Schlaf, Kindlein, schlaf bitte endlich

14.08.2017
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Schlafmangel bin ich gewohnt. 80-Stunden-Wochen, drei 24-Stunden-Dienste in einer Reihe, mit viel Glück zwei bis drei Stunden Schlaf am Stück in der Nacht. Nicht schlafen kann ich. Darauf bin ich vorbereitet. Denkste.

Ich hatte irgendwie vergessen, dass ich nach diesen Albtraumwochen und -wochenenden immerhin vier bis sechs Stunden am Stück schlafen durfte. Vielleicht auch mal acht Stunden. Zu der Zeit, zu der ich müde war. Wenn keiner was von mir wollte. Und mich auch keiner geweckt hat (meistens …). Keiner nach meiner Brust gesucht hat, die Windeln voll waren oder die Luft im Bauch nur mit kreisenden Bewegungen im Fliegergriff erträglich wurden.

Ich habe Schlafmangel. Die Diagnose ist schnell gestellt. Augenränder bis zum Mundwinkel, bleiches Gesicht, die Haare sind seit drei Tagen nicht gewaschen. Ich bin gereizt, die Klingel ist stumm geschaltet und der Anrufbeantworter läuft sich heiß. Irgendwie gibt es einfach gerade keine Pause. Phase eben, wie mir die anderen Mütter versichern. 

Immerhin hat mein Baby keinen Schlafmangel. Das mit dem Schlafen funktioniert irgendwie klasse... im Tragetuch, auf dem Arm, auf dem Oberkörper, im Gehen. Nur eben nicht ohne mich, nur selten im Sitzen und im Liegen schon gleich gar nicht. 

Kein Problem. Notreserven auspacken. Nach 18 Stunden Dauerlauf von einem Patienten zum nächsten, ohne Pause, rollt das Polytrauma an. Kein Problem. Ich kenn das doch. Mein Körper kann das schon verkraften. Leider habe ich bloß das liebe, gute Adrenalin vergessen. Hier gibt es gerade nur viel Oxytocin

Heute habe ich die dreckige Wäsche in den Trockner gesteckt. Mit Waschmittel. Nach zwei Stunden ist es mir aufgefallen. Ein Glück hatte ich auch vergessen, auf Start zu drücken. Der Hausschlüssel liegt beim Bäcker und mein Geldbeutel ist ... wo ist eigentlich mein Geldbeutel?

Mir läuft es kalt den Rücken herunter. Ging es mir mit meinem Schlafmangel während der Arbeitszeit auch so? Habe ich vergessen, dem Patienten das Marcumar abzusetzen? Vergessen das niedermolekulare Heparin anzusetzen? Da war doch noch ein Patient mit einem echt niedrigen Kalium auf Normalstation... wie niedrig war das noch gleich? 2,4 mmol/l? Um 16 Uhr? Jetzt ist es ein Uhr nachts ... Und ja, die eindeutige Tibiakopffraktur bei dem jungen Patienten um 4 Uhr nachts habe ich übersehen. Meine Augen haben da schon geschlafen. 

Immerhin habe ich mein Kind noch nirgends liegen lassen. Kommt wahrscheinlich noch.

 

Bildquelle: Michael Wiechmann, flickr

Artikel letztmalig aktualisiert am 15.08.2017.

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Krankenschwester
Herzlichen Glückwunsch zum Nachwuchs. Es kommen wieder bessere Zeiten. Viel Glück und gute nerven auch weiterhin und ab und an einmal ausreichend Schlaf wünsche ich Ihnen auf diesem Weg
#44 am 24.08.2017 von Krankenschwester (Gast)
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Gast, Arzt
Sehr geehrte Frau Autorin, wenn Sie drei 24-Stundendienste in Reihe mit zwei bis drei Stunden Schlaf am Stück ableisten, dann machen Sie sich eines Übernahmeverschuldens verantwortlich. Unverantwortlich und nicht heldenhaft.
