Migrationsmedizin braucht Zeit

27.09.2017
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Die derzeit ablaufenden internationalen Migrationsbewegungen in der Welt bringen zum einen viele hilfesuchende Menschen zu uns, zum anderen hierzulande längst vergessen geglaubte Krankheiten. Die Behandlung wird häufig durch Sprachbarrieren und kulturelle Unterschiede erschwert, ist aber auch aufgrund des fehlenden Praxiswissens seitens der Ärzte durchaus nicht selten problematisch.

Täglich verlassen Schätzungen zufolge etwa 30.000 Menschen ihre jeweilige Heimat oder werden von dort vertrieben. Als Hauptursachen gelten neben Kriegen und bewaffneten Auseinandersetzungen zunehmend auch Hunger, Armut sowie Perspektivlosigkeit im Heimatland oder rein wirtschaftliche Interessen.

Bei unbegleiteten – zum Teil chronisch kranken – Minderjährigen, die überwiegend aus dem Kaukasusgebiet zu uns kommen, tritt zusätzlich ein weiteres Motiv in den Vordergrund: die medizinische Versorgungsflucht. Die Kinder erhoffen sie sich in Deutschland eine bessere medizinische Behandlung für ihre jeweilige Situation und verlassen deshalb ihr Heimatland.

Wie ist mit der neuen Situation in der Praxis umzugehen?

Die Gesundheitsversorgung von Migranten ist oft nicht einfach. Behandelnde Ärzte sind unsicher, welche „neuen“ oder in Deutschland seltenen Krankheitsbilder sie wohl sehen werden, ob von den Patienten eine erhöhte Infektionsgefahr ausgeht, wie sie die kulturellen bzw. sprachlichen Barrieren im Praxisalltag überwinden sollen, oder wer am Ende für die nicht immer unerheblichen Kosten einer Behandlung aufkommt.

Ferner haben viele der Flüchtlinge meist ein ganz anderes Verständnis von Krankheit und Gesundheit oder sie leiden aufgrund von Folter und Krieg unter starken psychischen Einschränkungen. Der Arzt findet andererseits kaum Studien und Evidenzen, die ihm die Behandlung seltener Krankheitsbilder erleichtern würden, da viele der Erkrankungen in Europa seit Jahrzehnten nicht mehr aufgetreten sind.

Folterschäden, Mangelernährung aber auch bei uns seltene Erbkrankheiten, wie beispielsweise die Sichelzellanämie, gehören zu den durchaus häufigen Bildern bei Flüchtlingen. Cave: Die Sichelzellanämie sollte bei Verdacht selbst vor kleineren operativen Eingriffen stets abgeklärt werden. Die Betroffenen benötigen aufgrund der veränderten Erythrozyten-Morphologie eine differenziertere Anästhesie- und OP-Planung.

Nicht immer ist der Anblick leicht zu ertragen

Darüber hinaus finden sich Tuberkulose, Skabies, Malaria und Bilharziose, also zum Teil in den Tropen beheimatete Infektionskrankheiten. Deren Diagnostik ist mitunter aufgrund für hiesige Ärzte nicht leicht, denn leider bildet das aktuelle Ausbildungsspektrum der Medizin in Deutschland diese Faktoren viel zu oberflächlich ab. Cave: Auch bei ungeklärten genitalen Anzeichen, wie einer schwer zu therapierenden Epididymitis oder wiederholt auftretenden granulomatösen Entzündung, sollte bei Flüchtlingen und Migranten immer auch an eine urogenitale Tuberkulose gedacht werden.

Ein weiteres Problem, welches beim behandelnden Arzt zudem mit sehr großer Wahrscheinlichkeit kulturelle Konflikte auslösen wird, ist die weibliche Beschneidung. Bei der vor allem in Zentralafrika durchaus weit verbreiteten Praxis sind es unter anderem die Beschneidungen vom Typ III, die Ärzte hierzulande unvorbereitet sehr hart treffen können. Bei einer Beschneidung des Typs III werden neben der Klitoris auch die kleinen und großen Schamlippen entfernt und die Frauen anschließend vernäht.

