Wessen Fehler ist das?

30.08.2017
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Die Patientin steht in der Apotheke und reklamiert, weil wir ihre Augentropfen falsch abgegeben haben. Sie hat nächstens eine Operation am rechten Auge und muss sie jetzt verschieben, weil wir die Tropfen falsch angeschrieben hätten, nämlich mit „am linken Auge anwenden“ –

Ich hole das Rezept wieder aus dem System (das ist toll mit den eingescannten Originalen) und da steht tatsächlich drauf:

„3 x täglich 1 Tropfen in das linke Auge geben anzufangen 3 Tage vor der Operation“

– und genau so haben wir es auch aufgeschrieben.

Also erkläre (und zeige)  ich ihr, dass wir das aufgeschrieben haben, was der Arzt auf dem Rezept vermerkt hat – es war nicht unser Fehler.

Und ehrlich: weiss sie denn selbst nicht, an welchem Auge sie die Operation hat???

Jedenfalls geht sie jetzt mit der Rezeptkopie zum Arzt reklamieren. Der will ich heute auch nicht sein.

Artikel letztmalig aktualisiert am 30.08.2017.

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Pharmazie
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Gast
Ich glaube hier verstehen einige wirklich nicht was ein Blog ist. https://de.wikipedia.org/wiki/Blog Bitte mal lesen. Zum Thema: Uff, ich muss ehrlich zugeben, ich hab selbst öfters in Arztbriefen rechts und links verwechselt... vor allem wenn sehr viele Ähnliche Probleme auf einmal kamen und parallel laufen. Bisher ist noch nichts schief gegangen aber nach ein paar peinlichen Nachfragen bin ich dann dazu übergegangen "3xtägl. in das betroffene Auge" zu schreiben. ;) Bei ner Konjunktivitis dagegen hat man es einfach, da werden beide Augen behandelt. Anderer Trick von mir ist es ein "Männchen" auf mein Anamnesebogen zu malen und einzukreuzen wo das Problem ist. Da ich den als Vorlage zum Schreiben später benutze konnte ich so meine "Fehlerquote" gut drücken... Dass dann Apotheker wie hier dann doch Fehler wie solche "ausbaden" müssen tut mir schon leid. (wenigstens werden in Deutschland die Rezepte meist elektronisch erstellt, dann erspart sich dort zumindest das "Entziffern".)
#1 am 31.08.2017 von Gast
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