Was hilft eigentlich gegen Grübeln?

13.09.2017
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Was hilft Gesunden gegen Grübeln? Was hilft Depressiven gegen Grübeln? Ich schreibe hier meine Empfehlung auf und frage euch nach euren Erfahrungen

Neulich lag ich nachts lange wach und grübelte über ein Problem, für das sich keine Lösung fand. Als ich das erste Mal genervt auf die Uhr sah, zeigte sie 01:20 Uhr. Na gut, dachte ich mir, über diese Sache muss ich halt mal in Ruhe nachdenken und wenn ich jetzt Zeit dafür habe, dann eben jetzt. Aber bis 02:35 Uhr hatte ich eigentlich nichts Neues gedacht. Und morgen wäre ja auch noch ein Tag. Also, was macht der Psychiater, um Grübeln zu beenden?


Schreib es lieber auf!

Also, wenn Du mich fragst: Das Standardmanöver bei hartnäckigem Grübeln lautet:

1.) Wechsel den Raum. Grübelst Du im Bett, geh nach spätestens einer halben Stunde aus dem Schlafzimmer raus und mach eine Kerze oder eine nicht zu helle Lampe an.

2.) Schreib alles auf. Schreib einen Tagebucheintrag auf deinem Computer, bring die Pros und Contras in eine Excel-Tabelle oder schreib alle deine Gedanken auf ein Blatt Papier. Wichtig ist, dass du alles aufschreibst, was dir durch den Kopf geht. Wirklich alles. Interessant ist, dass sich die Gedanken – auch wenn man schon zwei Stunden an ihnen herumgegrübelt hat – nach einer DIN-A4-Seite doch oft erschöpfen. Das ist eine wichtige Erfahrung. Denk noch mal nach: Gibt es nicht doch noch etwas, was du aufschreiben solltest. Nein? Dann kannst du dein Dokument speichern und den Computer herunterfahren, das Papier zusammenfalten und für morgen auf den Schreibtisch legen oder dein Tagebuch wieder zurück ins Regal stellen.

3.) Noch nicht müde? Fühlst du dich noch nicht müde, bringt es nichts, direkt wieder ins Bett zu gehen. Lies etwas, mach etwas, was ein mittleres Maß an Konzentration braucht und zur Not trinkst du einfach ein Glas Kölsch. Bis du merkst, dass du müde wirst.

4.) Jetzt Kerze auspusten und wieder zurück ins Bett. Wenn du spürst, dass du müde geworden bist, gehst du wieder zurück ins Bett. Du wirst in kürzester Zeit einschlafen.

Hilft dieses Manöver auch bei depressiv Kranken?

Oft kann man Interventionen, die bei Gesunden helfen, auf Kranke übertragen, und sie helfen den Kranken genau so gut. Der Unterschied zwischen einem Depressiven und einem Gesunden ist meiner Meinung nach nicht, dass der Depressive eine ganz andere Reaktionsweise zeigt, sondern vorwiegend, dass er bestimmte Symptome und Verhaltensweisen häufiger und intensiver zeigt. Quantifizieren wir mal das Grübeln: Nehmen wir uns einen ganz normalen Kalendermonat von 30 Tagen. In diesem Monat verbringt ein Gesunder vielleicht insgesamt 3 Stunden mit so einem typischen Grübeln. Im selben Monat verbringt ein Depressiver eher 60 Stunden mit Grübeln; 30 Stunden tagsüber (eine Stunde pro Tag an 30 Tagen) und 30 Stunden nachts (eine Stunde pro Nacht in 30 Nächten).

Ich glaube nun schon, dass die oben beschriebenen Schritte (Den Ort wechseln / Gedanken aufschreiben / sich müde machen / dann erst den alten Ort wieder aufsuchen) auch bei depressiven Patienten helfen, eine Episode des Grübelns zu beenden. Aber da Grübeln bei depressiven Patienten sehr viel häufiger ist, stellt sich natürlich die Frage, ob es einfache andere Interventionen gibt, die ein schnelles Ende des Grübelns bewirken.

Wie geht die Intervention des Gedankenstopps?

