Gröhe will den Labermediziner

07.09.2017
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Das Bundesministerium für Gesundheit plant still und leise eine große Umwälzung. Es möchte unter der Überschrift „Psychotherapie“ einen neuen Heilberuf zulassen. Der neue, noch namenlose Heilkundler soll die Kommunikation mit Patienten übernehmen und sie psychosozial und pharmakologisch betreuen.

Deutschland hat ein bewährtes und preiswertes Gesundheitssystem, das weltweit seines Gleichen sucht. Während derzeit Heilpraktiker und Homöopathie vielfach als Gefährdung für die Patientensicherheit diskutiert werden, plant das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) still und leise eine tiefgreifende Neuordnung des Gesundheitswesens.

Ein basal ausgebildeter, neuer Arzt-paralleler Heilberuf soll das „Sprechen“, die Patienten-Kommunikation und die Steuerungsfunktion im Gesundheitssystem aus der ärztlichen Versorgung ausklammern und übernehmen. Nach einem neu zu entwickelnden Studium, das etwas von Psychotherapiewissenschaft mit Pharmakologie im Nebenfach hat, soll der neue Heilberufler dann für alle Gesundheitsstörungen mit Krankheitswert umfassend kurativ, präventiv und rehabilitativ tätig sein, Überweisungsrecht haben und Medikamente verordnen.

Dieses Thema wird vom BMG wie eine Verschlusssache behandelt: Öffentliche Diskussion sind nicht erwünscht. Kritische Auseinandersetzung mit Fachkreisen sollen vermieden werden. Da wir aber vor massiven Einschnitten in bewährte Standards der Patientensicherheit und einer schweren De-Qualifizierung medizinischer Leistungen stehen, ist es wichtig, dass sich Patienten, Ärzte und Psychologische Psychotherapeuten die Folgen einer solchen Reform vor Augen führen.

Arbeitsentwurf für ein neues Gesetz liegt vor

Das von Hermann Gröhe geleitete Bundesgesundheitsministerium hat gerade einen Entwurf vorgelegt, der einen eher unscheinbaren Titel trägt: „Psychotherapeutenausbildungsreformgesetz“. Klingt erst einmal nicht übel und scheint die somatische Medizin gar nicht zu tangieren. Zudem ist eine angemessene Vergütung von Psychologischen Psychotherapeuten in Ausbildung längst überfällig.

Nicht direkt zu erkennen ist, dass die geplanten Gesetzesänderungen zu einem Ausverkauf bewährter medizinischer Standards im gesamten Gesundheitswesen und zu einem Abbau des Patientenschutzes missbraucht werden sollen.

Der Arbeitsentwurf spricht nur namentlich von einer Neuordnung der Psychotherapie. Beim Lesen des Entwurfs fällt jedoch schnell auf, dass der neue „Psychotherapie-Heilkundler“ in allen medizinischen Gebieten, bei allen gesundheitlichen Störungen das Sprechen, die psychosoziale und teils medizinische Versorgung übernehmen soll.

Was ist Psychotherapie bisher?

Bisher stellen ärztliche Psychotherapeuten, psychologische Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten gemeinsam die professionelle psychotherapeutische Behandlung psychischer Erkrankungen sicher. Dazu muss – das ist gesetzlich verankert – auch ein psychotherapeutisches Verfahren mit wissenschaftlicher Fundierung erlernt werden. 1999 wurde die Behandlung mit Psychotherapie durch das Psychotherapeutengesetz aus dem Chakra-Dunst der Esoterik-Klischees befreit. Heute ist Psychotherapie eine hochspezialisierte medizinische Behandlungsmethode, die von den Krankenkassen finanziert wird und sich immer weiter ausdifferenziert.

Was soll Psychotherapie künftig sein?

Der neue Gesetzentwurf will jetzt einen neuen Mini-Heilberuf ins Rennen schicken, der ohne jede wissenschaftlich-psychotherapeutische Fundierung Patienten-Gepräche und die Kommunikation in der Medizin übernimmt. Das wird deutlich, wenn man die folgenden Textpassagen vergleicht:

Das hieße: Alles, was spricht, kann Psychotherapie sein. Die Anforderung einer wissenschaftlichen Fundierung fällt weg. Außerdem liegt die Interpretation immer beim Anwender: „Psychotherapie ist jede (...) vorgenommene Tätigkeit (...) bei Störungen mit Krankheitswert, bei denen Psychotherapie indiziert ist.“ Von einer spezifischen Behandlungsmethode kann dann kaum mehr die Rede sein.

Es geht um das Sprechen mit Kranken, wie und warum auch immer. Deshalb ist die Bezeichnung Psychotherapie hier sehr irritierend, geht es doch um ein allgemeines Sprechen - eben ohne psychotherapeutisch-wissenschftliche Fundierung.

Wo liegen die Probleme des neuen „Heilberufes für das Sprechen“

Heute ist die wichtige Frage der somatischen Differentialdiagnostik bei unspezifischer psychischer Symptomatik wie Erschöpfung, Schwäche, Gewichtsabnahme durch die Einbindung in primärärztliche Versorgung gesichert, und sei es durch ein Konsil, das der Psychologe problemlos veranlassen kann (denken wir nur beispielsweise an die Frage nach Schilddrüse, Hämato-Onkologie, Infektionen wie Tuberkulose usw.). Der Arbeitsentwurf zielt jedoch darauf ab, eine eigene so genannte „psychotherapeutische Versorgung“, eher als paralleles System zur medizinischen Versorgung, zu etablieren. Also ein duales System, das explizit keine Konsile durch Ärzte mehr vorsieht oder für nötig hält.

Die neue Definition bei „Störungen mit Krankheitswert, bei denen Psychotherapie indiziert ist“ lässt eine unendliche Ausweitung des Einsatzfeldes erwarten, weit hinein in die hausärztliche und fachspezifische Versorgung. Reden könnte es dann bald schon zum Billigtarif geben: Dort, wo sonst der Hausarzt nachgefragt hat, der Psychosomatiker exploriert hat oder der Onkologe auch das psychosoziale Leid seines Patienten im Blick hatte, soll der neue Mini-Heilkundler frisch an der Uni gelerntes Wissen zum Einsatz bringen. Erfahrung mit echten Patienten oder im Erstellen eines Behandlungsplanes: nicht nötig! Sollte sich dieses Vorhaben realisieren, frage ich mich: Wäre die unglaublich patientennahe und hingebungsvolle Tätigkeit von Krankenschwestern und -pflegern nicht schon lange als „Psychotherapie“ zu bezeichnen?

Neue Konkurrenz für das Modell Hausarzt

Der neue Beruf hat bezeichnenderweise noch keinen Namen, aber das, was er tut, soll sich dann tatsächlich „Psychotherapie“ nennen. In der Praxis wird das Ganze dann eher ein allgemeines Sprechen entlang der ärztlichen Fachgebiete sein. Im Entwurf soll der neue Beruf zum Beispiel auch die „Feststellung, Verordnung und Überprüfung von psychopharmakologischen Maßnahmen“ leisten. Oder entscheiden, „welche [...] medizinischen oder sozialen Interventionsmethoden im Einzelfall indiziert sind“.

