Chronisch dreist in der Notaufnahme

08.08.2017
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Lotte ruft mich an. Eine Freundin, Ärztin in einem Krankenhaus, Unfallchirurgin, Mutter zweier Kinder. Am Wochenende hatte sie Dienst. Sie nannte es „Reisesprechstunde“.

Jeder zweite Patient sei zur Abklärung seiner seit Wochen bestehenden Beschwerden gekommen. Schulter, Nacken, Rücken, Knie. Alles schmerzt. So kurz vor dem Urlaub zwickt es noch einmal mehr. Ich erinnere mich.

„Die Wade brennt. Wenn ich jetzt in den Flieger nach Mallorca steige, wird das eine Thrombose? Könnte es nicht schon eine sein?“

„Die Schulterschmerzen hab ich schon lange. Aber im Urlaub möchte ich schon schwimmen gehen. Geht das?“

Außerdem hat der Hausarzt zu. Es ist ja Urlaubszeit. Und die Vertretung? Am Wochenende sind die schließlich auch nicht da. Der ärztliche Notdienst? Nein, da hat man schon angerufen. Röntgen können die nicht. Aber die Ehefrau meint, dass man das noch einmal vor dem Urlaub klären sollte.

Natürlich. Die Wartezeit in der Notaufnahme ist anstrengend. Es gibt, umsonst, nur Wasser zu trinken. Aber es lässt sich aushalten. Es gibt schließlich einen Bäcker im Krankenhaus, Café und Kuchen, vielleicht noch ein Eis. Und man könnte mal ganz schnell die Nachbarin besuchen, die auf Station 3 liegt. 

Außerdem, wenn man schon mal da ist, es brennt auch so beim Wasserlassen.

Dass der Junge mit der Patzwunde zuerst behandelt wird, wird noch toleriert. Aber spätestens bei der dritten Oma, die aus dem Pflegeheim angeliefert und vorrangig behandelt wird, wird die Geduld auf die Probe gestellt. Schließlich wartet man schon seit zwei Stunden.

Lieber wartender Patient mit den Schulterschmerzen seit drei Monaten, liebe wartende Patientin mit den Nackenschmerzen seit sechs Wochen, liebe alte Dame mit den Rückenschmerzen seit 20 Jahren,

Oma 1 hat sich den Schenkelhals gebrochen. Sie muss operiert werden. Ja, jetzt noch. Oma 2 blutet unter ihrem Blutverdünner in ihren Kopf. Ja, das ist lebensgefährlich und ja, das Gespräch mit den Angehörigen dauert eine Weile. Oma 3 hat sich nichts gebrochen, flüchtet aber wegen ihrer Demenz die ganze Zeit von der Liege, sodass die Pflegekräfte alle Hände voll zu tun haben.

Außerdem nicht zu vergessen: Es liegen da noch ungefähr 100 Patienten auf den Stationen, die, vor oder nach Operationen, betreut werden müssen. Alte, junge, kranke und sehr kranke Patienten. Die alle einen Arzt brauchen. 

Liebe Patienten, wollt ihr zwei Stunden auf einen Arzt warten, wenn ihr in den Kopf blutet? Oder zwei Stunden mit einem gebrochenen Bein da liegen, bevor ihr ein Schmerzmittel bekommt? Zwei Stunden auf einen Arzt warten, der sich um euren Herzinfarkt kümmert, nachdem ihr gestern eine neue Hüfte implantiert bekommen habt? Nein?

Dann wartet auf euren Termin beim Hausarzt oder beim Orthopäden.

 

Bildquelle: Dion Hinchcliffe, flickr

Artikel letztmalig aktualisiert am 16.08.2017.