Wenn man psychotherapeutische Lehrbücher konsultiert, dann findet man als eine besonders weit verbreitete Intervention gegen Grübeln den sogenannten „Gedankenstopp“. Die Wikipedia beschreibt diese Intervention hier. Nach einer ausführlichen Aufklärung über die Intervention läuft es so, dass der Patient seine grübelnden Gedanken berichtet und der Therapeut dann laut „Stopp!“ ruft. Die hierdurch bewirkte Schreckreaktion entferne den Patienten schon etwas vom grüblerischen Gedanken. Im weiteren Verlauf kann dann auch der Patient selbst beim Auftreten von grüblerischen Gedankenschleifen mit der Faust auf den Tisch hauen und laut „Stopp“ rufen. Es gibt Patienten, denen das gut hilft, aber um der Wahrheit die Ehre zu geben, ich kenne nicht so viele Depressive, die auf diese Intervention schwören.

Was empfehle ich depressiven Patienten gegen Grübeln?

Ich empfehle tatsächlich im ersten Schritt die Maßnahmen, die auch bei gesunden Patienten gegen Grübeln helfen. Gut, das Glas Kölsch empfehle ich nicht, sondern lieber 25 mg Promethazin, aber das ist in etwa gleich sedierend. Diese Intervention wirkt meiner Erfahrung nach auch bei depressiv Kranken, die oft und hartnäckig grübeln, ganz gut. Die „Gedankenstopp“-Intervention empfehle ich nur selten.

Was empfehlt ihr gegen Grübeln?


Was hilft euch gegen Grübeln? Was empfehlt ihr euren Patienten? Schreibt eure Empfehlungen in die Kommentare!

Bildquelle: Alyssa L. Miller, flickr

Artikel letztmalig aktualisiert am 20.09.2017.

