Zweitmeinungen: Lästern verboten!

08.10.2017
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Legitimerweise kann sich ein Patient eine Zweitmeinung einholen, und nicht immer deckt sich diese mit der ersten Einschätzung des Krankheitsbildes. Trotzdem sollten wir in unseren Äußerungen über den Kollegen wertschätzender formulieren.

Ich möchte mich hier ausdrücklich bei allen Kollegen entschuldigen, denen ich in meiner Laufbahn bisher Inkompetenz angedichtet habe. Manchmal war es der Unfallchirurg, der beim Platzwundenähen vergessen hat, den Tetanusschutz des Patienten aufzufrischen, der Assistent in der Kinderklinik, der das Extremfrühgeborene am Freitagabend nach Hause entlässt, oder der niedergelassenen Hausarzt, der dem Dreijährigen Cefuroxim verordnete. Nur so als Beispiele.

Es gibt immer Gründe für unser Handeln. Sei es Stress am Arbeitsplatz, Stress durch den Vorgesetzten, Stress durch den Patienten oder Stress durch (in unserem Fall sehr oft) Angehörige. Jeder kann seine Kompetenzen überschreiten, ein gutes Fehlermanagement gehört zum Arztberuf genausp dazu wie das Rezepteschreiben. Nur lernen muss man aus ihnen.

Um aus Fehlern zu lernen, muss man davon erfahren

Ich schicke genug Patienten auf die Reise – am Wochenende, im Notdienst, in Vertretung. Ihren weiteren Krankheitsverlauf kann ich nicht mehr im Auge haben, da sie in der Regel woanders betreut werden. Und ich mache auch Fehler. Da wäre es schön, wenn mal eine freundliche kompetente und sachliche Rückmeldung dazu käme, was nicht so optimal lief.

Aus diesem Grund schicke ich auch Patienten, die beim Facharzt versorgt werden (bei uns vor allem Pulmologen, Hautärzte, Chirurgen) zurück, wenn die verordnete Therapie nicht richtig fruchtet: „Der hat mir dies und das aufgeschrieben, aber das bringt ja gar nichts“. Wie soll der Kollege korrigierend eingreifen, wenn er den Erfolg oder Misserfolg seiner Bemühungen nicht wiedersehen darf? Ein zweite Meinung mag für den Patienten zwar eine zweite Chance sein, für den Erstbehandler ist sie es nicht. Im besten Fall bekommst du eine ähnliche Diagnose, eine andere Therapie bekommst du immer, denn die „zweite Meinung“ hat den Vorteil des Nachbehandelns.

Ich spiele ungern Kontrollinstanz

Ich werde mitunter auch um eine Zweitmeinung gebeten. Das begeistert mich nicht, weil ich zwar das Recht des Patienten dazu sehe, mich aber stets als Kontrollinstanz überhöht fühle. Ich greife nur selten in das vorgeschlagene Regime des Kollegen ein, sondern plädiere, wenn ich die Sachlage anders einschätze, dafür das Gespräch mit dem Vorbehandler zu suchen.

Je weiter die Diagnostik- und Therapiekette dann gediehen ist, und es gibt Patienten, die Arzt nach Arzt und Heilpraktiker nach Heilpraktiker „durcharbeiten“, desto höher die Wahrscheinlichkeit, das allumfassende Heilmittel zu finden. Auf nichts anderem bauen ja viele Alternativverfahren auf. Die Zeit heilt vieles.

Über Kollegen lästern ist ein No-Go

Fehler sind okay, Fehler sollten nicht wiederholt werden. Aus Fehlern kann jeder lernen. Also gestehen wir sie jedem zu. Was aber gar nicht geht: Über den Kollegen schlecht reden.

Ein absolutes No-Go. Wir sollten unserem Berufsstand soviel Ehrgefühl und Kollegialität entgegenbringen, dass wir rhetorisch nicht entgleisen, sondern besonnen und nüchtern formulieren. Die Patienten werden es uns und dem Ärztestand danken.