#43 am 23.08.2017 von Gast, Arzt (Gast)
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Ärztin
@40:...subakademisches Niveau? Ernsthaft? Da wundert es mich nicht mehr dass Ärzte überall als arrogant angesehen werden... Zu Ihrer Information: auf "subakademisches Niveau" kann sich höchstens der wissenschaftliche Aspekt einer Unterhaltung begeben... Anstand und höfliche Umgangsformen werden an der Universität (leider) nicht gelehrt, wie man an Ihrem herablassenden Seitenhieb bezüglich Frau Köglers Beruf unschwer erkennen kann.
#42 am 22.08.2017 von Ärztin (Gast)
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Entschuldigung werter Gast #40! Ich wollte niemanden beleidigen und habe bisher an keiner Konversation teilgenommen, sondern nur eine Information geteilt, sowie meine Meinung geäußert. Wenn "Gemecker" dabei unpassender erscheint als andere bereits vorliegende Buchstabenkombinationen, bitte ich darum das höflich zu überlesen und lediglich die Grundinformation als solche aufzunehmen. Ich kenne die einzelnen Abstufungen und Einteilungen des (sub*akademischen) Niveaus nicht so genau, wollte mich aber dem hier teils bestehenden anpassen um verstanden zu werden. Es tut mir leid wenn mir das nicht punktgenau gelungen ist oder sich dadurch gar jemand ungewollt herabgewürdigt fühlt. Ich bedanke mich für Ihren Hinweis und werde mich künftig darin üben, sofern ich nichts besseres zu tun habe.
#41 am 22.08.2017 von J. Kögler (Pharmazeutisch-technische Assistentin (PTA))
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Gast
Sehr geehrte Frau Kögler, indem Sie die Kommentare in beleidigender Weise als "Gemecker" bezeichnen, senken Sie das Niveau dieser Konversation auf ein tiefes subakademisches Niveau.
#40 am 21.08.2017 von Gast
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Ist hier eigentlich allen bewusst, das es sich hier nicht immer um ganz spezifische oder medizinische Themen handeln muss? Was denken manche eigentlich was das hier sei? Die Autorin hat einen privaten Blog und Sie führt ihn auch in der Elternzeit weiter, was ist daran verwerflich? Weshalb ist das Jammern? DocCheck hat die Erlaubnis hier Beiträge aus Ihrem Blog zu veröffentlichen und entscheidet welche Beiträge das sind. So läuft das hier übrigens bei den meisten Blogs ab, DocCheck fragt bei Personen die interessante Blogs haben an, denn hier auf der Plattform gibt es tatsächlich nur sehr wenige. Warum wohl? Die Blogs sind immer verlinkt. Hier wird weder rumgejamert, noch sonstiges - zumindest nicht von der Autorin. Sie schreibt einfach aus Ihrem Leben und das ist nunmal gerade so. Neben dem Gemecker und den Vorwürfen darüber, kommen direkt noch die ganzen tollen, ungefragten Ratschläge aus dem nichts gekrochen, von denen Mütter bekanntlich nicht genug hören können.
