Nahtoderfahrung: Ein Delir von vielen

02.08.2017
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„Nach meiner Reanimation sah ich mich aus einer oberen Ecke des Raumes von außen. Ich spürte ein helles, warmes Licht von oben und wusste, dass ich geborgen sein würde. So beobachtete ich mich einige Minuten, bis ich mich wieder in der Realität der Intensivstation wiederfand.“ Sind Nahtoderfahrungen eine spezielle Variante des Delirs, die sich naturwissenschaftlich gut erklären lässt?

So oder so ähnlich werden Nahtoderfahrungen (NTE) oft beschrieben. Wenn es sich um sehr seltenen Berichte handeln würde, könnte man sie ja als Produkt einer lebhaften Fantasie abtun, aber man hört immer wieder solche Geschichten. Ich neige grundsätzlich dazu, das jeweils einfachste Erklärungsmodell zu bevorzugen. Bevor ich also annehme, dass meine Seele zum Himmel aufsteigt und mich von außen sieht, schlage ich den Begriff Nahtoderfahrung erst mal in der guten, alten Wikipedia nach.

Dort werden einige Studien zur NTE genannt, die alle den gleichen Schluss zulassen, dass nämlich die Sauerstoffunterversorgung des Gehirns, die nicht nur bei Kreislaufproblemen, sondern vereinzelt auch bei epileptischen Anfällen und angeblich sogar bei Meditationen auftreten kann. Diese kann zu schlichten Wahrnehmungsstörungen führen, die das häufig beschriebene Bild gut erklären können. Zu diesen Wahrnehmungsstörungen gehören unter anderem:

Die naheliegendste Erklärung für vom Patienten berichtete Nahtoderfahrungen ist also, dass das Gehirn in einen Sauerstoffmangel gerät und möglicherweise zusätzlich endogene Opiate ausschüttet. In diesem Zustand entstehen optische Halluzinationen, wie die, den Körper von außen zu sehen (autoskopische Halluzinationen), das Licht, möglicherweise Figuren, Derealisationen wie das Gefühl, nicht mehr mit dem eigenen Körper verbunden zu sein, körperliche Halluzinationen wie das Gefühl der Wäre und Glücksgefühle, die auf die Ausschüttung der Opiate zurückzuführen sind.

Ach ja, die Wissenschaft entmystifiziert aber auch immer wieder die interessantesten Dinge. Fast ein wenig schade ...
 

Bildquelle: Jheronimus Bosch, wikimedia

Artikel letztmalig aktualisiert am 03.08.2017.

99 Wertungen (3.17 ø)
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Lance
Ein Grund mehr für manche fehlgeleitete Mitmenschen, an sogenannten "choking games" teilzunehmen.....
#43 am 07.09.2017 von Lance (Gast)
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Gast
Es ist nicht von Belang, daß der Autor das einfachste Erklärungsmodell bevorzugt wie auch die Frage ist, was die Wissenschaft zu Recht ( wirklich ) entmystifiziert hat. Hat er denn mal in die umfassende Literatur hineingerochen ? Mit dem Thema Sauerstoffmangel, Opiaten, Halluzinationen und auch Anderem haben sich schon ganz Andere explizit beschäftigt..
#42 am 14.08.2017 von Gast
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Manfred L. DIETWALD
Ende Dez.2013 bin ich nach einer Lungenentzündung und 12 Tagen künstlichem Koma aufgewacht, und blickte in das Gesicht einer ehemaligen Angestellten. Ich glaube mich an bruchhafte Episoden zu erinnern: 1.) An ein Eigesperrtsein in hohen Holzpfählen, durch die ich einen Landwirt ackern sah. 2,) Im kalten Regen einen Hügel hinaufsteigen. 3.) Das Innere einer katholischen Barockkirche der Nachbargemeinde, die ich noch nie betreten hatte, in der eine Messe gehalten wurde. 4.) Eine Einkleidung in kostbare kirchliche Gewänder und 5.) zuletzt ein Herausschweben durch ein Glockenturmfenster. -- Die Krankheit überstand ich ohne Nebenwirkungen und eine Deutung des Wahrgenommenen gelang mir nicht. Die Kirche hatte Ähnlichkeit mit dem Gesehenen, doch bin ich evangelisch.