Entschuldigung, liebe Kollegen, für die bösen Gedanken, die ich euch manchmal hinterher sende. Die Patienten haben davon nichts gehört.

Euer kinderdok

Ursprünglich hier

 

Bildquelle: Kamyar Adl, flickr

Artikel letztmalig aktualisiert am 09.10.2017.

39 Wertungen (4.23 ø)
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Medizin, Pädiatrie
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Patient
Ich bin mit meiner allgemeinen Hochschulreife durchaus in der Lage mich kurz zu fassen und bereite mich auch extra darauf vor, aber wenn ein Arzt es schafft beliebige Krankheiten mit drei bis vier Fragen zu diagnostizieren, dann kann das ein Computer ebenso gut bzw. eben schlecht. Es geht schlicht um Geld. Wenn mir ein Arzt das mal ehrlich sagt, kann man zusammen das Beste daraus machen. Die meisten suchen stattdessen nach fadenscheinigen Ausreden.
#31 am 12.10.2017 von Patient (Gast)
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Gast
@Patient: Natürlich wäre es besser den Patienten alles in seinen Worten beschreiben zu lassen, das Problem: Zeit ist knapp und viele haben Schwierigkeiten beim wesentlichen zu bleiben. Einerseits Beschwerden über lange Wartezeiten, andererseits wünscht man gefälligst nicht unterbrochen zu werden wenn man ausführlich über Nebensächlichkeiten berichtet. Eine gute Anamnese ist kein Monolog des Patienten sondern eher ein strukturiertes Interview. Um die Frage „welche Beschwerden führen sie heute her?“ zu beantworten sind in den meisten Fällen nicht mehr als drei Sätze nötig. Die meisten Anamnesen sind heutzutage nicht deswegen so schlecht weil man nicht ausreden lässt sondern weil nicht genug wichtige Fragen gestellt werden. Um einen Migräneanfall zu behandeln ist es nicht wichtig zu wissen dass vor 5 Jahren der Blinddarm entfernt wurde. Wozu die komplette Vorgeschichte erheben wenn der Patient sowieso nicht wiederkommt? Ganzheitliche Behandlung erfordert Zeit und Wiedervorstellungen.
#30 am 12.10.2017 von Gast
  2
Gast
Frau Ullrich: natürlich finden sich unter Ärzten (genau wie auch allen anderen Berufsgruppen) Exemplare die nicht so mit „konstruktiver Kritik“ umgehen wie es vielleicht angebracht oder wünschenswert wäre... hier geht es aber nicht um lieb oder böse, laut oder leise. Angemessene Fehlerkultur gehört für uns mittlerweile zum Pflichtprogramm. Aber selbst jene die eine vorbildliche Fehlerkultur pflegen werden diese kaum in vollem Umfang öffentlich, vor Patienten und Angehörigen oder gegenüber anderen Berufsgruppen durchexerzieren.
#29 am 11.10.2017 von Gast
  0
Patient
Ich kenne keinen Arzt, der mich nicht spätestens im dritten Satz unterbricht. Es gilt: Ich habe Medizin studiert und weiß daher mehr über Deinen Körper als Du! Und: Bisher außerdem nur Krähen, die sich ja bekanntlich untereinander keine Augen aushacken. Sorry, aber das ist meine überwiegende Erfahrung. Erwähnt man keine Vorbefunde bekommt man ggfls. auch tatsächlich eine andere Meinung.
#28 am 11.10.2017 von Patient (Gast)
  8
Klar, Ärzte sind offen für konstruktive Kritik..... Vorsicht Ironie..... ;)) Vielleicht eine Hand voll, aber bis man die gefunden hat, hat man sich 8 böse Antworten abgeholt. Nö, da bleib ich lieber bei der leisen Art... ;)
#27 am 11.10.2017 von wiebke Ullrich (Heilpraktiker)