Und das, obwohl es nie eine medizinische oder psychotherapeutische Ausbildung gegeben hat. Stattdessen aber ein Studium, das klingt wie ein Psychologie-Kurs Quick & Dirty mit Nebenfach „Medizin for Dummies“.

Wer den Arbeitsentwurf liest, der erkennt: Hier möchte keiner eine Nische auskleiden, sondern die Weichen stellen, führender Kommunikator im Gesundheitssystem werden, die wichtige Schnittstelle vom Körper und Seele besetzen. Das alles leider ohne eine entsprechende Kompetenz.

Der Passus „gewerbsmäßig“ in der neuen Psychotherapie-Definition könnte außerdem darauf hindeuten, dass das Sprechen mittelfristig aus der GKV-Finanzierung fliegt. Das wäre hinsichtlich der immer deutlicheren Erkenntnisse über die Untrennbarkeit von körperlichen und psychischen Prozessen, die aus medizinischer Sicht hochkomplex sind, für die Versorgungsqualität dann endgültig die Trumpisierung der Medizin – Fakten zählen eben nicht mehr.

Wer profitiert von diesem Kompetenzabbau?

Sicherlich profitieren nicht die Ärzte vom Abbau der Qualitäts- und Versorgungsstandards, sie lehnen die Substitution medizinischer Leistungen auf Kosten der Patienten ab (siehe auch: Stellungsnahme des SpiFa). Als Arzt sieht man genug Leid und Elend und hat wenig Interesse daran, dies auszuweiten.

Ähnlich wird es den professionell ausgebildeten Psychologischen Psychotherapeuten und den Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten gehen – sie wissen, wie wichtig ihre solide Ausbildung zur Behandlung psychisch und psychosomatisch erkrankter Menschen ist.

Wer Billiglöhner mit dem Etikett „Psychotherapie“ im großen Rahmen einsetzen und zum gleichen Preis wie ärztliche Leistungen abrechnen könnte, wären Klinikkonzerne. Das Gesundheitswesen boomt und nicht wenige haben längst das Geschäft gewittert. Aber auch die Politik kann sagen: „Schaut her, endlich bekommt hier jeder ein paar Psychotherapie-Gespräche, es gibt keinen Mangel mehr“. Das unendliche Leid, das durch die Budget-Versorgung, die unerkannten Diagnosen und unverstandenen psychosomatischen Zusammenhänge entsteht, steht dann auf einem anderen Blatt und muss von anderen getragen werden.

Wer leidet darunter?

Wer würde unter dem neuen Heilberuf leiden? So traurig es ist, es sind die Patienten. Bisher ist auf eines Verlass: Was draußen dransteht, ist auch im Fläschchen drin. Geht man zu einem Psychotherapeuten, so kannt man heute davon ausgehen, dass jemand sein Fach profunde beherrscht, im Rahmen medizinischer Fragen mit (anderen) Ärzten kooperiert und durch jahrelange Aus- und Weiterbildung seiner hohen Verantwortung gewachsen ist. In Zukunft wird unter dem gleichen Label womöglich Sprechen ohne Ziel, ohne diagnostischen Blick und ohne jede Ahnung vom menschlichen Körper stattfinden. Wo bleibt der Patientenschutz?

Medizin vom Grabbeltisch wäre das – im Sommerschlussverkauf bei Hermann Gröhe.

Weitere Informationen:

Arbeitsentwurf des Psychotherapeutenausbildungsreformgesetzes 

Stellungnahme des Spitzenverbandes der Fachärzte Deutschlands e. V.

Petition gegen den Qualitätsabbau

 

Artikel letztmalig aktualisiert am 12.09.2017.