50 Wertungen (3.76 ø)
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Medizin, Psychiatrie
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Gast
Sofort Buch aufschlagen und lesen bevor der Kopf anfangen kann zu grübeln. Ganz bewußt . Wenn es schön langweilig ist, schläft man schnell wieder ein. Nur nicht anfangen zu denken.
#52 vor 20 Tagen von Gast
  0
Das Medikament Venlafaxin 112,5 mg hilft mir "normal" einzuschlafen. Der Schlaf ist zwar leicht aber ohne nächtliches Grübeln. Vor Venlafaxin kam ich mit der abendlichen Einnahme von Doxepin bis 25 mg gut zurecht. Doxepin brauche ich seit der Einnahme von Venlafaxin nicht mehr. Bei Grübeln im Bett ist es besser aufzustehen da damit die negative Assoziation zum Bett nicht entsteht. Den Tag kann ich dann noch nicht beginnen. Dazu bin ich in so einer Situation gedanklich zu "wirr" da der Schlaf für mich zur Generation ganz wichtig ist. Ich nahm dann bei nächtlicher Grübelei auch manchmal Doxepin in Tropfenform (3 Tropfen a 2,5 mg) und warte auf die garantierte Wirkung innerhalb einer Stunde. Der Schlaf tritt dann ein und ich schlafe auf der Couch um meine Partnerin nicht mit meiner Unuhe zu stören. Ansonsten ist der Tagesverlauf wichtig. Man sollte seinen Tag mit positiven Gedanken abschließen auch wenn die berufliche Tätigkeit durch die Kankheit stark beeinfluss wird.
#51 am 26.09.2017 von Bernd Wilms (Nichtmedizinische Berufe)
  0
Manchmal hilft es am besten, einfach aufzustehen und dann auch wach zu bleiben und den Tag zu beginnen. Oftmals erledigt sich das Problem dann nach ein paar Tagen mit wenig Schlaf von selbst. Auch deshalb, weil man die wache Zeit mit Tun anstelle von Grübeln verbringen kann. Mir hilft kein Alkohol (Glas Kölsch) und von Pillen würde ich die Finger lassen. Von solchen Betäubungsstrategien ist eher abzuraten. Bei ernsthaften Problemen helfen gut ausgebildete und erfahrene Psychotherapeutinnen und -therapeuten in ambulanter, tagesklinischer oder vollstationärer Behandlung. Die haben auch noch ein paar andere Dinge auf dem Kasten als den "Gedankenstopp".
#50 am 26.09.2017 von Dipl. Soziologin Simone Steinhausen (Weitere medizinische Berufe)
  1
Die Idee, das Grübeln als positive Tätigkeit anzunehmen, finde ich gut! Danke Nummer 4. Mir hilft Focusing nach Gene Gendlin / Ann Weiser Cornell.
#49 am 26.09.2017 von Sonja Schurig (Heilpraktiker)
  0
Ich bin ein praktisch denkender Mensch. Früher habe ich viel gegrübelt, über Probleme die ich nicht lösen konnte. Egal ob beruflicher oder zwischenmenschlicher Art. Davon habe ich nur Kopfschmerzen und eine "leere Batterie" bekommen. Also habe ich meine Taktik, mit "unlösbaren" Problemen geändert. Die Lösung fällt einem nicht immer sofort ein. Manchmal fehlt irgendetwas, um das, was einen beschäftigt, sofort zu lösen. Also gebe ich das Thema an mein Unterbewusstsein ab und "beauftrage" es, eine Lösung zu finden. Und dann wende ich mich den Themen zu, die ich jetzt aktuell aktiv lösen kann. Die Lösung für die anderen Themen kommen dann, wenn "die Zeit reif ist". Ich vielleicht eine Erfahrung gemacht habe, die mich besser verstehen lässt. Einen Menschen getroffen, der meine Sichtweise erweitert, sei es durch eine einfache Bemerkung oder einen Workshop... oder ich lese ein Buch oder einen Artikel im Internet. Manchmal ist es aber auch ein Traum, der mir hilft, ein Erlebnis oder einfach ein Gedanke, der plötzlich einfach da ist. Das Unterbewusstsein arbeitet daran und wenn man ab und zu in sich geht und "hinhört", kann man eine Antwort bekommen. Interaktion mit Menschen hilft - wohldosiert - ebenso. Das ist meine Art, mit Grübeln umzugehen. Es funktioniert für mich hervorragend. Wir Menschen machen es uns oft schwerer, als wir müssen, weil wir immer sofort auf alles eine Antwort haben wollen und alles kontrollieren wollen. Alles hat seine Zeit und braucht gewisse Voraussetzungen. Deswegen versuche ich, das zu erledigen, was JETZT ansteht - Schritt für Schritt. Und gehe davon aus, dass ich alles andere auch schaffe, was ich schaffen möchte. Unser größtes Problem ist meines Erachtens die Sucht, alles unter Kontrolle haben zu wollen. :)