Meist bleibt lediglich ein marginaler Rest einer Harnröhrenöffnung bestehen, durch die die Miktion sehr erschwert abläuft. Diese Frauen haben daher im weiteren Leben häufige Harntrakt-Komplikationen, die einer urologischen Versorgung bedürfen. Am häufigsten kommt es zu rezidivierenden Harnwegsinfektionen, zur Strahlabschwächung, zu Obstruktionen, zum Harnverhalt mit fortschreitender Niereninsuffizienz sowie zu Harnröhrenfisteln und Blasensteinbildungen.

Sind Flüchtlinge per se infektiöser?

Flucht und Vertreibung bringen es mit sich, dass Flüchtlinge viel stärker von Infektionskrankheiten betroffen sind. Aber sind sie deshalb auch ein Ansteckungsrisiko für die Allgemeinbevölkerung? Die Antwort ist ein klares Nein. Aufgrund von Mangelerscheinungen und allgemeiner Schwächezustände sind Flüchtlinge eher durch Infektionskrankheiten gefährdet. Der fehlende Impfschutz und die körperliche Nähe zu anderen Schutzsuchenden in den Erstaufnahmeeinrichtungen fördern das Infektionsrisiko dieser Gruppe dann weiter.

Ein Beispiel zur Verdeutlichung: Dass sich seit einigen Jahren bei uns und ebenso in Italien Masernepidemien ihren Weg bahnen, ist keineswegs den Migranten anzulasten. Denen fehlt zwar oft der Impfschutz – was in Zeiten jahrelanger kriegerischer Auseinandersetzungen durchaus nachvollziehbar ist. Das Problem sind aber vielmehr die ungeimpften „Empfänger“ in Europa, wodurch ein flächendeckender Masernschutz leider nicht gewährleitet ist.

Ein weiteres Problem bei der medizinischen Versorgung von Flüchtlingen sind multiresistente Erreger, ganz besonders die gramnegativen MRGN-Stämme. Zum einen gibt es in vielen der Herkunftsländer keine Beschränkungen beim Zugang zu Antibiotika, wodurch sie wie Bonbons frei gehandelt und unsachgemäß eingenommen werden können. Schlechte Hygienebedingungen und der Transit durch Länder mit einer hohen MRE-Prävalenz begünstigen zusätzlich die Besiedlung mit resistenten Stämmen.

Empfehlung des RKI: Ein generelles Screening von Asylsuchenden auf MRE soll nicht erfolgen. Allerdings wird ein MRSA-Screening bei Krankenhausaufnahme in den ersten 12 Monaten nach Ankunft in Deutschland empfohlen. Ein Screening auf 4MRGN bei Krankenhausaufnahme wird bei Asylsuchenden nur dann empfohlen, wenn sie Kontakt zum Gesundheitssystem im Heimatland oder auf der Flucht hatten sowie bei unklarer Anamnese.

Die ärztliche Aufklärungspflicht verlangt nach Dolmetschern

Die ärztliche Aufklärungspflicht erfordert eine umfassende Information des Patienten, damit dieser fundiert über die Einwilligung zu einer möglichen Therapieoption entscheiden kann. Im Umgang mit Flüchtlingen besteht aber in der Regel eine Sprachbarriere. Hinzu kommen nicht selten kulturelle Barrieren. Dies wirken sich gemeinsam nachteilig auf die gesundheitliche Versorgung aus.

Für die Übersetzungsarbeit dürfen – so wird es vom Gesetzgeber gefordert – nur zertifizierte Dolmetscher im Arzt-Patienten-Gespräch eingesetzt werden. Das oft allzu verlockende Angebot, einen nichtzertifizierten Dolmetscher, z. B. minderjährige Familienangehöriger oder den Ehemann, zu fragen, gilt als eine nicht im Sinne des Gesetzes erfolgende Aufklärung. Denn hierbei besteht die Gefahr eines Solidaritätskonfliktes seitens der übersetzenden Familienangehörigen, sodass wichtige medizinische Informationen falsch oder gar nicht übermittelt werden.