#41 am 11.08.2017 von Manfred L. DIETWALD (Gast)
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Gast
Was bitte, soll daran neu sein? Genau diese "Erkenntnisse" aus der Wissenschaft habe ich schon vor 10 Jahren gelesen und kann - wie hier auch öfter angemerkt wird -nicht wirklich Dinge erklären, wie die Erinnerung an Gespräche im Nebenraum usw. Deshalb verstehe ich nicht, warum dieser Artikel überhaupt hier auftaucht. Aber vielleicht bin ich als gläubiger Christ hier auch auf einsamem Posten oder gar in der falschen Fakultät? ;(
#40 am 11.08.2017 von Gast
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Gast
Es ist nicht die Wissenschaft, die entmystifiziert, sondern Menschen, die bei Wikipedia nachlesen, was Menschen geschrieben haben, die sonst bei Wikipedia nachgelesen hätten - aber nicht logisch und vollständig hinterfragen, was geschehen ist, z.B. die Wahrnehmungen aus dem Nachbarzimmer oder die Wiedergabe von Gesprächen während des klinisch toten Zustandes.
#39 am 11.08.2017 von Gast
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Wen es interessiert: eine gute Übersicht und Zusammenfassung über Nahtoderfahrungen findet man bei jenseitswelt.eu #3 für manche mag das wache Leben hart erscheinen – das Leben nach dem Tod soll aber wesentlich einfacher sein! #13 Ihr Fall ist sehr wertvoll für die Nahtodforschung. Schildern Sie ihn bitte bei http://www.nderf.org/forms/ShareNDEGerman/ShareNDEGerman.php #29 In Pim van Lommels Studie haben nur 18% der Reanimierten eine Nahtoderfahrung bzw. erinnerten sich daran. Die Frage NTE oder keine NTE hängt m.E. eng mit der persönlichen Lebensgeschichte zusammen. Niemand ist deswegen besser oder schlechter.
#38 am 08.08.2017 von Dr. med. Mathias Wolf (Arzt)
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Gast
Warum soll das nicht gehen, sehen, was im Nebenraum ist und dort gesprochen wird? Man muss sich eins klar machen: wenn man sein Bewusstsein ausdehnt über die Begrenzungen des Körpers hinaus, dann ist man absolut frei, gibt es theoretisch keine Begrenzungen, nur die, die man sich selbst setzt. Ich kann also in diesem Moment hie rin Deutschalnd sein und im nächsten in Amerika und sehen, was dort ist.
#37 am 05.08.2017 von Gast
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Und warum können Nahtodespatienten darüber berichten, was in den Räumen nebenan besprochen wurde bzw. was da zu sehen war ?
#36 am 04.08.2017 von Ricarda Friedrich (Ärztin)
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Gast
Wie ich schon andeutete, man muss nicht sterben, um auf die jenseitigen Ebenen zu gehen. Wenn man den Körper verlässt, ist das oft mit dem Übergang auf eine höhere Ebene verbunden, also nicht nur dem sich frei bewegen hier im Physischen. Übrigens, Träume sind auch nichst anderes als Reisen auf anderen Ebenen. Auf feinstofflichen Welten, die jenseits der physischen liegen. Wenn wir in der Lage sind, die Informationen, die leider oft verscglüsselt, nur als Symbole uns bewusst werden, richtig aus den Träumen herauszuholen, dann kann uns das in vielen Dingen des Alltags helfen. Oft Vorausschau auf u.U. problematische Dinge, wenn wir den Weg so weitergehen, wie wir ihn jetzt eingeschlagen haben.