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Gast
An die Doc-Check Redaktion, es wäre wünschenswert wenn meine Kommentare nicht ständig gelöscht werden. Es gibt durchaus Mitmenschen die das lesenswert und auch wichtig und informativ finden. Vielen Dank im Voraus und für Ihr Verständnis
#26 am 11.10.2017 von Gast
  3
Gast
Ach ja, die Behandlungsoptionen der Orthopäden sollen Kalk aus der Schulter entfernen, die helfen nicht bei einem Sehnenabriss ;)
#25 am 10.10.2017 von Gast
  3
Gast
Ja, ging es. Bei den 5 befragten Ärzten ging es um Orthopäden. Der Schilddrüsenmediziner war bisher der Einzige seiner Art. Tut mir leid, wenn Sie gleich auf dem Beziehungsohr hören. Und ja, ich bin immer ehrlich, grade mit dem Arzt, der vor mir sitzt.
#24 am 10.10.2017 von Gast
  3
Gast
@22: geht es hier wirklich um die Meinung des Arztes? Oder geht es um IHRE Meinung, und dass soviele Ärzte befragt werden bis endlich einer ihrer Meinung ist? Das ist durchaus legitim, schließlich ist es ihr Körper und ihre Entscheidung. Aber der Arzt trägt die Verantwortung und die Entscheidung ob oder nicht eine radikale Thyreoidektomie empfehlenswert ist hängt nicht nur davon ab was dem Patienten und dem Arzt lieber wäre, sondern von der zu behandelnden Erkrankung. Wenn es ihnen nur darum geht kosteeswaseswolle die OP zu vermeiden dann hätten sie auch so ehrlich sein können und das dem ersten Arzt klipp und klar mitzuteilen und ihm sagen dass diese Option nicht in Frage kommt. Das hätte vier anderen Ärzten unnötig Arbeit erspart, weniger Kosten verursacht und andere Patienten hätten eher einen Termin bekommen. Aber soviel Rückgrat muss man dann eben auch haben, das bringt beiden mehr als in der Praxis brav nicken, dann woanders hingehen und hier hinterrücks herumzulästern...
#23 am 10.10.2017 von Gast
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Gast
Hm. Wenn man als Patient 5 Orthopäden braucht um einen abgerissenen, atonen Supraspinatus zu diagnostizieren und um eine Nadellavage und Ultraschall (Selbstkosten) herumzukommen, dann bin ich für eine Zweitmeinung.Ich bin auch eher für Jod und Selen als für die komplette entfernung der Schilddrüse. Sollte ich mich jetzt als Patient schlecht fühlen, wenn ich nicht der Meining des ersten bis vierten Arztes bin, sondern lieber noch einen Aufsuche? Der mir dann Hilft? Ohne was rauszuschneiden?
#22 am 10.10.2017 von Gast
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Gästin
Wenn die Zweitmeinung von der Erstmeinung abweicht, muss die Erstmeinung nicht falsch sein. Manchmal gibt es einen "Ermessensspielraum", beispielsweise bei Bandscheiben-OP, die kein Notfall sind. Wenn der Patient eh Angst vor der OP hat, wird er einem Arzt dankbar sein, der sagt, man kriegt das wieder so hin. Wenn der Patient lieber schnelle Lösungen hat, lässt er sich operieren. Ich kenne Patienten mit dem genau gleichen Krankheitsbild, dem einen ging es mit der OP sehr gut, dem anderen hinterher ohne aber auch. Und es gibt das Gegenteil: Patienten, denen es unabhängig von der Lösung schlechter geht. Zumindest was ich weiss, sind die Fachärzte auch gar nicht gegen das Abgeben von Zweitmeinungen, es wird zumindest von den KK ordentlich honoriert . Und nur bei der Zweitmeinung hat man als Kassenpatient die Möglichkeit, mit einem Chefarzt zu sprechen.