#39 am 21.08.2017 von J. Kögler (Pharmazeutisch-technische Assistentin (PTA))
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Gast
Mein erstes und (u.a. auch deshalb) einziges Kind bekam ich in einem 1-Jahres-Vertrag und war dann ohne Einkünfte, denn Elterngeld gab es noch nicht, der Partner verdiente wenig, kein Erziehungsgeld, da ich zuvor über die Gehaltsgrenze hinaus verdient hatte. Ich habe mich arbeitslos gemeldet, obwohl ich erst nach Kämpfen eine halbe Tagesmutterstelle bekam nach stressigen 10 Monaten Arbeitslosigkeit mit ständigem Druck seitens des Arbeitsamtes, aber Sozialhilfe beantragen als Fachärztin wollte ich auch nicht ... wieder eingestiegen mit einer halben Stelle, und die war nicht im Haus der Tagesmutter, so entstand ein logistisches Problem (Beamen wäre hilfreich gewesen), das sich nur mit kostenpflichtigem Babysitter lösen ließ. Da haben es Mütter heute leichter, zum Glück. Dennoch möchte ich um nichts in der Welt die Babyzeit missen, und heute bin ich mächtig stolz auf meinen fast 13-jährigen Sohn und zufrieden im Vollzeitjob. Also: Durststrecken gehen auch vorbei :-)
#38 am 20.08.2017 von Gast
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Gast
@36: für die Autorin das erste Baby und für Sie offenbar der Blogbeitrag den sie lesen, sonst wäre Ihnen klar das Blogs in den meisten Fällen von Alltäglichem berichten und die Themenauswahl beim Autor liegt. Für Sie ist das vielleicht nicht besonders oder erwähnenswert aber viele andere denken anders. Es soll doch tatsächlich Leute geben die (noch) keine Kinder haben und sich dafür interessieren oder Familienmitglieder die soweit vom Thema weg sind dass sie kaum etwas davon mitbekommen (Wie die Tante die 3 Wochen nach Entbindung zu Besuch kommt, sich beschwert dass kein frischgebackener Kuchen im Haus ist und dann fragt ob das normal sei das man nach der Entbindung auch noch so dick ist und ob man nicht mal wieder ins Fitnessstudio gehen wolle. Oder der Ehemann der sich nach 4 Wochen Elternzeit=Urlaub in die Arbeit verabschiedet mit der Bitte man könne doch jetzt mal den Rasen mähen, den Speicher ausmisten den Keller aufräumen, man sei ja den ganzen Tag zu Hause und habe nichts vor)
#37 am 20.08.2017 von Gast
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Gast
Offensichtlich das erste Baby?!! Ging, geht und wird Millionen von Müttern so gehen. Wozu also das Gejammere? Es gibt, gab und wird es geben, Babys die nicht so viel schlafen und nicht jede Mutter kann Elternzeit nehmen! Also was soll 's?
#36 am 20.08.2017 von Gast
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Oh je- was für eine leider immer noch weit verbreitete Einstellung zum Beruf- " Nach 18 Stunden Dauerlauf von einem Patienten zum nächsten, ohne Pause, rollt das Polytrauma an. Kein Problem"- Piloten und Bus-/Fernfahrer dürfen so lange am Stück nicht arbeiten- und das ist gut so. Solange Ärzte dieses absolut ungesunde Verhalten für normal und erforderlich halten, wird sich daran auch nichts ändern. Laut Studienlage arbeitet das Gehirn nach 24h Schlaflosigkeit wie bei einem Alkoholgehalt von 0,8 Promille beim Nichtalkoholiker. Und ja- mit dem Kind ist es etwas anderes und die Müdigkeit wurde von der Natur als Schutz "erfunden". Die SchwangerschaftsStilldemenz geht dann wieder weg, konnte ich erleichtert feststellen.
#35 am 19.08.2017 von Lydia Wolf (Ärztin)
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...interessante und vor allem facettenreiche Kommentare. Keine Sorge, es wird besser. Das gleiche Problem hatte ich auch damals... ich war ebenfalls bestens an Schlafmangel gewöhnt und hatte selbst enorme Anpassungsschwierigkeiten weil es mich wirklich genervt hat, dauernd müde zu sein obwohl ich gefühlt so wenig gemacht habe (Windeln wechseln, füttern, kuscheln, gelegentlich spazieren gehen und ab und zu zum wiegen). Nach einer Weile akzeptiert man das und da wird es dann auch schon besser. Ich würde mir aber auch unbedingt immermal von Eltern o.ä. helfen lassen. Es ist ja nicht nur eine Frage der Schlafmenge sondern auch mal für einen Moment nicht allein verantwortlich und der einzige Ansprechpartner zu sein. Und mal wieder für sich sein zu dürfen. Hilft enorm. Weiterhin eine tolle Zeit
#34 am 18.08.2017 von Dr. med. Stefanie Peggy Kühnel (Ärztin)
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Kein Kind hat mir so viele schlaflose Nächte bereitet oder mich so häufig an den Rande eines Nervenzusammenbruchs gebracht, so wie es die Krankenkassen schaffen...