#35 am 04.08.2017 von Gast
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Einiges an NTE haben mir mehrere Patienten mitgeteilt auch Menschen, die entsprechende Kriegserlebnisse hatten. Mich hat das Thema immer interessiert, wenn auch vornehmlich mit Zweifeln. Ein Notfallmediziner Dr. Jean-Jacques Charbonier hat das interessante Buch "7 Gründe für ein Leben nach dem Tod" geschrieben. Wenn ich mal bei Petrus angeklopft habe und doch zurückgeschickt werde, werde ich hier berichten.
#34 am 04.08.2017 von Dr. Ingo Heiskel (Arzt)
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Ich möchte auf die prospektive Studie von Sam Parnia ea: Awareness during resuscitation in Resuscitation Dez 2014/Vol 85/Issue 12/Pages 1799-1805 hinweisen.
#33 am 04.08.2017 von Dr. med. Hans-Dieter Moser (Arzt)
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Gast
Bla, bla, bla ,... Man kann natürlich auch versuchen, durch dummes Zeug hier die Sache ins Lächerliche zu ziehen.... Der Punkt ist nur, wer das Thema ernsthaft angeht oder gar selbst eine außerkörperliche Erfahrung hatte, der wird die Sache sehr realistisch sehen und versuchen, noch mehr darüber zu erfahren. Möglichst auch noch einmal diese Erfahrung unter Kontrolle herbeizuführen. Denn viele Menschen hatten außerkörperliche Erfahrungen, .. und sie sind danach nicht mehr derselbe. Nach so einer AKE habe ich lange Zeit gesucht nach Erklärungen (zum Sinn des Lebens) etc., ... bis ich die fand und auch Hinweise, wie man es selbst nachvollziehen kann: Eckankar (weil jemand mal fragte, was in der Rheingoldhalle in Mainz am WE ist ..:-))
#32 am 04.08.2017 von Gast
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Gast
Ich erlitt 2013 eine SAB. Nach der OP erschienen mir auf der Intensivstation 72 wunderschöne Jungfrauen (gut ich hab sie nicht gezählt!), die kurz danach jeweils einen Becher Katzenblut tranken und sich in Hexen verwandelten. Da wusste ich, ich muss zurückkehren. Seitdem habe ich vor dem Tod keine Angst mehr!
#31 am 04.08.2017 von Gast
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Die Kommentare sind interessanter und aufschlussreicher als der Artikel! Zum Buch von Pim van Lommel hab ich einst für Amazon eine Rezension geschrieben. Daraus zusammengefasst: Die ersten Kapitel enthalten wertvolle Informationen und zeugen von wissenschaftlicher Gründlichkeit. Bedenken beschleichen den Leser im zweiten Teil des Buches, wenn es um Hypothesen zu Ursachen von NTE geht. Hier werden längst als Artefakt erkannten morphogenetischen Felder von Alexander Gurwitsch aus den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts mit Beweiskraft herangezogen, die wissenschaftlich nicht ernst zu nehmende Biophotonen-Theorie von F.-A. Popp, die neurotheologischen und unreproduzierbaren Magnet-Experimente von M.A. Persinger, sowie die unsinnigen "remote viewing" Experimente von H. Puthoff. Schade, dass ein sachlich so gut begonnenes Buch im zweiten Teil durch windige Spekulationen so fragwürdig wird. Leider mündet Unerklärliches oft in unsinnigen esotherischen Spekulationen.
#30 am 04.08.2017 von Prof. Dr. Roland Glaser (Biologe)
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Trotz meiner Erfahrung würde ich niemandem seine Nahtoderfahrung absprechen oder als Halluzinationen bezeichnen!
