzen besser niemals einsetzen. Das Risiko einer Apnoe mit Asphyxie ist zu hoch. Die Kombination von Midazolam/Ketamin halte ich für wesentlich sicherer, da es in der Regel nicht zur Apnoe kommt. Außerdem spricht nichts gegen die Anwendung von Morphin, bis auf eine leicht verzögerte Anschlagzeit. 0, 5 mg Fentanyl würde ich kaum als Dosis zur Analgesie einsetzen, eher zur Narkoseeinleitung und selbst das ist viel.
#45 vor 32 Tagen von Gast
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@39 Respekt vor Ihrer eigenen Einschätzung Ihrer Fähigkeiten. Es gibt viele, die einfach mit der Einstellung "wird schon werden" da ran gehen, aber rote Hose und Blaulicht machen keinen Notarzt ;)
#44 vor 32 Tagen von Martin Rößler (Arzt)
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Opiate sind immer noch in D ein sehr ungern gegebenes Medikament. Die Schmerzfachgesellschaften haben sich dem Kampf gegen den chronischen Schmerz verschrieben, oder ganz neu der Einführung von Cannabis, akute Schmerztherapie kommt leider zu kurz. DIVI, DGINA und vorallem Band e.V. und die Verbände der Länder sind hier in der Pflicht dafür zu sorgen, das Patienten in der Akut- und Notfallmedizin gut versorgt werden! Leidererlebe ich es jeden Tag, dass das eben nicht immer so ist.
#43 vor 32 Tagen von Andre Mueller (Student)
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@41 Verstehe. Eine äquivalente Dosis von Morphium in der oben geschilderten Situation wären allerdings 10-20 mg (entsprechen 0,1-0,2 mg Fentanyl). Aber ich kann auch schlau daherquatschen, weil mir beide Medikamente im Alltag gut vertraut sind und der Umgang mit Fenta für mich dadurch nicht angstbesetzt ist, da ich auch die möglichen Komplikationen beherrschen kann (Anästhesist)... Ein jeder nehme was er kennt, ein jeder tue was er kann :)
#42 vor 32 Tagen von Martin Rößler (Arzt)
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Wer keine Ahnung von adäquater Analgesie im Notarzteinsatz und offenbar auch noch Angst hat intubieren zu müssen, ist offenbar mit dem Job überfordert. Kann vorkommen. Aber wer sich dann auch noch erdreistet, die "beleidigte Leberwurst" zu spielen , der wirkt einfach nur noch peinlich.
#41 vor 32 Tagen von Dr. med. Christel Maria Bucken (Ärztin)
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Als Notarzt nehme ich bei starken Schmerzen immer Fentanyl (auch beim Herzinfarkt). Grund dafür ist nicht die höhere Potenz: die Potenz ist nur ein Hilfsmittel für die Dosisfindung (0,1 mg Fentanyl wirkt in etwa wie 10 mg Morphin). Was Fentanyl aber von den anderen Opioiden unterscheidet, ist der schnellere Wirkeintritt (Wirkmax nach 2-3 min). Das macht Fentanyl besser steuerbar und damit SICHERER in der Anwendung und somit sicherer für den Patienten. Deshalb wird es auch in der Anästhesie bevorzugt. By the way: Morphin ist dem Fentanyl beim Herzinfarkt nicht überlegen. Ich vermute, dass die Bevorzugung von Mo beim Herzinfarkt durch die Autorenschaft der Guidelines herrührt. Werden diese doch von Internisten geschrieben, die häufig Fentanyl nicht gut kennen.
#40 vor 32 Tagen von Dr. med. Matthias Ott (Arzt)
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Schöner Artikel von einem Mediziner der Ahnung hat. Herzl. Dank. Ich arbeite selber im Akutschmerzdienst und werde bitterböse, wenn z.B. ein Verbrennungskind erst auf der ITS einen Zugang und Schmerzmittel bekommt. In der Amb. schien Fenta auch zu gefählich zu sein. Aber ich dachte auch Analgesie gehöt zur Grundausbildung eines Arztes dazu.... wie gesagt dachte. Bitte mehr solcher Artikel damit die Notwendigkeit der Weiterbildung noch deutlicher wird. Arzt sein bedeutet eben nicht nur Status und Geld? sondern eben auch Wissen.