135 Wertungen (4.05 ø)
32918 Aufrufe
Liebe Leser, vielen Dank für eure zahlreichen Kommentare. Wir werden die Kommentarfunktion nun abschalten. Euer DocCheck News Team
#80 am 12.09.2017 von DocCheck News Redaktion (Mitarbeiter von DocCheck)
  9
# 82 > "Schutz vor Repressalien. Es ist sonst nicht immer möglich zu schreiben, was man ehrlich denkt." Sollte man dann nicht einfach innehalten (den Mund halten), wenn man nicht offen zu dem stehen kann, was man in die Welt hinaus entlassen möchte? :)
#79 am 12.09.2017 von Monika Königstein (Heilpraktikerin)
  14
Gast
Mir scheint das "bedenkenlose" Verschreiben im Vordergrund zu stehen. Wer davon profitiert sollte der Leserschaft hier doch klar sein.
#78 am 12.09.2017 von Gast
  3
Gast
Mir scheint der Wind ganz woanders herzurühren: "Man" braucht angesichts der immer weiter steigenden Zahlen von Kindern mit ADHS und Erwachsenen mit ähnlich gelagerter psycho-Symptomatik einfach einen geneigten Gatekeeper der möglichst schnell Ritalin etc. verschreibt. - und das ohne weiter nachzuhaken. Wer könnte wohl davon profitieren, respektive hinter dem Entwurf stecken? Sicher keine geistig minderqualifizierten Politiker.
#77 am 12.09.2017 von Gast
  5
Gast
#82 "Das ist unseriös.": Nein. Das ist ein Schutz vor Repressalien. Es ist sonst nicht immer möglich zu schreiben, was man ehrlich denkt.
#76 am 12.09.2017 von Gast
  7
eine Frage, warum kann sich jeder hier als Gast eintragen und sich nicht mit seinem Namen zu seinem Artikel bekennen? Das ist unseriös.
#75 am 12.09.2017 von Heilpraktiker Karlheinz Sauer (Heilpraktiker)
  5
Allgemeinarzt aus Bonn
Auch eine Möglichkeit den Ärztemangel, vor allem dem Hausarztmangel, zu begegnen. Wie ich finde ein fataler Weg, bei dem die Patientensicherheit mit Füßen getreten wird.
#74 am 12.09.2017 von Allgemeinarzt aus Bonn (Gast)
  4
Gast
Auch wenn der Artikel reisserisch geschrieben, ein Körnchen Wahrheit scheint darin zu stecken... Das hätte die Auswirkung eines 9/11 ( gestern). Während das eine Flugzeug in den ersten Tower rauscht, und man noch händereibend zuschauen kann, wie durch geschickte Rufmordkampagne der erste Turm in Schutt und Asche stürzt, der von "halbwissenden angehörigen der Gesundheitsbranche" betrieben wurde, die allerdings keine Kompetenzen hatten, sich in ärztliche Verordnungen ( auch medikamentöse ) einzumischen.... rauscht, sollte das Gesetz durchgehen, der nächste Flieger schon in den zweiten Tower und "ersetzt die Funktion des "Gatekeeping" einer ganzen Gruppe, vornehmlich der Hausärzte und grundversorgenden Fachärzte... mit Möglichkeiten der Einmischung in sämtliche ärztliche Belange. Haftungsfragen hin oder her. Hierfür findet sich sicher auch eine "Lösung"... Und wer liegt zum Schluß auf "ground zero"? Der Patient!
#73 am 12.09.2017 von Gast
  3
Gast
Psychopharmakotherapie ist hoch komplex. Ohne ausführliche Kenntnis physiologischer und biochemischer Zusammenhänge sollte man keine Psychopharmaka verordnen. Und die Vermittlung dieser Kenntnisse ist nicht im Gegenstandskatalog der Psychotherapeutenausbildung vorgesehen. Gerade in einer alternden Gesellschaft mit multimorbiden Patienten wird die medikamentöse Behandlung nicht einfacher. Ich selbst bekomme als langjährig tätiger Psychiater und Neurologe immer mehr Respekt vor den Substanzen, mit denen wir täglich umgehen und schlicht erhebliche Bauchschmerzen, wenn ich mir überlege, dass diese Präparate dann ohne fundiertes medizinisches Wissen verordnet werden können.
#72 am 12.09.2017 von Gast
  3
Unglaublich, das Aerzte jetzt auch noch Angst haben, "Kundschaft" zu verlieren. Seit wann gibt es in medizinischen Berufen Konkurrenz?
#71 am 12.09.2017 von ingo seidel (Physiotherapeut)
  32
Alles so wilder politischer Unsinn. Die Frage entscheidet sich schon daran: Wer haftet wenn ein unerfahrener "neuer Psychotherapeut" was mit der Medikation falsch macht? Der Hausarzt? Solche Aufgaben sind nicht durch 1 Eurojobber ersetzbar ohne alle Haftungsansprüche für den Patienten fallen zu lassen.
#70 am 12.09.2017 von Mawe Budweg (Arzt)
  4
Gast
Sowohl die Überschrift als auch der letzte Absatz verdeutlichen die Sichtweise von Herrn Kugelstadt. Er hält offensichtlich alle Nicht-Mediziner für unfähige Psychotherapeuten. Denn es ist doch bereits heute so, dass die meisten PT ein Studium der Psychologie und nicht der Medizin als Grundlage vorweisen können. Somit könnte der Autor auch diesen „vorwerfen, dass sie therapieren "ohne diagnostischen Blick und ohne Ahnung vom menschlichen Körper". Ist es aber umgekehrt nicht genauso fragwürdig, dass z. B. ein Internist ohne psychologische Grundausbildung nur aufgrund einer Weiterbildung als Psychotherapeut tätig sein darf?
#69 am 12.09.2017 von Gast
  14
Teil 2 Ist nur seltsam daß vorher für Jugendarbeit, Betreuung von Langzeitarbeitslosen etc., etc, nie Geld da war. Und auch Lehrer werden immer noch befristet für 10 Monate eingestellt (bes. häufig in BW). Betrug durch Scheinselbstständigkeit nennt man das im Normalleben. Diese Woche habe ich im BR1 den ca. 70. Aufruf des AStA München gehört, daß die Münchner nachschauen sollten, ob sie für das Wintersemester 2017 nicht ein Studentenzimmer frei hätten. Seit 35 Jahren höre ich immer wieder von Stadt und Land, das regele der ‚Freie Markt’ Aber jetzt werden für Migranten Wohnungen über Wohnungen gebaut mit Vollausstattung vom Mobiliar über Geschirr bis zur Wäsche. Arme Deutsche hätten das auch gerne. Und auch der Ersatz ist kein Problem – im Gegensatz zu deutsche Hartz-4lern.
#68 am 12.09.2017 von HP W. Scholz (Heilpraktiker)
  11
Ha, Ha 'wissenschaftlich anerkannt' ich erinnere mal daran daß vor Jahren ein Institut herausfinden wollte wer das Etikett vergibt – Gesundheitsministerium zu KV zu …. zum Schluß wieder Gesundheitsministerium; keiner ist zuständig oder weiß wer zuständig ist. Ist das ein ‚Fake New’? Aber klar, wenn man viele ‚Neubürger’ bekommt die gesundheitliche Probleme haben (ich erinnere an eine WHO-Studie mit bis zu 20% Erbkrankheiten (s. DocCheck) zu >1% Erbkrankheiten in der Europäischen Bevölkerung), da ist eine Psychologisch-medizinische Stütze schon angesagt. Jede Menge neue Arbeitsplätze zu den 30000 neuen Sozial’arbeitern’/-‚wissenschaftlern’ (lt Regierung – welch Erfolg). Die Firma ‚European Homecare’ macht durch Billiglöhne mal eben 66% Rendite, lt. Handelsblatt. Da müssen Waffenhändler und Drogenbarone aber mal einen Zahn zulegen.