#29 am 04.08.2017 von Dipl.-biol. Ulrike Schütt-Berg (Heilpraktikerin)
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Heisst das wenn ich keine NahtodErfahrung hatte war ich nicht tot? Oder wenn jemand eine hatte war der nicht tot? Ich hatte einen plötzlichen Herztod mit über 20 minütiger Reanimation, 12min durch meinen Mann ohne Beatmung und dann nochmal 10 mit 2x defibrillieren, bis ich wieder zurück kam und in Narkose gelegt wurde. Ich habe bis kurz vor dem Ereignis und bis wenige Stunden nach dem Ereignis keinerlei Erinnerung. Das erste was ich wieder wahrnahm war der Pfleger auf der Intensivstation. Anders als nach einer Amnesie nach Gehirnerschütterung ist bis jetzt nicht ein Erinnerungsfetzen oder Bild wieder gekommen. In einem Forum von DefiTrägerInnen berichtete nur eine von ca 20 ein NTE gehabt zu haben. Alle anderen haben es so erlebt wie ich. Mein Gehirn hat ansonsten keinerlei Schäden genommen. Ob das spezifisch für plötzlichen Herztod ist? Endorphine o. ä. wurde bei mir ganz sicher ausgeschüttet, denn ich war und bin absolut optimistisch und euphorisch das überlebt zu haben!
#28 am 04.08.2017 von Dipl.-biol. Ulrike Schütt-Berg (Heilpraktikerin)
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Gast
Meine Schwester , BWL-Masterabschluss; hörte wie der Notarztkollege zum Sanitäter sagte " da ist nichts mehr zu retten ". Wenig später war wieder Puls zu tasten . Nach Eingriff zum entlasten des intrakraniellen Liqourdruckes ging es ihr sehr bald bestens. Nur braucht ihr niemand etwas von Sauerstoffmangel zu erzählen.
#27 am 04.08.2017 von Gast
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Gast
NTE´s sind wirklich ein hochinteressantes Thema, ich habe vor ein paar Jahren angefangen mich damit zu beschäftigen. Man sollte nicht den Fehler machen, unser physikalisches Verständnis der Dinge als der Weisheit letzter Schluss zu sehen, auch wenn man damit sicher gut durch den praktischen Alltag kommt. So einiges ist bis heute völlig unverstanden (z.B. Gravitation). Spukhafte Fernwirkung (die Verschränkung von Teilchen über beliebig große Entfernungen mit sofortiger Auswirkungen von Änderungen des Quantenzustands) bringen nicht nur wissenschaftlich spannende Implikationen sondern auch philosophisch. So könnte man unterstellen, dass alles im Universum (sofern es denn im Rahmen der Urknalltheorie aus einem Punkt entstanden ist) miteinander verbunden ist. Es gibt Theorien über das Wesen des Universums, welche von > 10 Zusatzdimensionen ausgehen ... wer weiß schon, was sich hier alles abspielt.
#26 am 04.08.2017 von Gast
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Gast
Wie kann denn der Sauerstoffmangel erklären, dass Patienten Dinge, wie z.B. Typen Nummern von Geräten beschreiben können, die nur von oben sichtbar sind, die vom OP Tisch unmöglich gesehen werden können???
#25 am 04.08.2017 von Gast
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Gast
Oder Eichendorff: Und meine Seele spannte, Weit ihre Flügel aus, Flog durch die stillen Lande, Als flöge sie nach Haus. .... Er sprach auch noch von 'meiner' Seele, ... es sind wir selbst, als Seele, die den Körper verlassen hat
#24 am 04.08.2017 von Gast
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Gast
Es geht hier weniger um glauben oder hinnehmen, sondern um erfahren, was auf den anderen Ebenen der Existenz ist. Das Thema der alten Griechen: Mensch erkenne Dich selbst, wer oder was wir wirklich sind und was für fantastische Möglichkeiten wir haben. Die Künstler berichten in ihren Werken oft davon, z.B. 'Freude schöner Götterfunke ...'
#23 am 04.08.2017 von Gast
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Gast
Warum haben Mediziner eigentlich oft so große Angst etwas hinzunehmen oder gar zu glauben, was man nicht beweisen kann?