#48 am 24.09.2017 von Anke Johst (Heilpraktikerin)
  2
@31 Das Problem kenne ich, ich kann wegen diverser Tinnita schwer einschlafen. Ich habe mir ein Kissen mit Lautsprechern zugelegt (Sanitätshaus), da höre nur ich die (klassische) Musik und der Gatte wird nicht gestört ;)
#47 am 24.09.2017 von Beate Dongus (Heilpraktikerin)
  0
Gast 42, 43, Ihre Vorschläge sind gut gemeint, kommen aber nicht gegen "Grübelzwang" und "Früherwachen "an. Oft haben sie Betroffenen ja einen Beruf und) oder Familie und müssen funktionieren, haben aber an nix mehr Freude, weil die Nächte so schlecht sind. Was mir NICHT hilft: Medikamente (machen zwar müde, ich leide aber unter Überhang), sogar bei 25mg Atosil) , Aufstehen und was Anderes machen, erstens ist es im Winter kalt, zweites entschließe ich mich dann spätestens um halb fünf, "den Tag beginnen" zu lassen und mache Kaffee. Was mir hilft: Reiki. Ich denke aber auch je nach gusto kann jede Entspannungs- und Medtationstechnik helfen, sofern man sie gerne macht und beherrscht. Mir hilft auch Wärme, ein Kräuterkissen mit Lavendel oder ein Körnerkissen., überhaupt durchzuschlafen.
#46 am 23.09.2017 von Remedias Cortes (Nichtmedizinische Berufe)
  2
Gast
Ich kann das Wort Leitlinie nicht mehr hören, grauenvoller Begriff.
#45 am 22.09.2017 von Gast
  3
Vor dem Grübeln steht meist ein unangenehmes Gefühl, das durch das Grübeln verdrängt wird. Ich empfehle, bei dem Gefühl zu bleiben und es achtsam wahrzunehmen. Als Hilfe dabei kann man sich auf den Körper konzentrieren: Muskelspannung, Herzschlag, Atmung, etc. Sich Zeit lassen, beim Wahrnehmen. Und wichtig: Nicht bewerten oder verändern wollen. Einfach beobachten, wie es ist.
#44 am 21.09.2017 von Irmtraud Feld (Biologin)
  0
Gast
auch mal Enkelkinder betreuen - od in die Kirche gehen
#43 am 21.09.2017 von Gast
  8
Gast
sich ehrenamtlich engagieren -weil da kommt man auch weg von seiner um sich selber kreisenden Gedanken od auf dem Bauernhof aushelfen
#42 am 21.09.2017 von Gast
  7
Nachts schüttet das Gehirn kein Serotonin aus. Das bedeutet, dass man beim Grübeln auf keine wirkliche Lösung kommt, weil der Botenstoff für die guten Nachrichten und positiven Gedanken fehlt. Im Gegenteil: Dinge werden als viel schlimmer und bedrohlicher gewertet. Wenn man das weiß, kann man sich sagen: "Da denke ich bei Tageslicht noch einmal darüber nach - da sehen die Dinge naturgemäß ganz anders aus" - und beruhigt einschlafen.
#41 am 21.09.2017 von Brigitte van Hattem (Medizinjournalistin)
  1
Ich empfehle die Stabilisierungsübungen von Traumatherapeutin Dr. med. Charlotte Baltrusch - http://mp3.stabilisierung.healing-souls.org
#40 am 21.09.2017 von Matthias Behrends (Medizinjournalist)
  0
Siggi
Ich hatte jahrelang das Problem, immer um etwa 3 Uhr aufzuwachen und erst nach 2 Stunden wieder einzuschlafen - wenn überhaupt. Die Gedanken kreisten dann immer um irgendein mehr oder weniger wichtiges Problem. Ablenkungsmaßnahmen, wie Schäfchenzählen, schöne Urlaubsbilder usw. hatten keinen Erfolg. Aufstehen und Lesen oder etwas anderes tun, war für mich völlig abwegig ! Ich habe irgendwann begonnen, mir vor dem Einschlafen still zu sagen: "Wenn ich wach werde, schlafe ich schnell wieder ein. Es hat keinen Zweck, irgendwelche Probleme zu wälzen. Grübeln kann ich tagsüber, nachts komme man sowieso zu keinem Ergebnis. Wenn ich also wach werde, drehe ich mich um und schlafe schnell wieder ein !" Diese Autosuggestion hat nach einigen Wochen zum Erfolg geführt. Die Anzahl der Nächte mit stundenlangem Wachliegen und und Grübeln ging allmählich zurück. Inzwischen kommt es nur noch selten vor. Trotzdem mache ich diese Übung immernoch jeden Abend.