#67 am 12.09.2017 von HP W. Scholz (Heilpraktiker)
  10
Gast
@62: Also ich habe noch Diplompsychologie studiert: Wir hatten ein Halbjahrespraktikum im Studium. Die meisten habens dabei nicht belassen, so hatte ich z.B. zusätzlich noch weitere Praktika und habe auch als Hiwi an der Uni mit Patienten therapeutisch gearbeitet. Für die Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten sind mind. 4200 h vorgesehen, davon 1800 h in der psychiatrischen und psychosomatischen Einrichtung (d.h. 1,5 Jahre) und mind. 600 h unter Supervision jeder 3.-4. Stunden in der ambulanten Psychotherapie, d.h. Praxis oder Institutsambulanz. Wenn mans nicht in Vollzeit macht, arbeiten die meisten nebenher und sammeln so weitere klinische Praxis. Die meisten haben also durchaus etwas "Erfahrung" nach ihrer Ausbildung nach dem STudium. Und für die meiste ist oder bleibt das sicher nicht die einzige Ausbildung in einem psychotherapeutischen Verfahren. Ich habe z.B. 3 Verfahren gelernt.
#66 am 12.09.2017 von Gast
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Man mag vieles am neuen Gesetzesentwurf kritisieren und anzweifeln. Dies in einem sachlichen Ton, bitte! Dieser Artikel ist aber wirklich tief unter der Gürtellinie.
#65 am 12.09.2017 von Dr. Anton Safer (Sonstige)
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Die Nagelprobe wird eine ganz pragmatische sein, gerade was die Erlaubnis zur Medikamentenverordnung angeht. Und die nennt sich Haftung resp. Haftpflichtversicherung. Ob sich die Versicherungswirtschaft darauf einläßt, sei dahingestellt. Zur Erinnerung: Bereits heute ist es gang und gäbe, daß sich rein psychotherapeutisch tätige Ärzte (!) in aller Regel weigern, die Medikation eines Patienten zu übernehmen, und dazu die Patienten zum Psychiater oder Nervenarzt schicken.
#64 am 12.09.2017 von Dr. JIRINA TICHOV (Ärztin)
  1
#57: in dem Text, den Sie zitieren, steht: ... "Völlig unverständlich ist gerade unter dem Blickwinkel der kritischen Diskussion bzgl. der Heilpraktiker, dass der approbierte „Psychologische Psychotherapeut“ nach einem kurzen Master-Studiengang bzw. nach einem Modellstudiengang befähigt sein soll, (Psycho-) pharmakologische Behandlungen zu ver- antworten"... Woher nehmen Sie Ihre Interpretation: ..."Hier steht klipp und klar, dass dieser Beruf nach dem Bachelor die bisherigen Heilpraktiker "ersetzen" soll"...??? Bitte lesen Sie die Texte, bevor Sie Behauptungen aufstellen!
#63 am 11.09.2017 von Dr. med Margareta Kampmann-Schwantes (Ärztin)
  2
ich glaube ich bin immer noch nicht richtig verstanden worden. Ich versuch's nochmal: Nach den Studium der Humanmedizin ist man mit bestandenem Staatsexamen approbierter Arzt, der den ärztlichen Beruf ausüben darf (BÄO §2,1). Der Entwurf für die Psychotherapeuten scheint dem zu entsprechen. Genauso wie bei Ärzten wäre erst nach abgeschlossener Weiterbildung z.B. eine Niederlassung möglich. Allerdings würden mich noch die Weiterbildungsinhalte interessieren. Also bleiben Sie bitte sachlich!
#62 am 11.09.2017 von Dr. med Margareta Kampmann-Schwantes (Ärztin)
  4
Hab ich was verpasst? Ist schon wieder der 1. April?
#61 am 11.09.2017 von Samuel Schleich (Biologe)
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Gastiker1
Ausverkauf der Medizinstandards. Unglaublich. Medizin-Laien dürfen Pharmazeutika verschreiben...äh geht es noch? Wer schützt uns Patienten vor Pfuschern?
#60 am 11.09.2017 von Gastiker1 (Gast)
  4
Gast
Als Allgemeinarzt bin ich geschockt, habe den Arbeitsentwurf gerade gelesen und kann meinen Augen nicht trauen: es sollen Medikamente verordnet werden - ohne Medizinstudium! Regelhaft! Wie soll der Patient da nur durchblicken, wer ihn gerade mediziert?
#59 am 11.09.2017 von Gast
  3
Dr. med. L. Werner
#59 Liebe Frau Kollegin, das kann nicht ihr Ernst sein... Was dabei sein soll: Pharmakotherapie durch Nicht-Ärzte? Veranlassung somatischer Diagnostik durch Nicht-Ärzte? Gutachterliche Stellungnahmen komplexer Krankehitsbilder? - Erinnern Sie sich nicht mehr an Ihr Studium? Präp-Kurs, Biochemie, Physiologie, Untersuchungskurs, Famulaturen, PJ...!?!? Das soll alles eigentlich gar nicht nötig sein, um verantwortungsvoll als Arzt zu arbeiten? Facharztweiterbildung nicht nötig? Sie sehen also nicht, dass gerade Ihre Qualifikation rationalisiert werden soll zu gunsten besserer Preise, zum Leidwesen der Hilfesuchenden? Die armen Patienten, denen solch eine Versorgung eines Tages genügen soll!
#58 am 11.09.2017 von Dr. med. L. Werner (Gast)
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Hat der Autor eigentlich den Gesetzesentwurf gelesen? Ich habe die gesamten 42 Seiten gelesen und als juristisch einschlägig Vorgebildeter kann ich sagen: die Schilderungen im Artikel haben rein gar nichts mit dem Gesetzesentwurf zu tun. Der neue Entwurf ist ein Fortschritt für die psychotherapeutische Ausbildung. Bisher studiert der Psychologe 6 bis 7 Semester im Bachelor und 4 bis 5 Semester im Master. In dieser Zeit gibt es praktisch KEINE Praxis. Die ersten Praxiserfahrungen werden während der psychotherapeutischen Weiterbildung erlangt. D.h. erst an diesem Punkt stellt der Absolvent ggf. fest, dass der Beruf gar nichts für ihn (oder sie) ist. Nach dem neuen Entwurf sind zum Bachelor 570 Stunden Praxis und zum Master 750 Stunden Praxis nachzuweisen. Soviel Praxis hat der angehende Psychologe im Zweifelsfalle nicht mal in seiner Therapeutenausbildung.
#57 am 11.09.2017 von Andreas Rheinländer (Student der Humanmedizin)
  11
Gast
Liebe Frau Kampmann-Schwantes, seit wann nennt sich ein Arzt nach dem Studium "Internist" oder "Augenarzt"? Sie vergleichen einen Arzt, der nach dem Studium ein Generalist der gesamten Heilkunde ist und daher auch keinen Facharzttitel trägt, mit einem Spezialisten in Psychotherapie, der gefälligst dann, wenn er approbiert wird, auch wirklich ein wissenschaftlich anerkanntes Psychotherapieverfahren beherrschen muss. Das aber kann dieser "Psychotherapeut" nicht. Deshalb darf er auch nicht approbiert werden, also eine berufsrechtlich uneingeschränkte Berufserlaubnis als Psychotherapeut bekommen. Und wenn Sie das von Gröhe vorgesehene Studium, von denen am Ende vier Semester tatsächlich die Grundlagen der Psychotherapie vermitteln, in die Nähe des Medizinstudium rücken, dann verbreiten Sie bewusst unwahre Behauptungen.