Und wer zahlt die Behandlung?

Die Bezahlung der Behandlungen für Asylsuchende ist durch das Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) geregelt. Allen über 18 Jahren und mit einem Aufenthalt in Deutschland < 15 Monaten stehen nur eingeschränkte Leistungen zu, z. B. bei Schmerzen und akuten sowie lebensbedrohenden Erkrankungen. Das Gleiche gilt für Impfungen gemäß der STIKO-Empfehlungen sowie für die Vorsorgeuntersuchungen bei Kindern und Schwangeren. Oberhalb von 15 Monaten Aufenthaltsdauer in Deutschland kommen die Asylsuchenden in den Genuss der vollumfänglichen Leistungen.

Ein Sonderfall sind jedoch unbegleitete minderjährige Patienten: Diese unterliegen nicht dem AsylbLG und bekommen daher von Anfang an jede medizinische Behandlung erstattet.

Zuständig für die Zahlungsmodalitäten sowie die Ausstellung von Behandlungsscheinen ist das ortsansässige Sozialamt. Die elektronische Gesundheitskarte, wie sie in einigen Bundesländern bereits umgesetzt ist, unterliegt bis zum 15. Monat ebenfalls den gesetzlichen Beschränkungen, vereinfacht jedoch den administrativen Aufwand erheblich.

Fazit

Migranten sind eine epidemiologisch relevante Patientengruppe, die nicht per se gefährlicher ist als die Allgemeinbevölkerung, sehr wohl aber als in besonderem Maße infektiologisch vulnerabel gilt. Um Unsicherheiten auf Seiten der Ärzte zu vermeiden, muss die Migrantenmedizin zukünftig Teil der Ausbildungen für Ärzte und Pflegepersonal werden.

Migration wird angesichts der weltweiten Entwicklungen nicht einfach wieder über Nacht verschwinden, sodass es ein Bedürfnis und eine Verpflichtung sein sollte, sich in diesem Bereich weiterhin fortzubilden. Darüber hinaus sollten Flüchtlinge einen niederschwelligen Zugang zu medizinischer Versorgung erhalten, der überregional geregelt wird – denn: Gesundheit ist ein Menschenrecht.

Die adäquate medizinische Versorgung von Flüchtlingen und Migranten erfordert nicht nur spezifische medizinische Kenntnisse, sondern auch interkulturelle Kompetenz sowie Verständnis und Zeit.

Quelle:

Forumssitzung F09 „Urologische Herausforderungen durch Flucht und Migration“, 21.09.2017, DGU-Kongress, Messe Dresden

 

Bildquelle: Jean-Pierre Dalbéra, flickr

Artikel letztmalig aktualisiert am 28.09.2017.