#39 am 21.09.2017 von Siggi (Gast)
  0
Gast
Meditation! Ein durch Meditation trainiertes Gehirn kann aus dem Grübeln einfach aussteigen und sich auf das Wort "Schlafen" konzentrieren. Das funktioniert nicht nur nachts, sondern auch tagsüber bei überflüssigen Sorgen oder Gedankenspiralen. Wird seit tausenden Jahren zur Beruhigung des Verstandes in unterschiedlichen Kulturen benutzt, ist quasi evidenzbaiert. Sehr depressive Menschen sind allerdings mit Meditation oft überfordert. Da hilft erst einmal gute Ernährung und Sport.
#38 am 21.09.2017 von Gast
  1
Also depressive Menschen brauchen selbstverständlich sedierende Antidepressiva. (Und keine Neuroleptika!)Die Grübelneigung resultiert ja aus Störungen des Gehirnstoffwechsels.Vieltausendfach erfolgreich ausgeführt.(als Psychiater) Gesunde können autogenes Training und all die andern Tipps gern versuchen.
#37 am 21.09.2017 von bertold Klemperer (Arzt)
  8
Gast
Auch wenn ich weiß, das ich nicht schnell einschlafen werde: Still liegen, den Gedanken ihren Lauf lassen, nicht auf die Uhr schauen (das ist Bewegung und Ungeduld), und früh eben aufstehen, wenn die Zeit reif ist. Erstaunlicherweise gibt es trotzdem am Folgetag lange Wachphasen bis zu Abend. Schlaf wird wohl irgendwann trotzdem eintreten, zumindest sehr spät (d.h schon morgens). Bloß kein Zeitdruck, es ist egal, ob ich schlafe oder nicht - mag an eine buddhistische Grundeinstellung erinnern. Geht das mehrere Tage hintereinander so, wird irgendwann der notwendige Schlaf schon nachgeholt werden, und sei es tagsüber. dps
#36 am 20.09.2017 von Gast
  2
Gast
Progressive Entspannung; hilft mir beim Einschlafen und Weiterschlafen.
#35 am 20.09.2017 von Gast
  0
Gast
Licht ist gar nicht gut, weder Tablet noch Fernseher. Regen das retikuläre aktivierende System zu sehr an. PMR mit Beginn an den Füßen bis hin zum Gesicht hilft gut und lenkt wunderbar von störenden Gedanken ab.
#34 am 20.09.2017 von Gast
  0
Mit hat eine Psychologin den Tipp gegeben: Richte Dir in der Wohnung einen Grübelstuhl und eine feste Grübelzeit ein. Wenn das Gedanken Karussell los geht, kannst Du Deinem Gehirn sagen, es soll dann Grübeln, wenn die Zeit dazu gekommen ist. Hat mir gut geholfen. Ich muss allerdings sagen, das ich nicht über Probleme grüble, sondern mein Gehirn ein Eigenleben entwickelt und unnützes Zeug vor sich hin denkt, wenn der Rest von mir schlafen möchte.
#33 am 20.09.2017 von Dipl.-Biol. Susanne Zarius-Neckermann (Biologin)
  0
ganz plump: sex bzw masturbation. dieser trieb stirbt bei depressiven als letzter ( und dann helfen bücher und raumwechsel so gar nicht mehr ). das grübeln ist dann so was von durchbrochen. steht natürlich in keiner leitlinie.
#32 am 20.09.2017 von Dr. med. Joerg Orthaus (Arzt)
  6
Gast
Früher habe ich bei Schlafproblemen AFN gehört. Die Musik, die da nachts kam, war auch sehr entspannend. Seitdem die Amerikaner abgezogen sind, gibt es den Sender leider nicht mehr. Allerdings bieten sich Hörbücher oder Entspannungsmusik nur an, wenn man alleine schläft. Mein Mann würde sich bedanken, wenn ich mitten in der Nacht Musik anmachen würde. Und mit Kopfhörern habe ich das Problem irgendwann wieder aufzuwachen, weil mich die Kopfhörer stören. Und dann kann es sein, dass ich erst recht wach bin.
#31 am 20.09.2017 von Gast
  0
Gast