#56 am 11.09.2017 von Gast
  6
Gast
#56 Genau so ist es!
#55 am 11.09.2017 von Gast
  0
Der Schreiber von "Gröhe will den Labermediziner" disqualifiziert sich durch seine Wortwahl ("Labern") bereits selbst. Der freundlicherweise angefügt Arbeitsenwurf des "Psychotherapeutenausbildungsreformgesetzes" beschreibt (wenn man ihn denn mal liest), dass ein 5-jähriges Studium (wieso ist das ein Mini-Studium?) in einer Approbation zum weiterbildungsbefähigten Psychotherapeuten mündet. So wie auch ein Mediziner nach erfolgreichen Staatsexamen seine Approbation zum weiterbildungsbefähigten Arzt erhält. Erst nach erfolgter Weiterbildung soll dann der Zugang zu den üblichen Versorgungssstrukturen gegeben sein. Was die Weiterbildung genau beinhalten soll, habe ich beim Lesen nicht gefunden. Der Autor, der die Wissenschaftlichkeit so sehr betont, sollte versuchen sich an Fakten zu halten, anstatt solch eine Progrom-Stimmung zu verbreiten.
#54 am 11.09.2017 von Dr. med Margareta Kampmann-Schwantes (Ärztin)
  22
Gast
#53 am 11.09.2017 von Gast
  0
Gast
Ich wusste bis heute davon nichts und bin erschüttert! Der DGPM scheint das alles sehr ähnlich zu sehen. Wienviel Leid so eine Billigtherapie bringen wird... http://www.dgpm.de/fileadmin/Daten/Aktuelles/Nachrichten/Dateien/2017/20170908_Stellungnahme_der_DGPM_Arbeitsentwurf_Gesetz_zur_Reform_Psychotherapeutengesetzes_vom_17-07-2017.pdf
#52 am 11.09.2017 von Gast
  1
Gast
Dieses Vorhaben ist schon seit mehr als 8 Jahren bekannt. Es geht hier nicht um die Optimierung der Patientenversorgung und nicht um nochmalige Erklärung z.B. der Tabletteneinnahme und Kontrolle der Compliance, sondern um Eröffnung eines neuen Betätigungsfeldes mit Gewinnoptimierung und Teilhabe am gesetzlichen Versorgungskonzeptes. Man vergisst hierbei jedoch, dass durch dieses Vorhaben die Honorierung aus dem Gesamtbudget erfolgt ohne den Nachweis eines wesentlichen Nutzens. Ich bezweifle den Nutzen und auch die Befähigung, welche durch eine zusätzliche pharmakologische Ausbildung nicht gegeben ist! Wollen wir wirklich eine Eradikationstherapie in Händen von Psychotherapeuten geben? Wollen wir wirklich die Therapie eines MRSA, oder einer KHK, oder eines VHF, oder einer Cardiomyopathie usw.in Kontrolle Anderer geben? Warum haben wir fachärztliche Spezialisten und/oder Allgemeinmediziner, die nichts anderes machen, als nur diese Versorgungsform mit Therapieänderungen zu kontrollieren?
#51 am 11.09.2017 von Gast
  0
Gast
bezieht sich auf Beitrag # 53 ... aber so hochqualifizierte Menschen, die andere nieder machen, die dürfen auf kranke, hilfsbedürftige Personen losgelassen werden.. Weiß nicht, was mir da lieber ist.
#50 am 11.09.2017 von Gast
  2
Gast
Ich empfehle, den Arbeitsentwurf einfach einmal zu lesen. Dann wird man sehen, dass der Autor völligen Unsinn schreibt. Es soll weder ein neuer Beruf entstehen noch sonstige Irrsinn, wie vermutet. Es wird einfach die Qualifikation der psychologischen Psychotherapeuten mit einem neuen Studiengang verfestigt, und verbessert. Diese unsinnige Beitrag ist geprägt von Furcht und Angst vor Verlust der ärztlichen Vorherrschaft! Die Heilpraktiker, die sich hier gemeldet haben, sollten lieber verschweigen. die Heilpraktikerausbildung ist ein Skandal! So minder qualifizierte Menschen dürfen nicht auf kranke, hilfsbedürftige Personen losgelassen werden!
#49 am 11.09.2017 von Gast
  35
Gast
Eine Umweltmedizinische Weiterbildung wäre viel sinnvoler od die Bezahlung von Umweltananlysen in der Wohnung am Arbeitsplatz od Schule von Krankenkassen - noch laufen Menschen viel zu lange rum mit Schimmelbelastungen od Lösungsmittel - in der Unterschicht - dauert es sehr lange bis eine gute Therapie -angeboten wird - Bei Privatpatienten nimmt man auch besseres Zahnmaterial - u nicht das billige Amalgam
#48 am 11.09.2017 von Gast
  3
Sehe bisher überhaupt keinen Vorteil in dieser Berufs-Nische. Ein Arzt, heilbrrufler oder Psychotherapeut sind doch schon per Beruf an ebensolche Aufgaben gebunden...wo ist hier der mehrere, und für wen? Vielleicht doch erstmal bestehendes verbessern und zwar im Sinne der praktischen Gesundheitshelfer, statt völlig unlogisch nen neuen "iwiequasimedizinischen" Job zu erzaubern. Der kostet auch. Aber zur Wahl...ganz netter Versuch. Geht nach hinten los, Herr Gröhe!
#47 am 11.09.2017 von Fabian Ott (Physiotherapeut)
  3
Gast
#46 am 11.09.2017 von Gast
  1
Hp. Martin S.
#46: Heilpraktiker und Homöopathie passt nicht zusammen. Ein Heilpraktiker, der Homöopathie anbietet, hat keine Ahnung und trägt die Berufsbezeichnung nicht zu recht. Sie sollte ihm entzogen werden. Ein Heilpraktiker, der Homöopath ist, ist eine Gefahr für den Patienten.
#45 am 11.09.2017 von Hp. Martin S. (Gast)
  31
Gast
Heute kommt das "Sprechen" in Hausarztpraxen definitiv zu kurz. Da viele Krankheiten einen psychischen Hintergrund haben, muss in Gesprächen der Patientenhintergrund beleuchtet werden. Dies kann von Ärzten oder auch von dieser "neuen Berufgruppe" durchgeführt werden. Die Hauptsache ist Zeit und das " ernst nehmen" eines Patienten (Kunden).
#44 am 11.09.2017 von Gast
  6
Gast
Das erinnert mich an die Pflegehelfer/innen, die jetzt billiger als die ausgebildeten Altenpflegekräfte all das übernehmen wofür diese aufgrund Überlastung keine Zeit mehr haben...
#43 am 11.09.2017 von Gast
  1
Heilpraktiker und Homöopathie sind keine Gefahr für die Patienten. Es wird nicht wahrer, je öfter man es wiederholt!
#42 am 11.09.2017 von Torsten Gerhardt (Heilpraktiker)
  13
Gast
Stimme dem Einwand von #41 voll zu, der Verfasser disqualifiziert sich selbst durch die reißerische Aufbereitung des Inhaltes. Oder wollte er uns vor Augen führen, wie so ein "Laberarzt" dann seine Tätigkeit ausführen wird? Die geplante Ausbildung wird nicht immer zur Behandlung ernster psychischer Erkrankungen ausreichen, jedoch mit zur Linderung von Leid beitragen.
#41 am 11.09.2017 von Gast
  11
Gast
Ein Freund : Das ist dir oft der beste Psychotherapeut: Ein wahrer Freund.
#40 am 11.09.2017 von Gast
  3
Arzthelfer, crashgekurste Physiotherapeuten, OTA, s - die Kommerzialisierung der Medizin wird ihr den Garaus machen. Alles auf dem Altar des schnöden Mammons!