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Gast
Natürlich gehören chronische Beschwerden in keine Notaufnahme. Aber das dürften auch die allerwenigsten Fälle dort sein. Es gibt aber sicher genug Beschwerden, bei denen ein Patient nicht wissen kann, ob er nun ein Notfall ist oder nicht. Und oft weiß man das auch erst, NACHDEM dieser Patient untersucht wurde. Was aber soll jemand machen, der Hinweise auf eine evtl. Thrombose oder Lungenembolie hat, also Schmerzen in der Wade oder im Brustkorb? Soll der warten bis nach dem Wochenende der Hausarzt wieder auf hat? Dabei kann der Hausarzt noch nicht einmal einen D-Dimer-Wert bestimmen, denn die meisten Hausärzte bestimmen diese Werte nicht selbst in ihrer Praxis. D. h. die Hausärzte müssen solche Patienten dann auch in eine Notaufnahme oder ins Krankenhaus zur Bestimmung dieses Wertes schicken, so dass dann ein 2. Arztkontakt entsteht (Thema Kosten ....).
#54 vor 2 Tagen von Gast
  0
Gast
Der Grund für die Wartezeiten sind eben nicht diese Individuen sondern ein System welchses solch ein Verhalten belohnt(bzw. nicht bestraft!)... wo kriegt man sonst sein Röntgen-Bild (oder die notwendige "Sicherheit") innerhalb eines Tages und auch am Wochenende? :) Sorry für den Doppelbeitrag
#53 vor 7 Tagen von Gast
  0
Gast
Wie wäre es vielleicht damit etwas mehr Verständnis für diese Menschen zu haben, die ja schließlich krank und besorgt (!) sind? Etwas Verständnis für Menschen, die vielleicht KEIN MEDIZINSTUDIUM absolviert haben und daher eben nicht wissen (können!) was eine Thrombose ist und wo Sorgen berechtigt und eben unberechtigt sind? Natürlich ist den meisten klar, dass sie zum Niedergelassenen sollten... aber vielleicht sollte man über einen Berufswechsel nachdenken wenn man sich der Realität nicht stellen kann :)
#52 vor 7 Tagen von Gast
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Gast
# 5 Mindestens noch eine 0 dranhängen
#51 vor 11 Tagen von Gast
  4
Gast
# ? Jeder Facharzt im Krankenhaus ob Chirurg oder Internist etc. muss auch über psychische Erkrankungen ein gewisses Know-how haben und gegebenenfalls einen Psychologen zu Rate ziehen
#50 vor 14 Tagen von Gast
  11
Kein Bordi
Es wäre wirklich wünschenswert, wenn hier psychische oder sonstige Persönlichkeitsstörungen künftig nicht weiter ausgebreitet würden. Das ist kein Selbsthilfeforum o. ö..
#49 vor 14 Tagen von Kein Bordi (Gast)
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Liebe Leser, vielen Dank für die zahlreichen Kommentare. Bitte beachtet in euren Beiträgen jedoch die Netiquette und diskutiert sachlich und themenbezogen. Nehmt zudem von zu ausführlichen Schilderungen zu Einzelschicksalen und eigenen Erkrankungen Abstand. Vielen Dank. Eure DocCheck News Redaktion
#48 vor 14 Tagen von DocCheck News Redaktion (Mitarbeiter von DocCheck)
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#29ff Ja, wir haben es verstanden, sie haben BPS. Ich auch, und? Wenn sie gewisse Situationen nicht händeln können, ist es leider ihr Problem welches Sie übertragen. Passiert Ihnen das, sagen Sie einfach das Sie gerade damit nicht umgehen können, notfalls entschuldigen Sie sich, sobald sie ihre rationale Komponente wieder haben. Aber spezielle Samthandshuhe gibts in der NA nicht, zumal die wenigsten Ärzte dort ernsthaft wissen was BPS überhaupt ist. Die haben ein anderes Fachgebiet. Wenn sie ganz normal, vernünftig behandelt werden möchten, spielen sie nicht Extrawurst oder Dramaqueen und verteilen sie keine "Gebrauchsanweisungen". Damit schüren sie nur sämtliche Vorurteile und machen es für alle folgenden umso schwerer noch ernst genommen zu werden.
#47 vor 14 Tagen von Jeannine Kögler (Pharmazeutisch-technische Assistentin (PTA))