#39 vor 32 Tagen von Werner ten Bosch (Gesundheits- und Krankenpfleger)
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Ärztin und HP
Ja, es war Pflaster 12,5 micro, es reichte um zu Sterben...... leider. Ich würde lieber Morphin geben, und nehmen für Notfall......
#38 vor 32 Tagen von Ärztin und HP (Gast)
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Ich habe hier selten einen so guten (gerade *weil* emotionsgeladenen) Artikel gelesen. Zu gut kann ich mich an meine Zeit als Krankenpfleger auf einer Intensivstation erinnern, auf der sogar die Anästhesisten Angst vor Opiaten hatten. Auch ich war damals häufig durchaus emotionsgeladen, weil meine Patienten unerträgliche Schmerzen hatten... Im übrigen warte ich gespannt auf die Antwort auf die Frage in Kommentar #23 ..
#37 vor 32 Tagen von Eric Hurm (Beamter im Gesundheitswesen)
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Assi
Einer der Gründe warum ich (noch) nicht Notarzt fahre. Dafür muss man wirklich fit sein. Als ich einmal von einem Kollegen gefragt wurde ob ich nicht bald Lust hätte als Notarzt einige Dienste zu übernehmen dachte ich der macht Witze. Ich war doch erst im zweiten Ausbildungsjahr und hatte keine Ahnung von Anästhesie... aber anscheinend nimmt man ja heutzutage wenauchimmer man dafür kriegen kann. Nun liegt es im Ermessen jedes einzelnen ob er sich das zutraut oder nicht. Mein Tipp: im Zweifel lieber noch etwas warten und macht es bloß nicht wegen der Kohle (ein Klempner bekommt für einen Noteinsatz am Wochenende sowieso mehr).
#36 vor 32 Tagen von Assi (Gast)
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Nicht umsonst hat man Fentanyl in Form von Lutschern bei der Bundeswehr etabliert. (siehe Google: "Notfallmedizin im Krieg: Die Bundeswehr macht's mit Lollis"). Ich "mische Chemotherapeutika zusammen" und bin als Onkologe und Palliativmediziner ganz auf Ihrer Seite. Naloxon (nicht, das man das jemals außer bei Drogis benötigen würde) müsste sich im übrigen auch im Ampullarium befinden. Der Einsatz muss Sie bewegt haben, sonst hätten Sie diesen wichtigen Artikel nicht geschrieben. Hochachtung vor unseren (kompetenten) notärztlichen Kollegen !
#35 vor 32 Tagen von Dr. Stephan Rackwitz (Arzt)
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@#34 Es tut mir leid um Ihre Mutter. Mir ist nur etwas schleierhaft, welch Dosierung und Applikation Sie meinen. Fentanyl Pflaster 12,6micro? Zum anderen reden wir hier doch von einer völlig anderen Situation, Fentanyl ist ein absolut gängiges Opiat, das zur Narkoseeinleitung und Schmerztherapie (Artikel: offene Fraktur beider Beine mit massiven Schmerzen) bestens geeignet ist. Verstehen Sie mich bitte nicht falsch...aber wir reden hier über zwei paar (verschiedene) Schuhe. Fentanylpflaster werden in der Regel bei chronischen Schnerzpatienten eingesetzt, aber wohl nicht bei einem traumatisierten (verunfallten) Patienten mit schweren bis schwersten Verletzungen.
#34 vor 32 Tagen von Martin Rößler (Arzt)
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Wie 12,5. - mg????
#33 vor 32 Tagen von Dr. med. Rolf Zimmer (Arzt)
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Gast
Der arme Patient....Wahnsinn. Das Schmerzgedächtnis hat da sicher eine Menge abgespeichert.
#32 vor 32 Tagen von Gast
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Ärztin und HP
I will niemals Fentanyl bekommen, auch in Notfall nicht ! Meine Mutter hat Atemdepression bekommen nach nur 12,5 also die niedrigste Dosis und ist vor meinen Augen gestorben. Nie wieder !