Ich stehe einfach auf, trinke etwas und gehe auf die Toilette. Meist reicht das schon. Wenn ich sehr unruhig bin, nehme ich ein Buch zur Hand. Zehn Minuten später laufe ich dann Gefahr, über dem Buch einzuschlafen. Dann ist genau die richtige Zeit gekommen, um wieder ins Bett zu gehen. Noch besser ist regelmäßiges autogenes Training. Dann habe ich erst gar keine Schlafprobleme. Da Computer oder Fernsehen eher nicht zu einer guten Schlaf-Hygiene gehören, würde ich lieber zu Stift und Papier greifen. Meiner Erfahrung nach drehen sich nachts die Gedanken aber eher im Kreis und man macht sich Sorgen über Dinge, die einem am nächsten Morgen völlig überzogen erscheinen. Daher glaube ich nicht, dass man sich die Mühe machen muss, das aufzuschreiben. Gelegentlich habe ich nachts auch schon mal eine Lösung zu einem geschäftlichen Problem ergrübelt. Da macht Aufschreiben schon eher Sinn. Guten Schlaf!
#30 am 20.09.2017 von Gast
  0
Gast
Seinem hypothalamus etwas positives bieten dh an etwas positiv erlebtes zurückdenken (bei mir das rauschen der wellen am strand) und -ganz wichtig- dabei entspannt lächeln, dh die gesichtsmuskulatur positiv ausrichten. Hilft immer!
#29 am 20.09.2017 von Gast
  1
Gast
Ich habe mir CDs mit Naturgeräuscheb (Wasserplätschern, Zirpen, Zwitschern, Wellen schlagen am Strand um...) zugelegt. Entspannt mich so gut, dass ich schnell wieder einschlafen kann.
#28 am 20.09.2017 von Gast
  1
Gast
Nachtrag : Allerdings halte ich ein Neueoleptika bei Grübelzwang nicht angezeigt. Wenn Chemie dann Opipramol, macht zumindest nicht abhängig.. Und auch nur wenn das Geübeln tagelang anhält und zu massiven Schlafstörungen führt. Vorher Bewegung, keine elektronischen Geräte vor dem schlafen gehen, Schlafhygiene betreiben.. den Tag Revue passieren lassen bevor man uns Bett geht. Geist zur Atmung lenken
#27 am 20.09.2017 von Gast
  3
Gast
Yoga hilft , Am besten die Tiefenentspannung ( gibt es auf CD) also CD an und wieder hinlegen. Die geführte Meditation lenkt den Geist weg von den Gedanken hin zum Körper. Man muß es sich immer wieder vornehmen .. wenn alles nichts hilft und das tagelang anhält .. bin ich auch für ein Eingreifen mit Medikamenten. Yogalehrerin und ehem. Patientin mit Grübelzwang und Depression
#26 am 20.09.2017 von Gast
  0
Bei depressiven sollte die Krankheit adäquat behandelt werden! Wenn das gelingt verschwindet das Grübeln!
#25 am 20.09.2017 von Dipl.-Med. Thomas Schwerdtfeger (Arzt)
  2
Da das Gehirn immer nur einen Gedanken denken kann,den destruktiven Gedanken mit etwas Positiven ersetzen. Am Anfang kommt der erstere zwar meist wieder,aber mit etwas Übung ist man dann Herr über seine Gedanken..man kann so in jede Richtung steuern. Nimmt man beruhigende,schöne Bilder und auch noch etwas Dankbarkeit dazu,hört das Gedankenkarussel auf und der Schlaf kommt. Einen Haken hat es aber...man muss schon an sich arbeiten. Der Erfolg stellt sich aber recht schnell ein und man ist in der Lage,viele unangenehme Situationen auch im Wachzustand besser zu händeln-hilft so auch gg Kontrollverlust. Nachdem die erste,möglicherweise zu heftige Reaktion so abgeschwächt ist,kann man wieder besonnener,mit Überlegung,agieren.
#24 am 20.09.2017 von Birgit Büchner (Heilpraktikerin)
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Gast
Eine Methode aus der Anthroposophie: Abends in Gedanken den gesamten Tag Revue passieren lassen und zwar RÜCKWÄRTS, möglichst plastisch und in jeder Einzelheit, (nichts als positiv oder negativ bewerten, nur anschauen wie einen Film). Habe es noch nie bis zum Morgen geschafft ohne einzuschlafen.
#23 am 20.09.2017 von Gast
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Gast
Dacor, Dr. BLATTMANN; Grübeleien hinterfragen: Kann ich heute Nacht noch etwas daran tun? Nein! Dann kann ich auch jetzt beruhigt einschlafen und morgen früh weiter darüber nachdenken. Grundverschiedenes Problem, wenn das "Nicht-Schlafen- Können", das Wachliegen als problematisch erlebt wird, hier hilft manchmal die einfache Aufklärung, dass das stundenlange Wachliegen meist ein Trugschluß ist und oft nur wenige Minuten dauert. Ein Hinweis, analog zum autogenes Training, zu versuchen die Situation des Wachliegens bewußt wahrzunehmen und anzunehmen führt dann zur Entspannung und zum erholsamen Schlaf.