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#7 wie mehrfach erwähnt ist diese Annahme nicht richtig. Nicht nur das, die Verbreitung dieser Falschinformation ist mit der häufigste Grund für Laxantienabhängigkeit, gerade bei älteren Menschen. Sie essen und bewegen sich weniger als früher, logischerweise müssen sie dann auch nicht mehr so oft auf Toilette wie früher. Erlebe ich täglich! Der Körper sammelt keine Gifte im Darm, sondern unverdauliches und alles was nicht weiter verwertet werden kann. Selbst wenn er dort Gifte sammeln würde, dann wäre er auch dafür ausgelegt und man müsste sich keine Sorgen machen und regelmäßif eingreifen um sie unnatürlich schnell rausbefördern. Wenn im Darm etwas nicht stimmt und raus muss, macht der das von ganz alleine, kennt jeder. Vertrauen sie ihrem Körper ein bisschen, grudlegend hält ihr Körper sie am Leben, nicht andersrum. Selbstverständlich gibt es Ausnahmen und Erkrankungen die eine Behandlung erfordern aber die Individualität des Körpers zzgl der gegebenen Umstände ist keine Erkrankung.
#46 vor 14 Tagen von Jeannine Kögler (Pharmazeutisch-technische Assistentin (PTA))
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Gast
#38 So Schilder mit netten Bildchen drauf, wer Alles draußen bleiben muss wäre gut. Die Zecke, das Ohr , der Finger etc.
#45 vor 14 Tagen von Gast
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Gast
Die 1. Regel ist: Immer nett und freundliche zu Bordis sein, dann bin ich es, vorausgesetzt ich bin gerade gut gelaunt, selbstverständlich auch.
#44 vor 14 Tagen von Gast
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Gast
Seitdem habe ich immer eine individuelle Borderline -Anleitung dabei , damit man den richtigen Umgang mit mir üben und pflegen kann
#43 vor 14 Tagen von Gast
  16
Gast
Ich ,als jahrzehntelange Hundebesitzerin nehme es mit jeder Zecke auf. Vielleicht sollten die Patienten in der Notaufnahme sich gegenseitigg behandeln . Also eine Zecke zu entfernen wäre kein Problem für mich, noch ein bisschen Betaisadonna drauf , ready to go ist der Patient. Next one please.
#42 vor 14 Tagen von Gast
  2
Gast
Mir tun die Ärzte leid, die für immer mehr Patienten die Verantwortung tragen, der man nicht mehr guten Gewissens gerecht werden kann.
#41 vor 14 Tagen von Gast
  0
Gast
#18 Ayurvedische Heilkunst davon wussten schon die indischen Götter
#40 vor 14 Tagen von Gast
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Gast
# 38 Wieso werden diese Zecken -oder blutende Finger Patienten nicht irgendwo anderswo hingeschickt? Vielleicht zu speziell ausgebildeten Krankenpflegepersonal wie es zum Beispiel in den USA möglich ist. Dann kann der Arzt sich um tatsächlich schwere Erkrankungen kümmern
#39 vor 14 Tagen von Gast
  0
Gast
Genau das möchte ein Arzt in der Notaufnahme, Menschen helfen die in Not sind. Genau dafür hat er jahrelang studiert und seinen Beruf gewählt. Er kann allerdings nur eine begrenzte Menge Patienten pro Zeit versorgen. Möchten Sie etwa mit einem hochschmerzhaften akuten Abdomen oder einer massiv blutenden Schnittwunde in der Nacht stundenlang warten müssen nur weil der zuständige Arzt vorher noch Zecken entfernen, Ohrenschmerzen abklären oder Patienten mit seit Wochen bestehenden Rückenschmerzen behandeln muss die zu bequem waren zum Hausarzt zu gehen? Wohl kaum
#38 vor 14 Tagen von Gast
  0
Gast
# 3 Was gibts da sauer zu sein? Sie haben diesen Beruf gewählt um Menschen zu helfen, oder???? Natürlich wäre es angenehmer sich des nächtens die Eier zu kraulen aber dafür werden sie auch nicht bezahlt. Freuen Sie sich einfach, dass ein Patient Ihnen vertrauen schenkt und sie auch nachts beglückt
#37 vor 14 Tagen von Gast
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Allgemeinärztin