#22 am 04.08.2017 von Gast
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Unfallchirurg
Wissenschaftlich ein interessantes wie elitäres Problem.. aber angesichts der weltweit verhungernden Kinder, der willkürlich Hingerichteten, der Folteropfer, der aus religiösen (!) oder politischen Gründen massakrierten Menschen ist es gesellschaftlich doch wohl eher ein recht belangloses Thema. Oder wie es Biermannes formulierte: Gibt es ein Leben VOR dem Tod!
#21 am 03.08.2017 von Unfallchirurg (Gast)
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Halluzinationen haben keine realen Inhalte - im Gegensatz zu den Details, die Pat. mit NTE anschließend berichten (siehe einige der Kommentare!). Es handelt sich also nicht um Halluzinationen, auch keine autoskopischen, sondern um andersartige optische Wahrnehmungen der Realität (!), aber nicht über die vorhandenen Augen. "Bevor ich also annehme, dass meine Seele zum Himmel steigt und mich von außen sieht…" - warum sollte es denn nicht genau so sein? Das wäre eine der einfachsten und logischsten Erklärungen… :)
#20 am 03.08.2017 von Dr. med. Almut Hefter (Ärztin)
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Voreingenommenheit gegenüber Nichtplausiblem wird oft mit wissenschaftlicher Haltung verwechselt. Gerade unter Skeptizisten. Oder es findet aus Schlamperei oder Faulheit keine eingehende Auseinandersetzung mit dem Thema statt (auch dann sollte man sich mit Erklärungstheorien zurückhalten). Für mich fast so nervig wie die umgekehrte, wissenschaftsfeindliche pro-Wunder-Haltung, die gerne auch mal mit Fehldarstellung kombiniert wird. Ein Artikel zu einem faszinierenden Thema (wegen der Fakten, nicht wegen des metaphysisch anmutenden Themas), der über Wikipedianiveau nicht hinauskommt.
#19 am 03.08.2017 von HP Stefan Goßner (Heilpraktiker)
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Gast
Den Menschen scheint schlicht die Demut vor dem Tod zu fehlen.
#18 am 03.08.2017 von Gast
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'16: "am Wochenende in die Rheingoldhalle in Mainz gehen und sich dort mal inform." was ist da geboten???
#17 am 03.08.2017 von Schwester Annette Latka (Gesundheits- und Krankenpflegerin)
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Gast
Wie schon unten erwähnt, alles nur wäre, könnte, tec. Das ist aber auch gar nicht anders möglich, es sei denn, man befasst sich mal mit den Arbeiten der Ärztin Kübler-Ross, die so viel wie ich mir angeschaut habe, versucht hat, das Thema empirisch-wissenschaftlich zu bearbeiten. Aber, es geht ja hier um ganz was anderes. es geht hier um tatsächlcihes Erfahrungswissen. Denn wer einmal seinen Körper verlassen hat, der weiß, was die Wahrheit ist. Übrigens, wir verlassen den Körper als Seele, weil wir Seele sind, nicht wir haben eine Seele. Da die Seele nichts mit dem physischen Universum gemein hat, kann man das auch nicht mit physikalischen Instrumenten messen oder erfassen (das schreibt ein Ing. der Nachrichtentechnik und Dipl-Wirtschaftsing.) Soweit erstmal dazu. Es gäbe sicher noch viel dazu zu sagen. Wen es wirklich interessiert, der könnte am Wochenende in die Rheingoldhalle in Mainz gehen und sich dort mal inform...
#16 am 03.08.2017 von Gast
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@ #4 Ich habe das Buch gelesen und finde es höchst fragwürdig. Es ist nicht einmal schlüssig, ob Dr. Alexander in ein künstliches Koma gelegt wurde oder durch die Krankheit ins Komma gefallen ist. Es gibt x solche Ungereimtheiten. Abgesehen davon steckt hinter einer NTE sicher mehr als eine Sauerstoffmangel im Hirn...