45 Wertungen (4.18 ø)
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Gast
zu 21) Man muss eben Prioritäten setzen und Stolz ist ein schlechter Vermittler. Wer unverschuldet in Not gerät kann mittels Presse, Behörden, Stiftungen und Spenden Hilfe erhalten.
#22 am 12.10.2017 von Gast
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Gast, der sonst erkannt wird
to 11) Ich gewinne den Eindruck, Humanismus und Solidarität gilt immer nur für andere. Ich bin schon rund 35 Jahre in der "interkulturellen" medizinischen Versorgung tätig, spreche mehrere Fremdsprachen und berücksichtige auch die kulturellen medizinischen Hintergründe. Das ist ein 24h-Job, der Familie und andere sozialen Einbindungen bis an die Grenze und darüber hinaus belastet. Das war meine persönliche eigene Entscheidung, die ich aber keinem anderen abverlangen und zu der ich heute keinem mehr raten würde. - Von den notleidenden Patienten abgesehen wurde ich selbst nur selten human behandelt.
#21 am 05.10.2017 von Gast, der sonst erkannt wird (Gast)
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Manfred L. DIETWALD
at 8) Viele starke Schmerzen, die orthopädische Behandlung benötigen, sind selbstverschuldet. Folter und Flucht sind selten die Gründe. Mitgefühl lindert so manchen Schmerz. Auch wenn es scheinheilige und unverschämte Patienten gibt.
#20 am 03.10.2017 von Manfred L. DIETWALD (Gast)
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Gast
Zu 17 /18 wirklich gute Beiträge!!!!! Es trifft den Nagel auf den Kopf. Sorry warum denke ich in diesem Augenblick an einen unmenschlichen zwielichtigen Pharmakologen..., worüber ich Tag und Nacht heulen möchte. Warum? meine Eltern sind in ein Pflegeheim "frisch" eingeliefert worden. Bitte objektiv bleiben. Kleiner Tipp, (Für- und Gegenmeinungen) in einer ruhigen Minute ausloten und die letzten 20 Jahre Gesundheitsmedizin nachvollziehbar checken. Dann bitte erneut berichten #4/5
#19 am 02.10.2017 von Gast
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Für Alice- Sie haben also in Ihrer Apotheke Dolmetscher die die Migranten in Muttersprache beraten, so dass das für Sie kein Problem ist?
#18 am 02.10.2017 von Lydia Wolf (Ärztin)
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niedergelassener Arzt
Gehen wir doch mal einen Schritt weiter: Die Migranten brauchen natürlich Wohnraum und Nahrung! Also verpflichten wir jetzt alle Baufirmen, unentgeltlich weitere Häuser zu bauen und die Supermärkte, Lebensmittel kostenlos abzugeben. Das ist die logische Konsequenz, wenn man von Ärzten verlangt, die ihr Budget erfüllt haben, noch mehr Patienten zu behandeln. Die einzige Partei, die wenigstens in Ansätzen die Abschaffung des Budgets im Programm hat, ist die FDP (habe ich trotzdem nicht gewählt!). Mit der sozialistischen Bürgerversicherung wäre es für uns noch schlimmer gekommen, als es schon ist.
#17 am 01.10.2017 von niedergelassener Arzt (Gast)
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Gast
Vergessen wir doch bei allem Respekt nicht, dass eine offene Tuberkulose eher selten vorkommt. Und wenn selbst ein Zahnarzt nicht weiß was er da zu tun und zu lassen hat...
#16 am 01.10.2017 von Gast
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niedergelassener Arzt