Kann leider aus meiner allgemeinärztlichen Erfahrung berichten dass vielen Patienten der Friseurtermin von Oma Lottchen oder der eigene Massagetermin wichtiger ist als der Facharzttermin den ich zeitnah telefonisch für den Patienten vereinbart habe. Aber am Wochenende ist ja dann Zeit und dann nutzt man den bequemen 24 h verfügbaren Facharztservice am besten gleich in der Uniklinik. Und genau werter Herr Kollege das sind die Patienten die völlig unberechtigt und dreist die Notaufnahmen blockieren für diejenigen ernsthaft erkrankten bspw. mit einer phlegmonösen Appendizitis. Die werden nämlich zukünftig Wartezeiten von mehreren Stunden auf sich nehmen müssen aufgrund der Bagatellpatienten was sicherlich deren Zustand nicht verbessert. Eine Verhaltenssteuerung funktioniert leider nur über den Geldbeutel, daher macht eine Notfallgebühr durchaus Sinn
#36 vor 14 Tagen von Allgemeinärztin (Gast)
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Gast
#29 Fortsetzung... Ok, fAirerweise muss ich dazu sagen, dass ich leider noch eine schwere BORDERLINE Störung habe und oft nichts gegen meinen Impulskontrollverlust gegensteuern kann. Dieser AssistenzArzt hat dummerweise noch Öl ins Feuer gegossen und wenn ich einmal auf Stufe 1800000 bin, dann gibts auch kein Stoppen mehr .
#35 vor 14 Tagen von Gast
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Gast X
Ach wie putzig. Wenn jemand bekannte Tatsachen anführt die durch unzählige Studien belegt sind und sich tagtäglich in der Praxis bestätigen nennen Sie das Professorenhörig. Aber Sie berufen sich stattdessen auf ayurvedische Volksweisheiten von einem weit entfernten Subkontinent und glauben ernsthaft Sie könnten diese Erkenntnisse einfach mal so auf uns Europäer übertragen. Unser Klima, unsere Ernährungsweise und die gesamte Lebensführung unterscheidet sich erheblich von der der Inder. Hier gibt es schon ebenso wie in Indien seit Jahrhunderten Beobachtungen darüber. Und die besagen dass statistisch die Stuhlfrequenz bei Gesunden Menschen abhängig von Ernährung, Statur, Geschlecht, Alter und Lebensführung zwischen 3x tgl und alle 3 Tage variieren kann. Solange keine Beschwerden oder pathologische Befunde vorliegen ist das nicht krankhaft. Abgesehen davon wurde dieses Beispiel wohl nicht gewählt weil es zwingend harmlos ist, sondern weil der Patient 7 Tage Zeit hatte zum Arzt zu gehen.
#34 vor 14 Tagen von Gast X (Gast)
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Gast 26: Ein akuter Bandscheibenvorfall kann dermaßen schmerzhaft sein - nicht die OP ist der Notfall, sondern die Schmerzbehandlung. Ich habe es 2005 nur am Tropf ausgehalten. Und die neurologischen Ausfälle....die hatte ich selbst nicht bemerkt. Ich konnte nicht mehr auf Zehenspitzen stehen , doch das war etwas, was ich - da ich vor Schmerzen eh nur noch liegen konnte - gar nicht ausprobiert hatte. Leider doch alles zu spät - eine Behinderung im linken Bein ist geblieben.
#33 vor 14 Tagen von Remedias Cortes (Nichtmedizinische Berufe)
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Ich finde es schade, wie hier untereinander kommuniziert wird. Und fast alle als "Gast"- was will es mir sagen?
#32 vor 14 Tagen von Frauke Schmidt (Heilpraktikerin)
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Gast
Mich beschleicht das ungute Gefühl, dass einige Ärzte nicht aus Berufung ,sondern wegen dem Status dieses Studium absolviert haben. Und wenn die erstmal in Weiß durch die Krankenhäuser schweben und auf arme, Ahnungslose schwer leidende Patienten losgelassen werden: Na dann ,rette sich wer kann
#31 vor 14 Tagen von Gast
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Gast
# 27 Sind Sie Professoren-Hörig??? auch die Wissen nicht Alles
#30 vor 14 Tagen von Gast
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Gast