#15 am 03.08.2017 von Dr. Ezra Pierpaoli (Mitarbeiter Industrie)
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Gast
Vermutlich länger anhaltende Bewußtlosigkeit nach Versuch, Kontrastmittel in den Spinalkanal einzugeben (langsames Dunkelwerden des Visus, klare Akustik). Teilweise geschlafen, bei Annäherung von Personen akustisch reale Wahrnehmungen ("nochmal 100 mg Dexa"...) und klare Trennung und Zuordung zu Personen (Unvermögen und auch Unlust, Affektoren auszulösen, zu blinzeln oder sprechen. Keine mechanischen Empfindungen (Infusion). Dafür aber kein Licht, aber durchaus das Gefühl, sich vonn oben herab selbst liegen zu sehen (nicht Ecke, sondern fast wie mit den Augen eines anderen, fast wie telepatisch, da dann wohl andere in der Nähe waren, was zb. die gegebenen Infusionen erklärt, die ich sah, aber nicht gemerkt habe). Man redet darüber normalerweise nicht, da dann eher ein komischer Blick folgt. Sauerstoffmangel als Ursache scheidet in dem Fall aus, es wurde auch kein Kreislaufmittel gegeben. Bei der Deutung viel Spaß, ist 34 Jahre her.
#14 am 03.08.2017 von Gast
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Kommentar # 7 möchte ich voll zustimmen. Als junge Praktikantin im Rettungsdienst kam "meine erste Reanimation" in die Klinik, in der ich damals in der Notaufnahme hospitierte. Was war ich nervös..... Und sollte "schnell" Ampullen aufziehen. Schnitt mir prompt in den Finger (ja, ja schon lange weiß ich es besser), fluchte "so'n Scheiß" und warf die Ampulle in die Ecke..... Das war ein Freitag. Am Montag dann sah ich den Patienten wieder auf der Intensivstation. Er begrüßte mich mit den Worten "Na, Finger wieder heile?" und schilderte mir grinsend die Situation en detail..... Spätestens seit diesem Tag hab ich allerdhöchsten Respekt vor Nahtoderlebnissen!
#13 am 03.08.2017 von Heilpraktikerin Andrea Kolb (Heilpraktikerin)
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Das NTE Thema ist schon ganz schön schwierig...einen weiteren Denkansatz liefert hierbei die Quantentheorie bei der die einzelnen unterschiedliche energetischen Zustände von Materie mit diesen Beobachtungen korrelieren können, wie z.Bsp. zum gleichen Zeitpunkt aber räumliche Trennung erlebt werden kann...Spukhafte Fernwirkung laut A.Einstein. Finde ich ganz spannend ;-)
#12 am 03.08.2017 von DM Sigbert Scholz (Arzt)
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... ja, und weil in dem zusammenhang die worte: wäre, könnte. möglich, naheliegend von fester wissenschaftlicher grundlage sind. Haha
#11 am 03.08.2017 von Dr. med. Inge Eisenmann-Stock (Ärztin)
  18
Gast
Es ist erstaunlich, dass sogar hier Menschen aufschlagen, die ihr Weltbild nicht auf rationaler Emperie, sondern auf magischem Wunschdenken aufbauen.
#10 am 03.08.2017 von Gast
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Gast
Wenn das in Wikipedia steht, MUSS es ja stimmen! Damit kann man ein ganzes Medizinstudium bewältigen, oder nicht? Und wer legt eigentlich fest, ob es sich um Halluzinationen handelt? Meist diejenigen, die entsprechende Erlebnisse nicht hatten. Schade!
#9 am 03.08.2017 von Gast
  7
Gast
Wissenschaft hin oder her...manche Berichte und natürlich eigene Erfahrungen haben einen höheren Wert! Wir werden als Mensch akzeptieren müssen, dass es Grenzen unseres Wissens gibt. Dennoch und gerade deswegen können Berichte ungemein tröstlich sein.