#39 am 11.09.2017 von Dr. med. Jörg Windsheimer (Arzt)
  5
Gast
# 34 Da stimme ich Ihnen zu aber bei komplexen psychischen Erkrankungen sollte nur ein professionell Ausgebildeter Arzt, Psychotherapeut ans Werk. Alles andere wäre Pfusch und auch fahrlässig
#38 am 11.09.2017 von Gast
  3
Ganz unabhängig von der Thematik ist dieser Text leider weder sachlich neutral noch wirklich informativ gehalten, dazu der Titel sehr reißerisch und eher dem Bereich Boulevardpresse zuzuordnen. Dies fällt mir bei DocCheck immer öfter auf. Sehr schade. Daher enthalte ich mich auch eines weiteren Kommentars und informiere mich erstmal, rate dies auch allen anderen Mitlesern.
#37 am 11.09.2017 von Dr. med.vet. Margit Feser (Tierärztin)
  10
Gast
Stimme Dr. Ralf Dettmann voll zu. So ist es.
#36 am 11.09.2017 von Gast
  0
Hanebüchener Unsinn! Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass so etwas ernsthaft politisch gewollt sein kann. Falls doch, sollten von kundiger Stelle die absehbar dramatischen Konsequenzen für die Qualität der Krankenversorgung antizipiert werden.
#35 am 11.09.2017 von Dr. rer. medic. Martin Peveling (Arzt)
  11
Ich stimme ihnen voll und Ganz zu Herr Dr. Marcus Rösler, eine gute und Solide Ausbildung, und damit meine ich eine Emphatische Kunst des ZU HÖRENS,und auch des lauschens, wie es Prof. Dr. Rolf Verres ( Uni Heidelberg )es einmal es so trefflich formulierte.
#34 am 11.09.2017 von Peter Filter (Psychotherapeut)
  0
HausarztNord
Wenn sich nur aber auch nur der Wählerstimmzahl verpflichtet gesehene Politiker um eine solch ärztliche Grundfähigkeit für den Stimmenfang Gedanken machen, tja dann liebe Kollegen, müssen wir uns wohl selbst mal kräftig an die Nasen fassen. Ich glaube fast, wir finanzieren zu viele ärztliche Funktionäre ohne Basisbezug.
#33 am 11.09.2017 von HausarztNord (Gast)
  1
So langsam muss man sich als Patient zerteilen: Einstiegsgespräch, Pneumologe, HNO, Dermatologe, Hausarzt ... Viele Köche verderben den Brei, das sollten die Politiker inzwischen gelernt haben.
#32 am 11.09.2017 von Doris Hofheinz (Heilpraktikerin)
  4
Tja - dieser Hr. Gröhe ist eben gewählt worden. Das sind klassische Auswirkungen neoliberaler Politik, in der mit Hilfe des Phantasmas des per se unmöglichen 'freien Marktes' jegliche Art von Regeln als Wirtschaftshemmnis diskreditiert werden, und jeder Lebensbereich - also auch die Medizin - unter Wirtschaftlichkeitskuratel gestellt wird. Demnach ist ein kranker Mensch unwert. Das hatte Deutschland schon einmal, es nannte sich nur anders: Nationalsozialismus. Die Folgen sind identisch.
#31 am 11.09.2017 von Dr. Ralf Dettmann (Chemiker)
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Die Idee, einen heilkundlichen Beruf für Kommunikation zu schaffen, finde ich sehr sinnvoll. In unserer immer schneller werdenden Gesellschaft fehlt sehr vielen Menschen die Möglichkeit, gehört zu werden. Nicht jeder ist gleich psychisch krank, wenn sie oder er in überwältigenden Lebenssituationen ratlos ist.Vielen Menschen jedoch fehlen Menschen, die "einfach zuhören", die betroffene Person in der jeweiligen Situation ernst nehmen und empathische begleiten. Vielen wäre geholfen, wenn sie ein "Ohr " für Lebensnöte bekommen. Was früher der Seelsorger abdecken könnte oder der Hausarzt, ist heute leider oft nicht mehr möglich. Die Idee, diese Lücke zu schließen, finde ich daher sehr bereichernd und ich denke, das sich im Bereich des Gesundheitswesens durch "empathische Zuhörer" vieles entspannen könnte.
#30 am 11.09.2017 von Dr. med. Markus Rösler (Arzt)
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Wenn der Wahnsinn Epidemisch wird, nennt man ihn Vernuft! Ich glaube nicht an das fünfjähriges Studium inklusive Bachelor- und Masterabschluss als Qualifikation, es wird wie so oft, auf eine Schnellbesolung hinauslaufen, siehe Lehrer als so genannte Quereinsteiger, die nach einen halben Jahr schon das Handtuch werfen, da der Stress mit den Kindern zu GROß ist. Reden, Heist auch zu hören aushalten zu können. Peter Filter Musik/Klangtherapeut
#29 am 11.09.2017 von Peter Filter (Psychotherapeut)
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Gast
zu !7: Also, ich meine, überlasse ich die Medikation den Pharmazeuten oder Medizinern: Und ich meine: Nur in seltenen, ausgewiesenen Fällen kan ein theologisch und zugleich pharmazeutisch Fachkundider auch seinen Rat abgeben- das entspricht übrigens der deutschländischen Gesetzgebung.Da kann ein theologisch Gebildeter dem Fachmann bestenfalls was raten.Da läge eine doppelte Ausbildung aber vor, eine doppeklte Fachkenntnis: Welche es auch gibt.Aber wer schon hat so was?Lassen wir den Pharmazeuten einen solchen sein.Nur: Beim Seelischen überschneiden sich die Dinge. Oder, wenn einem Patienten mit sehr schweren Schmerzen ein entsprechend wirsames Analgetikum verweigert werden würde, was vorkommen kann.
#28 am 11.09.2017 von Gast
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Gast
Haha, ich denke ich fühle mich fortan auch berufen kranken Menschen mein Ohr zu leihen. Dieses Vorhaben ist ein Affront gegen Alle gut ausgebildeten Psychotherapeuten. Welches kranke Gehirn, denkt sich eigentlich so einen Bullshit aus????
#27 am 11.09.2017 von Gast
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Gast
Das in der psychotherapeutischen Versorgung dringender Handlungsbedarf besteht ist doch unbestreitbar. Wer den Arbeitsentwurf aufmerksam liest, wird feststellen, dass ein fünfjähriges Studium inklusive Bachelor- und Masterabschluss als Qualifikation vorgesehen ist. Der Ton scheint mir hier nicht nur um das Thema Homöopathie und Heilpraktiker zunehmend unsachlich und diffamierend zu werden. Einen noch nicht mal eingeführten Berufsstand, der eine fünfjährige wissenschaftliche Ausbildung durchlaufen soll schon einmal rein präventiv als "Labermediziner" zu diskreditieren spricht Bände, in welche Richtung sich die so genannte journalistische Dienstleistung von DocCheck entwickelt.
#26 am 11.09.2017 von Gast
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Das schadet den Patienten und ist ein Affront gegen uns Fachärzte für Allgemeinmedizin. Ich kann nur empfehlen, die Partei von Herrn Gröhe nicht zu wählen.
#25 am 11.09.2017 von Dr. med. Anatol Rocke (Arzt)