Und besonders grauenvolle Erfahrungen habe ich mit jungen AssistenzÄrzten gemacht( 2 weibliche und einer männlich) . Der Unterarzt toppte Alles und legte eine unverschämte Arroganz an den Tag. So nach dem Motto: Er der Gott in Weiß und ob ich Medizin studiert hätte etc. . Hähhh.... so wie es in den Wald hineinruft so schallt es heraus. Ich habe mich gegen diese Misshandlung gewehrt und würde mich auch nicht scheuen seinen Namen im gesamten Internet zu verbreiten. Ich lag auf einer Untersuchungsliege als hilflose Patientin und muss mir so einen gequirlten Bullshit anhören? Der hat sich noch nicht mal mit Namen vorgestellt, geschweige denn einem die Tageszeit genannt. Nachdem ich dann das komplette Krankenhaus zusammen geschrien habe, bekam ich Buddha Sei Dank einen sehr guten Oberarzt, der mich auch sehr gut weiterbehandelt hat. Wenn die Chemie zwischen Patient und Arzt nicht stimmt dann muss man eben den Arzt wechseln oder der Arzt muss den Patienten an einen Kollegen abgeben
#29 vor 14 Tagen von Gast
  38
Gast
Heutzutage ist es sehr schwer einen guten Hausarzt zu finden, ich hatte einen, der leider vor 2 Jahren verstorben ist. Ein Arzt mit Herz und Seele, der das bestmöglichste für seine Patienten getan hat, trotz Budgetierung. Auch Regresse hat der liebe Doc nicht gescheut. Bis zum jetzigen Tag habe ich so einen Arzt nie wieder gefunden, deshalb habe ich auch keinen, und wenn ich irgendwelche starken Schmerzen habe, dann werde ich auch unter Umständen ins Krankenhaus gehen.
#28 vor 14 Tagen von Gast
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Gast
#7: Das sah mein gastroenterologischer Lehrmeister Professor Demling aber anders: dreimal täglich bis dreimal pro Woche war normal - ansonsten müßten am Wochenende ganze Altersheime im Krankenhaus versorgt werden. Bei fehlender Ileussymptomatik kann ein Therapieversuch mit einem Klysma durchgeführt werden. Aber nicht vergessen, Misserfolg oder Erfolg zu registrieren.
#27 vor 14 Tagen von Gast
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Der Unfallchirurg
#25 Ohne motorische Ausfälle kann den Bandscheibenvorfall initial der Hausarzt behandeln und Schmerzmittel verordnen, warum denn nicht? Einen Facharzttermin innerhalb von 2 Wochen ist absolut in Ordnung. Und ein Bandscheibenvorfall ohne Ausfälle ist nunmal KEIN Notfall ... #10 Das Problem der langen Wartezeit auf Facharzttermine ist zumindest in der Unfallchirurgie/Orthopädie dadurch mitbegründet, dass Hausärzte oft eben nicht die Patientenführung übernehmen, der Pat. geht zum FA bekommt eine Therapieempfehlung, diese wird dann aber nicht vom HA umgesetzt sondern der Pat. wird immer und immer wieder für Folgeverordnungen, Wundkontrollen oder anderen durchaus vom Hausarzt zu übernehmenden Verrichtungen wieder und wieder zum FA geschickt ... Klar dass es dann keine freien Termine gibt, das Kontrollintervall das ich in den Briefen empfehle wird in ca. 10% der Fälle eingehalten ;-((
#26 vor 14 Tagen von Der Unfallchirurg (Gast)
  4
Gast
Mein Bandscheibenvorfall ist nicht behandelt worden, weder vom Orthopäden noch vom Notarzt. Alle haben mich wieder nach Hause geschickt, die in der Notaufnahme haben mir wenigstens Schmerzmittel mitgegeben. Der Orthopäde wollte mir einen Termin in 14 Tagen geben. Also 14 Tage ohne Behandlung ...
#25 vor 15 Tagen von Gast
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Anja
Sagen Sie da eigentlich noch etwas zu den vermeintlichen Patienten? Eine schnippische Bemerkung oder ein ernster Hinweis? Irgendwas?
#24 vor 15 Tagen von Anja (Gast)
  3
Gast
# 18 Ich hasse unsensible Ärzte , gleichbedeutend Sadisten- Ärzte, wissen Sie überhaupt welche Schmerzen diese Obstipation verursacht. Koprostase das ist der Horror
#23 vor 15 Tagen von Gast
  6
Gast
# 18 Muss doch irgendeine Ursache haben diese hartnäckige Obstipation . Falsche Ernährung, Bewegungsmangel oder eine Darmgangrän oder Pankreas etc. In meinem Fall, habe ich viel Bewegung ( 4 Stunden täglich) und ernähre mich abwechslungsreich und trotzdem habe ich Dauerbauchschmerzen, kein Hungergefühl , massive Verdauungsprobleme, Übelkeit etc. = SUBILEUS
#22 vor 15 Tagen von Gast
  4
Oooo ein weites Feld.
#21 vor 15 Tagen von Dr. med. Christine Aresin (Ärztin)
  3
Gast