#22 am 20.09.2017 von Gast
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Kritiker
Geheimtipp: aufstehen und lauwarmes Wasser über die Beine laufen lassen. Falls man diese nicht hoch genug bekommt, um ins Waschbecken zu kommen: in der Dusche. Dann wieder hinlegen. Hilft zu 100% und ist kein Scherz!
#21 am 20.09.2017 von Kritiker (Gast)
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Gast
Ich schwöre auf einschlafen-podcast.de Beruhigende Stimme erzählt Geschichten aus seinem Leben.Alle 14 Tage neue Episode.Meine Frau und ich sind schon süchtig danach.Schon 400 Episoden. Suche mir dann je nach Laune Schottland oder Amerikaurlaub ,Truthahn frittieren usw. aus . AmSchluss jeder ca. 60 min. Episode liest er noch aus Büchern zB. Immanuel Kant vor . Reinhören - sehr zu empfehlen
#20 am 20.09.2017 von Gast
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In der Regel schlafe ich gut, aber manchmal ereilt mich es dann doch. Ich lege dann die "Gedanken" in einen Tresor. Bitte nachlesen bei Frau Luise Reddemann. Sie werden in eine Form gebracht, z.B. Schmetterlinge, eingefangen und dann weggelegt. Das funktioniert wunderbar. Aber in den vorhergehenden Kommentaren sind schon wunderbare Formen anderer Ablenkung beschrieben worden, die das Gehirn auf andere Gedanken bringen können, wie Schäfchenzählen, oder Farbenzählen. Das hilft ebenso. Wichtig ist, das man etwas findet, was einem weiterhilft. Nur nicht verzagen.
#19 am 20.09.2017 von Dr. med. Undine Blattmann (Ärztin)
  0
Gast
Ich wache jede Nacht mindestens einmal auf. Habe auf meinem Tablet ein Solitär-Kartenspiel geladen, das mich dann total von jeglichen Grübeleien ablenkt. und spätestens nach 30-50 Minuten kommt der Schlaf entspannt zurück.
#18 am 20.09.2017 von Gast
  7
Schade, dass hier in den Posts so jegliche mit Bedacht angelegte Struktur (Zeilen- und Absatzumbrüche) verloren geht...
#17 am 20.09.2017 von Dr. Karin Rüttgers (Heilpraktikerin)
  9
Gast
Sollten die Grübelattacken nachts regelmässig vorkommen und somit das Durchschlafen stark stören, bietet die Verhaltenstherapie ein schnell wirksames und anerkanntes Verfahren: die Schlafkompression. Mittlerweile werden in Großstädten schon 6-wöchige Kurse (von Verhaltenstherapeuten bzw. Schlaflaboren) angeboten, in denen man das Verfahren zusammen mit anderen Leidensgenossen bei einem abendlichen Treffen pro Woche erlernen kann oder man macht es in Eigenregie per Buch. Bitte an alle Hausärzte: Schlafstörungen nicht auf die leichte Schulter nehmen, sondern Patienten an Experten weiterleiten, bevor Schlalmittel längerfristig verschrieben werden.
#16 am 20.09.2017 von Gast
  0
Meinen Patienten (meist Angst- und Panik und/oder Depressiv) empfehle ich 1. Zu jeder Sorge eine Vorsorge notieren und diese dann auch treffen; wo es keine gibt ---> Stopp !! 2. Stopp bei den "destruktiven" Sorgen in der Art von #8,9,11; ich empfehle auch ein Dankbarkeitstagebuch anzulegen, in das man bei Bedarf hineinschauen kann oder detailreich erinnerte schöne Urlaube, Hochzeitsfeiern oder ähnliches, etc. pp - je nach individueller Lage. Mit etwas Übung wird so im Laufe der Zeit wirklich positives Denken! Wichtig aus meiner Erfahrung: diesen Gedankengang mit den Patienten (mehrfach) durchgehen. KR
#15 am 20.09.2017 von Dr. Karin Rüttgers (Heilpraktikerin)
  3
PP
Bei mir hilft ziemlich gut die alte Methode des Schäfchenzählens aus der Kindheit. Ich stel e mir vor eine Herde von samtweichen, netten, wollenen Schafen, auch ein schwarzes darf drunter sein, die auf einer sonnigen, duftenden Almweide auf mich zukommen und vor oder neben mir einer nach dem anderen über ein Gatter springen. Zumeist komme ich gar nicht mehr an das Ende der Herde.
#14 am 20.09.2017 von PP (Gast)
  0
Gast
Mal richtig koerperlich was tun, sport, wandern, grossputz, den tag so nutzen, dass man abends richtig muede ist...dann wecken keine gruebelnden gedanken...