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Gast
Ist heutzutage gar nichts mehr ausgeschlossen bzw. in überdrehter Erstarrung ( s. " Deutschland auf der Couch " / Matthias Grünewald ) oder nur teilweise ? Junge Junge, welch ein Zeitgeist...
#24 am 11.09.2017 von Gast
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Gast
Das bestätigt doch nur, dass die Arbeit des Heilpraktikers/Heilpraktiker für Psychotherapie durch seine Zeit, die er sich für das Gespräch mit dem Patienten nimmt, um an die auch seelische Ursache zu kommen, gar nicht so schlecht sein kann. Hier sollten sich gerade Ärzte und Heilpraktiker zusammen setzen und darüber diskutieren, was die bessere Lösung ist. Sich weiter zu deffamieren oder endlich in die Akzeptanz zu kommen. Auch Heilpraktiker haben einen langen Weg des Lernens hinter sich, inklusive Weiterbildungen und Besuchen von Kongressen, die immer sehr aktuelle und interessante Themen aufgreifen und behandeln. Und zudem muss ein Heilpraktiker seine gesamte Ausbildung komplett alleine finanzieren. Und ich spreche hier von vielen tausend Euro. Woher die Idee kommt, dass hier nur Hexen und Zauberer unterwegs sind, frage ich mich schon immer. Einfach nur traurig.
#23 am 11.09.2017 von Gast
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Gast
Vor-also a priori- zu aller anscheinenden -also anscheinenden-Erkenntnis des Seienden - lagen wir darinnen, eben einfach alles wie doppelt zu überprüfen.Und ich sage, damit keinem Menschen ein schwerwiegendes Unrecht im Namen einer Psychotheorie angetan werde- was möglich war, nach neuerem Deutschem Gesetz aber nicht mehr so einfach geschehen darf- wie durch Mißhandlung mit Neuroleptika, welche irreversible physische Schäden hinterließen:Also: Da passe ich. Darf ich es zulassen, einem unschuldigen Psycho-Patienten Psychopharmka zuzudonnern, bis er schwerst geschädigt sein wird?(Etwa extrapyramidale Störungen, ständige Mundkaubewegungen etc? Ich ende hiermit jetzt. Das Kapitel kann wirklich extrem schwierig werden.
#22 am 11.09.2017 von Gast
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Gast
Hätten sich Ärzte mal mehr dagegen gewehrt, dass das ehemals wirklich gute ärztliche Versorgungssystem in Deutschland schleichend in eine kostenoptimierte Krankenverwaltung umgestaltet wurde, hätten wir heute sicher eine andere Situation. Heute bekommt ein Patient weniger die Behandlung, die er braucht, sondern diejenige, die in die Budgets und Vorstellungen der Krankenkassen passt. Welcher Arzt spricht schon noch mit seinem Patienten, wenn er nicht genötigt wird. Aus reinem Kostendruck sagt man in der Ärzteschaft. Reden hilft, der Mensch ist ein soziales Tier und sozialer Kontakt tut wohl, insbesondere bei Krankheit. Schimpfen Sie nicht auf die Änderung, sondern auf die Betriebswirte, die Ihnen das eingebrockt haben. DAS wäre mal ein Aufstand gewesen pro Patient.
#21 am 11.09.2017 von Gast
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Gast
#17: Weder Homöopathie noch Heilpraktiker sind eine Gefahr für die evidenzbasierte Medizin, sondern nur für den Patienten. Anstatt das ganz klar endlich unwirksame Methoden verboten werden bzw. zumindest GKV's untersagt wird, die Kosten dafür zu übernehmen, soll ein weiterer mangelhaft ausgebildeter Heilberuf geschaffen werden? Na danke...
#20 am 11.09.2017 von Gast
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F. Schumann
@#17: Über die Homöopathie wird hier ja gerne diskutiert (m.E. nach zu Unrecht, wenn endlich Konsens darüber herrschen würde, dass wir bzgl. Globuli von einer unspezifisch wirksamen Placebotherapie sprechen), diese aber als Naturheilkunde zu bezeichnen, lässt mir jetzt wirklich den Fencheltee in der Tasse gefrieren.
#19 am 11.09.2017 von F. Schumann (Gast)
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Gästin
Wie muss ich mir das vorstellen? Der Arzt behandelt und sein "Laber- Kollege" - was für eine Ausbildung hat der überhaupt? - macht den sprachlichen Anteil? Klingt wie Barrierefreiheit für autistische Ärzte. Anderer Vorschlag: Dann sollen die KK doch die HP Psychotherapie bezahlen. So hätten sie auf einen Schlag genug "Psychotherapeuten" und es wurde wenigstens versichert, dass keine Gefahr für die Volksgesundheit ausgeht.
#18 am 11.09.2017 von Gästin (Gast)
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Gast
Schnelle Termine in einer völlig überlasteten zukunftsorientierten Branche.....völlig unnötig bei korrekter Bezahlung der Hausärzteschaft die zumindest den Patienten noch teilweise beim Namen kennen
#17 am 11.09.2017 von Gast
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C.Kolb
Unabhängig zum weiteren Thema in diesem Artikel eine Anmerkung Hier haben Sie hier endlich Ihre Wahrheit bezügl. Heilpraktiker klar und deutlich ausgesprochen. Ich stimme Ihnen zu: "Deutschland hat(!) ein bewährtes und preiswertes Gesundheitssystem, das weltweit seines Gleichen sucht." Trotzdem wird ein bewährter Anteil davon derzeit mit Vehemenz und leider sehr pauschal diskreditiert. Warum? Nun, einen wichtigen Grund haben Sie genannt: Zitat: "Während derzeit Heilpraktiker und Homöopathie“ (Achtung:) „als Gefahr für eine verantwortungsvolle und evidenz-basierte Medizin in aller Munde sind, plant das Bundesministerium" Zitat Ende. Heilpraktiker und eine bestimmte naturheilkundliche Methode wurden als angebliche Gefahr für die Menschen / Patienten/ die Gesundheit des Volkes, also der Bevölkerung bezeichnet. Aber jetzt ist es raus: Man glaubt, sie seien eine Gefahr für die evidenz-basierte Medizin!!. Ach so.
#16 am 11.09.2017 von C.Kolb (Gast)
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Ich bin selbst Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie und sehe dieses neue Vorhaben als den Anfang vom Ende. Psychisch kranke Menschen haben eh noch keine ausreichend gute Lobby - und nun soll die Behandlung mit einer Billigausbildung noch weiter verschlechtert werden - die Ausbildung sowohl auf psychotherapeutischer als auch auf ärztlicher Seite ist ohnehin derzeit schon stark verbesserungswürdig , da teils nicht umfangreich genug. Dieser Entwuf ist ein narzisstischer Akt - kreiert um eine Duftmarke zu hinterlassen und Macht auszuüben. Oder stecken fianzielle Interessen dahinter? Oder beides? Um das Patientenwohl geht es jedenfalls nicht. Eine Schande.