# 18 Bla Bla Bla.... Das habe ich hier schriftlich mit dem Karzinom ,vorher war es ein Polyp. Ärzte sind nun mal keine Götter in Weiß, keine Ahnung warum ich noch am Leben bin und vielleicht schreibe ich tatsächlich aus dem Jenseits. Da ich kaum noch etwas Essen kann außer ein wenig Ayurvedische Nahrung
#20 vor 15 Tagen von Gast
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@ 9 Haben Sie schon einmal überlegt, dass viele Patienten, alte und junge, denn es gibt auch behinderte junge Patienten – Sie werden es mir nicht glauben -, aber es gibt in diesem unseren Deutschland ca. 10 000 Menschen mit Behinderungen, die würden sich gerne „mal mehr bewegen und die Selbstständigkeit erhalten“, nur leider können sie es nicht, und sind auf „externe Hilfe“ angewiesen. Diese Menschen finden es wahrhaft nicht schöner, „alles erledigt“ zu bekommen.“ Nichts für ungut!
#19 vor 15 Tagen von Dr. phil. Kirsti Brachtel (Ärztin)
  1
Gast
#13 - Ayurveda, schon klar. Aber da ja die Cholera aus Indien kam, haben die mit der Defäkation bestimmt eine Ahnung. Nur geht es da halt nicht um Verstopfung geht. Gärung im Darm - so ein ausgemachter Unfug. Und sechs Jahre lang ein Gallengangs-Ca. verschleppt? Schreiben Sie uns gerade aus dem Jenseits? Wie auch immer, eine hartnäckige Obstipation ist allenfalls dann ein Notfall, wenn sich ein Ileus draus entwickelt, ergo: Erst mal ein Fall für den Hausarzt, oder meinetwegen auch für rezeptfreie Abführmittel aus der Apotheke.
#18 vor 15 Tagen von Gast
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Gast
Soll natürlich nachts heißen
#17 vor 15 Tagen von Gast
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Gast
#14 Meistens werden die Beschwerden abends oder auch nichts stärker, wahrscheinlich weil man nicht so abgelenkt ist wie tagsüber
#16 vor 15 Tagen von Gast
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Gast
Zu 5: Verzeihen Sie mir, Frau Kollegin, aber ich habe diverse Patienten gesehen, die ohne Sanis in die NA gekommen sind mit akuter phleg. Appendizitis oder einer beginnenden Peritonitis, ganz zu schweigen von der Dame mit einer vom Hausarzt festgestellten Magen-Darm-Grippe, die sich als akute Addison-Krise entpuppte? Sollen die alle eine Notfallgebühr zahlen, während Oma Hilde aus dem Pflegeheim angeliefert wird mit akuter Exsikkose (fehlender Personalschlüssel um den Senioren Getränke zu geben)?
#15 vor 15 Tagen von Gast
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Gast
#7 Ich denke, es geht mehr um das "montags abends", als darum, ob es nun 6 oder 7 Tage ohne Stuhlgang sind. Man hätte ja auch tagsüber zu Sprechstundenzeiten zum Hausarzt gehen können.
#14 vor 15 Tagen von Gast
  0
Gast
# 11 Das ist ihre Meinung, mein Wissen basiert auf Ayurvedischen Erkenntnissen. Schließlich sind das Giftstoffe ,und sollten dort nicht tagelang vor sich hin gären. Es soll auch Menschen geben, die ihren eigenen Kot oder des Partners verspeisen. Na, dann Bon Appetit
#13 vor 15 Tagen von Gast
  42
Gast
# 9 Vielleicht werden Sie auch mal Alt und Gebrechlich, ein bisschen mehr Respekt
#12 vor 15 Tagen von Gast
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#7 Nichts ist variabler als die Stuhlfrequenz! Der menschliche Körper ist keine Maschine! Von dreimal täglich bis zweimal wöchentlich ist alles erlaubt. (Bei Säuglingen ist es sogar noch variabler!) Und Notfälle sind das meist nicht...
#11 vor 15 Tagen von Nadine Schmalen (Ärztin)
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Das Problem ist doch ganz einfach zu lösen: Chipkarten verbieten, Krankenscheinheft wie vor 50 Jahren. EIN Schein pro Quartal. Freie Arztwahl für alle unter allen niedergelassenen Hausärzten und hausärztlichen Internisten, aber nur EINMAL pro Quartal. Zugang zum Facharzt nur als Selbstzahler oder per Überweisung durch den Hausarzt. Zugang zur Krankenhaus nur mit Einweisung. Ende Gelände...ging früher...geht auch heute!
#10 vor 15 Tagen von Werner Wöhrle (Mitarbeiter Industrie)