#31 vor 33 Tagen von Ärztin und HP (Gast)
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Köstlich, ich habe mich selten besser amüsiert über diese netten Worte. Leider ist inadäquater Umgang mit pain killern , insbesondere dem bösen, bösen Fentanyl traurigste Realität...
#30 vor 33 Tagen von Dr. med. Martin Bauer (Arzt)
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Ich bin über die Inkompetenz des ersten NA entsetzt. Sein Unterlassen ist für mich Körperverketzung!!!
#29 vor 33 Tagen von Jürgen Gollwitzer (Rettungsassistent)
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Gast
Ich glaube, dass dieser Einsatz für den ersteintreffenden (und wohl noch unerfahrenen) Kollegen ebenfalls traumatisch in Erinnerung geblieben ist. Leider ist es heutzutage wohl immer noch üblich, dass die Kollegen ohne ausreichendes Teaching ins kalte Wasser geworfen werden. Sicherlich ein Übernahmeverschulden, welches ihm aber erst nach und nach bewußt werden wird. Ketanest und Dormicum sind diesbezüglich auch segensreich, weil (dosisabhängig) nur gering atemdepressiv wirkend. Man muss es halt üben können...
#28 vor 33 Tagen (editiert) von Gast
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Ja was denn noch, völlig ohne Empathie oder unsachlich und emtionsschwanger ? Ich für mein Teil finde den Artikel bemerkenswert und lesenswert. Das Verhalten und Handeln sollte immer der Situation angemessen sein. Ein schreiender Patient ist Indiz genug für die erlittenenen Qualen. Eine ausgewogene und professionelle Fentanyl-Gabe ist hier absolut segensreich.
#27 vor 33 Tagen von Psych.Psychotherapeutin Monika Koch (Weitere medizinische Berufe)
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Gast
Nebenbei gesagt kenne ich noch die Zeit, wo im Rettungsdienst keine Opiaten vorgehalten wurden. Ich habe mit einigen Ampullen Morphin im persönlichen Besitz an der Frau den ganzen Tag im Klinikalltag begonnen. ( Identisch mit Kommentatorin des Beitrags 19)
#26 vor 33 Tagen von Gast
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Gast
Für mich hätte Fentanyl fürchterliche, negative gesundheitliche Folgen!!! Ich bin seit der ersten und aber auch letzten Fentanyl-Behandlung Herzpatient. Ich musste einen operativen Eingriff über mich ergehen lassen aufgrund extremster Rhythmusstörungen. Das war nicht lustig! Dies habe ich von einer großen deutschen Stiftung überprüfen lassen.
#25 vor 33 Tagen von Gast
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Gast
Ich stimme zu, zu adäquater Analgesie sollte man als Notarzt fähig sein. Dass der Notarzt sich nicht traut, ist eins (nicht gut, natürlich), aber dass das Rettungsdienstpersonal (mindestens Rettungsassistenten , heute eher sogar Notfallsanitäter) sich auch "fürchtet", kommt mir absurd vor. Ich kenne es eher so, dass das RD-Personal über zögerliche Notärzte den Kopf schüttelt und erleichtert ist, wenn der Hubschrauberarzt endlich vernünftige Massnahmen ergreift. Auch ich fahre (am Boden) im ländlichen Raum, "mein" Personal ist tüchtiger. Übrigens bekomme ich zwar Geld, aber keinesfalls viel Geld. Ausserdem herrscht mittlerweile ein eklatanter Mangel an Notärzten, da ist man oft froh, wenn überhaupt einer kommt ( wobei viele Notfallsanitäter in Notkompetenz für den Patienten unter Umständen besser sind als manche Ärzte) Keinesfalls kann man heute noch alle Standorte mit Anästhesisten besetzen
#24 vor 33 Tagen von Gast
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Pflegepädagogin
bin jahrelang in den 90igern mit dem Notarzt gefahren und wir waren immer froh über Fentanyl, bei Atemdepressionen ( die Dosis machts) muss man eben intubieren können- wenn nbicht, dann nicht als Notarzt arbeiten.