Wenn eine Gruppe von mehreren Leuten eine Wanderung unternimmt und dann einer umknickt, ist das Tragen, Unterstützen und Helfen des Verletzten eine Mehrbelastung der Wanderer. Kein Mensch würde das aber jemandem zum Vorwurf machen und die selbstverständliche Last auf alle beteiligten Schultern je nach Belastbarkeit verteilen. Jetzt auf die medizinische Versorgung der Migranten transferieren: Natürlich wollen wir helfen, das ist unsere Berufung. Aber wie kann man die Mehrarbeit und Last, immer noch selbstverständlich, auf die Schultern verteilen? Ich als niedergelassener Arzt habe mehr Arbeit ohne irgendeinen Zugewinn an Anerkennung, geschweige denn Geld, Budget eh immer um 30% überschritten. Nur die Leistungserbringer tragen die Mehrarbeit, die Schreibstuben in den Ämtern machen pünktlich Feierabend. Das ist keine gerechte Verteilung der Last. Das muss man ansprechen dürfen! Danke an viele freiwillige und ehrenamtliche Helfer! Respekt!
#15 am 01.10.2017 von niedergelassener Arzt (Gast)
  2
Nicht human ist, dass von einigen Kommentatoren, im Übrigen alle anonym, der Eindruck erweckt wird, die Migranten sollten nicht medizinisch versorgt werden, weil die Deutschen sonst zu kurz kommen! Es gibt außerdem mittlerweile sehr viele ausländische Ärzte in den Krankenhäusern, soviel zu sprachlich, kulturellen Barrieren. Das Problem steckt im System, Personalkürzungen etc., das ist nicht die Schuld der Migranten!
#14 am 01.10.2017 von Alice Seibel (Apothekerin)
  12
Gast
#8: Da die Unterstützung durch die Leistungen nach dem Asylbewerbergesetz nach 15 Monaten aufhören, werden alle ins SGB II verschoben und erhalten ALG II. Einige machen Erkrankungen geltend, die der Arbeitsvermittlung (oder der Teilnahme an Integrationskursen) entgegen stehen, oft aus dem orthopädischen Bereich. Und aus dem psychiatrischen.
#13 am 30.09.2017 von Gast
  0
Gast
An 11: Meine Zeit als Arzt wird durch nicht ärztliche Mehrtätigkeiten und sonst nicht notwendige Gespräche verschwendet - eben bei den Migranten. Die Patientenzahl (egal welcher Herkunft) steigt aber. Die Arbeitszeit lässt sich nicht dehnen, meine Gesundheit - auch nicht. Ähnlich geht es anderen Kollegen und Pflegern. Was hier ist nicht human genug, um angesprochen zu werden? Oder würden Sie lieber in einer Notaufnahme länger warten, nur weil schon wieder eine sprachliche/kulturelle Barriere überwunden werden muss? Passiert häufig
#12 am 30.09.2017 von Gast
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Ich finde die Kommentare ziemlich beschämend, wo bleibt der Humanismus!
#11 am 30.09.2017 von Alice Seibel (Apothekerin)
  20
Gast
In meiner zahnärztlichen Praxis , die sich in der Nähe eines Durchgangslager befand hatte ich viele Deutschrussen als Patienten . Infektiöse Patienten waren hier häufig . Bei einem Patienten bestanden gleichzeitig eine offene Tuberkulose, eine HIV-Infektion und eine Hepatitis C . Die Behandlung im Munde mit Sprühnebelexposition ist dann nicht ganz ungefährlich . Auch bei gesteuerter Einwanderung in unser Land , bedürfen die Gesundheitskontrollen wohl noch einer Optimierung .
#10 am 29.09.2017 von Gast
  1
Gast
Hier kann man sehr gut sehen, dass mit der Masseneinwanderung genau das passiert, was die CDU früher auch noch wusste: Die Einwanderung in die Sozialsysteme. Was das für den medizinischen Bereich, Ärzte und Pfleger, und die Patienten bedeutet, wird sich erst in den kommenden Jahren komplett zeigen. Dass es schlimm werden wird, kann man aber jetzt schon deutlich absehen. Sozialstaat mit offenen Grenzen ist wie Heizen mit offenen Fenstern... Es zeigt sich die ideologisch motivierte Zerstörung des Systems durch Überspannung. Würde ja auch gerne etwas anderes sagen, aber die Beobachtungen lassen keinen anderen Schluss zu.
#9 am 29.09.2017 von Gast
  4
Gast
Als Kranker mit starken Schmerzen sollte meine Bekannte beim Orthopäden, als sie die Praxis anrief die ganze Woche keinen Termin mehr bekommen. Mit Mühe und Not gelang es ihr, doch noch "eingeschoben" zu werden. Mit Behandlung dauerte es 4 Stunden, bis sie fertig war. Das Wartezimmer war zu über 80 % gefüllt mit Patienten mit Migrationshintergrund. Langsam wird der deutsche Patient zum Patienten 2. Klasse. Wahrscheinlich zahlt das Sozialamt mehr als die Krankenkassen.