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Ich kenn das aus dem hausnotrufdienst. Wir MÜSSEN bei allem unklaren den Rettungsdienst hinzuziehen.. 98% davon sind aber pure Faulheit oder Bequemlichkeit. Grade bei den alten. Bissl jammern und schon funktioniert der Apperat. Würden viele sich mal mehr bewegen und die Selbstständigkeit erhalten, hätten viele Patienten weniger externe Hilfe nötig. Aber nö.. ist doch viel schöner alles erledigt zu bekommen.
#9 vor 15 Tagen von Rene Schnock (Rettungssanitäter)
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Gast
Und das perfide an der ganzen Sache ist, dass Patienten die tatsächlich schwer krank sind durchs Raster fallen wegen den Irren, die wegen eines blutenden Fingers oder sonstiger Lapalien in die Notaufnahme kommen.
#8 vor 15 Tagen von Gast
  3
Gast
# 3 Zu Ihrer Information, ein gesunder Mensch hat täglich Stuhlgang, Alles andere ist krankhaft und hat eine Ursache. Ich spreche aus Erfahrung, bin jahrelang falsch behandelt worden und abenteuerliche Diagnosen wurden gestellt von Anorexie bis Psychosomatisch war so ziemlich Alles dabei. 6 Jahre brauchten Ärtze um ein Gallengangskarzinom festzustellen
#7 vor 15 Tagen von Gast
  50
Gast
Auch Problem als Sani (RA), Patient, der ins KH will, darf nicht abgelehnt werden (außer er will selbst nicht -:)). Habe schon viele unsinnige Einsätze und unnötige Transporte ins KH gehabt... (z.B. Regelblutung seit 29 Tagen, wollte So Nacht unbedingt ins KH...). Was tun als Sani? NA war sicher nicht erforderlich, Patientin wollte unbedingt... Sch..
#6 vor 15 Tagen von Gast
  15
Allgemeinärztin
20 Euro Notfallgebühr für jeden der selbst laufend ohne Sanis in die Notaufnahme kommt. Das hebt die Hemmschwelle schon gewaltig. Für das Geld kann man dann wenn keine KV Bereitschaftspraxis vorhanden ist zumindest noch einen Kollegen Teilzeit einstellen der sich um die ganzen Befindlichkeitsstörungen kümmert. Die Erwartungshaltung der Patienten steigt leider immer mehr. Jeder liest diverse schaurige Berichte im Internet oder in Magazinen. Da wird dann beispielsweise empfohlen man solle sich regemäßig beim Hausarzt durchchecken lassen, der Milzbranderreger sei auf dem Vormarsch. Dass die Patienten dann jede Flatulenz sofort per MRT abgeklärt haben möchten verwundert eigentlich nicht besonders. In der KV Bereitschaftspraxis häufen sich die Patienten die Sonntag nachmittag zum mal ordentlich durchchecken in die Klinik kommen. Da muss man dann direkt aber gerade noch freundlich Aufklärungsarbeit leisten
#5 vor 15 Tagen von Allgemeinärztin (Gast)
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Täglicher Alltagswahnsinn. Auch bei uns.
#4 vor 15 Tagen von ex. Krankenpfleger Rolf Reiners (Gesundheits- und Krankenpfleger)
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Maddi
Hatte ich gestern auch! abends 21 Uhr montags in die Notaufnahme weil die Patientin schon seit 7 Tagen keinen Stuhlgang hatte!!!! Ich war sooo sauer!
#3 vor 15 Tagen von Maddi (Gast)
  44
Gast
Perfekte Darstellung der Situation unserer Notaufnahmen
#2 vor 15 Tagen von Gast
  1
Gast
Sicher kann es unverschämt sein, wenn sich mögliche Patienten mit Lappalien einreden, dass bei ihnen eine ernstzunehmende Erkrankung vorliegt. Sie könnten aber auch dazu ermuntert werden, wenn die meisten Orthopäden selbst im Urlaub sind und auf dem Anrufbeantworter empfohlen wird, sich in dringenden Fällen an die Notaufnahme zu wenden.
#1 vor 15 Tagen von Gast
  18
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Diese Woche erhielt ich eine Nachricht von einer geschätzten Leserin meines Blogs. Sie schrieb mir von einem mehr...
Ich hatte irgendwie vergessen, dass ich nach diesen Albtraumwochen und -wochenenden immerhin vier bis sechs Stunden mehr...
Ich verfluche meine gute Kinderstube. Trotz Ablehnung und versuchter Annäherung lässt sie mir ein Arsenal aus acht mehr...

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