#33 am 18.08.2017 von Martina Winkler (Apothekerin)
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Gast
So, jetzt alle mal beruhigen und herhören! Es gibt keine Universalformel für den Umgang mit Babies! Jedes ist ein Individuum und auf dieses gilt es einzugehen. Mein erstes Kind war ein "Traumkind",das buchstäblich nur gegessen und geschlafen hat (...dazwischen war die ein oder andere Windel voll...), das zweite das genaue Gegenteil. Der Kampf wurde schnell aufgegeben (von wegen jedes Kind kann schlafen lernen) und den Bedürfnissen den Kindes - körperliche Nähe, die auch noch mit 51/2 Jahren eingefordert wird, wurde stattdessen gegeben. Liebe Neu-Mamas, hört auf Euer Gefühl, hört auf im Internet und co zu lesen. Babies brauchen so wenig - die Liebe ihrer Eltern. Keiner hat gesagt, dass es leicht wird am Anfang. Die Wäsche kann liegen bleiben und es ist nichts schlimmes daran auch mal den ganzen Tag im Pyjama zu verbringen!
#32 am 18.08.2017 von Gast
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Gast
Sehr symphatisch geschrieben und trifft den Nagel auf den Kopf. Was mich jedoch schockiert ist die Tendenz, dass immer mehr Eltern ihren Neugeborenen selbst mit Schlafmitteln ruhig stellen. Diesen Trend habe ich nicht nur persönlich bei uns in der Kinderpraxis feststellen müssen, sondern auch diverse Medien berichten darüber. Beispiele: http://www.focus.de/gesundheit/baby/baby/kinderaerzte-warnen-schlafmittel-fuer-kleinkinder-schlimmstenfalls-droht-atemstillstand_id_6113334.html oder http://www.betten.de/magazin/gefaehrliche-schlafmittel-fuer-babys-und-kleinkinder.html Ich glaube vielen Müttern und Vätern ist überhaupt nicht bewusst, was für einen Schaden sie damit bei Ihren Neugeborenen anrichten können. Selbstredend sind wir in einer immer stressigeren Gesellschaft und es wird viel von einem erwartet, aber dennoch darf das Kind dadrunter doch nicht leiden.
#31 am 17.08.2017 von Gast
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3fach Mama
Sehr amüsant. Kann ich mich voll mit identifizieren. Mache das gerade zum dritten Mal durch. Und ich kann mich noch gut an das erste Mal erinnern. Die eindrücklichste Erkenntnis ist wirklich der Kontrollverlust über die eigene Zeit. Es erscheint einem geradezu willkürlich. Bis 15 Uhr mach ich Mittagsschlaf . Denkste! Gerade heute möchte Baby aber nicht bis 15 Uhr schlafen. Heute möchte es garnicht schlafen. Und die Schicht ist auch nicht irgendwann zu Ende sie geht 24/7. Endlosschleife. Und ich kenne auch die Tage wo das Kind gefühlt 23h an einem "dranklebt". Auf der anderen Seite werden die Kinder nie wieder so eng bei einem sein und diese Phase ist letztendlich so kurz. Hilft manchmal ;-) Und noch etwas: Das erste Lachen kommt bestimmt bald!
#30 am 16.08.2017 von 3fach Mama (Gast)
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Gast
Da ich eine verantwortungsbewusste BPS -Patientin bin habe ich auf eigene Kinder verzichtet, obwohl ich Kinder sehr gerne mag ,nur nicht meine eigenen. Keine Nerven dafür
#29 am 16.08.2017 von Gast
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Gast
Viele Babys bevorzugen das getragenwerden. Eine Babyhängematte oder Schaukelkörbchen bewirkt manchmal Wunder.
#28 am 16.08.2017 von Gast
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Gast
Sehr geehrte Frau Pfannmüller-Schurr, sicherlich tragen meißtens die Mütter die größere Last, was die Betreuung der Kinder betrifft. Trotzdem empfinde ich als Vater Ihre Aussage als eine unzulässige Verallgemeinerung und damit auch verletzend vielen Vätern gegenüber.