#8 am 29.09.2017 von Gast
  9
Widersprüchlich: Die Migranten sind stärker von Infektionskrankheiten betroffen, aber sind doch irgendwie nicht so doll ansteckend für die einheimische Bevölkerung. Jemand mit einer offenen Tb kann also keinen anstecken, weil er im vollbesetzten Bus fährt? Dieser Artikel ist wieder typisch für die allgemeine Tendenz: Anstatt Probleme klar anzusprechen und zu schauen, was man tun kann, werden sie klein geredet, weil man nicht rassistisch oder ausländerfeindlich etc. rüberkommen will. In Italien ist ein kleines Mädchen an Malaria gestorben. http://www.stern.de/gesundheit/raetselhafter-tod-einer-vierjaehrigen--maedchen-in-italien-stirbt-an-malaria---7609366.html
#7 am 29.09.2017 von Remedias Cortes (Nichtmedizinische Berufe)
  1
Gast
da stimmt doch etwas nicht. der deutsche bürger kann sich weder neue Zähne noch Krankenhaus noch Medikamente leisten...... für die ganz weit unten, die nichtsesshaften gibt es ab und an medizinische hilfe......?
#6 am 29.09.2017 von Gast
  7
Gast
Fazit, ein halbwegs noch gesund denkender Mensch zb. aus der Adenauer Politikgeneration, sollte spätestens jetzt erkennen, dass diese diktatorische, Schizoide und unüberschaubare Politik, geradezu desaströse Ausmaße annehmen wird. Insbesondere deshalb, halte ich angesichts und anstelle einer rechtspopulistischen Bürgerwehr – ein friedfertiges Bürgerreferendum auf lange Sicht für eine bessere Alternative!
#5 am 29.09.2017 von Gast
  7
Gast
Guten Tag, die Diagnose dieser Misere ist erkannt, wie lautet die Therapie? Und wieder ist eine sensibilisierte und emphatische Berufsgruppe gefragt. Wieder sollen Beitragzahlende diese gesamt-medizinischen Betreuungsaufgaben zusätzlich in Kauf (Zahlung) nehmen. Ich bin sicher dass dieses Gesundheitssystem weitaus größere Opfergaben auf Ärztlicher, Pflegerischer und Patientenseite nach sich ziehen wird. Ich habe alle politischen Debatten (Wahlarenen & Co) aufmerksam verfolgt. Als das gemeine Volk aus Pflege und Medizin konkret diese u.a Miseren ansprachen, erhielten sie am Tag danach, das Antwort-liefernde Zitat: " ich kann nicht erkennen, was wir jetzt anders machen müssten". Zitat ende.
#4 am 29.09.2017 von Gast
  2
Kritiker
a)... ,dass Menschen, die aus anderen Ländern kommen, die gleiche medizinische Versorgung haben sollten wie wir, mit allen Einschnitten. b) ... eher ein Problem, dass wir hier in Deutschland immer mehr medizinische Versorgungsmöglichkeiten NICHT mehr bewilligt bekommen. @2: Schon mal überlegt, dass b) vielleicht durch a) bedingt ist oder zumindest ein Zusammenhang besteht?
#3 am 29.09.2017 von Kritiker (Gast)
  8
Gast
Ich finde es wichtig, dass Menschen, die aus anderen Ländern kommen, die gleiche medizinische Versorgung haben sollten wie wir, mit allen Einschnitten. Das Dolmetschen ist zwar zur Zeit aufwendig, da aber die Migranten auch unsere Sprache lernen, wird es auch im Laufe der Zeit weniger Übersetzungen geben. Es ist für mich eher ein Problem, dass wir hier in Deutschland immer mehr medizinische Versorgungsmöglichkeiten NICHT mehr bewilligt bekommen: Originalmedikamnete für chronisch Kranke, dringende Kuren für chronisch Kranke, etc.
#2 am 29.09.2017 von Gast
  19
Gast
Der Titel ist gut gewählt. Doppelte Zeit braucht man mit manchen Migranten, sodass oft schon der Zeitplan auf Station, bzw. in der Notaufnahme, gesprengt wird.Genau das ist nirgendwo vorgesehen - das Personal macht Überstunden, z.T. kommen andere Patienten zu kurz. Leider ist das manchmal trotz allen Bemühungen Fakt.
#1 am 28.09.2017 von Gast
  0
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