Kaliummangel Studie deckt auf: Mineralstoffe oftmals unterschätzt

06.09.2017
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Ist Kalium auch weniger bekannt als Magnesium, nimmt es für die menschliche Muskulatur eine enorme Bedeutung an. Der Organismus ist nicht in der Lage, Kalium selbst herzustellen und darauf angewiesen, es durch die Nahrung aufzunehmen. Aktuelle Studien haben herausgefunden, dass eine Erhöhung der Kaliumzufuhr den Blutdruck senken kann und auch die Gefahr von Schlaganfällen minimiert.

 

Kalium ist für eine ordentliche Reizübertragung in der Muskulatur verantwortlich. Kommt es zu einem Kaliummangel, steigt die Gefahr von Muskelkrämpfen. So muss nicht immer Magnesiummangel den schwarzen Peter zugeschrieben bekommen. Bei chronischem Mangel kommt es zu erheblichen Risiken in Verbindung mit Herzrhythmusstörungen.

 

Vom Herzstolperer zu krankhaften Rhythmusstörungen

 

Experten gehen davon aus, dass ca. die Hälfte der Menschheit schon einmal so genannte Herzstolperer bemerkte. Es handelt sich dabei zumeist um vollkommen harmlose zeitweilige Rhythmusstörungen, die von den Fachmedizinern als Extrasystolen bezeichnet werden. Erst die schlagartigen Veränderungen der Herzfrequenz verweisen auf die krankhafte Form der Herzrhythmusstörungen. Die Ursachen dafür können vielfältig sein und führen neben dem Kaliummangel auf Übergewicht, zu hohen Belastungen und psychischen sowie physischen Stress zurück. Nicht zu vernachlässigen sind die negativen Einflüsse durch Nikotin, Alkohol und Kaffee auf das Herz.

 

Gesundheitliche Risiken einer falschen Dosierung

 

Meta-Analytiker sind zu der Erkenntnis gekommen, dass Menschen aufgrund von den Folgen einer enormen Natriumzufuhr erkranken und schlimmstenfalls daran sterben können. Dabei steigen die Risiken nicht nur bei zu viel Natrium, sondern auch bei einer zu niedrigen Dosierung. Kalium kann einen nützlichen Effekt zeigen. Insbesondere die Wechselwirkungen zwischen Natrium und Kalium zeigen sich deutlich in einem positiven Effekt für den Blutdruck.

 

Vorsicht: Zu viel Kalium im Blut hat schwere Nebenwirkungen, wie zum Beispiel Nierenversagen. Lebensbedrohlich wird es, wenn die Konzentrationen von Kalium die Leistungskapazität im Blut übersteigen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung – kurz DGE -  empfiehlt eine tägliche Aufnahme von 3,5-4,7 g Kalium. Bewegen sich die Konsumenten dann am oberen Rand dieses Pensums, kann Kalium den Blutdruck senken.

 

Natürliche Kaliumzufuhr durch Lebensmittel

 

Viele Lebensmittel bringen von Natur aus Kalium mit, wie zum Beispiel Sesam, Nüsse, Pistazien, Pilze, Kartoffeln und Hülsenfrüchte ebenso wie getrocknete Aprikosen und Leinsamen. So bildet grundsätzlich eine ausgeglichene, pflanzliche Ernährung bereits einer vollwertigen Basis, um den Körper mit Kalium zu versorgen.

 

Tatsächlich geht Kalium beim Kochen oftmals verloren, da es wasserlöslich ist. Von daher ist es empfehlenswert, Gemüse eher zu dämpfen und nicht in heißem Wasser zu garen. Nur so würde dieser Mineralstoff noch im Gemüse bleiben und nicht in der Kanalisation verschwinden. Über eine folgerichtige Ernährung kann der Körper mit der notwendigen Menge an Kalium versorgt werden.

 

Derzeit ist ein neues Medikament im Gespräch, das wiederum das Risiko eines erhöhten Kaliumspiegels im Blut bei chronischen Herzschwäche-Patienten umgeht. Eigentlich leiden die meisten Herzschwäche-Patienten unter Kaliummangel. Anders verhält es sich, wenn es sich um Betroffene mit einem Nierenproblem handelt. Dann kann der Kaliumspiegel schnell viel zu hoch ausfallen, da die Nieren nicht mehr in der Lage sind, das Kalium entsprechend auszuscheiden. Mit spezialisierten Medikamenten sollen eben genau dieser Bestandteile gebunden werden, um ein lebensgefährliches Risiko auszuschließen.

Artikel letztmalig aktualisiert am 06.09.2017.

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Medizin, Allgemeinmedizin
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