#23 vor 33 Tagen von Pflegepädagogin (Gast)
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Gast
super Beitrag Hoffentlich sind alle Notärzte in unserer Umgebung von der Anästhesie und hoffentlich lesen alle Notärze diesen Beitrag!! Vielen Dank!
#22 vor 33 Tagen von Gast
  3
Gast
Vielen Dank für die aufschlussreiche Zusammenfassung, ich habe mich auch schon oft über aus Unwissenheit resultierender falscher Zurückhaltung zu Lasten des Patienten geärgert!
#21 vor 33 Tagen von Gast
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Was hätte dieser Notarzt mit z.B. mir gemacht, einem Notfallsanitäter, wenn ich vor seinem Eintreffen Fentanyl gegeben hätte? Würde mich wirklich interessieren!
#20 vor 33 Tagen von Stefan Prell (Rettungsassistent)
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Gast
Fenta ein super Medikament. Noch nie Probleme gehabt in 15 Jahren Notärztin Erfahrung.....
#19 vor 33 Tagen von Gast
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Richtig, es muss nicht immer ein Polytrauma oder ein Schwerverletzter sein. Wer jemals versucht hat ein Sprunggelenkluxationsfraktur ohne Analgesie zu richten oder ein luxierte Patella hat sich vielleicht vor dem Kadi wiedergetroffen. Als Notarzt muss ich das 1*1 der Rettungsmedizin perfekt beherrschen.
#18 vor 33 Tagen von Thoralf Bötel (Arzt)
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Sehr gut geschrieben und mit wissenschaftlichen Einblicken. Bravo! Bitte nicht vom Missbrauch abschrecken lassen!
#17 vor 33 Tagen von Dr. rer. nat. Andreas Köpke (Mitarbeiter Industrie)
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Genau so ist es . Auch im Alltag sind die meisten Schmerzpatienten laut WHO unterversorgt weil die meisten Ärzte eine unbegrundete Angst vor opioden haben.
#16 vor 33 Tagen von Dr.( IMF-Klausenburg) Oussama Al-Abyad (Arzt)
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Gast
Ja, ja, die Hauptsache das deutsche medizinische "Ober"beamtentum bleibt gewahrt. Respekt vor Handelnden. Dr. Klaus Fischer, Kelkheim
#15 vor 33 Tagen von Gast
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Gast
Abgesehen von Analgesie uns Atemwegsmanagement erschöpfen sich die Fähigkeiten eines durchschnittlichen Anästhesisten ja mehr als schnell..wann hat eigentlich jemals ein "Narkosearzt" eine internistische Ausbildung durchlaufen ? Aber sicherlich ist es richtig, dass eine suffiziente Ausbildung im anästhesiologischen Sektor bzw. eine entsorechend lange Rotation leben retten wird.
#14 vor 33 Tagen von Gast
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Danke für diesen Artikel! Politik fordert 20 Punkte, aber nicht den wirklichen Umgang mit diesen hocheffizienten Opioiden. Insgesamt hat man das Gefühl, dass diese Substanzen verteufelt werden und man mit Paracetamol und Novalgin vielleicht noch ein NRSA der Superdoktor sei. In OP - wird im Wesentlichen mit Remifentanyl gearbeitet und bei "Knappheit" bringen ht Chaos aus. Wenn man über 30 Jahre im OP gestanden hat und die gleiche Zeit als Notarzt unterwegs ist kann man nur noch den Kopf schütteln ob der vielen "Awards" die gefordert werden und den wenigen praktischen Fälligkeiten. Ich würde mir wünschen, das die Praxis das Kriterium der Wahrheit ist und nicht die vielen "tollen Teilnahmebescheinigungen"! Nochmals vielen Dank für diesen tollen Beitrag.
#13 vor 33 Tagen von Dr. med. Volker Scharnowski (Arzt)
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Da kann ich mich nur anschließen ... ich habe vor meiner Tätigkeit als Notarzt aus genau diesen Gründen eine 1-jährige Anästhesie-Rotation durchlaufen. Denn wenn man eines dort lernt ist es Analgesie und Atemweg !