#21 am 10.10.2017 von Gästin (Gast)
  2
Ich kann mich nur anschließen: derjenige der die 2.Meinung abgibt hat es viel leichter! Da etliches ja schon gemacht wurde, kann man darauf aufbauen/ Diagnosen ausschließen usw. und viele Pat. denken dann, dass der erste Kollege schlecht sei. Dabei hatte dieser nur nicht die Möglichkeit weiter zu behandeln.
#20 am 10.10.2017 von Dorothee Urbanke (Ärztin)
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@15 es gibt an den größeren Universitätskliniken ( Hannover, Bonn, Düsseldorf, Heidelberg u.a.) Zentren für seltene Erkrankungen, vielleicht kann ihnen dort jemand weiterhelfen? Gute Besserung!
#19 am 10.10.2017 von Dorothee Urbanke (Ärztin)
  0
Assistenzarzt
@Nr. 10: Wie gesagt, es gibt Fälle in denen es erforderlich ist. Aber oft nicht. Häufig ist die Ursache ein Fehler in der Kommunikation auf beiden Seiten. Wenn ich einen Therapieversuch aus mehreren möglichen Behandlungsoptionen empfehle muss ich dem Pat. das unmissverständlich sagen. Ebenso wenn eine Wiedervorstellung (bei mir!) sinnvoll ist. Erst wenn alle Optionen ausgeschöpft sind ein klares "ich bin mit meinem Latein am Ende aber dort könnte man vielleicht weiterhelfen" und dann Überweisung zum Facharzt/Klinik/Osteopathen/usw. DURCH den Erstbehandler MIT Beigabe aller bisherigen Untersuchungsbefunde. Seitens des Patienten ist ein klares Feedback erforderlich. Also Wiedervorstellung bei anhaltenden Beschwerden und ja, im Zweifelsfall auch den Verdacht äussern dass die vorgeschlagene Therapieoption eventuell nicht die richtige war... denn wie der Unfallchirurg schon sagte wir sind nicht perfekt, ein zweites Mal drüber nachdenken hilft und Fehler werden nicht absichtlich gemacht.
#18 am 10.10.2017 von Assistenzarzt (Gast)
  0
Unfallchirurg
An dieser Stelle sei doch mal betont, dass wir alle nicht perfekt sind und alle Fehler machen. Dazu sollten wir stehen um diese Fehler künftig dann zu vermeiden. Ich gehe davon aus, dass keiner unserer Kollegen den Patienten schaden will. Die Zweitmeinung sehe ich kritisch, ohnehin schon knappe Facharzttermine werden so zusätzlich blockiert und es ist sehr schwierig - aber unumgänglich - Zweitmeinungspatienten wieder zum Erstbehandler zurück zu schicken. Eine Therapieübernahme ist zumindest bei meinen nativen Patientenzahlen nicht möglich. Dies ist den Patienten oft nur schwer oder gar nicht zu vermitteln. Kollegen zu respektieren, auch wenn man anderer Meinung ist sollte selbstverständlich sein (Ausnahme grober Behandlungsfehler). Ebenso sehe ich die Zweitmeinung auf Kosten der Solidargemeinschaft kritisch.
#17 am 10.10.2017 von Unfallchirurg (Gast)
  3
An dieser Erkenntnis könnten sich die Heilpraktiker eine dicke Scheibe abschneiden, insbesondere die Homöopathen (die ja vieles sehr kritisch sehen und oft zum Perfektionismus tendieren). Nichts gegen das Streben nach Perfektion, aber eine bissige, unbarmherzige Grundhaltung wird zum Bumerang, wenn man den ersten eigenen Schnitzer entdeckt. Ich spreche da aus Erfahrung und auch ich möchte mich bei den kritisierten ärztlichen und heilpraktischen Kollegen entschuldigen.
#16 am 10.10.2017 von HP Stefan Goßner (Heilpraktiker)
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Gast