#27 am 16.08.2017 von Gast
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Gast
Sehr geehrte Frau Philippson, um ehrlich zu sein, empfinde ich Ihren Beitrag als verantwortungslos. Alles was als Information für den Schlafmangel der Kollegin angeführt wird, ist die Tatsache, daß das Kind beim Versuch es von der Mutter körperlich zu trennen, nicht mehr schläft. Sie empfehlen daraufhin, die Manipulation an der Halswirbelsäule von einem Baby durch eine Person (Osteopathen) für die es innerhalb Deutschland nicht einmal eine zufriedenstellende Regelung hinsichtlich einer beruflichen Mindestqualifikation und Mindeststandarts gibt.
#26 am 16.08.2017 von Gast
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Gast
die Professionalität kommt auch bald :) sobald man akzeptiert, dass es den Kleinsten am besten geht, wenn sie NICHT alleine sind und Nähe haben. Wie einer schon schrieb, alle schlafen gut, wenn man es zusammen tut. Warum nicht mit Kind auf dem Bauch schlafen, ich fand es ok, Kind war zufrieden. Bedürfnisse kann man nicht abarbeiten und nicht mit dem Kopf steuern. Akzeptieren! Jedes Kind hat ein anderes Schlafbedürfnis. ...haha... mein Säugling schlief nur jeweils 20 Minuten tagsüber und nachts am Stück maximal 4-6 Stunden... und das direkt nach der Geburt .... heute kann der Physikant locker 12 Stunden pennen. Das Umfeld meinte, dass ich mein Kind aufdrehe (von welcher Energie denn???). Akzeptieren hilft nicht weiter Energie reinzustecken und das Defizit höher zu treiben. Sobald die Kids körperlich was machen können werden sie entspannter und brauchen mehr Schlaf. Ansonsten viel visuelle Reize und Reden... Jede Entwicklung ist individuell und kein Buch hat per se Recht.
#25 am 16.08.2017 von Gast
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Gast
...nur gut, daß es keine Mehrlingsgeburt war. Nur gut, daß neben dem Baby nicht noch 3 weitere Kinder zu versorgen sind, wie in anderen Familien.
#24 am 16.08.2017 von Gast
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Gast
Ich kann nur empfehlen "Prioritäten setzen". Pfeiff auf die Wäsche oder Staub saugen, dass kann auch mal warten. Einfach schlafen, wenn das Baby schläft, und wenn es das nicht alleine macht, dann halt gemeinsam hinlegen. Ich hab das so gemacht. Man muss als Mama nicht perfekt sein, und ohne Schlaf läuft vieles einfach nicht so gut. Also erst mal an sich selbst und das Baby denken und den Rest, Rest sein lassen. Egal was irgendwer davon hält oder denkt! Damit lebt es sich auch mit Baby sehr gut ;-)
#23 am 16.08.2017 von Gast
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Hier übrigens noch mein ultimativer Tipp für alle müden Mütter: Legt euch doch einfach mit euren Kindern zusammen ins Bett - trefft nur vorher die nötigen Vorkehrungen, dass sie nicht herausfallen können etc. - dann können endlich alle schlafen!
#22 am 16.08.2017 von Dipl.-Biol. Sonja Thedens (Biologin)
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Aufgrund der hier von Fr. Philippson (#13) geäußerten Vermutung, dass dem Baby ein Osteopath helfen könnte (weil es vielleicht unter dem KiSS-Syndrom leidet), habe ich mal eine Frage: Wenn solche Dislokationen (wenn es denn welche sind) nicht durch einen Osteopathen wieder gerichtet werden, werden dann aus den betroffenen Babys Erwachsene mit Haltungsschaden oder wächst sich das im Normalfall im Laufe der Babyzeit von alleine aus?
