Aktivurlaub: Gesundheitliche Gefahren am Zielort beachten

31.08.2017
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Immer mehr Reisende können sich für den Aktivurlaub in fernen Ländern begeistern. Vor der Abreise sollte man sich aber über gesundheitliche Risiken informieren.

Der Urlaub zum Faulenzen und Entspannen ist und bleibt bei den Deutschen die liebste Art zu reisen. Das geht aus einer internationalen GfK-Studie hervor. Mehr als jeder Zweite (57 Prozent) verbringt auf diese Weise seine wohlverdiente Auszeit. Doch der Aktivurlaub wird immer beliebter; fast jeder Dritte (32 Prozent) entscheidet sich, im Urlaub verschiedenen Aktivitäten nachzugehen.

Aktivurlaub außerhalb Europas beliebt

Des Deutschen zweite Heimat ist bekanntlich Spanien. Ob im Süden des Landes oder auf einer der vielen Inseln – hier fühlen sich Bundesbürger richtig wohl und entspannen sich im Sommer sowie Winter.

Aktivurlauber hingegen scheinen sich häufiger für Fernreiseziele zu entscheiden, insbesondere außerhalb Europas. Das Angebot an Reisezielen für einen Aktivurlaub des Reiseveranstalters DER.COM zeigt, dass die Zielländer teilweise sehr weit von der Heimat entfernt sind. Einige Urlauber zieht es nach Albena in Bulgarien, andere nach Djerba in Tunesien oder El Quseir in Ägypten. Das Angebot reicht von Wanderungen über Radreisen bis hin zu Wassersportarten. Immer günstigere Reisekosten machen selbst die entferntesten, exotischsten Reiseziele bezahlbar. Möglichst fernab von Mainstream wollen aktive Menschen ihren Urlaub verbringen und Erlebnisse haben, die sie zu Hause nicht finden.

Die entfernten Reiseziele bringen aber einige Herausforderungen mit sich, denen man vor seiner Abreise bewusst sein sollte. Konkret sollte man außerhalb Europas besondere Vorkehrungen treffen, um Krankheiten zu vermeiden. Tipps dazu gibt es im Anschluss.

Reiseapotheke dem Zielland anpassen

Die Deutschen fahren ohne ihre Reiseapotheke nicht in den Urlaub, hat eine Studie von YouGov herausgefunden (doccheck berichtete). Angefangen bei Schmerzmittel über Sonnenschutzprodukte bis hin zu Verbandszeug ist alles mit dabei.

Die Reiseapotheke sollte aber nicht zum gewohnten Spanienurlaub passen, sondern für das Fernreiseziel optimiert sein. In Tunesien lauern völlig andere Gefahren als in Spanien. Das Auswärtige Amt empfiehlt zum Beispiel Impfungen gegen Hepatitis A und B sowie Tollwut. Aufgrund der mangelhaften Trinkwasser- und Lebensmittelhygiene lassen sich Durchfallerkrankungen nicht ganz vermeiden. Entsprechende Medikamente gehören unbedingt in die Reiseapotheke.

Informieren Sie sich vor Ihrer Abreise auf der länderspezifischen Seite des Auswärtigen Amtes, wo Sie ausführliche medizinische Hinweise finden. Optimieren Sie im Anschluss Ihre Reiseapotheke entsprechend.

Länder, die Sie dieses Jahr meiden sollten

Gesundheitliche Vorsorge beginnt bereits bei der Wahl des Reiselandes. Zugegeben, Aktivurlauber sind von sich aus abenteuerlich. Dennoch lohnt sich die Reise in Länder nicht, die gerade mit Epidemien oder anderen Problemen zu kämpfen haben. Wie findet man diese? Ganz einfach: mit der Travel Risk Map (travelriskmap.com).

Leider zeigt die Karte nur an, in welchen Ländern aktuell ein großes Gesundheitsrisiko besteht. Genauere Informationen gibt es nicht, jedoch sollte man diese im Internet recherchieren können.

Gesundheitliche Risiken gibt es insbesondere in Afrika (Südafrika ausgenommen), in Gebieten des Nahen Ostens, einigen Ländern im Norden Südamerikas sowie in Südostasien.

Braun eingefärbte Länder wie Brasilien, Argentinien, Russland, China oder Indonesien unterliegen einer sehr variablen Gefahr. In deren Städten ist die medizinische Versorgung meist sehr gut, jedoch sind es im ländlichen Raum anders aus. Das sollten Sie bei Ihrem Aktivurlaub berücksichtigen, schließlich findet er meist außerhalb der Metropolen statt.

Vorsicht bei Krankheiten nach der Reiserückkehr

Da der Aktivurlaub die Reiseweltmeister in immer weiter entfernte Länder bringt, erkranken einige von ihnen erst zu Hause nach der Rückkehr. Die häufigste Ursache ist der sogenannte Jetlag. Nachdem man mehrere Zeitzonen durchquert hat, dauert es einige Wochen, bis man sich zu Hause eingewöhnt. Problematisch sind auch Erkältungen, wenn man häufig von klimatisierten Räumen in die heiße Mittagssonne tritt. Doch selbst harmlos erscheinende Dinge, zum Beispiel ein Souvenir, können mit Infektionskrankheiten befallen sein. Symptome werden oftmals erst Wochen nach dem Urlaub festgestellt und der Zusammenhang mit der vergangenen Reise wird nicht sofort bemerkt.

Ein Besuch beim Arzt ist dringend empfehlenswert. Diesem sollten Sie mitteilen, in welchem Land Sie zu Besuch waren, damit er eine korrekte Diagnose stellen kann.

 

Artikel letztmalig aktualisiert am 10.09.2017.

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Aus: Drei A
Medizin, Allgemeinmedizin
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