#8 am 03.08.2017 von Gast
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Ich empfehle interessierten Medizinern das interessante Buch von Pim van Lommel (Kardiologe) "Endloses Bewusstsein", den ich vor 2-3 Jahren auch an einen Ärztekongress im Zürcher Hotel "Widder" gehört habe. Dass er dort eingeladen wurde zeigt, dass er nicht nur als Esoterik-Fuzzy betrachtet, sondern teilweise auch durchaus ernstgenommen wird. Mit der Sauerstofferklärung habe ich genauso Mühe, wie mit jener, dass sich ein "Gläubiger Patient" schon im Vorfeld eines solchen Zustands quasi geistig darauf vorbereitet haben könnte. Soll mir mal Einer logisch erklären, wie man sich vor einem akuten, urplötzlichen Notfall mit Koma und in Todesnähe, vorgängig (oder gleichzeitig) noch mit einer konkreten Erwartungshaltung auseinandersetzen könnte. Und: wie es kommt, dass der Patient nach der NTE mitteilen kann, mit welchen Worten die Intensivmediziner über ihn und seinen Zustande geredet hatten, bzw. dass Einer von ihnen eine rote Kravatte mit weissen Punkten trug.
#7 am 03.08.2017 von Peter Stich (Heilpraktiker)
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... ein absolut lesenswertes Buch von einem Wissenschaftler geschrieben und durch die eigenen Erlebnisse untermauert. da könnten alle davon profitieren, der Arzt und der Patient.
#6 am 03.08.2017 von Dr. med. Inge Eisenmann-Stock (Ärztin)
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Es wäre interessant, unter glücklichen Umständen bestimmen zu können, *wann* die Nahtoderfahrung stattfand: Wirklich im Zeitabschnitt des "Hirntodes" oder erst hinterher?
#5 am 03.08.2017 von Jörg Fricke (Student der Humanmedizin)
  3
Gast
Der amerikanische Neurochirurg Dr. Eben Alexander hat dazu hochinteressante Bücher geschrieben. Er hat selbst die Existenz von Nahtoderlebnissen stets vehement abgelehnt. Bis er dann selbst in einem 7 tägigen Koma eine hatte...
#4 am 03.08.2017 von Gast
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Wenn tot sein etwas ähnliches ist wie schlafen, dann wäre es doch eine Strafe weiterleben zu müssen irgendwo und irgendwie!
#3 am 03.08.2017 von Dr. Bertram Staudenmaier (Medizinphysiker)
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Auch ist es keine Erklärung für das akustische Erleben, das Patienten sehr gut die Unterhaltung am OP-Tisch mitverfolgen und wiedergeben können. Es muß also doch mehr dahinter stecken als nur ein lapidarer Sauerstoffmangel.
#2 am 03.08.2017 von Robert Wagner (Heilpraktiker)
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"einfach" ist nicht immer "gut" oder "ausreichend". Ein "einfachstes" Erklärungsmodell taugt nur dann etwas, wenn es ALLES erklären kann. Sauerstoffmangel und endogene Opiate können nicht erklären, dass in manchen Fällen Personen mit Nahtoderfahrungen Dinge berichten, die sie auf normalem Weg nicht wissen können. Beispiel Pam Reynolds, die 1991 die Instrumente beschreiben konnte, die während ihrer Gehirn-Operation während künstlicher Hibernation und künstlichem Herz-Kreislauf-Stillstand verwendet wurden. Noch weniger kann dieses "einfache" Erklärungsmodell erklären, warum Blindgeborene während einer Nahtoderfahrung Dinge sehen können ... siehe http://jenseitswelt.eu/de/beweis-fuer-ein-jenseits/die-sehfaehigkeit-von-blinden ich fínde das nicht "schade" sondern interessant, dass man sich eben näher mit Dingen beschäftigen muss, die man eben auf Anhieb und trotz einfacher Erklärungsmodelle nicht so einfach verstehen kann ...
#1 am 03.08.2017 von Dr. med. Mathias Wolf (Arzt)
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