#12 vor 33 Tagen von Peter Schulze-Buxloh (Arzt)
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Gast
Der Zweck dieses Beitrages bleibt unklar. Schmerztherapie ist Grundlage jeden ärztlichen Handelns, das sollte jedem bewusst sein. Missstände der ärztlichen Weiterbildung und notärztlichen Versorgung sollten dennoch andere Kanäle zur Kritik finden, konstruktive beispielsweise. Im Übrigen wird niemand als Notfallmediziner geboren, eine Ausbildung will auch in der Praxis durchlaufen werden. Der Artikel läuft Gefahr bei fachfernen Lesern Ängste zu schüren, die im Großen und Ganzen der medizinischen Versorgung in Deutschland unberechtigt scheinen.
#11 vor 33 Tagen von Gast
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Komplett richtige Darstellung. Wer keine Erfahrung im Umgang mit Narkoseeinleitung und Intubation hat, ist auf einem NEF nicht richtig. Es kann nicht sein, das aufgrund mangelnder Kenntnis und Handhabung der entsprechenden Medikamente das Wohl des Patienten gefährdet wird. Dazu gehört auch eine suffiziente Analgesie. Ich empfinde den Artikel als adäquat emotional und auch sachlich. Ich habe selbst erlebt, dass mir ein Patient auf der ITS übergeben worden ist, wo der Rettungsassistent(!) intubiert hat (Kombitibus), weil der NA es nicht konnte. Wer einfach nur Bock auf Action hat und sich toll fühlen möchte sollte dies woanders ausleben. Letztendlich geht es aber auch um Selbstschutz. Wenn ich einen Patienten mangels Kenntnis in Gefahr bringe oder sogar zusätzlichen Schaden verursache, dann begleitet mich das nicht nur juristisch, sondern auch psychisch ein Leben lang. Do no Harm, Do know Harm!
#10 vor 33 Tagen von Martin Rößler (Arzt)
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Warum denn nicht? Liest sich so besser und interessanter als so mancher andere Text hier!
#9 vor 33 Tagen von Lena Schäfer (Medizinisch-Technische Assistentin)
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Das ist tatsächlich ein netter Blog zum Thema. Information und Emotion, da bleibt dann auch die Kernaussage hängen – und die ist auf jeden Fall richtig. Eine effiziente Schmerztherapie ist doch bei chirurgischen Notfällen oftmals das beste und wichtigste und manchmal das einzige was vor Ort im Rettungsdienst gemacht werden kann. Allerdings scheint der notärztliche Kollege vor Ort ja noch recht frisch gewesen zu sein, wenn er sich noch so an seinen Notarzt-Kurs erinnern kann...;)
#8 vor 33 Tagen von Dr. med. Peter Tonn (Arzt)
  2
Gast
.... sodass man den Patienten schon von weitem durch das geöffnete Fenster schreien hörte.Ich wies auf den Patienten, der sich nun schon seit mindestens 20 Minuten krümmte.. Danke für die sachkundige Darstellung und... das bisschen Kollegenschelte in einem Fachforum sollte verzeihbar sein.
#7 vor 33 Tagen von Gast
  5
dem ist nichts hinzuzufügen, erste Aufgabe ist Schmerztherapie, auch in der Zahnheilkunde...
#6 vor 33 Tagen von Dr.,MSc. Matthias Stumpf (Zahnarzt)
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Super Artikel
#5 vor 33 Tagen von Birgit Moll (Gesundheits- und Krankenpflegerin)
  3
Gast
#1 Empathie ist nicht so Ihre Stärke - nicht wahr? Oder ist der Einstieg in den Exkurs erst nachträglich eingefügt worden?
#4 vor 33 Tagen von Gast
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Unsachlich
#3 vor 33 Tagen von Helene Schönewolf (Pharmareferentin)
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Stimme dem Autor völlig zu. Wer nicht mit Opioiden umgehen kann und Angst vor einer eventuellen Atemdepression hat, die er nicht beherrschen kann, gehört nicht in den Notarztdienst!
#2 vor 33 Tagen von Dr. med. Maria Wittmann (Ärztin)
  3
Gast
sehr interessant. aber warum dieses übermaß an emotionen?
#1 vor 33 Tagen von Gast
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