Bei all diesen Kommentaren kann ich nur erkennen, dass es immer nur um den Arzt und die Hierarchie und die Etikette geht. Ist das wirklich so? Geht es für den Patienten zumindest nicht um sein wichtigstes Gut, nämlich seine Gesundheit? Ein Patient sollte das Recht haben zu erfahren, wenn sein Arzt schludrig war, egal aus welchem Grund, oder ob er sich mit einem bestimmten Thema nicht wirklich auskennt. Nur so kann der Patient entscheiden, ob er bei diesem Hausarzt bleiben oder doch lieber wechseln möchte.
#15 am 10.10.2017 von Gast
  3
Gast
Kurzgefasst: Zweitmeinung nicht bei jedem Husten, nur bei bestimmten Operationen: https://www.verbraucherzentrale.de/aerztliche-zweitmeinung http://www.sozialgesetzbuch-sgb.de/sgbv/27b.html
#14 am 10.10.2017 von Gast
  1
Patient
Es geht hier um meine Gesundheit und mein Leben, da hole ich so viele Meinungen/Therapieansätze ein, bis ich etwas habe, das mir weiterhilft. Ich fahre seit Jahren gut damit erstmal keinem zu glauben, sondern mir selbst aus mehreren unabhängigen Quellen eine Meinung zu bilden. Auch außerhalb der Medizin, z.B. bei Handwerkern etc. Die bereits genannten Beispiele zeigen: Arztbesuche können tödlich sein. Nix für Ungut, aber ich habe schon zu viele Fehldiagnosen bekommen.
#13 am 09.10.2017 von Patient (Gast)
  6
Gast
Ps zu #11 Es war dann doch kein Fall für den Psychiater.
#12 am 09.10.2017 von Gast
  2
Gast
'#10 Ich bin in 9 Jahren zu 5 Zahnärzten " getingelt " bis einer das Problem gelöst hat und die Schmerzen verschwanden. Und hurra : ich kann wieder auf beiden Seiten kauen.
#11 am 09.10.2017 von Gast
  3
Assistenzarzt
Fr. Dr. Aresin: Sie haben ja so recht. Frage 10Ärzte und du hörst 10 unterschiedliche Meinungen. Tja, das ist das Problem mit den Zweitmeinungen. Wer hindert die Leute daran so lange hin und her zu tingeln bis sie tatsächlich endlich das hören was sie hören wollen? Natürlich gibt es Fälle bei denen das erforderlich ist, keine Frage... aber in vielen Fällen ist es leider eine unnötige Beschäftigungstherapie für Ärzte. Und dann beklagen sich alle dass es so schwer ist einen Termin in einer Facharztpraxis zu bekommen...
#10 am 09.10.2017 von Assistenzarzt (Gast)
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Nervenarzt
Zweitmeinung ja, aber nicht auf Kosten der Solidargemeinschaft. Ich achte darauf, mich in diesem Zusammenhang nicht instrumentalisieren zu lassen.
#9 am 09.10.2017 von Nervenarzt (Gast)
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Gast
Seit meiner Mutter mal die Zweitmeinung eine wahrscheinlich sinnlose OP ersparte, eine andere Dignose stellte und eine andere Therapie anbot, bin ich absoluter Fan von Zweitmeinungen. Zumal die Erstmeinung in diesem Fall gar keine eigene Meinung hatte und sich nur als Erfüllungsgehilfe des Facharztes sah, der die OP als notwendig erachtete. Meiner Mutter geht es wieder gut.
#8 am 09.10.2017 von Gast
  1
Da in der Medizin häufig viele Wege nach Rom bzw. zum Ergebnis führen und wir nicht immer vorher wissen welcher der schnellste ist, kann man das auch so kommunizieren. Also erkläre ich manchmal daß ich bei dieser oder jener Symptomkombination meistens am Ende X beginne zu therapieren und der Kollege eben meistens am Ende Y. Ich spreche hier jetzt von konservativ behandelten Schmerzsyndromen die ja bekanntlich unangenehm hartnäckig sein können und manchmal von uns Ärzten auch nicht zufriedenstellend gebessert werden können.
