Wundinfektionen: Eine gephagte Therapie

19.09.2017

Die Phagentherapie wird in Georgien schon lange zur Behandlung bakterieller Infektionen eingesetzt. Im Kampf gegen Antibiotika-Resistenzen wird nun auch hierzulande das Potenzial der Viren erkannt. Problematisch ist die mangelhafte Herstellungs- und Behandlungspraxis.

„Vor kurzem hatten wir einen Mann aus Deutschland hier“, sagte Inga Georgadze gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. „Er kam mit einer üblen Wundinfektion im Bauch, in Heidelberg wollte man ihm bereits Muskelfleisch entnehmen. Ich sagte ihm: ‚Wenn Sie tun, was ich sage, wird es Ihnen bald besser gehen.‘ Als wir ihn nach zwei Wochen nach Hause schickten, sind unsere deutschen Kollegen fast vom Glauben abgefallen.“

Phagentherapie: in Georgien ganz normal

Inga Georgadze ist Institutsleiterin des Georgi-Eliava-Instituts für Bakteriophagen, Mikrobiologie und Virologie in Tiflis, Georgien. Die Phagentherapie, mit der der Mann in dem oben beschriebenen Fall behandelt wurde, hat in Georgien eine fast 100-jährige Tradition. Phagen, eigentlich Bakteriophagen, gehören biologisch betrachtet zu den Viren, denn sie bestehen nur aus ihrer eignen Erbinformation, einer Hülle aus Proteinen und einem Schwanz. Sie greifen ausschließlich Bakterien an und zerstören sie, indem sie die Bakterienzelle zur eigenen Vermehrung nutzen. Phagen sind so klein, dass sie nur im Elektronenmikroskop sichtbar sind. Hier geht's zum vollständigen Artikel:

http://news.doccheck.com/de/186059/wundinfektionen-eine-gephagte-therapie/

Artikel letztmalig aktualisiert am 20.09.2017.

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Medizin, Allgemeinmedizin
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