#21 am 16.08.2017 von Dipl.-Biol. Sonja Thedens (Biologin)
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Alte Pflegerin
Mich dünkt, einige lesen den Text nicht richtig, anders kann ich mir so manche Kommentare nicht erklären. #6: nein, Mütter können alles, so lange es um das Kind geht. #18: es ist insofern mitteilungswert, dass die anderen Mütter sehen, dass sie nicht alleine mit ihren Sorgen auf dieser Welt sind/ bzw. waren. Und es ist auch hilfreich für die Autorin, sich den Frust von der Seele zu schreiben. Ein kleiner Tipp: Texte, die man nicht gut findet oder die einen nicht interessieren, muss man nicht lesen!
#20 am 16.08.2017 von Alte Pflegerin (Gast)
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Prima! Sicher ganz tolle Voraussetzungen für optimale ärztliche Tätigkeit! Verantwortung? Was ist das denn?
#19 am 16.08.2017 von Wolfgang Bung (Mitarbeiter Pharmaagentur)
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Gast
Um ehrlich zu sein, verstehe ich nicht, was jetzt so mitteilenswert ist. Ist das nicht etwas, was sich milliardenfach wiederholt? Und dabei hat es die Kollegin nicht so schlimm getroffen, sie kann in Elternzeit gehen. Sie muß im ersten Lebensjahr nicht arbeiten gehen und ist materiell abgesichert. Sie hat eine Waschmaschine und einen Wäschetrockner. Bessere Bedingungen als bei Mehrzahl der Weltbevölkerung. Das mitleidssuchende Rumgeheule, gespickt mit paar Phrasen beruflichen Heldentums nervt .
#18 am 15.08.2017 von Gast
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zu#7 : die Väter schlafen einfach besser und das bleibt die nächsten 20 Jahre so.
#17 am 15.08.2017 von Dr. med. Eva Pfannmüller-Schurr (Ärztin)
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Gast
Liest hier auch jemand den Artikel? Die Autorin schrieb doch dass ihr Kind wunderbar schläft... nur eben nicht abgelegt werden möchte... alles andere ist Interpretation. Es gibt nicht nur schwarz oder weiß und nur weil ein Kind vielleicht anfangs ein paar Probleme beim Einschlafen hat oder gerne viel Körperkontakt hat muss man nicht gleich pathologisieren. Es gibt viele feine Nuancen zwischen "schreit-so-gut-wie-nie" und "schreit-ständig". Die erste Zeit mit einem Baby ist für die meistens anstrengend, auch wenn man kein Schreikind hat. Schlafentzug ist nicht die Ausnahme, sondern die Regel. All diese Ratschläge sind ja super und über die Behandlung beim Osteopathen habe ich auch schon viel Gutes gehört aber manchmal leiden auch Mütter völlig einwandfrei gesunder Kinder die alles richtig machen an Schlafentzug.
#16 am 15.08.2017 von Gast
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Genau den gleichen Bericht könnte meine Nichte geschrieben haben: Krankenschwester auf Intensivstation. Von schwerster Verzweiflung und Depression mit suizidalen Ideen geplagt rief sie mich (Ärztin mit langjähriger Erfahrung) nachts an. Nach erfolglosen Interventionen von Kollegen in speziellen Notfallinstitutionen an Uni Kliniken ist sie mit Mutterinstinkt und mit Kind in ein Osteopathisches Zentrum gefahren:dort gab es keinen Termin aber eine Therapeutin machte dann sofort eine erste Behandlung nach Festsstellung der Blockade im obersten HWS- Bereich. Sofortiger Erfolg mit wesentlicher Besserung.Der Junge beruhigte sich sofort! Dann würden noch 6 weitere Behandlungen durchgeführt.Meine Nichte könnte wieder schlafen und vergaß dann auch die Vorwürfe eines hilflosen Kollegin in der Klinik, in Richtung "hysterische Mutter".
#15 am 15.08.2017 von Dr. med. Rita Hahnenfeld (Ärztin)
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Gast
Ich kann zum Beispiel Frau Dr. Dotzauer aus München empfehlen. Sie ist Kinderärtzin und berät Eltern mit Babys und Kindern mit Schalf-, Ess- und Regulationsprobleme im Hausbesuch oder per Telefon.