#15 am 11.09.2017 von Dr Ulrike Schmidt (Ärztin)
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Billig ist nicht preiswert, wusste schon Oma. Nach Billigmedizin aus Indien, teils mit Verschmutzung als einzigem Wirkstoff (s NDR III Fernsehen) nun ein Billigmediziner um Renten- und Krankenversicherungsprobleme zu lösen. Was dem deutschen Gesundheitswesen fehlt sind gut ausgebildete Gatekeeper und Patienten , die in die Selbstverantwortung genommen werden, und si es nur über releante Eigenbeteiligungen.
#14 am 11.09.2017 von Dr. med. Jens Bernhardt (Arzt)
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Natürlich ist dieser Entwurf Quatsch! Aber umgekehrt ist schon zu überlegen inwieweit sprechende Medizin in die Ausbildung von Medizinern bzw. in die Weiterbildung von Medizinern viel stärker einbezogen wird. Ich meine damit nicht Psychotherapie, die eine klare Indikation erfordert, sondern auch das normale ärztliche Gespräch bei Konsultationen. Eine ernste somatische Diagnose erfordert keine Psychotherapie, sondern einen einfühlsamen und kompetenten behandelnden Arzt, der die Sorgen ernst nimmt und nicht gleich als Depression abstempelt. Und einen Arzt, der sich über Nachfragen freut und somit mündige Patienten haben will. Ich glaube, das hat in letzter Zeit sehr gefehlt und damit auch den Boden für sogenannte alternative Heilverfahren (die manchmal nicht nur nutzlos, sondern auch gefährlich sind) bereitet.
#13 am 11.09.2017 von Cornelius Voigt (Psychotherapeut)
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Gast
Mir kommt das so vor, als sei dies ein weiterer Schritt zum Abbau der Qualität im Gesundheitswesen und zur Kosteneinsparung.
#12 am 11.09.2017 von Gast
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Gast
Hierbei ist niemandem vollauf zu trauen: Wer so irrdumm war, das zu tun, erkannte den Seienden, die Wahrheit nicht tief genug.Wer redet da von Wissenschaft(=Vernunfterkenntnis) , ohne zu wissen, dass "Vernunft" subjektiv, emotional geladen ist, nicht der Wahrheit gleichkommt.Ich erkannte: Oft wissen die Verteidiger von so was wie Vernunft nicht, dass , wovon sie reden, eine Verbrämung der Vernunft durch niedrige Leidenschaften(=Affekte) schon immer darstellte.Was ist die Psyche? Wer mißbraucht diesen Namen der allerinnersten Intimität jeder Seele? Ja, da sind Amor und Psyche, dieses nachte Fräulein: Wo und wer ist Psyche? Besser, wenn ich gleich ende,: Wer weiß, wovon er redet? Ich ende wirklich besser.
#11 am 11.09.2017 von Gast
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Gast
Das geht an dem Bedarf der Patienten gänzlich vorbei. Was ich für sinnvoll hielte, wäre ein Facharzt für komplexe Diagnostik und für multimorbide Patienten, also Patienten, die mehrere Krankheiten (oder Folgekrankheiten) auf einmal haben. Ebenso sollte dieser Facharzt Patienten, mit unklarer Symptomatik betreuen, wenn insbesondere der Verdacht auf eine komplexe Grunderkrankung besteht. Denn für diese Patienten haben die Ärzte im bestehenden System nicht ausreichend Zeit. Korrekte Diagnosen zu stellen, ist nur möglich, wenn ein Arzt sich viel Zeit nehmen kann. Bei mehreren Krankheiten müssen oft zeitaufwendige Prüfungen bei der Medikation und bei anderen Therapien erfolgen. Gerade bei älteren Patienten kommen oft mehrere Krankheiten zusammen und diese können im derzeit bestehenden System nicht ausreichend versorgt werden.
#10 am 11.09.2017 von Gast
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Nach mindestens zehn frustrierenden Balint-Durchgängen kann ich nur sagen: Schlimmer wirds nimmer.
#9 am 11.09.2017 von Uwe Niese (Arzt)
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Wo hat der Kollege diese Informationen her, wenn alles so unter Verschluß ist? Und weshalb wird nicht der gesamte Originalartikel bzw. -entwurf ins internet gestellt? Dann kann jeder sich konkret damit auseinander setzen und nicht nur kommentierte Passagen lesen.....
#8 am 11.09.2017 von Dr Ulrich Pfeifer (Arzt)
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Gast
Eigentlich kann man sowas nur als, pardon, schwachsinning bezeichnen. Da pfuschen wieder mal sog. Experten in etwas hinein, wovon sie eigentlich keinen blassen Schimmer haben. Und wenn man dann liest, dass dieser, Entschuldigung, mit Minimalwissen ausgestattete neue Beruf Rezepte verschreiben darf, dann muss sich ernsthaft fragen, ob hier nicht bereits eine Realitätsentfremdung in pathologischem Ausmaß in den initierenden Köpfen stattgefunden hat. Solche Gedanken - sollten sie ernst gemeint sein + kein verspäteter Aprilscherz - sind wie Nitroclycerin auf Kopfsteinpflaster. Da macht man sich zu recht Gedanken, für den Beruf des Heilpraktikers eine einheitliche und vertretbare Basis zu finden, um eine gewissen Seriosität und Verlässlichkeit herzustellen und da möchten einige - wohl gelangweilte Politiker - den Beruf des Barbers unter neuem Namen reinstallieren. Was glauben diese Menschen eigentlich, für was Mediziner und Ihresgleichen so lange so vieles lernen müssen.
#7 am 11.09.2017 von Gast
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Wie wäre es mit positiv-konstruktivem "Schneeballs-System": diese Infos weitergeben an Betroffene der Heilberufe. Aus dem Dunstkreis der Heimlichtuerei herausholen. Demokratie heisst nämlich: darüber diskuttieren. Dann erst abstimmen und beschließen!
#6 am 11.09.2017 von Dr. med. Susanne Bihlmaier (Ärztin)
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Ich bin einfach sprachlos. Aber die Wahlen stehen ja bevor. Interessant, wo jetzt das Bollwerk gegen die Heilpraktiker gerade losgetreten wurde. Kann es da einen Zusammenhang geben?
#5 am 11.09.2017 von Heilpraktikerin für Psychotherapie Barbara Nau (Heilpraktikerin)
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Die armen Patienten: Dem kann man nur zustimmen. Bernd Schmidt Heilpraktiker Berufs-Bund -HBB-
#4 am 11.09.2017 von Bernd Schmidt (Heilpraktiker)
  6
Gast
Die armen Patienten
#3 am 11.09.2017 von Gast
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Alit
Heute ist nicht der 1. April ... !
#2 am 11.09.2017 von Alit (Gast)
  4
Gast
Abstoßende Idee...
#1 am 11.09.2017 von Gast
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