#7 am 09.10.2017 von Dr. med. Christine Aresin (Ärztin)
  0
Gast
Ärzte haben es aber auch zum Teil nicht gern, wenn man Ihnen - als Patient - ein Feedback gibt. Ich habe es einmal gemacht und nie wieder - sofort wurde ich angebrüllt und der offensichtliche Fehler nicht zugegeben. Zudem kommt man sich als Patient .... vor, wenn bei solchen Dingen - wo dann eine Krebserkrankung bei raus kommt - noch die ärztlichen Kollegen in Schutz genommen werden, statt dem Patient seelischen Beistand zu leisten. Das sollte man als Arzt eben auch mal bedenken, was nicht lästern für manche Patienten bedeutet.
#6 am 09.10.2017 von Gast
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Ich habe noch nie erlebt, dass ein Arzt einen Kollegen vor einem Patienten kritisiert. Eher gilt doch der Grundsatz "Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus."
#5 am 09.10.2017 von Remedias Cortes (Nichtmedizinische Berufe)
  10
Gast
...nur so eine kleine Anmerkung zur "Zweitmeinung". Jeder sollte die Chance haben eine zweite Meinung einzuholen. Allerdings darf diese bei gesetzlich Versicherten nicht über Kasse abgerechnet werden. Dies wäre illegal, da Versichertengelder verschwendet werden. Ein Zweitmeinungsverfahren auf "Kassenkosten" wird es bald geben. Das Gesetz dafür ist vorbereitet. Dieses Verfahren wird es aber nur für ausgesuchte Indikationen und bei wenigen dafür zugealssenen Ärzten geben. Alle anderen "Zweitmeinungen" müssen privat nach GOÄ bezahlt werden.
#4 am 09.10.2017 von Gast
  15
Assistenzarzt
Ganz besonders gern habe ich es wenn die "Zweitmeinung" am Wochenende in der Notaufnahme eingeholt wird. Natürlich erfahre ich das immer erst hinterher. Anamnese, Untersuchung, Blutentnahme, Röntgen, Sono, ... womöglich noch Beratung mit dem Oberarzt oder Notfallkonsil einer anderen Fachrichtung und dann erfahre ich: hat der Hausarzt alles am Freitag schonmal gemacht... Generell freue ich mich über Feedback von ausserhalb der Klinik, gut oder schlecht, kriegen wir von Hausärzten leider nur selten. Meistens nur wenn wir einen so üblen Bock geschossen haben dass gleich im Chefbüro angerufen wird. Schade eigentlich.
#3 am 09.10.2017 von Assistenzarzt (Gast)
  1
Gast
„Entschuldigung, liebe Kollegen, für die bösen Gedanken, die ich euch manchmal hinterher sende. Die Patienten haben davon nichts gehört.“ Absolut richtig, so sollte man handeln. Dennoch, aktiv werden sollte man bei offensichtlicher Schludrigkeit. Diese begegnet mir in der Praxis immer häufiger. Ist es Zeitmangel, die eine sorgfältige Anamnese bzw. Diagnostik verhindert oder Ignoranz der eigenen Inkompetenz, die die Qualität der Versorgung vielerorts zunehmend unterirdisch erscheinen lässt? Wenn man dem tatenlos zusieht fällt es irgendwann auch auf einen selbst zurück.
#2 am 09.10.2017 von Gast
  1
Gast
Mein Vater kam mit der Diagnose "Tumor am Sehnerv" nach Hause. Auf Grund der Lage des Tumors keine OP möglich. Aber langsam wachsend. Zum Glück hatte er die CD mit der DICOM Datei dabei. Die hab ich mir angesehen und dabei festgestellt, dass anhand dieser Daten keine Aussage getroffen werden kann: die Schnittebenen waren so weit auseinander, dass der Sehnerv gar nicht zu sehen war...
#1 am 09.10.2017 von Gast
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