#14 am 15.08.2017 von Gast
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Dipl.med Margitta Philippson
Liebe Kollegin, hier der Tipp einer Pädiaterin (im Ruhestand) : Kontaktieren Sie ,falls Sie das nicht schon getan haben,einen sehr gut ausgebildeten Osteopathen .Wichtig ist,dass dieser erfahren in der Behandlung von Babys ist,weil das häufig ausschlaggebend für einen Erfolg ist .Häufig steckt hinter diesen kindlichen Schreiattacken eine Blockade der Kopfgelenke,v. a. Dislokation Atlas/Axis ,die vor allem nach schwierigen Entbindungen,auch nach Sectio caesar. leider sehr häufig zu finden ist.Bereits die erste Behandlung bei einem Osteopathen brachte in sehr vielen Fällen Linderung,die Schreiattacken waren danach besser,im Idealfall sofort gelindert. Ich habe ca. 10 Jahre Erfahrung in der Zusammenarbeit mit einem sehr guten Osteopathen gehabt.Die wenigen erfolglosen Fälle habe ich zu einem Atlastherapeuten geschickt( FA für Kinderorthopädie) Hier wurde röntgenologisch immer!die Dislokation der Kopfgelenke bestätigt und erfolgreich behandelt.
#13 am 15.08.2017 von Dipl.med Margitta Philippson (Gast)
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Um das Missverständnis zu klären: Gast 5 hat Recht. In diesem Post vergleiche ich lediglich den Schlafentzug. Und, vielen Dank für die Ratschläge!
#12 am 15.08.2017 von Dr. med. Unfallchirurgin Mutter (Ärztin)
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Gast
Zu #7: Ja stimmt, eindeutig gesagt wird es nicht, aber es macht Sinn bei genauerem Lesen. Habe ich beim ersten Lesen anders verstanden/überlesen. Tja, dann ist wahrscheinlich doch der Unterschied sich nie eine Pause nehmen zu können, wenn man sie will, sondern die nehmen muss, die einem die Kinder vorschreiben und natürlich, dass man von Kindern keinen Urlaub nehmen kann... Und wahrscheinlich die permanente Panik, dass das Kind gleich wieder aufwacht und die Pause vorbei ist. Erinnerungen, die schnell mit der Zeit vergessen werden... Ich glaube jede Mutter saß schon einmal heulend da, weil sie dachte: Ich kann nicht mehr, hör doch bitte auf zu weinen. An dieser Stelle Respekt an die Väter, die haben da meist mehr die Ruhe weg.
#11 am 15.08.2017 von Gast
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Und warum gönnen Sie sich keine Mutterzeit? Ist die Arbeit wichtiger als die Familie?
#10 am 15.08.2017 von Oliver Meckes (Medizinfotograf / Designer)
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Ärztin
Warum sollte man Sie lynchen? Als frischgebackene Mama braucht man eben nicht nur Nerven wie Drahtseile und Einfühlungsvermögen sondern auch die Fähigkeit selbstbewusst und pragmatisch die Tips anderer Mütter (die ja immer das gnadenloseste Publikum sind) aufzunehmen, die unterschwelligen Vorwürfe das Kind schreie nur deshalb weil man etwas falschgemacht habe zu ignorieren und dann selbst einen gesunden Mittelweg zu finden. Und dieser Weg ist bei jedem Kind anders und sagt nichts darüber aus ob man als Mama zuviel oder zuwenig getan hat. Mein Baby hat nach 3 Wochen erstmals durchgeschlafen und ich habe keine Ahnung wieso? Aber ich habe es nie weinen lassen. Bin ich deshalb eine bessere oder schlechtere Mama? Kann ich deshalb mit klugen Ratschlägen hausieren gehen? Sicher nicht. Ich kann nur berichten was ich gemacht habe, das muss bei anderen nicht funktionieren.