#13 am 20.09.2017 von Gast
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Die dem Grübeln zugrunde liegenden Bilder und/oder Befürchtungen bearbeiten (wenn es sie denn gibt). Falls kein pathologischer Mechanismus mit dem Grübeln einhergeht, finde ich das Atemzüge zählen ganz gut; Alternativ geht auch das Zählen von Schafen. ;)
#12 am 20.09.2017 von Dipl.-Psych. Gerd Zimmek (Psychotherapeut)
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Grüner Hafertee! 3x/täglich 1 Esslöffel/Tasse
#11 am 20.09.2017 von Andreas Bernoth (Heilpraktiker)
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Gast
Einen fiktiven Plan aufstellen. Die Wohnung neu einrichten. Einen Garten anlegen. Ich baue immer ein Haus und plane detailliert. Bevor ich aus dem Keller ins Erdgeschoss gelange, bin ich meist schon eingeschlafen. Ich spiele Lotto und habe recht reale Vorstellungen erarbeitet, was ich mit den vielen Millionen anfangen werde; habe also eine echte Fiktion. Ich denke, so ein klein wenig positive Ideenfindung kann gut sein.
#10 am 20.09.2017 von Gast
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Mein persönliches Erfolgsrezept: Hörbuch anstellen, Schlafbrille aufsetzen. Allerdings komme ich auf diese Weise erst nach mehreren "Rückläufen" zum Ende des Hörbuches.
#9 am 20.09.2017 von Dr. med. Roswita Katscher (Ärztin)
  1
Gast
Sich vor dem Schlafen legen und auch nächtlichem Erwachen überlegen: was ist heute gut gelungen? Wa ist heute gut gelaufen? Und den Focus immer wieder auf diese Frage lenken.
#8 am 20.09.2017 von Gast
  1
Gast
In Gedanken einen Weg fahren und sich alles im Einzelnen (Umgebung) genau vorstellen... hilft mir sehr gut
#7 am 20.09.2017 von Gast
  0
den ersten Teil (Aufstehen, Lesen) halte ich für extrem schlecht. Der Tag/Nacht-Rhythmus kommt dadurch total durcheinander... Der Körper gewöhnt sich daran, dass man eben nachts um 2:30 wach ist. Ob denn die Schocktherapie beim Psychotherapeuten ("Stop!") etwas bringt, kann ich nicht beurteilen. Da muss der Einem ja schon einen heftigen Schreck einjagen... Und der Rat mit Promethazin, klingt doch einfach und bequem für den Doktor, hilft jedoch vor allem der Pharma-Industrie... Leider ist das - meist mehr oder weniger gut verpackt - nicht selten bei DocCheck Ob
#6 am 20.09.2017 von Dr. med. Wolfgang Rumpf (Arzt)
  7
Manchmal lohnt sich aber auch das Grübeln weil man auf neue Gedanken kommt.PLöntzke
#5 am 20.09.2017 von Dr. med. Erika Plöntzke (Ärztin)
  5
Gast
Oh, ... alle großen Geister haben gegrübelt. Diese Eigenschaft, die man viel positiver bewerten sollte, als es in der Regel geschieht, hat die Welt weiter gebracht. Sie gehören also zu denen, die eine Menge leisten, um die Menschheit voran zu bringen. Einzig die griechischen Philosophen bringen uns weiter beim Thema Grübeln. Schlaflabore, Psychotherapeuten, können Sie alles vergeßen. Da gibt es keine Antworten. Die paradoxe Intervention "Lob des Grübelns", sie müßte noch erfunden werden. Lesen Sie "Trost der Philosophie" von de Botton und sie werden ihr Grübeln anders sehen.
#4 am 17.09.2017 von Gast
  3
Gast
Einfach aufhören.
#3 am 16.09.2017 von Gast
  41
Gast
Im Hirnstoffwechsel herumpfuschen anstatt, die Probleme angehen.
#2 am 16.09.2017 von Gast
  19
Gast
Also ich empfehle entweder "Mantras" oder vom Patienten selbst formulierte Sätze, die vom ursprünglichen Gedanken ablenken.
#1 am 14.09.2017 von Gast
  3
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Ich habe auf dem diesjährigen DGPPN-Kongress zum wiederholten Male den Workshop „Psychopharmakologie-Update“ mehr...
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Als Psychiater hat man ja zum Glück nicht so oft mit Reanimationen zu tun. Aber so ein bis zwei Mal pro Jahr dann mehr...

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