#9 am 15.08.2017 von Ärztin (Gast)
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Wahrscheinlich werde ich gelyncht...aber dennoch: Babys können schlafen lernen. Wenn keine physiologische Ursache vorliegt, also Baby gesund, würde ich meiner Tochter empfehlen, NICHT beim kleinsten Pieps zu rennen. Sondern langsam die Zeiten, bis man es hochnimmt, zu verlängern. Vorausgesetzt Baby ist satt (kann man durch Wiegen oder Flascheninhalt feststellen) und trocken, dann anfangs 2-3 Minuten warten, bis man reagiert. Das Ganze steigern bis zu 10-15 Min. Prinzipiell sollte es lernen alleine einzuschlafen (ja, ich weiß, sooo grausam). Eine halbwegs ausgeruhte Mutter ist für das Kind viel besser als eine völlig erschöpfte Mutter, die mit ihren Nerven am Ende ist. Babys wollen letztlich viel weniger "Bespassung" als heute üblich ist. Füttern, Wickeln, bisschen Ansprache, frische Luft und dann wieder ab ins Bett.
#8 am 15.08.2017 von Annette Creson (Bibliothekarin)
  26
Gast
Gast 5: Wenn ich das richtig verstanden habe IST die Autorin augenblicklich in Elternzeit, bei genauerem Lesen wird klar dass sie lediglich den aktuellen Schlafentzug mit der Erinnerung an den Schlafentzug früherer Nachtschichten vergleicht.
#7 am 15.08.2017 von Gast
  0
Gast
Wie ist das auf die Dauer möglich? Fällt man da nicht komatös um, egal was drum herum passiert?
#6 am 15.08.2017 von Gast
  2
Gast
Wie wäre denn der Gedanke 1 Jahr Elternzeit zu machen? Das tut der Mutter oder dem Vater gut und dem Kind sowieso. Niemand ist unersetzlich im Job, eine wirkliche Mutter zu haben ist für ein Kind hingegen schon unersetzbar.
#5 am 15.08.2017 von Gast
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Gast
Ja... Wie schön, dass dies von einer Ärztin geschrieben wurde! Sie würden mich (die nach der Schwangerschaft 18 Monate lang keine 2 Stunden Schlaf am Stück und nie mehr als 4 Stunden pro Tag insgesamt bekommen hat, daraufhin Depressionen entwickelt hat, die bis zu konkreten Selbstmordgedanken gingen) sicherlich nicht mit Johanniskrauttee als einzige ärztliche Intervention abspeisen - oder? Ich hätte mir gewünscht, dass bewusste Ärztin auch die Erfahrung von Schwangerschaft und Säuglingszeit hinter sich gehabt hätte...
#4 am 15.08.2017 von Gast
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Ärztin
Kopf hoch, liebe Kollegin. Das mit dem Babyschlaf wird in den meisten Fällen rasch besser, zur Not müssen eben auch mal Papa oder Großeltern herhalten um das kleine Glück zu bespassen bis Mama wenigstens mal 2-3 Stunden Schlaf nachgeholt hat. Und machen Sie sich keine Gedanken wegen der Vergesslichkeit. Die sogenannte Stilldemenz (sollte eigentlich Schlafentzugsdemenz heissen...) ist nicht annähernd mit den Nachtschichten vergleichbar. Auch wenn die natürlich ebenso unphysioplogisch sind und ihrerseits Körper und Geist gewaltig schaden können.
#3 am 15.08.2017 von Ärztin (Gast)
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kennt glaube ich jeder-auch die väter. aber-das wird wie beim trostversuch bei liebeskummer nicht gerne gehört-die gute nachricht -es geht vorbei.
#2 am 15.08.2017 von James Jacobsen (Arzt)
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Alte Pflegerin
Herrlich geschrieben und so wahr! Durchhalten- es wird besser!
#1 am 15.08.2017 von Alte Pflegerin (Gast)
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Leider lassen sich die Rahmenbedingungen nicht mehr mit meinen Vorstellungen vereinen. Zehn 24-Stunden-Dienste im mehr...
Sie sind die Leader im Assistententeam, die Guten unter den Oberärzten, die Sympathischen in der Mannschaft. Ihre mehr...
Das mit der Kommunikation ist so schon schwierig genug. Patient Gustav hat die Hörgeräte vergessen, Patientin Gerda mehr...

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